Na wenn es den Kindern Spaß macht.....
Beiträge von holzi
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Und Du? Wie stehst Du als G-Junioren-Betreuerin dazu?
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Zweikampf und Überzahl in der G, nun ja. 1 gegen 1 ist völlig okay, wobei man wegen Wartezeit gucken muss, dass die Zweikämpfe nicht lange dauern. Wir machen das, aber ganz ganz selten. Ich denke, man kann vieles machen, wenn es den Kindern Spaß macht. Aber 2 gegen 1 in der G würde ich selbst mit unseren gut entwickelten 2008er Kindern nicht machen. Sollen Sie das mit Passspiel lösen oder was ist der Sinn der Übung?
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Gestern hatten wir Training. Der Trainer hat trainiert 1 Stürmer-1 Abwehrspieler und zwei Stürmer-1 Abwehrspieler, danach Spiele mit alle zwei Minuten wechselndem Torwart - fiel mir gerade zu diesem Thema ein
Bevor jetzt geschimpft wird, müsstest Du mal erläutern, wie so ein Training konkret aussieht. Unabhängig davon ist ja bereits die Unterscheidung Stürmer und Abwehrspieler bei G-Junioren fragwürdig.
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guenter
Da machst Du Dir es aber sehr einfach und ist mir viel zu pauschal: Hat doch jeder selbst Schuld, wenn er mit Bambini am Spielbetrieb teilnimmt. Ist das so ?
Wie sieht denn die Realität aus ? Meistens Neueinsteiger in diesem Bereich. Der Spielbetrieb draußen und drinnen wird vorgegeben. Da fragt man nicht nach. Scheint ja immer so gewesen zu sein, also nimmt man es als gegeben hin. Oder meintest Du die Vereine, die ihren Neueinsteigern ohne Vorbereitung den Spielbetrieb aufbürden ? Okay. Dann sind wir einer Meinung.Mir ging es genauso, obwohl ich doch schon vorher langjährige Erfahrung als Trainer in den Altersklassen D-A hatte. Und genau hier kommt schon der entscheidende Punkt: Kinderfußball ist eine ganz eigene Welt. Das kann man nicht miteinander vergleichen. Warum ist das nur für einige so schwer zu verstehen ? Mein Posting bezog sich übrigens ausschließlich auf den Eingangsthread mit "Hallenkreismeisterschaften". Bei Bambini... Der absolute Wahnsinn !
Turniere und deren Ausgestaltung sind für mich etwas anderes. Da mache ich mir es aber einfach und verweise hinsichtlich des Unterschiedes zum durch die Kreise geregelten Wahnsinns auf die Ausführungen von tobn -). Sind exakt auch meine Erfahrungen. Ich bin mit meiner Bambinimannschaft damals bis ins Finale der Hallenkreismeisterschaft gekommen. Hört sich doch super an, oder ? Im Gegenteil. Die Erfahrungen in der Zwischen- und Endrunde waren die Schlimmsten während meiner Zeit als Kindertrainer ! Meine Spieler haben diese Zeit zum Glück unbeschadet überstanden. Bei mir hat es tiefe Spuren hinterlassen und seither bin ich vehementer Gegner vom Spielbetrieb mit Punkten und Tabellen bei G-F.
Bekomme es mit meiner mobilen Kiste hier nicht hin, aber poste gleich mal ein Schätzchen aus dem Forumsarchiv.
Genau so @Steine das schildert, ist es.Als ich vor drei-vier Jahren als unbeleckter Anfänger eine Kinderschar mitbetreut habe, von deren eine Hälfte F- und die andere G-Jugend war, wurde vereinsseitig angeregt, dass die G-Junioren auch an Turnieren teilnehmen sollen, weil sonst die schwierige F-Jugend-Zeit (Ligabetrieb hoch 10) unvorbereitet angegangen werden müsse. Und ich fand das auch richtig, weil der F-Jugend-Spielbetrieb Stress pur war. Die von mir als Co mitbetreute F-Jugend bezog im ersten Jahr (zum Teil mit G-Jugendlichen) überwiegend Niederlagen. Sowohl die (von mir alleine betreuten) G-Junioren wie auch die F-Junioren machten ihre Sache aber eigentlich sehr sehr gut und entwickelten sich. Ich weiß noch, wie mir der damalige Jugendleiter (!) - der im übrigen ein netter und anständiger Sportfreund war - bei einem G-Jugend-Turnier mitgegeben hat, dass man den (damals von mir alleine betreuten) G-Jugendlichen während des Spiels ganz klare Ansagen machen müsse, was sie jeweils zu tun hätten (deck die 11!!, jeder hat einen!!! vor! zurück! schieß! pass! usw. usw..). Da sei ich als Trainer viel zu ruhig, die Kinder wüssten doch ansonsten nicht, was sie machen sollten und ich würde sie mehr oder weniger alleine lassen. Das ist zumindest teilweise die Realität für Neueinsteiger!! Nur am Rande sei angemerkt, dass ja die Motivation des Jugendleiters für seine Anregung zumindest ehrenwerter Natur und gemessen am Spielbetriebswahnsinn sogar konsequent war. Egal: Die Kinder überstanden das Jahr allesamt ganz gut, weil wir viel nebenbei unternommen haben und die Stimmung (viele nette und engagierte Eltern) allgemein gut war.
