@Spieler-papa
Eine Statistik dazu kenne ich nicht. Ich kann dir aber meine Erfahrungen mitteilen.
Mein Fazit vorweg: es kommt auf die persönliche Situation an.
Ich kenne Kinder, bei denen war der Lernstress in den Klassen 3 und 4 größer, als in Klasse 5. Gerade in Klasse 4 wurde seitens der Lehrer viel Druck gemacht, schließlich repräsentieren die Kinder, die auf das Gymnasium wechseln, dort ihre frühere Grundschule, so die Denke vieler Lehrer. Schlechte Noten dort, fallen negativ auf sie zurück, so die Annahme. Auch gibt es immer noch viele Eltern, die Kinder unbedingt auf das Gymnasium bringen wollen. Nachhilfe in Klasse 4 um auf die erforderlichen Noten zu kommen sind keine Seltenheit. Das sind dann auch häufig die Eltern, die ihre Kinder vom Trainer abmelden, mit der Begründung sie müssten lernen.
Ich hatte den Fall, dass Eltern einen Spieler vom Spielbetrieb abgemeldet haben, weil er auf das Gymnasium gewechselt ist. Nach einem ausführlichen Gespräch, waren sie damit einverstanden, probeweise das Kind weiter spielen lassen. Ergebnis war, dass das Kind aus schulischen Gründen 4 mal in einer Saison nicht am Training teilnehmen konnte. Zweimal wegen Nachmittagsunterricht und zweimal wegen Klassenarbeit bzw. Hausaufgaben.
In anderen Fällen kam es mir so vor, als ob die Schule eine willkommene Begründung war, das leidige Hobby des Kindes zu beenden. Das waren auch Eltern, die prinzipiell nie dabei waren, wenn man sie gebraucht hat.
Bei den Kindern mit mehreren Hobbies führte der Schulwechsel schon meistens zu der Situation, sich auf einen Schwerpunkt festzulegen. Dabei spielen die Eltern schon häufig eine entscheidende Rolle. Ist ihnen eine andere Sportart oder ein Instrument wichtiger, wird sich das Kind vermutlich eher gegen den Fußball entscheiden.
Nach meiner Erfahrung hängt auch sehr viel von der Selbstständigkeit des Kindes ab. In dem oben beschrieben Fall, wo die Eltern erst dagegen waren, handelte das Kind schon sehr eigenverantwortlich. D.h. die Eltern hatten mit dem Hobby des Kindes keinen Aufwand. Auch wollte das Kind unbedingt weiter Fußball spielen und hat dem auch vieles untergeordnet.
Persönlich habe ich Sport immer als Ausgleich empfunden und war froh, auf andere Gedanken zu kommen. Getreu dem Spruch "in einem gesunden Körper, wohnt ein gesunder Geist" käme ich nie auf die Idee, einem Kind den Sport zu verbieten.
Meinen Eltern gebe ich übrigens regelmäßig mit auf dem Weg, Fußballverbot nicht als Strafe für irgendwelche Verfehlungen außerhalb des Sportplatzes auszusprechen.