Beiträge von TW-Trainer

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    @let1612
    Wie bereits @Constantin sagte, geht es um das Verstehen. Fussball wie Mathe muß man verstehen. Allerdings braucht es beim Fussball auch sportliche Fähigkeiten und nicht nur "Gehirnjogging", wie im Fach Mathe.
    Wer jedoch zu wenig vom Fussball versteht, dem fehlt die Fähigkeit falsche Techniken und falsches taktische Verhalten zu erkennen und effektiv zu korrigieren. Noch schlimmer ist das mitgebrachte Halbwissen von Inhabern der "Bundestrainer-Fernsehlizenz". Denn sie verstehen nicht einmal, dass nur das Spielgerät beim Kinder- und Erwachsenen-Profifussball gleich ist. Man erkennt diese Klientel leicht an ihren allgemeinen Aussagen, wie: "... einer ran ..., ... drei in die Mauer ..., ...Leute das ist zu einfach..., ...Angebote ..., ...jetzt kannst du aber auch mal wieder einen Ball halten ..., usw. mit denen kein Kind etwas anfangen kann, weil an der Information fehlt, wer was wie wann warum machen soll.


    Doch dafür braucht es nicht allein ein fussballerisches Verständnis, sondern auch pädagogische soziale Kompetenz als wichtige Voraussetzung für eine systematische Ausbildung. Denn man hat es mit Menschen zu tun, die man nicht per Joystick fernsteuern kann, sondern individuelle Bedürfnisse besitzen wofür ein Feingefühl eine notwendige Voraussetzung ist. Selbstverständlich ist auch ein Trainer ein Mensch, weshalb hierbei immer wieder Fehler vorkommen können, ohne jedoch das Ziel einer humanen Kommunikation aus den Augen zu verlieren.


    Natürlich ist soetwas nicht jedem Trainer in die Wiege gelegt. Man muß daran arbeiten, sich in jeder Phase gut mitteilen zu können. Auch Besonnenheit will gelernt sein. Denn ist ist manchmal sehr viel schwieriger zu schweigen, wenn es das Beste wäre, anstatt wild gestikulierend nach passenden Worten zu ringen.


    M.E. wird die Fähigkeit der Kommunikation in der Motivation noch zu wenig genutzt. Aber ohne diese Fähigkeit sich so mitteilen zu können, dass ihn die Kinder gut und gern verstehen verliert man zunächst die Zuhörer und schließlich die Kinder. Denn ihre Neugier läßt nach und ihre Geduld hat Grenzen.


    Im Gegensatz zu @Andre bin ich fest davon überzeugt, dass jeder Trainer sein Bestes gibt. Denn niemand geht zum Spiel mit der Einstellung heute nur sein Schlechtestes zu geben. Überein stimme ich mit ihm, dass es leider häufig deshalb nicht gelingt sein Bestes zu geben, weil kein ausreichendes Verständnis für den Fussball vorhanden ist. Aber vor allen Dingen, weil es an der Kommunikationsfähigkeit fehlt. Insbesondere in selbst empfundenen Stresssituationen. Diese Trainer braucht Hilfe!


    Sehe dringenden Handlungsbedarf in der Trainerausbildung beim Thema Konfliktsteuerung
    In der heutigen Trainerausbildung ist die typische Stresssituation gar kein praktisches Thema. Denn zwischen Trainings- und Wettkampfsituationen klaffen deutliche Lücken. So kann man im Training den Schwierigkeitsgrad selbst bestimmen. Im Wettkampf wird sie durch den Gegner entscheidend beeinflußt. Um die Ausbildungszeit nicht verlängern zu müssen ist es mein Vorschlag das "Trainergekicke" aus der Ausbildung heraus zu nehmen, weil die Präsentationsfähigkeit m.E. eher einen nebensächlichen Charakter hat. Denn es kann durch gutes Erklären und Korrigieren ersetzt werden.


    Wenn es keine großen Führungsschwierigkeiten gäbe, warum glaubt ihr, hätte man sonst die FPL als "Notnagel" und kleinsten gemeinsamen Nenner einführen wollen? Für mich besteht hier sogar dringender Handlungsbedarf in der Trainerausbildung. Denn wenn ich es richtig deute, erklärt ein Teil der heutigen F-Jugendtrainer die nötige "Wettkampfschärfe" in der E-Jugend "nachholen" zu wollen. Was hat man denn gewonnen, wenn die Eskalation sich von der F-Jugend in die E-Jugend verlagert?

    a) Bei uns bekommt niemand Geld. Weder der Trainer der ersten Herren, noch Spieler der ersten Herren. Wir nehmen auch schon mehr Beitrag als vergleichbare Vereine und bieten nicht mehr. Noch mehr von den Eltern zu kassieren wäre nicht schlau. An der Stelle warum das so ist, hülle ich mich in internes Schweigen, das sind relikte aus dem "Ministerium für dumm gelaufen" die vor meiner Zeit im Verein stattfanden.

    Es ist fast nicht zu glauben, aber ich finde es toll, dass bei euch alle Trainer und Spieler kein Geld bekommen! Wenn man es als ein Hobby ansieht, für das man Geld ausgibt, dann ist es O.K. So hat man den gemeinnützigen Verein ursprünglich verstanden. Aber er hat sich anders entwickelt, als mehr Geld in den Verein floss und Entscheidungen nicht mehr nach allein langfristigen sportlichen Zielen den Breitensport beeinflußte.


    Vermutlich habt ihr auch keine Sponsoren, die nur dann Geld spenden, wenn es ausschließlich für den Seniorenbereich verwendet wird? Schade finde ich allerdings, dass du dich in Schweigen hüllst, wenn es um Fehler geht. Denn daraus könnten sicher Andere für ihren Verein etwas lernen!



    Ich persönlich finde es einfach saucool mit anderen (kleinen) Menschen ein gemeinsames (und auch individuelles) Ziel zu verfolgen. An diesem Ziel zu arbeiten. Die Entwicklung jedes Einzelnen aus körperlicher, technischer und auch menschlicher Sicht zu beobachten. Dieses Gefühl tatsächlich etwas bewegen zu können.


    Ich finde auch, dass der "Neid" auf das Honorar des Seniorentrainers fehl am Platz ist. Nicht falsch verstehen, ich würde das Geld natürlich auch nehmen.

    Na, da hast du doch mal ein lohnendes Motiv Trainer zu werden genannt! Denn die meisten (Elterntrainer) rutschen ja eher in die Aufgabe hinein und finden erst danach heraus, ob es ihnen Spaß macht! Womit wir auch schon beim Thema ums leidige Geld wären.


    Für mich hat es gar nichts mit Neid zu tun! Hier geht es lediglich darum, dass sowohl Junioren- wie auch Seniorentrainer einen privaten Aufwand betreiben, aber lediglich der des Seniorentrainers honoriert wird. Dabei übersteigt ein Monatshonorar häufig das Budget einer Mannschaft für die gesamte Saison. Auch hat der Juniorentrainer alles selbst zu machen, während der Seniorentrainer seinen Co-Trainer und Betreuer hat, die ihm vieles abnehmen.
    Da paßt einfach das Verhältnis nicht, wenn es um eine gerechte Verteilung vorhandener finanzieller Mittel geht.


    Wer aus beruflichen Gründen keine Zeit dafür hat, der sollte sich besser lediglich als Co-Trainer agieren, um nicht ständig vom schlechten Gewissen geplagt zu werden, die Nugier der Kinder auf Fussball zu enttäuschen, weil immer wieder etwas ausfallen muß.


    Hab mich kürzlich noch mit einem Trainer unterhalten. Dort war der gesamte Jugendbereich vom Spielbetrieb abgemeldet worden, um mit dem eingesparten Geld 2 - 3 Top-Spieler für den Erwachsenenbereich kaufen zu können. Schließlich kämen die Zuschauer wegen des attraktiven Fussballs und würden Fans aufgrund von Super-Ergebnissen! Wenn sich ein Jugendbereich selbst nicht gut organisieren kann, dann gehört er abgeschafft!
    Natürlich bin ich da anderer Meinung, aber es gehört nun einmal dazu auch andere Meinungen zu akzeptieren. So finde ich es zwar prima, dass @Goodie den Vorschlag gemacht hat, den Trainerbedarf aus den aktivien Spielern abzudecken, aber unter Zwang läuft das sicherlich nicht. Denn wie @Strznieski schon richtig sagt, sollte eine ausreichende Motivation und realistische Ziele die Triebfeder sein, anstatt sie davon abhängig zu machen, ob das eigene Kind ein neues Hobby gefunden hat.


    Trainer-Lizenzausbildung anders gestalten
    Sehr richtig spricht @Goodie an, dass es auch unter den "Nichteltern" als Trainer Idioten geben kann. Ich möcht noch hinzufügen, dass auch eine Trainerlizenz keinen ausreichenden Schutz davor bietet, einen Choleriker ins Traineramt zu holen. Deshalb hab ich bereits vor Jahren vorgeschlagen, das "Trainergekicke" in der Ausbildung wegzulassen, weil es lediglich nebensächlichen Charakter hat, hier präsentationsfähig zu sein. Denn wenn das eine absolute Notwendigkeit wäre, dann müßte man dieses Eigenkönnen jährlich überprüfen und alle Trainer, die sportlich dazu nicht mehr in der Lage wären, ausrangieren. Das Eigenkönnen halte ich auch aus anderen Gründen nicht mehr für zeitgemäß. Heute kommen die Kinder häufig schon mit 5 Jahren zum Fussball. Sie lernen von anderen Kindern und auch beim Bolzen von größeren Kindern sehr viel. Wenn es gut läuft, dann kann man durch ein gutes Präsentieren durch den Trainer vielleicht 1 Minute sparen. Wenn jedoch der Trainer die Übung fehlerhaft präsinetiert, dann wird leicht ein falscher Bewegungsablauf eingeschleift. Da ist es doch besser, wenn der Trainer darauf achtet, dass es die Kinder gut lernen und er dafür genügend Korrekturfähigkeiten besitzt.
    Beim Kinderfussball gibt es bis auf das gleiche Spielgerät und ein paar Regeln ist kaum etwas, was man 1 : 1 aus dem Seniorenbereich übernehmen könnte. So zu tun, als würden dieses Erwachsenen-Fussball-Eigenkönnen von großem Nutzen sein, das würde ich doch sehr infrage stellen. Denn sonst sollte der Trainer ja auch an allen Spielformen und dem Abschlußspiel aktiv teilnehmen, damit ihm die Kinder noch häufiger zuschauen. Der Kindertrainer muß beim DFB wohl nicht neu erfunden aber einige Elemente darin angepaßt!
    Stattdessen sollte diese kostbare Ausbildungszeit dafür genutzt werden, die Lizenztrainer besser in der Mannschaftsführung auszubilden. Dazu würde es zunächst einmal genügen, das die Ausbilder ihre Lizenzanwärter bei Turnieren begleiten, um ihnen in realen Streßsituationen zur Seite zu stehen und wichtige Verhaltenshinweise mit auf den Weg zu geben. Wer es dann nicht lernt, der sollte dann auch nicht auf die Kinder losgelassen werden.

    a) manch ein wohlhabender Verein bezahlt ordentlich.
    b) Elternteil macht es zum Wohl des eigenen Kindes.
    c) Rentner/Pensionäre sehen eine Möglichkeit selbst aktiv und fit und aktiver Teil der Gesellschaft zu bleiben.

    Erst mal vielen Dank für deinen sehr ehrlichen Beitrag, wozu ich ein paar Fragen bzw. Anmerkugnen habe


    a.) woher weißt du, dass ihr kein Geld habt für eine angemessene Aufwandsentschädigung der Jugendtrainer?
    Kennst du das Honoar eures Seniroentrainers und die Aufwandsentschädigungen seiner Spieler? Ich würde es hinterfragen und ein paar Fakten aus eurem Umfeld sammeln, um mir ein besseres Bild machen zu können.
    Glaubst du, dass die Eltern bei einer verbesserten Ausbildung mehr Mitgliedsbeitrag zahlen würden? (Bedenke dabei mal, dass sie für ein paar Tage Fussballcamp soviel bezahlen, wie bei euch vermutlich für die ganze Jugendzeit! Warum wachsen Fussballschulen wie Pilze aus dem Boden, wenn doch gar kein Geld dafür vorhanden wäre?


    b. Elternteil als Trainer
    Für mich ist das ein falscher Ansatz und damit ein unzureichender Anreiz für eine neue Aufgabe. Denn man macht es, weil es kein anderer will. Das Kind rückt unweigerlich in den Mittelpunkt, wird von anderen argwöhnisch betrachtet und man selbst weiß auch gar nicht so genau, ob man es bevorzugt oder benachteiligt. Die Motivation Fussballtrainer zu werden sollte aus dem eigenen Spaß am Fussball entstehen und nicht am Hobby des Kindes verknüpft sein. Es will ohnehin ab der D-Jugend, spätestens ab der C-Jugend sein eigenes Ding machen. Man kann es auch aber trotzdem im Hobby unterstützen. Etwas anders sieht es m.E. aus, wenn man gern Trainer werden möchte und das Kind zeitweilig in dieser Mannschaft spielt.


    c. Rentner aktiv im Kinderfussball
    Da habe ich unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Größere Probleme gab ist in der Kommunikation. Entweder weil sie nicht in der Sprache der Kinder sprechen oder aber fast alles im Befehlston ausgesprochen wird. Sich fit zu halten und dafür Kinder für sich "tanzen" zu lassen, da fehlt es mir an der richtigen Motivation zum Trainer. Auch sportlich sah es meist sehr bescheiden aus. Unterstützung in einem engen Rahmen ist sicher auch hier möglich, aber nur eine letzte Alternative.


    Allerdings hab ich auch einige sehr gute Erinnerungen. Die besten waren an "Jahren alt", aber "im Kopf jung" geblieben sind. Einerseits viel Erfahrung, um auch in kritischen Situationen stets besonnen zu reagieren, andererseits mit großer Neugier sich allen Herausforderungen selbstbewußt zu stellen. Dieser Trainertyp wird gern als "gute Seele der Mannschaft" bezeichnet, weil er nicht nur für die Kinder, sondern auch für ihre Eltern stets ein offenes Ohr hat.



    Jeder Mensch braucht mMn zwei Dinge im Leben ( beruflich wie privat Anerkennung/ Wertschätzung und Perspektive.

    Das trifft es, so denke ich wohl noch am ehesten! Oder gibt es hier jemanden, der für seine Traineraufgaben keine Wertschätzung erwartet?


    @Zodiak und @TW-Trainer strapazieren den guten alten Maslow OK - dagegen darf man nicht ankämpfen

    Na, das geht ja gleich "tierisch" ab! Aber gar nicht so schlecht, wenn man bedenkt wie leicht eine Fremdsteuerung funktioniert! Auch wir stellen fest, dass der Schein trügt, ( Zodiak stellt u.a. fest:
    Herren trainieren ist um ein vielfaches entspannter als Jugend.) wollen wir doch gern die Dinge so sehen, wie sie uns am liebsten sind. Nachdenken oder gar eine Gewohnheit infrage zu stellen, ne das ist nicht unser Ding! Ist der Mensch ist ein Gewohnheitstier? Nein, ganz und gar nicht! Nur er hat sich als die wandlugnsfähgste Kreatur in der Evolution behaupten können.


    Man darf also dagegen ankämpfen und sei es nur aus reiner Neugier! Es werden nicht einmal Unterschiede aufgrund der sozialen Herkunft gemacht. Aber nur solange man das Lied singt, was gerade angestimmt wird!


    Denn weil man im Fussball den Erfolg braucht, kauft man sich die Besten! Die könnte man evl. auch selbst ausbilden, aber das kostet viel Mühe und der Erfolg ist ungewiß. Wohl und Wehe hängen davon ab, weshalb das Geschwätz von gestern schon heute niemanden mehr stören darf!


    Weil sich ein Fussballtrainer mit wenigen Ausnahmen nur innerhalb von Vereinen aufhält, wäre es vielleicht sinnvoll, sich ein wenig an die unterschiedlchen Erwartungen der Interessensgruppen zu reiben?


    1. Welche Erwartungen gibt es bei den Jugendtrainern und wie werden sie erfüllt?
    Wie läßt sich Anerkennung definieren? Besteht sie aus einer guten Mischung zwischen Herz (Lob für die Arbeit) und Verstand (angemessene Aufwandsentschädigung) darstellt?


    Gebetsmühlenartig wird aber dann das Ehrenamt gelobt. Aber wie kann man noch vom Ehrenamt sprechen, wenn sich der Trainer und einige Söldner die Sponsoren- und Mitgliederbeiträge in die eigenen Taschen stecken und der Rest zusehen muß, wie er mit viel Arbeit, wenigen Mitteln und bestenfalls für einen "feuchten Händedruck" euren Job für "leuchtende Kinderaugen" macht!


    2. Welche Erwartungen gibt es bei den Seniorentrainern und wie werden sie erfüllt?
    Vierstellige Monatshonorare sind selbst auf Kreisklassenebene keine Seltenheit mehr. Da kann entweder gar keine Trainerlizenz oder eine, die mal vor zig Jahren gemacht wurde als Referenz ausreichen. Er soll an der Außenlinie den "Kloppo" oder den "Pep" machen, damit der Vorstand vor allen Zuschauern demonstrieren kann, welch tollen Coach man geholt hat und das der sein Geld wert ist. Wen wundert es da, wenn der Chefcoach und seine Söldner sich noch abfällig über den Jugendfussball äußeren, weil doch nur sie den einzig wahren Fussball spielen.


    3. Welche Erwartungen haben Kinder und ihre Eltern und wie werden sie erfüllt?
    Ohne eine nachhaltige Aufwertung der Jugendarbeit sehe ich schwarz für den Fussball. Denn schon heute findet man kaum noch Trainer. Auch ist der Fussball längst nicht mehr im Elfenbeinturm, wo man sich alles erlauben kann und Menschen jede Form der Fremdsteuerung ohne Widerspruch akzeptieren. Die Zahl der Freizeitalternativen steigt von Jahr zu Jahr und Eltern geben für ihre Kinder immer mehr Geld aus. Aber sie wollen wissen, wofür! Darauf können ihnen schon viele Dorfvereine keine ausreichende Antworten geben, weil sich hier eine hierachische Trennung zwischen dem Senioren- und Juniorenbereich entwickelt hat und fast alle Handlungsanweisungen nach autokratischen Richtlinien erfolgen. Soll heißen: wer nicht gleicher Meinung ist und spurt, der kann sich einen anderen Verein suchen. Eine Mehrheitsentscheidung wie eine Kontrolle der wichtigen Vereinsaktivitäten findet mit dem Wachstum an finanziellen Mitteln nicht mehr statt. Es sei denn, die Steuerfahnung rückt ihnen auf den Pelz!


    4. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus?
    - wir brauchen die besten Trainer für den Kinderfussball, weil nur durch sie die langfristige Zukunft eines Vereins nachhaltig gesichert werden kann
    - wir brauchen eine deutliche Aufwertung der Jugendarbeit, weil ohne sie keine Zukunft gestaltet werden kann
    - wir brauchen eine gleichmäßige Verteilung von Lob und Anerkennung im Verein aus Ausdruck gemeinnütziger Zielorientierung


    Welche abweichenden oder ergänzenden Konsequenzen seht ihr?

    @Ersatzbank


    Hin und wieder scheint ja doch jemand meine Beiträge zu lesen :D !


    Denke mal, die Provokation darin, fast immer nur den eingetretenen Pfaden im Fussball zu folgen, ohne sie von Zeit und Zeit zu hinterfragen, hast du sicherlich verstanden? Habe bewußt die gewünschte Trainerunterstützung zum Anfang und zum Ende einer fussballerischen Karriere genommen, um so darauf aufmerksam zu machen, als das die pädagogische und fussballfachliche Auswirkung vollkommen unterschiedlich sein können.


    Bei einem Kind, das gerade erst in den Vereinsfussball startet, wird die Gesundheit in Form von Bewegungsvielfalt gefördert. Auch wird es durch geeignete Trainerimpulse gelenkt, sich ständig neue Gedanken zu machen und in kurzer Zeit Entscheidungen zu treffen. Bei einem erwachsenen Spieler kurz vor seinem Karriereende kann ein Trainer sehr wenig bewirken, denn der hält sich eigentlich nur noch so fit, wie er es fürs Spiel benötigt, weil er weiß, dass das nächste Spiel schon für ihn das letzte sein kann.


    Nun kommt das Geld im Spiel, was sich nach unseren Vorstellungen nach Angebot und Nachfrage von ganz allein regelt. Aber macht es das wirklich? Wenn ja, warum verdienen ein Bänker, der nur auf unser Geld aufpasst das Doppelte wie beispielsweise ein Erzieher, der auf unsere Kinder aufpaßt? Die Antwort ist relativ einfach: Kinder haben in unserer Gesellschaft einen relativ geringen Wert. Deshalb ist es uns (fast) egal, ob sie sich im Verein sportlich und geistig beweglich entwickeln oder ob sie physisch per Drill und psychisch durch Anbrüllen erniedrigt werden, statt Kinder für ein zukünftiges Leben stark zu machen.


    Kaum eine Sportart bietet eine so große Range an Facetten im Kinderfussball wie der Fussball, weil hier es gerade hier an speziellen Hintergrundwissen fehlt, der erst noch angeeignet werden muß.


    Nun kommt die Ausbildung ins Spiel. Jeder, der eine Lizenzausbildung miterlebt hat weiß, dass das Thema: Führung einer Mannschaft nur im Training simuliert wird, aber im Wettkampf keine Lernimpulse vermittelt werden. Die heutige Trainerausbildung wurde aus den Erkenntnissen des Seniorenbereichs auf den Kinderfusssball kopiert. Es ist leider in manchen Bereichen eine schlechte Kopie, weil sie keine ausreichende Hilfe in vermeintlichen Streßsituationen liefert, sonst hätte man nicht die Fairplayliga als Notnagel einführen müssen.


    Jetzt wird gefordert, man könne ja in seinem privaten Umfeld die Dinge zum Guten bewegen. Das ist sicherlich richtig. Dennoch stellt sich die Frage, was danach wird. Wie kurzlebig gute Ideen sind, läßt sich an einem Kommentar erkennen, in dem die Frage nach der Übernahme von Erkenntnissen aus der FPL geht: "... man freut sich schon auf die E-Jugend, bei der alles beim alten bleibt ..."! Das hört sich für mich an wie ein Autofahrer, der sich darüber gefreut hat, nicht geblitzt worden zu sein, um nach der Radarfalle wieder Gas zu geben und zuhause seinen Kindern zu erzählen, dass man nicht zu schnell fahren darf!


    Kommen wir also zurück zur Qualität eines: Kinder- und eines Seniorentrainers und zum nächsten Kuriosum: ein Kindertrainer wird händegringend gesucht. Fast immer geht vom Verein der Wunsch aus, der Trainer möge doch bleiben. Im Erwachsenenbereich ist die Auswahl an Trainer sehr viel größer. Die Verweildauer wird fast immer von der Vereinsleitung bestimmt. Ob das Team von Trainer X oder Y trainiert wird, ist also egal. Natürlich versteckt sich dahinter eine gesellschaftliche Wertigkeit der Aufgaben. Die Frage ist allerdings, wird sie von wenigen Menschen bestimmt, die einem Bänker doppelt soviel zahlen wie einem Erzieher oder nur deshalb, weil ihr es nicht hinterfragt?


    Wenn ihr den Fussball mitbestimmen wollt, dann solltet ihr bessere Antworten finden als die, die sich zwar aus der Historie erklären lassen, jedoch deshalb nicht automatisch für alle Ewigkeit Gültigkeit haben müssen.


    Ja, es ist richtig, dass sich hier einige Traienr tummeln, die ihren eigenen Weg abseits breiter Pfade gefunden haben. Sie leisten auf ihre Weise einen unermesslichen Beitrag für den Kinderfussball und faszinieren uns mit jedem neuen Beitrag. Es ist also gar nicht so schwer zu lernen und man kann es dank Internet-Foren 24 Stunden am Tag!


    Noch ein Letztes: bitte versucht Taktik doch einfach als Plan zur erfolgreichen Gestaltung eines Spiels zu betrachten. Dann werdet ihr erkennen, dass jede Entscheidung immer auch eine taktische Komponente beinhaltet. Warum sollte also nur ein Erwachsenentrainer etwas von Taktik verstehen. wenn es doch nur um gute und weniger gute Entscheidungen geht? Umgekehrt wird doch ein Schuh draus! Denn der Erwachsenentrainer kann bei seinem Team auf einen großen Schatz an taktischen Erfahrungen voraussetzen, ein Kindertrainer fängt ganz von vorn an!


    Bin schon ganz gespannt auf eure Kommentare!

    @Polofreak


    Eigentlich hast du dir Ursache (viele sind in die F-Jugend gewechselt) und die Auswirkung (viele Junge brauchen einfach noch Zeit) schon selbst gegeben.
    Denn 1 Jahr Altersunterschied macht schon viel aus. Es fehlen nicht nur die Erfahrungen, um Situationen richtig einzuschätzen. Auch sind die Konzentrationsphasen kürzer.


    Was mir noch ein wenig fehlt ist die Einsicht, dass sowohl beim Training wie auch in den Spielen der Spaß am Fussball an allererster Stelle steht. Insofern war der Hinweis mit den Eltern darüber zu sprechen, um gemeinsame Ziele zu vereinbaren.


    Kinder in diesem Alter brauchen in kurzen Abständen Reize, die ihre Neugier wecken. Deshalb ist der Hinweis, öfters zu wechseln gar nicht so verkehrt.


    Für die Kinder sind Eltern und Trainer Autoritätspersonen. Sie haben jedoch einen sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und spüren die Signale einer unterschiedlichen Ansprache von Trainer und Eltern sehr deutlich.


    Eltern, die sich nicht "kindgerecht" verhalten, sollten deutliche Hinweise erhalten, dass es hier nur um einen Kinder-Fussball geht, bei der das Spielergebnis noch so ziemlich das Unwichtigste ist.


    Als Bambini-Trainer sollte man sich in erster Linie als Kümmerer und Vertrauensperson der Kinder definieren und nicht als Erfolgscoach, der die Turniere gewinnt. So nimmt er von Anfang an den Druck vom Kessel, den es braucht, damit sich die Kinder in einer angstfreien Umgebung entwickeln können.


    Aber so ganz läßt sich das Ergebnis über Sieg, Unendschieden und Niederlage ja nicht in den Köpfen verdrängen. Das soll es auch nicht, weil das Kind sich ganz natürlich im Spiel messen möchte und den gerechten Umgang mit Ergebnissen erlernen soll. Das gelingt nicht immer auf Anhieb, weshalb es unsere Geduld und Unterstützung braucht, um von unserer Erfahrung zu profitieren. Allerdings sollten wir es auch nicht in Watte einpacken, indem wir ihm sämtliche Einsichten gebetsmühlenartig vorplappern, sondern stets einen keinen Moment abwarten, ob es von ganz allein zu neuen Erkenntnissen gelangt. Denn was es jetzt lernt, dass kann es ein ganzes Leben lang gebrauchen. Das heißt aber auch, dass das, was es jetzt nicht lernt, später mühsam korrigiert werden muß.


    Die Idee der Spieltage, bei dem alle Kinder als Sieger geehrt werden, basiert darauf, dass sie sich als echte Sieger fühlen dürfen. Ihre Fortsetzung findet es in der Fairplay-Liga der F-Jugend.


    Leider haben wir Erwachsenen die reine Freude am Spiel fast ganz verloren und taugen deshalb nur bedingt als Vorbilder. Eigene Fehler stellen wir als Kavaliersdelikte da, während die der anderen als Katastrophen wahrgenommen werden. Bei Widerständen wollen wir uns mit Gleichgesinnten solidarisieren, um wieder harmonisches Gleichgewicht zu bekommen. Kinder lernen im Spiel sehr schnell und entwickeln dabei eigene Strategien, die Trauer, Enttäuschung und Glück beschreiben.


    Eigentlich bräuchten die Kinder zum Start in den Fussball die besten Trainer, weil sie in kürzester Zeit sehr viel erlernen können. Aber warum stehen die fast immer nur erwachsenen Spielern, die kurz vor ihrem Karriereende stehen, zur Verfügung?

    @Schimanski


    Vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht!


    1. Nachsichtungen
    Das ist normal, weil nicht alle die Sichtungstermine wahrnehmen können.


    2. Sichtungsempfehlung über Trainer
    Kann, muß aber nich immer die beste Lösung sein. Kommt auch vor, dass weder Eltern noch Trainer das Talent entdecken. Deshalb ist es wichtig, dass die Auswahltrainer auf Turnieren (wo man viele Spieler in kurzer Zeit sehen kann) teilnehmen.


    3. Ausgewogene Alterszusammenstellung (RAE-Effekt)
    Wichtig ist, dass bei der Leistungsbeurteilung des Jahrgangs der Geburtsmonat berücksichtigt wird. Dass man es nicht immer 50 % erste 6 Monate und 50 % letzten 6 Monate-Geburtstage hinbekommt, sollte jedoch kein Problem darstellen.


    4. Offensivlastige Sichtung
    Ist man sich nicht sicher, ob ein Spieler mit vorwiegend defensiver Ausprägung ausreichendes Niveau besitzt, so wird er in die Offensive geschickt. Bei Angreifern mit ähnlichem Niveau nimmt man jedoch keine Prüfung auf einer defensiven Position vor. Dies steht m.E. im Widerspruch zum Wunsch die besten Spieler auf allen Positionen in die Auswahl zu nehmen.


    5. Torleute in der Auswahl
    Hier gibt es schon seit Jahren Frust bei den Auswahltrainern und den gesichteten Torwarttalenten. Es fehlen geeignete TW-Trainer und es fehlt ein Budget für TW-Trainer. Ohne diese Unterstützung ist es nahezu unvermeidbar, dass sich dort falsche Bewegungsabläufe einschleifen, die dann später mit viel Mühe korrigiert werden müssen.


    Die Empfehlung statt des wöchentichen Stützpunkttrainings an einem guten TW-Training teilzunehmen, nur bei den Funktionsspieltagen und Turnieren dabei zu sein, kann ich deshalb sehr gut nachempfinden. Aber die Lösung kann es nicht sein! Hier ist Handlungsbedarf nötigt! Aber im nächsten Jahr ist ja eine Reform unter neuer Leitung geplant. Schlechter als jetzt kann es nicht werden.


    Abschließend möchte ich dir meine Glückwünsche für deine erfolgreichen "Hartplatzkicker" aussprechen. Deine Übungen und Spielformen finden hier großes Interesse und sie wecken auch dort Neugier bei den Kindern!

    Liebe Trainerfreunde,


    während der Streit um Schadensersatz zwischen dem SV Wilhelmshaven, dem Verband und dem DFB in die nächste Runde geht, gibt es erste Reaktionen auf das BGH-Urteil, indem u.a. bemängelt wurde, dass aus den Statuten des DFB nicht ervorgehe, welche Kosten bei einem Transfer eines Jugendlichen in einen Amateurverein (Regionalliga) zu tragen wären.


    Wie nun in den Anträgen:
    dfb.de/fileadmin/_dfbdam/12183…ege_Bundestag2016_APP.pdf
    zu lesen ist, verweist der DFB ausdrücklich darauf, dass er Mitglied der Fifa ist und sich jeder lizensierte Verein damit auch den Statuten der FIFA zu unterwerfen habe. Zwar ist nun für Kostentransparenz gesorgt, jedoch tritt man damit ins nächste Fettnäpfchen. Denn schon im OLG-Urteil wurde festgestellt, dass eine pauschale Abgeltung der Kosten und die Kostenhöhe nach Ligazugehörigkeit der 1. Seniorenmannschaft für den Transfer eines Jugendlichen nicht gelten könnte. Hier müssten tatsächlich nachgewiesene Ausbildungskosten heran gezogen werden.


    Konnte sich das BHG noch vor der Prüfung der Gemeinnützigkeit bei gleichzeitiger Einschränkung des Grundrechts auf freie Ausübung seines Hobby schützen, weil bereits zuvor zu prüfende Statuten große Mängel aufwiesen, soweit sie nach der Verabschiedung eines Antrags nicht darum herum kommen, die Beeinträchtigung eines Grundrechts (was selbstverständlich auch für Kinder und Jugendliche zu gelten hat, denen Sperren drohen, wenn nicht das geforderte Geld gezahlt wird) beurteilen müssen.


    Weil der Schritt des DFB zur Festigung seiner Transferregeln zu erwarten war, wäre es besser gewesen, der BHG hätte auch das im Verfahren auf Antrag des SV Wilhelmshaven mit geprüft.

    Hallo Ralf,


    schön, dass du mal wieder von dir hören läßt!




    Im nächsten Jahr geht die FPL-Liga ins 10. Jahr. Zeit für ein Zwischenfazit! Da würde mich eure Meinung zu folgenden Fragen interessieren:


    1. Ist es leichter die neuen Trainer zu überzeugen, wenn die FPL-Liga in diesem Gebiet schon seit mehreren Jahren gespielt wird?
    2. Läßt sich ein Meinungsunterschied bei den Trainern und Eltern vor und nach ihrer ersten Saison in der FPL-Liga erkennen?
    3. Welche Erfahrungen aus der FPL-Liga werden in die E-Jugend übernommen?

    @sare67


    Bei euch in der Gegend scheint es ja gar keine Vereine mit "normalen" Mannschaften zu geben. Dein Sohn hat ja schon aus ähnlichen Grüden zuvor den Verein gewechselt? Klar kannst er wieder den Verein wechseln, aber die Frage ist, ob im neuen Verein dann wirklich alles "gold" ist?


    Ich will damit nur sagen, dass auch woanders immer mal Probleme auftreten können, die meistens gut gelöst werden, aber leider nicht immer. Hauptproblem ist m.E. die Vernachlässigung des Jugendbereichs im Verein. Eigentlich sollten die Bambins schon die besten Trainer bekommen, denn je später gravierende Fehler gemacht werden, je schwieriger wird es sie zu korrigieren.


    Wie du in deinen Beiträgen schon anmerkst, gibt es viel, was man falsch machen kann, indem du die Finger in die Wunde legst.


    Der einfachste Weg ist es, das selbst besser zu machen, in dem man in aktive Verantwortung tritt. Der 2.beste Weg ist es an guten Kompromissen mitzuwirken. Der schlechteste Weg ist es, übereinander statt miteinander zu reden.


    Klar kannst du dir hier Anregungen holen, aber die Verantwortung für dein Kind können wir dir leider nicht abnehmen!

    o dass, in dem Fall, wo der Ball dann genau dort hinkommt, der Angreifer einen Bewegungsvorsprung vor dem Verteidiger hat und er darf auch nicht überrascht sein, wenn der Ball dann genau dahin durchgeht (am langen Pfosten zB.).

    Finde diese Variante besser, als auf einen indiviiduellen Abwehrfehler bei der Ballverarbeitung zu spekulieren. Denn wenn später die Abwehrspieler stärker werden, kann man nicht mehr so häufig auf individuelle Fehler hoffen.


    Will auch gern meinen Senf für TW-Übungen bei Ecken beitragen:
    Bei den Torleuten kann man einige Übungen speziell für Ecken trainieren. Als Basistechniken das Fangen, Fausten (ohne/mit Wegdrehen in den freien Raum) und Lenken hoher Bälle. Als individual taktikische Varianten die TW-Positionen, wenn der Schütze den Eckball zum Tor bzw. vom Tor weg schießen will. Ferner unterschiedliche Laufwege und Absprungvarianten zum 1. Pfosten. (Hier beobachtet man häufig, dass der letzte Schritt zum Stützschritt zu groß ist, so dass keine Absprungstabilität vorhanden ist.) Für den Laufweg zum 2. Pfosten kann die "vorwärts orientierte Rückwärtsbewegung" geübt werden, damit der Keeper seinen Körperschwerpunkt über den Füßen (statt dahinter) hat und so jederzeit seine Sprungkraft in Höhe zum Ball einsetzen kann.
    In den Spielformen oder mit dem TW-Training in Kleingruppen kann man die TW-Komandos incl. dem Komandotiming üben. Ruft der Keeper zu früh oder zu spät, kann es leicht zu Mißverständnissen kommen und der Angreifer ist der lachende Dritte.
    In dieser Altersstufe soll der Keeper lediglich Möglichkeiten kennenlernen, um sie im Wettkampf ausprobieren zu können.

    Was ist wenn sich Zusatztraining der Kreisauswahl und das Training im Verein überschneiden.

    Bei Terminüberschneidungen ist die jeweils höhere Fördermaßnahme maßgeblich. Heißt hier: Maßnahme des Verbands geht über die im Kreis.


    Leider gibts bei Mädchen eine klare Regelung einer Spielverlegung aufgrund der Abwesenheit von Talenten für Fördermaßnahmen nicht. Dennoch gibt es hier selten Probleme, weil hierbei der Konkurrenzdruck nicht so groß ist. Das kann sich ändern, wenn mehr Vereine ab C-Juniorinnen Leistungsfussball anbieten. Darunter spielen die Mädchen zumeist in Jungenteams.


    Eher ein Problem bei den jungen Mädchen ist das Heimweh während der ersten 3. tägigen Abwesenheit. Also unbedingt das Lieblingsschmusestofftier mit einpacken!

    Im Spielgeschehen ist es aber häufiger so, dass der zu doppelnde Gegenspieler auch nicht alleine nach vorne kommt, sondern sich dann als Anspielstation - nachdem der Angreifer nach außen "abgedrängt" und durchglaufen ist - bereitstellt... dann allerdings mit dem Problem, sehr nahe am Strafraum zu sein.

    Natürlich hat jeder Trainer seine eigene Taktik-Philospohie. Aber gerade deshalb macht es ja auch Spaß darüber zu diskutieren.


    Nachfolgend findest du einige taktische Anregungen, bei denen die Balleroberung ohne Vernachlässigung des Zentrums stattfinden kann.


    Wenn also nur ein Außenbahnspieler abgesichert werden soll, dann genügt der AV, um ihn durch geschicktes Anlaufen zunächst nach außen abzudrängen, erst das Tempo und dann den Ball zu nehmen. Der ballnahe 6-er oder auch der eigene Aussenbahnspieler dienen zur Anspielstationen. Denn wie du schon richtig erkannt hast, geht es nicht allein um die Balleroberung, sondern auch um eine gute Spieleröffnung. Denn hier zieht sich ein Fehler fort, sodass der Ball spätestens beim 3. Paß weg ist, weil der Gegner sofort Zugriff auf Ball und Gegner bekommen hat.


    Wenn 2 Angreifer über eine Außenbahn mit Tempo kommen, dann sollte man trotzdem in das Zentrum freigeben, indem der ballnahe IV zwecks Unterstützung auf die Außenbahn wechselt. Denn geanu darauf lauert der Gegner, um dorthin zu einem zentralen Anspielpartner zu passen.
    Je nach Höhe und Taktik (Mittelfeld- oder Abwehrpressing) kann der Lauf- und Paßweg (Unterschied bekannt?) durch die ballnahen Außenbahnspieler und 6-er oder 6-er plus AV zugestellt werden. Aber selbst, wenn es einem Angreifer gelingt über die Außenbahn in Richtung Zentrum zu dribbeln, können der eingerückte ballferne 6-er, die beiden IV und der eingerückte ballferne AV das Zentrum gut zustellen und den Gegner entweder nach ausßen abdrängen oder einen Fehlpaß provozieren.


    Häufg beobachtet man, dass der Gegner schon sehr früh auf den Außenbahnen attackiert wird, obwohl es eigentlich genügt, ihn an einer schnellen Spieleröffnung zu hindern. Aber ein Ballgewinn an der Außenbhan bringt keine Vorteile, wenn sich noch genug zentrale gegnerische Spieler hinter dem Ball befinden. Da lohnt es sich, den Gegner zunächst über den Außenbahnen etwas Raum zu lassen, um nach Balleroberung im eigenen Drittel genügend Raum für einen schnellen Konter zu haben.


    Chancen kann man nicht vermeiden, aber sie führen nur selten zum Tor. Eigene Großchanchen gestalten und gegnerische zu vermeiden gelingt dann sehr leicht, wenn man die zentrale Achse immer gut zustellt.


    Um ein Gefühl für Gruppen- und Mannschaftstaktik zu entwickeln, muß man sich zunächst einmal daran gewöhnen, nicht nur den Ball und die unmittelbar darum befindlichen Spieler, sondern das gesamte Spielfeld im Blickwinkel zu haben.
    Versucht einmal beim nächsten Bundesliga-Wochenende euren Blick auch auf die ballfernen Spieler zu richten. Ihr werdet dabei (hoffentlich) staunen, weil die sich ständig in der Vorbereitung auf eine aktive Mitwirklung vorbereiten.
    Für euch kann diese Erfahrung wichtig sein, wenn ihr eure Spieler beoachtet. Denn immer dann, wenn ein Spieler seine Position nicht zum Ball anpaßt, befindet er sich im "Zuschauermodus". Er ist lediglich externer Beobachter, aber kein aktiver Spieler, der sich für einen Paß vom Mitspieler in Position bringt oder einen Paß vom Gegner erahnt. Sobald es bei euren Spielern keinen zeitlichen Unterschied zwischen Laufen und Denken gibt, können taktische Elemente vermittelt und verfeinert werden. Dafür bedarf es aber auch einer technischen Ausbildung. Denn es nützt mir nichts, wenn ich im richtigen Moment bei einer gegnerischen Finte meinen Fuß hinter den Ball bekomme, wenn ich danach nicht den Kopf hebe und einen präzisen Paß zum Mitspieler schlagen kann.


    Eigentlich müßte ich jetzt wohl ein paar Euro ins Phrasenschwein bezahlen, weil das alles nicht so unbedingt neue Weisheiten sind. Weil sich hier jedoch auch sehr viele Neulinge tummeln, komme ich vielleicht noch mal Ohne davon - Uwe?

    Allerdings kenne ich einige gute Trainer, die sagen der Torabschluss ist wichtig vor dem Spiel da es einen hohen Erfolgsfaktor vor dem Spiel hat. Bedeutet auch den Abschluss so simpel wie möglich aber dennoch spielnaheren gestalten.


    Na klar ist das wichtig, häufig vorkommende Situationen vor dem Spiel mit dem Keeper zu üben, damit er im Spiel die Sicherheit hat, solche Bälle gut abwehren zu können. Dazu zählen flache, halbhohe und hohe Schüsse, Flanken aus unterschiedlichen Positionen und Balldruck. Je nach Alters- und Leistungsstufe können die Bälle geworfen oder beidfüssig geschossen werden. Wichtig ist, dass der Keeper jeweils eine reele Chance für eine erfolgreiche Torabwehr hat. Deshalb genügt es normalerweise jede Situation 2 - 3 mal zu simulieren.



    Aber ich verstehe auch deine Sicht für den TW - was würdest du denn vorschlagen wie kann man diese beiden Aspekte verbinden?

    1. Routine und Sicherheit in die die Spielvorbereitung bringen
    Hat man keinen Torwarttrainer, dann gilt es mit der Mannschaft typische Situationen mit dem Keeper zu üben. Wie man es gestalten kann, hab ich bereits unter Beitrag 8 grob geschrieben. Wenn ich hier für jedes Alters- und Leistungsgruppe passende Beispiele aufführen sollte, würde der Beitrag wohl arg lang werden. Bitte jeweils darauf achten, das die Übung nicht mit dem Torschuß, sondern mit der Spieleröffnung durch den Keeper endet, damit es realitätsnah (Torverhinderung + Spieleröffnung = komplette TW-Aktion) ist.


    2. Alters-leistungsabhängige Übungen
    Wenn du noch eine "normale" U 10 trainierst, dann bieten sich einfache Paßstaffeten mit Torabschluß und Kontermöglichkeit an. Sie sollen ausschließlich bekannte Elemente enthalten, damit für Spieler und Keeper Sicherheit in der Routine entsteht und man sich danach ganz aufs kommende Spiel konzentrieren kann, ohne das innere Zweifel entstehen. (Wer genügend Trainererfahrung besitzt, der kann daraus eine kleine Trainingseinheit machen.)


    3. Kein Torwart ist wie der Andere, aber Nervenstärke brauchen alle
    Torwarttypen gibt es mit sehr unterschiedlichem Naturell. Ob der Keeper im anschließenden Spiel nervenstark ist, hängt primär von der Anzahl seiner Erfolgserlebnisse ab, aus denen sich sein Nervenstärke herleitet.


    4. Der Trainer entscheidet durch seine Übungsgestaltung auch die Erfolgswahrscheinlichkeit
    Der Trainer trägt durch die Art seiner Spielvorbereitung dazu bei, ob z.B. ein U 10 Keeper anschließend "mitspielt" und sein Team lautstark oder eingeschüchtert an der Torlinie steht.


    5. Bei offenen Fragen in die Situatione des Keepers hinein versetzen
    Da lohnt es durchaus, sich mal selbst in die Lage eines Keepers zu versetzen. Denn ob sie mit den Herausforderungen wachsen können, hängt von eurem (positiven/negativen) Einfluß ab. Ihr entscheidet durch die Übungsgestaltung, ob die Keeper in den Aktionen "gut" oder "schlecht" aussehen. Am besten ist eine Übung dann gestaltet, wenn die Chancen für Angreifer und Torwart gleichgroß sind.


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    6. Spielvorbereitungsübungen auf Altersklasse und Spielstärke anpassen
    In anderen Altersklassen können die Prioritäten etwas anders gesetzt werden. Es kann das Tempo, die technische Schwierigkeit in der Ausführung und die Anzahl der gleichzeitig aktiven Personen variiert werden. Wenn ihr Zeit habt, dann geht doch mal ein bißchen früher zu einem Spiel im Leistungs- oder Profifussball. Dort erhaltet ihr jede Menge Anregungen, die ihr auf euren Alters-/Leistungslevel anpassen könnt.

    @'Constantin


    Da bin ich voll bei dir! Man kann die Taktik nicht analog der Bundesliga ableiten. Erst recht nicht mit einem Ausnahmespieler wie Arien Robben, der deshalb besonders gern von der rechten Seite nach innen zieht, weil er dann den Ball auf seinen stärkeren Fuß legen kann.


    Nur die wenigsten Spieler können wirklich präzises Pässe über 40 m spielen, egal ob in die Tiefe oder zwecks Seitenverlagerung. Auf der ballfernen Seite reicht es vollkommen, den Paßweg zuzustellen. Oberste Priorität hat immer das Zustellen des Zentrums, weil von dort die meisten Tore erzielt werden. Wichtig ist dabei, dass die tiefstehende Kette nicht mehr auf einer Höhe, sondern in Sichelform (ballnah tiefer und ballfern höher) steht, um so rechtzeitig und nah genug am Gegner im gesamten torgefährlichen Raum bewachen zu können.


    Wie schwierig solche Situationen dennoch sein können, konnte man am Wochenende bei Roman Weidenfäller erkennen, der eingie Male gar keine gute Distanz zu seinen Vorderleuten fand.


    Von der Außenbahn Tore zu erzielen ist nicht nur wegen der Distanz, sondern auch aufgrund der geringen Trefferfläche des spitzen Einschußwinkels schwierig.


    In den meisten Teams spielen die stärkeren Spieler in der zentralen Achse, weshalb es wichtig erscheint, diese Akteure erst gar nicht in Ballbesitz gelangen zu lassen. Deshalb genugt es meist, den gefährlichen Pass ins Zentrum an der Außenbahn zuzustellen. Der IV sollte deshalb nicht zwecks Doppeln zur Außenbahn wechseln. Wenn überhaupt, dann solten 6-er und AV doppeln, nachdem einer der beiden den gegnerischen Angreifer an der Außenbahn das Tempo genommen hat.


    Ich finde es toll, dass bis in die untersten Ligen hinein versucht wird Fussball mit Köpfchen zu spielen, denn der "moderne Fussball wird nunmal vom Kopf in den Fuss gespielt", sodass die Taktik einen breiteren Raum einnehmen darf.


    Es kann nie schaden, als Trainer seiner Mannschaft an Taktik-Kenntnissen ein gutes Stück voraus zu sein, um sie weiterentwickeln zu können. Aber verlangt bitte taktisch nicht zu viel von euren Spielern und versucht nicht sie per Joystick über den Rasen zu lenken. Setzt weder euch noch der Mannschaft einen Druck aus, der gar nicht nötig ist, sondern genießt mit ihnen das Hobby.

    Torschuß als Abschluß ist eigentlich überflüssig, wenn TW extern fürs Spiel vorbereitet wurde.


    Sehr viele Torhüter hassen das Torschießen deshalb, weil sie nach 10 - 15 meist erfolgreichen Torschüssen immer müder werden während sich die Mitspieler so richtig eingeschossen haben. Für Dritte erweckt es dann den Eindruck, als würde der Keeper nichts taugen, weil er nicht mal die einfachsten Bälle hält.


    Wenn man 2 Keeper hat, dann kann man es machen, weil sich dann die Keeper nach ca. 5 Schüssen abwechseln können. Aber auch dann ist der Nutzen für die Torleute stark eingeschränkt, weil auch mit kurzen Wartepausen die Aufmerksamkeit spätestens nach dem 20. Torschuß nachläßt.


    Der Spaß der Spieler dürfte sich vor allen für die, die ganz hinten in der Warteschlange stehen je nach Witterung ebenfalls in Grenzen halten.


    Das Torschießen in dieser Form halte ich auch für nicht spielnah, weil kein Keeper binnen im Sekundentakt eine größere Anzahl von Bällen abzuwehren hat.


    Nur kurioser und spielfremder wird es, wenn der Trainer an der Strafraumgrenze steht und den Ball für seine Spieler ablegt. Dann hat der Trainer zwar die meisten Ballkontakte, aber das nützt dann seinen Mitspielern wenig. Ausserdem sollte das Ablegen des Balles am Strafraum ohne Gegnerdruck wohl eher nicht vorkommen, weshalb diese Übung auch beim Ablegen durch einen Feldspieler wenig Bedeutung fürs Spiel haben sollte. Denn so leicht wirds einem der Gegner nicht machen! Was habt ihr also davon, wenn ihr soetwas übt und das danach im Spiel sowieso so gut wie gar nicht vorkommt?


    Wie wäre es mit eine paar spielnahen Varianten? Gegner könnten in der einfachsten Form durch Hütchen markiert werden. Bei Erhöhung des Gegnerdrucks könnten Abwehrspieler passiv, halbaktiv oder aktiv teilnehmen.


    Wie wäre es msl mit einer Spielform incl. mitspielendem Keeper, kleinem Tor und Kontertörchen (fürs schnelle Umschaltspiel)? Beispiele dazu findet ihr reichlich im Internet. Wichtig ist jedoch, dass es nicht zu lange dauert, damit sich eure Spieler nicht zu sehr verausgaben und noch genug Körner fürs anschließende Spiel haben.


    Viele von euch werden jetzt sagen: aber das Torschießen haben unsere Großväter und Eltern schon so gemacht!


    Ja und?


    Was hindert euch daran, mal was Neues auszuprobieren? Viel Spaß dabei!

    Lob für diese Übung auch von mir.


    Mag sein, dass zu Beginn zu früh der Torabschluß gesucht wird. Doch Kinder lernen schnell, weshalb man noch nicht nach den ersten Versuchen den Zielbereich für den Torabshluß markieren muß.


    Ferner bietet diese Übung Varianten nach Alter und Leistungslevel


    Wer eine größere Trainingsgruppe hat, kann zwecks Vermeidung längerer Wartezeit das Spielfeld 2 x aufbauen. Man kann als Ersatz für Tore Pylonen nehmen, weil es mehr auf Präzsision statt Schußhärte ankommt.


    Altervnativ kann man nach ausreichender Übung im finalen Dribbling, finaler Torverhinderung auch 2-er Gruppen starten lassen, um außer Dribbling, Finten, Anbieten und Passen zu trainieren.


    Man kann auch mit einer Gruppe in diese Übung starten, während die andere Gruppe eine Spielform mit ähnlichen Schwerpunkten macht und dann jeweils wechseln.

    @onkel1978


    Vielleicht gibt es ja irgendwann mal einen anderen Namen für das "Warmmachen", damit es nicht mehr mißverstanden werden kann.


    Man kann sie im unteren Jugendbereich als eigene kleine Trainingseinheit gestalten und im oberen Jugendbereich als Spielvorbereitung mit typischen spielnahen Situationen auskleiden. Das gilt auch für den Torwart! Da sieht man manchmal seltsames, wie z.B. den sitzenden Torwart, vor dem ein Partner steht und ihm Bälle zuwirft. Ich denke mal, es kommt nicht so häufig im Spiel vor, dass ein Torwart sitzend auf einen Ball wartet oder?


    Wichtig ist es die Mannschaft rechtzeitig und ohne Hektik bei einer kleinen Trainingseinheit oder Spielvorbereitung zu begleiten.


    Ansonsten sollte die Phase dazu genutzt werden, um den Kreislauf nach ggf. längerer Autofahrt ein wenig in Schwung zu bringen und die Aufmerksamkeit aufs nachfolgende Spiel zu lenken.


    Wenn der Sinn der Spielvorbereitung verstanden wurde, dann kann eigentlich gar nichts mehr schief gehen!

    Ja, die meisten Kinder werden nicht oben ankommen. Das liegt schon alleine daran, dass im Profifussball ein TEam aus 15 Jahrgängen besteht, nicht aus einem.

    Ich darf ergänzen, dass die Spieler dann nicht nur aus Deutschland, sondern aus allen Ländern kommen können, wodurch sich die Konkurrenz um die wenigen Plätze nochmals erhöht.


    ich denke, unsere Ansichten liegen nach anfänglichen Meinungsverschiedenheiten gar nicht mehr so weit auseinander. Denn mitlerweile sagt du selbst, dass du den Umgang mit den "8+" Spielern im Team kritisch siehst.


    Aber auf einen Punkt möchte ich noch kurz eingehen. Es ist zwar richtig, dass die widerkehrende Selektion darüber entscheidet, wer es bis nach oben schafft. Jedoch gibt es nicht zwangsläufig einen Widerspruch, dass es während der Zeit im NLZ oder auch in den Verbands-, bzw. DFB-Auswahlen keine Förderung gäbe.


    Natürlich ist es O.K., wenn man den Blickwinkel auf das Ende des Entwicklungsweges richtet, um zu schauen, wer es wie bis ganz nach oben geschafft hat. Wenn man jedoch nur den Blick auf ein existierendes System richtet, dann läßt es keinen Schluß zu, ob man ggf. erfolgreicher wäre, wenn man an bestimmten Schrauben drehen würde.


    Eine Schraube wäre m.E. die Bildung von gemeinsamen NLZ in Ballungsräumen, um das Know-How und die Ausbildungskosten zu optimieren. Weil es hier deutlich weniger "8+" Spieler gibt, weil schon von Angfang an beim Scouting mehr Sorgfalt möglich ist, wäre weniger Unruhe aufgrund einer geringeren Fluktuation möglich.


    Leider werden m.E. bei der Talentsichtung der Verbände und des DFB ähnliche Fehler gemacht. Obwohl es meist nicht mehr als 2 - 3 hochtalentierte Spieler gibt, wird auf Mannschaftsstärke aufgefüllt. Auch hier soltle man nicht nur 1 x scouten, sondern diesen Jahrgang mehrfach sichten, weil das Raster einfach nur duch eine größere Sorgfalt und Wiederholung verfeinert werden kann.


    Natürlich muß es wie überall eine Durchlässigkeit geben. Gerade auf der TW-Position wäre es fahrlässig lediglich auf früh entdeckte Talente zu setzen, weil es eine Reihe von Talenten gibt, die sich erst ab der U 15 zum ersten mal die Handschuhe überstreifen, weil sie erst jetzt den Spaß daran entdeckt haben.


    Unsere Systeme in der Eliteförderung funktionieren ganz ordentlich, aber wir brauchen Korrekturen im partnerschaftlichen Umgang. Im Lernprozeß kann man voneinander lernen, wenn die Rahmenbedingunen dazu optimal sind. Leider findet man aufgrund finanzieller Interessen manchmal eine "Zweiklassengesellschaft" der "Supertalente" und "Wasserträger" im NLZ. Das unerlässliche Vertrauensverhältnis zum Trainerteam ist gestört, weil sie gleichzeitig "Richter der Karriere" fungieren.


    Einig sind wir uns widerum, dass das das Profil der Eliteförderung auf Basis der bisherigen Erfahrungen verfeinert werden sollte. Das "Kirchturm-Denken" führt allzu schnell zu einer Verlangsamung oder sogar Stagnation. Der Biick auf erfolgreiche Nachwuchsarbeit im Ausland kann das Know-How bereichern, weil es dadurch vor "Betriebsblindheit" schützt, als das man sein Handeln regelmäßig infrage stellt.


    Gerade in der Jugendförderung sollte es weniger um Konkurrenz, sondern um Zusammenarbeit mit dem selben Ziel einer bestmöglichen Nachwuchsförderung gehen, sonst besteht die Gefahr durch "Kirchturmdenken" auf dem internationalen Toplevel nicht mithalten zu können. Wir hatten schon einmal die Sitution, dass die Schlüsselspieler in der Bundesliga häufig durch Ausländer gestellt wurden und der Nationalmannschaftstrainer ein besonders ungeliebter Job war.