Beiträge von Goodie

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    Ja, sicher. Und alles was man bei den Minis, also sagen wir mal Jahrgang 2013 und jünger anstößt mag sich auch idealerweise in >10 Jahren auch positiv auswirken.


    Aber was ist mit den Jahrgängen dazwischen? Haben die nicht auch gute Konzepte verdient? Nur müsste man hier halt sehr fix eingreifen. Maßnahmen, die in 5 Jahren langsam greifen, helfen einem 16 jährigen wohl nicht mehr.

    Ich finde den Bogen etwas zu weit gespannt von einer Dorf-F bis zur nationalen Spitze...


    Talentförderung muss wie vieles andere auch permanent auf den Prüfstand.

    • Tut es den Talenten gut, schon im Alter von 9 Jahren in ein NLZ zu wechseln oder sollte man erst zur C-Jugend einsteigen?
    • Ist das System STP noch gut (genug)? Sind die Trainer qualifiziert, die Sichtungen gut und nachvollziehbar, die Ergebnisse ausreichend? Wie kann man das System verbessern?
    • Hat ein Talent aufm platten Land die gleichen Chancen, gefördert zu werden wie im Ballungsgebiet?
    • Ist der handelsübliche Trainer in der Lage, ein Talent zu bewerten und den Spieler gut zu beraten? Oder gar auszubilden?
    • ist der 8 jährige Minimessi überhaupt ein Talent? Und die Gretchenfrage: Was gehört zu einem Talent und wie erkennt man es zuverlässig?
    • Wie bekommen wir endlich den RAE in den Griff?

    Die sportmotorischen Tests der NLZ/STP Spieler ist ja ein Versuch, Leistungen zu vergleichen. Nicht messbar sind Leistungsbereitschaft, Kampfgeist, Mannschaftsdienlichkeit, Trainingsfleiß, Siegeswille...


    Ich fände es mal interessant zu erfahren, aus welchen Beweggründen so manche Karriere nicht ins Rollen gekommen ist. Also warum sind Spieler, die dem NLZ entwachsen, dann doch nicht im Profigeschäft angekommen?
    Familie/Freundin, klassischer Bildungsweg, Gesundheit, doch keine gute Idee im Rampenlicht zu stehen, others?

    Ich finde, man muss sich mal entscheiden was man eigentlich will.

    Im Bundesligaalltag jubeln wir den internationalen Stars zu und erfreuen uns an Harland, Lewandowski und wie sie alle heißen.

    Und pünktlich zur EM/WM ziehen wir uns dann das nationale Trikot an und wollen eine schlagkräftige Truppe Deutsche, die mindestens Turniersieger wird.


    Aber das Elend geht doch schon da los, wo Ausländer in die NLZs eingekauft werden und so die Ausbildungsplätze für Deutsche und hier lebende Migranten verknappt werden. Würde man darauf verzichten, wären wir vielleicht einen Schritt weiter.

    Oder wenn man die Ausländerquote etwa an der Bevölkerungsquote spiegeln würde. Im Fußball sind fast 50% der Spieler Ausländer, in der Gesellschaft aber nur 13%.


    Oder man erklärt das Modell "Nationalmannschaften" für beendet und stellt die Besten aus den Ligen zusammen. Best of Bundesliga gegen best of Premierleague und divisione wasweißich... :evil:

    Warum muss es diese Schere geben? Weil jeder der geilste und beste sein will und am höchsten spielen will. Dafür werden ständig Spieler hin- und hergeschoben und in diesem "Konzept" werden Spieler tatsächlich wie eine Ware behandelt. Ich habe genug Gespräche von Trainern (auch aus diesem Verein) gehört, nach denen ich mich gefragt habe, ob sie noch alle Tassen im Schrank haben.

    Aber auch diese Medaille hat zwei Seiten. Spieler der A-C Jugend sind keine Kinder mehr und wollen ggf. eben selber auch mehr. Es macht doch auch auf Dauer keinen Spaß, mit viel schlechteren Mitspielern zu spielen.

    Das geilste ist doch, mit gleich guten Mitspielern in der Liga zu zocken, die zu einem passt. (nicht zu hoch, nicht zu niedrig). Und dann muss es sich eben sortieren.


    Und wenn man eine gewisse Ligazugehörigkeit erreicht hat, dann lockt das auch Spieler anderer Vereine.


    Wenn man das verhindern will (durch welche Maßnahmen auch immer) damit die kleinen Vereine nicht ausbluten, muss man entweder die Ligen komplett abschaffen (oder auf zwei Ebenen begrenzen) oder man behindert die Spieler künstlich in ihrer Entwicklung.


