Beiträge von bcefferen
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Geht doch!
Die Frauenmannschaft hatte mit einem 11:0 Sieg gegen Argentinien einen optimalen Einstieg in die WM.
Damit haben die Frauen den höchsten Sieg erzielt, der jemals bei einer Frauen-WM erzielt wurde.
Weiter so, vieleicht klappt´s ja bis ins Endspiel. Und immer den nächsten Gegner ernst nehmen, besonders nach solch hohen Ergebnissen.
Na meine Herren, wie wär´s bei der nächsten WM mit einem Sieg gegen Argentinien
in dieser Höhe. Nein, muß nicht unbedingt sein, wir würden uns schon über knappe Siege freuen. -
So, so im Netz nichts gefunden.
Wie wäre es denn, sich mal selbst zu fragen wie man sich den optimalen Eckball vorstellt und entsprechende Zenarien aufzeichnet bzw. auf dem Platz aufstellt.
Folgende Varianten würde ich empfehlen:
1. Die kurze Ecke für alle Mannschaften die noch nicht genügend Schußkraft haben, den Ball in die gefährliche Zone zu bringen.
2. Die Standardecke auf den Elfmeterpunkt
3. Die lange Ecke, da viele Mannschaften den hinteren Bereich bei dieser Variante nicht richtig abdecken
4. Die Ecke die von einem Spieler/Spielerin ca. am vorderen 5-Meterraum per Kopfball verlängert wird
Bei Ecken sollten nachfolgende Punkte zusätzlich berücksichtigt werden:
- Den Ball möglichst in den Bereich des Elfmeterpunkt, da viele Torwarte soweit nicht herauslaufen und die Entfernung für einen Schuß oder Kopfball ideal ist.
- Die größten Spieler (ggf. auch Abwehrspieler) bzw. die besten Kopfballspieler in die Gefahrenzone, während andere Spieler solange die entsprechenden Postitionen (z.B. Abwehr) besetzen.
- möglichst einen Spieler(Spielerin (passiv nicht agressiv) vor den Torwart stellen, damit diesem die Laufwege etwas versperrt werden.
Viel Erfolg für deinen Trainerschein.
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Ich achte darauf das die Mannschaft grundsätzlich eine Einheit ist.
Deshalb, bilden sie vor dem Spiel noch einmal einen Kreis bilden, sich umarmen und feuern sich selbst noch einmal mit dem uns eigenen Spruch anfeuern.
Wichtiger ist mir allerdings das sie optimal auf den Gegner eingestellt sind, und alle ihre Aufgaben und Postitionen erfüllen bzw. erfüllen. -
Sorry, aber ein Spielerzeugnis soll sicherlich nur den Anschein von Klasse und Exclusivität dieser Sportschule nach außen erhöhen.
Diese Zeugnis ist aus meiner Sicht völliger blödsinn. Da auf dem Platz die wahre Leistung entscheidet, sollte meiner Meinung nach immer ein entsprechendes Probetraining darüber entscheiden ob jemand für eine bestimmt Mannschaft bzw. in diesem Fall für eine Sportschule geeignet ist.
Alle mir bekannten Sportschulen in Deutschland haben ihr Hauptintersse darin Geld zu verdienen! Natürlich wollen sie möglichst gute Spieler/Spielerinnen, durch meistens sehr gut ausgebildete Trainer, leistungsmäßig verbessern. Aber sie nehmen auch teilweise Anfänger und verbesseren der Leistung auf ein entsprechendes Niveau.
Ich jedenfalls kann nur gutes von diesen Sportschulen in unserem Bereich (Köln-Taxofit) berichten. Dort gehen zwei meiner Spielerinnen zusätzlich zum Training hin, und ich muß sagen sie haben sich obwohl sie gut waren noch erheblich verbessert. Diese Schule ist zwar nicht ganz billig, aber wer´s sich leisten kann und will dem kann ich es nur empfehlen.
Was sie und ich einer von ihnen bis heute allerdings nicht abgewöhnen konnten ist ihre extreme Ballverliebheit. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Klasse spielt spielt sie zeitweise immer noch 3 oder 4 Spielerinnen allein aus, obwohl andere Mitspielerinnen bereits optimal zu Torschuß bereitsstehen. Aber auch dieses "Luxusproblem" hat sich bereits deutlich verbessert. Das schlimmste ist für sie die Auswechselung, weil sie es mal wieder übertrieben hat.
