Beiträge von Vagabund

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    Hallo, ich trainiere ne A, wir hatten 6 Turniere in der Halle. Im Winter machen wir nur 1x Training, da sind mir die Turniere wichtig. Druck baue ich da nicht auf, gehe locker ran.
    Zum fahren sind verschiedene Eltern dran. Da gibt es keinen Stress. Angefangen hatte ich auch mit 10 Spielern, bei 1-4 System. Das ist zuviel, 8 Spieler reicht aus, so kann jeder mehr spielen.
    20 Spieler in der Mannschaft wären für mich unvorstellbar. Ich müsste erst einmal in mich gehen, wie ich da rotieren sollte, hatte das "Problem" noch nie und war immer froh, wenn 11+ X am WE da waren. Denke aber, 20 ist auch schon Grenzwertig. Da sind Freundschaftsspiele schon ein MUSS!!
    ;)

    Genau so würde ich es auch schreiben. Viel Loben, den Zusammenhalt des Teams hervorheben, dass die Eltern mitziehen und es Allen, vornehmlich den Kids, das Fußballspielen Spass macht. Vielleicht auch getane Aktivitäten neben dem Platz erwähnen, das kommt auch immer sehr gut an.
    Ich trainiere eine B und konnte im Stadtanzeiger auch etwas über die Hinrunde schreiben. Ich nutze die Presse dazu, für meine Mannschaft zu werben. Ich stelle mir vor, wenn den Bericht ein Junge liest, bekommt er Lust, zu unserem Team zu kommen.
    Einzig dafür solltest du solche Artikel schreiben und beinhalten. :]

    Wie bin ich zum Fußball gekommen?
    In meiner Jugend gab es viele Kinder in den Vereinen, wenn du da keine Beziehung hattest, spieltest du kaum. So war ich nur 1,5 Jahre in einem Verein, mein Herz gehörte aber weiter dem Fußball.
    Dann drängelte mein Großer, wolle kicken. Das konnten wir eine Zeit lang verzögern und dann, na gut, probieren wirs.
    Etwa 2,5 Jahre spielte er in meinem ehem. Verein. Um es kurz zu sagen, die Jugendarbeit ist und war eine Katastrophe, ich schaute mich für meinem Sohn nach einem anderen Verein um.
    Der fand sich auch. Da ich immer zu Spielen zugegen war und auch beim Training gern zusah, wurde ich nach ein paar Monaten gefragt, haste Lust mit zu machen? Ich hatte Lust. Als Betreuer konnte ich echt viel vom Trainer lernen. Für mich selbst, das will ich betonen, war Fußball nur Nebensache, ich hatte andere Hobbys.
    Zwei Jahre später wurde ich gefragt, ob ich die Mannschaft als ÜL übernehmen würde. Ich wollte, mit neuem ML, und schon war für meine Hobbys viel weniger Zeit.
    Was treibt mich dazu an?

    • ich finde es spannend, mit Jugendlichen zu arbeiten
    • da ich mich intensiv mit dem runden Leder befasse, konnten wir erfolgreich das Spielsystem verändern
    • das Team wird modern, nach angelehnt an die Vorgaben des DFB geführt- das provoziert manch alten Spieler des Vereins
    • Die Spieler haben trotz intensiven Trainings Spass am Kicken
    • die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem ML, wenn es mal einen moralischen Knacks gibt, baut er mich auf und anders herum

    Weshalb könnte ich aufhören?

    • zu Viele nehmen den Fußball zu ernst, denken, das Kicken wäre das Einzige, was zählt
    • wenn ich feststelle, das einfach zu wenig Spieler im Team sind und deshalb viele verdiente Erfolgserlebnisse ausbleiben
    • die Wahnssinns Zeit, die ich als ÜL investieren muß, vieles Schöne bleibt da einfach liegen
    • das ich mein sauer verdientes Geld reinstecke, keins aber zurück bekomme, die finanzielle Anerkennung fehlt, ich will aber nicht reich werden!

