Beiträge von Grätsche

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    Habe diese Saison auch eine U 11. Duschen wird von mir gewünscht, aber ich zwinge niemanden. Im Team sind ein paar Mädels, da ist es ohnehin schwierig. Habe eine Mutter gebeten, die Mädels beim Duschen zu "unterstützen", aber sie duschen eig. nie. Ein paar Jungs haben es durchgezogen, einige kategorisch abgelehnt. Werde den Tipp von @Skriwer nächste Saison umsetzen, alle warten bis der Letzte fertig ist, vielleicht duschen dann mehr.


    Wir treffen uns 45 Min. vor Anpfiff. Trikots werden zentral von demjenigen mitgebracht, der mit waschen dran war. Insgesamt ist jeder Spieler max. 2 mal pro Saison dran, das ist verkraftbar. Mit dem Modell, dass jeder seine Sachen mit nach Hause nimmt, habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Die Hosen und Stutzen wurden immer weniger, weil zu Hause vergessen und dann das Ersatzpaar nicht wieder abgegeben. Auch wurde mal das Trikot vergessen und dann stand das Kind da (wir haben nur ein-zwei Trikots mehr als Kinder).


    Trainingsstart ist pünktlich auf dem Platz. D.h. die Kinder ziehen sich entweder zu Hause schon um oder kommen so rechtzeitig, dass sie noch Zeit zum Umziehen vor dem Training haben. Mir persönlich ist das egal, Hauptsache wir fangen pünktlich gemeinsam an.

    Coach wurde aus dem Publikum bestimmt. Diese Mannschaft hat das Turnier ohne Niederlage gewonnen. Schande über alle anwesenden Trainer Kinder die sich zum ersten mal sahen waren besser als die teams.

    Damit wären wir wieder bei der Frage, wie viel Einfluss (oder eben auch nicht) ein Trainer auf die Entwicklung der Kinder tatsächlich hat. ;)

    Schnelligkeit in ihren Ausprägungen ist aus meiner Sicht das Talentmerkmal, welches am schlechtesten trainierbar ist. Hinzu kommt, dass insbesondere bei dem Kriterium der Antrittsschnelligkeit die größten Unterschiede zwischen Profis und Amateuren bestehen. Bei Kraftausdauer oder auch der Laufleistung pro Spiel, sind die Unterschiede längst nicht so groß. Somit macht es durchaus Sinn, dieses Merkmal eine besondere Bedeutung zu geben.
    Wir hier reden hier über Talentförderung. Dies bedeutet, dass alle in Frage kommenden Spieler über gewissen technische Grundvoraussetzungen verfügen. Es wird kein Leichtathlet dabei sein, dem fußballerisch alles beigebracht werden muss. Von Technik "beibringen", würde ich hier nicht sprechen, sondern eher von Detailarbeit, die etwas umfangreicher ist, als bei anderen.
    In den vergangenen Jahren habe ich einige "lauffaule" Torjäger kennengelernt, die nach dem Wechsel auf das Großfeld in der Versenkung verschwunden sind. Hier hatten aber auch die Trainer eine Aktie dran. Wenn das Spiel über Jahre hinweg darauf zu geschnitten war, dass alle für den Torjäger ackern, der dann die Vorlagen nur noch einnetzen muss und dafür dann von allen als Held gefeiert wurde, dann muss sich niemand wundern, wenn die Laufbereitschaft immer weiter zurück geht. Habe das jetzt mal überspitzt formuliert, aber ich denke jeder weiß, was ich damit meine.

