Beiträge von tobn

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    ich möchte [...] in Sachen Taktik mal etwas auf die Arbeit gegen den Ball eingehen, allerdings weiß ich noch nicht, wie ich das lege. Ich möchte, dass sie das im Abschlussspiel ausprobieren. [...] Wir haben in unserer Kabine eine Taktiktafel mit Magneten, an denen ich das vorher erklären will.


    Was willst du ihnen denn erzählen?

    Du hast vollkommen Recht, Manndecker: wenn man seinen Spielern Positionen zuweist, muss man sehr darauf aufpassen, dass sie das nicht zu einseitig interpretieren, denn man möchte ja, dass jeder Spieler "mit spielt", also permanent geistig am Spiel teilnehmen, die sich ständig verändernde Situation wahrnehmen und sich entsprechend bewegen. Im Gegensatz zum Abschalten und Zugucken des Spielers, sobald sich der Ball in einer "Geht-mich-nicht-direkt-an-Zone" befindet, das bestimmt fast jeder Trainer auch schon beobachtet hat. Ich denke, dem begegnet man am besten, indem man eben in den jüngeren Jahrgängen eben nur recht wenig positionsorientiert spielt, am besten häufig halt in so kleinen Teams, dass es überhaupt keine spezifischen Positionen gibt. Und wenn man doch mit vier oder mehr Feldspielern agiert, dann rotiert man konsequent und spricht nicht von einzelnen Spielern als Stürmern und Verteidigern, sondern regt die Kinder dazu an, ihre Rolle nicht anhand ihrer Anfangsbezeichnung, sondern vielmehr ihrer aktuellen Position auf dem Platz, der ihrer Mitspieler sowie des Balles und der Gegner selbstständig zu finden.


    EDIT: Ähnliches gilt auch für das Thema der Spieleröffnung, das du ansprichst. Wenn man sich da so positioniert, wie von Schimanski dargestellt, sind die besten Abnehmer für den Druckpass des Torhüters der Sechser und die zwei Achter. Alternativ kann er auch kurz zu einem der IV spielen, die dann klatschen lassen oder den Ball weiterleiten. Wenn gar nichts geht, sich also die Mitspieler des Torwarts nicht lösen und/oder der Gegner aggressiv zustellt, so kann der lange Abstoß die legitime Alternative sein. Entscheidet sich der Torhüter für den langen Abstoß, so sollte die eigene Mannschaft ihre Positionierung entsprechend ändern, also, ganz kurz gesagt und überspitzt ausgedrückt, sich im Zielgebiet des Abstoßes ballen.


    Weil ich den langen Abstoß für zwar nicht wünschenswert, aber eben eine durchaus legitime Lösung für die gelegentliche schwierige Situation halte, bin ich auch kein Freund von der Regel, dass der Ball nicht über die Mittellinie abgestoßen werden darf. Diese Regel stammt übrigens meines Wissens nicht vom DFB und ist daher eine regionale Eigenheit. Bei uns gibt es sie nicht.

    Ich pflichte AxelSchweiss bei. Da es ja aber Realität ist, dass Kinder heute im G-Alter mit dem Fußball beginnen, sollte man, um nicht von Horst Weins Methodik abzuweichen, natürlich in der G und F keine Inhalte anbieten, die bei ihm in der zweiten oder noch späteren Entwicklungsstufen dran sind. Für mich bedingt das z.B. auch, dass man nur gelegentlich in Mannschaftsstärken mit mehr als vier Spielern spielen lässt. Daher würde ich z.B. bei uns auch keine G-Junioren zum regulären Spielbetrieb (mit Einzelspielen im 6+1) melden, sondern damit bis zur F-Jugend, evtl. sogar zweitem Jahr, warten, und mich vorher selbstständig um Spiele mit/gegen andere Mannschaften kümmern.

    So, wie du das beschreibst, Chris, würde ich es auch machen, auch bei korrekter Platzbreite. Da ist es dann mit vier Verteidigern zwar tatsächlich recht eng, aber dafür kann beim Angriff über den Flügel der ballnahe AV tatsächlich den Angreifer an der Außenlinie stellen und die anderen drei Verteidiger rutschen nach, so dass sie zu dritt die gesamte Strafraumbreite abdecken können, ohne dass der ballferne MA sich in die "Kette" fallen lassen muss. Im Spielaufbau würde ich auch die AV dazu animieren, sich hoch anzubieten, und die IV würden breit gehen. Die Mittelfeldaußen wären Achter.


    Ich würde das auch als Zwischenstufe zwischen dem 2-3-1, das ich vielleicht (unter Rotation) im zweiten E-Jugendjahr spielen lassen würde, und dem 4-3-3, das auch ich anpeilen würde, sehen.

    Gibt es sonst noch Tipps für mich, wie mman die Mannschaft jetzt in der Rückrunde schon etwas auf die neuen Aufgaben vorbereiten kann.


    Naja, mein Tipp wäre: lass es. Deine Mannschaft ist noch in der E-Jugend, da solltest du einfach weiter machen mit deinem Programm. Man geht ja schrittweise vor, im Fußball kann man genauso wenig einen großen Sprung machen wie in Mathe, da wird einem ja auch nicht gleich die gesamte Analysis auf einmal präsentiert, sondern sich dem allmählich genähert und dann Punkt für Punkt abgearbeitet.


    Allgemein beklage ich ein wenig, dass im Jugend- und vor allem im Kinderbereich der Erfolg im Punktspielbetrieb als wichtigstes Ziel gesehen wird. Das sollte es meiner Meinung nach nicht sein, es geht vielmehr darum, den Kids mit Spaß das Fußballspielen beizubringen. Soll auch heißen: Neun Spieler des FC Bayern (BuLi-Kader) würden ein ganz anderes 9 gegen 9 spielen können als es D-Junioren möglich ist. Und es wäre auch nicht sinnvoll, wenn D-Junioren so spielen würden, weil sie es einfach noch nicht können, für komplexe gruppen- und mannschaftstaktische Inhalte ist es da einfach noch zu früh.


    Was wird in der D9 elementar?


    Nichts, was im 7:7 oder auch 11:11 nicht schon ist. Aber was ist schon elementar? Es gibt zwei Spieler mehr in der Mannschaft, dadurch ist es nicht mehr sinnvoll, nur mit zwei Bereichen zu spielen, sondern man teilt sinnvollerweise die Mannschaft auf dem Platz in Abwehr, Mittelfeld und Sturm ein. Insofern ergibt sich zumindest für die Stürmer und die Innenverteidiger eine stärkere Akzentuierung ihrer Aufgaben als im 7:7. Alle anderen Spieler müssen oder sollten, meiner Meinung nach zumindest, letztlich ein Mittelfeldspielerprofil bedienen, also sowohl mit angreifen wie auch (i.d.R. hinter dem Ball) verteidigen. Die IV haben hingegen typischerweise selbst bei eigenem Ballbesitz noch eher absichernde Aufgaben und stehen für Spielaufbau und -verlagerungen zur Verfügung, während die Spitze sich ggf. anders als der Rest der Mannschaft verhält, wenn der Gegner in Ballbesitz ist. Sie könnte bspw. den gegnerischen Spielaufbau lenken. Oder aber sich recht weit vorne für den Steilpass nach Balleroberung anbieten. Aber das sind Sachen, die man schrittweise erarbeiten sollte, da darf man nicht alles auf einmal verlangen.


    Brauch ich eine zentrale Spitze oder ist die angesichts der wenigen Flanken überflüssig? Oder brauche ich gerade deswegen eine Spitze, um den ersten Ball aus der Abwehr auch mal in die Tiefe spielen zu können?


    Naja, Spitzen braucht man. Ob eine, zwei oder drei ist Geschmackssache, ebenso wie die Spielweise. Ich favorisiere weiterhin das 4-3-1 bzw. 4-1-2-1, aber das 3-2-3 ist auch beliebt, wie auch das 3-3-2, und man trifft auch immer mal wieder ein 2-4-2 an.


