Beiträge von Karl

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    Antworten könnten sein:


    -sie sind zu dämlich, sorry
    -es gibt keine Kontrolle
    -es gibt keine Sanktionen (das habe ich in einem anderen Thread zum Wahnsinnig werden bereits diskutiert)

    Es treffen wohl bei den meisten Problemfällen alle Punkte zugleich zu.




    Im Hinblick auf die nächste Saison, die ja auch schon in ein paar Wochen startet, ist bei uns im Mädchenbereich derzeit noch eine von 2 C-Jugenden ohne Trainer/Betreuer und die B-Jugend. Im Hinblick auf die immer schwierigere Suche nach Betreuern und Trainern, die ihre Freizeit opfern ist es denke ich fast schon müßig, immer auf die schwarzen Schafe hinuweisen, die dringend aus dem Jugendbereich zu entfernen sind. Und dann ? Noch mehr Mannschaften nicht melden können ?



    Natürlich ist es eine Seite mit zwei Seiten, dann eben jemanden zu aktzeptieren der garantiert vom KIFU Gedanken nicht gerade durchdrungen ist als die Mannschaft gar nicht zu melden (Bei der 2. C. steht die Entscheidung an, was soll ich dagegen halten wenn es sonst keinen gibt der es macht ? gab schon einige Diskussionen, ich halte den Mann für unfähig, aber wo ist die Alternative ?)

    Lösungsmöglichkeiten wurden hier schon aufgezeigt. Ob sie im konkreten Fall umsetzbar sind, können nur die Personen vor Ort feststellen. Oft muss und darf man Kompromisse eingehen. Es gibt aber auch Fälle, da sollte man die Kinder dann lieber zum Nachbarverein schicken oder ihnen die Wahl eines anderes Hobby empfehlen.


    @thomasg:


    Hast Du auch den betreffenden Eltern ehrlich gesagt, was du von dem Mann hälst ? Oder dürfen sie das selbst während der Saison feststellen, um dann noch zu erfahren, dass ein eventuell daraufhin geplanter Vereinswechsel ihrer Kinder problematisch und mit Sperren oder Ablösezahlungen verbunden sein wird ?
    Solche Vereine gibt es ja durchaus. Da findet nicht nur keine Ausbildung statt, weil kein fähiger Trainer vorhanden ist bzw. sich keiner fand, der kostenlos tätig sein wollte, sondern es wird dann auch noch frech die Zustimmung zu einem Wechsel verweigert, um Ausbildungsentschädigung zu kassieren oder wenigstens zu zeigen, wer das Sagen hat.


    Ist es richtig, notfalls jeden Beliebigen an die Kinder zu lassen, um u.a. die Beiträge niedrig halten zu können oder wäre es manchmal nicht an der Zeit, den Eltern die Wahrheit zu sagen und ihnen wenigstens die Möglichkeit zu geben, gegebenenfalls mit einem erhöhten Beitrag auch einen richtigen Trainer anwerben zu können ?


    Nun möchte er und der andere FSJler ihrem Chef ein Abschiedsgeschenk machen. Er hat keine Ahnung, was
    sein Chef gebrauchen könnte, oder ihm gefallen würde. Deshalb die Frage


    Womit kann man dem Platzwart eine Freude machen??



    Woher sollen wir das wissen, wenn es dein Sohn, der seinen Chef persönlich kennt, schon nicht weiß. ?(

    @tobn:


    Die Vereine würden sich schon an ihre Verbände wenden und um Hilfe rufen, sollten sie regelmäßig mit Klagen überzogen werden, sobald sie eine Regelung des Verbandes anwenden.
    Es geht auch nicht darum, dass es Vereine gibt, die von sich aus immer die Zustimmung zum Wechsel geben, sondern einfach um die grundsätzliche Möglichkeit, den Kindern eine sperre hineinzudrücken. Es gibt durchaus Vereine, die sich so wenig mögen, dass der eine Verein grundsätzlich sperrt, wenn ein Spieler zum "Gegner" wechselt und dieser "Gegner" grundsätzlich nie eine Entschädigung an diesen Verein zahlt. Leidtragende sind die Spieler und diesen hilft es wenig, wenn in anderen Vereinen anders vorgegangen wird.


    Schon den Begriff "Ausbildungsentschädigung" ist in vielen Fällen grotesk, wo doch selbst hier viele der Meinung sind, dass in Breitensportvereinen überwiegend betreut und weniger ausgebildet wird.
    Wirklich entstandene Ausbildungskosten müssten dann entsprechend auch auf Alle verteilt werden und nicht nur Einzelnen angelastet werden, wie es hier geschieht.


    Wenn man in der lokalen Presse zur richtigen Zeit einen Artikel veröffentlicht, der über das Vorgehen eines solchen Vereines berichtet und auch sonst bei jeder Gelegenheit seine negativen Erfahrungen mit diesem Verein geschickt in Gespräche mit anderen Leuten einfließen lässt, sollte er es künftig etwas schwerer haben, Nachwuchs zu rekrutieren. 8)

    Klar Karl steht einem alles offen. Nur, dass jemand gleich vor Gericht wegen nem Vereinswechsel zieht, hätte ich icht gedacht. Zumal ich der Meinung bin, dass sich beide Vereine einigen werden bzw. dass man dies beeinflußen könnte indem man mit dem Verein redet. Ich schätze, dass Else auch nicht alle Hintergründe kennt (z.B. warum die A-Jugendlichen gesperret werden). Wenn Else es schafft, die Ausbildungsentschädigung zu kippen, dann Glückwunsch. Am besten dann auch die Zahlungen im Amateurerwachsenenbereich. Sind für mich genauso sinnlos, denn auch ein 20ig-jähriger will oft bloß spielen. Aber für mich, kommt halt Verein A schlecht weg, obwohl auch Verein B durchaus der "Böse" Verein sein könnte. Denn es ist ja auch die Frage, warum dieser Verein drei A-Jugendspieler sperrt.

    @Nela:


    Wenn das jeder so sieht, und die Vereine rechnen auch damit, dass die jeweils betroffenen Eltern sich sagen, dass es sich für sie selbst nicht lohnen wird, dann wird sich an der gängigen Praxis nichts ändern. Grundsätzlich finde ich es unmöglich, welcher Druck durch die Wechselregelungen auf Kinder und Eltern ausgeübt werden kann. Auch werden Mitglieder hier, wenn sie den Verein verlassen, schlechter gestellt als die Vereine selbst, wenn sie dem Mitglied kündigen.




    @Steini:


    Es ist völlig egal, ob Personen ehrenamtlich handeln. Recht ist Recht !
    Den Eltern kann es hier auch vollkommen egal sein, was zwischen den Vereinen läuft. Für sie wurde eine Zusage gegeben, die nicht eingehalten wurde. Auch müssen die Eltern sich nicht für Absprachen interessieren, die nicht ihr Kind betreffen.
    Derart handelnde Vereine interessieren sich auch nicht dafür, wie Kinder und Eltern sich fühlen, wenn plötzlich Probleme beim Vereinswechsel auftauchen und eine Sperre droht. Oft wird auch die Zustimmung zum Wechsel verweigert, ohne die betreffenden Eltern zu informieren. Die erfahren es schon zeitig genug, oder ?


    Es gibt ja genug Mitglieder in diesem Forum, die ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Verein als Dienstleistung sehen.... .


    - Geht man so mit seiner Kundschaft um ?


    Stellt Euch vor, ihr seid im Urlaub und geht jeden Tag im selben Restaurant essen. Jeden Abend kostet das Essen 10,- €. Am letzten Abend, als der Restaurantbesitzer erfährt, dass der Urlaub zu Ende ist, serviert er eine Abschlussrechnung von zusätzlichen 500,- €. - Für gute Bedienung während des Aufenthaltes bei ihm.... .

    @Nela:


    Ich gehe mit allem mit und finde deine persönliche Einstellung hier in Ordnung. Nur mit deiner Aussage, dass man diese Regeln hinnehmen muss, mag ich mich nicht anfreunden.
    Wenn ich Zweifel an der Rechtmäßigkeit von Ordnungen und Satzungen habe, steht mir der Rechtsweg offen. Ich kann hier durch Gerichte prüfen lassen, ob ich mich an eine durch einen Verein aufgestellte auch wirklich halten muss.

    @Dornpunzel:


    Wenn es sich wirklich um einen Verein mit NLZ handelt, dann wird dort nicht nur der eine Trainer zum Probetraining anwesend sein und über die Aufnahme eines neuen Spielers entscheiden, sondern mehrere Trainer und wahrscheinlich auch der Nachwuchsleiter des Vereins.
    Es widerspricht sich für mich auch , dass es für den Jungen nicht für den Stützpunkt reichen soll, er aber gleichzeitig für gut befunden wird, um an ein NLZ zu wechseln. Ich vermute einmal, dass es kein anerkanntes NLZ ist, oder ?

    @@'Dornpunzel':


    Du führst an, dass das Probetraining schon übermorgen ist. Deshalb hast du doch keinen Zeitdruck. Lass deinen Sohn doch das Probetraining machen. Das heißt doch noch nicht, dass ihr einem Wechsel zustimmt oder dass der Verein ihn dann auch wirklich nimmt. Auch dort werden andere Sichter sein, die vielleicht die Meinung des einen Trainers, der mit euch gesprochen hat, nicht teilen.
    Was das Wachstum angeht, kann man ja vielleicht auch schon Prognosen stellen. Wenn beide Eltern nur 1,60 Meter messen, dann wird das Kind vielleicht auch nicht 1,85 m groß werden.
    Das die Schule das Wichtigste ist, sehe ich auch so. Kommen bedeutend länger Fahrzeiten zum neuen Verein in Frage, wäre dies für mich ein Grund, wenigstens noch 1 Jahr abzuwarten, wie das Kind die erhöhten Anforderungen der Schule bewältigt. Danach wäre immer noch genügend Zeit, sich über einen eventuellen Wechsel Gedanken zu machen.

    Die "Bosman-Entscheidung" zeigt ja, hier nur einmal als Beispiel angeführt, dass nicht unbedingt die Interessen einer Gemeinschaft höherwertiger sein müssen, als das Interesse eines einzelnen.
    Ob die derzeitige Wechselregelung gesetzeskonform ist, werden nur Gerichte entscheiden. Der Rechtsweg steht jedem offen, wobei, wie ich schon schrieb, derjenige wohl kaum noch einen persönlichen Nutzen aus dem eventuell für ihn positiven Urteil haben dürfte. Das dürfte auch der Grund sein, warum kaum jemand den Weg über ein Zivilgericht geht.

    Letztendlich geht es doch um die Frage, ob der Anspruch des Einzelnen höher zu bewerten ist, als die
    Interessen der Gemeinschaft, sprich Verein,
    Der Fussball wird aber weiterhin durch Vereine getragen und nicht durch einzelne Spieler.

    Es geht vor allem darum, ob die Ordnungen und Satzungen der Vereine nicht gegen Gesetze verstoßen. Nur weil irgendetwas geschrieben steht und irgendwelche Leute dem Text unter dem Begriff "Satzung" oder "Ordnung" zusammengefasst haben, heißt dass nicht, das dies geltendem Recht entspricht.


    Ich bezweifle, ob das vermeintliche Recht des Vereins auf Verbleib und Leistung eines Amateurspielers bzw. Zahlung einer "Ausbildungsentschädigung", zu der real enstandene Kosten meist noch nicht einmal nachgewiesen werden können, höher anzusehen ist, als Grundrechte des Einzelnen.

    Das sagt es für mich nicht aus. Man müsste die ganze Jugendordnung lesen, damit man sieht, auf was sich diese Aussage überhaupt bezieht.
    Der abgebende Verein wird m.E. auch nicht zum Abschluß eines Vertrages gezwungen, da dieser den Spieler nicht sperren kann, sondern nur ankreuzt, ob er dem Wechsel zustimmt oder nicht. Die Wartefristen legt der Verband fest und hebt sie z.B. bei Zahlung einer festgeschriebenen Ausbildungsentschädigung an den abgebenden Verein auf. Es wird also durch eine Zahlung nicht die Zustimmung ersetzt, sondern vom Verband nach seinen Regeln nur eine Spielerlaubnis erteilt, die es unter anderen Voraussetzungen (Nichtzustimmung und keine Zahlung einer vom Verband festgelegten Summe) erst nach einer Wartezeit gibt. Wird die Ausbildungsentschädigung nicht gezahlt, bekommt der Spieler dennoch nach einer Wartezeit das Spielrecht, - auch wenn der alte Verein dem Wechsel nicht zustimmt.
    Inwieweit alle diese Ordnungen und Satzungen immer inhaltlich geltendem Recht entsprechen, weiß ich als Laie nicht, bezweifle es nur.
    Grotestk ist die Regelung für mich allemal, da es sich nicht um Vertragsspieler oder Profis handelt und die Mitgliedschaft in dem alten Verein obendrein meist schon fristgemäß gekündigt wurde und der Spieler nicht mehr Mitglied im alten Verein ist, während dieser immer noch über Ablöse für ihn verhandelt und damit indirekt über ihn bestimmt.

    Domestos:


    zu 1 b)


    Natürlich nicht. Jedoch wollen die meisten Eltern, dass ihr Kind am Wochenende spielt und halten sich künftig hoffentlich an die Regeln. Bei uns gilt beispielsweise auch die Regel, dass Eltern während des Spiels taktische Anweisungen zu unterlassen haben. Gibt es sie doch, wird das betreffende Kind ausgewechselt. Zuerst nur für kurze Dauer, um den Eltern die Regel in Erinnerung zu rufen. Wollen es Eltern nicht begreifen, dann für den Rest der Spielzeit. Hier können die Kinder selbst auch nichts dafür. Ihre Belohnung ist, dass sie ohne nervendes Coaching der Eltern spielen dürfen. Diese Regel funktioniert und es muss sich kein Trainer Woche für Woche wieder mit den Eltern anlegen, damit diese ihre Kinder in Ruhe spielen lassen.
    Wenn ein Kind mal beim Training stört, wird es nicht gleich vom Spiel ausgeschlossen. Auch wenn es mal nicht 100 % gibt, nicht. Die geben wir auch nicht jeden Tag, oder ?

    Mit Zahlung der festgelegten Ausbildungsvergütung wird der Spieler auch für Pflichtspiele spielberechtigt. Auch wenn der abgebende Verein seine Zustimmung zum Wechsel verweigert.
    Ich persönlich würde an Stelle der Eltern schon aus Prinzip kein Geld an den abgebenden Verein zahlen, wenn dies nicht der aufnehmende Verein macht.

    @Karl, ich stimme deinem Beitrag nahezu vollumfänglich zu. Aber deinem Vorschlag zur Gestaltung des zulässigen Wechselvorgangs kann ich nicht folgen. Dabei denke ich an einen Spieler, der kurz nach dem Wechselfenster fest stellt, dass "alles Sch***e" ist. Dieser muss dann (zumindest gefühlt) ewig warten, bis er da wieder weg kann, obwohl ggf. sogar alle Beteiligten einverstanden sein könnten. Hat halt einen Fehler gemacht oder es ist ein anderer Trainer im neuen Verein als vorher gedacht, was auch immer.



    Eine Wechselerklärung fände ich auch im Sinne der Planungssicherheit der Vereine wünschenswert, halte drei Monate im Voraus aber für etwas viel. Wobei das auch davon abhängt, von welchem Datum aus du drei Monate zurück rechnen möchtest. Wenn das der Beginn der neuen Saison ist, also der 1.8., so dass man bis zum 1.5. seine Wechselabsicht ankündigen soll, dann fände ich das vielleicht akzeptabel, aber den 1.3. fände ich z.B. viel zu früh..

    tobn:


    Ich erhebe auch nicht den Anspruch, dass meine angeführten Gedanken die Lösung in Perfektion sind. Ich bin nur der Meinung, dass es höchste Zeit wäre, über Art und Weise nachzudenken, Vereinswechsel und freies Ausüben des Hobbys ohne mögliche Sanktionen für Kinder und Jugendliche zu ermöglichen.
    Auch wenn Spielerwechsel letztendlich überwiegend ohne dauerhafte Sperren erfolgen, so reicht es doch aus, dass es die Möglichkeit gibt und diese auch teilweise genutzt wird, Kinder für einen Wechsel mehr oder weniger abstrafen zu können.


    Nela:


    Du in einem anderen Thread eine provokante Frage bezüglich Aufnahme von Flüchtlingen in einen Verein mit höherem Vereinsbeitrag gestellt und dort die soziale Komponente im Auge gehabt.
    Hier einmal eine ebenso provokante Frage von mir:


    Spieler y und z wechseln von Verein A zu Verein B. Bei beiden erteilt verein A die Zustimmung nicht. Die Eltern von y verfügen über genug Geld, zahlen die Ausbildungsentschädigung und eine Sperre ihres Sohnes ist damit hinfällig. Die Eltern von z haben die Möglichkeit finanziell nicht und so sitzt z die Sperre ab, da auch der aufnehmende Verein klamm ist und grundsätzlich keine Ausbildungsentschädigungen zahlt.


    Für dich in Ordnung und aus Sicht der Kinder gerecht ?


    Andere Variante wäre, dass beide Spieler in jeweils einen anderen Verein wechseln. Der eine Verein verfügt über genug finanzielle Mittel und zahlt die Aufwandsentschädigung. Der andere Verein hat diese Mittel nicht und sein neuer Spieler entgeht der Sperre nicht. Aus deiner Sicht In Ordnung ?


    Ich bin deshalb durchaus bei dir, wenn du den Wohlfühlfaktor als den wichtigsten Trumpf eines Vereines dafür siehst, seine Spieler bei sich zu halten. Aber gerade diejenigen, die sich für besser halten, können dennoch der Versuchung, die ihnen von anderen eingeflüstert wird, erliegen..

    Es hindert doch niemand den alten Verein daran, auch Argumente gegenüber Spieler und Eltern für einen Verbleib anzubringen. Geht der Spieler dann doch, waren die Argumente des anderen Vereins wohl stichhaltiger. Ob zu recht, zeigt die Zukunft. Manch ein Spieler kommt irgendwann wieder in seinen Heimatverein zurück. Hat er jedoch schlechte Erinnerungen an diesen, wird eine Rückkehr unwahrscheinlich.
    Das große Problem einiger Vereine und auch einiger Trainer ist, dass sie die Kinder, wenn sie einmal aufgenommen oder von ihnen trainiert wurden, wie ihr Eigentum betrachten. Genauso, wie dadurch Probleme bei Vereinswechseln entstehen, entstehen so auch Probleme bei anstehenden internen Wechseln der Spieler in andere Mannschaften und neuen Zusammenstellungen von Mannschaften.
    In den meisten Fällen kommt es auch nach meiner Erfahrung bei vorläufiger Nichtzustimmung des abgebenden Vereins bis zum ersten Spieltag der neuen Saison zu einer Einigung zwischen den Vereinen. Aber allein die Tatsache, dass es immer wieder Kinder gibt, die ausgegrenzt werden, und das ist auch der Fall, wenn sie "nur" anders als ihre Teamkameraden zeitweilig von den Pflichtspielen ausgeschlossen werden, sollte beschämend genug für alle beteiligten und verantwortlichen Erwachsenen sein.
    wenn ein Verein meint, es seien ihm Kosten entstanden, so bekommt er sie doch in dem Fall, wo der Spieler die Sperre absitzt, auch nicht zurück. Also ist diese Maßnahme schon einmal ungeeignet, wirklich seine eventuell angefallenen Kosten erstattet zu bekommen.
    Bliebe man grundsätzlich bei den Wechselfensten im Sommer und Winter und würde verpflichtend eine Wechselerklärung drei Monate im Voraus verlangen, würde man auch den Interessen der Vereine bezüglich Planungssicherheit Genüge tun. Ausnahmen für Vereinswechsel unabhängig von den Wechselfenstern sollte es dann auf jeden Fall noch bei Wohnortwechsel und offensichtlicher ungerechter Benachteiligung der Kinder geben.

    Genau so, wie du es vorschlägst, handhabt es eine höher spielende JFG bei uns. Sie kommunizieren nach außen ganz klar, dass bei Abmeldungen bis zu einem bestimmten Datum die Freigabe erteilt wird und danach nicht mehr. Der Verein hat so Planungssicherheit und weiß genau, wieviele Spieler er in der nächsten Saison wieder aus seinen Probetrainings bzw. den restlichen Kadern übernimmt. Diese Regelung finde ich transparent und so gut für alle.
    Und ich gebe tobn auch recht, dass der Schlüssel zu vielem in der offenen Kommunikation liegt. Viele wissen einfach viel zu wenig über den Vereinsalltag. Da wäre zu Saisonbeginn ein Elterngespräch oder ein Flyer einfach sinnvoll, um viele Dinge klarzustellen.

    Das Problem ist doch, dass nicht ehrlich miteinander umgegangen wird.
    Hast du schon einmal einen Verein erlebt, der seine neuen Mitglieder (hier: Eltern) vor Eintritt darauf hinweist, dass ein künftiger Vereinswechsel möglicherweise möglicherweise mit Kosten für sie oder Sperren für ihr Kind verbunden sein kann ?
    Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Ausbildungsvergütung als Pauschale schon deshalb nicht vor einem ordentlichen Gericht standhalten wird, weil sie für jeden Einzelfall nachzuweisen wäre. Dann müssten auch alle Einnahmen auf jedes Mitglied aufgeschlüsselt werden und Sponsorengelder gehören in dem Fall dazu, auch wenn sie nur in die Herrenmannschaft geflossen sind.
    Es gibt ja genügend Vereine, wo keine Ausbildung betrieben wird, sondern nur Beiträge kassiert und die Kinder einem unqualifizierten Betreuer überlassen werden. Weiterhin werden Eltern zu Fahr - und sonstigen Vereinsdiensten herangezogen, ohne dass diese Dinge vor Vereinsbeitritt schriftlich vereinbart wurden. Das ist dann wohl mehr als unverschämt, wenn dann solche Vereine eine "Ausbildungsvergütung" fordern, oder ?

    Nela:


    Das Fehlverhalten des Vereines ist ganz einfach seine Unehrlichkeit, da im konkreten Fall die Zusage mündlich zugesagt wurde. Die Eltern und das Kind wurden also angelogen. Auch allgemein wird Eltern suggeriert, dass Fußball ja so billig ist und es wird mit unverschämt niedrigen Beiträgen geworben. Im Nachhinein wird dann behauptet, dass Mehrkosten entstanden sind.
    Dann rechnet doch die Kosten einmal vor. Vergesst aber nicht, auch Einnahmen, auch Sponsorengelder etc. gegenzurechnen.
    Ich kann nur jedem raten, Wechselabsuichten rechtzeitig im alten Verein zu äußern und sofort vom Verein schriftlich die Zusicherung der Freigabe geben zu lassen. Wird diese schriftliche !!! Zusicherung verweigert, lasst Euer Kind kein Pflichtspiel mehr für diesen Verein machen.
    Bei Aufnahme in den neuen Verein am besten auch gleich eine schriftliche Zusicherung geben lassen. Wird diese verweigert, dann möglichst in einen anderen Verein wechseln.
    Auch bin ich der Auffassung, dass eine Klage durchaus Aussicht auf Erfolg haben kann.
    Eine Ablöse würde ich an Stelle der Eltern jedenfalls schon einmal grundsätzlich nicht zahlen. Notfalls wird die Sperre abgesessen. Wenn im neuen Verein vernünftig gearbeitet wird, so werden dort für diese Zeit genügend Freundschaftsspiele vereinbart, in denen der gesperrte Spieler durchspielen und so auch auf seine Spielzeit kommen kann.

    @Gringo:


    Liest man sich die Statistiken des DFB durch, so stehen diese bezüglich der Mannschafts- und Mitgliederzahlen durchaus im Gegensatz zu den Behauptungen in den Artikeln.
    Es gibt jedoch selbst in den offiziellen Statistiken des DFB deutliche Unterschiede bei der Entwicklung der Mitgliederzahlen in den einzelnen Landesverbänden.


    Alle Statistiken helfen jedoch den Vereinen nicht weiter, deren aktive Mitgliederzahlen sinken, denn was helfen Mitglieder als Zahlen auf dem Papier, die dann, wenn sie gebraucht werden, nie anwesend sind ?
    Was hilft eine steigende Anzahl an Nachwuchskickern, wenn nicht gleichzeitig entsprechend Trainer und Betreuer dafür gefunden werden. Viele Vereine nehmen ohne Rücksicht jedes Kind auf, um dann festzustellen, dass für 25 Kinder nur ein unqualifizierter "Trainer" zur Verfügung steht und von den 25 Kindern nur sieben gleichzeitig spielen können.
    Betroffenen Vereinen helfen jedenfalls keine Statistiken des DFB, auch wenn sie noch so gut aussehen. Sie müssen Dinge, die jahrelang funktioniert haben überdenken und gegebenenfalls ändern, oder akzeptieren, dass sie in nicht allzu ferner Zeit in keiner Statistik mehr auftauchen, was in den Fällen dann auch oft gut ist, da unsere Kinder besseres verdient haben.

    @Else Tetzlaff:


    Solange Verantwortliche ehrlich sind und das gegebene Wort gilt, so gibt es doch keine Gründe, diese Vereinbarung nicht in Schriftform abzufassen. Wird dies verweigert, ist das angeblich gegebene Wort auch nicht wert und die Verantwortlichen wollen sich zumindest noch ein Hintertürchen offen lassen. Wenn hier ein Kind nicht mehr für seinen Verein aufläuft, ist das für mich nur eine logische Konsequenz, da die Verantwortlichen des Vereins ganz offensichtlich lügen.
    Dass ich die Sperren für Kinder/Jugendliche in dieser Form auch nicht richtig finde, habe ich bereits in anderen Beiträgen geschrieben. Solange es aber diese Regelungen gibt, muss jeder Beteiligte selbst sehen, wie er das Beste für sein Kind herausholt und muss dabei gegenüber Vereinsverantwortlichen auch nicht mehr Skrupel haben, als diese selbst. 8)
    Insofern steht für mich das Druckmittel, dass das Kind bei Verweigerung der Zustimmung in Schriftform nicht mehr für seinen Verein spielen wird, in akzeptabler Relation zu einer eventuell hinzunehmenden Sperre des Kindes im neuen Verein.
    Vielleicht finden sich ja einmal ein paar Leute, die den Rechtsweg beschreiten und diesen Regelungen hoffentlich ein Ende bereiten. Ihren Kindern selbst wird es aber nicht mehr zugute kommen.