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@ Markus
Als erstes bin ich einmal überrascht wie du und andere über etwas kleinere Spieler denken. Nicht nur hier gilt der Spruch: "Die größe ist nicht entscheidend, sondern die Technik"
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Auch wir haben einige jüngere, kleine Spielerinnen. Aber ich würde niemals auf die Idee kommen ihnen weniger zuzutrauen als den größeren oder ganz Großen. Ich erinnere mal nur an zwei kleinere Spieler: Kevin Keegan und Piere Litbarski. Ist hier irgend jemand der Meinung sie waren gegenüber anderen Spielern leistungsmäßig benachteiligt.
Nein, weil sie ihre spielerischen Vorteile für sich und ihre Mannschaft genutzt haben. Wichtiger als pure Größe sind Kampfkraft, Laufbereitschaft und Technik. Ich habe schon einige extrem kleine Spieler/Spielerinnen gesehen die ihre Gegner regelrecht schwindelig gespielt haben.
Deshalb lege ich besonderen Wert beim Training und den Spielen auf ein extrem gutes Pass- und Kombinationsspiel. Das hat den Vorteil das sie so gut wie nie in Zweikämpfen verwickelt sind, in denen sie sich behaupten müssen. Aber selbst in Zweikämpfen haben sie ein terriermäßiges Verhalten, wie es z.B. damals Berti Vogts hatte. Redet eure Spieler nicht schwach weil ihnen einige Zentimer fehlen, sondern redet sie stark, damit sie das entsprechende Selbstvertrauen haben für die entsprechenden Situationen.
Ob du mit 3 oder 2 Stürmern/Stürmerinnen spielst ist nicht wirklich entscheidend, wichtiger ist wie du Mittelfeld ausgerichtet hast. Was spricht dagegen das Mittelfeld in einen offensiven und defensiven Teil aufzuteilen ? Allerdings solltest du dann auch die Räume und Bereiche aufteilen, in denen die Spieler ihre Hauptaufgabe haben, damit sie nicht zu weit vorn bzw. zu weit hinten spielen. Das ganze vareirrt natürlich je nach spielstärke des Gegners.
Ich habe z.B. sehr gute Erfahrungen gemacht mit offensiven Mittelfeldspielerinnen, da sie dort bei weitem nicht so gut gedeckt werden wie in der direkten Spitze, wo ihnen praktisch immer jemand auf den Füßen steht.
Allerdings weiß ich auch, das jede Systemumstellung einige Wochen benötigt, bis sicher der geünschte Erfolg einstellt. -
Ich bin schon etwas überrascht.
Normaler Weise, ist es doch so, das ich bevor ich mich zum Trainer machen lasse, auf eine solch wichtige Sache hinweise, damit diese innerhalb der Mannschaft, dann im Vorfeld geklärt wird.
Wir hatten auch einmal eine 16-jährige die eine Mädchenmannschaft trainiert hat. Es war überhaupt kein Problem, weil die Eltern das wußten und ein ausreichender Fahrdienst (abwechselnd alle Eltern) geplant wurde.
Bei B-Jugendlichen wäre ich etwas vorsichtiger, da einige garnicht wollen das ihre Eltern ihre Spiele sehen bzw. einige Eltern (besonders in städtischen Gegenden) lieber ihre eigene Freizeit nutzen, als sich um ihre (noch) Kinder zu kümmern
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Deshalb sollte so etwas immer im Vorfeld geklärt sein. -
Im Fußballverband Mittelrhein gibt es sogar einzelne Kreise die sich ihre eigenen, abgeänderten Regeln auf die Fahne geschrieben haben.
Ist schon irgenwie blöd, wenn man dann bei solchen Mannschaften ein Tunier mitmacht und von sonderlichen Regel überrascht wird.
Aber wir sind ja flexibel und solange das Runde in das Eckige muß, macht es uns immer noch Spaß auch dort zu spielen
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Ihr solltet euch kleine, erreichbare Ziele stecken.
Zum Beispiel:
1. Nicht zweistellig verlieren
2. Ein Tor selbst erzielen
Meine Empfehlung an alle die spielerisch unterlegenen Mannschaft ist, erst einmal aus einer möglichst sicheren Abwehr heraus das Spiel machen. Wer versucht bei offensichtlicher Unterlegenheit mitzuspielen macht es seinem Gegner recht leicht hoch zu gewinnen. Das heißt nicht das man sich mit allen Spielern/Spielerinnen nur hinten reinstellt, sondern das man auch etwas für die Entlastung nach von macht. Das bedeutet mit möglichst 2 Stürmern zu spielen, die überhaupt keine Deckungsaufgaben haben, und sich lange Bälle ihrer Mitspieler erlaufen, um diese Kontermäßig auszuspielen. Die beiden Stürmer sollten möglichst schnell sein, und technisch in der Lage sein ein gutes, schnelles, gemeinsames Kombinationsspiel aufzuziehen.
Ansonsten heißt es trainieren, trainieren, trainieren, damit die Grundlagen bei allen auf das erforderliche Maß angehoben wird. Und zwar die Grundlagen wie Ballannahme, Ballmitnahme und ein gutes Pass- und Kombinationsspiel. Wer glaubt sein Team innerhalb von zwei bis 3 Wochen zu einer Siegertruppe zu führen, der täuscht sich. Erste richtige Erfolge (Siege) würde ich nach einer halben Saison bzw. sogar ehr nach einer Saison einkalkulieren. -
Abnehmen ist nur möglich, wenn dem Körper weniger Kalorien zugeführt werden als er verbraucht.
Je mehr Bewegung/Belastung der Körper bekommt desto höher ist der Verbrauch. Damit man das Essen und Trinken (besonder Alkohol) nicht extrem reduzieren muß, sollte man zwei Dinge tun. Zum einen etwas bewußter Essen (das heißt noch lange nicht hungern, oder auf alles zu verzichten) und zum anderen mehr Ausdauersport treiben.
Wichtig zu wissen ist, das der Körper beim Ausdauersport erst einmal nur Wasser verliert. Erst ab einer Belastungsdauer von ca. 25-30 Minuten geht der Körper an die Reserven, sprich den Fettanteil. Laß dir von deinem Arzt mitteilen, welche Pulsfrequenzzahl für dich die optimale Belastung ist. Denn nicht nur die Dauer der Belastung hat eine wesentliche Wirkung auf die Gewichtsabnahme, sondern auch der ideale Durchschnittswert der Pulsfrequenz. Diese kann je nach Belastungsfähigkeit unterschiedlich sein.
Deshalb der bereits mehrfache Hinweis auf einen Arzt, der dir deine optimalen Werte sagen kann bzw. auch prüft ob körperliche Einschränkungen (z.B. Herz/Kreislauf), Gelenke etc.) vorhanden sind.
Bevor einige Glauben das die Pfunde am Anfang extrem purzeln, sollte wissen das gerade am Anfang sich natürlich auch neue Muskeln bilden und die sogar etwas schwerer sind als das vorhandene Fett. Deshalb kann es durchaus sein, das jemand am Anfang sogar leicht zunimmt, obwohl er sich gesund ernährt und zusätzlichen Sport treibt. Das sollte niemanden frustieren, sondern motiivieren seine Bemühungen nur längerfristig zu planen. Denn schnelle Gewichtsabnahme bedeutet in der Regel auch wieder schnelle Gewichtszunahme für den Fall das wieder alles auf das alte Konzept zürck geht bzw. man wieder wie vorher lebt. Hört sich doof an, aber wer langsam abnimmt, hat bessere Chancen sein Gewicht zu halten.
Ausdauersport muß nicht nur Laufen/Joggen sein, sonder kann auch durch Inlainerfahren, Schwimmen, Radfahren und änlichen Dingen ausgeführt werden. Es gibt es viele denen macht allein laufen überhaupt keinen Spaß. Außerdem können durch andere Sportarten die Gelenke etc., gerade bei Schwergewichtigen, geschont werden. -
Wer nach dem Motto verfährt " Show ist alles" kann sich und seiner Mannschaft solche Showauftritte verordnen.
Ich persönlich bin und bleibe für die sachliche Art.
Stellt euch mal vor ihr zieht eine solche Show ab und verliert danach das wesentliche Fußballspiel. Ich als Trainer der gegnerischen Mannschaft würde innerlich über der geprotze nur milde lächeln. Aber wer´s braucht kann es gerne machen.
PS: Die Spot´s finde ich allerdings gut. Sie passen sehr gut zu den jeweiligen Themen -
Es ist richtig, das sich beide Trainer einigen sollten.
Aufgrund der Gesamtanzahl von Spieler 18 + 15 = 33 dürfte es rechnerisch eigentlich kein Problem geben, beide Mannschaften personell zu besetzen. Selbst bei Abzug von 5 Dauerverletzten und erfahrungsgemäßen 2-3 Spielern die am entsprechenden Wochenende, warum auch immer nicht können.
Wir haben die gleiche Situation mit insgesamt nur 30 Spielerinnen. Wir sehen die Spielerinnen beider Team´s als eine Mannschaft. Damit sie untereinander sich besser kennen lernen, haben wir bereits die Vorbereitung komplett zusammen trainiert und Freundschaftsspiele gemeinsam gespielt.
Wir haben uns darauf geeinigt, das immer die formstäksten Spielerinnen in der ersten Mannschaft spielen. Leistungsmäßig können ca 25 von den 30 dort mithalten. Deshalb sind die Prozesse bzw. die Mannschaftsaufstellungen auch dynamisch. Das bedeutet das je nachdem 1-2 Spielerinnen noch oben oder nach unten wandern. Wichtig ist uns, das alle Spielerinnen untereinander ein gutes Verhältnis haben. Das erreichen wir dadurch, wir alle Events (Feiern, Ausflüge etc.) gemeinsam durchführen.
Und bei extremer Erkältungswelle z.B. gehen wir hin und beziehen einige C-Spielerinnen für unseren Kader der B-Juniorinnen mit ein. Das funktioniert bei gutem Willen aller Beteiligten sehr gut.
Bei uns gibt es die Regelung das Spieler einer Mannschaft innerhalb von 4 Wochen nur ein Spiel in einem anderen Team innerhalb des Vereins mitmachen darf. Spielt jemand zweimal in einem anderen Team, hat er sich erst einmal für 10 Tage dort "festgespielt". Das bedeutet in der Regel das er damit für sein eigenes Team in der Folgewoche ausfallen würden. Deshalb muß man schon sehr genau gucken und überlegen, auf wen und wieoft man zugreifen kann/darf, damit man das andere Team vereinsintern nicht schädigt. -
@ Schieri_11
Es erht dich für die Schiedsrichter einzutreten. Du glaubst garnicht wie oft ich extrem unglückliche/falsche Schiedsrichterentscheidungen gegenüber Eltern und Kinder verteidige, obwohl es innen drin ganz anders aussieht.
Wenn du dir kein Urteil über Schiedsrichterleistungen erlauben möchtest, ist das OK. Ich jedenfalls habe eine persönliche Meinung, und ich freue mich, meine laut Grundgesetz festgelegten Rechte, auf freie Meinungsäußérung, mitteilen zu dürfen. Es geht hier um Erfahrungen und Fakten die sicherlich bereits viele in ihrer langjährigen Arbeit bereits gemacht haben.
Wie bereits gesagt, schlechte bzw. ungeeignete Schiedsrichter sollten genauso aus dem Fußball verband werden wie schlechte, unfähige Trainer, Jugendvorstände, oder agressive Kinder (die bereit sind Gewalt auf dem Platz umzusetzen).
Wir sprechen hier über ein reales Problem. Allen die Schuld an Eskalationen auf und neben dem Fußballplatz zu geben, und die in ganz seltenen Fällen, schlechten Schiedsrichter auszunehmen, wird der Sache nicht gerecht. Ich würde mir wünschen, dass Schiedsrichter geschützt aber nicht unter Artenschutz gestellt werden.
Probleme können nur gelöst werden, wenn man ganz offen über die tatsächlich vorhanden Punkte spircht und nach geeigneten Lösungen sucht. Zu dieser Verantwortung sollten auch die meist guten Schiedsrichter stehen. Es geht hier nicht um Nestbeschmutzung, sondern darum das z.B. diesem Kind geholfen wird, damit es noch zu einem guten Schiedsrichter wird. Aber dazu hast du leider keine Vorschläge unterbreitet.
Dem Argument, das es bereits zu wenige Schiedsrichter gibt und somit ein schlechter, unfähiger Schiedsrichter besser ist, als keiner, werde ich mich jedenfalls nicht anschließen. Die Frage kann dann doch nur sein, wie verbessert man diese Leistungen eines solchen Schiedsrichter, oder wie schützt ihn und indirekt damit auch seine anerkannten guten Kollegen, vor absehbaren Eskalationen, oder ?
Der Spruch gegen Schiedsrichter und deine Frau hast du sowieso keine Chance (Zitat: ehemaliger Bundesligaspieler), sagt ebenfalls einiges über die Realität aus.
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@ Andre
ich glaube du bist ein guter, erfolgsorientierter Trainer. Nur machmal gehen die Pferde mit dir duch, oder? Im positiven würde ich dich als "Fußballverückten" schätzen bzw. einschätzen
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Offene und direkte Ansprachen sind sicherlich kein Problem, wenn es bei konstruktiver Kritik bleibt.
Wichtig ist meiner Meinung nach das du und dein Trainerkollege eine einheitliche Linie fahrt. Das heißt, ihr solltet die von dir angesprochenen Punkte intern klären und als eine Einheit gegenüber der Mannschaft auftreten. Nur wenn ihr beide wirklich hinter der Sache steht, die ihr beschlossen habt, wird die erforderliche Ruhe und Sicherheit auf die Mannschaft ausgestrahlt. Und die ist widerum erforderlich, damit die Mannschaft erfolgreich spielt.
Ihr scheint mir von der Art (Charakter, Vorgehensweise etc.) recht unterschiedlich zu sein. Aber wie heißt es so schön in der Werbung von Kinderschokolade "Du machst das schon"
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Auch der Bezirk Mittelrhein begleitet Jungschiedsrichter mit sogenannten Paten, falls möglich!?
Der hier geschilderte Fall zeigt mir recht deutlich, dass es "Jungschiedsrichter" aber auch die Vereine mit den Schiedsrichtern nicht einfach haben.
Deshalb meine Empfehlung Schiedsrichter nur zuzulassen, wenn sie auch wirklich in der Lage sind ein Spiel zu leiten. Das scheint mir in diesem Fall nicht der Fall gewesen zu sein, da grundlegende Aufgaben des Schiedsrichters nicht erfüllt wurden. Vier Tore durch offensichtliche Fehlentscheidungen bzw. Unfähigkeit/Untätigkeit (bitte nicht falsch verstehen), und die weiteren aufgezählten Dinge, zeigen sehr deutlich, das dieses Kind nicht in der Lage war ein Spiel zu leiten.
Meiner Meinung nach tuen sich die Schiesrichterausbilder und alle anderen Verantwortlichen keinen guten Dienst jemanden die Erlaubnis für die Spielleitung zu geben, der dazu noch nicht in der Lage ist. Ja, sie schaden dem Ruf der meist guten Schiedsrichter und gefährden die Gesundheit und Psyche weil sie solche Kinder wenn es unglücklich läuft in ein "Haifischbecken" werfen.
Ja, auch ich kenne Gegenden und Mannschaften, da kommen solche Schiedsrichter gehörig unter die Räder. Je nachdem was dort passiert (Beleidigungen, Bedrohung, anspucken, schlagen, verjagen etc.) gehen die nie wieder freiwillig auf einen Fußballplatz. Damit sie der Schiedsrichtgilde nicht verloren gehen, sollten solche Problemfälle falls erforderlich auch längere Zeit betreut werden.
Als Trainer habe ich eine gewisse Tolleranz für Fehlentscheidungen von Schiedrichtern. Da ich selbst hier und da mal ein Spiel leite, weiß ich das man mal ein Abseits übersieht, einen Ball im Aus nicht erkennt bzw. auch mal ein kleines Foul übersieht bzw. falsch herum deutet.
Aber, es gibt einen Punkt da wird jede Toleranz überschritten. Und genau das scheint mit bei diesem Jungschiedsrichter der Fall gewesen zu sein. -
Es handelt sich hier um ein Kopfproblem !
Wie du selbst beschreibst, waren die Spiele in der Vorbereitung gut und erfolgreich.
Wenn das wirklich so war, können sie nach drei Spieltagen nicht urplötzlich schlecht im Zweikampfverhalten und in der Laufbereitschaft im Mittelfeld sein. Wo sind den die positiven Dinge aus der Vorbereitung. Ich gehe mal davon aus, das ihr in der Vorbereitung das gleiche System gespielt habt ?