    Wichtig aber: in der D-Jugend ist man immer noch ziemlich deutlich im Bereich der individuellen Ausbildung. Beim DFB geht es da um Individualtaktik, selbst Gruppentaktik kommt bei ihm erst in den höheren Altersklassen. Aber sicherlich können und wollen viele D-Junioren bereits gerne gemeinsam spielen, das darf und sollte man daher auch ruhig fördern. Aber auch in diesem Alter sollte man den Fokus weiterhin auf die Technik legen und die Spieler nicht mit zu vielen taktischen Überlegungen überfordern.

    Was die Umstellungen anbelangt, fak, so bin ich da voll bei dir. Da es ja bei uns mit seinem Jahrgang neu eingeführt wurde, hat mein Sohn mit seinem Team, das ich damals ja auch noch mit trainiert habe, auf immer mal wieder unterschiedlich breiten D9-Feldern gespielt, je nach Gusto des ausrichtenden Vereins halt. Am wenigsten von D9 wussten übrigens die Schiedsrichter, da hatte es scheinbar überhaupt keine Unterrichtung gegeben... :thumbdown: Aber zurück zu meinem Sohn, ihn und zwei seiner Mannschaftskameraden, die auf dem Weg zu einem Spiel noch bei mir im Auto saßen, habe ich nämlich mal gefragt, wie sie die unterschiedlich breiten Felder finden. Ihnen war es nach eigener Aussage ziemlich egal. Mir als Trainer allerdings weniger, ich kann mich mit einem kurzen, aber sehr breiten Feld nicht anfreunden, zumindest nicht, wenn man auf jeweils ein mittig platziertes Tor pro Seite spielt (und nicht etwa auf mehrere kleinere Tore). Denn viele Trainer meinen, es sei sinnvoll, wenn sie ihren Spielern dazu raten, die Breite des Platzes auszunutzen, wenn sie in Ballbesitz sind. Dafür finde ich das D9-Quadrat aber zu breit und zu kurz. Einerseits aus dem Grund, dass die meisten D-Junioren den Ball nicht von der Außenlinie vors Tor schlagen können, zumindest nicht mehr als zweimal hintereinander. Das wurde bei uns immer wieder bei Ecken, die mehrfach hintereinander von der gegnerischen Mannschaft wieder ins Toraus abgewehrt wurden. Wir mussten dann nach zwei, spätestens drei Eckbällen den Schützen wechseln, sonst kam der Schütze nur noch bis kurz vor den Fünfer.. Da also nur wenige D-Junioren Flanken von Außen vors Tor bringen können, ist die Außenbahn an und für sich für Vorstöße nicht so richtig toll geeignet, man muss da halt so auf halbem Weg zwischen Mittel- und gegnerischer Grundlinie schon so langsam den Weg nach innen suchen, sonst ist man schnell an der Eckfahne isoliert.


    Noch blöder finde ich, dass dadurch, dass die Außenspieler nach außen rücken, es für die anderen Spieler nicht selten viel attraktiver ist, sie links (und rechts) liegen zu lassen und stattdessen den Weg durch die Mitte zu suchen, zumal der Weg zum Tor über sie ja deutlich kürzer ist als über den weit außen liegenden Flügel. Und da die Außenspieler ja da draußen sind, ist in der Mitte ja auch so schön viel Platz da...


    Nee, finde ich einfach eine für das konventionelle Fußballspiel ungeeignete Geometrie..

    Der Jg. 2001 war damals bei uns im Kreis auch der erste, der als junge D-Jugend D9 gespielt hat. D9 wurde aber für gesamte D-Jugend eingeführt, so dass der 2000er-Jahrgang ein Jahr D11 gespielt hatte, um dann auf D9 zu wechseln. Ich kann mich daran erinnern, dass sich viele Leute damals darüber aufgeregt haben, wohingegen ich meine, dass sich sowas halt nicht vermeiden lässt, wenn Altersklassen mehrere Saisons überspannen.


