Beiträge von Germancoach

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    Mir liegt fern, hier eine lange Diskussion des Für- und Wieder loszutreten, aber es gibt auf dieser Fußballwelt eine ganze Menge von Trainern, die ein Trainingsprinzip anwenden, das meines Erachtens hier noch wenig besprochen wurde:


    "Im Training etwas mehr als im Spiel abverlangen" (110%)


    Ich kenne das vom Torhütertraining, wo man den Torhüter mit ein paar schwereren Bällen das Fangen beibringt. Ich kenne das auch bei Erwachsenen mit Gewichten oder einem Fallschirm beim Sprinttraining.



    Liebe Trainerkollegen, diejenigen von euch, die beim Training eine schwere, schnellere etc. Situation im Training einüben lassen als die normale Spielsituation,


    wie genau macht ihr das beim Kinderfußball außer durch ein kleineres Spielfeld?

    Alles richtig gemacht Günter! Wir haben aber einen hoffnungslosen Fall jetzt zum Aufhören bewegen können:


    Kevin (10) ist hässlich wie die Nacht und hat u.a. die Angewohnheit, Sachen seiner Schul- und Mannschaftskameraden bei Ärger im Schlot zu versenken. Wenn jemand bei einem Spiel an ihm vorbei dribbelt ... das geht schon gar nicht ...... dann bekommt Kevin ein "P" in den Augen und rennt hinter dem Gegner her, um diesen zu schlagen, zu treten und zu beißen, bis der Schiedsrichter eingreift.


    Ein abruptes Ende fand das Ganze, als auch der Versuch mit ihm als Torhüter scheiterte. Von der Torlinie aus hört er nicht auf, seine Mutter am Seitenrand als "Du Hure, du Schlampe!" zu beschimpfen.


    Schließlich ging die Mutter zu ihm auf dem Platz. Schallerte ihm eine während des Punktspiels und zerrte ihn nach Hause.



    Mutter und Sohn wurden freundlich gebeten, dem Verein nicht weiter Peinlichkeiten zu bereiten.

    Ich möchte hier am Rande einstreuen, dass ich täglich mit dieser Altersgruppe zu tun habe. C-Jugendliche besuchen irgendwas zwischen dem siebten und neunten Schuljahr.


    Sie selber, aber auch ich, würden sie nicht mehr als "Kinder" bezeichnen", es sind Jugendliche durch und durch. Die meisten davon sind körperlich bei 80-100 % ihrer Wachstumsentwicklung angekommen und so mancher von ihnen bereitet sich sogar schon auf die Suche nach einem Ausbildungsplatz in unserer Ellenbogen-Gesellschaft zumindest geistig vor.


    Die Grundprinzipien des Kinderfußballs finden hier ein biologisches Ende, weil auch die Leistung wie eine Schere immer weiter auseinander geht.


    Manche von den sehr guten Spielern möchten bei ihren Freunden aus der G- bis D-Jugend bleiben, dafür habe ich vollstes Verständnis.


    Manche von ihnen hat genau wie in der Schule nun der Ehrgeiz gepackt, der Wunsch nach einer persönlichen Weiterentwicklung und die Chance auf einen Platz in einer ersten Herrenmannschaft. Bei uns wäre das oft sogar mit einem Ausbildungsplatz verbunden als quasi "Bezahlung". Auch dafür, denke ich, muss man vollstes Verständnis aufbringen können.

    Einverstanden ............. aber wir sind auf einem Nenner, dass die Kinder für den Fußball erhalten werden sollten. Einziger Unterschied: Wir sehen es generell, ihr wollte sie am liebsten auch für den eigenen Verein. Das ist, da ihr keinen JFV habt, ja völlig legitim.

    Ich fänd es auch sehr fraglich nem ausländischen Spieler integrieren zu wollen indem ich ihm irgendeine CD zum deutsch lernen mitgebe! :wacko:

    Sicherlich kann man das nicht nur mit einer solchen DVD machen, aber wenn einer Spaß am Fußball hat, so kann man ihm die Wörter, die er benötigt, so sicherlich auf eine nette Art und etwas schneller beibringen als wenn er nur 1 x die Woche zum Training kommt.


    Ich habe mit der DVD nichts zun tun, finde es jedoch eine motivierende Idee.

    Germancoach, ganz ehrlich, mir graust es, wenn ich das lese.
    Vielleicht reagiere ich da auch über, aber das was du zu deiner Mannschaft beschreibst, klingt für mich dermaßen nach "Verein im Verein", dass es mich wirklich schüttelt.
    Engagement in allen Ehren, aber versuch doch mal das Engagement auf die Gesamtjugend auszuweiten. Organisiere Jugendausflüge in den Freizeitpark, suche Jugendvereinssponsoren, etc.


    Die Erfahrung lehrt mich, dass von solchen Mannschaften kaum ein Spieler in der A-Jugend ankommt. Geht einer, gehen alle... oder irgendwann beschließt der böse Verein was ganz böses und alle ziehen sich zurück.

    Wie ich schon schrieb gehen alle ab der C-Jugend in den JFV. Und ein Verein in Verein kann es deswegen schon nicht sein, weil es eine Spielgemeinschaft ist und da ich, wie auch schon schrieb, 14 Gastspieler bisher einsetzte. Was ich noch nicht schrieb, ist, dass natürlich auch meine 12 Spieler sowohl ein Jahr höher als auch ein Jahr tiefer aushelfen, wann immer das gebraucht wird und wann immer es die Regeln erlauben.


    Und wenn du noch so mein Jugendleiter wärest: Es gibt keinerlei gute Gründe, eine funktionierende Mannschaft aufzublasen, wenn bei Nachbarvereinen noch Kapazitäten frei sind .... und all diese Vereine ab der C-Jugend einen gemeinsamen JFV bilden.


    Bei uns sehen das auch alle Jugendobleute der Vereine so und setzen sich Ende Februar immer zum Essen zusammen, um die Spielerzahlen abzugleichen.


    Ich könnte es auch anders formulieren: In unserer Region hat man das Vereinsdenken bereits überwunden. Ist das bei euch auch so, Willi?

    Wir haben das gleiche Thema ja schon bei den Freistößen diskutiert, das wird leider überall anders gehandhabt ..... leider nicht einheitlich.


    Nachtrag:


    Auszug aus unseren aktuellen Ordnung für alle Teams bei den Kreismeisterschaft G bis A-jugend:


    Der Torwart darf den Ball beim Abstoß nicht über die Mittellinie spielen. Der Ball muß
    vorher angenommen werden oder den Boden berührt haben.


    Nimmt der Torwart den Ball aus dem Spiel heraus auf (Abschlag), so darf der Ball
    auch über die Mittellinie gespielt werden.

    Bei uns wurde der 3. Vorsitzender per Votum des Vorstandes kommissarisch bis zur nächsten Wahl eingesetzt. Nun 10 Monate später muss er bei der Jahreshauptversammlung bestätigt werden.

    Es sind zwei Plätze mit Club-Heim und einer Halle, welche durch einen 2-Meter hohen Zaun klar als Vereinsgelände gekennzeichnet sind, auf der Rückseite begrenzt ein breiter Graben das Gelände. Wenn man den Schlüssel nicht hat und keiner da ist, kommt man da auch nicht herein.

    Wenn ich meine Mannschaft als Beispiel nehmen darf, so ist das eine funktionierende Gemeinschaft, eine große Familie: die fahren alle mit dem Bus in den Freizeitpark, die Mütter zusammen alleine ins Musical, eine Versicherung sponsort den 12 Kindern drei Tage Fußballschule, es gibt eine Homepage mit deren dreijähriger Historie (vom Kleinkinderbild bis heute), es gibt eine Geburtstagsliste, eine Wäscheliste, es gibt ein festes Rituale und ein Rotationsprinzip (Position auf dem Platz und das Zuhause bleiben), es gibt 12 mal die gleiche Kleidung (vom T-Shirt bis zum eigenen Ball, von der Trinkflasche bis zum Trainingsanzug usw.) Die Kleinen haben ihren eigenen Spruch. Die Kinder laden sich gegenseitig zu Kindergeburtstagen ein etc.


    Da kann man nicht einfach noch Kinder dazu setzen in der ungewissen Hoffnung, dass es mal irgendwann genug für eine F2 werden könnten.


    Zumindest bei uns gibt es 6 weitere Teams im gleichen Jahrgang in der Nähe, die noch nicht 12 Kinder sind. Mir ist schleierhaft, warum die Kinder dem Fußball verloren gehen sollten, wenn sie in eine dieser Teams wechseln bzw. einsteigen? Das verstehe ich nicht.

    zu 1. Völlig richtig erkannt, Willi, die F-Jugend spielt aus guten Gründen (mehr Ballkontakte, mehr Überblick usw.) nur 7 gegen 7. Du musst das einfach mal hochrechnen und eine B-Jugend mit 22 Spielern betreiben ........ mal sehen, wie lange die B-Jugendlichen daran Freude haben werden.



    zu 2. Da alle umliegenden Vereine auch zum JFV gehören, ist es völlig egal, bei welchem Nachbarverein die Kinder ihre Jahre vorher verbringen.

    Aber das Ziel müsste doch lauten, auf mindestens 18 zu kommen, um eine zweite Mannschaft zu stellen. Dann kann man in späteren Jahren nach dem natürlichen Drop-Out in diesem Jahrgang immer noch eine Mannschaft stellen.
    Wenn ich von vornherein auf 12 begrenze, habe ich in der B-Jugend noch 7 davon. Und keine Mannschaft mehr.

    Tja ... das ist ja das Dilemma ...... entweder stehst du bald ohne Trainer da .... oder später ohne 15 benötigte Spieler. Man sucht natürlich nach den anderen fehlenden Kindern im Freundeskreis, Grundschulen, Überhängen im Nachbarvereinen usw.


    In unserem Umfeld gibt es das andere Problem allerdings nicht mehr, da ab der C-Jugend alles JFV ist, das ist ein völlig eigenständiger Verein und alle Karten werden neu gemischt.