Beiträge von Goodie

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    Was sie daran hindert? Das meinst du aber nicht wirklich ernst, oder?

    Fehlende Strukturen? Vereine, die keine Mädchen aufnehmen (zum Beispiel weil es nicht genug Duschen gibt). Mädchen werden nicht umworben, folgerichtig gibt es kaum reine Mädchenteams. Eltern, die das nicht unterstützen oder das sogar unterbinden aus alt eingesessenen Rollenklischees. Und auch Schule unterstützt zumeist nur Jungs...


    Und da würde Medienpräsenz doch helfen. Der Tennisboom rund um Boris Becker und Steffi Graf war doch eine sehr eindrucksvolle Blaupause.

    Gerade heutzutage werden Märkte doch gemacht...


    Bei dem Gendersternchenquatsch geht es den Aktivisten ja darum, dass Frauen und Diverse angesprochen und gesehen werden... Mir wären aber konkrete Veränderungen im Alltag lieber. Und da hinkt der Fußball deutlich hinter her. Andere Sportarten wie Tennis, Biathlon, Kanu, Volleyball agieren deutlich geschlechtsneutraler. Beim Fußball sehe ich außer bei einigen Idealisten noch große Lücken bis Mädchen ganz selbstverständlich auch zum kicken gehen.

    Hab ich jetzt ehrlich gesagt nicht. Ich habe gerade nach diesem Wort an eine Frau gedacht, weil es "die Koryphäe" ist. Sollen wir jetzt Artikel verbieten, weil männliche Koryphäen diskriminiert werden? Immerhin hat das Wort den weiblichen Artikel. Ich wäre lieber "der Koryphäer".

    Ruhig Brauer!

    Sonst wird das Debattieren rund um dieses Thema unnötig schwierig. Denn ja - grammatikalisch ist das erstmal alles richtig! Der Text ist doch eigentlich nur ein Beispiel, wie sich Denkprozesse manifestiert haben. Denn obwohl es DIE Koryphäe heißt, denken so ziemlich alle an einen Mann. Ich auch!


    Und gerade im Fußball ist die Denkweise Frau = keine Ahnung wirklich noch sehr weit verbreitet, oder? Und gerade in der öffentlichen Wahrnehmung sind wir immer noch auf dem Niveau, dass wir Damen "feiern" wenn sie die Sportschau moderieren dürfen. Toll :pinch: Als ob es Frau Töpperwien die letzten 30 Jahre nie gegeben hätte.


    Nur wenn der DFB ein ernstes Interesse an einer Geschlechtergerechtigkeit hätte würde er seinen Einfluss geltend machen und dafür sorgen, dass zumindest ein Spiel der Damenbundesliga in der Sportschau kommt.
    Oder dass ein Teilstrom der TV-Gelder in den Damenbereich fließen...
    Oder dass vermehrt Damen in den Gremien auftauchen.


    Wenn Fußball das Größte ist, dann sollten eigentlich alle daran Interesse haben, dass auch die Frauen diesen Sport ausüben.



    Und bis es soweit ist, lassen wir Frauen uns halt noch ein bißchen von den Ewiggestrigen beschimpfen, dass wir auf dem heiligen Rasen nix zu suchen hätten und besser Erbensuppe kochen gehen sollten! :)

    Ok, ein kleines Rätsel...

    Zitat

    Vater und sein Sohn fahren gemeinsam in ihrem Auto und haben einen schrecklichen Unfall. Der Vater ist sofort tot. Der Sohn wird mit dem Notarztwagen in das nächste Klinikum gefahren. Der aufnehmende Arzt untersucht den Jungen und meint, dass man für die Operation eine Koryphäe benötige.


    Die Koryphäe kommt, schaut den Jungen auf dem OP-Tisch an und sagt: „Ich kann ihn nicht operieren; er ist mein Sohn.“

    Wie kann das sein?


    Wer das spontan lösen kann, braucht wirklich keine gendergerechte Sprache.

    Dass man es so schlecht gendert ist nicht traurig sondern gruselig! Was verdienen die Redakteure für den Blödsinn?


    Vorschlag:


    Woche für Woche sehen Sie sich als Kindertrainer oder Kindertrainerin einer ganz speziellen Realität gegenüber: Eine Rasselbande von Bambini und Sie oftmals alleine mittendrin! Hier gilt es, nicht nur die Übersicht zu behalten, sondern den Kids auch eine liebevolle Begleitung zu bieten, um sie vom ersten Moment für den Fußball zu begeistern!


    Ein bisschen umformuliert und schon geht's!


    Btw: aus Fachmann kann man Fachkraft machen und schon ist wieder ein Satz "gerettet". :saint: Es geht doch nicht darum die Sätze zu verbiegen!

    Das Wort Trainer lässt sich nicht gut substituieren. Trainierende klingt auch sperrig. Aber wenn es möglich ist, warum sollte man es nicht tun?


    Eine Gruppe kann aus 50 Frauen bestehen, sobald ein Mann dazu kommt, wechselt unsere Sprache ins männliche. Da darf man schon mal kritisch drüber nachdenken.


    Aber wie gesagt: Gelassenheit ist gefragt! Und ein neuer Redakteur!


    Und SuS geht auch gar nicht! Unser Schulleiter ist sich für diese Abkürzungen auch nicht zu blöd. Und die sollen unsere Kinder ausbilden? Au weia!

    Aua, das tut aber wirklich weh:

    Zitat

    Woche für Woche sieht sich der/die Kindertrainer*in seiner/ihrer ganz speziellen Realität gegenüber: Eine Rasselbande von Bambini*e – er bzw. sie als Trainer*in oftmals alleine mittendrin! Hier gilt es, nicht nur die Übersicht zu behalten, sondern den Kids auch ein*e liebevolle*r Entertainer*in zu sein, um sie vom ersten Moment für den Fußball zu begeistern!

    also neee...


    Aber Sprache entwickelt sich und eine große Portion Gelassenheit täte allen mal wieder gut.

    Es gilt schon sehr lange als höflich wenn man bei der Anrede "Liebe Kolleginnen und Kollegen" verwendet. Im Schriftdeutsch wurde dann daraus auch KollegInnen. Neu ist das also alles nicht. Nur wenn man mal darauf achtet, dann ist unsere Sprache komplett männlich.


    So gibt es zum Beispiel die Zeitschrift "Selbst ist der Mann", ein DIY-Magazin mit so Sätzen wie Hier ist der Fachmann gefragt. Auch die Instandsetzungsarbeiten sollten nur von qualifizierten und erfahrenen Fachleuten durchgeführt werden.

    Oder frisch aus einer Publikation meiner Firma: "Aus den Teilnehmern des Wettbewerbes wird der Gewinner ausgelost."


    Das muss mir dann mal ein Mann versuchen zu erklären wie ich mich als Frau hier wieder finden sollen. 'Ja, du bist doch mit gemeint, das weißt du doch'.


    Und dann sage ich: Aber warum um alles in der Welt sollte man nicht versuchen, neue, geeignetere Formen zu finden?

    Das Gendersternchen ist sicher noch nicht der Weisheit letzte Schluss, wohl eher eine Zwischenetappe.

    Wie gesagt - Sprache entwickelt sich. Niemand sagt mehr: "wahrlich, als ich den Unhold sah, wurde mir ganz blümerant"


    Keep cool ist angesagt! Aber die oben zitierte Fassung geht wirklich ganz und gar nicht! Wobei Uwe mal überlegen könnte, die Unterzeile "Forum für Fußballtrainer" um die weibliche Form zu ergänzen...

    Mir reicht es nämlich in der Regel schon, wenn irgendwo eine nette, auch weibliche Anrede steht und dann kann der Rest auch Gewinner oder Verbrecher oder Trainer oder Chef oder sonst wie heißen. Nur ganz vergessen werden sollten die Frauen nicht.


    My 2 Ct.

    Falls sie mal nicht nominiert ist, wird sie in der C2 in der Landesliga spielen. Also Spielpraxis bei den Jungs ist garantiert.

    Klär unbedingt ab ob das überhaupt zulässig ist.
    Ich kenne die Regeln nicht aus jedem LV aber bei uns wäre das nicht zulässig. Spieler schieben darfst du hier nur auf Kreisebene. Wir haben ein System mit vier Ligen und schon ab der zweiten von unten gilt diese Regel!

    Wenn du unterklassig spielen willst, darfst du zuvor 10 Tage nicht eingesetzt worden sein.

    Aus den Dingen die Du schreibst finde ich irgendwie keinen konkreten Anhaltspunkt warum ich mit dem Trainer im Konflikt liegen sollte?

    Also ich hab da schon so Bilder im Kopp...


    Ist halt schwierig! Vor einiger Zeit wurde hier immer laut und deutlich nach Vereinskonzepten gerufen. Es ist ein bißchen ruhiger um dieses Thema geworden aber in genau so ein Fall könnte es helfen. Etwa wenn man gemeinsam mal festgelegt hätte: "wir laufen keine Runden, Training ohne Ball ist verschwendete Zeit" oder so, dann könnte man einen Trainer an diese Vorgaben erinnern und diese Einfordern...


    Was vielleicht was bringen könnte, wäre so etwas zu initiieren. Kein komplettes Konzept aber ein Brainstorming fürs Kleinfeld. Nach dem Motto: "wir sind alle sehr unterschiedlich, sollen wir uns nicht mal zusammensetzen und nach dem Best Praktice Modell versuchen, von einander zu lernen?" Da könnten dann zum Beispiel alle Trainer der F- und E-Jugend zusammenkommen und gemeinsame Ideen für ein ideales Training erarbeiten.

    Wenn es in dem Zusammenhang gelingt, aus einem "in der Schlange anstehen" schon mal einen Rundlauf zu machen, ist man einen kleinen Schritt weiter. In einem zweiten kann man Anregen, immer die eine Hälfte der Truppe auf ein Funinofeld zu schicken und frei zu spielen, während man mit der anderen Hälfte was übt... Das ist dann für die Übenden konzentrierter...


    Es muss ja nicht immer der große Wurf sein, manchmal sind es auch die kleinen Schritte, die einen weiter bringen

    Versuch mal, das dfb mobil für ihn und seine Truppe zu engagieren. Das ist ein super Einstieg in die Weiterbildung! Ob was c-bedingt zur Zeit geht, weiß ich allerdings nicht...

    ja, und die Lehrer sollen den Schultest dann quasi beglaubigen und dann gilt der. Die freuen sich auch schon :pinch:

    Seit es an jeder Straßenecke ne Teststation gibt, finde ich diese Forderung nicht mehr soooo dramatisch und machbar. Warum das aber ausgerechnet bei Fußball sein muss, erschließt sich mir auch nur sehr bedingt.

    hier 1. anscheinend alle schon Bescheid wussten und 2. alte Prinzipien plötzlich wieder egal sind. Einer der beiden E3 bzw jetzt D2 Trainer ist übrigens auch im Vorstand..

    Da haste doch deine Erklärung: Prinzipien gelten für alle gleich aber manche sind halt gleicher. :pinch: Das gab es immer schon und das wird es immer geben.


    Solche Äußerungen wie "das ist den Kindern nicht zuzumuten" ist Erwachsenen-Bla-Bla. Natürlich möchten die Kinder immer erstmal bei bekanntem bleiben aber sie sind auch auf Neues neugierig und zumeist offen.

    Ich habe das mal beim Volleyball gemacht. Aber ohne irgendwelche Verbandsvorgaben, nur in der Kombination Schule/Verein.

    Ich bin da auf folgende Probleme gestoßen:


    1. Schule und Betreuung sind nicht das Gleiche. Entweder, du machst eine Schul AG, dann können alle kommen oder du machst eine Betreuungs-AG, dann kommen nur diese Kinder. Im Falle der Schul-AG musste ich mich dennoch an die Zeitfenster der Betreuung richten, sonst hätten die ihre Kinder nicht pünktlich losgeschickt. In diesem Fall: 14 oder 15 Uhr. So oder so hätten also die Schulkinder ohne Betreuung nochmal wieder kommen müssen.


    2. Motivation: die Betreuungskinder der 3. und 4. Klasse sind zwar über Abwechselung dankbar, das heißt aber noch lange nicht, dass sie sich auf dein Angebot einlassen. Sicher ist Fußball nicht so speziell wie Volleyball, von daher müsste das besser klappen.


    3. Brennpunkt vs. gut situiert: Es beißt die Maus keinen Faden ab: in der Brennpunktschule war das ein Himmelfahrtskommando. Kinder, mehrheitlilch mit EDS (Erziehungsdefizitssyndrom), haben jede strukturierte Sport-/Spielstunde gesprengt. Das hatte ich zuvor weder im Verein noch in den zwei anderen Schulen. Statt 12 Kinder, wie abgestimmt, haben die mir bis zu 25 in die Halle geschickt. Und da machste ja nix, du kannst ja schlecht die Kinder alleine lassen, um dich bei der Betreuung zu beschweren... Eine einizige Katastrophe. In dieser Brennpunktschule habe ich zum Halbjahr aufgegeben.


    4. Unterstützung vor Ort: Nichts. Da waren sich dann alle wieder einig. In der Betreuung interessierte sich niemand für mich, in der Schule hatten sie da schon Feierabend. Also wie ich an Material o.ä. komme, war denen schlicht egal. Da ich eigenes Material hatte, ließ sich das handhaben.


    Unterm Strich war das ein Schuss in den Ofen. Solltest du so was vorhaben, musst du versuchen, das viel besser abzustimmen mit den Verantwortlichen vor Ort als ich es gemacht hatte!


    Anmerkung: Grundschüler sind ja schon F- und E- Jugend. Da sind doch die meisten fußballaffinen Jungs schon in den Vereinen. Bei den Mädchen halte ich das auch durchaus für vielversprechend. Ein Verein hier in der Nähe macht das seit längerem recht erfolgreich.



    Im Kindergarten gab es seinerzeit ein großes Fußballturnier und der Kindergarten hatte daraus besonders im ersten Jahr ein Rundumprojekt gemacht. Also mit Fähnchen basteln, Cheerleading für die Tanzmäuschen und Training. Da hat mein aktueller Verein den Platz fürs Training zur Verfügung gestellt.

    Ein heilloses Durcheinander. Natürlich durften hier alle die wollten mitmachen. Im ersten Jahr konnte man die Erzieherinnen nicht überzeugen, die Gruppe überschaubar zu halten und so bestand das "Team" aus 22 Kindern. :pinch:
    Die Jungs sind dann leidlich eifrig hinter dem Ball hergelaufen, die Mädchen haben eher am Stankett geturnt.
    Aber auch hier war die Unterstützung des Vereins überschaubar. Logo, wer hat schon morgens um 10 Uhr an einem Donnerstag Zeit. Aber immerhin war das Tor offen.
    Das Turnier selber war eigentlich auch Blödsinn, viel zu groß, viel zu wuselig. Gespielt wurde 7vs7 auf Feldern die recht schmal waren aber von Torlinie bis Mittellinie gingen. (6 Felder) Frag mich nicht, wer sich das ausgedacht hatte. :pinch:


    Unterm Strich würde ich - wenn es um Mitgliederwerbung geht - im Kindergarten Flyer auslegen und in den örtlichen Facebookgruppen etwas Werbung machen. Fertig.

    Ballaufpumper

    du hast Recht, ich hab da wohl wirklich ein kleines Trauma :pinch:

    Vor Jahren war mal ein Sechsjähriger beim Abholen sauer auf seinen Vater weil der beim Abschlussspiel noch nicht da war und nicht geguckt hat. Obwohl wir das Kind zu dem Zeitpunkt schon zwei Jahre kannten und wir an diesem heißen Tag noch ein Eis an alle spendiert hatten, war der Bursche plötzlich spurlos verschwunden. Der Vater stand vor mir und frug: wo ist denn meiner? Und obwohl er unmittelbar zuvor von mir noch ein Eis bekommen hatte, war der weg! Er hat sich im Gestrüpp versteckt und wir haben ihn mit alle Mann fast 20 Min lang gesucht. Da bekommste Puls und Blutdruck, das kann ich dir aber sagen. Denn schlussendlich ist der Trainer bis zur Übergabe an die Eltern verantwortlich.

    Davon habe ich mich ganz offensichtlich bis heute nicht erholt, zumal rund um den Platz direkt ein kleiner Wald anschließt.

    ist das wirklich umsetzbar? Einer ist doch immer am heulen, hat Durst, muss aufs Klo... das alles mit zwei Betreuern? In einer Turnhalle ja, die ist klein, da kann ich abschließen und mir haut keiner ab.

    Ich habe seit je her eine eine totale Panik, dass mir mal einer abhanden kommt im Gewusel...

    so nach und nach dürfen die Fußballkinder ja auf den Platz zurück. Allerdings gilt hier bei uns: 20 Spieler mit 2 Aufsichtspersonen.

    Das ist bei den Kleinsten in meinen Augen aber völlig absurd. Wie macht ihr das?

    also für die Erkenntnis, dass das Tor in der Mitte steht und dass es wohl von nahem besser gehen müsste als von weit weg, brauchen wir wohl alle eher keine grafische Auswertung.

    Wenn ich dem Kind sage, dass es effizienter ist aus kürzerer Entfernung auf das Tor zu schießen, dann "klaue" ich ihm doch nur eine Variable der Kreativität

    nein, du "klaust" ihm ggf. einen kompletten Handlungsstrang. Nämlich den des Fernschusses, egal wie aussichtsreich es gewesen wäre. Und auch egal ob der drin gewesen wäre weil der TW nicht gut stand oder was weiß ich.


    Mir ist glaub ich das Raster einfach zu grob.


    Der kleine Dribbelkönig aus der E-Jugend braucht in der D ein anderes Coaching als der intelligente Spiellenker der bisher bei einem 3:3 hinten zentral gespielt hat und seine Mitspieler in Szene setzen konnte. Gerade die D-Jugend ist doch voller Herausforderungen. Abseits, der große Platz, zwei mehr aufm Feld. Da führen doch andere Aspekte zum Erfolg/Nichterfolg als das Wissen um die Box. Gerade das Bespielen des gesamten Feldes ist doch ein wichtiger Aspekt der mit einer Fokussierung der Torchancenzone torpediert wird.

    Zumal Kinder in der Altersklasse echt eine interessante Wahrnehmung haben. *hüstel* Selektiv trifft es wohl am besten



    ich liebe übrigens Bilder/Aufnahmen aus der Vogelperspektive. Also richtig senkrecht von oben.

    Wir haben in unseren beiden D-Jugend Teams 25 Spieler, davon schafft es gerade mal einer aufgrund seiner Grösse, Technik und Kraft präzise Weitschüsse erfolgreich abzuschliessen. Da zu versuchen zu trainieren, dass die Mehrheit das auch können macht für mich keinen Sinn.

    Macht es ja auch nicht, war mehr ein Beispiel für die Interpretationsfähigkeit von Statistiken!

    Ich glaube, entweder man mag das oder man mag das nicht. Ich komme von der intuitiven Seite. Ich liebe den Überraschungsmoment. Mir geht das Herz auf, wenn ein Spieler was wagt/probiert. Auch abseits von ausgetretenen Pfaden.

    maverick944
    ich finde deinen Ansatz interessant, also dass du die Steigerung auf die statistischen Zahlen beziehst. Ich würde das ggf. an deiner Stelle mal durch Gespräche mit den Eltern versuchen zu verifizieren. Vielleicht bist du einfach nur ein total netter Typ, für den sich deine Spieler den Allerwertesten aufreißen weil du ein spaßiges und ambitioniertes Training anbietest und toll coachen kannst, und man dir deinen leichten Statistikspleen nicht krum nimmt. :S Wer weiß das schon von uns? 8o


    In der D2 Jugend hatte mein Großer ein Jahr einen Trainer, der super bei den Jungs ankam. Er hatte immer sein Taktikboard dabei und hat daran seinen Matchplan vorgestellt. Und was haben sich die Kinder zugeflüstert, wenn sie aus der Kabine kamen? "Hast du das kapiert?" Nö, ich bin irgendwann ausgestiegen"
    Hat man als Elternteil nachgefragt was der Trainer denn so alles gesagt hat an der Tafel bekam zumindest ich die Antwort: "weiß nicht". Na denn...

    Aber ich finde das gut mit den Statistiken, dass wird meiner Meinung noch viel zu selten angewendet. Weil man daraus gute Rückschlüsse ziehen kann was effizient ist.

    hm... "effizient" beim Kinderfußball. Irgendwie löst das bei mir Widerstand aus.


    maverick944 du schreibst ja, dass du datengestützt die effizienteste Lösung anstrebst und das deinen Spielern vermitteln möchtest.

    Ich nutze das Wissen und stelle Übungen um. Z.B. sollen die schussschwachen nicht von ausserhalb vom 16er schiessen. Lässt man die zwei Eckentore weg sind es nur noch 5 Tore von ausserhalb, alle vom gleichen Spieler. Würde ich den Fokus auf Fernschüsse legen und die Effizienz um 100% erhöhen, wären das 5 Tore mehr. Lege ich den Fokus aber auf Torabschluss innerhalb des 16er und erreiche nur eine Verbesserung um 30% ergibt das 19 Tore mehr. Was sollte ich demnach trainieren Weitschüsse oder Dribbling und Abschluss?

    Würdest du jedoch durch gezieltes Training nicht nur einen sondern 5 Spieler befähigen, Fernschüsse zu versenken, hättest du 20 Tore mehr... Jede Statistik hinkt so gut wie ihr Ersteller!

    Was mir dabei aber auf der Strecke zu scheinen bleibt ist Kreativität, Spontanität und Spielwitz. Thomas Müller als bestes Beispiel... passt in kein System, rennt immer irgendwo rum und macht am Ende die Dinger rein.


    Mir geben statistische Auswertungen nix. Weil jeder Ballsport für mich immer situativ ist. Und gerade im Kinderbereich darf man nicht vergessen, das die Wahrnehmung von außen und die auf dem Spielfeld signifikant von einander abweichen können.

    Abspiel oder Dribbling? Das hängt doch zum Beispiel auch von der Art des Gegenspielers ab. Gerade in der D-/C-Jugend, wenn die körperlichen Unterschiede sehr groß sein können. Gehe ich also ins Dribbling, weil es ja effizient ist oder erkenne ich an, dass der Gegenspieler einen Kopf größer und 15 kg schwerer ist und suche eine angepasste Lösung?


    Also meine konkrete Frage: wenn du den Kindern beibringst, was nach deiner Ansicht effizient ist, wie hältst du Kreativität im Spiel?