    Ich habe gerade mal in den Durchführungsbestimmungen unseres Kreises nachgesehen, in der E-Jugend wird offenbar noch immer im 6+1 quer über den halben Platz gespielt. In den Durchfürungsbestimmungen steht sogar, dass das für "alle 7er-Mannschaften" gilt, also bei uns eigentlich auch für F- und G-Jugend, obwohl da von einem nicht näher bezeichneten "verkleinerten Spielfeld" gesprochen wird, wohingegen für D7 und E7 die Spielfläche als (ebenfalls nicht definiertes) "Kleinfeld" bezeichnet wird. Es gibt aber noch eine "Anweisung Fair-Play-Liga", in der für G- und F-Jugendfelder die Maße 32m x 35m respektive 35m x 40m festgelegt sind. Ach ja, das D9 wird bei uns "von 16er zu 16er und über die ganze Platzbreite" gespielt, also mehr oder weniger auf einem Quadrat... Eieieieiei.... :wacko:

    Ich lese hier öfters davon, dass das D9-Feld größer sei als das E-Jugendfeld. Das würde man zunächst auch meinen, bei uns war es aber damals, als der Jg. 2001 von E zu D wechselte, dass das häufig nicht so war, zumindest wenn die Seitenlinien entsprechend der Definition des D9-Feldes des DFB eingerückt wurde. Der DFB sieht ja ca. 70m x 50m vor, welche in guter Näherung entstehen, wenn man auf einem Platz der "Standardgröße" von 105m x 68 m von Strafraum zu Strafraum spielt und von beiden Seitenlinien neun Meter einrückt (besser: die Begrenzung mit fünf Metern Abstand zur Strafraumgrenze anbringen) -- genau wären es dann 72m x 50,32m. Bei uns wurde in der E-Jugend auf den halben Platz gespielt, das wären bei einem "Normplatz" der genannten Größe dann 68m x 52,5m. Dieser Unterschied ist meiner Meinung vernachlässigbar und das Spielfeld wird enger, da sich vier Spieler mehr auf nahezu der gleichen Fläche wie vorher befinden.


    Anders sieht es natürlich aus, wenn in der E-Jugend auf kleinerem Feld gespielt wurde.

    ich würde meine Kinder auch dann zum Training bringen, wenn es regnet oder kalt ist, dann halt eine Schicht mehr Wäsche.


    Ja, das ist ja auch vernünftig. Du hattest aber auh Folgendes geschrieben, das klang für mich zumindest im Ansatz nach einer gewissen Übertreibung in der Fürsorge:

    [...]ich denke nicht, dass man Kinder zwischen 4 und 7 Jahren bei Temperaturen unter 0 Grad draußen trainieren lassen sollte. Meine Tochter verausgabt sich schnell und ist total geschwitzt.[...] Sorry, ich halte es irgendwie für unverantwortlich.


    Dadurch, dass deine Aussagen so pauschal waren, entstand bei mir der genannte Eindruck. Wobei ich ihn ausdrücklich nicht bewerte.


    Aber Sport bei solchen Temperaturen sind eine andere Belastung - meine ich zumindest und auf eingefrorenem Platz spielen ist auch nicht ganz ungefährlich für die Knochen. Das hat mit Überempfindlichkeit nichts zu tun.


    Kann sein, ja, muss aber auch nicht immer und überall so sein. Und man kann auch bei Kälte seinen Spaß haben, man kann als Trainer sein "Training" ja auch abwandeln. Ob es aber nicht in vielen Fällen sinnvoller wäre, etwas anderes zu machen oder, falls das nicht möglich ist, es ausfallen zu lassen, sei mal dahin gestellt.


    In diesem Sinne: Schönes Wochenende! =)

    Man kann sich vernünftig anziehen, auch für die Kleinsten gibt es Funktionswäsche, die gegen Kälte schützen.


    Hmm, naja, aber dafür, dass die Kids sie, da sie ja recht schnell wachsen, nur über eine Wintersaison tragen, in welcher aufgrund der Unterbrechung durch die Weihnachtsferien und die Hallenzeiten zumindest bei uns draußen deutlich weniger trainiert wird als zwischen Ostern und den Herbstferien, finde ich ich solche Unterwäsche ziemlich teuer.. Bei uns ist übrigens der Platz (Kunstrasen) auch öfters mal eine oder zwei Wochen am Stück gesperrt, wenn da nämlich der Schnee nur wenig abschmilzt und es dann wieder anzieht, so dass der Platz vereist.


