Beiträge von Grätsche

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    Schließe mich @davidizzle an.
    Das Buch "Verteidigen mit System" von Ralf Peter bietet die wichtigsten Informationen.
    Aber wie bereits geschrieben, halte die Einführung der 4er Kette mit dem Wechsel von E zu D auch für viel zu früh. In der D sollte zunächst das Verteidigen bzw. Angreifen zu zweit Thema sein, also der Übergang von Individualtaktik zu Gruppentaktik. Gerade im ersten D Jahr würde ich den Schwerpunkt noch auf die Vertiefung der Individualtaktik legen.

    Habe ich da einen falschen Eindruck?

    Da es dein subjektiver Eindruck ist, kann eine Bewertung in richtig oder falsch nicht erfolgen
    Ich beobachte das im F-Bereich grundsätzlich wenige Finten im Spiel praktiziert werden. Meine Beobachtungen stützen sich auf die Dorfmannschaften hier in der Umgebung. Das mag natürlich in anderen Regionen anders aussehen.
    Bei den wenigen Finten die ich sehe, sind aber regelmäßig auch Übersteiger bzw. Scheren dabei. Pro Team sind hier in der Region regelmäßig 1-2 Kinder dabei, die Finten zumindest versuchen.
    Selbst bei den E-Junioren habe ich in dieser Saison nur wenige Spieler gesehen, die Finten probiert haben. Bei den D-Junioren waren es schon deutlich mehr. Zwar meist auch nur einfache Lauffinten und/ oder Körpertäuschungen, aber wenn die gut ausgeführt werden, erreicht man damit auch sein Ziel.

    Wie trainiert ihr das ganze ? Hatte vor es zunächst eine einzelne Finte vorzumachen, und die Kinder sollen sie dann im freien Raum mit genug Platz ausprobieren, währenddessen korrigieren die Trainer schon mal. Dann mal ein passiven Gegner bzw. Hütchen/ Stange aufstellen mit anschließendem Torschuss und zuletzt in der 1 gg 1 Situation. Wenn eine Finte relativ gut klappt die nächste einführen nach dem gleichen Schema und zwischendurch die andere immer wieder wiederholen. Passt das so oder habt ihr Verbesserungsvorschläge ?

    Finten trainiere ich immer mit einer Abschlussaktion, also entweder Torschuss oder Zielpass. Im freien Raum üben finde ich nicht besonders glücklich. "So ich zeig euch jetzt mal ne Finte und dann über wir die alle mal". Finten dienen doch dazu, sich gegenüber dem Gegenspieler einen Vorteil zu verschaffen. Also gehören da Gegenspieler mit rein. Mit Hütchen oder Stangen als abstrakte Gegner haben F-linge so ihre Probleme. Stell dich doch als passives "Fintenopfer" zur Verfügung. Meine Kinder finden es jedenfalls toll, den Trainer auszutricksen. Und danach Torschuss.
    Ein Torschusswettbewerb, bei dem die Treffer nach einer Finte extra belohnt werden, machen allen Kids Spass.


    Mit dem Korrigieren bin ich in dieser Altersgruppe sparsam umgegangen. Sie sollen die Bewegungen doch erst mal erlernen. Vollkommen klar, dass da noch nicht alles klappt. Ich würde hier nur grobe Fehler ansprechen. Z.B. wenn die Kinder zu dicht auf die Verteidiger zu laufen beim frontalen 1gg1.


    Bezüglich der Anzahl habe ich immer mit 2-3 FInten angefangen. I.d.R. Rivelino und Übersteiger, einfache Körpertäuschung und Schussfinte. So kennen die Kinder schon ein Repertoire und müssen nicht immer "die" Finte machen. Gerade wenn sie dann 1gg1 spielen finde ich es besser, wenn der Verteidiger nicht schon weiß, jetzt kommt wieder "die Finte".


    Komplexe Finten setzen aus meiner Sicht erst einmal einen Trainer voraus, der so eine Finte selbst gut demonstrieren kann. Die Kinder lernen in dem Alter viel mit den Augen. Ob die Kids die Finten dann hinbekommen, hängt auch von ihrer Koordination ab. Als "Bewegungserfahrung" aber sicher keine schlechte Idee.

    @TW-Trainer
    Es geht nicht darum,

    Ob jetzt ein Kind ein paar Pfunde zu viel wiegt

    sondern ich schrieb:

    Und wenn ich sehe, dass ein Kind aus Unkenntnis oder Faulheit der Eltern in sein Unglück rennt, dann kann ich nicht einfach meine Klappe halten.