    ;)

    Danke an alle Schreiber zu diesem Thema.
    Ich fühle mich durch die Mehrheit der Schreiber in meinen Ansichten bestätigt.
    @ HSC_Coach, danke für deine persönliche Mail.
    Andre, wärst du mit deiner Ansicht bei uns im Verein, wärest du schon ein Revoluzzer. Was mich so ein bissl bei dir stört ist nicht deine Meinung, sondern die ewig langen und häufigen Texte. Vielleicht das einfach etwas knapper und weiger präsent machen.
    Wenn ich so in dem Forum mich durchlese, habe ich bei einigen Schreibern das Gefühl, auf gleicher Welle die Dinge des Jugendfußballs zu sehen und zu gestalten. Einige Wege führen bekanntlich nach Rom, was spannend ist, denn der eigene Weg muß nicht unbedingt der Richtige sein. =)

    Ich sehe es genau so: Im Jugendbereich gehört Alkohol auf dem Platz und zu Veranstaltungen verboten.
    Alkohol stellt im Erwachsenenbereich sehr wohl ein Problem dar. Da werden schon ein paar Flaschen Bier hinter die Binde gekippt. Ich könnte wetten, das Bier zum Fußball(scheinbar) gehört, hatten sie im Jugendfußball gelernt. Bier=cool? So wird leider immer noch gedacht. Das gilt es langfristig zu durchbrechen. Wenn im Jugendalter konsequent auf Alkohol im Vereinsbereich(Training, Spiel, Veranstaltungen...) verzichtet wird, wächst eine Fußballer Generation heran, für die nicht die Gleichung Fußball= Alkohol, gilt. So denke ich, so mache ich es, das ganz konsequent!
    Mir ist es egal, was andere Trainer und Vereinsmitglieder denken, mir geht es um den Nachwuchs.
    Irgendwann gilt mal Fußball= Zusammenhalt, quatschen, gemeinsame Unternehmungen und hin und wieder(nicht immer und jedes mal) mal ein Bier!
    ;)

    Steffi86

    Zitat

    Ich denke ganz verbieten kann man den Alkohol auch auf dem Sportplatz
    nicht. Grade ab der B-Jugend wird es schwer, weil sie es vom Gesetzgeber
    her dürfen.

    Sehe ich anders. Und da die Regel von der Mannschaft kam, ist mir in keinster Weise bange, das Dürfen zu untersagen.


    Zitat

    Ich würde mit dem betroffenden Spieler ein klärendes Gespräch führen.
    Wenn die Mannschaft die Regel aufstellt, dass ein keinen Alkohol gibt,
    dann hat er sich auch daran zu halten. Tut er es nicht, sitzt er auf der
    Bank, egal wie gut er spielt.

    In dem Punkt sind wir uns einig. So werde ich es auch tun. :rolleyes:

    Sehr gute Beiträge von euch, danke.
    Mein ML und ich hatten uns dem Regelwerk angeschlossen und trinken auf den Sportplatzgelände, zu Spielen, egal ob Freiluft oder Halle oder Weiterbildungen, keinen Alkohol. Das finden recht viele im Verein amüsant, wir beide ziehen das, ohne Mühe, durch.
    Ich selbst bin gegen Alkohol im gesamten Jugendbereich. In dieser Hinsicht dürfte unser schönes Deutschland noch in der Entwicklung stecken.
    Thema Vorbildfunktion. Wir leben es unserem Team vor.
    1. Männermanschaft: Spiele wird ausgewechselt, kommt aus der Kabine mit ner Kippe und einer flasche Bier heraus. Da könnte ich kotz..... .
    Wenn so etwas verantwortungsvolle Eltern sehen, schicken die ihr Kind nicht in den Fußballverein.
    Das Gespräch mit dem Spieler werde ich Anfang '14 suchen. Gesprochen hatte ich mit ihm ja schon. Dann werde ich ihm in Ruhe meine Meinung sagen und die möglichen Konsequenzen aufzeigen.
    :)

    Nun, mal ab und an schwänzt er das Training. Der Einsatz im Training ist weniger intensiv, eher oberflächlich. Trotzdem ist er im Team einer der besseren, wichtigeren Spieler. Das weiß er und deshalb fehlt vielleicht der Trainingswillen und Einsatz.
    Er spielt erst seit dieser Saison bei uns, hatte davor mehrere Vereine durchlaufen. So ewig lange kenne ich ihn also noch nicht.

