Ist aber dann mehr für draußen, wo wir mehrere Spielfelder machen können.
Ich denke, in der Halle kann man gut zwei solcher Felder auf einem Handballfeld aufbauen. Sollte man nicht genug Minitore haben, so macht man das auf einer Hallenhälfte und eine andere Spielform in der anderen. Da könnte man z.B. auch umgekippte Bänke nehmen, bei denen sie Sitzfläche Trefferfläche ist und nach außen zeigt. Achtung: höhere Verletzungsgefahr. Noch besser dürften Böcke sein -- an die kommen wir aber leider nicht ran...
Das mit dem Pyrrhussieg sehe ich auch so. Aber so läuft das Geschäft, erst recht hier in Sachsen, wo Ligen und Ergebnisse einfach ganz weit vorne sind.
Naja, man muss ja nicht jeden Mist mit machen... Zumal wenn er die Kinder langfristig weniger weiter bringt.
Ich weiß, dass das hier nicht gerne gelesen wird, aber auch viele Kinder lieben die Welt der Champions-League-Turniere und Tabellen..... Ein solches Turnier bestreiten wir demnächst auch (wobei ich hoffe, dass das wegen der freundlichen Gastgeber nicht ganz so schlimm wird, auch weil bei 6 Teams jeder gegen jeden spielt).
Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Trainer, für die der Sieg ihrer Mannschaft eine deutlich geringere Bedeutung als die Förderung der sportlichen wie sozialen Entwicklung all ihrer Kinder hat, in irgendeiner Art daran interessiert sind, dass ihre Spieler nicht gewinnen wollen oder es ihnen gar egal ist, ob sie gewinnen oder verlieren. Das ist keineswegs so, der gesunde sportliche Ehrgeiz und eine hohe Einsatzbereitschaft sind ungeheuer wertvolle Tugenden. Es ist doch so: die Kinder sollen gewinnen wollen. Der Trainer sollte sie dazu auch positiv motivieren, also anfeuern und loben. Aber ihm selbst, rein persönlich, sollte das Ergebnis des Spiels ziemlich egal sein. Ihm sollte es darum gehen, dass seine Spieler möglichst viel von dem gezeigt haben, was sie können, dass sie Freude hatten, dass sie gerannt sind und sich ausgetobt haben, dass sie häufig den Ball hatten und viel aufs Tor geschossen haben, dass sie immer versucht haben, dem Gegner den Ball abzunehmen, wenn er ihn hatte. Was am Ende heraus kommt, ist dann für den Trainer selbst ziemlich unwichtig, Außer dass lange Serien nicht hilfreich sind, weder viele Niederlagen, die den Kindern den Mut nehmen, am Selbstvertrauen nagen und ihnen das Engagament rauben, noch ständige Siege, welche zu Überheblichkeit, Arroganz und Faulheit führen (können).
Spielt also ruhig mit Platzierungen, sehr aber zu, dass Ihr alle Kinder gleichermaßen motiviert und begeistert. Bildet zufällige Mannschaften und haltet sie klein, achtet auch darauf, dass die Spieler, die im letzten Turnier auf den letzten Plätzen gelandet sind, sich im nächsten Turnier vielleicht eher mit einem oder zwei starken Spielern in einer Mannschaft wiederfinden. Seht zu, dass die Eltern alle Eure Spieler anfeuern, egal um welchen Platz sie spielen. Und seht Trostpreise für die hinteren Plätze vor.
Dann würden wir von der Planung her im Frühjahr vielleicht ein eigenes Spielfest organisieren und Teams einladen, die sich damit anfreunden können, dass es nicht um Platz 1 bis 8 geht, sondern um das Spiel an sich.
Wenn Ihr eine Turnierform sucht, bei der am Ende Platzierungen heraus kommen, das aber für die Teilnehmer weniger gut zu durchschauen ist und wo es daher eigentlich immer nur um das nächste Spiel geht, dann empfehle ich Euch das Schweizer System. Dazu braucht man aber während des Turniers einen Computer und hat vorab keinen festen Turnierplan -- man weiß zwar schon, wie viele Spiele stattfinden werden, wann also die ganzen Spiele stattfinden, aber nicht, wer genau welches Spiel bestreiten wird.
Ansonsten haben wir die Eltern angeschrieben und mitgeteilt, dass wir uns zur Vergrößerung der Spielpraxis zusätzlich am Wochenende auf unserem Sportplatz treffen können und dann einfach spielen, je nach Interesse dann auch auf mehreren Feldern.
Finde ich gut. Da würde ich auch empfehlen, kleine Mannschaften zu bilden und auf mehreren Feldern parallel zu spielen.
Ich denke aber, dass das Fernhalten von Spielbetrieb spätestens ab F-Jugend hier in Leipzig vielleicht nicht so gut wäre, weil es hier eine Art erwarteter Standard ist.
Tja, damit spielt man das üble Spiel aber mit. Welches Recht hat es denn irgendwer, von Euch zu erwarten, Euren Kindern Schaden zuzufügen?
Im übrigen finde ich auch die Idee des hiesigen Verbandes, kleine Turnierrunden auch für G-Junioren zu veranstalten, für eine Mannschaft, die einigermaßen wettbewerbsfähig ist, gar nicht sooo schlecht. Voraussetzung wäre halt, dass alle, die wollen, gleiche Spielzeit erhalten und dass das freie Spiel und absolute Zurückhaltung von Eltern und Trainern gewährleistet sind und Ergebnisse egal sind. Das ist das schier unlösbare Problem...
Du sagst es, das ist nur äußerst schwer zu lösen. Wenn es aber eine offizielle Runde ist, dann ist die Teilnahme ab Anmeldung schon wieder verpflichtend. Und aller Wahrscheinlichkeit nach kann man sich seine Gegner auch nicht aussuchen. Nee, würde ich nicht machen, stattdessen kann man sowas doch in Eigeninitiative machen. Mal ehrlich, im jungen G-Jahrgang fangen doch die Kids eigentlich alle erst an, da brauche ich überhaupt noch keine Spiele gegen andere Teams. Und wie viele brauche ich wirklich im zweiten G-Jahr? Reicht es da nicht voll und ganz, wenn ich übers Jahr verteilt sechs bis acht mal eine bis drei Mannschaften einlade?
Nachtrag: den meisten Erwachsenen geht es im Kinder- und Jugendfußball nie schnell genug, sie müss(t)en sich eigentlich permanent bremsen, das käme den Kids in den meisten Fällen sehr zugute.