Das stressigere Jahr war dann das 2. Jahr. Die F-Jugend spielte in ihrer Klasse (logisch, die Hälfte der Mannschaft war ja jetzt älterer Jahrgang und die andere Hälfte waren schlicht gute Spieler) gut mit, überwiegend wurde gewonnen, auch bei Turnieren schnitt dieses Team überwiegend gut ab. Die G-Jugendlichen eilten bei Turnieren von Erfolg zu Erfolg mit etlichen Turniersiegen und persönlichen Auszeichnungen. Aber der Stress nahm nun zu, weil teilweise alle Beteiligten (Eltern, Trainer und auch Kinder) absolut Adrenalin-gesteuert waren. Erfolge wurde selbstverständlich, Niederlagen waren eine mittlere Katastrophe. Auswechslungen "starker" Spieler wurden kritisiert, endlose Diskussionen. Die "Ergebniseltern" wurden immer lauter, während die anderen Eltern vielleicht schlicht zu gut erzogen waren, um gegenzuhalten. Kinderfußball (Rotation, Spielzeit für alle) ist dann immer schwieriger, allenfalls teilweise und nahezu nie ohne lautstarke und zum Teil ermüdende Diskussionen umzusetzen. Ich gebe Steini recht, gerade die Zeit der "tollen" Turniere und Spiele hat auch bei mir sehr negative Eindrücke hinterlassen.
Auch mit dem Einstieg in die Betreuertätigkeit hat Steini Recht. Wer immer auch als Betreuer anfängt, denkt doch erstmal, so wie die Realität ist, wird schon alles richtig sein. Und wenn die Realität Champions-League-Bambini-Turniere und F-Junioren-Bundesliga ist, dann wird das schon auch richtig sein und dann muss man schauen, dass man nicht immer verliert.
Und guenter: ich persönlich mache mir nicht so viel Hoffnung, dass wir für unsere Bambini-Spieltage Vereine finden, die das so sehen wie wir. Selbst wenn wir Gäste empfangen, wird das mitunter für die oft "Testspielcharakter" für die große Aufgabe der Champions-League-Turniere haben oder eine willkommene Spielgelegenheit für die Kinder, die ansonsten niemals spielen. Aber nichtsdestotrotz ist es ja richtig, was wir machen...
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Hast mit Deinen Ausführungen zu den "üblichen" F-Turnieren Recht. Bei G sollten diese Turniere gar keine Rolle spielen, oder?
Ich habe jetzt mal einen Verein bei uns angemailt, ob sie mit uns einen Spielenachmittag im April durchführen wollen, wo wir die Kinder auf drei Feldern in Mannschaftsstärke 4:4 oder 1:4 gegen 1:4 zwanglos spielen lassen können. Mal schauen, was passiert.
Wir hatten sowas im Herbst letzten Jahres auf zwei Feldern 1:5 gegen 1:5 organisiert, aber eigentlich waren die Teams zu groß und die Kinder des anderen Vereins weiter und ich denke, dass das Coaching der Trainer vielleicht ein bisschen zu viel war. Hat aber trotzdem Spaß gemacht, insbesondere als wir die Kinder untereinander tauschten und dann alle Erfolgserlebnisse hatten.
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holzi, Stannis74, vielleicht könnt Ihr Euch ja für dieses Angebot begeistern.
Danke für den Hinweis. Ich besitze das Buch von Horst Wein, ich denke aber er wendet sich von vorne herein an etwas ältere Kinder (F-Jugend ab 8?). Ich persönlich denke aber, dass wir mit unseren Bambini (mittels DFB Training online usw.) ohnehin ganz gut unterwegs sind. Das ideologische Fundament beziehen wir unter anderem auch aus diesem Forum. Und ich bin auch ganz und gar nicht der Meinung, dass 5 bis 10-jährige negativen Druck=Stress bei ihrem Hobby brauchen. Am liebsten wäre es mir, wenn alle so denken. Ich wollte damit nur sagen, dass eine Entwicklung auch in einem Stressumfeld (leider) möglich ist.
tobn Ich finde es klasse, wie Du Deine Erfahrungswerte verteidigst und sehr klar formulierst, dass eine bessere sportliche Entwicklung ohne Stressturniere und/oder -spiele in jungen Jahren stattfindet. So klar formulieren das nämlich nicht sehr viele, sondern meistens wird argumentiert, es sei halt alters- bzw. kindgerechter ohne Stress. Für viele Eltern ist das aber komischerweise beim Sport kein Argument. Ganz viele Eltern meinen, dass es bei Sport nur um die Erhöhung der Leistungsbereitschaft gehe und dass alleine Punkte, Siege und persönliche Ehren zählen. Manche Eltern haben mir in der Vergangenheit auch ganz direkt gesagt, dass sie nichts von kind- und altersgerechter Entwicklung hören wollen, darum gehe es doch nicht im Sport. Vielleicht spielt da auch noch die Historie mit rein, weil Sport hierzulande früher noch eine andere Bedeutung hatte.
Aber ich muss auch mal meine jetzigen Bambini-Eltern loben. Die stehen ganz und gar hinter dem, was wir machen. Ich fürchte (hoffe aber Gegenteiliges) nur, dass sich das bei manchen Eltern mit fortschreitenden ändern könnte...
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Ich glaube und weiß, dass wir uns einig sind. Bei der Mannschaftsgröße bin ich zu 100 % Deiner Meinung, je kleiner in iungen Jahren, desto besser.
Beim organisierten Spielbetrieb weiß ich einfach nicht, was richtig ist. Mein Sohn (wird demnächst 10) war schon ab 5 1/2 Jahren regelmäßig bei Spielen und Turnieren (G- und F-Jugend) dabei. Auch wenn die Teamstärke nicht optimal war, hat er "vermeintlich" von der hohen Anzahl an regelmäßigen Spielen (auch in teilweise stressigem Umfeld) profitiert, denn er ist ja ein durchaus passabler junger Fußballer. Ich weiß natürlich nicht, wie es anders gelaufen wäre.
Ich fürchte im übrigen, dass es sehr sehr viele Kinder gibt, die sich in dem "Stressumfeld" durchaus prächtig entwickeln. Die große Mehrzahl der beteiligten Akteure hier bei uns zieht deshalb vorschnell den - falschen - Schluss, dass diese prächtige Entwicklung dann durch das Stressumfeld gefördert sein muss (einschließlich Ligaspielbetrieb, lautstarker Trainer, Brülleltern usw.). Ich sehe das anders, glaube aber, dass ich zur belächelten Minderheit gehöre......
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Zitat von »holzi« Ist aber dann mehr für draußen, wo wir mehrere Spielfelder machen können.
Ich denke, in der Halle kann man gut zwei solcher Felder auf einem Handballfeld aufbauen. Sollte man nicht genug Minitore haben, so macht man das auf einer Hallenhälfte und eine andere Spielform in der anderen. Da könnte man z.B. auch umgekippte Bänke nehmen, bei denen sie Sitzfläche Trefferfläche ist und nach außen zeigt. Achtung: höhere Verletzungsgefahr. Noch besser dürften Böcke sein -- an die kommen wir aber leider nicht ran...Das wäre ne Idee, aber die Halle ist schon sehr klein. Wir probieren es mal..
Zitat von »holzi« Das mit dem Pyrrhussieg sehe ich auch so. Aber so läuft das Geschäft, erst recht hier in Sachsen, wo Ligen und Ergebnisse einfach ganz weit vorne sind.
Naja, man muss ja nicht jeden Mist mit machen... Zumal wenn er die Kinder langfristig weniger weiter bringt.Stimmt schon, aber ist der letzte Satz allgemeingültig und bewiesen?
Zitat von »holzi« Ich weiß, dass das hier nicht gerne gelesen wird, aber auch viele Kinder lieben die Welt der Champions-League-Turniere und Tabellen..... Ein solches Turnier bestreiten wir demnächst auch (wobei ich hoffe, dass das wegen der freundlichen Gastgeber nicht ganz so schlimm wird, auch weil bei 6 Teams jeder gegen jeden spielt).
Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Trainer, für die der Sieg ihrer Mannschaft eine deutlich geringere Bedeutung als die Förderung der sportlichen wie sozialen Entwicklung all ihrer Kinder hat, in irgendeiner Art daran interessiert sind, dass ihre Spieler nicht gewinnen wollen oder es ihnen gar egal ist, ob sie gewinnen oder verlieren. Das ist keineswegs so, der gesunde sportliche Ehrgeiz und eine hohe Einsatzbereitschaft sind ungeheuer wertvolle Tugenden. Es ist doch so: die Kinder sollen gewinnen wollen. Der Trainer sollte sie dazu auch positiv motivieren, also anfeuern und loben. Aber ihm selbst, rein persönlich, sollte das Ergebnis des Spiels ziemlich egal sein. Ihm sollte es darum gehen, dass seine Spieler möglichst viel von dem gezeigt haben, was sie können, dass sie Freude hatten, dass sie gerannt sind und sich ausgetobt haben, dass sie häufig den Ball hatten und viel aufs Tor geschossen haben, dass sie immer versucht haben, dem Gegner den Ball abzunehmen, wenn er ihn hatte. Was am Ende heraus kommt, ist dann für den Trainer selbst ziemlich unwichtig, Außer dass lange Serien nicht hilfreich sind, weder viele Niederlagen, die den Kindern den Mut nehmen, am Selbstvertrauen nagen und ihnen das Engagament rauben, noch ständige Siege, welche zu Überheblichkeit, Arroganz und Faulheit führen (können).Jep. Ich denke auch, dass es falsch wäre, den Kindern jedes Gewinndenken auszureden.
Spielt also ruhig mit Platzierungen, sehr aber zu, dass Ihr alle Kinder gleichermaßen motiviert und begeistert. Bildet zufällige Mannschaften und haltet sie klein, achtet auch darauf, dass die Spieler, die im letzten Turnier auf den letzten Plätzen gelandet sind, sich im nächsten Turnier vielleicht eher mit einem oder zwei starken Spielern in einer Mannschaft wiederfinden. Seht zu, dass die Eltern alle Eure Spieler anfeuern, egal um welchen Platz sie spielen. Und seht Trostpreise für die hinteren Plätze vor.
So viele Turniere möchten wir eigentlich gar nicht angehen.
Zitat von »holzi« Dann würden wir von der Planung her im Frühjahr vielleicht ein eigenes Spielfest organisieren und Teams einladen, die sich damit anfreunden können, dass es nicht um Platz 1 bis 8 geht, sondern um das Spiel an sich.
Wenn Ihr eine Turnierform sucht, bei der am Ende Platzierungen heraus kommen, das aber für die Teilnehmer weniger gut zu durchschauen ist und wo es daher eigentlich immer nur um das nächste Spiel geht, dann empfehle ich Euch das Schweizer System. Dazu braucht man aber während des Turniers einen Computer und hat vorab keinen festen Turnierplan -- man weiß zwar schon, wie viele Spiele stattfinden werden, wann also die ganzen Spiele stattfinden, aber nicht, wer genau welches Spiel bestreiten wird.Ich persönlich bräuchte bei G-Junioren überhaupt keine Platzierungen. Aber spielen sollen sie halt.
Zitat von »holzi« Ansonsten haben wir die Eltern angeschrieben und mitgeteilt, dass wir uns zur Vergrößerung der Spielpraxis zusätzlich am Wochenende auf unserem Sportplatz treffen können und dann einfach spielen, je nach Interesse dann auch auf mehreren Feldern.
Finde ich gut. Da würde ich auch empfehlen, kleine Mannschaften zu bilden und auf mehreren Feldern parallel zu spielen.Ja, genau. Kleine Teams mit vielen vielen Ballkontakten.
Zitat von »holzi« Ich denke aber, dass das Fernhalten von Spielbetrieb spätestens ab F-Jugend hier in Leipzig vielleicht nicht so gut wäre, weil es hier eine Art erwarteter Standard ist.