Die Mannschaft ist wahrscheinlich aufgrund der Niederlagen bzw. schlechten Ergebnissen und deinem "Aktionismus" (nicht falsch verstehen), bereits nach 3 Spieltagen völlig verunsichert und spielt nicht mehr das was sie wirklich kann. Das Hauptproblem sehe ich nicht im Spielsystem, sondern in der Art wie du das Problem auf deine Spieler projezierst.
Sei mir nicht böse, aber ich glaube du überforderst mit deiner Einstellung - Erwartungshaltung - einige deiner Spieler. Alles muß jetz hier und sofort funktionieren. Kinder in diesem Alter sind aber recht sensibel.
Sorry, aber wir reden hier über den 3. Spieltag. Wer weiß schon ob ihr zu Anfang der Saison z.B. zwei ganz starke Gegner hattet und eventuell einen schlechten Tag. Dann würde sich die Sache über die Saison relativieren. Außerdem ist das von dir beschriebene Remis gegen einen starken Gegner doch sicherlich ein Erfolg, oder wie verkaufst du das Ergebnis bei deinen Spielern?
So, nun zu meinem Tip: Auch körperlich und von der Laufberbereitschaft schlechtere Mannschaften können gegen stärkere Mannschaften gewinnen. Die erfordelichen Eigenschaften sind Kampf und Einsatzbereitschaft und eine gute Kondition. Nur die reichen natürlich nicht, wenn die Spieler nicht über ein gutes Pass- und Kombinationsspiel verfügen. Und genau daran würde ich mit deiner Mannschaft arbeiten. Die Bälle müssen schnell und sicher zum nächsten gut oder besser postierten Mitspieler "gespielt" werden. Damit die Spieler möglichst viele Ballkontakte bekommen und das schnelle miteinanderspielen verbessert wird, lasse ich gerne 2-2, 3-3 und 4-4 in einem abgesteckten Spielfeld (je nach Anzahl der Spieler) mit 2 Hütchentoren spielen. Damit es zu einem wirklich schnellen Spiel wird können die Ballberührungen auf 2 oder 3 je Spieler (nach Ballannahme) reduziert werden. Fordere deine Spieler dabei auf sich immer wieder freizulaufen, damit sie auch wirklich anspielbar sind. Diese Übungen sollten mit sehr hoher Intensität ausgeführt werden. Das ist allerdings nur möglich wenn die Teams nach kurzer Zeit getauscht werden. Außerdem würde ich besonders steile, öffnende Pässe üben, da damit jede noch so gute Abwehr ausgehebelt wird.
Außerdem würde ich dir empfehlen die laufstärksten Spieler ins Mittelfeld zu stellen, da hier die meiste Arbeit (nach vorn und hinten) geleistet werden muß. Ich erwarte mit Ausnahme einer offensiv ausgerichteten Mittelfeldspielerin (plus 2 Stürmerinnen) von allen anderen aus dem Mittelfeld das "ständig" nach vorn und hinter gearbeitet wird. Das bedeutet dass besonders diese Leute eine außergewöhnlich gute Kondition benötigen. Sollte jemand wirklich "platt" sein, wird er ausgewechselt. Das geht bei Mädchenmannschaften besonders gut, da bis zu 4 Spielerinnen, beliebig oft ein und wieder ausgewechselt werden dürfen
. Jungs brauchen eben noch mehr Kondition -
Schwierig, ganz schwierig
Weil die Kinder bisher gar keine interne Ordnung miteinander bzw. zueinander haben, wird es ein ganz harter Prozess sein, eine gewisse Grundstruktur (Ordnung) zu bekommen. Es wird seine Zeit benötigen, bis ein von dir gewünschtes "Normalverhalten" entsteht.
Erst einmal solltest du versuchen die beiden vorhandenen Gruppen dazu zu bringen nicht ständig gegeneinander, sondern zumindest auf dem Fußballplatz miteinander zu arbeiten. Auf dem Platz kann eine Mannschaft nur bestehen wenn sie an einem Strang zieht und sich nicht ständig Vorwürfe macht warum die eine oder andere Aktion (Abwehrfehler, auslassen von Chancen, nicht anspielen von besser postierten Mitspielern) nicht erfolgreich war.