    @soccerbook
    Wusste beim ersten Lesen nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Lachen deshalb, weil es immer wieder grotesk ist, wie "Außenstehende" über die Arbeit eines Trainers urteilen und werten. Weinen deshalb, weil ich an die Kinder denken muss, die so einen Trainer ertragen müssen.
    Ich kenne persönlich einen F-ling, der genau so einen Trainer hat. Es gibt feste Positionen, es gibt die Stammspieler, es gibt die Wechselspieler, die selbst bei 5:0 zur Pause nicht mehr als 5 Min. spielen, es gibt die Verteidiger, welche nicht über die Mitte dürfen. Im Training werden Doppelpässe, Ecken und Einwürfe geübt. Beim Abschlussspiel spielen die Stammspieler zusammen, weil sie sich ja für das wichtige Punktspiel am Wochenende einspielen müssen. Der Torwart muss die Abstöße hoch und weit bringen. Die Verteidiger dürfen nicht dribbeln, weil zu gefährlich. Bei der Torschussübung vor dem Spiel hat der Trainer die meisten Ballkontakte. Während des Spiels gibt es pausenlos Ansagen wie: "Spiel ab", "Schieß", "bleib auf deiner Position", "Konzentriert euch".
    Für den Trainer ist alles in Ordnung. Der Tabellenplatz ist schließlich gut. Also muss auch das Training gut sein...
    Was sagen die Eltern? Dem Trainer gegenüber gar nichts. Nur untereinander regt sich die Kritik. Aber etwas dem Trainer sagen? Nein, dann könnte es ja sein, dass ihr Kind plötzlich aus der Stammformation fliegt. Also schön die Klappe halten oder jemanden Anderen finden, der den Mund aufmacht.
    Wie reagieren die Kinder? Sie verhalten sich genauso, wie es von ihnen erwartet wird. Und verlieren die Lust...

    Der Spielerpapa, der meint ich muss mehr Passspiel mit Doppelpässen einfordern oder das Verschieben üben soll, hat auch Recht.

    Vor 2 Wochen hatte ich diese Situation erst wieder. Nach einem Spiel, bei dem meine Mannschaft wieder zig Chancen versiebt hatte, kam ein Vater auf mich zu und forderte genau das Zitat ein. Sein Kind hat in dieser Saison bislang genau 41,5% Trainingsbeteiligung. Grundsätzlich stellt sich daher schon einmal die Frage, ob er überhaupt einschätzen kann, was wir trainiert haben. Nichtsdestotrotz habe ich mich auf den Dialog eingelassen und versucht zu erklären, warum das Passspiel für mich in dieser Altersklasse nicht den Schwerpunkt ausmacht. Gegenargument war: die Anderen machen es aber und stehen vor uns in der Tabelle. Damit war für mich das Thema dann durch.


    Um auf das Ausgangsthema Taktik bei der U 8 zurückzukommen:
    Es gibt (und das zeigt auch die Diskussion hier) verschiedene Auffassungen und ich komme immer mehr zu der Überzeugung, dass es DIE Lösung nicht gibt. Ein Beispiel dazu aus meiner kleinen Welt. Ich habe in meiner Truppe zwei 8-jährige, die spielen miteinander Doppelpässe in den Lauf des Mitspielers. Sie spielen Seitenverlagerungen, sie laufen Gegenspieler zu zweit an. Das machen sie von sich aus, ohne es jemals erklärt bekommen zu haben oder es bewusst geübt zu haben. Wenn ich ihnen sagen würde: spielt mal eine Seitenverlagerung, würden sie mich groß angucken, weil sie nicht wissen was das ist. Solche Kindern sind soweit, dass man mit ihnen auch gruppentaktische Dinge gemeinsam erarbeiten können. Genauso habe ich aber viele Kinder, die deutlich älter sind, bei denen z.B. Verteidigen zu zweit eine komplette Überforderung darstellen würde. Mit diesen Kindern trainiere ich auf einem Niveau, welches einer U8/U9 entspricht. Mit den beiden 8-jährigen hingegen klappen Übungen aus dem D-Juniorenbereich. Die ich jedoch i.d.R. nicht bringe, weil der größte Teil der Truppe noch nicht so weit ist.


    Aufgrund dieser Erfahrungen schätze ich es als besonders wichtig ein, das Gespür dafür zu entwickeln, was genau die Kinder können und was noch nicht. Hierzu ist es aus meiner Sicht zwingend erforderlich zu wissen, was nach dem Stand der Lehre (z.B. DFB-Konzeption) in dem Alter "üblich" und "angemessen" ist und welche Stufen danach kommen. Es erfordert ein Stück Ehrlichkeit zu erkennen, wenn die Kinder noch nicht bereit für die nächste Stufe sind und auch ein dickes Fell, um sich gegenüber gewinndenkenden Eltern/Funktionären zu behaupten.

    Wurde ihnen aber eine andere viel härte Bestrafung vorstellen. „Der Junge soll trainieren und zum Spiel kommen. Du setzt ihn aber nicht ein und lässt ihn auf der Bank sitzen“ Das hat einen besseren erzieherischen Wert meiner Ansicht.

    Welchen erzieherischen Wert soll das haben?
    Fehlverhalten außerhalb des Fußballs wird mit nicht spielen dürfen beim Fußball bestraft. Und du machst dich als Trainer quasi noch zum "Komplizen" der Eltern. Ob und wie lange ein Kind spielt entscheide ich als Trainer aufgrund von Training und Verhalten beim Fußball. Nicht die Eltern. Punkt.