Tja, damit spielt man das üble Spiel aber mit. Welches Recht hat es denn irgendwer, von Euch zu erwarten, Euren Kindern Schaden zuzufügen?Ich habe ja schon mal vor Jahren teilgenommen. Ich glaube, außer mir hat da eigentlich niemand Schaden genommen
Scherz beiseite, ich sehe das auch äußerst kritisch. Aber wenn man alle KiFu-Prinzipien einhalten würde?Zitat von »holzi« Im übrigen finde ich auch die Idee des hiesigen Verbandes, kleine Turnierrunden auch für G-Junioren zu veranstalten, für eine Mannschaft, die einigermaßen wettbewerbsfähig ist, gar nicht sooo schlecht. Voraussetzung wäre halt, dass alle, die wollen, gleiche Spielzeit erhalten und dass das freie Spiel und absolute Zurückhaltung von Eltern und Trainern gewährleistet sind und Ergebnisse egal sind. Das ist das schier unlösbare Problem...
Du sagst es, das ist nur äußerst schwer zu lösen. Wenn es aber eine offizielle Runde ist, dann ist die Teilnahme ab Anmeldung schon wieder verpflichtend. Und aller Wahrscheinlichkeit nach kann man sich seine Gegner auch nicht aussuchen. Nee, würde ich nicht machen, stattdessen kann man sowas doch in Eigeninitiative machen. Mal ehrlich, im jungen G-Jahrgang fangen doch die Kids eigentlich alle erst an, da brauche ich überhaupt noch keine Spiele gegen andere Teams. Und wie viele brauche ich wirklich im zweiten G-Jahr? Reicht es da nicht voll und ganz, wenn ich übers Jahr verteilt sechs bis acht mal eine bis drei Mannschaften einlade?Das sind exakt die zwei Alternativen, über die wir nachdenken!! Mit ganz jungen G-Jugendlichen würde ich gar keine Spiele austragen.
Nachtrag: den meisten Erwachsenen geht es im Kinder- und Jugendfußball nie schnell genug, sie müss(t)en sich eigentlich permanent bremsen, das käme den Kids in den meisten Fällen sehr zugute.
Stimmt, ist aber eine Illusion, wenn ich den Wahnsinn jedes Wochenende quer durch alle Altersklassen bis hoch zur D-Jugend sehe.....
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Wir betreuen Bambini bzw. G-Junioren. In Deiner Antwort sind viele gute Ideen, die ich mir merken werde. Gut finde ich vor allem das "Ausputzerspiel". Ist aber dann mehr für draußen, wo wir mehrere Spielfelder machen können. Das mit dem Pyrrhussieg sehe ich auch so. Aber so läuft das Geschäft, erst recht hier in Sachsen, wo Ligen und Ergebnisse einfach ganz weit vorne sind.
Ich weiß, dass das hier nicht gerne gelesen wird, aber auch viele Kinder lieben die Welt der Champions-League-Turniere und Tabellen..... Ein solches Turnier bestreiten wir demnächst auch (wobei ich hoffe, dass das wegen der freundlichen Gastgeber nicht ganz so schlimm wird, auch weil bei 6 Teams jeder gegen jeden spielt).
Dann würden wir von der Planung her im Frühjahr vielleicht ein eigenes Spielfest organisieren und Teams einladen, die sich damit anfreunden können, dass es nicht um Platz 1 bis 8 geht, sondern um das Spiel an sich. Ansonsten haben wir die Eltern angeschrieben und mitgeteilt, dass wir uns zur Vergrößerung der Spielpraxis zusätzlich am Wochenende auf unserem Sportplatz treffen können und dann einfach spielen, je nach Interesse dann auch auf mehreren Feldern.
Ich denke aber, dass das Fernhalten von Spielbetrieb spätestens ab F-Jugend hier in Leipzig vielleicht nicht so gut wäre, weil es hier eine Art erwarteter Standard ist. Im übrigen finde ich auch die Idee des hiesigen Verbandes, kleine Turnierrunden auch für G-Junioren zu veranstalten, für eine Mannschaft, die einigermaßen wettbewerbsfähig ist, gar nicht sooo schlecht. Voraussetzung wäre halt, dass alle, die wollen, gleiche Spielzeit erhalten und dass das freie Spiel und absolute Zurückhaltung von Eltern und Trainern gewährleistet sind und Ergebnisse egal sind. Das ist das schier unlösbare Problem...
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Bei uns im Kreis wird in der Halle auch in G- und F-Jugend mit fünf Feldspielern plus Torwart gespielt. Ich halte das für falsch: je jünger die Spieler, umso kleiner sollten die Mannschaften sein, denn den jüngeren Spielern fehlt ganz einfach die Übersicht. Außerdem sind sie noch viel egozentrischer und weniger dazu in der Lage, sich in eine Gruppe sinnvoll einzuordnen. Deshalb sieht man ja auch die berüchtigte Spielertraube um den Ball herum. Schließlich sind die technischen Fähigkeiten der jüngsten Spieler zwangsläufig schwächer, sie benötigen also noch mehr Zeit und Raum, um den Ball zu beherrschen. Das sind alles Punkte, die meiner Meinung nach eindeutig dafür sprechen, in der G-, und eigentlich auch noch in der F-Jugend, mit ganz wenigen Spielern pro Mannschaft zu spielen, draußen, wo man ohnehin eigene Felder markieren muss, also am liebsten 3:3 oder 3+1:3+1, in der Halle quer im 3:3 oder auf das Handballfeld im 4+1:4+1 -- das Handballfeld ist für nur drei Spieler zu groß.
Ich meine auch, dass geringe Mannschaftsstärke äußerst vorteilhaft ist. Man muss aber auch schauen, dass das Feld nicht zu groß wird. Wir müssen außerdem in unserer kleinen Halle dann mehr Teams bilden, aber mittlerweile können die Kinder auch mal kurze Zeit draußen sitzen und zuschauen. Das war am Anfang gar nicht so einfach.
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Bei uns Spielen sie 1:5 vermehrt wurde auch auf den klassischen Ausputzer gesetzt steht hintendrin und drischt die Bälle planlos nach vorne
Ich weiß, dass das eigentlich nicht hierher gehört. Wir nehmen derzeit nicht an Turnieren o. ä. teil, so dass ich nur von unseren Trainings und den hier vorgenommenen Spielen her urteilen kann. Wir lassen in einer kleinen Halle mit kleinem Handballfeld die Jungs zum Abschluss einfach 4 gegen 4 spielen. Wir Betreuer machen keinerlei Vorgaben; es gibt keine Reaktion außer Lob für ein gutes Dribbling oder eine tolle Körperbewegung usw..
Dabei fällt mir auf, dass es den "Spielertyp", der Bälle nach vorne schießt, gibt, auch ohne dass man das vorgibt. Meistens sind das relativ groß gewachsene Kinder, die einen guten Schuss haben, aber - aus welchen Gründen auch immer - nicht mit dem Ball laufen, also dribbeln wollen (jedenfalls nicht lange). Mir ist dieser Spielertypus schon vor einigen Jahren aufgefallen. Ich würde - aus heutiger Sicht - einen solchen Jungen immer wieder zum Dribbling animieren und es jedenfalls nicht zusätzlich fördern, dass er diese Rolle (ne Art Ausputzer) dauerhaft ausfüllt. Aber es gibt (denke ich) halt auch bewegungsfaule Spieler, die das gerne machen. Ergebnistrainer lassen ihn dann ständig da spielen, weil er das ja gut und gerne macht.
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Noch etwas. Bei den Stickern musst Du natürlich altersgerecht anpassen. Eigentlich setzen sie eine gewisse fußballerische Fertigkeit voraus, was ja bei den Bambini von gar nicht vorhanden bis kleiner Messi breit gestreut ist. Bei Technik wandeln wir das um. Da ein Jonglieren mit Ball bei Bambini (eher) nicht möglich ist, nehmen wir halt Luftballons usw. usw. Es ist bei uns auch eher keine individuelle Belohnung, sondern die Mannschaft kann sich das in einer Einheit verdienen, und zwar jeder einzelne Spieler. Das wird vielleicht irgendwann seinen Reiz verlieren, weil ja jeder seine Sticker kriegt, aber für mindestens ein Jahr Motivation ist gesorgt.
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Danke für deine Antwort.
Also nur Info, Ich Trainiere die Bambinis. ca. 15 Kids. davon sind 4 kids 5 Jahre alt der Rest ist schon sechs.
das mit den Stickern hört sich gut an. Wo bekommt man sowas?Gruß
Franesco
Guggst Du hierhttp://www.coachshop.de/mewepr…m-mein-weg-zum-profi.html
Grüße

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Ich habe bei mir im Training 2-3 Jungs, die nur Quatsch machen und andere Kinder ablenken, nicht zuhören usw. die Typischen Problemkinder :-))). Zur zeit verfahre ich so das ich schon sehr geduldig bin(sind schließlich kinder) wir haben mal regeln aufgestellt. Wer wirklich mehrmals nicht richtig aufpasst oder so bekommt eine gelbe Karte bei Wiederholung dann die Rote und das Betroffene Kind darf sich 2 min hinsetzem. Dann haben wir einen der gerne andere Kinder immer ärgert. Schubsen mal leicht tritt. Was halt so kinder gerne mal machen. Dies Kind hört so gar nicht. Selbst wenn man ihm sagt das er es ja auch nicht möchte das man ihn ärgert oder so, kommt als Antwort" das können die anderen doch auch gerne machen. Mit seiner Mutter hab ich auch schon gesprochen, aber keine Veränderung.