    Ich finde es auch für ein Mannschaftsgefüge schlecht, wenn 1-2 Spieler über den Dingen schweben. Dann werden die meisten Ballkontakte bei diesen Spielern landen und der Rest rennt dumm neben her. Dann gewinnt der Verein vielleicht die Spiele aber die restlichen Spieler werden sich irgendwann fragen, warum sie dafür sonntags morgens aus dem Bett gekrochen sind. Und ja, Jugendliche ab 12 schneiden das sehr wohl mit. Ist da nicht die Gefahr eines Drop outs viel größer, als wenn man die 1-2 ziehen lässt?

    Nein, das verhindert gar nichts. Es sorgt nur dafür, dass kurzfristige Wechsel erschwert werden, zu Lasten von MInderjährigen übrigens. Die Wechselperiode endet am 30.6. Der TE hat davor gekündigt. In diesem Fall scheint mir das ausschließlich Nachtreten zu sein.


    Ich kenne es aus zig Jahren Mannschaftssport so, dass nach dem letzten Spieltag ein Treffen angesetzt wird und jeder Spieler seine Vorstellungen für die nächste Saison äußert. Da wusste man immer schon früh, wer weiter machen will und wer nicht oder wer auf der Kippe steht. Wer das nicht macht und sich dann wundert, ist selber schuld.


    Mir geht ja eher durch den Kopf, dass dieser Last-Minute-Wechsel schon komisch ist. Sind die ambitionierteren Vereine üblicherweise sehr viel früher im Kalenderjahr dran, ihren Kader zusammenzustellen?

    Ob das ein guter Wechsel für den Jungen ist, wird die Zukunft weisen. Wenns mies läuft, wollen sie nur noch den ein oder anderen Bankdrücker für schlechte Zeiten.

    Nur: bei dem Verhalten des abgebenden Vereins wird der Spieler wohl kaum zurückkehren, sollte sich der Wechsel als Fehler erweisen.

    Wenn sich ein finanziell stärkerer Verein an den umliegenden Vereinen einfach bedient, und diese haben anschließend ein Nachwuchsproblem, dann kann ich eine harte Linie durchaus verstehen

    Und das kann man durch Sperren vermeiden?

    Wohl kaum!


    Wenn ich mir die Welt malen könnte,

    joh, und dann gäbe es nur gute Vereine mit tollem Training an ausreichend viel Personal und alle Spieler wären in ihren Teams glücklich.


    Wenn man einen Leistungsgedanken mit div. Ligen im Jugendfußball gut heißt (und das machen ja die meisten) dann muss man auch mittragen, dass sich die besseren Spieler entsprechend orientieren.
    Ich würde es eher als Lob auffassen, wenn einer meiner Spieler den Sprung in einen leistungsorientierten Verein schafft. Denn aufhalten kann man das eh nicht.
    Ich würde mir nicht anmaßen und den meisten meiner Trainerkollegen die kenne zutrauen, ein echtes Talent ausbilden zu können, zumal im heterogenen Umfeld eines Dorfvereins.

    Nach einem einmaligen Probetraining zu der er sehr kurzfristig eine Chance hatte, hat er sich entschieden den Verein zu wechseln.

    Es wurde fristgerecht gekündigt

    Bist du nicht stutzig geworden, dass im neuen Verein niemand nach der Trainingserlaubnis gefragt hat? Das ist ziemlich unseriös.


    Ich ärgere mich auch seit Jahren über dieses Regeln, gerade im Jugendbereich weil das meinem Rechtsempfinden widerstrebt, aber schlussendlich hat man sie mit der Unterschrift auf dem Passantrag angenommen.

    Ein Lösungsansatz könnte sein, dass du deinen Sohn bittest, dich im Training mit dem Vornamen anzusprechen, so wie alle anderen Kinder es auch tun.

    Das nimmt ihm ein Stückchen die Sonderrolle...


    Achte darauf, dass du Training/Spiele nicht nach Hause verlagerst, also nicht auf der Rückfahrt oder beim Abendessen noch über diese Dinge philosophieren.

    Zitat
    Zitat

    Und bis es soweit ist, lassen wir Frauen uns halt noch ein bißchen von den Ewiggestrigen beschimpfen, dass wir auf dem heiligen Rasen nix zu suchen hätten und besser Erbensuppe kochen gehen sollten! :)

    Wo ist das so? Nenn uns doch bitte mal konkrete Beispiele, bevor du so wahnsinnig freche Behauptungen aufstellst!!