    Ich kläre das Thema immer am ersten Elternabend der Saison, dass wir uns nicht einmischen wollen in die Erziehung der Kinder, das wäre vermessen, den Eltern aber das als kleinen Denkanstoss mitgeben wollen, weil viele soweit gar nicht erst denken, sondern nur den "spass mit freunden" an der Sache sehen. Dabei belassen wir es aber ... die Entscheidung müssen die Eltern immer selbst treffen, es wäre tatsächlich vermessen sich einzumischen. Aber damit bin ich bisher ganz gut gefahren (ausser die schulischen Leistungen haben ganz stark gelitten...)

    So handhabe ich das auch. "Fehlverhalten" außerhalb des Fußballs dürfen aus meiner Sicht nicht mit Fußballentzug bestraft werden. Das haben die Eltern auch akzeptiert.

    Die Frage, die ich mir momentan konkret stelle ist - wann rate ich meinem Spieler zum Wechsel ins NLZ? Nach der U13? Nach der U14? Oder sogar erst nach der U15? Das erscheint mir persönlich schon fast zu spät.

    Das hängt neben diversen anderen Faktoren sicher auch von der Qualität der aktuellen Mannschaft und deren Ligazugehörigkeit ab. Unterhalb der U 15 spielen hier sowohl NLZ wie auch "normale" Vereine max. Verbandsliga. Wenn ein heimatnaher Verein gute Bedingungen, einen fähigen Trainer, ein gutes Mannschaftsumfeld bietet und in der selben Liga spielt wie ein NLZ-Team, warum sollte dann zu früh in ein mglw. weit entferntes NLZ gewechselt werden?

    Es gibt zumindest kaum noch Spieler, die Bundesligaspieler sind, die nicht wenigstens mit 12-14 schon in einem NLZ aktiv waren.

    Ich habe mich zu diesem Thema vor Kurzem mit einem langjährigen Profi unterhalten. Er selbst spielte sehr lange in einem kleinen Verein, wechselte erst nach Ende der Juniorenzeit zu einem BuLi-Verein. Das war vor rd. 15 Jahren. Er meinte, so etwas wäre heutzutage wohl nicht mehr möglich. Die Trainingsumfänge von U17 und U 19 sind teilweise höher, als bei den Profimannschaften. Der gesamte Betreuerbereich wurde viel professioneller, Fitnesstraining, psych. Betreuung, individuelles Training mit Spezialtrainern, all das kann ein Nicht-NLZ wohl kaum leisten. Aus seiner Sicht müsste ein Wechsel in ein NLZ grundsätzlich spätestens zur U14/U15 erfolgen.

    Für die Erhöhung dieser Quote zur U12 gibt es eine logische Erklärung:
    Der Wechsel vom 7er-Feld zum 9er-Feld. Denselben Effekt siehst Du in der U14, die Du in Deiner Aufstellung vergessen hast. Beim Wechsel vom 9er- zum 11er-Feld haben sie 40% Zugänge. Wenn Du diese notwendige Kadervergrößerung rausrechnest, bist Du bei den 25%, die sie in den anderen Jahren auch haben

    Vollkommen richtig!
    Außerdem ist zu beachten, dass der HSV erst ab der U 11 mit eigenen Mannschaften in den Wettkampfbetrieb einsteigt. Bis dahin arbeiten sie mit Koorperationsvereinen zusammen. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass die Vereinszugehörigkeit in der U 11 und auch in der U 12 noch überschaubar ist. Aussagekräftig(er) wäre eine Betrachtung, wenn bereits ab U 8 ausschließlich eigene Mannschaften bestünden.

    Hallo,
    schön, dass du Interesse an einer Trainertätigkeit hast.
    Rein rechtlich ist es kein Problem, im Verein A zu spielen und im Verein B Trainer zu sein. Es könnte aber zu einem zeitlichen Konflikt kommen, wenn sich etwa die Trainings- und/oder Spielzeiten überschneiden.
    Die Frage nach der richtigen Altersklasse lässt sich aus meiner Sicht genauso wenig beantworten, wie die nach der Funktion (Co-, Betreuer oder Cheftrainer). Da kommt es wohl immer auf den Einzelfall an.
    Vielleicht hast du einen Bekannten o.ä., der bereits Trainer ist. Wenn die Chemie stimmt und der Trainer etwas Erfahrung mitbringt, ist es sicher nicht verkehrt erst einmal als Co-Trainer zu starten. Dann wäre die Frage der Altersklasse ohnehin obsolet. Möchtest du hingegen gleich als Cheftrainer einsteigen, dann würde ich mir überlegen, zu welcher Altersklasse zu näheren Bezug hast. Hinzu kommt natürlich auch, dass jede Altersklasse unterschiedlichen Bedürfnisse hat und somit an dich unterschiedliche Anforderungen stellen wird. Die ganz Kleinen benötigen eher einen "netten Onkel", der beim Schuhebinden behilflich ist. Bei E- und D-Junioren solltest du ein gewisses Eigenkönnen mitbringen, weil die Kinder in diesem Alter vieles lernen, in dem sie sehen und nachmachen. Im Großfeldbereich solltest du über taktische Kenntnisse verfügen und diese vermitteln können. Das ist natürlich nicht abschließend, sondern sind allenfalls ein paar Schlaglichter, die bei deiner Entscheidung helfen können.
    Wenn der Verein feststeht, bei dem du einsteigen möchtest, würde ich zunächst den Kontakt mit dem dortigen Jugendleiter suchen.
    Ich wünsche dir jedenfalls viel Spaß bei deiner neuen Aufgabe.

    @raicoon
    Falls es möglich ist, weiche doch in eine Halle oder in ein Fitnesstudio aus (falls ihr als Verein Kontakt habt).
    Video angesehen habe ich auch schon gemacht. Bei einer U15 kann man auch schon mal Theorie machen.
    Oder eine Gesprächsrunde, in der es um Zielsetzungen und Zielerreichung gehen kann. Vielleicht ist so einmal Zeit, dass die Spieler auch mal ihre Meinung zum Team oder zur Entwicklung äußern. Sie werden so zusagen mitgenommen und bekommen das Gefühl, dass ihre Meinung auch wichtig ist und geschätzt wird.

    Danke für das interessante Thema, bei dem wieder einmal ersichtlich wird, wie unterschiedlich Dinge gehandhabt werden, die doch eigentlich einheitlich sein sollten ?!
    In meinem U11 Team ist auch ein Spieler, der am Stützpunkt trainiert.
    Bei uns läuft die Förderung schon ab U11, dafür aber nur bis zum Ende der U13, also max. 3 Jahre. Zum Ende der Saison gibt es Sichtungstrainings für den neuen Jahrgang. Das wird in diesem Jahr der Jahrgang 2006 sein. Die Info´s zur Sichtung gehen an die Vereine. Nach meinen Erfahrungen wird damit aber sehr unterschiedlich umgegangen. Einige Vereine schicken relativ viele Kinder, andere niemanden. Die Stützpunkttrainer sprechen aber bei ihren Beobachtungen auch gezielt Spieler an. Relativ früh nach Saisonbeginn (meist im September) finden auch schon die ersten Stützpunktturniere statt. Dort ist auch zumeist der Landestrainer vor Ort.
    Bezüglich des RAE gibt es keine gesonderten Vorgaben. Dies liegt aber auch daran, dass die Anzahl der Toptalente hier im ländlichen Raum so überschaubar ist, dass das Alter keine Rolle spielt.
    Kaum ein Thema sind Vereinswechsel. Entweder spielen die Stützpunktspieler bei ihren Heimatvereinen oder sie wechseln in ein NLZ. Andere Wechsel gab es in den letzten Jahren nur ganz selten und da lag es wohl eher an den Eltern, als an den aufnehmenden Vereinen.

    @Sir Alex
    So kenne ich das auch. Freiwillig gibt ein Stützpunkttrainer seinen Job sehr selten auf. Montags trainiert kaum eine Mannschaft, das lässt sich also mit dem Stützpunkt gut vereinen. Und am Wochenende finden nur ab und zu Turniere oder Sichtungen statt, so das es auch hier keine Konflikte gibt. Stützpunkt und Seniorenmannschaft zusammen bringen dann fast so viel ein, wie andernorts 40 Stunden pro Woche zum Mindestlohn.

    Völlig fern von der Realität.Die Inhalte der C und B Lizenz wiederholen sich auch in der Elite Jugend Lizenz in großen Teilen.

    Das kann ich nicht bestätigen. C und B Lizenz sind Sache der Landesverbände. Bei mir bauten die Inhalte zwar aufeinander auf, wiederholten sich aber nicht. Die EJ bzw. alte B war ne ganz andere Hausnummer. Dort wurden die Inhalte von C und B vorausgesetzt, aber keinesfalls wiederholt.
    Was die Ex-Profis betrifft, sehe ich es differenziert. Es gibt Ex-Profis mit genug Intellekt, um die Zusammenhänge zu erkennen. Hier halte ich den Einstieg mit der EJ auch für vollkommen gerechtfertigt. Es gibt aber auch andere Kollegen. ;)

    Noch in der U13 und auch in der U14 kommen in den NLZs Spieler von außen.

    Habe da zwar keine verlässlichen Zahlen, aber vom Bauchgefühl her würde ich sagen, dass gerade bei der Bildung von U13 und U14 besonders viele Spieler von außen geholt werden bzw. eine große Zahl von Spieler die Mannschaften verlassen müssen.
    Mir sind zwei NLZ bekannt, die jedes Halbjahr "aussieben". Üblich ist wohl eine Mindestverweildauer von einem Jahr. Es soll wohl auch schon Versuche geben, bei Eintritt eine Verweildauer von 2 Jahren zu "garantieren"

    Hier im Forum wurde schon einmal über Veränderungen bei den Jahrgängen diskutiert. Von einer gänzlichen Abschaffung der A-Junioren habe ich aber noch nichts gehört.
    Allerdings muss ich sagen, dass sich die A-Junioren bei mir im ländlichen Raum fast schon selbst abgeschafft haben. In meinem KFA, der ein Gebiet mit immerhin rd. 300.000 Einwohner umfasst, gibt es noch 13 oder 14 A-Juniorenteams im Spielbetrieb. Unterhalb der Verbandsliga gibt es nur noch eine Liga auf Kreisebene. Dort sind die Reisewege fast so groß, wie in der Verbandsliga. Die Teams, die auf Kreisebene spielen, melden überwiegend auf 9er Feld, weil es für das reguläre 11er Feld schon nicht mehr reicht.
    Ab den C-Junioren läuft fast alles nur noch über Spielgemeinschaften. Wenn die B-Junioren dann für den Seniorenbereich spielberechtigt sind, fliegen häufig die Mannschaften auseinander, weil die an der Spielgemeinschaft beteiligten Vereine die 17-jährigen dann in ihren Seniorenteams haben möchten. Zwar wird versucht diese Praxis zu unterbinden, aber im Zweifel wird den Interessen der Vereine nachgegeben.
    Aus meiner Sicht sind gerade die beiden Jahre in den A-Junioren eine ganz wichtige Zeit. Aber das ist ein Kampf gegen Windmühlen.

    @CokeFreak
    Etwas für die Schule tun hatte ich auch letztens und zwar in den Ferien!
    Die Mutter meinte ernsthaft zu mir es ginge nur an diesem Tag, genau zur Trainingszeit.Der Junge war die ganze Ferienwoche zu Hause und ich sah ihn 10 Min. vor Trainingsbeginn bei sich im Garten kicken. Da konnte er natürlich nichts für die Schule machen...

    Euer Pressing habt ihr euch im Training erarbeit. Du kannst grundsätzlich die gleichen Trainingsformen verwenden, coachst halt nun die Defensive. Würde die Kette im Verbund mit den 6ern und den TW gegen die Offeniven spielen lassen. Würde aber eher in Gleichzahl anstatt in Überzahl agieren lassen. Die konkrete Strategie würde ich von den Spielern abhängig machen. Sind die 6er ballsicher, dann kann einer abkippen. Spielen die IV gute Verlagerungen, dann wäre das ein geeignetes Mittel. Kann der TW kicken, dann binde ihn mit ein.

    Und da wir oft keine Erfahrung mit dem Sport haben , haben wir " andere " Vorstellungen .

    Einfach die Kinder ihren Spaß haben lassen. Keine Gedanken darüber machen, was sie alles können müssen/sollen. Meine Eltern wären nie auf die Idee gekommen, mir 1,5 Std. beim Training zuzusehen. Die hatten "wichtigeres" zu tun. Oder gar dem Trainer "Hinweise" geben, was er trainieren sollte. Das wäre mir als Kind auch höchst peinlich gewesen. Wenn Kinder untereinander mit Lego spielen, dann achtet doch auch kein Elternteil darauf, dass die Bauwerke richtig sind, oder?