    Sprichst du einen Jugendlichen an, der gerade neben dir ein Auto knackt oder mischst du dich dann auch nicht in Erziehungsfragen ein?

    Mit anderen Worten muss ja wirklich fast jeder, der das Niveau theoretisch erreichen kann, auch entsprechend gefördert werden sonst hat man nicht genügend Spieler auf dem Level, und offenbar kriegen die Isländer das hin.

    Hinzu kommt, dass das Land auch noch eine verhältnismäßig große Zahl von sehr guten Handballern hervorgebracht hat.

    Oder was würdest du sagen, wenn dein Kind eines Tages nach Hause kommt, dir sagt, dass du keine Ahnung hast und besser die Klappe hälst?

    Wenn jemand mehr Ahnung von einer Sache hat als ich, dann würde ich meinem Kind Recht geben.

    Wer darüber hinaus einen fachlichen Rat wünscht, der sollte siich besser an dafür ausgebildete Experten wenden.

    Die Eingangsfrage war:


    Welche Erfahrungen habt ihr mit solcher Spieler?

    Es ging @Domestos also um Erfahrungswerte, nicht um Fachwissen von Experten.
    Ohnehin würde sich Experten ohne Anamnese wohl kaum im Detail äußern.

    Das Kind bzw. die Eltern anzusprechen wird sehr schwierig.

    Warum?


    Ich bin in einem Dorfverein Trainer. Da gehört es dazu, dass man die Eltern und das Umfeld seiner Spieler kennt. Insofern weiß ich auch, woran das Übergewicht der Spieler liegt. Wenn es gesundheitliche Gründe sind, dann braucht man mit dem Spieler nicht darüber reden (stelle jetzt auf E-Junioren ab). Mit den Eltern würde ich dennoch sprechen, ob es möglicherweise aus medizinischer Sicht etwas zu beachten gibt. Hatte z.B. mal einen Spieler mit einer Stoffwechselerkrankung. Bei ihm war es so, wenn er nicht mehr konnte, dann war auch definitiv Schluss. Nix mit kurzer Pause und dann weiter, wie es in seiner Altersklasse "normal" gewesen wäre.
    Mit einer pauschalen Aussage wie:

    Ob und inwieweit der Junge sein Übergewicht in den Griff bekommt, ist in erster Linie seine Sache und insbesondere die Aufgabe der Eltern, aber nicht Deine! Denn du bist Trainer der gesamten Mannschaft!

    kann ich mich deshalb nicht anfreunden.


    Sind es keine medizinischen Gründe, dann hänge ich mich sehr wohl ein Stück weit in die Erziehung mit rein. Ich vertrete die Meinung, dass "hier auf dem Dorf" noch jeder auf den anderen aufpasst. Und wenn ich sehe, dass ein Kind aus Unkenntnis oder Faulheit der Eltern in sein Unglück rennt, dann kann ich nicht einfach meine Klappe halten.
    Letzte Saison hatte ich bspw. einen übergewichtigen Spieler dazu bekommen, bei dem lag sein Gewichtsproblem definitiv an der Ernährung. Also gab es ein paar Hinweise zur Ernährung und während des Trainings immer wieder die Aufforderung weiter zu machen, statt stehen zu bleiben. Und siehe da, es gibt erste Fortschritte. Auch wenn er nicht mehr in meiner Mannschaft sein wird, werde ich die Eltern trotzdem bitten, ihn weniger mit dem Auto zu fahren. Wenn er noch etwas wächst, sollte sich bei gleichbleibender Entwicklung das Gewicht in 1-2 Jahren normalisiert haben.

    Bisher erledige ich alles per E-Mail. Mir ist das Tippen auf dem Smartphone einfach zu blöd. Und Anhänge (PDFs etc.) kann man nicht gescheit öffnen und lesen.

    Ich habe bis vor 2 Jahren auch nur mit Mails gearbeitet. Dabei kam aber das Problem auf, dass einige Eltern keine private Mailadresse haben und andere nicht täglich in ihr Postfach gesehen haben.
    Gerade bei kurzfristigen Informationen musste ich dann sms schicken. Es gab dann mehrfach Situationen, wo Eltern/Kinder nicht informiert waren.


    Anhänge sind doch bei whattsapp auch kein Problem. Da die meisten Smartphones bald so groß sind, wie früher die Laptops, kann mach auch Texte und Tabellen ordentlich erkennen.