    Mein letzter Post zu diesem Beitrag: ich sprach von den Ewiggestrigen. Ich gehe weiterhin davon aus, dass klar ist, wer oder was damit gemeint ist. Ich konkretisiere aber auch gerne, dass das nur einige von vielen sind.

    vorwurfsvolle Dinge in den Raum stellen, nichts davon belegen

    Sag mal, gehts dir gut? Ich habe mir das mit der Erbsensuppe doch nicht ausgedacht! Die freundlichen Begleitwörter wie blöde Zicke, doofe Weiber oder olle Hippe inklusive.
    Das sind meine ganz persönlichen Erfahrungen, die ich selber oder meine Kolleginnen in meinem Beisein (!) machen durften. Was soll ich denn da bitte belegen?

    Ich finde es eher interessant, wie du abgehst.


    Wenn es bei euch gelingt, jedes Turnier, jedes Spiel in Freundschaft und Frieden ohne ein böses Wort zu gestalten: Gratulation. Hier gelingt das nicht. Hier müssen zum Beispiel Eltern ermahnt werden, die Fairplayregeln einzuhalten und zurück in die Fanzone zu gehen. Häufig gibts dann normales Geplänkel, ab und an werden die Eltern unverschämt...


    Mein persönliches Lowlight war bei einem Bambiniturnier, als ich als Turnierleiterin einen Vater, der fast 2 m groß war und die ganze Zeit auf den Platz gebrüllt hatte, auf die Elternregel angesprochen habe. Der ist auf mich zugegangen, mir definitiv viel zu nahe gekommen und versuchte so mich nicht nur mit unflätigen Sprüchen sondern auch mit seiner körperlichen Überlegenheit einzuschüchtern. Zwei unserer Väter haben das beobachtet und sich augenblicklich schweigend hinter mich gestellt. Mit dieser Rückendeckung konnte ich die Auseinandersetzung sogar ziemlich zügig und in meinem Sinne beenden. Ohne die Unterstützung hätte ich ob seiner körperlichen Drohgebärden aufgeben müssen. Müssen wir jetzt ernsthaft für Kinderturnier Ordner haben aus der Kategorie "groß und kräftig"?


    Aber ich höre dich schon: da hätte ein kleiner Mann alleine auch aufgeben müssen.

    Blablabla...

    Weißte was: du hast Recht, ich meine Ruhe!

    Wo ist das so? Nenn uns doch bitte mal konkrete Beispiele, bevor du so wahnsinnig freche Behauptungen aufstellst!!

    Lass uns doch den Spieß umdrehen: du fragst die Trainerinnen in deinem Umfeld, ob sie schon mal entsprechend beleidigt wurden.
    Ich bin sehr gespannt auf deinen Bericht...

    Frauenfußball steht in Konkurrenz zu den männlichen Wettbewerben und anderen Sportarten.

    Das gilt für alle Sportarten. Handball EM, WM guck ich mir an. Eishockey WM dieses Jahr auch.

    Sonst sehe ich mir das nicht an.

    Da gebe ich dir völlig recht. Männerfußball hat in der Sportwelt eine Ausnahmestellung. Und zur Wahrheit gehört auch, dass über Streamings inzwischen einiges geht. So konnte ich letztens bei der deutschen Jugendmeisterschaft Rudern meinem Neffen die Daumen drücken und live dabei sein.

    Das ist lustig :) weil ihr beide argumentiert scheinbar ohne weiter darüber nachzudenken, dass doch die Mütter mit den Töchtern...
    Und lasst außer acht, dass die Mütter mit den Söhnen oder die Väter mit den Töchtern...
    Um genau diese Denkblockaden geht's doch.


    Niemand wird die Geschichte der Sportvereine verleugnen und natürlich war das eine Männerdomäne. Übrigens zumeist gedacht, die verweichlichten jungen Männer für den Krieg zu ertüchtigen. Aber ich glaube, wir sind uns einig, dass wir uns seit Turnvater Jahn weiter entwickelt haben.

    Die Damen Nationalmannschaft hat doch präsenz. WM, EM werden übertragen.

    UEFA Women’s Champions League wurde von sport1 übertragen.

    FLYERALARM Frauen-Bundesliga im Pay-TV bei der Telekom.

    Holla, und in ARD / ZDF einmal im Jahr zum Pokalfinale... :thumbup:Klingt ein bißchen so wie: "so, und jetzt gib Ruhe" ^^
    Da nehme ich doch mal mein Lieblingsbeispiel Wintersport: da kommen um 10 Uhr im TV die Damen und um 12 Uhr die Herren. Gleich präsent! Bei der Forderung "Frauenfußball wöchentlich" kann ich mir eure Mienen bildlich vorstellen: ":wacko: - wer will das denn sehen? Interessiert doch keinen - :pinch:"
    Die dritte Liga interessiert aber auch nicht.


    Diese Gendersternchen kommen irgendwie aus dem nix und lösen Ablehnung und Irritation aus. Aber wer weiß wie wir in 8 Jahren darüber denken. Ich finde es eher spannend, wie sich die Sache entwickeln wird. Denn diese beknackten Texte beim DFB sind ja wohl kaum der Weisheit letzter Schluss.

    Ich bin bei Fragen rund um Gleichberechtigung aber immer schon eher gelassen und Kummer gewöhnt denn
    A) bin ich schon lange Trainerin und habe schon einiges an Sprüchen kassiert
    B) bin ich beruflich in einem männerdominierten Umfeld unterwegs und ich mag meine Kollegen
    C) weiß ich, dass Veränderungen immer viel Zeit benötigen. (gerade im Fußball, Stichwort Fairplayliga oder Funino, da bekommen ja auch einige Schnappatmung)

    Was sie daran hindert? Das meinst du aber nicht wirklich ernst, oder?

    Fehlende Strukturen? Vereine, die keine Mädchen aufnehmen (zum Beispiel weil es nicht genug Duschen gibt). Mädchen werden nicht umworben, folgerichtig gibt es kaum reine Mädchenteams. Eltern, die das nicht unterstützen oder das sogar unterbinden aus alt eingesessenen Rollenklischees. Und auch Schule unterstützt zumeist nur Jungs...


    Und da würde Medienpräsenz doch helfen. Der Tennisboom rund um Boris Becker und Steffi Graf war doch eine sehr eindrucksvolle Blaupause.

    Gerade heutzutage werden Märkte doch gemacht...


    Bei dem Gendersternchenquatsch geht es den Aktivisten ja darum, dass Frauen und Diverse angesprochen und gesehen werden... Mir wären aber konkrete Veränderungen im Alltag lieber. Und da hinkt der Fußball deutlich hinter her. Andere Sportarten wie Tennis, Biathlon, Kanu, Volleyball agieren deutlich geschlechtsneutraler. Beim Fußball sehe ich außer bei einigen Idealisten noch große Lücken bis Mädchen ganz selbstverständlich auch zum kicken gehen.

    Hab ich jetzt ehrlich gesagt nicht. Ich habe gerade nach diesem Wort an eine Frau gedacht, weil es "die Koryphäe" ist. Sollen wir jetzt Artikel verbieten, weil männliche Koryphäen diskriminiert werden? Immerhin hat das Wort den weiblichen Artikel. Ich wäre lieber "der Koryphäer".

    Ruhig Brauer!

    Sonst wird das Debattieren rund um dieses Thema unnötig schwierig. Denn ja - grammatikalisch ist das erstmal alles richtig! Der Text ist doch eigentlich nur ein Beispiel, wie sich Denkprozesse manifestiert haben. Denn obwohl es DIE Koryphäe heißt, denken so ziemlich alle an einen Mann. Ich auch!


    Und gerade im Fußball ist die Denkweise Frau = keine Ahnung wirklich noch sehr weit verbreitet, oder? Und gerade in der öffentlichen Wahrnehmung sind wir immer noch auf dem Niveau, dass wir Damen "feiern" wenn sie die Sportschau moderieren dürfen. Toll :pinch: Als ob es Frau Töpperwien die letzten 30 Jahre nie gegeben hätte.


    Nur wenn der DFB ein ernstes Interesse an einer Geschlechtergerechtigkeit hätte würde er seinen Einfluss geltend machen und dafür sorgen, dass zumindest ein Spiel der Damenbundesliga in der Sportschau kommt.
    Oder dass ein Teilstrom der TV-Gelder in den Damenbereich fließen...
    Oder dass vermehrt Damen in den Gremien auftauchen.


    Wenn Fußball das Größte ist, dann sollten eigentlich alle daran Interesse haben, dass auch die Frauen diesen Sport ausüben.



    Und bis es soweit ist, lassen wir Frauen uns halt noch ein bißchen von den Ewiggestrigen beschimpfen, dass wir auf dem heiligen Rasen nix zu suchen hätten und besser Erbensuppe kochen gehen sollten! :)

    Ok, ein kleines Rätsel...

    Zitat

    Vater und sein Sohn fahren gemeinsam in ihrem Auto und haben einen schrecklichen Unfall. Der Vater ist sofort tot. Der Sohn wird mit dem Notarztwagen in das nächste Klinikum gefahren. Der aufnehmende Arzt untersucht den Jungen und meint, dass man für die Operation eine Koryphäe benötige.


    Die Koryphäe kommt, schaut den Jungen auf dem OP-Tisch an und sagt: „Ich kann ihn nicht operieren; er ist mein Sohn.“

    Wie kann das sein?


    Wer das spontan lösen kann, braucht wirklich keine gendergerechte Sprache.