Mein Spruch dazu ist: Ihr müßt euch nicht besonders mögen oder gemeinsam ins Bett gehen, um den Ball zum besser postierten Spieler zu spielen oder Fußball zu kämpfen. Auf dem Platz steht ihr als eine Einheit, und jeder läuft für den anderen. Auch oder besonders bei Fehlern, die andere eventuell gemacht haben. Wer das nicht macht, wird ausgewechselt.
Dazu würde ich dir empfehlen immer Paarübungen im Training zu machen und darauf zu achten, das jeweils ein Spieler der Gruppe A mit einem der Gruppe B die Übung gemeinsam ausführen. Wird am Anfang eventuell etwas stressig, aber glaub mir sie werden größtenteils zueinander finden.
Besonders wichtig dabei ist, positives besonders zu loben, auch wenn du glaubst das es selbstverständlich ist. Schlimm, aber für manche Kinder ist es leider nicht selbstverständlich. Und Lob tut jedem gut, bzw. er fühlt sich damit anerkannt. Und Anerkennung löst bei vielen, die inneren Blockaden.
Hört sich hart an, aber wer das grundsätzlich ablehnt Paar- oder Gruppenübungen zu machen, wird erst einmal aussortiert (Trainingspause, 1-2 Spiele sperre). Manchmal muß auch mal ein Exempel statuieren werden, damit alle anderen verstehen das Fußball keine reine Spaßveranstaltung für den "einzelnen" ist. Fußball ist ein Mannschaftssport und nur wer als eine Einheit auf den Platz geht, hat gute bzw. deutlich bessere Chancen. -
Jeder Mensch macht Fehler. Das gilt für Spieler, Schiedsrichter und natürlich auch für Trainer!
Wichtig ist doch nur das man aus seinen Fehlern lernt und die richtige Konsequenz zieht. Nachdem du mit den Spielern mehrfach gesprochen hast, ist die Reaktion vor der Mannschaft sicherlich nicht schön, aber verständlich. -
@ Andre
Du hast völlig recht mit deiner Aussage, das man Strafen immer nur dann einsetzen sollte, wenn man sie auch umsetzt. Wie du bildlich schön darstellst muß/sollte der Trainer der Chef im Ring sein.
Genau deshalb würde ich als erstes zu dem Mittel der Liegestützen greifen, da er damit bewußt vor der Mannschaft bloßgestellt wird, und sich ggf. beim nächsten mal überlegen wird, ob er sich wieder bloßstellen lassen muß. Hat natürlich auch mit der Intelligenz einses Spielers zu tun, ob er das reflektiert.
Sollte er die Liegestützen nicht machen, würde ich wie bereits beschrieben den nächsten Schritt machen, indem er erst einmal 10 Minuten nicht mitmachen darf.
Deine Technik, mit dem künstlichen Aufregen, finde ich ebenfalls gut, aber das kann sicherlich nicht jeder Trainer von seiner Art glaubwürdig rüberbringen. Für die, die es können ist es aber wunderbar.
Aber darum geht es hier in diesem Fall anscheinend nicht wirklich. Dieses Kind ist sicherlich nicht einfach bzw. wahrscheinlich kein Teamplayer. Das ein Mensch sein sozialverhalten komplett innerhalb von 1-2 Monaten ändern kann wage ich zu bezweifeln. In den meisten Fällen ist es aber möglich zu erreichen, das gerade diese Kinder sich innerhalb der Mannschaft an die Regeln halten. Denn letztendlich respektieren diese Kinder Menschen/Trainer die es schaffen ihnen die Grenzen aufzuzeigen. Diese Trainer genießen bei diesen Kindern eine sehr hohe Anerkennung. -
Gas geben und Querulantentum sind für mich zwei ganz unterschiedliche Paar Schuh. Wie kannst du aus einem Spiel erkennen ob er nun in der richtigen Spur ist? Gas geben bedeutet für mich kämpfen, rackern, Leistungsbereitschaft pur.
Das hat nichts mit sozialkritischem Verhalten zu tun, oder?
Geht es hier um einen Unruhestifter, oder mitlerweile um Leistungsverweigerung?
Ein Kind muß schon die Möglichkeit haben, etwas Zeit zum Nachdenken zu bekommen bzw. seine Verhaltensmuster zumindest innerhalb einer Mannschaft zu ändern. Nichts funktioniert von heute auf morgen. Das gilt für das einstudieren einer Viererkette genauso wie für das ändern des Sozialverhaltens.