    Außerdem arbeite ich noch mit Papier. ;) Trainings- oder Spielpläne können so an den Kühlschrank gepappt werden.

    Und ich finde es total doof in einem Tool, dass zum "digitalen Gespräch" gedacht ist Kommentare zu untersagen.

    Na dann viel Spaß mit Kommentaren wie: "Paul freut sich schon auf das nächste Training", "Paul kann endlich seine neuen Schuhe ausprobieren" (mit Bild von Paules neuen Schuhen), "Paul war total traurig nach der Niederlage" (mit Bild vom traurigen Paul), "Paul ist total traurig, dass er wegen der Spielverlegung nicht kicken kann" usw.

    @raicoon
    Kann dir das nur empfehlen. Am Anfang war ich auch ziemlich skeptisch, gerade auch wegen schlechten Erfahrungen anderer Trainer.
    Nutze die Gruppe jetzt seit zwei Jahren, bislang ohne Probleme. Der Unterschied zu deiner Altersgruppe ist aber, dass bei mir fast ausschließlich die Eltern in der Gruppe sind.
    Das wird bei einer U 15 womöglich anders aussehen??! Oder willst du auch die Eltern ansprechen?
    Zum Start der Gruppe habe ich klare Regeln kommuniziert: ausschließlich Info´s zum Training oder zu den Spielen. Vor der Saison bekommt jeder Spieler bzw. seine Eltern einen Spielplan und den Trainingsplan. Ich schreibe dann in die Gruppe, wenn es Veränderungen gibt. Dort will ich dann auch keine Kommentare haben, ob das die Eltern toll finden oder nicht. Von den Eltern/Spielern kommen i.d.R. nur Absagen oder andere wichtige Informationen (komme später, bin krank geschrieben bis... etc.). Ab und zu wird auch mal abgeklärt, wer bei Auswärtsspielen welche Kinder mit nimmt oder wer bei der Versorgung dran ist. Allerdings wird dies häufiger direkt abgesprochen, was ich auch begrüße.
    Insgesamt führen die paar wenigen Regeln und die Disziplin der Eltern/Spieler dazu, dass die Gruppe sehr übersichtlich bleibt. Das kenne ich von anderen Mannschaften aus dem Verein auch anders. Da werden dann Urlaubsbilder oder Witze gepostet und so der Chat zugemüllt. Die wirklich wichtigen Info´s gehen dann unter oder müssen dreimal geschrieben werden, damit es alle mitbekommen.

    Was also bleibt ist sich auf die Entwicklungen der jetzigen Spieler zu beziehen. Und hierbei hat der Trainer mit einem Superstar (heute) oft mehr Erfolg als der (in meinen Augen bessere) Konzepttrainer. Daher vermute ich muss sich eben jener auch viel seltener vor den Eltern rechtfertigen. Aber das führt doch auch die Aussage "Überzeuge Sie damit das du alles gewinnst" ins leere. Habe ich normale Spieler zur Verfügung werde ich den Erfolg vielleicht erst in ein paar Jahren ernten können. Erfolgs hungrige Eltern werden ihre Kinder aber bis dahin immer wieder abziehen (möglich). Ein Spielkonzept auf Erfolg ist auch nicht das gelbe vom Ei. Was also bleibt?

    Aus meiner Sicht kann sich ein Trainer immer nur auf seine aktuelle Mannschaft beziehen. "Ein was wäre gewesen wenn" ist doch hypothetisch und oftmals nicht mehr als eine Ausrede.
    In dieser Saison sah es so aus, dass meine Mannschaft den schlechtesten Platz aller Nachwuchsteams im Verein belegt hat. Die Eltern haben aber deutlich die Entwicklung der Mannschaft und jedes einzelnen Spielers gesehen. Und sie haben vor allem auch gesehen, wie es in den "erfolgreichen" Mannschaften des Vereins abläuft (unterschiedliche Spielzeiten, feste Positionen etc.). Sicher hätten es auch meine Eltern gut gefunden, mehr Spiele zu gewinnen. Aber sie haben meine Philosophie verstanden und zumindest akzeptiert. Ergebnis war u.a. das ich neue Spieler dazu gewonnen habe. Mit denen habe ich zwar ausbildungstechnisch wieder von vorne angefangen, dennoch empfand ich es als Bestätigung meiner Arbeit.
    Vermutlich werde ich einen richtig guten Kicker verlieren, der den Verein wechseln wird. Nach einem Umzug müssen seine Eltern einen hohen zeitlichen Aufwand betreiben. Ich kann daher den Wechsel verstehen und versuche es nicht persönlich zu nehmen. Ob sich dann in der neuen Saison mehr Erfolg einstellen wird, weiß ich in ein paar Monaten...

    Es geht dabei nicht um das Sonderlob. Die Belohnung soll ja die geglückte Aktion mit dem schwachen Fuß sein.

    Nun ja, das handhabe ich schon unterschiedlich. Manchmal lobe ich die Aktion, auch wenn es nicht klappte, weil ich einfach den Mut es zu versuchen "belohnen" möchte. Manchmal lobe ich auch nicht, obwohl die Aktion geglückt ist (z.B. wenn die Aktion "sinnlos" war).

    Bei der Benutzung des schwachen Fußes sehe ich aber immer wieder, dass Spieler innerhalb des einen Jahres keinen Schritt voran gekommen sind. Andere wiederum haben bei identischem Training einen Riesenschritt mit ihrem schwachen Fuß gemacht.

    Das sehe ich aber nicht nur beim Thema schwacher Fuß, sondern bei fast allen anderen Schwerpunkten auch. Bei manchen geht es eben schneller, bei anderen dauert es länger.
    Ich habe auch schon versucht zu analysieren, ob es durch Spielformen einen besseren "gemeinsamen" Fortschritt gibt oder eher durch Übungsformen. Allerdings kam ich dabei zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis.


    Aktuell sehe ich komischerweise gerade bei meinen beiden stärksten Spielern die größte Bereitschaft auch den schwachen Fuß einzusetzen.


    Im Spiel selber vermeiden die meisten Spieler den schwachen Fuß, auch wenn sie mittlerweile fast alle dazu in der Lage wären in "vernünftig" zu benutzen. Daraus schließe ich, dass sie ihn im Training verwenden, weil sie wissen, dass ich es gern möchte, nicht aber weil es "klick" gemacht hat und sie die Vorteile für sich erkannt haben.


    Deshalb:


    Beharrlichkeit ist da glaube ich wichtig. Wenn man da hartnäckig bleibt und bei den Dickköpfen Überzeugungsarbeit leistet - und dann auch noch Erfolgserlebnisse kommen - dann klappt das schon.



    Braucht bloß Zeit. Egal bei welchem Spielertyp.

    schließe ich mich voll an.



    Ich bekomme zur neuen Saison ein paar neue Spieler dazu. Diese Spieler wurden bislang nicht beidfüßig ausgebildet. Allerdings verfügen sie mit ihrem starken Fuß über eine deutlich höhere Schusskraft, als meine bisherigen Spieler. Könnte da ein Zusammenhang bestehen?

    Ich bekomme immer Druck von den Eltern weil ich keinen Druck mache!
    Die sind da alle Erläuterungs-Resistent und Neudenk-Taub.

    Steter Tropfen höhlt den Stein. Immer wieder argumentieren warum und weswegen. Entweder die Eltern verstehen es mit der Zeit oder sie verstehen es nicht und melden ihre Kinder woanders an.
    Ich bin überzeugt davon, dass sich mittelfristig der Erfolg einstellt, wenn die Kinder sich ausprobieren können. Spätestens dann wird von den Eltern Ruhe herrschen. Und diejenigen die gegangen sind, werden erkennen, dass ein Verbleib besser gewesen wäre.

    Da wir ja auch immer um die goldene Ananas spielen , müssen wir auch akzeptieren, dass keine die Gesundheit gefährden möchte um zu trainieren.

    So sehe ich das auch.
    "Schlechtes Wetter" muss doch immer im Kontext zu den Rahmenbedingungen gesehen werden. Einer alleinerziehenden Mutter, die wegen wiederholten Kinderkrankzeiten vor der Kündigung steht, muss man eine gewisse "Übervorsicht" auch zu gestehen.
    Jüngere Kinder können gerade bei Hitze nicht einschätzen, wenn es zu viel wird. Habe schon mal einen 7-jährigen mit Sonnenstich auf dem Sportplatz erlebt.
    Da unser Trainingsplatz komplett ohne Schatten und Bewässerungsmöglichkeit ist, sage ich bei Hitze i.d.R. ab. Dann gibt´s für alle Freibad.
    Bei Regen kommt es schon sehr auf die Temperaturen, den Wind und die Regendauer an. Bei 6 Grad und Dauerregen mach ich auch kein Training auf dem Platz. Wohlgemerkt, E-Junioren, goldene Ananas.
    Bei älteren Jahrgängen und/oder Leistungsfußball sieht die Sache natürlich anders aus. Allerdings werden da auch kaum die Eltern anrufen und um Absage bitten.

    @raicoon
    Ganz zu Beginn kannst du einen Kreis machen, die Spieler passen sich untereinander zu und nennen ihren eigenen Namen, dann nach ein paar Runden, denjenigen Namen, den sie anspielen.
    Weiter würde ich jeweils zwei Spieler zusammenstecken. Jeder bekommt eine Minute Zeit, dem anderen von sich zu erzählen. Anschließend stellt der Partner seinen Mitspieler der gesamten Truppe vor. Um die ganze Sache etwas einzugrenzen, kann man vorher Stichpunkte vorgeben, die eingehalten werden sollten bei der Vorstellung.
    Diese Vorstellungsrunde kann man auch gut in einer Turnierpause oder bei schlechtem Wetter im Vereinsheim machen.


    zum eigentlichen Thema:
    In der Tat ist es so, dass man die jüngeren Spieler in den Spielpausen eher bremsen muss, als beschäftigen. In der höheren Altersklassen (ab E/D) habe ich gute Erfahrungen gemacht mit kleinen Wettbewerben. Torwandschießen, Jonglieren etc. Bei Älteren kommen Freestylebattle gut an. Immer zwei Spieler zeigen abwechselnd am Ball was sie drauf haben und die Gruppe entscheidet durch ihren Applaus, welcher der beiden besser war. Der Sieger kommt dann weiter usw.

    Ich versuche Einzelbestrafungen zu vermeiden um das einzelne Kind nicht vor den anderen Bloß zu stellen. Klappt aber leider nicht immer.

    Wie bei vielen anderen Themen bin ich auch hier der Meinung, dass es DIE Lösung nicht gibt. Vielmehr hängt es von der jeweiligen Mannschaft und der jeweiligen Situation ab, welche Methode zielführend ist.
    Wenn die ganze Truppe nicht bei der Sache ist (was nicht immer am Aufbau liegen muss), dann können Konzentrationsspiele für die gesamte Mannschaft sinnvoll sein. Wenn aber ein einzelner Spieler meint, den Kasper geben zu müssen, dann sehe ich es nicht ein, alle anderen aus der Übung raus zu reißen.
    Bei meinen Mannschaften habe ich bisher mit "individueller Arbeit im konditionellen/koordinativen Bereich" gut Erfahrungen gemacht. Rundenlaufen gibt es bei mir nicht, aber z.B. Liegestütze halte ich für sehr geeignet. So können die anderen ungestört weiter spielen und ich habe den "Patienten" neben mir im Blick.
    Das hat dann auch nix mit "Bloßstellen" zu tun. Liegestütze sind für niemanden peinlich und es kommt auch darauf an, wie man es verkauft. Meine Spieler wussten/wissen ganz genau, wenn sie daneben lagen und dann haben teilweise die Mannschaftskollegen Liegestütze gefordert.
    Bei meiner aktuellen Truppe ist es mittlerweile soweit, dass die Spieler untereinander für Ruhe und Konzentration sorgen. Und wenn es mal wieder einer dieser Tage ist, bei dem alle neben der Spur laufen, dann gibt es eben eine Spielform und der eigentliche Plan wird nicht durchgezogen.

    Die Aussage finde ich recht interessant und würde mir sehr entgegenkommen.Ich mache als erste Übung eigentlich gerne das so genannte Kreißspiel (4:2 o. 3:1) mit 1 oder 2 Ballkontakten. Auch vor dem Spiel. Die letzten male habe ich es nicht mehr gemacht, weil ich der Meinung war ich müsste Abwechslung schaffen?

    Meine Erfahrungen mit einem gleichen Ablauf sind unterschiedlich. Es gab Mannschaften, da lief es wie von @Skriwer beschrieben. Es war aber schon so, dass es eher Langeweile und Unkonzentriertheit ausgelöst hat, nach dem Motto: "jetzt kommt zum 100. Mal diese Übung, können wir nicht mal was anderes machen?!" Insbesondere bei sehr guten Spielern habe ich den Eindruck, dass sie eher Abwechslung wollen und gefordert werden möchten.
    Deswegen auch hier: es kommt wohl immer auf die Truppe an, welche Methode zielführend ist.