Wie sich doch alles gleicht. Wir haben auch drei, vier Jungs, die ich als unsere "Terroristen" bezeichne. Bis auf einen sind sie aber allesamt sport-, spiel- und fußballbegeistert. Über Spiele und das Abschlussspiel können wir sie dann meistens wieder einfangen. Es gibt auch Kinder, die vielleicht einfach noch nicht so weit sind und sich zum Teil auch vom Training zurückziehen (also z. B. sich auch mal hinsetzen und zuschauen oder zur Mama laufen). Das finde ich heute nicht mehr schlimm (früher habe ich mir da viele Gedanken gemacht). Ich habe irgendwo mal gelesen, dass es sinnvoller ist, mit 70 % der Kinder weiter zu machen als sich um 30 % zu kümmern, die nicht mitmachen.Was nicht geht, ist, wenn ein Kind andere mutwillig ärgert und/oder schubst oder haut. Da gibt es dann ne klare und laute Ansage. Danach ist dann auch meist Ruhe. Das ist aber eher selten oder wir Betreuer kriegen es nicht mit. Und es gibt hin und wieder auch mal Stunden, wo die drei Terroristen gemeinsame Sache machen und den Ablauf stören wollen. Da haben wir nur die Chance, sie auseinander zu halten.
Was die Sanktionen angeht, ist das eine ganz gute Idee. Bisher mussten wir das noch nicht anwenden. Ich hätte auch Angst, dass man da schnell sein Pulver verschießt oder die rote Karte sogar noch gefeiert wird.
Wir haben nun zu Weihnachten den Kindern das Sticker-Sammelsystem (MeWePro; kleine Werbung für Euch, Uwe
) geschenkt und arbeiten nun ca. alle zwei Wochen einen Sticker ab (gestern war Luftballon-Jongleur-Stunde, ein Fest für die Kinder!). Mit den Stickern fangen wir sie eigentlich alle halbwegs ein, kann ich Euch sagen. Denn den Sticker verdient man sich natürlich nur, wenn man gut mitmacht und nicht z. B. andere Kinder verkloppt.Eines ist aber auch klar. Mit vier- und fünfjährigen Kindern wird man niemals eine vollkommen ruhige Spielstunde hinbekommen. Sollte das der Fall sein, stimmt etwas mit den Kindern nicht. Ich staune aber andererseits, mit wieviel Disziplin unsere 5- und 6-jährigen Kinder mitmachen, die derzeit eine Stunde danach ihre Übungsstunde haben. Das ist wirklich ein himmelweiter Unterschied.
Und eines gilt auch. Selbst eine totale Chaosstunde geht irgendwann vorbei und eine Woche später werden die Karten neu gemischt.
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Deine Reaktion in #40 lässt darauf schließen, dass Du angesäuert bist. Dafür gibt es aber eigentlich keinen Grund.
Der Unterschied z. B. zu mir ist, dass Du mit Deinen Kindern Spiele bestreitest und im Spiel konkrete Positionszuordnungen hast, bei denen Du aber künftig variieren willst. Eigentlich also vorbildlich. Als ich vor einigen Jahren mit Bambini Spiele bestritten habe, habe ich das auch getan. Ich bin aber halt heute der Meinung, dass in einer G derartige Vorgaben und Reglementierungen wahrscheinlich nicht sinnvoll sind. Bei mir würde es außerdem derzeit vermutlich schon scheitern an der Umsetzungsfähigkeit der Kinder. Ich habe außerdem leicht reden, weil ich derzeit keine Spiele bestreite.
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@ guenter
So sehe und praktiziere ich das auch. Einfache Erklärungen ja, Diskussionen nein.
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also ich hab das rotieren durchgezogen bei den letzten 2 turnieren und die eltern haben es akzeptiert. wir sind bei beiden turnieren sehr erfolgreich gewesen, was mich bei einen teil der elternschaft fast zum guru erhebt, leicht überspitzt dargestellt.
wie würdet ihr mit der rotation weitermachen, in welchen intervallen, gibt es auch kinder denen man mit rotation keinen gefallen tut?