    Ich finde als Trainer die Eltern unverantwortlich, die [...]


    Eieiei, welche Laus ist dir denn über die Leber gelaufen? Solche Eltern sind mir noch nicht untergekommen, noch gar nicht... Wohl aber gibt es durchaus tendenziell etwas übervorsichtige und überempfindliche Eltern, eher Mütter, aber die gab es früher auch schon.


    Meine Kinder gehen bei jeden Wetter raus und kicken und haben nicht mehr oder weniger mit Erkältungen zu tun.


    Da bin ich auch bei dir: auch, wenn es kalt ist, können und sollten Kinder raus gehen und sich bewegen, davon bekommt man auch keinen Infekt. Aber ob für Fünf- und Sechsjährige Fußballtraining die beste Form der Bewegung bei Temperaturen (knapp) unter Null ist, das wage ich zu bezweifeln.


    Wie gesagt, wenn der Platz gefroren ist, dann zu gefährlich, aber dieses ständige Gejaule, neee ist zu kalt und neeee es regnet, da wird mein Kind nass und bei 25 Grad oh mein Gott das ist ja der Vorhof der Hölle.


    Naja, bei 25°C wirst du das sicher nicht gehört haben, und sowohl Temperaturen über 33°C um 15:30 Uhr bei sengender Sonne sowie kalte Nässe nahe dem Gefrierpunkt muss man als Trainingsteilnehmer wie als Übungsleiter entsprechend berücksichtigen, sonst drohen durchaus gesundheitliche Schäden. Gegenüber Regen sind mir auch einige Eltern zu empfindlich.


    Nimm Wechselwäsche für deine Tochter mit und zieh sie nach dem Training um oder rennst Du nach dem Sport mit durchgeschwitzten Klamotten durch die Gegend.


    Du antwortest hier wohl auf betreuer72, ich würde sie auch als zumindest etwas überempfindlich bezeichnen, auch wenn sie da anderer Meinung ist. Aber sie alleine ist für ihre Kinder verantwortlich, da sei dir zwar deine Meinung gestattet, aber du musst ihr überlassen zu beurteilen, was für sie gut ist.


    Und im Eingangspost ging es darum, bei unter 0°C zu trainieren. Da friert bei uns der Platz, wird knochenhart und man rutscht ziemlich fies herum, das macht keinen Spaß. Wenn frischer Schnee liegt, kann es noch eine Gaudi geben, dann bringt es aber vom Fußballerischen her nicht sonderlich viel. Und wenn der Schnee dann angetaut und gefroren ist, ist es echt zu gefährlich. Deshalb würde ich da eher, wie oben gesagt, gemeinsam rodeln gehen und dabei eine Schneeballschlacht machen. Und, wie einige schon sagten, dabei haben alle dicke Wintersachen an, in denen man aber kaum Fußball spielen kann..

    Rückfrage: wozu willst du bei Temperaturen unter Null G-Junioren trainieren?


    Grundsätzlich können Bambini auch Fußball spielen, wenn es kalt ist. Aber sie müssen halt warm genug angezogen sein. Von einer Einschränkung der Lungenfunktion habe ich noch nichts gehört, aber sicher können kleinere Kinder noch nicht so gut selbst einschätzen, wie warm oder kalt es ihnen ist. Du musst auf jeden Fall vermeiden, dass ihnen zu kalt wird, daher musst du sie eigentlich permanent in Bewegung halten. Ob sie das aber eine ganze Trainingseinheit lang aushalten, weiß ich nicht..


    Ich würde es also nicht machen. Verabredet Euch doch lieber mit den Eltern zusammen zu einer Schneeballschlacht oder zum Rodeln.

    Wertvoller Beitrag zum Lernprozess, fak, kann ich nur unterstreichen. Und du hast auch Recht, dass man die Prüfung nicht zu sehr auf die leichte Schulter nehmen sollte, da bin ich absolut bei dir. Aber sie kommt ja erst zum Schluss des Lehrgangs, ich gehe eigentlich davon aus, dass 16aufmrücken bis dahin seine schriftlichen Abiprüfungen hinter sich haben wird und daher auch mehr Zeit in die Vorbereitung auf die Prüfung wird investieren können. Gerade die Lehrprobe sollte man sehr gut vorbereiten.


    Beim C-Breitensport gab es bei uns ürbigens keine Punkte, zumindest kann ich mich nicht daran erinnern..

    Mit Training umlegen wird schwierig, ich werde wohl kaum meinen Trainer und 20 Spieler davon überzeugen können dass ich da Vorrang habe.


    Ach so, es geht um dein Training als Spieler, ja, da ist das natürlich auch etwas anderes. Ich würde mich da wahrscheinlich aber halt für die Dauer des Lehrgangs vom Training abmelden. Wenn es beim Lehrgang einen Termin pro Woche gibt, dann fehlst du dadurch ja auch 'nur' von einer Trainingseinheit in der Woche. Im Zusammenhang mit der Abivorbereitung finde ich das sogar eine angenehme Sache, so hast du keinen zusätzlichen, sondern nur einen anderen Termin. Ich finde (wie bereits gesagt) auch, dass der Verein dich dabei unterstützen sollte, und dafür sorgen sollte, dass dein Trainer nicht nur akzeptiert, dass du fehlst, sondern das sogar respektiert.


    Und Terminlich ist das mit dem Abi kein Problem aber ich habe Schiss dass ich meinen Kopf mit unwichtigem Kram als Sozialwissenschaften und Geschichte fülle


    Überschätze den Lehrgang nicht, im Vergleich mit Oberstufenstoff is das nicht so wild. Ich glaube auch nicht, dass du dich zu Hause viel mit dem Stoff des Lehrgangs wird beschäftigen müssen. Bei uns war es so, dass man häufig eine Übungs- oder Spielform für den nächsten Termin vorbereiten musste, das kostet aber nicht wirklich viel Zeit.

    Im direkten Nachbarverein gibts einen Lehrgang [...]


    Na also, dann nutze die Gelegenheit! Logistisch einfacher wirst du es nie wieder bekommen.


    Welchen Lehrgang, übrigens, gibt es da?


    [...] aber der Überschneidet sich
    a) mit meinem eigenen Training


    Wende dich an den Verein und lasse deine Trainingszeit dafür umlegen. Du investierst viel Zeit und Mühe in deine Qualifikation, die dem Verein zugute kommt, da sollen sie dir auch dementsprechend den Rücken frei räumen (und halten).


    b) mit meiner Abivorbereitung


    Wie sieht denn da der Plan aus, sowohl beim Lehrgang als auch was dein Abi anbelangt? Ich würde meinen, dass man es auch in der Abivorbereitung hinbekommen sollte, einen Abend in der Woche für den Lehrgang aufzubringen. Zur Not würde ich da eher beim Training Abstriche machen und da eine vorübergehende Notlösung suchen, à la jedes zweite Training wird 'nur' gespielt, wobei ein anderes Vereinsmitglied oder ein Elternteil die Aufsicht übernimmt, damit du in der Zeit fürs Abi lernen kannst. Dieses "nur spielen" kann man ja durchaus so gestalten, dass die Spieler dabei etwas lernen.


    Du wirst halt die Abivorbereitung entsprechend diszipliniert gestalten müssen. Ich weiß, dass mir das damals nicht leicht fiel, aber ich glaube nicht, dass ein weiterer Abendtermin da so den Unterschied gemacht hätte..


    Deshalb bin ich mir unsicher. Und direkt nach Kamen Kaiserau "nur" für die C Lizenz, naja


    Würde ich auch nicht machen, aber ich würde dir dennoch stark empfehen, mit der C-Lizenz zu beginnen.

    Beide Kandidaten haben ja nicht abgesagt, einer hätte wohl weiterhin Interesse, aber erst ab Sommer Zeit.


    Wäre es dann nicht eine Option, dass Ihr Euch bis dahin mit der Notlösung begnügt? Vielleicht findet sich ja ein Kreis von zwei bis vier Trainern, welche die A-Jugend wechselweise zu den Spielen begleiten kann.

    Nun, erwarte von der Lizenz lieber nicht zu viel, es ist nun nicht so, als würde man da zum Experten getrimmt. Dazu muss man sich vielmehr permanent selbstständig weiter bilden, wozu aber dieses Forum und die in ihm zu findenden Anregungen schon sehr hilfreich sind.


    Ich würde dir empfehlen, mit dem C-Trainer zu beginnen, der letztes Jahr noch "Trainer C-Breitenfußball" hieß. Und da würde ich die das Profil "Kinder und Jugend" empfehlen. Ohne nachgesehen zu haben, vermute ich mal, dass sich an seinem Aufbau nicht viel verändert hat, seit ich ihn gemacht habe, und dann besteht er aus vier Teilen: Basiswissen, Profil Kinder, Profil Jugend und der Prüfung. Nebenbei musst du noch einen Erste-Hilfe-Kurs machen.


    Den C-Trainer kann man "zentral", also an dem Fortbildungsstandort deines Landesverbandes absolvieren, das dürfte zwei oder drei Wochen am Stück in Anspruch nehmen, oder auch "dezentral": da bemüht sich dann ein Verein darum, dass ein Referent die Fortbildung bei ihm durchführt, typischerweise an einem Abend in der Woche oder am Wochenende. Da dauert es dann entsprechend länger, bis man die 120 Lerneinheiten (à 45 Minuten) hinter sich gebracht hat, dafür muss man sich aber nicht für mehrere Wochen komplett ausklinken. Ich habe die dezentrale Variante genutzt, da lief der Kurs dann von Ende Oktober bis Anfang April, wobei da über Weihnachten und den Jahreswechsel ca. drei Wochen Pause eingelegt wurden.


    Schaue halt mal, was so bei Euch angeboten wird.

    Das mit dem Teamspirit klappt beim training und vor den Spielen eigentlich ganz gut - bis dann ebend das erst und zweite gegentor fällt. Danach zerbricht die Mannschaft in einzelteile und es gibt ne klatsche vom ergebnis her und hängende köpfe .


    OK, aber dann hast du gar nicht so schlechte Voraussetzungen, um über den mannschaftlichen Zusammenhalt zu kommen, obwohl mich das "eigentlich" in deinem ersten Satz noch etwas unruhig hinterlässt.. Ich kann mir nicht vorstellen, dass deine Spieler gerne verlieren oder es ihnen gleichgültig ist. Daher würde ich das gezielt thematisieren, ihnen deine Beobachtung mitteilen, dass es bei ihnen doch gut aussieht, bis sie das Gegentor bekommen. Und dass Ihr daran arbeiten wollt.


    Ich hatte in der E-Jugend, als wir einem uns haushoch überlegenen Gegner gegenüber standen, mal kurzfristig den Jungs gesagt, dass ich ganz sicher nicht von ihnen erwarte, dass sie sich überhaupt kein Gegentor fangen. Aber ich möcte, dass sie sich bis zum Schluss nach Leibeskräften wehren und jedes mal, wenn sie im Rückstand Anstoß haben, das Spiel so angehen sollen, als stünde es noch 0:0. Einfach Kopf frei und auf gehts! Nachdem wir das Spiel gegen die selbe Mannschaft ein oder zwei Wochen zuvor noch mit 2:18 verloren hatten, gingen wir da (bei auch deutlich defensiverer Aufstellung) mit demgegenüber nur 0:3 zur Halbzeit in die Kabine. Die Jungs waren da eigentlich auch ganz gut drauf und trotz des Rückstands sogar ein kleines bisschen stolz. In der zweiten Halbzeit hatte unser Torhüter leider ein kurzes Konzentrationstief und dem Rest der Mannschaft fiel es, da die Knochen müde wurden, natürlich auch schwerer, dafür schossen wir aber immerhin noch ein Tor, und beendeten die Partie schließlich mit 1:9. Alle Spieler waren froh, das Ding hinter sich gebracht zu haben, sie denken sicher auch nicht mit Freude daran zurück, aber diese deutliche Niederlage hat immerhin auch kein Trauma hinterlassen.

    Ich habe bei der Mannschaft größere Probleme als die Abwehr Kette !!!
    Aber um die alle aufzulisten reicht mir die Zeit nicht.
    Es ist eine einzige Riesen Baustelle " leider "


    OK, naja, du musst bei allen unseren Antworten natürlich auch schauen, inwieweit sie auf dein Team passen. Überlege dir, was bei Euch die größten Probleme sind und auch, welche Schwierigkeiten du am besten bearbeiten kannst.


    Wenn Ihr gegen den Abstieg spielt und deine Spieler nur ungern in die Abwehr gehen, fällt es mir schwer, da keinen Zusammenhang zu sehen. Üblicherweise ist es auch leichter, zunächst die Abwehr zu stabilisieren und für eine geringere Anzahl an Gegentoren zu sorgen, als für einen potenteren Angriff. Denn viele Spieler resignieren recht schnell, sobald die Gegentore fallen, so dass es dem Gegner in der Folge umso leichter wird, weitere Tore zu schießen, während bei ihnen selbst immer weniger gelingt.


    Ich würde versuchen, das Thema Klassenerhalt zur Aufgabe der ganzen Mannschaft zu machen, gehe mit ihnen doch mal in Klausur, macht mal eine von die geleitete Diskussionsrunde, in der sie sich auf den Zusammenhalt besinnen, sich als Mannschaft einschwören und den Klassenerhalt zu ihrem gemeinsamen Ziel machen. Du solltest sie dazu bekommen, selbst zu sagen, dass es darum geht, viele Tore zu schießen und möglichst wenige Gegentore zu kassieren. Und dann kannst du sagen, dass es Euch dann erst mal darum gehen soll, die Zahl der Gegentore substanziell zu verringern, da diese eben viel zu leicht und in viel zu großer Zahl fallen. Dass es eben wichtig ist, dass sie als gesamte Mannschaft verteidigen und eben nicht mehr die hinteren paar Spieler -- du kannst hier die üblichen Verdächtigen ja ruhig zu Wort kommen lassen -- die ärmsten Schweine auf dem Platz sind, um es betont drastisch zu sagen. Und dann fragst du sie, ob sie dazu bereit sind, in den nächsten zwei Wochen verstärkt an der Defensive zu arbeiten, ob sie alle mit ziehen wollen. Also dann: Packen wir es!

    Versteh Ich das Richtig tobn ?


    4-4-2 System


    und In der HZ die beiden 4er reihen Tauschen ?
    Abwehr ins Mittelfeld und Mittelfeld zur Abwehr ?


    Du hast es erfasst. Und du kannst den Jungs dabei ruhig mitgeben, dass die Abwehr eigentlich immer schlecht aussehen muss, wenn sie vom Mittelfeld keine Unterstützung bekommt. Und dass sich die Abwehr der ersten Halbzeit wahrscheinlich merken wird, inwieweit ihr in der ersten geholfen wurde, wenn es dann in die zweite geht. Du kannst ihnen in diesem Alter ruhig sagen, dass es dich stört, dass sie so wenig dazu berit sind, sich auch an der defensive zu beteiligen, und zwar durch die Bank. Man möchte zwar eigentlich in der ganzen Jugend die Offensive betonen, da bin ich voll bei Dirk, aber das darf nicht dazu führen, dass keiner sich für die Defensive zuständig fühlt. Im Gegenteil, das müssen alle, damit sie den Ball möglichst schnell wieder haben und dann wieder angreifen können. Und wenn sich da ein gewisses Verhaltensmuster eingeschlichen hat, dann bin ich als Trainer schon auch mal radikal und verdonnere sie zur Defensive. Im ersten dieser Spiele würde ich das noch nicht machen, aber in dem Gespräch mit der Mannschaft, in dem ich deutlich machen würde, dass mir ihr Verhältnis zur Defensive nicht gefällt, dass sie sich damit selbst um den Lohn ihrer Früchte bringen, dass ich, wenn sie so alleine gelassen werden und ihnen möglicherweise sogar noch die Schuld an den Gegentoren gegeben wird, keinem es vorwerfen kann, wenn er nur ungern in die Abwehr geht, in diesem Gespräch würde ich vielleicht anklingen lassen, dass ich sie evtl. verstärkt an der Zahl der Gegentore messen könnte, wenn sie mir weiterhin dazu Anlass gäben.