Beiträge von Grätsche

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Gibt es hier ein Phrasenschwein? ;)
    Am stärksten ist die Finte, die erfolgreich ist.


    Ich halte es so, dass ich den Kindern verschiedene Finten zeige und sie dann ausprobieren lasse. Meiner Erfahrung nach entwickeln sie ihre Lieblingsvarianten. Wichtig ist mir, dass sie den Mut haben, die Finten dann auch einzusetzen.
    Beim frontalen 1 gg. 1 neben Ausfallschritt auf jeden Fall Schussfinte, Rivelino und Übersteiger/Schere.

    Herzlich Willkommen @A(ni)mateur.
    Auf Grundlage deiner Angaben würde ich zu einer Trennung nach Jahrgängen raten. Wie du schreibst sind sowohl Alters- wie auch "Leistungsunterschiede" recht groß.
    Sollte es knapp werden, dann sprich nichts dagegen, die 2011er auch mal mitzunehmen.
    Mit 11 Spielern aus 2010 hast du eine sehr gute Größe, um allen ordentlich Einsatzzeit zu geben. Für die 2011er würde ich die Werbetrommel rühren, um Kinder dazu zugewinnen. Die 3 Kinder, welche schon mal beim Training waren, sollten doch bestimmt gewonnen werden können.
    Bis dahin könntest du versuchen, Spielfeste oder Spiele gegen andere 2011er im 4+1 zu organisieren. Finde ich in dieser Altersklasse eh besser als 6+1.
    Ein weiterer Grund, warum ich für eine Trennung bin, ist die spätere Entwicklung. Spätestens wenn die 2010 dann einen Jahrgang nach oben rutschen und genug Kinder da sind, kommt eh die Teilung. Wenn sich bis dahin über Jahre eine gemeinsames Team entwickelt hat, ist dies viel schwerer, als jetzt am Anfang den Cut zu machen.

    unsere U8 hat seit dieser Saison zwei neue Spieler bekommen, die noch keine Fussball Erfahrung haben.

    Das ist doch der Normalfall. In den Altersklassen bis zur U 10 kommen normalerweise regelmäßig neue Kinder hinzu (zumindest im typischen Breitensportverein).
    Aus meiner Sicht ist Aufgabe des Trainers diese Neuen auch voll zu integrieren. D.h. für sie gelten genauso die Spielregeln, wie für die "alten" Hasen. Rotation, Pausen, etc. Immer unter der Maßgabe, dass die Trainingsbeteiligung stimmt. Natürlich stellen Neueinsteiger im Spielbetrieb zunächst einen Nachteil dar, aber wir reden hier von einer U 8. Zur Integration gehört natürlich auch, den vorhandenen Eltern diese Gleichbehandlung zu verklickern.
    Wenn die Kinder zum Training in die U 7 "abgeschoben" werden und auch die Spiele nicht mit bestreiten dürfen, werden sie recht zügig wieder aufhören.

    Der Sinn von 4er Bällen in der E erschließt sich mir nicht.

    Mir schon.
    Spätgeborene sind 8 Jahre alt, wenn sie in die E-Jugend wechseln. Nicht selten gerade mal 1,30 m, Schuhgröße 33, da sind 4er Bälle richtig. Natürlich gibt es auch das andere Extrem. Allerdings leiden da die Gelenke nicht, wenn die Bälle leichter und kleiner sind.

    Es gibt hier seit Jahren die Festlegung in der E-Jugend mit 290 Gr. Bällen zu spielen. Ich finde das auch richtig. Die allermeisten Vereine setzen die Regelung um. Einige wenige, meist spielerisch schwächere, dafür aber mit körperlich starken Kindern gesegnete Teams versuchten 5er Bälle zu verwenden. Von den Schiris wurde da leider nie darauf geachtet, gerade diejenigen, die selten im F und E-Bereich pfeifen kannten die Regelung mit den 4er-Bällen gar nicht.
    Wie @Skriwer schon schrieb, werden die 4er-Bälle zum Ende der E hin dann aber zu leicht. Kinder mit knapp 1,60 m und deutlich über 40 kg schießen die Bälle dann fast über den gesamten Platz.
    Hin und wieder streue im Training ein paar 5er-light mit ein, allerdings eher bei Dribbel- oder Passformen und nicht bei reinen Torschussübungen.

    Ein Spieler kann sich grundsätzlich an jedem Stützpunkt "bewerben". Mitunter liegt der nächste Stützpunkt eben näher, als der eigentlich zuständige Einzugsbereich. Ist der Spieler einmal aufgenommen, erfolgt der Wechsel des Stützpunktes über den jeweiligen Koordinator.

    Zu 1. B-Lizenzausbildung liegt bei den Landesverbänden, also wende dich bitte an den Landesverband, wo du die Wiederholungsprüfung ablegen möchtest.
    Zu 2. wie @Easton bereits schrieb: eine Wiederholung ist möglich. Für den nächsten Versuch muss das gesamte Programm noch einmal absolviert werden.

    In der E-Jugend gab es keine Regel und ich habe oft fünf oder sechs Ersatzspieler mitgenommen. Ich weiß nicht warum es plötzlich so streng in der D-Jugend ist.

    In der E hast du 6+1, bei 13 Kindern als 6 Wechsler, in D 9 sind 13 Kinder auch nur 4 Wechsler. ;)
    Du hast geschrieben, die D spielt bei euch Kreisklasse. Auf dieser Ebene sollte sicher mit dem Gegner und auch dem Schiri Einvernehmen gefunden werden, ggfs. auch mehr Spieler einzusetzen. Bei mir hat das bisher immer problemlos geklappt.

    Auf Kleinfeld tendiere ich auch zu zwei Mannschaften mit engem Kader.
    Allerdings stellt sich bei der D für mich die Frage @Domestos : Welche Spielklasse spielt eure D; C; B?
    D 9 spielt hier bei mir verkürztes Großfeld mit Abseits. Daraus ergeben sich Ausbildungsschwerpunkte, die ich bei einer D 7 Kleinfeld nicht habe. Wenn nun die C und/ oder B Mannschaft höherklassig spielt, könnte es natürlich von Vorteil sein, nur eine Mannschaft zu bilden und D 9 zu spielen.

    aber die des Schiris, wäre sicher interessant

    Er konnte oder wollte meine Fragen nicht beantworten, ist meinen Blicken ausgewichen. In der Kabine war sofort ein Verantwortlicher des anderen Vereins dabei. Vom Schiri kam kein Wort.
    Die Verletztenmeldung im Spielbericht nahm er kommentarlos zur Kenntnis.
    Zu den Rahmenbedinungen: drei Brülltrainer, einer davon direkt neben dem Tor, dazu etwa 30 Eltern, einige davon alkoholisiert, es war sehr sonnig und warm.
    Bis auf die Szene, als mein Spieler auf dem Boden liegend getreten wurde, MUSS er alle Aktionen gesehen haben, weil er in Ballnähe war.

    Aber dann waren die Fouls scheinbar zumindest nicht so eindeutig, wie Betroffenen das gesehen haben.

    Ballführende Spieler fallen nicht einfach so hin und müssen anschließend weinend ausgewechselt werden, wenn sie denn Ball regulär abgenommen bekommen.
    Drei Spieler konnten nach dem Spiel nur noch humpeln. Unglücklich gefallen, nach einem regulären Einsteigen? Wohl eher nicht.

    Auch nach Tagen bin ich immer noch aufgewühlt über die Geschehnisse des letzten Spiels.
    Ein völlig bedeutungsloses Spiel meiner U10 drohte zu eskalieren und es hätte beinahe in einem Handgemenge der Zuschauer geendet.
    Was war passiert? Aus meiner Sicht führte ein vollkommen überforderter Schiri durch nicht ahnden von Fouls zu einer derart aufgeheizten Stimmung, dass selbst die ruhigsten Zeitgenossen laut wurden.
    Das Spiel begann recht harmlos, mit normalem Einsatz der Kinder. Unsere zu Beginn des Spiels deutlich unterlegenen Gegner wurden mit zunehmender Zeit aber immer härter in den Zweikämpfen. Der Schiri unterband dies nicht. Mit der Zeit wurden die Fouls immer brutaler, wiederholt mit gestreckten Beinen von hinten in die Knochen. Mehrere Aktionen sogar mit Anlauf! Normalerweise klare rote Karten. Es gab nicht mal Freistoß. Ich selbst wurde mehrfach laut gegen den Schiri, aber ich konnte einfach nicht mehr ruhig bleiben, weil ich die Gesundheit meiner Spieler gefährdet sah. Nach 10 Minuten musste der erste meiner Spieler verletzt raus. In der gesamten ersten Halbzeit wurde genau ein Foul gepfiffen. In der Kabine meinte ein Kind, es habe Angst umgehauen zu werden. Zwei andere fragten mich, ob der Schiri bestochen sei (wohlgemerkt: 9-jährige!).
    In der zweiten Hälfte wurde es noch schlimmer, weil nun auch die Eltern der Gegner aufdrehten. Ob es an der Sonne, zuviel Bier oder am Spielgeschehen lag, keine Ahnung. Fast in jedem Zweikampf, in dem meine Spieler nicht schnell genug hoch sprangen, gab es auf die Socken.
    Ich kam mir vollkommen hilflos vor, weil ich den Kindern nicht helfen konnte. Mein Versuch mit den beiden Brülltrainern der Gegner zu reden, endete mit einem süffisanten Lächeln und der Bemerkung: Foul ist wenn der Schiri pfeift. In der Folge kam es zu Beleidigung der gegnerischen Eltern, weil ich vom Schiri konsequentes Vorgehen forderte. Meinen Eltern, die natürlich auch Angst um ihre Kinder hatten, wurden Schläge angedroht.
    Als einem am Boden liegenden Spieler von mir bewusst aufs Knie getreten wurde, so dass er heulend vom Platz getragen werden musste, wollte ich die Mannschaft eigentlich vom Platz nehmen.
    Wir haben das Spiel dann zu Ende gespielt, mit mehreren verletzten Kindern.
    Ich bin schon ein paar Jahre im Geschäft, aber so viel Brutalität habe ich von Kindern noch nie gesehen. Dazu der Hass der Eltern und das Gefühl der Hilflosigkeit. Ein furchtbares Wochenende...

    Wenn die Starken das Grundgerüst bilden, dann sind die Schwachen doch sowieso nur schmückendes Beiwerk.

    Darauf kannst du aber als Trainer Einfluss nehmen, z.B. in dem du darauf achtest, dass sich die Starken nicht immer nur untereinander den Ball zuspielen und Schwächere "übersehen".


    Wenn die Starken raus genommen werden, kann das bei den Schwächeren zu einer "jetzt haben wir eh keine Chance" Einstellung führen.


    Plan stand jetzt wäre, meine - sagen wir mal 3 - Spieler als Grundgerüst immer dabei zu haben aber je nachdem wie das Spiel läuft, die auch mal raus zu nehmen.

    Damit ich bin ich bislang fast immer gut gefahren.

    Kurzes Feedback:
    Gegner spielte wie erwartet. Torwart hat die meisten Abstöße recht präzise gespielt. Er benötigte zwar häufig relativ lange, spielte dann aber sauber denn Ball. Ist mir lieber als schnell und dafür unsauber.
    Lösen vom Gegner hat einige Male sehr gut geklappt, allerdings nur bei 3-4 Spielern. Der 1. Kontakt war meistens ok, die Spielstellung auch.
    Im gesamten Spiel führte das Zustellen nur zweimal zu Ballverlusten in der gefährlichen Zone. Einmal stand der angespielte Spieler schlecht und musste mit seinem schwachen Fuß ins 1 gegen 1, beim zweiten Mal klappte das Lösen vom Gegenspieler nicht, so dass unser Spieler im Entgegenkommen den Gegenspieler am Hintern hatte und der Ball zu weit vom Fuß sprang.
    Aus beiden Situationen resultierte kein Gegentor, so dass es sich für die gegnerische Mannschaft nicht auszahlte. Eher im Gegenteil. Wie erwartet boten sich in der gegnerische Hälfte große Räume. So lange die Kraft reichte, wurden diese gut genutzt.
    Interessant für mich war, dass der gegnerische Trainer trotz offensichtlicher Erfolglosigkeit des Zustellens nicht reagiert. Auch die Spieler veränderten ihr Muster nicht. Den Umstand, dass die Spieler sich selbst immer wieder zum Zustellen und "Druck" machen anhielten, führe ich auf gezieltes "Eintrichtern" durch den Trainer zurück. Es zeigt deutlich, wenn den Kinder von außen immer Lösungen vorgegeben werden, fällt es ihnen schwer eigene Lösungen zu entwickeln. Man spricht dann wohl von fehlender Spielintelligenz. Ich bin gespannt wie sich diese Mannschaft entwickeln wird.

    Wenn man rotiert, ist es besser ein Gerüst an ca 3 starken Spielern zu haben, die das Spiel beruhigen und an denen sich die kleinen orientieren können?
    Oder nehmt ihr auch in Kauf dass ihr mal pro Halbzeit 10 Gegentore kassiert?

    Das kommt auf dein Team an. Häufig geben die starken Spieler den Jüngeren Sicherheit. Allerdings habe ich es auch schon erlebt, dass die Stärkeren mal zusammen spielen wollten, ohne die Schwächeren dabei zu haben.

    Die kinder nehmen den Fußball dann sehr wichtig und die Eltern ziehen nicht mit. Ich denke in der F2 sollte das noch nicht mit einkalkuliert werden, daher präferiere ich lieber entspanntere Kadergrößen.

    Es ist doch zu begrüßen, wenn die Kinder die Sache ernst nehmen. Besser als la Paloma, komm ich heut nicht, komm ich morgen. Wieso ziehen die Eltern nicht mit? Vor der Saison wird den Eltern erklärt, wie es ablaufen soll. Wer damit ein Problem hat, kann und muss es sagen.
    Wie gesagt, über einige Jahre hinweg ist es meine Erfahrung, dass bei einem engen Kader Kinder und Eltern sehr gut mitziehen, während bei (zu) großen Kadern schnell Absagen mit der Ausrede kommen, es sind doch noch genug andere Kinder da.
    Es ist eine gute Schule, wenn die Kinder und Eltern von klein auf daran gewöhnt werden, verläßlich zu sein. Ein weitere Erfahrung: im Alter ab D aufwärts, wo es dann meistens (zumindest hier in der Region) auf jedes Kind ankommt, tun sich die Kinder schwerer, wenn sie plötzlich immer dabei sein "müssen", es aber über Jahre hinweg nicht gewohnt waren.