Beiträge von KingJames9

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    Hallo liebe Trainerkollegen,


    habe mit Interesse diesen Thread verfolgt und bin immer wieder auf die Aussagen gestoßen, dass es für einen Spieler vielleicht doch reicht, einen einfachen Haken (Abkappen mit Schusstäuschung), eine normale Körpertäuschung oder aber den vielfach geforderten Übersteiger perfekt zu beherrschen.


    In meinen Augen möchte ich Spieler haben, die das Fintieren im höchstem Tempo drauf haben und dies auch im Spiel anwenden. Brauche ich im Spiel eine Zidane-Rolle oder einen Ronaldinho? Nein! Ich versuche meine Spieler spielgetreu auszubilden und nenne ihnen daher Möglichkeiten, wie man im höchsten Tempo am besten an seinem Spieler im 1 vs. 1 vorbeigeht oder aber eine Situation (siehe Abkappen) auflöst.


    Meiner Meinung nach dienen fortgeschrittene Tricks, die wir in einem üblichen Jugendspiel (vermutlich nicht mal auf Landesliga-Niveau) nie sehen, nicht der Förderung des 1 vs. 1, sondern viel mehr einer koordinativen Schulung und natürlich des Spaßes. Aber wertvolle Trainingsblöcke dafür opfern? Ich weiß nicht..

    Hallo Jason,


    in vielen deiner Ausführungen kann ich mich wiederfinden. Trainiere ebenfalls eine D-Jugend im Jungjahrgang (2004-2005) und stehe jedes Wochenende vor der schweren Entscheidung, welche 13 Spieler (9 Feldspieler + 3 Ersatzsspieler + 1 Ersatztorwart) ich in den Kader berufe. Da wir 18 Spieler zur Verfügung haben und nur eine Mannschaft stellen, ergeben sich zwangsläufig Konflikte.
    Auch ich trainiere in einem Breitensportverein, wobei ich den gleichen Jahrgang nun seit fünf Jahren habe und wir uns trotz Jungjahrgang vor dieser Saison das Ziel gesetzt haben, als Kreismeister in die Gruppenliga aufzusteigen. Wie komme ich nun mit dem Ziel, das die Jungs übrigens fast noch mehr wollen, und meiner eigenen Trainerausbildung/Philosophie klar (Rotation, möglichst gleiche Spielzeit)?


    Ich habe einen Stamm von 7-8 Spielern, die allesamt sehr leistungsstark sind (Auswahlspieler), die aufgrund des Zusammenhalts noch nicht zum nahen NLZ gewechselt sind. Diese Spieler sind, sofern sie nicht krank oder verletzt sind, immer dabei! Dahinter fülle ich den Kader mit Spielern auf, die seit fünf Jahren bei mir Fußball spielen und daher die Grundlagen absolut drauf haben. Ich habe keine Bedenken, einen dieser Spieler in den Kader aufzunehmen. Das Problem sind jedoch die weiteren drei oder vier Spieler, die seit einem Jahr Fußball spielen, koordinativ einen Riesenrückstand haben und anspruchsvolle Übungen im Training unabsichtlich "kaputt" machen. Soll ich diese Akteure in normalen Meisterschaftsspielen spielen lassen? Tue ich ihnen einen Gefallen damit? Meiner Meinung nach: ein klares NEIN! Auch diese Spieler sollen sich entwickeln, aber wie einer meiner Vorredner schon sagte: Organisiere Freundschaftsspiele gegen schwächere Gegner, in denen auch diese Spieler ihre Erfahrungen sammeln und selbst Verantwortung übernehmen müssen.


    In gewisser Weise steht unser Ziel: Aufstieg! im klaren Interessenkonflinkt mit der KiFu-Philosophie. Aber ist es nicht auch für die Entwicklung der Spieler schlecht, wenn sie nicht aufsteigen und in der kommenden Saison ein weiteres Jahr die Liga dominieren und sich eigentlich gegen stärkere Mannschaften hätten noch besser entwickeln können? Versteht mich nicht falsch. In der E-Jugend war Rotation und gleiche Spielzeiten an der Tagesordnung, aber in der D-Jugend habe ich nun Spieler, die auf verschiedenen Positionen spielen können, die Lösungen in vielen Situationen finden und SELBST DEN ANSPRUCH HABEN, in der höchsten Spielklasse zu spielen. Kann ich da als Trainer den "dicken Paule", wie ihr ihn nennt, genauso lange spielen lassen wie einen Auswahlspieler?

    Sehr interessantes Thema hier!
    Ich möchte erstmal voreingenommen der letzten Seiten über meine Eindrücke des Videos berichten.


    Ich habe mir auch das komplette Spiel angeschaut und war in allererster Linie über eine schlampige Passtechnik überrascht. Bei vielen Spielern stimmt der Bewegungsablauf bei einem einfachen Druckpass nicht. Der Ball holpert über eine Distanz von 5m, was nicht nur an dem Kunstrasen, sondern eben auch der Technik liegt. Deshalb möchte ich eine rhetorische Frage stellen, die aber trotzdem von euch beantwortet werden darf. Wird in einem NLZ die richtige Passtechnik vorausgesetzt oder neu trainiert? Ich kann mir vorstellen, dass einige Spieler aus Dorfvereinen zwar Talent haben, aber eben in vielerlei Hinsicht nicht perfekt technisch ausgebildet wurden. Meiner Meinung nach fällt dieses Defizit nur deshalb nicht so auf, da die Teamkollegen in der Lage sind, auch einen "holpernden" Ball gut zu verarbeiten.


    Da wären wir bei der nächsten Sache, die mir positiv aufgefallen ist: Die Spieler haben eine "gute Stellung zum Ball". Der Ball wird immer offen angenommen, was die Lösungsmöglichkeiten für denjenigen natürlich vervielfacht. Während der Frankfurter Trainer in meinen Augen eher über die motivierte/emotionale Schiene im Spiel coacht, habe ich mich gefreut, dass der Mainzer Coach des öfteren diese offene Stellung einforderte. Meiner Meinung nach ein ganz wichtiges Mittel zur sauberen Spieleröffnung.


    Zu den Einwürfen wurde schon einiges geschrieben und auch ich bin der Meinung, dass Einwürfe selbst im Profifußball ein Nachteil sind bzw. zumindest kein VOrteil sind. (Ausnahme Leicester City, die diese zu einer neuen Standardsituation geformt haben). Das Jugend-Credo "immer nach vorne werfen" halte ich für schwachsinnig, denn wenn hinten ein Spieler frei steht und den Ball gut verarbeiten kann, löst man diese Situation ganz einfach.


    In Sachen Torabschluss möchte ich bedenken, dass ein Kunstrasen eine gute Schusstechnik einfordert, die die Jungs wohl im Training ohne Gegnerdruck drauf haben, aber in der Hektik einfach vernachlässigen. Selbiges Phänomen wird jeder Trainer schon mal beobachtet habenn, wenn er die Schüsse aus Training und Spiel vergleicht. Ich weiß nicht, wie oft ich in der Ansprache bereits gesagt habe, dass wir "so schießen sollen wie im Training". Größtenteils ohne Erfolg.


    Im Endeffekt schließe ich mich den Meinungen an und glaube, dass die Intensität und das Tempo den Unterschied machen. Wenn mein Team gegen ein regionales NLZ spielt, dann sind wir nie wirklich chancenlos, verlieren aber dennoch. Effektivität in den entscheidenen Momenten gepaart mit der größeren Erfahrung auf höherem/intensiven Niveau macht meist den Unterschied. Deswegen halte ich es für die einzige Alternative, regelmäßig Spiele gegen stärkere Teams zu spielen, um einfach die Handlungsschnelligkeit und die angesprochene Erfahrung zu fördern! Das wird bei den meisten guten Dorfvereinen zum Nachteil, denn ein NLZ testet logischerweise lieber gegen andere NLZ (wegen derselben Begründung) als gegen einen DOrfverein, der in der Kreisliga oder klasse alles wegballert.

    Hallo liebe Trainerkollegen und Mitleser,


    ich habe hier mal ein Thema eröffnet, weil es mich sehr interessiert, wie ihr die ganze Sache seht. Es geht um die Beidfüßigkeit. Vielleicht kommt es mir subjektiv nur so vor, aber in meinen Augen verliert dieses Trainingsziel in den letzten Jahren an Bedeutung. Zu meiner aktiven Jugendzeit (vor ca. 7-9 Jahren) galt die Fähigkeit, mit beiden Füßen passen, dribbeln und schießen zu können noch als Alleinstellungs bzw. Unterscheidungsmerkmal zwischen guten Dorfspielern und Auswahlspielern. Heute kommt es mir so vor, als sei es zwar schon noch wichtig, den "linken Fuß nicht nur zum Abstützen zu haben", aber im Training wird nicht mehr explizit der ganz große Wert daraufgelegt.


    Ohne Zweifel setzen andere wichtige Dinge wie Handlungsschnelligkeit, Zweikampfverhalten (defensiv/offensiv), Abschlüsse oder Kombinationsspiel quasi voraus, dass man dies mit beiden Füßen können sollte, doch wie sieht das trainingstechnisch aus? In meiner D-Jugend, die ich seit der G-Jugend nun mittlerweile trainiere und über die Hälfte Auswahlspieler sind, erwische ich mich selbst, wenn ich in vereinzelten Trainingseinheiten den schwachen Fuß vernachlässige! Natürlich sage ich bei bestimmten technischen Übungen, dass wir auch den schwachen Fuß einbeziehen sollen, allerdings längst nicht mehr in der Häufigkeit wie ich es als aktiver Spieler (auch im Stützpunkt) gewohnt bin. Positiv ist, dass manche Spieler zur Erschwerung der Aufgabe automatisch den schwächeren Fuß einbauen und ohnehin allein koordinativ die Sache gut ausgleichen können, dennoch würde ich mich interessieren, wie ihr es im Training mit der Beidfüßigkeit haltet.


    Besser einen exorbitant starken Fuß oder zwei ausgeglichene? Ich habe den direkten Vergleich in der Mannschaft. Ein Spieler ist Rechtsfüßler und Linkshänder. Im Fußball hat er zwar einen bevorzugten Fuß, kommt jedoch auch genauso mit dem anderen klar. Ein anderer Junge lebt von seiner rechten Klebe und bekommt links kaum einen sauberen Druckpass über 3m hin. Im Spiel versucht er mit aller Macht, den linken Fuß zu umgehen.. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich den Spieler nehmen, der zwei ausgegliichene, aber nicht überragende Füße hat.


    Was ist eure Meinung zu der Thematik?

    Ich kenne das Problem selbst aus der F-Jugend unseres Vereins. Sie haben drei gemeldete Mannschaften (Fair-Play) und im Training werden ganz klar die 'Starken' von den 'Schwachen' getrennt. Die Schwachen können sich dann durchaus von den Stärkeren schonmal blöde Sprüche anhören, was den kleinen Jungs auch etwas näher geht, als man das vielleicht glauben mag. Auch wenn es leicht gesagt ist, aber es sollte vielleicht versucht werden, auch schon in der F-Jugend einen Teamgedanken zu entwickeln. Immerhin spielen alle im gleichen Verein und unter Umständen werden sie irgendwann auch in eine Mannschaft zusammengeworfen. Da sind die Trainer, aber auch die Eltern gefragt. Kinder finden so schnell zueinander, da sollte das eigentlich funktionieren.

    Hallo Gemeinde,


    Ich möchte meinen Beitrag mit einem Bezug zur Praxis eröffnen. Wer kennt die typischen Aussagen eines Bundesligatrainers nicht? Aus einer kompakten Defensive schnell umschalten... Eine tiefstehende Abwehr als Ausgangspunkt für Konterangriffe.. oder hinten muss möglichst lange die Null stehen. Der Fußball hat sich in dieser Weise verändert meiner Meinung nach. Die Defensive hat deutlich an Bedeutung gewonnen und zählt nicht mehr ausschließlich als Torverhinderer, sondern vielmehr gleichzeitig auch als Einleitung der Offensivaktionen bzw. der eigenen Tore. So weit, so gut - im Profifussball kann ich das alles auch noch nachvollziehen, vor allem, wenn spielerisch/qualitativ schwächere Teams gegen auf Ballbesitz ausgerichtete Mannschaften spielen, aber im Kinderfussball?? ?(<X


    Habe in den letzten beiden Jahren, in denen ich eine recht talentierte E-Jugend Mannschaft trainiere, exakt diese 'Bundesligatrainer' auch in diesem Altersbereich auf Breitensportebene erlebt. Mannschaften stellen sich rgelmäßig gegen uns mit sechs Mann hinten rein und versuchen über den schnellsten Spieler (als einzige Spitze) mit langen Bällen zum Erfolg zu kommen. Abseits gibt es bekanntlich nicht und zudem sind meine Jungs sehr offensiv (quasi alle 6 Feldspieler in der gegnerischen Hälfte bei Ballbesitz). Würde man Statistiken bemühen, hätten wir pro Spiel ca. 80% Ballbesitz, da das Spiel des Gegners nur daraus besteht, den Ball wegzukloppen und kein Gegentor kassieren. Auf meine Frage an die entsprechenden Trainerkollegen, warum er seine Mannschaft so aufstelle, kommt die Antwort: "Wir wollen ja nicht ins offene Messer laufen und eine Klatsche kassieren".


    Jetzt meine eigentliche Frage oder auch ein Anliegen: Hilft es den Jungs wirklich weiter, wenn sie 2 x 25 Minuten kontinuerlich hinterherlaufen und nur verteidigen. Jeder Spieler des Gegners hat vielleicht im gesamten Match 3-4 kontrollierte Ballkontakte. Bei meinen Jungs sind es vermutlich an die 20-25, da wir einen gepflegten Spielaufbau über die Außen bevorzugen und den Ball leider lieber ins Tor tragen wollen, anstatt auch mal von weiter hinten abzuschließen. Meiner Meinung nach werden Mannschaften, die einen offensiven, auf Ballbesitz ausgerichteten Spielstil spielen, technisch deutlich mehr gefordert und gefördert. Auf lange Sicht würde mich daher interessieren, ob sich dieser Unterschied auch in den späteren Jugenden bezahlt macht?? Außerdem würde ich natürlich gerne eine Diskussion aufleben lassen, warum Trainer so verfahren und ihnen (subjektive Meinung) den Kindern Spaß am Fußball nehmen? Woll(t)en wir in dem Alter nicht alle viele Ballkontakte, Angriffe starten und Tore erzielen?? 8o


    Bin sehr auf andere Meinungen gespannt und verbleibe vorerst mit dem Unverständnis über den Spielstil anderer Mannschaften und den damit verbundenen Floskeln der gegnerischen Trainer :evil:

    Zeiten ändern sich und dich auch;)
    Diese Erfahrung habe ich zumindest gemacht.
    Trainiere seit vier Jahren meine Mannschaft. Vom ersten F-Jugend bis zum zweiten Jahr E-Jugend. Man muss dazu sagen, dass die Mannschaft von Haus aus sehr viel Talent, Willen, Disziplin und Ehrgeiz hatte. Wr haben demnach den überwiegenden Teil in den vier Jahren auch gewonnen. Während ich anfangs (ich war 18) noch sehr außen mitging und vor allem Tore frenetisch abfeierte (Stichwort: Kloppo-Säge), bin ich heute (22) ruhiger geworden. Ich erwische mich selbst dabei, wie ich es quasi für selbstverständlich hinnehme, wenn meine Jungs wieder ein Tor super rausspielen und 8:0 in der höchsten Spielklasse gewinnen. Ich versuche es aber momentan wieder einzuführen, denn für die Jungs gibt es auch nichts schöneres, wenn der Trainer richtig feiert, ohne jedoch den Fokus zu verlieren;)


    Zu den Ansagen: Als Spieler, der selbst höherklassig im Jugendbereich gespielt hat, habe ich es gehasst, wenn Trainer während des Spiels meine Fehler angesprochen haben. Meiner Meinung nach weiß der Spieler in bestimmten Situation genau, was er falsch gemacht hat. JA, auch ein E-Jugendspieler! Um ihm das Selbstvertrauen nicht zu nehmen, gibt es bei grundlegenden Sachen in der Halbzeit oder bei Auswechslung ein paar Ratschläge. Ansonsten bin ich während des Spiels ruhig. Sachen wie schnell ausgeführte Freistöße, Schützenwahl bei Elfmeter etc. regeln meine 10Jährigen Jungs und das Mädchen als Kapitän unter sich. Meiner Meinung nach ein Indiz dafür, dass wir in dieser Altersklasse unsere Spieler oftmals unterschätzen!!!

    Hallo,
    auch bei uns steht jetzt im Sommer der Sprung von E1 auf D1 an. Werde mit dem komplett jüngeren Jahrgang also aufs "größere" Feld gehen und bin schon sehr gespannt. Technisch ist die Mannschaft richtig fit. Rückpassregel habe ich seit Anfang der Saison schon gezielt verboten (Torwart und Abwehrspieler wurden entsprechend trainiert). Abseits betrifft uns nicht wirklich, da wir im 3-3 System ohne wirkliche Spitze, sondern eher mit einem Verbinungsspieler in der Mitte und zwei Außen spielen.


    Ich bin wirklich sehr gespannt, wie sich meine beiden starken Außenspieler (schnell, trickreich und torgefährlich) machen, wenn das Spielfeld ein bisschen enger wird. Noch haben sie keine Probleme von den Außen in die Mitte zu ziehen, aber wie wird das in der D-Jugend, wenn sie jünger sind (einer ist sogar 2005 geboren).. Gibt es sonst noch Tipps für mich, wie mman die Mannschaft jetzt in der Rückrunde schon etwas auf die neuen Aufgaben vorbereiten kann. Zur Anmerkung: Da ich mittlerweile seit vier Jahren die Mannschaft trainiere, auch schon indivdual- und gruppentaktische Sachen wie eine Art Pressing, Schieben oder Zurückweichen einführen. Was wird in der D9 elementar? Brauch ich eine zentrale Spitze oder ist die angesichts der wenigen Flanken überflüssig? Oder brauche ich gerade deswegen eine Spitze, um den ersten Ball aus der Abwehr auch mal in die Tiefe spielen zu können?

    Hallo,


    ich möchte auch gerne mal meine Erfahrungen mit Trainingslagern für diese Altersklasse mit euch teilen. Wir haben jeweils im vergangenen Sommer 2013 und 2014 ein dreitägiges Camp nur für unsere E-Jugend auf dem heimischen Rasenplatz organisiert.
    Der Plan sah dabei in etwa so aus:


    Freitag
    17:00 - 18:30 Uhr Training I
    18:30 - 19:00 Uhr Abendessen
    19:00 - spätestens 21:00 Uhr FIFA Turnier Vorrunde auf Großleinwand mit Beamer


    Samstag


    10:00 - 12:00 Uhr Training I
    12:00 - 13:30 Uhr Essen (mit kurzer Entspannung)
    14:00 - 16:00 Uhr 'Schlag den E-Jugendspieler' in Schlag-den-Raab Manier mit vielen Spielen (mit/ohne Fußball)
    16:30 - 18:00 Uhr Training II
    18:30 - 19:00 Uhr Abendessen
    19:00 - 21:00 FIFA Turnier Finalrunde


    Sonntag


    10:00 - 11:00 Uhr Training I (lockere Standards)
    11:00 - 12:00 Uhr Vertrauensübungen / Team-Building
    12:30 - 13:00 Uhr Mittagessen
    14:00 Testspiel
    16:00 Waldlauf (jaja, keine Angst: Das war mein O-Ton, aber eigentlich sind wir schön gediegen 800m zur nächsten Eisdiele gejoggt, um dort ein leckeres Eis zu verzehren. Die Gesichtausdrücke mancher waren trotzdem göttlich:)
    18:00 gemeinsames Grillen mit Eltern und Siegerehrung FIFA Turnier


    Auf den ersten Blick sieht es auch sehr viel und durchgeplant aus, aber man hat immer die Möglichkeit, flexibel etwas zu variieren. Dass am letzten Tag das ein oder andere Kind etwas quängelig wird, ist völlig normal. Davon solltest du dich nicht beeindrucken lassen. Lässt schnell wieder nach! Die Jungs hatten in jedem Fall eine tolle Zeit und freuen sich schon aufs nächste Jahr. Apropos als kleiner Tipp: Wenn dein Trainingscamp auch einen gewissen Trainingseffekt haben sollte, wie bei uns bspw., dann würde ich auf Übernachtungen verzichten.. ;)

    Hallo Community,


    ich wende mich mit einer Frage an euch, die ich mit meinem Co-Trainer sowie auch anderen Trainerkollegen schon sehr kontrovers diskutiert habe.
    Es geht um die Raum-/Manndeckung beim Futsal.
    Ich möchte mein Problem kurz schildern:


    In der Feldrunde haben wir (E1 älterer Jahrgang Kreisliga (höchste E-Klasse in Hessen)) nur selten einen spielstarken Gegner. Bei vielen Mannschaft beruht der Angriffsfussball auf das Zufallsprinzip, was gar nicht als Vorwurf gemeint ist, da sicherlich nicht alle Mannschaften das entsprechende Spielermaterial zur Verfügung haben, um einen gezielten Spielaufbau und kleinere taktische Möglichkeiten einzustudieren.
    Meine Mannschaft ist von der Intelligenz der einzelnen Spieler relativ weit, so dass ich mit vereinfachten Formen der Gruppentaktik bereits begonnen habe. Ich habe ihnen anhand von Übungen oder Videos ihrer Vorbilder (keine Angst, nur Ausschnitte und nicht während der Trainingszeit) die Raumdeckung mit Verschieben in den Grundzügen erklärt. Da man gegen die schwächeren Mannschaften kaum richtig gefordert wird, stechen einem die kleinen Schwächen nicht auf Anhieb ins Auge - dies hat sich jedoch jetzt in der Hallenrunde geändert.


    Wir haben bei einem überregionalen Futsal-Turnier mitgespielt (Futsal ist hier Pflicht - Gut so!) und sind dort teilweise an Grenzen gestoßen, da unsere Jungs im 4 vs. 4 ihren direkten Gegenspieler vernachlässigt haben. Sprich beim Einschießen, Eckball oder einem einfachen Pass von hinten raus ging der Blick meiner Spieler Richtung Ball, so dass sich hinterm Rücken die Gegner freilaufen konnten und dementsprechend auch zu Torchancen kamen.


    Meiner Meinung nach gibt es hier zwischen Hallen-Futsal und dem richtigen Fußball draußen signifikante Unterschiede in der Verteidigungsart. Raumdeckung, wie es gegen schwächere Mannschaften auch in der Halle funktioniert, wirkt gegen spielstarke Teams nicht wirklich und wenn ich eine gezielte Manndeckung spiele, habe ich Angst, dass sich das negativ auf das eigene Offensivverhalten oder gar die Feldrunde auswirkt. Gibt es dort ein Mittelding? Oder wie sind die Erfahrungen von euch? Mir würde ein paar Tipps auch gut gefallen, wie man das Verteidigen ohne immer den Ball als Fixpunkt zu haben besser trainiert oder verbessern kann?


    Noch ein paar kurze Infos zur Mannschaft und mir:


    Mannschaft: E1-Jugend älterer Jahrgang -> Dorfverein, wobei 5-6 Spieler zum Kreis-Stützpunkt gehören und auch zum Region-Branchenführer wechseln sollten (inklusive einem Mädchen)


    Technik - und "Taktik"-Stand: sehr lernwillig, Fokus lag anfangs auf viel Koordination in Verbindung mit Ballgefühl und Technik (Heidelberger Ballschule und Coerver). Außerdem mit guter Spielintelligenz geschult (Horst Wein sei Dank). In Sachen Taktik wollen sie gerne neue Dinge lernen, fragen fleißig nach und achten speziell auf Dinge, die ich anspreche


    zu mir: trainiere die Mannschaft seit 4 Jahren (seit erstem Jahr F-Jugend) und bin überglücklich eine solch disziplinierte, lernwillige Truppe beisammen zu haben. :love: Leider liegt es in meiner Natur, etwas perfektionistisch veranlagt zu sein, weshalb es mir schwer fällt, absolut zufrieden zu sein, wovon die Jungs aber eigentlich nix mitbekommen :D

    Eine sehr interessante Diskussion hier.
    Ich bin insgesamt ein Trainer, der im Training gerne Sachen erklärt und auch des öfteren ins Trainingsspiel reinruft. Das Spiel halte ich dabei nicht an, sondern ich rufe mir den Spieler zu mir und erkläre ihm unter vier Augen, was er falsch gemacht hat und wie er es besser machen kann.
    Im Spiel dagegen bin ich ruhig und versuche, dass die Jungs das Gelernte umsetzen. In der Halbzeit spreche ich dan mögliche Fehler und natürlich auch gute Situationen an.


    Mir stellt sich jetzt aber folgende Frage:
    Ich erwische mich selbst immer wieder, wenn ich im Spiel reinrufe, dass wir das Spiel "breit machen" sollen. Keine Sorge, meine Jungs wissen, was das bedeutet und können es mittlerweile auch umsetzen. Ich rufe es also nur deswegen rein, um es in die Erinnerung zu rufen. Sprich meine Jungs, die gerade defensiv spielen, spielen in 8 von 10 Bällen den Ball nach außen, auch wenn ich es nicht rufe. Jetzt rufe ich rein und immernoch wird der Ball in 8 von 10 Fällen auf die Außenbahn gespielt. Beeinflusst mein Reinrufen jetzt den Spielaufbau oder muss man differenzieren, zwischen Hilfestellung/Taktik'vorgabe" und strikter Anweisung?? :rolleyes:

    Jetzt muss ich mich erstmal ein wenig rechtfertigen;)
    Natürlich bin ich mit den Trainingsinhalten vertraut und setze insbesondere großen Wert auf die drei "Überbegriffe". Wie hier eben schon geschrieben, richte auch ich mein Training nach der Heidelberger Ballschule und Horst Weins Definitinion bzw. Konzept der Spielintelligenz.


    Und das mit dem "Entsetzen" habe ich nur geschrieben, weil ich etwas verwundert war, dass die Begrifflichkeit Heidelberger Ballschule noch nicht verwendet wurde. Die Traininingsinhalte sind ja gewöhnlich, aber im Zusammenhang mit diesem Begriff und in der angsprochenen Anordnung bzw. der Heranführung an diese Inhalte wurde es glaube ich noch nicht richtig diskutiert.


    Mir geht es auch hauptsächlich darum, Meinungen einiger Trainer zu hören, die dies schon seit längerer Zeit anwenden und erste Entwicklungen feststellen können. Außerdem ist ein Forum in meinen Augen ja nicht nur dazu da, Fragen zu stellen, sondern auch Anmerkungen zu machen und ich gehe davon aus, dass einigen Trainern die Heidelberger Ballschule, abgsehen von den bekannten Trainingsinhalten, noch nicht in dieser Form bekannt war. Oder?

    Mit Entsetzen habe ich nach dem Anschmeißen der Suchmaschine festgestellt, dass die Heidelberger Ballschule hier im Forum noch gar nicht thematisiert wurde :baby::baby:


    Wer hat schon Erfahrungen damit gemacht und kann eventuell eine Entwicklung schildern?
    Ich habe gestern mit einem ehemaligen C/B/A-Jugend Regionalligatrainer debattiert, der dies in seinem Leistungszenrum bevorzugt anwendet und war erstaunt, dass eine "Ballschule" selbst in Leisttungsvereinen eine derart große Rolle einnimmt.


    Kurz zur Beschreibung:
    Die Heidelberger Ballschule befasst sich hauptsächlich mit den drei Kategorien Technik, Koordination und Taktik. Also im Prinzip jene Bereiche, die für einen erfolgreichen Fußballer unumgänglich sind. In verschiedenen Stufen wird Stück für Stück erarbeitet. In der Umgangssprach würde man auch sagen, dass die Jungs polysportiv ausgebildet werden, wobei die Heidelberger Ballschule noch viel weiter geht. Hier habe ich mal die Übersicht der Trainingsziele kopiert.


    Taktik (A)
    Anbieten & Orientieren
    Ballbesitz individuell sichern
    Ballbesitz kooperativ sichern
    Überzahl individuell herausspielen
    Überzahl kooperativ herausspielen
    Lücke erkennen
    Abschlussmöglichkeit nutzen


    Koordination (B)
    Ballgefühl
    Zeitdruck
    Präzisionsdruck
    Komplexitätsdruck
    Organisationsdruck
    Variabilitäsdruck
    Belastungsdruck


    Technik (C)
    Flugbahn des Balls erkennen
    Mitspielerposition/-bewegungen erkennen
    Gegenspielerposition/-bewegungen erkennen
    Laufweg zum Ball bestimmen
    Spielpunkt des Balles bestimmen
    Ballbesitz kontrollieren
    Ballabgabe kontrollieren


    Unter anderem wird diese Ballschule in der Hoffenheimer Jugend, aber auch in Bremen angewendet. Besonders der koordinative Teil finde ich wichtig, da einige Trainer ihre Mannschaft besonders in dieser Hinsicht, meiner Meinung nach, viel zu wenig fördern.


    Weitere Infos gibts hier:
    http://www.ballschule.de/index.php?option=com_content&view=article&id=9&Itemid=112
    oder googlet euch noch ein wenig ein =)

    Ich verstehe die Punkt, die Boque und Trainerbaron angesprochen haben, jedoch muss ich meine Situation vermutlich noch ein bisschen genauer aufklären.


    Ich schrieb bereits, dass ich ein leistungsstarkes Team habe. Fünf meiner Jungs spielen (einmal monatlich) in einer Talentfördergruppe. Diese wird von einer weiterführenden Schule organisiert (obwohl die Kids noch in die Vierte Klasse gehen, dürfen sie dorthin gehen). Neben den fünf Jungs habe ich ein Mädchen, das es jetzt in die Regionalauswahl geschafft hat. Die anderen vier Kinder (habe ein zehn Mann Kader, da wir noch eine E2 haben) sind keineswegs Mitläufer oder schwache Spieler. Sie befinden sich auf einem ähnlichen Leistungsniveau und ihnen fehlen maximal Nuancen zu den Auswahlspielern.
    Mein Training war von beginn so ausgerichtet, dass ich in der Breite wie in der Spitze gute Spieler ausbilde, deswegen genieße ich jetzt den E-Jugend Luxus, verhältnismäßig fast gleich starke (leistungsstarke) Jungs/Mädchen zu haben.


    Zur genauereren Definition eines Einzeltrainings: Ich mache jedes Training ein Abschlussspiel und absolviere regelmäßig Spiele gegen die Nachbarvereine, die zugegebenermaßen aber deutlich hinter meiner Mannschaft stehen (hoffe das hört sich nicht so abgehoben an :rolleyes: ). Ein Zusammenschluss im Training würde also nicht viel bringen. Ich persönlich möchte meine Spieler schulen und das ab und zu eben einzeln.
    Sprich ich kann ein Kind beispielsweise in der Koordinationsleiter mit anderen, komplexeren Aufgaben fordern, wenn es allein oder die Kinder zu zweit sind. Sie bekommen mehr Wiederholungen, ich kann einzeln korrigieren und ihnen Tipps mit auf den Weg gehen. Es geht mir also gar nocht so sehr um ein Extra-Training für leistungsstarke Spieler mit schwereren Übungen (ich mache teils schon sehr komplexe Passformen..), sondern einfach darum ein Kind in gewissen Dingen noch besser zu machen. Es ist nun mal Fakt, dass ein Kind, dass vielleicht 60 Minuten mit einem Trainer oder einen Partner zusammen an Ballannahme, Mitnahme oder Finten/Wendemöglichkeiten arbeitet, auf Dauer bessere Fortschritte zeigt, als wenn er es im Training deutlich weniger macht und dort der Trainer nicht immer sofort auf die Fehler eingehen kann bei 10-12 Spielern. :rolleyes:

    Hallo Community,


    habe heute eine Frage bezüglich Einzeltrainings im Kindesalter. Trainere, wie schon mehrfach beschrieben, eine sehr leistungsstarke E1-Mannschaft (trotz jüngerer Jahrgang). Habe die Mannschaft bereits im dritten Jahr und gehe nächste Saison ins vierte Jahr. Kenne die Spieler daher schon sehr gut, weiß auch, wo sie ihre Stärken und Schwächen haben, wenn man das überhaupt so in der E-Jugend nennen darf.
    Ich habe mir Gedanken gemacht, wie ich die technisch gut ausgebildete, super ehrgeizigen und motivierten Kids weiter fördern kann und bin zum Entschluss gekommen, dass ich gerne monatlich eine dritte Trainingseinheit für jeweils 2-3 Spieler anbieten würde.


    Sprich jede Woche kommen für 2-3 Spieler zu den zwei "normalen" Trainingseinheiten ein Einzeltraining hinzu. Jeder Spieler hat somit ein mal im Monat eine dritte Trainingseinheit. Ich denke von der Belastung sollte es hinhauen und vom Spaß, Ehrgeiz wären die Jungs garantiert begeistert!
    Ich finde, dass man in einem solchen speziellen Training noch besser auf die Kinder eingehen kann. Erklärungen, viele Wiederholungen der Übungen, Korrekturen sind alles Aspekte, die bei einem Training mit 10-12 Kindern längst nicht so zur Geltung kommen. Was meint ihr? Kann man sowas schon in der E-Jugend machen? Was sagen Eltern dazu?


    P.S. Will nicht ein extra neues Thema aufmachen, aber habe eine weitere Idee, die ich gerne umsetzen würde. Und zwar ein Fußballlexikon.
    Die Jungs sind immer sehr wissbegierig, weshalb ich es das ein oder andere Mal im Training auch einen vermeintlichen "Fremdbegriff" einführe.
    So wissen sie jetzt beispielsweise, ohne es im Spiel anwenden zu (müssen), was "aufdrehen" bedeutet, was ein "vertikaler Pass" ist oder was man unter "peripherem Sehen" bzw. Antizipation versteht. Würde gerne, dass die Jungs diese Fachwörter in ein Extra-Heft auf einen Extra-Zettel schreiben, da sie sich automatisch mit dem Thema beschäftigen und möglicherweise schon in einem jungen Alter eine schönen Wortschatz an Fußballbegriffen haben. Wären ja auch nicht viele Worte, vielleicht 1-2 Wörter in 3-5 Trainingseinheiten. Zu schulisch oder gute Idee??


    Bin auf konstruktive Kritik, Verbesserungsvorschläge und Meinungen eingestellt!
    Danke!

    Hallo Boque,


    finde erstmal gut, dass du dir scho Gedanken gemacht hast. Eine Pro- Kontra Liste führt im Normalfall immer zu einer guten Entscheidung;) Man sieht, dass du dich damit beschäftigt hast und deswegen freut man sich auch, dir konstruktive Tipps geben zu können.
    Ich habe mir ähnliche Gedanken gemacht wie du, da auch ich in zwei Jahren eine sehr starke D9 haben werden, die allein vom Spielepersonal und der bisherigen taktischen Ausbildung in der Lage wäre, eine gute Viererkette zu spielen. Jedoch solltest du Abstriche machen!


    Eine perfekte Viererkette mit allem, was dazu gehört, wirst du in diesem Alter nicht erwarten können. Sprich gehe Schritt für Schritt. Am Anfang sorge dafür, dass die Kette eine Kette ist und gemeinsam verschiebt, einrückt. Danach kannst du dich um die Abstände der einzelnen Spieler zum Mittelfeld, zum Außenverteidiger kümmern. Das sind meiner Meinung nach erstmal die wichtigen Punkte, die eine Viererkette ausmachen.


    Sollten die Jungs das begriffen haben, kannst du den Spielaufbau durch die Mitte oder über die Außenverteidiger angehen. Wo habe ich als RV/LV zu stehen, wann muss ich mich fallen lassen etc. Danach übe das Doppeln der beiden Viererketten. Hält sich ein Stürmer des Gegners zwischen Innenverteidiger und Sechser auf, muss dieser sowohl von den Innenverteidigern als auch von "vorne" von den Sechsern angegriffen werden.


    Insgesamt ist es für eine D-Jugend recht komplex, deswegen fang langsam ab, gib den Jungs Zeit und überhäufe sie nicht mit Informationen. In diesem Alter wollen die Jungs im Training immer noch viel Fußball spielen und nicht 60 von 90 Minuten mit Taktik genervt werden. Aber: Führe es langsam ein, erzähle den Jungs, was du erwartest und wo du hin willst. Schritt für Schritt und mit viel Geduld. Die Spieler lernen aus den zahlreichen Fehlern, die man in einer Viererkette macht;)

    Um Gottes Willen..
    Bitte den Jungs nicht den Spaß und die Kreativität nehmen!
    Tricks oder Finten gehört bei mir zum typischen Trainingsaufbau dazu.
    Habe da etwas andere Ansichten, denn meiner Meinung nach fördert es die Technik und das Ballgefühl ungemein, wenn man einen Übersteiger im Tempo kann oder einfach mal eine Wendemöglichkeit mit Hacke hat. Nicht umsonst gibt es bei Lizenz-Lehrproben u.a. das Thema Fintieren!
    Bevor du deinen Jungs dies verbietest, sprich mit ihnen! Die Jungs haben Riesenspaß, einen Trick zu lernen und entwickeln dabei einen Super Ehrgeiz!


    Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass die Spieler (habe ebenfalls eine E1-Jugend) durchaus wissen, wann/ob sie den Trick im Spiel einsetzen. Der eine geht eher auf Nummer sicher, der andere hingegen probert sich aus. Das ist individuell und sollte den Spielern weder verschrieben noch verboten werden. Insgesamt empfehle ich dir, diese Tricks sogar im Training einzuüben!! Es fördert Technik, Ballgefühl, Kreativität und das wichtigste: Es macht Spaß!


    In diesem Sinne..;)

    Hallo Guenter,


    bin zwar weder Trainer im A/B-Jugendbereich noch Vater eines Sohnes, aber ich möchte aus meiner eigenen Vergangenheit berichten. Ich habe mich nämlich in dem "Problem" voll und ganz wiedergefunden. Ich stand damals im ersten Jahr B-Jugend kurz vor dem Wechsel in den Leistungsbereich, aber auch ich habe aus verschiedenen Gründen den Wechsel nicht gewagt. Zum einen wegen der Schule, zum anderen wegen den vermeintlich hochnäsigen, arroganten Leuten im neuen Verein. So blieb ich bei meinem Heimatverein und spielte vier Jahre in der Gruppenliga (A+B-Jugend). Zusätzlich zu meinen beiden A-Jugend-Jahren wurde ich in die erste Mannschaft hochgezogen. Auch ich habe bereits mit 17 "Aktiv" gespielt und kann es nur empfehlen!


    Sicherlich dauert die Umstellung auf das körperbetonte Spiel ein bisschen länger, aber meiner Meinung nach macht es anatomisch und physisch gesehen keinen großen Unterschied, ob man den Sprung mit 17 oder 19 Jahren wagt. Ich habe parallel zum Aktiven-Training aber noch in der A-Jugend Gruppenliga gespielt. Auch das kann ich nur empfehlen. Je nachdem, wie gerne und viel dein Sohn Fußball spielt, würde ich ihm raten, neben dem Aktiven-Training und Aktiven-Spiel auch ab und an noch ein A-Jugend Spiel zu machen. Du wirst sehen, dass sich das absolut positiv auswirkt - von beiden Seiten aus gesehen!


    Dennoch musst du beachten, dass es eine kurzfristige Alternative ist. Wenn dein Sohn aus dem Jugendalter raus ist, werden sicherlich wieder Anfragen kommen (wie bei mir auch). Schließlich muss er sich dann erneut entscheiden, ob er den Wechsel wagt oder bei der spielstarken Bezirksligamannschaft in der Heimat bleibt. Zumindest in Sachen Schule ist die "Aufschiebung des Problems" aber eine gute Alternative. Ich rate dir, dich mit allen Beteiligten zusammenzusetzen und eine klare Pro-Kontra-Liste auszuarbeiten. Aus meinen eigenen Erfahrungen sehe ich diese Sache aber längst nicht so negativ, er hat ja nicht viel zu verlieren. Der Schritt knann im Gegensatz zu einem Vereinswechsel ja relativ einfach wieder rückgängig gemacht werden.


    Wünsche euch beiden Viel Erfolg und ein gutes Hänchen bei der Entscheidung! ;)

    Woow - Spielintelligenz ist ein großes Wort, das sicherlich in vielerlei Art und Weise definiert werden kann. Richtig und falsch gibt es kaum - Schwarz- und Weißdenken ist wohl auch fehl am Platz.
    Ich möchte meinen Beitrag mal mit einer Definition aus dem Tennis beginnen:
    Spielintelligenz ist die Fähigkeit eines Spielers, Spielsituationen möglichst früh und genau zu erkennen, um dann optimal reagieren zu können.


    In meinen Augen beschreibt dieser kurze Satz ziemlich genau, was man von einem intelligen Spieler erwartet. Allerdings sind es meiner Ansicht nach nicht nur direkte Spielsituationen, sondern auch die Schritte, die zu einer solchen Spielsituation hinführen (Stichpunkt: Antizipiation).


    Zahlreiche Lehrbücher beschäftigen sich mit der Thematik, weshalb ich mal meine subjektive Meinung dazu bringen will.
    Meiner Meinung nach steht und fällt Spielintelligenz mit der fussballerischen Ausbildung eines Spielers. Ich erkenne immer wieder, dass sog. Talente in meiner Talentfördegruppe schon in jungen Jahren über eine gute, aber natürlich noch nicht ausgeprägte Spielintelligenz verfügen. Ist es das Talent? Oder möglicherweise die guten Jugendtrainer oder aber das Interesse des Spielers selbst, sich im Fernsehen bestimmte Sachen abzugucken? Sicherlich von allem ein wenig.


    Klar sollte aber sein, dass technisch ausgebildete Spieler, die Situationen erkennen und darauf reagieren, eine bessere Voraussetzung haben als Spieler, die koordinativ oder technisch Probleme haben. Es ist daher noch nicht mal elementar, dass man sich taktisch hervorragend auskennt, sondern man muss einfach, den Kopf oben halten und peripher sehen.
    Spekulieren, antizipieren und handeln sind deshalb für mich wichtige Faktoren für die Spielintelligenz, die aber durchaus trainiert werden kann.

    Hallo,


    auch ich musste im vergangenen Jahr meine E-Jugend trennen (2003/2004). Eigentlich wollte ich und mein Trainerkollege nach Jahrgängen einteilen, sprich E1 2003er (älterer) und E2 (2004er). Problem ist allerdings, dass der 2003er bei uns im Verein leistungstechnisch und auch quantitativ deutlich unter dem 2004er liegt. Ich persönliche wollte in meinem dritten Jahr hintereinander den starken 2004er Jahrgang trainieren, doch die Elter der 2003er waren strikt dagegen. Logischerweise wollten hauptsächlich die Eltern jener Kinder, die leistungsmäßig E1 spielen könnten, dass man gemischte Mannschaften macht, da sie sonst ohne die sehr starken 2004er keine Chance hätten.


    Letztlich trainiere ich jetzt einen gemischten Jahrgang (2003/2004). 8 meiner 10 Spieler sind aus dem jüngeren Jahrgang und spielen trotzdem E1 und damit regelmäößig gegen ältere. In der E2 spielen jetzt sogar mehr 2003er, da sie leistungstechnisch kaum eine Chance haben, in die E1 reinzurücken.


    Was meine Vorredner vorgeschlagen haben: die Mannschaften durchlässig zu behalten, ist leider nicht erlaubt, da man bei uns in Hessen immer nur einen E1 Spieler in der E2 (und umgekehrt) von Spiel zu Spiel wechseln darf (elektronischer Spielbericht sei dank). Wir haben trotzdem versucht aus zwei Mannschaften (E1 und E2) eine Einheit zu formen. Sprich die Spiele der E1 sind für die E2 Spieler zum Zuschauen (Pflicht). Einen guten Tipp kann ich dir geben: Vermittle den Kindern nicht: Das sind die Starken und das sind die Schwachen. Ich finde E1 und E2 auch schlecht ausgewählt, regeltechnisch ürfte man glaube ich auch 1a und 1b sagen.


    Ansonsten rede mit den Eltern, ein Elternabend tut es immer und im Normalfall wirst du auch unterstützt. Was aber für mich fast noch wichtiger ist, erkläre es den Kindern. Die haben eine solche Leistungseinschätzung nur in geringem Maße und fühlen sich schnell unrecht behandelt. Wähl die richtigen Worte und forme aus zwei Mannschaften eine Einheit, dann kann das auch klappen, auch wenn es immer Eltern geben wird, die ihre Kinder komplett subjektiv falsch einschätzen :rolleyes: