Beiträge von tobn

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    Ich kann für mich keinerlei Kompetenz für den höheren Jugendbereich reklamieren, soviel vorab. Aber ich finde, es klingt doch eigentlich richtig gut, wie du das Verhalten deiner Spieler beschreibst, sie geben immer Gas und sind eher darauf aus, weitere Tore zu schießen, als zu versuchen, die Führung zu verwalten. Ich würde da, das sage ich jetzt aus der Ferne, wohl gar nicht versuchen, sie dazu zu bringen, zu versuchen, das Spiel über die Zeit zu bringen, wenn es nicht ihrer Natur entspricht. Natürlich hätte ich schon etwas gegen allzu riskante Aktionen, die man sich bei eigener Führung dann doch eher zugunsten des sichereren Spiels schenken sollte. Aber ich würde davon abraten, ihnen nahe zu legen, auf Ballhalten zu spielen und ihn demzufolge nur noch hin und her zu schieben. Wenn man das nicht so souverän wie Barca macht, hätte ich Angst, dass der von dir ja genannte Rhythmus eher verloren geht, dem Gegner gleichzeitig der Druck genommen wird, und er demzufolge wieder aufkommen könnte. Wenn dann bei deinen Jungs Konzentration, etc. eher nachlassen, riecht das nach einem Spiel, das kippen könnte. Man sieht ja auch jeden Samstag in der Sportschau, dass selbst viele Profimannschaften es nicht schaffen, eine Partie zu verwalten. Da frage ich mich, wie gut das B-Junioren hinkriegen können.


    Probieren kannst du es natürlich dennoch. Versuch macht schließlich kluch, äh, klug.

    Mal eine Frage, was würdet ihr eurer Mannschaft denn in folgender Situation sagen: 5 Angreifer kontern schnell gegen 2 Verteidiger + 6er sagen wir mal. Und der Mittelfeldspieler der Angreifer geht überflüssiger Weise in den Zweikampf mit dem 6er und ist im Begriff vorbeizugehen. Würdet ihr da einfach sagen weiterlaufen lassen wenn der Angriff mit einem leichten Zupfen oder kleinen Rempler auf Kosten eines Freistoßes 40 m vor dem Tor zum Stoppen gebracht werden könnte?


    Wenn er es nicht schafft, dem Angreifer mit fairen Mitteln vom Ball zu trennen, dann sollte er ihn vorbei lassen und postwendend mit Maximaltempo den Rückwärtsgang einlegen, hoffend, dass die Spielsituation es einem der anderen zwei Spieler erlaubt, den Angreifer zu stellen und den Angriff so erneut abzubremsen. Tatsächlich hat er sich vermutlich zuvor ja auch taktisch ungeschickt angestellt, wenn der Angreifer im Begriff ist, an ihm vorbei zu gehen. Der Griff zum taktischen Foul ist dann sowohl Eingeständnis der eigenen Unzulänglichkeit -- das ist jetzt nicht so dramatisch gemeint, wie das Wort klingt -- als auch die Ultima Ratio. Wenn sie Erfolg hat, wird der Spieler sich immer wieder ihrer bedienen, anstatt sich taktisch besser zu verhalten. Nee, absichtliche Fouls kann ich weiterhin nicht leiden.

    Was meint ihr, gibt es das "Faire Foul"?


    Meine Meinung ist da eindeutig: nein. Es gibt absichtliche und unabsichtliche Fouls. Absichtliche Fouls verurteile ich auf das schärfste und möchte sie von keinem meiner Spieler sehen. Dabei ist mir völlig schnuppe, wie vermeintlich raffiniert sie sind, es sind bewusste und vorsätzliche Regelverletzungen. Am schlimmsten sind Fouls, bei denen die Gesundheit des Gegners bewusst deutlich gefährdet wird.


    Anders sehe ich es bei unabsichtlichen Fouls. Ich mache keinem Abwehrspieler einen Vorwurf, der vom Stürmer verladen wird und dadurch mit diesem kollidiert, ohne es gewollt zu haben. Auf unserem Platz konnte ich auch schon mal wegen des Platzbelags (Sand auf Resten von Kunstrasen) den schnellen Richtungswechsel des von mir in der Nähe unserer Ecke verfolgten Gegners nicht mitmachen und bin mit ihm zusammen gestoßen.


    Unabsichtlich, aber ungeschickt und daher zu unterbinden ist für mich gefährliches Spiel. In den meisten Fällen des hohen Beins verletzt sich zwar niemand, aber es ist eine Unart, die dazu noch gefährlich ist. In unseren Trainingsspielen pfeife ich es daher immer ab, selbst wenn der nächste Gegenspieler zwanzig Meter weit weg ist. Das halte ich so wie die stets verbotene Grätsche in der Soccer-Hall.


    Grätschen sind auch ein etwas diffizileres Thema. Grätschen von hinten und Blutgrätschen müssen wir hier nicht diskutieren -- als unter meinen Kids mal das Wort 'Blutgrätsche' angesagt war, habe ich ihnen dazu ganz deutlich (nicht laut, aber deutlich) meine Meinung gesagt. Aber man kann ja durchaus auch grätschen, ohne den Gegner zu treffen. Auf einem Rasenplatz finde ich auch eine Grätsche zum Ball, nach der der vormals Ballführende über das am Boden befindliche Bein stolpert, in Ordnung. Auf anderen Bodenbelägen empfände ich sie als regelkonform, würde meinen Spielern aber von ihrer Anwendung aufgrund der großen Gefahr von Schürfwunden abraten.

    Ich bin da voll bei Dir, DQ. Interessantes Paper zum Thema: http://www.sportwiss.uni-hanno…likationen/pil_fai_01.pdf. Es wird auch in diesem Artikel erwähnt: http://www.sueddeutsche.de/leb…-schmutzig-genug-1.188870. Zwei Abschnitte, die zu denken geben (Betonung ist von mir und nicht im Artikel vorhanden):


    'Pilz zitiert einen C-Jugend-Auswahltrainer mit den Worten: "Fairplay wird viel zu hoch gehängt. Ich werde dafür bezahlt, erfolgreich zu sein und da kann ich keine Rücksichten auf Fairplay-Bemühungen nehmen."'


    'Wie Untersuchungen belegen, unterscheiden Trainer und Spieler zwischen "fairen" und "unfairen" Fouls. Faire Fouls sind taktisch motiviert und werden von Trainern gefordert oder gar gewürdigt. Unfaire, also brutale Fouls lehnen die Übungsleiter mehrheitlich ab. Foul ist nicht gleich Foul - so lautet die Doppelmoral des Fußballs.'


    Ich selbst bin bezüglich Fairplay Purist, sehe da aber auch keinen Widerspruch zwischen dem Fairplay-Gedanken und der Kontaktsporteigenschaft des Fußballs, womit einige der Teilnehmer an der o.g. Studie aber offenbar ihre Probleme hatten. Rugby oder das auf englischen Pausenhöfen zumindest früher beliebte Spiel "British Bulldog" (s. z.B. https://www.youtube.com/watch?v=A59DLf4J5ys), an dem ich mich selbst als Elfjähriger (durchschnittlicher Größe und keineswegs Alphatier) gerne beteiligt habe, sind auch Kontaktsportarten, in denen es jedoch auch und natürlich faire und unfaire Aktionen gibt.


    Ein ganz schlimmes Spiel mussten meine Jungs letzten Samstag durchstehen. Unser Gegner hatte ein paar Spieler dabei, die selbst ständig geschoben und gezogen haben. Der Schiri (wurde von unseren gegnern gestellt) quittierte die Beschwerden meiner Spieler während die Aktionen liefen (konkret schirmte einmal z.B. mein Spieler den Ball ab und wurde dabei von hinten massiv geschoben und geschubst) mit den Worten: "was willst du denn, du bist doch in Ballbesitz." Gefährliches Spiel, sprich Füße in Schulter- und Kopfhöhe, das ich meinen Spielern mühevoll mittlerweile ganz gut abgewöhnt habe, zeigten unsere Gegner unzählige male, abgepfiffen wurde es nie. Ich bin eigentlich stets Freund der Schiris, aber hier konnte ich nicht anders, als auch mal reinzurufen: "Paul, geh das nächste mal mit dem Körper zum Ball, wenn er dich dann trifft oder auch fast trifft, müsste der Schiri gefährliches Spiel pfeifen![i]" Andererseits sind diese Spieler drei mal unter Schmerzensschreien zu Boden gegangen, als ihr Fuß von meinem Abwehrspieler [i]wirklich, ganz ehrlich nur sanft touchiert wurde. Ich stand jeweils nur zwei Meter weg, da war gar nichts und die Kids machen einen auf sterbenden Schwan. Meine Spieler waren total verwirrt. Da pfeift der Schiri natürlich. Und so kriegen wir einen Freistoß gegen uns in bester Position, zentral vor dem Tor. Der wird direkt aufs Tor gezogen, unser Torhüter zur Seite gestoßen, das Ding geht rein, zählt. Die gegnerischen Spieler loben den Kameraden, der unseren Torwart weg geschoben hat.


    Und das bei Neunjährigen!


    Die Betreuerin wollte das nach dem Spiel noch damit rechtfertigen, dass sie ja ein Jahr jünger seien -- aufgrund einer IMnsHO beknackten Regelung im Kreis muss eine E-Jugendmannschaft, wenn sie die einzige des Vereins ist, als E1 gemeldet werden, egal, wie alt ihre Spieler sind. Ich erwiderte freundlich, dass ich nicht finde, dass das eine Entschuldigung für unfaires Spiel ist und ich befürchte, dass ihre Spieler noch Probleme kriegen werden, wenn sie es mit offiziellen Schiris zu tun bekommen, die auch auf die Einhaltung des Fairplay achten.

    Ja, ist die DFB-Broschüre.


    Da musst du beachten, dass die DFB-Info-Abende erst für den Einsatz ab U12, also D-Jugend, gedacht sind. Mit den Anweisungen zur richtigen Annäherung an den Gegner im defensiven 1-gegen-1 sowie der Unterscheidung, ob das am Flügel oder in der Mitte und ob die Entfernung zum Ballführenden groß oder klein ist, wirst du mit ziemlicher Sicherheit F'ler überfordern. Da würde ich eher das 1-gegen-1 in vielen kleinen 1-gegen-1-Spielformen üben. Dazu gibt es bspw. recht viele Coerver-Übungen.

    Erst einmal herzlich willkommen im Forum. Gut, dass du deine Kollegen nach Erfahrungswerten und Tipps fragst.


    Ich trainiere eine E-Jugend, 83% Altjahrgang, und würde dir wünschen, dass du die Fehler, die ich in der G- und F-Zeit gemacht habe, nicht auch machst. Ganz wichtig dabei ist es aus meiner Sicht, alle Spieler auf allen Positionen einzusetzen, egal, ob sie ihnen liegen oder nicht. Ich würde versuchen, es gar nicht mehr dazu kommen zu lassen, dass einige Spieler die gewohnheitsmäßigen Stürmer sind und andere schon in der F den Titel 'Abwehrchef' erhalten.


    Am bedeutendsten in jungen Jahren ist die individuelle Technik, die Ballbeherrschung, wie Tirus schon sagt, gutes Dribbling und Tricks dabei sind ganz wichtig. Der Torschuss insofern auch, dass er für die Kids ja das Größte ist und sie ihn sowieso ständig machen wollen, da ist es dann wichtig, dass sie die Schusstechniken sauber erlernen. Koordination und Schnelligkeit sind auch Elemente, die du unbedingt ins Training einbauen solltest. Auch Bälle zu werfen und zu fangen gehört dazu.


    Weniger wichtig ist, ob deine Jungs ein tolles mannschaftliches Zusammenspiel zeigen, das widerspricht einerseits ihrem Naturell in diesem Alter. Und andererseits kann das erst funktionieren, wenn sie den Ball ziemlich sicher beherrschen und das Gegenteil nicht mehr der Fall ist. Erst dann haben sie nämlich im Spiel die Zeit, die Situation zu erfassen, und müssen nicht ihre volle Aufmerksamkeit dem Ball widmen. Auch wenig wichtig ist, ob deine Jungs ihre Spiele gewinnen. Siege nimmt man gerne mit, keine Frage, und man sollte auch in jedem Spiel versuchen, zu gewinnen. Aber es ist nicht schlimm, wenn das mal nicht klappt, ich finde sogar, dass es die Kinder weiter bringt, wenn sie auch immer mal wieder eine Niederlage einstecken müssen. Du musst ihnen als Trainer vermitteln, dass das Ziel im Fußballspiel zwar ist, mehr Tore zu schießen als der Gegner. Dass aber nicht der Sieg der Grund ist, warum man Fußball spielt, sondern der Spaß am Spiel an sich.


    Zum System: Eigentlich sollte, wie Tirus sagt, das Ziel sein, dass deine Kinder ein gutes Spiel machen, ohne viel auf ihre Position achten zu müssen. Im 6+1 sind eigentlich alle Feldspieler sowohl Angreifer als auch Verteidiger, spätestens wenn du auf eine Mannschaft triffst, die dass beherzigt, machen die vier Offensivspieler des durchaus bewährten 2-3-1 nicht mehr viele Stiche und die Zwei- oder Dreimannabwehr (denn alle fünf nominellen Defensivspieler kommen in der Realität ja so gut wie nie zurück) sieht gegen vier bis sechs Angreifer meist auch ziemlich alt aus. Wobei eine solche Mannschaft zugegebenermaßen aus lauter Spielern bestehen müsste, die eine hohe Laufbereitschaft haben..


    Wir hatten in der F2 noch ein 1-2-1-2 gespielt, das gegen Ende der F1 in ein 2-3-1 gewandelt. Inzwischen wünsche ich mir, ich hätte damals schon das vom DFB empfohlene 3-3 favorisiert und bewusst die Begriffe Stürmer und Verteidiger aus meinem Vokabular gestrichen, um stattdessen die Kids zu Spielbeginn im 3-3 aufzustellen und das bei jedem Anstoß zu wiederholen. Dann spielen lassen. Und den Torhüter dazu ermutigen, aus seinem Kasten heraus zu kommen und mit zu spielen.


    Ach ja: ich praktiziere es jetzt in der E1 konsequent so, dass jeder Spieler auch in den Pflichtspielen mal ins Tor geht, im Training rotieren wir sowieso häufig den Torhüter. Du wirst das bei anderen Teams zwar selten sehen, es ist auch sehr bequem, den einen Spieler, der sowieso meint, geborener Torwart zu sein, immer ins Tor zu stellen. Aber wenn der mal die Mannschaft verlässt oder krank ist, hast du ein Problem. Und im E-Alter ist es dann so, dass viele Spieler, die ausschließlich Feldspielererfahrung haben, übertriebenen Respekt vor der Aufgabe im Tor haben und du viel Energie und Fingerspitzengefühl aufbringen musst, um sie zu überreden, es doch mal zu versuchen..

    Ja, vielleicht liegt die Ursache für die niedrige Beteiligung in Don Quijotes Fall tatsächlich an der Verwendung des Begriffs "freiwillig". Bei uns läuft das Training einfach weiter, ein Außentermin wird durch den Hallentermin abgelöst. Ich muss, da wir nur einen Hallentermin haben, leider mit allen Spielern (bis zu achtzehn) gleichzeitig in eine relativ kleine Halle, das muss dann halt so gehen.. Mit einem dritten Trainingstermin in der Woche hätte ich allerdings auch ernsthafte zeitliche Schwierigkeiten.

    Da wir auch nur einen Hallentrainingstag in der Woche haben, trainieren wir auch den Winter über einmal die Woche draußen, sofern der Platz bespielbar und frei gegeben ist. Das war er in den vergangenen zwei Jahren recht lange nicht. Die Teilnahmequote ist zwar niedriger als zu wärmeren Zeiten, aber gestern waren immerhin dreizehn von achtzehn Kindern da, und ich weiß von drei Absagen, die nichts mit der Witterung zu tun hatten und schon länger angekündigt waren. Es kann also schon gehen. Du hast aber Recht, es sind eher die Eltern, die die Kinder bei Kälte oder Regen nicht zum Training schicken wollen. Wobei ich einen Spezi habe, der bei ~3°C nur mit einem eher noch großen Trikot und einer kurzen Hose, die man ob der Trikotlänge gar nicht sah, zum Training kam. Der bekam dann erst mal die Jacke eines großzügig ausgestatteten Kollegen verpasst und der Papa beim Abholen einen Hinweis darauf, doch bitte die Kleidung der Witterung anzupassen...

    Tirus: Ja, so habe ich mir das auch vorgestellt. Meine Idealvorstellung wäre es, wenn man den ganzen Platz hätte und somit vier Minifußballfelder parallel bespielen könnte. Ich müsste mal überlegen, wie viele Mannschaften man dann sinnvollerweise im Turnier hat, so dass die Pausen lang genug, aber noch nicht zu lang sind.. Da das Schweizer Sytem genutzt würde, würde ich dann auch eher leistungshomogene Mannschaften bilden und hoffen, dass so alle Spieler möglichst auf ihre individuellen Kosten kommen.


    Witzig fände ich es auch, wenn man mal ein Turnier machen würde, bei dem die Teams gemischt sind, d.h. es ist jeweils ein Spieler aus einem Verein im Team vertreten.


    Die Idee mit dem Parcours neben dem Turnier ist auch gut. Da würde sich evtl. das Fußballabzeichen anbieten. Ist allerdings ziemlich aufwendig im Aufbau..


    Hier meinte ich übrigens nicht das fehlerhafte Verhalten der Gruppe, sondern, dass der Vorgang der Erkenntnis in der Gruppe stattfindet. So wie bei Horst Wein beschrieben. Wobei das dir vielleicht schon klar war, eine Gruppe zeigt ja eigentlich kein Verhalten, das bleibt eigentlich immer ihren Mitgliedern vorbehalten, in ihrer Gesamtheit ergibt sich dann eine Gruppendynamik..


    Ja man könnte, sollte es aber je nach Gegebenheit/Alter/Leistungsstufe auch besser nicht.


    Klar, das hängt immer von der jeweiligen Situation ab und erfordert natürlich Fingerspitzengefühl und pädagogisches Geschick seitens des Trainers. Es kann aber, richtig angewandt, sehr effektiv sein, einen Spieler auf einen groben Fehler hinzuweisen, den er immer wieder macht und der ihm selbst offenbar nicht auffällt, bzw. den er scheinbar sogar für richtiges Verhalten hält. Andererseits sollte man solche, auf ein Individuum beschränkte grobe Schnitzer wohl am besten unter vier Augen angehen.


    Das man in einer E auf andere Aspekte bereits Wert legen kann als in einer F ist denke ich unstrittig. Sollte nur verdeutlichen was ich aktuell, F-Jugend , da eventuell beobachte. Identifizieren kann man auch in einer F sicherlich gute und schlechte "gruppentaktische" Verhaltensweisen. Nur da es wahrscheinlich kein Trainingsziel darstellt, würde ich es außer bei gutem Verhalten (loben) unter den Tisch fallen lassen.


    Korrekt. Auch in der E spielt die Gruppentaktik noch keine große Rolle. Aber die Spieler können ja schon, je älter sie werden, das Spiel auch immer besser überblicken und Situationen erkennen und einschätzen. Sicher noch nicht so sehr, wie wir es als Erwachsene können, außerdem haben sie natürlich einen anderen Blick auf das Spiel, weil sie ja unmittelbar beteiligt sind, das ist ja auch ein Unterschied, den jeder Aktive sicherlich kennt. Gewisse Grundverhaltensmuster, z.B. dass man, wenn der Ball eher weiter weg ist, auch mal kurz das Gesamtspielgeschehen angucken sollte, dass man auch ohne Ball weiterhin am Spiel teilnimmt, sowas sollten wir schon fördern. Und auch mit zunehmendem Alter der Spieler auch mehr fordern. Sicher muss man dabei berücksichtigen, wie viel Erfahrung ein Spieler hat und welchen geistigen Entwicklungsstand er hat.


    Ich versuche mal zusammenzufassen wozu du die Videos nutzt.


    --> Fehler finden, die man übersieht und die zum aktuellen Schwerpunkt passen.


    Ich achte zu allerst auf eben das. Alles andere ist für mich erstmal nebensächlich. Ich selektiere hier also vorab. Videounterstützung kann hier sicherlich helfen.


    Vielleicht sollte ich mich auch darum bemühen, das verstärkt zu machen. Allerdings ist meinen Spielern im Spiel der Schwerpunkt ja egal, sie wollen das Spiel gewinnen... Naja, ich probiere es mal am Samstag, da haben wir unser letztes Feldrundenspiel in diesem Jahr.


    --> Situationen erkennen, die ich sonst nicht sehen kann (Bsp Verhalten der Abwehrspieler während ich noch den Angriff verfolge)


    Sowas würde ich als generelle Spielsituationen verstehen. Fangen wir z.B. sehr oft Tore nach eigenem Angriff, würde ich dann ein paar Spiele gezielt die hintere Reihe beobachten. Auch hier wieder Selektion. Hier ist ein Videomitschnitt sicherlich extrem hilfreich.


    Genau. In besagtem Spiel habe ich dann in der zweiten Halbzeit auch verstärkt auf das Verhalten der hinteren Reihe geachtet und dann auch das gesehen, was mir im ersten Durchgang teilweise noch durch die Lappen gegangen war. Deshalb braucht man dann nicht unbedingt den Mitschnitt, aber er ist dennoch ganz praktisch.


    --> Komplette Spielsituationen aufklären können (bsp Wo ist der Ursprungsfehler eines Tores?)


    Das wäre für mich nicht so wichtig. Eine solche Kette ist für mich wenig bedeutsam. Kommt ein bestimmtes auslösendes Verhalten öfter vor, denke ich das es mir auffällt. Hier sehe ich auch die größte Gefahr sich in vielleicht unbedeutenden Fehlern zu verlaufen. Denn auch wenn du alles siehst, muss man ja immer noch einordnen und gewichten. Da hilft der angeborene Selektionsmechanismus eigentlich ganz gut.


    Dieser Aspekt ist auch der unwichtigste. Ich verwende ihn aber auch ab und an mal gerne, um meinen Jungs zu erklären, wie die Gegentore entstanden sind und warum ich sie nicht so wild fand.


    --> Warum rutscht ein Spiel ab? Wie kommt es zu einer Negativspirale?


    Darauf zielt ja auch deine zitierte Frage ab wenn ich sie richtig lese. Das ist für mich eigentlich unbedeutsam. Ich achte nur auf generelle Leistung über ein Spiel hinweg. Diese Frage ziehlt mir zu sehr auf das Gewinnen eines bestimmten Spiels ab, als auf die Beobachtung des Leistungstandes der Kinder. Ebenso fallen hier für mich viele andere Aspekte mit hinein, Ausdauer, Konzentration, generelle Verfassung am Spieltag etc.


    Dieser Aspekt, die Moral, ist für mich hingegen recht wichtig. Das liegt aber daran, dass da mein Team halt Defizite hat, die für mich noch nicht so leicht nachzuvollziehen sind. Sie könnten viel besser spielen, wenn sie einfach nur öfter und/oder länger mit mehr Leidenschaft zu Werke gingen. Ich glaube schon erkannt zu haben, dass ich zu viele Spieler habe, die eben zu wenig Verantwortung übernehmen, die sich ausklinken, wenn sie ausgespielt wurden, die dann in den Beobachtermodus verfallen. Aktuell interessiert mich, ob ich eine signifikante Häufung davon zum Zeitpunkt feststellen kann, an dem ein Spiel abrutscht. Das geht live nicht. Für mein Training unmittelbar ist das nicht wichtig, da ist es natürlich immer ein Ziel, die Entwicklung des 'Bisses' bei den Kindern zu fördern. Eine der schwierigsten Aufgaben, wie ich finde.


    Zeigt meine Mannschaft z.b. 15 Minuten ein Bombenspiel und bricht dann völlig ein, würde ich das allgemeiner bewerten. Für mich wäre es eine Leistung, die zwar erreicht werden kann auf Grund des Trainingsfortschritts, die aber noch nicht verfestigt ist.


    Ja, das ist so die Feststellung des Ist-Stands. Sie können ziemlich gut spielen, wenn sie mal alle gleichzeitig Gas geben. Aber dann gibt es viele Phasen, in denen leider zu viele Spieler ihren weniger guten Gewohnheiten nachgehen. Bei dem einen ist das die Bequemlichkeit, beim nächsten die Eigensinnigkeit, bei einem anderen wiederum die Verträumtheit, der vierte hat zu viel Angst. Ja, alles ganz normale Eigenschaften, die ich den Kindern auch nicht vorwerfe, versteht mich nicht falsch. Aber das geballte Auftreten dieser Eigenschaften und ihr unheiliges Bündnis haut schon immer ganz schön rein... Ich bin echt nicht erfolgsgeil, aber es geht nicht einfach so an mir vorüber, wenn wir gegen Teams verlieren, die eindeutig nicht besser spielen als wir..


    Hier hat eine Videobetrachtung für mich den Beigeschmack des Leistungssports. 40 min sind gut, was können wir gegen die letzten 10 schlechten machen. Ich würde mich eher über die guten 40 min freuen und darauf vertrauen, dass mit zunehmender Erfahrung und Training sich auch Leistungen über einen längeren Zeitraum stabilisieren müssen und können.


    Völlig richtig, den Beigeschmack hätte ich da auch, so ist es ja aber nicht. Allerdings ist das mit dem Vertrauen darauf, dass die lichten Momente in den Spielen eher zunehmen so eine Sache, wenn eher das Gegenteil der Fall zu sein scheint.. Da gerät man dann schon eher ins Grübeln und fragt sich, woran das liegt.


    Für mich sind solche Einbrüche im Kinderbereich sowieso eher natürliche Konzentrationsprobleme, gegen die ich sowieso wenig ausrichten kann. In solchen Phasen gilt es dann motivieren, motivieren und nochmals motivieren.


    Sicher. Vielleicht differenziere ich da auch zu stark zwischen den Spielern, das kann schon sein.


    Auf jeden Fall hast du mich neugierig gemacht. Am Wochende haben wir ein Freundschaftsspiel für unsere zahlreichen Neuanmeldungen im Team. Also größtenteils Spieler die ich noch nicht so gut kenne, die noch einen "wenig anspruchsvollen Fußball" zeigen :rolleyes: und die erst zwei oder drei Freundschaftsspiele absolviert haben. Ich werde mal Elternteile darauf ansprechen das Spiel mit dem Handy zu filmen und mir dann ne Kopie zu geben. Ich erwarte also massenhaft Fehler, die das Spiel bestimmen werden.


    Oha, na, dann mache dich mal auf was gefasst. ;)


    Ich werde dann mal nach meiner üblichen Auswertung nochmals das Spiel anschauen und mal gucken, wo Zusatzinformationen kommen und ob die mir etwas bringen. Bin gespannt auf den Versuch.


    Lass dann mal hören.

    1910, Re Futsal: Danke für den Link, dort sind die Fould wenigstens explizit aufgeführt. Ich meine, auf den Seiten des DFB habe da früher nur so etwas in der Art gestanden, wie "im Futsal ist fast jeder Körperkontakt ein Foul" oder so ähnlich, das fand ich schon ziemlich nichtssagend.. Im offiziellen Regelwerk stört mich da zwar immer noch der letzte Punkt: "- einen Gegner bedrängt." Das ist mir auch etwas zu unspezifisch. Aber davor steht ja: "nach Einschätzung der Schiedsrichter", insofern ist das dann halt Auslegungssache des Schiedsrichters.

    Die Spieler waren Spielberechtigt.


    Warum hast du dann ein falsches Ergebnis gemeldet?


    Das einzige was ich nicht verstehen kann, ist das Desinteresse bei der Passkontrolle "vor" dem Spiel um bei einer Niederlage dan jammern zu dürfen.


    Nö, das geht natürlich nicht, da verstehe ich dich voll und ganz. Bei uns (E1) werden die Pässe auch nur selten kontrolliert, aber da besteht typischerweise gegenseitiges Vertrauen..


    Zum Hallenturnier und die aggressiven Spieler. Ich denke, dass man Kampfgeist fördern sollte. Natürlich solange es nicht zu unfairem Zurücktretten oder Schlagen wird. Aber etwas aggressiver den Ball abzocken wollen mit dem Risiko einen Foul zu provozieren ist in meinen Augen kein Weltuntergang. Das Risiko beim Zweikampf, denn Gegner und nicht den Ball zu erwischen ist nun leider mal gegeben. So wie meine Kids mal einen Foul machen, werden diese ja selbst auch gefoult.


    So sehe ich das durchaus auch, ich bin absolut nicht dagegen, 'richtig ran zu gehen'. Aber das Timing und die Härte des Einsteigens sind hier entscheidend. Meine Jungs sollen auch die gegnerischen Spieler 'bearbeiten', aber nur dann den Fuß lang machen, wenn sie auch eine Aussicht auf Erfolg haben. Man lernt seine Spieler ja kennen und weiß dann, wann ein Spieler das Foul nicht wollte, sondern es ehrlich versuchte, und wann er zu spät kam und das auch wusste. Letzteres finde ich nicht OK.


    In meinen Augen ist es einfach; Wir haben eine lausige Verlierermentalität auf unsere Sportplätze. Solange man gewinnt, jammert ja Niemand... auch dann nicht wenn man Spieler ohne Spielerpass hat oder wenn man 1 - 2 Fouls zu viel gemacht hat.


    Das stimmt, es liegt aber auch zu einem nicht unerheblichen Anteil daran, dass Siege so wichtig sind und es mehr um sie als um das gute Spiel geht. Dass diese Einstellung mit zunehmendem Alter zunimmt, ist normal und ein Stück weit auch zu akzeptieren. Das Problem ist ja aber, dass es auch im Bambini- und F-Bereich ständig ums Gewinnen und Verlieren geht. Ich schüttele innerlich permanent mit dem Kopf, wenn ich die Gespräche beim Trainerlehrgang C-Breitenfußball, an dem ich gerade teilnehme, belausche. Da geht es zwischen F-Trainern permanent um die Ergebnisse des letzten Spieltags und wer wie stark ist und wo in der Tabelle steht und so...


    Schade; hätte so etwas in einer D2 nicht erwartet. Dachte es währe lockerer, fairer und mit abstand ruhiger als in einer C - Jugend Meisterklasse etc.


    Meiner Erfahrung nach bedarf es eines Trainers, der die Eltern einnordet, um ihren Ehrgeiz einigermaßen einzufangen. Wenn die Steppkes gerade mit dem Kicken anfangen, ist alles noch sehr nett, aber schon in der F-Jugend ist das teilweise schon ganz schlimm, da hat man den Eindruck, ein Drittel der Papas träume schon vom FC Barcelona und schaut sich nach Fincas in Espana um.. Später wird es eher wieder etwas ruhiger, weil die Eltern nur noch seltener zu den Spielen gehen. Entscheidend sind aber tatsächlich die Trainer und wie sie auf die Elternschaft einwirken.

    Für die jüngsten Kicker eher nicht, die kommen ja gerade erst in die Schule und lernen dort, sich sozial zu verhalten.


    Findest du? Ich meine, im Kindergarten kann und sollte auf ein freundliches Miteinander unbedingt geachtet werden. Tatsächlich war das ein Punkt, in dem der KiGa, auf den unsere Kinder gingen, scheinbar etwas besser war als einige andere, zumindest hatten wir nach ihren Einschulungen diesen Eindruck.. Vielleicht könnten sich ja die anwesenden Bambini-Trainer hierzu äußern.

    Erstmal eine Frage: was sind Dd- und Dc-Mannschaften?


    Beim letzten Meisterschaftsspiel regte ich mich aber wirklich auf. Auch da hatte die Trainerin des Gegners nach dem Spiel auf einmal Interesse an die Pässe. Dieses mal weigerte ich mich, diese zu zeigen. Da wurde ich des Betruges geschumpfen... so dass ich diese Pässe dann doch noch raus ruckte. Ich ging da weit sehr weit sogar. Obwohl wir das Spiel 7:0 gewonnen hatten, meldete ich das Spiel 2:1 für den Gegner und meldete den Vorfall dem Fussballverband mit der Bitte die Trainer/innen auf Fairplay und "verlieren lernen" auszubilden.


    Ich verstehe nicht so recht: hast du jetzt unerlaubt gehandelt und ältere Spieler eingesetzt? Oder nicht? Wenn nicht, warum meldest du dann eine Niederlage? Und wenn doch, dann hast du doch die Regeln verletzt und musst dir doch gefallen lassen, ertappter Betrüger tituliert zu werden, oder? Ich mag jetzt darüber nicht urteilen, mir geht es nur darum, dass du in letzterem Fall aus meiner Sicht kein Recht hättest, dich darüber zu beschweren, dass der Gegner die Pässe sehen wollte..


    Nach einem Spiel das wir gewonnen hatten kam ein Vater (des Gegners) und meinte ich hätte mein Team nicht im Griff, wir währen zu aggressiv etc. Da musste ich dem Vater am Schluss einfach sagen, dass ich Trainer von Team X bin und er Vater von Team Y ist und somit keine objektive Konversation möglich sei. Natürlich bin ich der Meinung, sehr liebe Junioren zu trainieren die hart und aggressiv aber immer fair spielen (fast zu oft sogar).


    Naja, sowas ist natürlich sehr schwer zu beurteilen, wenn man es nicht selbst gesehen hat. Ich versuche als Trainer möglichst während des Spiels mäßigend auf meine Spieler einzuwirken, wenn sie es mit der Härte übertreiben. Oder von gewissen, riskanten Aktionen proaktiv abzuraten, also bspw. meine Spieler zu ermutigen, näher an den Ball zu gehen und ihn mit dem Körper anzunehmen, als den Fuß hoch zu nehmen, oder Grätschen nicht einzusetzen. Als Trainer kenne ich meine Spieler, ich sehe da doch, wann einer zu spät ist und deshalb den Gegner trifft. Da kann ich dann auch eine Ermahnung an meinen Spieler auf das Feld rufen. Das kriegen dann die Gegner mit und merken, dass ich auch an das Wohl ihrer Kinder denke. Dann sind sie auch eher dazu bereit, Übermotiviertheiten meiner Spieler in einem gewissen Rahmen zu verzeihen.


    Wird das Ganze schlimmer?


    Insgesamt kann ich das nicht bestätigen. Aber es gibt bestimmte Teams, bei denen es schon immer schlimm war und leider wohl auch so bleiben wird.

    In diesem Zusammenhang würde es mich mal interessieren, ein Minifußballturnier durchzuführen, zu dem auch andere Vereine eingeladen sind. Allzu viele könnten es nicht sein, da ja in 4'er-Teams gespielt wird. Das könnte evtl. die Vorteile des Spiels in kleinen Gruppen und die Herausforderung des Spiels gegen unbekannte Gegner kombinieren. Und dann noch nach dem Schweizer System, hachja, das wäre doch was. Jetzt müsste sich nur noch ein Termin finden...

    Eine gewohnt gute Antwort, Tirus. So macht die Diskussion doch Freude. :) Dabei hilft sicher auch, dass wir so ziemlich in unserer Meinung übereinstimmen... 8)


    Ich wollte auch nur anmerken, dass es wenig Zusatzinformationen für mein Training bieten würde. Weil ich nicht glaube, das G/F/E Jugendliche die Situation korrekt erinnern würden, wenn sie für Erwachsene nichteinmal so klar ist, dass sie sofort gesehen wird. Ich müsste Ihnen also die Videos zeigen, und auch dann würde ich bezweifeln, dass sie die Situationen umsetzen könnten.


    Bei G- und F-Junioren teile ich deine Meinung uneingeschränkt. Bei den E-Junioren gibt es ein paar, denen man die Szenen durchaus zeigen könnte und die etwas aus ihnen heraus ziehen könnten. Aber sie sind in der Minderheit, da gebe ich dir Recht, und ich würde es auch keinem empfehlen. Ich hatte letzte Woche mal kurz daran gedacht, den Gedanken aber schnell wieder verworfen.


    Eher noch einfacher, also erstmal schauen wurde der Ball überhaupt erobert, wie ist das individuelle Zweikampfverhalten. Oder was passiert mit dem Ball nach der Eroberung. Aber auch diese Infos erstmal für mich persönlich, und dann die Ergebnisse mit den Trainingsinhalten abgleichen. Eine Analyse mit der Mannschaft würde nicht stattfinden. Hier wohlgemerkt F-Jugend, in einer E kann man da sicher auf aufbauende Aspekte schauen.


    Hmm... Naja, wenn wir bei dem Beispiel bleiben, also dem defensiven 1-gegen-1, dann kann man das ja sehr gut in einer Spielform zunächst einmal durchführen lassen, und anschließend in die Erarbeitung des geschickten Verhaltens einsteigen. Neulich habe ich mal aus Horst Weins vorbereitenden Spielen zum Minifußball das "3:1 auf beiden Seiten" (s. "Fußball kindgemäß trainieren", S. 187) durchgeführt, um zusammen mit den Kindern das geschickte Verhalten des Abwehrspielers in dieser misslichen Lage zu erarbeiten. Witzig dabei war, dass, als ich das dann mal demonstrieren wollte, die drei Angreifer so richtig ungeschickt agiert haben und ich die ersten zwei Angriffe gleich unterbinden konnte. Also haben wir dann gleich mal gemeinsam das geschickte Angriffsverhalten erarbeitet. Jaja, "when life hands you lemons, ..."


    Damit will ich nur sagen, man kann durchaus auch fehlerhaftes Verhalten in der Gruppe identifizieren, zumindest in der E. Ob meine Jungs das bereits vor zwei Jahren, d.h. in der F gekonnt hätten, fällt mir allerdings jetzt schwer zu beurteilen. Sicher höchstens teilweise..


    Die Frage die ich mir dann nach dem Spiel stellen würde, wäre für mich verhält sich mein Team in der Summe der Spielaktionen mehr richtig als falsch. Das wäre aber ein sehr subjektiver Eindruck, auch wenn man auf einem Video sicherlich schön die Aktionen gänzlich gegeneinander aufrechnen könnte. Mir würde aber der subjektive Eindruck reichen, ob sie überhaupt etwas in diesem speziellen Fall richtig machen oder ob sie mehr richtig als falsch machen.


    Ich bin grundsätzlich bei dir, aber es gibt halt auch Spiele, die im Nachhinein schwer zu beurteilen sind, weil sie so viele und so stark unterschiedliche Eindrücke hinerlassen. Hast du das noch nie erlebt, dass dich ein Spiel so ein bisschen ratlos hinerlassen hat, wie es denn nun zu beurteilen sei? Das Spiel, das hier den Auslöser für meinen ersten Beitrag in diesem Thread gab, war so eines. Da gab es einiges an Licht, aber auch ganz dunkle Schatten. Und dazu auch noch von Allem im Überfluss. Da fiel es mir danach erst mal richtig schwer, das Gesehene zu ordnen, einzusortieren und zu bewerten. Wenn ein solches Spiel die Ausnahme wäre, dann könnte man es einfach ad acta legen. Wenn sich aber schon seit Saisonbeginn in den Spielen ständig helle Momente mit tiefschwarzen abwechseln, ist das nicht so einfach möglich.


    Die Trennung individuelle Fehler vs Fehler der Mannschaft ist halt manchmal nicht so klar. Beim 2-1 macht da idR einer einen individuellen Fehler, da hier aber mindestens zwei Spieler von uns beteiligt sind, kann man halt je wie man den Begriff versteht, von der einfachsten Form der Gruppentaktik ausgehen oder dies bei der Individualtaktik verorten.


    Beim 2:1 geht es beim Abwehrspieler aus meiner Sicht nur um die Individualtaktik, das ist die nächste Stufe nach dem 1:1. D.h., wenn ein Spieler weiß, wie er am geschicktesten einem einzelnen Angreifer gegenüber tritt, kann der zweite Angreifer dazu kommen, um die Aufgabe noch mal deutlich zu erschweren, denn nun muss ja der Verteidiger lernen, wie er den ballführenden Angreifer möglichst isoliert, um wieder die für ihn lösbare 1:1-Situation zu erreichen.


    Für die Angreifer hingegen ist es schon viel mehr eine gruppentaktische Aufgabe, denn i.d.R. ist es geschickter, die Überzahlsituation zu nutzen, um den Verteidiger auszuspielen als ins 1:1 zu gehen. Insofern sehe ich hier eine gruppentaktische Aufgabe bei den Angreifern, eine individualtaktische beim Verteidiger.

    Gerade wenn man eine leistungsschwächere Gruppe hat, wobei es für mich in der F/E Jugend nur ganz wenige wirklich leistungstarke gibt, also wirklich Mannschaften die wenige Fehler begehen, liegen die Probleme oft deutlich zu Tage.


    Wir haben da zwei, drei in der Gruppe, die wirklich leistungsstark sind. Bei zwei der drei Vereine, denen diese Mannschaften angehören, weiß ich, dass die Spieler dieser Spitzenmannschaften in den letzten paar Jahren noch bei anderen Vereinen spielten... Zwei meiner besten Spieler aus den letzten Jahren spielen bspw. auch in einer dieser Truppen. Aber du hast schon Recht, der Normalfall ist das nicht, die typischen und nicht handverlesenen und aus Abwerbungen bestehenden Teams machen alle genügend Fehler.


    Fehler finden ist oft nicht schwer. Ich denke wir Trainer sehen auch oft das negative im Überfluss (daher finde ichs toll das du gerade etwas von guten Szenen schreibst, die gehen für mich nämlich eher unter).


    Wieder bin ich voll bei dir. Wobei gerade dafür ab und an eine Aufzeichnung richtig gut ist. Wenn so ein Spiel nämlich mal den Bach runter geht, dann wird es ja oft gegen Ende immer schlimmer, so dass am Ende die Enttäuschung und der Frust überwiegen. Und ich denke, es sollte einem Trainer auch zugestanden sein, auch mal enttäuscht zu sein. Natürlich darf er es nicht an den Kindern auslassen, er muss weiterhin das Vorbild sein, dazu gehört aber auch, dass man mit Enttäuschungen offen umgeht, dass man also bspw. es schon sagt, wenn ein Spiel leider nicht so toll war. Wie man es genau machen sollte, ist defintiv alters- und situationsabhängig, da ist der Pädagoge im Trainer gefragt.


    Schwierig finde ich als Trainer, wenn so ein Spiel dem eigenen Team aus den Händen gleitet und die Negativspirale beginnt, den Wald noch vor lauter Bäumen zu sehen. Wenn man in dem Moment aufhören würde, hätte man wohl die wesentlichen Fehler alle schon gesehen. Sind es dann aber noch füfnzehn bis zwanzig intensive Minuten zu spielen, so sind die Eindrücke nach deren Ablaufen doch deutlich getrübter. Zumal es während des Spiels ja auch nicht immer so eindeutig zu erkennen ist, wann der Zeitpunkt gekommen ist, an dem das Spiel abrutscht. Und natürlich versucht man ja auch gerade dann möglichst intensiv, dem entgegen zu wirken, was wiederum auch der sachlichen Beobachtung nicht gerade dienlich ist -- wohlgemerkt alles altersgerecht, bevor fussiball jetzt hier en Choleriker wittert...


    Wirklich schwierig ist es diese Fehler einzuordnen und nach Wichtigkeit zu sortieren, und diese dann im Training auch entsprechend zu bearbeiten. Hierzu, so ist meine grundlegende Meinung, bedarf es keines Videomitschnitts, dass sollte im Vermögen der Trainer liegen so etwas auch während des Spiels zu erkennen. Wobei ich in den unteren Jahrgängen bis einschließlich D-Jugend sowieso nicht viel davon halt, Trainingsinhalte auf Fehleranalysen zu gründen.


    Da sind wir einer Meinung. Tatsächlich hatte ich auch zu keinem Zeitpunkt geschrieben, dass ich das tue -- so verstehe ich dich jetzt auch nicht --, oder, dass ich systematisch Videoanalyse betreibe. Das hat mir fussiball (wenn ich mich recht entsinne, ich bitte um Verzeihung, falls meine Erinnerung da trügt) in den Mund gelegt. Ich hatte lediglich gesagt, dass man mittels Filmmaterials sehr gut Fehler erkennen kann. Was man damit anfängt ist eine ganz andere Frage. Und mehrfach habe ich auch angemerkt, dass ich in diesem konkreten Fall lediglich Fehler, die zu unserem, unabhängig von diesem Spiel gewählten, aktuellen Schwerpunkt passen, als für das Training relevant heraus greife.


    Die Frage die ich mir halt bei Videoaufzeichnungen stelle ist folgende: wenn ich als Trainer manche Situationen nicht in "Echtzeit" bewerten und analysieren kann, ist das dann etwas, das ich von den Kids erwarten kann?


    Oft nicht, manchmal schon. Wobei: "erwarten" ist hier nicht der richtige Begriff. Ich hoffe, dass die Kids so manche Situation erkennen können, ich erwarte es nur in sehr klaren Situationen, wie z.B. die des in der Nähe der Mittllinie befindlichen Defensivspielers, der einen Gegenspieler aus seinem Sichtfeld heraus einfach hinter sich weg wandern lässt, ohne eine Reaktion zu zeigen. Das habe ich dann als Trainer evtl. nicht gesehen, weil das Spielgeschehen sich ganz vorne abspielt, dann der Ballverlust und der lange Ball der Gegner in den Angriff kommt. Oder der schnelle Vorstoß. Da kann ich als Trainer dann nicht mehr erkennen, wie die Situation an der Mittellinie ist. Der Spieler, der sich dort die ganze Zeit aufhielt, schon.


    Aber du hast Recht, solche Situationen gibt es nicht sonderlich oft. Und da sie sich durchaus auch mal wiederholen, kann man als Trainer versuchen, bewusst darauf zu achten, wenn es anfängt, wieder danach zu riechen. Im Video sieht man es aber auch.


    Bin ich vollkommen bei dir und von taktischen Fesseln habe ich denke ich auch nichts gesagt. Nur auch diese taktischen Inhalte sind doch tw sehr einfach gehalten, so dass ich denke, das grobe Fehler einem Trainer aus dem normalen Spiel heraus auffallen sollten.


    Vollkommen richtig. Dennoch sieht man sie auch im Mitschnitt. Nicht nur, aber auch dort. Mehr wollte ich nicht sagen, diese groben Fehler betreffend.


    Wenn ich aber noch einen Versuch unternehmen darf, zu erklären, was ich mit den anderen Fehlern meine: es gibt Gegentore, da meint der überraschte Zuschauer z.B. gesehen zu haben, dass die Abwehr gepennt hat, der Treffer geht eindeutig auf ihre Kappe. Guckt man sich das aber später mal genauer an, dann stellt man wieder z.B. fest, dass die Abwehr auf verlorenem Posten stand, weil sich alle Stürmer vorne links geballt haben, eine riesige Lücke im Mittelfeld gelassen haben, leichtfertig und eigensinnig den Ball verloren und die Abwehr dann alleine gegen vier Angreifer ließen. Das klingt jetzt hier wie eine ganz eindeutige Situation, die man erkennen müsste, sie sind es aber nicht immer..


    Besonders im Gedächtnis bleiben dabei natürlich immer Gegentore. Sie sind oft genug nicht repräsentativ, aber haben eine inhärent stärkere Haftkraft, behaupte mir da keiner das Gegenteil. Da habe ich schon oft genug erlebt, dass ich über die Gründe für ein Gegentor durchaus anderer Meinung war als Zuschauer.


    Wichtig ist für mich persönlich das grobe Verhalten. Macht meine Mannschaft in Situation X über das Spiel gesehen mehr richtig als falsch.


    Hmm.. sind es aber nicht in diesem Alter meistens individuelle Fehler und weniger Fehler der Mannschaft als Gesamtheit? Oder du meinst hier weniger eine spezifische Situation in einem speziellen Spiel als eine allgemeine Situation wie z.B. "Ball wurde hinten am Flügel erobert".


    Die Frage ist für mich auch, was ist ein Fehler? Falsches Verhalten ist für mich in den meisten Fällen kein Fehler, sondern einfach Teil eines Lernprozesses. Zum Fehler wird es erst, wenn ich sicher weis, dass die Spieler es eigentlich verstanden haben und eigentlich in der Lage sind, es umsetzen zu können.


    Natürlich, eine bestimmte Verhaltensweise ist erst dann ein Fehler, wenn der Spieler eigentlich wissen müsste, wie er sich besser verhielte. Wobei ich jedem Spieler es zunächst einmal zugute halte, wenn er überhaupt agiert oder reagiert, damit versucht er schon mal was, das ist nie ein Fehler. Wenn seine Re- bzw. Aktion dann suboptimal ist, kann man daran arbeiten.


    Ich denke wir sind da auch nicht weit auseinander. Meine Kritik sollte auch nur ein Hinweis darauf sein, dass man bei Videoaufzeichnungen vorsichtig sein sollte, die Situationen immer richtig einordnen muss, und sehr vorsichtig sein sollte seine Trainingsinhalte auf diese Fehleranalysen zu stützen. tobn ich denke meine Befürchtungen sind bei dir nicht der Fall, es war eher allgemein gehalten.


    Da bin ich auch völlig bei dir.

    ... wie ich schon vermutet und gehofft liegt es an deiner Wortwahl und nicht an deiner Einstellung zum Kifu, wie man den Text zu verstehen hat. übelege aber mal wie den Text übermotivierte Trainer verstehen könnten, siehe germancoach text von der G-Jugend


    Ich verstehe deine Sorge, aber wenn jemand es unbedingt will, kann er alles missverstehen oder Unsinn in an sich harmlose Aussagen hinein interpretieren, derjenige, der diese Aussagen macht handelt noch lange nicht fahrlässig, wenn er nicht jede seiner Aussagen mit einer Riesenerklärung über ihre Anwendbarkeit versieht -- ich neige dazu schon mehr als die meisten anderen..


    ......das so mancher Trainer am Anfang übermotiviert ist, muss denke ich so sein. Man sollte als etwas erfahrener Trainer gut überlegen was man in so einem kurzen Text den Neulingen rät, sonst heißt es noch Videoanalyse wird im Kifu empfohlen.


    Wo habe ich aber denn zur Nutzung der Videoanalyse geraten oder sie empfohlen? Ich schrieb von mir aus nur darüber, dass ich etwas im Mitschnitt gesehen habe, als ich Eigengewächs beipflichtete, dass es auch mal Situationen gibt, in denen man das Gefühl hat, nicht mehr weiter zu wissen. Mit einer E-Jugend, wohlgemerkt, die man schon seit über vier Jahren trainiert. Das Thema der Videoanalysen hat sich dann verselbstständigt, kann es sein, dass du sogar hauptsächlich dafür gesorgt hast? Das ist jetzt nicht als Vorwurf gemeint, aber wenn Andere mir ein Thema aufdrängen kann ich dafür nicht die Verantwortung übernehmen.


    Einen Spieler eine Situation zu erklären in dem Alter geht wenn nur direkt in der Halbzeit oder am Ende des Spiels, aber bitte nicht nach einer Niederlage sonst meint der kleine noch er wäre Schuld daran


    Welches Alter meinst du hier? E-Junioren sind sehr wohl noch Kinder, das ist keine Frage, und ich kann sicherlich nicht mit ihnen reden wie mit Jugendlichen. Aber sie sind auch keine Bambini und keine F'ler mehr. Gut die Hälfte meiner Truppe ist inzwischen auf der weiterführenden Schule, natürlich sind sie immer noch Kinder, aber sie sind mittlerweile deutlich weiter vom Kindergarten entfernt als von der Pubertät. Und bei vielen schleifen sich auch gewisse Verhaltensmuster ein, auch negative, denen man als Trainer mittlerweile auch mal deutlicher entgegen wirken muss. Wie gesagt: E-Junioren, älterer Jahrgang. Da kann ich durchaus auch einem Spieler unter vier Augen sagen, dass er zu wenig läuft, wenn ich das eindeutig erkannt habe, weil ich diesen Spieler sehr gut kenne und ihn schon seit vier Jahren trainiere und ihn auch neben dem Training sehr häufig sehe. Dieser Spieler kennt mich auch so gut, dass er weiß, wie ich es meine, da ist das Vertrauensverhältnis absolut intakt. Ich falte da keinen zusammen, keine Angst. Aber ich denke, E-Junioren, zumindest älteren, kann man es auch sagen, wenn sie etwas mal weniger gut gemacht haben. Nicht, wenn sie momentan nicht zur Korrektur in der Lage sind, ich würde also bspw. nie einen Spieler für seine technischen Defizite kritisieren. Aber wenn ein Spieler auf dem Platz zu bequem ist, wenn er bspw. nach einem Ballverlust die Bewegung einstellt und sich nur noch im Spaziergang nach hinten bewegt, dann sage ich ihm auch, dass das falsch ist, und, was wichtig ist, wie er es besser machen kann.


    Wenn eine Mannschaft nicht sobspielt wie man gerne möchte dann muß man über sein Trainingskonzept nachenken oder der Sache Zeit geben bis es wirkt, aber um Gotteswillen nicht einzelne Spieler korrigieren


    In der G bin ich absolut bei dir, in der F weitestgehend auch. Aber in der E hat man es nicht mehr mit Kindergartenkindern zu tun. Die Hälfte meiner Spieler betreibt diesen Sport seit vier Jahren, da haben sich auch schlechte Angewohnheiten eingeschlichen, die du nicht mehr völlig abstellen kannst, wenn du die Kinder nicht auch ab und an mal darauf hinweist. In diesem Alter (E!) können sie auch mit Kritik umgehen, wichtig ist, dass sie konstruktiv ist, dass man als Trainer den Spielern die bessere und für sie erreichbare Alternative aufzeigt, und dass man sie anschließend dafür lobt, wenn sie den Rat beherzigen. Um sie dorthin zu führen, ist die Methodik von Horst Wein mit sukzessiven Fragen aus meiner Sicht optimal.


    genau das ist so ein Fall mit der G Jugend, wenn die mit Taktiktafel und Video arbeiten dann Analysieren sie auch die Kinder, da ist wieder der Typische Fall von Übertreibung, ...


    Definitiv, in der G ist das völlig überzogen, in der F sicher auch noch. In der E sind die Spieler aber schon deutlich weiter, sie sind näher an der D als an der G. In der E können sie schon in der Kleingruppe zusammen spielen, schaue dir mal Horst Weins Philosophie an. Da wird zu dritt angegriffen und E-Junioren vermittelt, wie sie einen solchen Angriff planvoll aufziehen. Auch auf die möglichen Fehler im Abwehrverhalten geht Horst Wein ein. Er nennt in seiner "zweiten Entwicklungsstufe" z.B. als "spontanes, natürliches und fehlerhafters Verhalten": "Der Verteidiger läuft dem Stürmer in Ballbesitz entgegen. Er 'verkauft' sich." Als "erarbeitetes und korrektes Verhalten" nennt er: "Der Verteidiger sollte den Angreifer weit genug vor dem Tor erwarten, um ihn begleiten und um ohne jede Überstürzung eingreifen zu können."


    Bei E-Junioren kann und sollte man schon auch an den Fehlern arbeiten. Ob man diese Fehler durch direkte Beobachtung oder durch Betrachten von Videos erkennt, ist dabei nebensächlich. Man sollte dann in geeigneten Spiel- und Übungsformen das richtige Verhalten gemeinsam mit den Spielern erarbeiten, dabei hilft Horst Weins Methodik ungemein. Aber hat man das getan, so kann und sollte man die Spieler auch auf Fehlverhalten hinweisen, wenn sie es zeigen, weil sie in alte Gewohnheiten zurück fallen. Wie stets macht hier auch der Ton die Musik, auf rein negative Kritik reagieren auch E-Junioren nicht positiv, d.h. Niedermachen oder Anbrüllen ist nicht. Aber ein deutlicher Hinweis, verbunden mit einem Augenzwinkern ist oft schon eher angebracht als die Augen zu verschließen.