Rotation bei Bambini = alle, die für Spiele gegen andere Teams reif und geeignet sind, erhalten gleiche Spielzeit. Ergebnisse sind egal. Positionszuordnung ist relativ egal. Ergebnisorientierte Eltern sind egal.Gar nicht so einfach umzusetzen, die reine Lehre.

Da Du es aber zum Guru geschafft hast, hättest Du die Gelegenheit dazu!
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Die Eltern haben doch bezüglich NLZ, "Leistungsverein" und normaler Verein keine Wahl. Ich hatte mal in einer anderen Diskussion die Meinung geäußert, dass bestimmte Anforderungen des KiFu in dem mir bekannten NLZ viel viel besser umgesetzt werden als im Dorfverein oder im sogenannten Leistungsverein. Das betrifft z. B. Positionswechsel und Anteil an Spielzeiten. Während das in dem NLZ wirklich minutengenau umgesetzt wird, findet das im Leistungsverein eher gar nicht und im Dorfverein eher weniger statt. Auch spielt der jeweils kurzfristige Erfolg (also Turnierplatzierung und/oder Spielergebnis) nicht die Rolle wie im "Leistungsverein". Dafür hat man im NLZ das Problem, dass ja ständig das Damoklesschwert des "Weggangs" im Raum steht (wenn nämlich die - vom NLZ - gewünschte längerfristige Entwicklung des Kindes ausbleibt) und ein z. T. extremer Aufwand seitens Kindern und Eltern gefordert wird.
Was beim NLZ nahezu keine Rolle spielt. ist die Rolle der Eltern. Sie haben schlicht keinen Einfluss, während dieser Einfluss beim kleinen Dorfverein möglicherweise am größten ist. Hier gibt es auch keine klassische gemeinsame Willensbildung, sondern nur die Meinungen einzelner Eltern, die - nach einer gewissen Zeit des Herantastens - ungefragt geäußert werden. Der Trainer im Dorfverein, der nicht eine gewisse Erfahrung mitbringt, kann dann leicht zum "Fähnchen im Wind" mutieren.
Was mich ein wenig wundert, ist die Tatsache, dass beim TE der Erfolgsdruck schon in der G-Jugend, also bei den Kleinsten, losgeht. Ich denke, dass die Eltern dort überwiegend gar nicht böse sind, wenn gar kein großer Spielbetrieb stattfindet. Wenn man aber unvorbereitet und "unkommentiert" an klassischen Turnieren teilnimmt, besteht die Gefahr, dass die Eltern - menschlich nachvollziehbar - als einzigen Gradmesser das Spielergebnis oder das Turnierergebnis "mitnehmen". Wenn hier Niederlagen zu verzeichnen sind, tut man sich schwer, für die Eltern etwas Positives zu gewinnen. Für mich noch schlimmer wird es, wenn dann noch die jeweiligen Betreuer in diesem Rahmen mitdiskutieren und darauf hinweisen, dass die anderen Kinder ja größer waren/sind, dass ja der eine oder andere Spieler gefehlt hat usw. usw,
Für mich erneut ein deutliches Zeichen, dass klassische Turniere für Bambini eigentlich verboten gehören.
Ich sehe ein wenig mit Unbehagen unserer eigenen Turnierteilnahme im Februar entgegen. Da ich mit dem dortigen Jugendleiter bekannt bin und dieser bekanntermaßen entspannt ist, außerdem bei dem Turnier jeder gegen jeden spielt, wollte ich das mitmachen. Ich habe aber den Eltern bereits allgemein mitgeteilt, dass wir Betreuer keine Freunde der Stressturniere sind. Wir nehmen nur ältere und sozial belastbare Kinder mit. Ich werde auch den Eltern, die nach meinem Eindruck allesamt entspannt sind, vorher noch einmal eine E-Mail übersenden, in der dann alles Wichtige drin stehen wird. Das Unbehagen bleibt aber gleichwohl.
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und genau in der tummelphase versuchen sie ja den ball hochzuhalten, evtl. hab ich da ja sogar bissl interesse geweckt, natürlich kloppen sie auch bälle aufs tor und meine tochter schlägt räder, besonders viel rumdribbeln tun sie allerdings nicht. in dieser phase lauf ich bissl mit durch, jongliere selbst ein bissel, versuch ab und an zu animieren etwas nachzumachen ohne es zu fordern. vieleicht reicht das ja auch schon.
Das deckt sich zu fast 100 % mit unserer Tummelphase, verblüffend. Ist aber bei uns mehr "Herumgebolze" und das Erzählen von "Kindergartennews".