    Hallo, meine Mannschaft hatte selbstständig Regeln für das Team erarbeitet. Darin steht u.a. ein generelles Alkoholverbot auf dem Sportplatzgelände. Bei Nichteinhaltung sind empfindliche Geldstrafen fällig(in die Mannschaftskasse). Leider ignorierte ein Spieler das mehrfach und hatte bisher auch die Strafe nicht bezahlt. Was kann ich als Trainer am besten tun, den Regelkatalog durchzusetzen?
    Was ich tun werde, ist den Mannschaftsrat meine Meinung dar zulegen und das sie den betreffenden Spieler zurecht weisen. Der MR kennt aber auch schon meine Meinung. Es geht darum, den Spieler klar zu machen, Regeln einhalten oder ..... WAS?
    Habt ihr Tips und habt ihr selbst schon so etwas erlebt? :?: :?:

    von Andre @ Andre


    3. Hat sich im Thema ergeben, dass der typische Trainer ein Problem
    damit hat, dass man ihm die "Befugnisse" -um nicht Macht- zu sagen
    beschneidet oder gar entzieht. Das finde ich typisch. Die Reaktion
    hierauf war -aus meiner Sicht- trainertypisch. Jeder der mit diesen
    einfachen Regeln ein Problem hat, findet es besser wenn man noch drüber
    redet...weil er selbst kein Problem damit hat und (Finger auf andere
    gerichtet) andere überzeugt werden müssen.


    Dein Punkt 3 trifft sicher bei einem Teil der Jugendtrainer zu. Aber eben nur bei einem Teil. Warum schreibst du Befugnisse und Macht?
    Ein guter Trainer hat,klar, Befugnisse aber keine Macht! Er ist kompetent, eine Mannschaft zu trainieren und am WE in das Punktspiel mit den Altersgerechten Zielen, zu führen. Nimmt man diesem Trainer die Möglichkeit, selbstständig einen Kopf zu machen, macht er sich keinen mehr oder widmet sich anderen Freizeitbeschäftigungen. Ich finde grundsätzlich, das Problem ist der Mangel an Menschen, welche die Möglichkeit und teils Willen haben, ehrenamtlich eine Mannschaft zu trainieren. Findet ein Verein viele Bereitwillige, wird sich automatisch die Qualität erhöhen. Es gibt wenige Vereine, die an der Jugendarbeit kein Interesse zeigen. Die meisten tun das, es fehlen aber einfach die Alternativen zu den Luschen von Trainern. ?(

    Andre,


    ich fasse mal deine Meinungen grob und einfach zusammen.
    Du bist der Meinung, zu viele Trainer im Jugendbereich sind fehl am Platz. Sie lassen kein kindgerechtes Training/Spiel zu und machen insgesamt Fehler, welche dem Fußball im Kleinen und im Großen schadet.
    Ich stimme dir zu!!! Ich selbst erlebe da Trainer? an der Seite von Kinder- Jugendmannschaften, die niemals da hingehören. Weder von der Art, wie sie die Kinder spielen lassen, noch von der charakterlichen Seite her. Da müssten Verbote im Umgang mit Kids ausgesprochen werden.
    Ob sich die Qualität der Jugendarbeit in den letzten Jahren verschlechtert hat, keine Ahnung.
    Um diese Anzuheben sind Weiterbildungen sehr gut aber werden die Probleme nicht lösen! Warum fragst du?
    Trainer, wie ich, die durch das eigene Kind dazu gekommen waren und eigentlich keine, oder wenig, Ahnung hatten, informieren sich in den verschiedensten Medien. Da gibt es genügend Bücher, Zeitungen und man findet viel im Netz(DFB ...). Wer also ein guter Trainer werden/sein will, tut was dafür! Dazu sind aber zu viele einfach zu faul. Sie wollen als Trainer im Mittelpunkt stehen und sich nur wichtig tun.
    Was sollen die Vereine machen?
    Es gibt ein Verhältnis von Quantität und Qualität.
    Gibt es genügend Menschen, die sich gern als Trainer engagieren wollen, steigt auch die Qualität der Arbeit. Die Vereine könnten gewisse unfähige Möchtegerns vom Hof jagen.
    Wie sieht es aber tatsächlich aus?
    Vereine, nicht nur Fußball, suchen händeringend Trainer, Betreuer... . Sie sind froh, wenn für jede Mannschaft ein Ehrenamtlicher sich findet. Ist er gut, hat das Team(Kinder,Jugendliche) Glück. Ist er schlecht, hat das Team(Kinder, Jugendliche) Pech. Nur mit Druck der Eltern wird sich etwas ändern. Der Verein hat dann das Problem, wer trainiert die Mannschaft nun, oder die Mannschaft löst sich auf.
    Diese Situation wird sich weiter negativ verändern. Wer kann das Ehrenamt mit seinem Beruf in Einklang bringen? Immer weniger!
    Die Vereine können kaum entgegen wirken. Geld in der Hand haben sie auch nicht. Ich befürchte, so langsam wird sich Fußball in den kleinen Vereinen verabschieden. Damit bricht auch die Basis für Zentren weg. Absehbar könnte Fußball an Bedeutung verlieren.
    Alle Probleme, die du, Andre, ansprichst, können hier diskutiert werden. Ich finde gute Meinungen und Ideen im Forum. Grundlegend ist es aber so, die Qualität des Jugendtrainings wird in den Dorfvereinen weiter sinken. :huh:

    Ich trainiere eine B. Die Eltern, die an ihren Sprösslingen interessiert sind, sind echt in der Minderheit. Da sieht es bei uns noch gut aus, in anderen Vereinen siehst du bei D und jünger kaum Eltern. Ich will damit sagen, an der Meinung der Eltern bin ich schon interessiert, höre sie mir an und denke darüber nach.
    Zum Glück, vielleicht auch gerade weil diese Eltern oft zuschauen, bekomme ich eine positive Reaktion zurück!
    Fakt ist, Eltern, welche fast nie beim Spiel zuschauen sind genau die, welche dann aber ordentlich dem Trainer eins auf die Mütze geben. Kenne ich reagiere gelassen und erkläre bis die Weißglut abgekühlt ist.
    Fazit: Wieviel Eltern können objektiv die Arbeit der Trainer einschätzen? Nur ein geringer Prozentsatz.
    ?(

    Jetzt von mir auch noch etwas dazu.
    Wie ich schon geschrieben hatte, bin ich für Rotation. Das aber zu überwachen oder eine Pflicht aufzustellen ist absurd. Und wenn ich von Andre lese,
    "Hierzu würde ich ein Elternrecht einräumen oder sie zumindest darauf
    hinweisen, dass sie den Trainer beim Staffelleiter "anzeigen" könnten,
    falls ihr Sohn nicht rotieren durfte.", frage ich mich, wie fern der Realität du hier schreibst. Natürlich kann man den Eltern die Möglichkeit geben. Dann können sie ab morgen auch sich 2x oder mehr die Woche auf den Platz stellen und das Team trainieren. Das Training vorbereitet werden muss ist klar, oder?
    So ein Mist zu schreiben, also echt mal. Fußball lebt von wenigen Regeln. Ein Trainer macht das so, ein Anderer sieht es anders. Gefällt es mir nicht, kann ich den Verein wechseln.
    Andre, was du schreibst kann diskutiert werden ist aber in meinen Augen absolut Sülze. Die meisten Schreiber hier haben vernünftige, wenn auch verschiedene Meinungen. Da liest man die Praxis raus, bei dir nicht!
    Meine Meinung dazu! ;)

    @Fussballbaron,


    für mich sind Spieler, welche viele Positionen spielen können, am "wertfollsten". Ausfälle von Spielern sind da viel leichter zu kompensieren.
    Allerdings gibt es Spieler, die sich nur auf einer Position wohlfühlen und auf anderen Positionen nicht spielen wollen und das in Spielen deutlich zeigen. In höheren Ligen sieht das anders aus, da würde ich im Jugendbereich konsequent mit jedem Spieler rotieren. In der untersten Klasse werde ich keinen Spieler verärgern, weil er nicht auf seiner Lieblingsposition spielen darf. Ich bin froh, eine Mannschaft zu haben! :rolleyes: