Beiträge von Steini

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    guenter
    Danke für die Info !
    Wer noch praktische Erfahrungen mit solchen Spieltagen hat oder Ideen dazu, immer her damit. Ob hier oder per PN. Bin für alle Erfahrungen und Vorschläge dankbar. Sehr gerne auch aus anderen Sportarten. Sorry Ronaldina. Wollte Dein Thread nicht kapern, aber die Gelegenheit wollte ich nutzen :)

    Aber was sollten die denn beim alten Forum machen, wenn dort ein User seitenlang über Zustände berichtet, die außer ihm scheinbar niemand kennt?

    Wen meinste denn :D

    Wenn die innere Einstellung stimmt, ist es im Gründe egal ob Punktspiele oder nicht. Diese Einstellung kann man auch der eigenen Elternschaft vermitteln. Ja wenn...!
    Meine Erfahrungen am Rand von G-F Jugendspielen sind jedoch andere. Da ist jedes schlechte Ereignis eins zu viel. Und es gab einige davon. Völlig richtig @ Kalinka, dass Problem sind die Erwachsenen. Vor einigen von denen muss ich meine Spieler schützen. Da habe ich aber nur bedingt Einfluss drauf, wenn dem Gegenüber ( einschließlich einiger Väter ) der Sieg doch ach so wichtig ist. Bei organisierten Spieltagen wären diese Kandidaten automatisch für das nächste Mal ausgesondert.


    Und auch im Heimatverein bekomme ich immer wieder mit, dass sich einige wohl offensichtlich durch diese Punktspiele beeinflussen lassen. Wenn man um Rat gebeten wird geht es sehr oft in die Richtung " Wie bekomme ich dies und jenes hin, dass sie das auch im Spiel machen ?" Ich glaube ganz einfach, dass sie ohne diesen " Druck" einen ungetrübteren Blick für das Wesentliche hätten. Die Vermittlung von individuellen Fähigkeiten und den Spaß am Sport.


    Das für mich einzig schlüssige Argument für Punktspielrunden sind angesetzte Spiele. Bei einer entsprechenden Vernetzung bekommt man das locker auch so hin. Im benachbarten Kreis gibt es keine Punktspielrunden und die sind damit bestens zufrieden. Punktspiele und Tabellen in diesen Altersklassen sind ein Erwachsenending !


    Ronaldina
    Um Deine Frage aus meiner Sicht zu beantworten: Wir strukturieren zur Zeit im Heimatverein unsere Jugendabteilung von unten nach oben völlig neu. Ein Baustein davon wird sein, in absehbarer Zeit keine G-Mannschaft mehr für den Spielbetrieb zu melden. Wir werden hierzu versuchen, Nachbarvereine für unsere Idee von organisierten Spieltagen zu begeistern. Ideen hierfür sauge ich gerade zur Zeit aus diesem Forum wie ein Schwamm auf. Vielleicht erkennt auch unser verkrustete Kreis irgendwann, dass diese Punktspiele mit Tabellen ( und die Ergebnisse müssen gemeldet werden !) unnötig und eher schädlich sind. Und es gibt kein vernünftigen Grund, dass aufrecht zu erhalten. Für mich jedenfalls nicht. Ich hoffe, dass sich viele Vereine unserer Idee anschließen werden.

    .Dürfen 4 Jährige überhaupt schon an Punktspielen teilnehmen?.In Hamburg gibt es vor dem 5 Jahr keine Spielgenehmigung.4 Jahre ist dann wirklich etwas zu früh


    Ich lebe auf dem gleichen Planeten wie Follkao. Hier gibt es auf dem Feld und in der Halle für die G Spielrunden mit Zwischen- und Endrunde. Und natürlich auch Tabellen. Und die Ergebnisse müssen auch fein sauber gemeldet werden. Da kann man dann auch Meister werden. Ja ja, ist wie bei den Großen. Oft auch am Rand. Da fehlen dann nur die Bengalos.
    Schau mal im NFV Forum. Stellst Du eine Frage über Passwesen oder ähnliches bekommst Du pronto eine Antwort. Geht es um Veränderung bei den Kleinsten, herrscht Funkstille.
    Ich bin mir nicht sicher ob wir hier in Niedersachsen noch in der gleichen Galaxy sind ???

    guenter
    Ich bin davon überzeugt, dass Andre es in entsprechender Form gemacht hat. Bei einem Forumsneuling hätte ich mich auch zurück gehalten. Bei ihm weiß ich, dass er es entsprechend einordnen kann. Aber ich kann mich koeppchen nur anschließen. Jeder fasst das anders auf. Deswegen spreche ich in den kurzen Halbzeitansprachen nur ganze Mannschaftsteile an, z.B. "Auf der linken Seite solltet ihr darauf achten, dass..." oder "Bei Ballverlust entstehen in der Mitte zu große Lücken, weil die rechte Seite zu spät in Richtung Ball verschiebt". Das ist auch Kritik und jeder weiß, wer und was gemeint ist. Meine Ansprachen sind auch max. nur 2-3 Minuten. Alles andere notiere ich mir und handle es gegebenenfalls im Training ab, wenn es denn gerade in den Schwerpunkt passt. Ich führe dazu sehr viele Einzelgespräche. Finde ich sehr wichtig und beim Abschlussspiel ist immer Zeit dazu.


    Ich hatte auch ein prägendes Erlebnis, warum ich dies so mache. In der E habe ich mal bei einem Turnier entgegen meiner Gewohnheit meinen Stürmer kritisiert. Völlig sachlich und in guter Absicht. War auch im Grunde ( für mich !!! ) 'ne Kleinigkeit.
    Während des Redens habe ich gesehen, wie er förmlich in sich zusammen gesunken ist und ich habe versucht, ihn mit Lob wieder aufzurichten. Während des Turniers habe ich mich bei ihm unter vier Augen noch entschuldigt. Trotzdem war es meinerseits die glatte Sechs und durch nichts zu entschuldigen.


    Es gibt das sogenannte ( Mentala und Kicker mögen mich berichtigen, wenn ich falsch liege) Eisbergmodell. Die Kommunikation zwischen zwei Menschen spielt sich zu 20% auf sachlicher Ebene ab. Eben die Spitze des Eisbergs. Aber eben zu 80% auf emotionaler Ebene !! Man meint als Trainer eine Situation sachlich anzusprechen. Wie aber kommen die 80% bei meinem Spieler an. Wohlgemerkt vor versammelter Mannschaft !

    Da kann ich mich guenter nur anschließen. Hört sich wirklich gut an, was Du da machst. Hab einfach nur Geduld.


    Zu Deiner Frage nach Individualtaktik im Zusammenhang mit Teamgeist. Wenn es eine Übung gibt die ich ( ab ältere E ) unter den Top Five einordnen müsste, wäre die folgende dabei:
    Kleines Spielfeld, auf jeder Seite zwei Mini- oder Hütchentore, vier bis fünf Spieler pro Mannschaft. Und am Wichtigsten: Zwei Bälle im Spiel! Ab C auch zeitweise drei. Da geht Individualtaktisch wahnsinnig viel ab und die Köpfe gehen hin und her. Animiere sie nur dazu sich anzubieten und dabei den ballführenden Mitspieler anzusprechen. Da kommt auch der schüchternste Spieler aus sich heraus. Und jede Truppe erzielt mindestens ein Tor, also Erfolgserlebnis garantiert. Nach dem Spiel die Mannschaften neu bilden und weiter geht's.

    Der Verantwortliche spricht von Gleichberechtigung, nachdem seine anderen Aspekte mich nicht ganz getroffen haben, aber inwiefern spricht man dabei von Gleichberechtigung.

    Spätestens aus diesen Worten entnehme ich, das Du nicht verheiratet bist :rolleyes:

    vlt. ist er einfach zu alt und hat die rasante Entwicklung der neuen Generation verpasst.

    Nicht alles bei der Entwicklung dieser neuen Generation ist positiv. Das wirst auch Du mit zunehmendem Alter feststellen. Insofern kann das Lebensalter bei der Einschätzung von Situationen auch sehr hilfreich sein.


    Ich kann Deinen Ärger gut nachvollziehen. Der Lehrgangsleiter hätte schon erkennen können, dass da jemand mit Engagement bei der Sache ist und diesen Schein machen möchte. Sind wahrlich keine negativen Eigenschaften für einen Schiri. Auch wenn Du es nur für Deine Lizenz brauchst, aber vielleicht findest Du ja Gefallen dran. Du solltest aber auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass er im Laufe seiner Fortbildungen schon oft belogen worden ist was Abwesenheitsgründe betrifft !

    Habe bis noch keine Antwort auf meine letzte E-Mail erhalten, aber man merkt wohl, dass ich echt sauer bin

    Ist doch okay. Nobody is perfekt. Gib ihnen die Möglichkeit zu erkennen, dass sie sich in Dir getäuscht haben. Spätestens wenn Du nach Deinem Studium mal selbst Fortbildungen gibst, wirst Du für eine solche Einstellung dankbar sein. Lass Dir das ruhig von der älteren Generation gesagt sein :D

    Hallo Jenny82
    Ja, wirklich putzig die kleinen Racker in dem Alter. Die haben's voll drauf. In allen Bereichen. Denen kann man nichts mehr vormachen. Die haben die Welt erfunden. Was Erwachsene sagen geht links rein und rechts raus.

    zumal ich mir nicht vorstellen kann dass sie dies bei einem männlichen Trainer auch so machen würden.

    Das würde ich aufgrund des oben beschriebenen Verhaltens nicht unbedingt sagen, ist aber wahrscheinlich zusätzlich ein nicht weg zu diskutierendes Problem. Das sind alles potenzielle Platzhirsche und da kommt 'ne Frau und will ihnen erzählen wo es lang geht. Ist aber auch eine Einstellung, die Du für Dich nutzen kannst. Lassen wir sie doch in dem Glauben 8)

    Der Teamgedanke ist schon nur wenig ausgeprägt, es gab dauernd Trainerwechsel, die beiden Jahrgänge waren auch schon nach oben und unten aufgeteilt.

    Das kommt auch noch dazu. Sehr ungünstige Voraussetzungen in der Altersklasse.

    Immer noch das gleiche, sobald ein oder mehrere Neue kommen, drehen meine Spieler am Rad.

    Weil eben offensichtlich das Mannschaftsgefüge aufgrund der Vergangenheit sehr brüchig ist und sie sich als solches noch nicht gefunden haben. Das ist aber nicht Deine Schuld. Sicherlich kannst Du die Brocken jetzt hinschmeissen. Wäre auch verständlich. Wenn Du aber durch diese Mühle durch gehst, kann Dich in dem "Job" so schnell nichts mehr umwerfen. Bleib cool, Du hast ja uns ;)

    Ich glaube die kenn ich schon, es sind die die fast immer im Training sind, bei jedem Spiel da sind. Die halt, denen Fussball extrem wichtig ist

    Sehr schön. Das kannst Du als Basis hervorragend nutzen. Sie wollen. Das ist in dem Alter nicht selbstverständlich.

    Wie würdet ihr reagieren??

    Ich würde sie an der Ehre packen. Sie wollen Platzhirsch sein ? Kein Thema. Dann zeigt mal was ihr drauf habt, Jungs.
    Im Einzelgespräch ( ! ) würde ich ihnen sagen, dass sie wichtiger Bestandteil der Mannschaft sind und auch Leistungsträger. Und das einen sehr guten Fußballer von einem guten unterscheidet, dass er dieser Verantwortung auch gerecht wird und seinen Mannschaftskameraden mit gutem Beispiel voran geht. Und diese eben unterstützt und aufbaut wenn es mal nicht so gut läuft. Vermittle ihnen auch, dass Du ihre Leistung auf dem Platz anerkennst aber das auch sie mal 'ne Pause brauchen. Oder das auch andere mal Verantwortung auf dem Platz übernehmen sollen und sie ja nicht alles alleine machen müssen. Oder das Du als Trainerin dadurch sehen willst, wie weit ihre Mitspieler in einem Spiel trainierte Dinge umsetzen können. Sprich: Erkläre ihnen, warum Du auswechselst und sie verknüpfen es nicht mehr automatisch als "Ich hab schlecht gespielt" oder "Der soll dauerhaft mein Platz einnehmen". Da ist vermutlich in der Vergangenheit etwas falsch vermittelt worden. Man muss als Trainer nicht jede Maßnahme erklären. In dem Alter erzeugt Druck aber Trotz. Warum solltest Du Dir das antun ? Du musst dabei ( nicht nur dabei ) natürlich authentisch bleiben und ihnen keinen Honig um den Bart schmieren. Aber wie Du sagst, sind sie ja mit vollem Engagement dabei. Sag ihnen, dass Du das gut und wichtig findest. Und das sie versuchen sollen ihre Mannschaftskameraden ( auch die Neuen !! ) mit ihrer Einstellung anzustecken und mitzureißen.
    Gib ihnen auch im Training Verantwortung. " Max, ich möchte heute in Kleingruppen Umschaltspiel trainieren. Achtest Du in Deiner Gruppe mal drauf, dass keiner rumkaspert oder rummotzt (! ) ?" Schon sind sie in der Pflicht. Aber positiv, denn sie haben doch jetzt Verantwortung. Bei der Einteilung sind die "Rädelsführer" natürlich getrennt. Ließe sich endlos fortführen. Der Sinn ist halt, sie als verlängerten Arm des Trainers zu nutzen und ihnen dies auch ruhig so zu vermitteln.
    Führe Rituale im Training ein. Wenn eine Trainingsgruppe besonders gut harmoniert hat, hol sie Dir kurz zusammen. Kleiner Kreis. Kurzer Schlachtruf. "Sauber Jungs. Weiter so." Besonders natürlich, wenn es eine Truppe mit Neuen ist. Aber: Authentisch bleiben ! Das wird aber auch die Anderen anspornen ! Würde mich wundern, wenn nicht.


    Ich hoffe, da ist was für Dich dabei. Und das Du hier möglichst viele Tipps bekommst. Wär ja wohl gelacht, wenn wir die Truppe nicht auch noch hinbekommen --).

    Mein Tipp: Such Dir einen starken Partner an Deiner Seite mit den gleichen Vorstellungen wie Du. Gerade was Aus- und Fortbildung der Trainer betrifft. Ein Koordinator ist da Gold wert. Und wenn es gut läuft teilt dieser dann den Jugendbereich noch ein. G-E, D-C und B-A. So sind auch Ausbildungsinhalte optimal verzahnt und bauen aufeinander auf. In meinem zweiten Verein klappt das hervorragend und wir versuchen sowas in abgeschwächter Form gerade auch im Heimatverein.
    Ein JO hat viele administrative Aufgaben zu erledigen. Wenn Du dann noch eine Mannschaft trainieren möchtest, die TW-Ausbildung voran treiben möchtest und auch noch die gesamte fußballerische Ausbildung der Trainer und Spieler auf gutem Wege wissen möchtest, wird das zu viel. Dein Akku ist innerhalb kürzester Zeit leer und damit ist niemand geholfen.


    Es gibt viele fähige Leute auf diesem Gebiet ( Koordinator ) mit Praxiserfahrung. Die möchten aber von der sonstigen "Vereinspolitik" und Verwaltungskram verschont bleiben. Gibt es mit Sicherheit auch in Deiner Nähe. Das solltest Du nutzen.

    Mir scheint, dass ihr zunächst mal vom Verein her an der Meldung für die Spielklasse arbeiten solltet. Wenn es in den vergangenen Jahren Niederlagen gab, scheint da was nicht zu stimmen. Auch eine C kann man eine Klasse tiefer melden. Meist "erben" die Jahrgänge die Spielklassen ihrer Vorgänger obwohl dies eigentlich eine Nummer zu groß für sie ist. Da ist Frust vorprogrammiert. Ist nach meiner Erfahrung oftmals der Grund für den Zusammenbruch eines ganzen Jahrganges. Überforderung durch zu starke Spielklasse. Leider oft hausgemacht, da Vereine sich damit brüsten wollen, ach so hochklassige Jugenden zu haben. Ich kenne aber nicht Eure Regularien bezüglich der Einteilung. Wäre aber ein Ansatzpunkt.


    Mein zweiter Tipp ist recht einfach: Macht 'ne Mannschaftssitzung. Einfach besprechen was den Jungs so gefällt und was nicht. Im Training und Spiel. In lockerer Runde und jeder darf sagen was er meint. Mach ich zwischendurch auch mit meiner D und man ist immer wieder überrascht, was da so zu Tage kommt. Auch als Trainer bekommt man viele Anregungen, da ist zuhören angesagt und kein "Ja, aber...". Wichtiger ist noch: Das Gefüge der Truppe wird dadurch enger, weil jeder weiß wie der andere denkt. Und das es beispielsweise Spieler A stört das B nicht mit nach hinten kommt oder C zu eigensinnig ist oder oder oder. Du als Trainer bist nur Moderator. Kein "Ja, aber..." Da entwickelt sich dann eine schöne Eigendynamik und die Jungs setzen sich plötzlich selber Ziele. Probier's mal und erzähl, was Deine Jungs so bewegt.

    Och guenter
    Habe ich bereits erwähnt, dass es meine D-Jugend ist und ich die schon fast sieben Jahre habe. Und das ich kein Freund von langen Ansprachen bin. Und das es eben ein Erscheinungsbild dieser Truppe ist, dass positiv hervorgehobene Dinge im Anschluss ( = zweite HZ ) eben wie verflogen sind.
    Und deswegen muss ich sehr genau überlegen, was ich ihnen für diese zweite HZ mitgebe.

    Soll ja ein Thema aus der Praxis für die Praxis sein. Das
    hier
    ist doch wohl ideal dafür, oder nicht ?


    koeppchen
    Schön das es nicht nur mir so geht. Rattert es bei Dir so etwa 5 Minuten vor Beginn der Halbzeit genauso im Kopf, was Du ansprichst und vor allem was nicht ? So neutral wie möglich und das Ganze mit Pokerface ( obwohl man sich aufgrund der ersten HZ innerlich einen abfreut ):rolleyes:
    Ist gar nicht so einfach, wenn man doch vom Naturell eher ein Typ der positiven Interaktion ist und dies auch im Training so praktiziert. Aber diese Herausforderungen machen das Trainer-Dasein ja auch aus. Sonst könnt's ja jeder.
    Aber wie Mentala gesagt hat: Ist okay, wenn sie damit besser klar kommen.

    Mentala
    Bei dem Beitrag von @TW- Trainer geht es aber um die Einwirkung des Trainers während des Spiels und darauf bezieht sich doch das von Dir gewählte Zitat. Einfaches Beispiel: Ball ist außen und der ballentfernte Spieler verschiebt ( optimalerweise ) mit in Richtung Ball. Hinter ihm positioniert sich ein Gegenspieler. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Der eigene Spieler erkennt dies, weil er sich trotz Orientierung zum Ball ständig eine Spielübersicht über den "Rest" des Feldes verschafft und er stellt durch möglichen diagonalen Laufweg die Passwege zu. Oder er erkennt es nicht. Jetzt gibt es als Trainer zwei Möglichkeiten. Ich rufe "Hinter Dir" oder noch schlimmer "Nimm Dein Mann"
    oder
    ich sage gar nichts und beobachte. Kommt jetzt ein Pass in die Schnittstelle und der Gegner kommt an den Ball ist der Lerneffekt immens. Kurzer Blickkontakt zum Spieler und er erkennt sofort von sich aus den Fehler. Ohne Worte also viel gelernt. Was oder wie viel hätte er im Vergleich dazu mit Kommando von außen gelernt ? Und zeigt die gesamte Mannschaft dieses individualtaktische Verhalten, sollte ich dies bei meiner Trainingsplanung in der Saison beachten. Im Spiel sollte ich bei diesen Situationen aber weiter die Klappe halten, sonst werde ich nie sehen ob meine Spieler sich diesbezüglich eigenständig weiter entwickeln.


    Hat aber eher weniger was mit Mentalcoaching zu tun. Oder aber ich hab's nicht verstanden. Auch möglich. Tja Mentala, nich einfach mit uns, oder ?

    Hah, hier weiß ich tatsächlich wovon ihr sprecht. Für den anderen Thread mit eigentlich gleichem Themenkomplex bin ich offensichtlich zu doof, versteh nur Bahnhof und bekomme Überdruck im Hirn ?(


    Dieses "Überloben" und die "Kuschelpädagogik" ist mir auch ein Graus. Alles in dosierter Form und fertig. Jetzt habe ich aber bei meiner Truppe ein Phänomen, da hab ich letztendlich noch nicht so die optimale Lösung gefunden. Punktspiel, Halbzeit. Bin kein Freund von großen Kabinenansprachen, deswegen kurz und knapp. Nun kommt es als Beispiel zu folgender Situation: Erste Halbzeit ein richtig gutes Spiel. Max. ein oder zwei Ansatzpunkte, die für die zweite Halbzeit verbessert werden könnten. Die werden auch angesprochen. Und nu kommts: Ich erwähne mittlerweile mit keinem Wort mehr, dass und was sie in der ersten HZ richtig gut gemacht haben ! Wenn dann max. "War okay, aber auf folgendes sollten wir achten..." Warum ? Es war wirklich erstaunlich und dieses Verhalten haben sie ausnahmslos gezeigt. Genau die Dinge, die ich lobend erwähnte waren in der zweiten HZ wie weggeblasen. Ich hatte vorher Trainerkollegen gebeten sich das mal anzuschauen. Die waren auch ganz erstaunt, hatten jetzt aber auch keine Patentlösung. Jetzt werden die positiven Dinge erst nach dem Spiel angesprochen und das klappt gut.
    Gebracht hat mich darauf ein Trainer aus meinem zweiten Verein, der beruflich im Sektor Coaching von Führungskräften tätig ist und dementsprechendes Fach- und Praxiswissen über Zielsetzungen und deren Umsetzung usw. hat.


    Der hatte, für mich nachvollziehbar, folgende Erklärung: Die Kinder in der Schule lernen heutzutage in komprimierter Form Zielsetzungen nur in Etappen durchzuführen. Lernen nur bis zur nächsten Arbeit, dann kommt da sofort gedanklich ein Haken dran. Unterscheidet es jetzt nicht wesentlich von uns früher ;)Die Computergeneration jedoch lernt auch in ihrer Freizeit ( nach seiner Meinung ) in kurzfristigen Etappen zum Ziel zu kommen. Den nächsten Endgegner noch und der Level ist geschafft. Haken dran, interessiert nicht mehr. Noch vier Freundschaftanfragen und ich hab 200 Freunde bei FB usw. Und dies Verhalten würden eben auch meine Jungs zeigen: ( als Beispiel !) "Umschaltspiel von Abwehr auf Angriff hat sehr gut geklappt, da hat jeder mitverschoben. Prima, weiter so." Tja, das war's dann. Nächster Level :D Vorne bleibt stehen und verlässt sich auf Hinten. Hinten bleibt stehen und verlässt sich auf Vorne. Ich verschweig jetzt also die guten Sachen bis zum Spielende ;)


    Ist das nur bei meiner Truppe so oder kennt ihr das auch ? Und wenn ja, wie reagiert ihr darauf ?