Beiträge von Mariahilf

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    Es ist ja so, dass mehr Jungen als Mädchen Fußball spielen. Das heißt bei den Mädchen gehen schon mal potenzielle Talente verloren und man muss mit dem leben was man hat.

    Mein Reden!
    Geht an die Grundschulen und holt die Mädchen zum Fußball!

    Du kommst aus Rumeln?
    Na dann verrate ich Dir mal, dass Du sicher nicht zum Auftakt eine U17 bekommen wirst. Dazu bräuchtest Du nicht die C- sondern die A-Lizenz, schließlich geht es bei diesem Verein insgesamt darum, Spielerinnen hervorzubringen, die den Verein in der Weltspitze halten. Die Trainer der U17-Teams seit 2000 (Pepe Hauser und André Birker) hatten jeweils die A-Lizenz, ebenso der letzte Co-Trainer der U17, der Trainer der zweiten etc. etc.


    Und mit C-Lizenz und ein paar Jahren Erfahrung... sorry. Bewirb Dich doch erstmal um einen Co-Trainer-Posten z.B. bei der U15.


    Ansonsten ist ein wichtiger Unterschied: Wenn Du Anfang 20 bist und eine weibliche U15 trainierst, wird die Hälfte der Mannschaft in Dich verknallt sein. Sei Dir dessen bewußt und ziehe klare Grenzen!


    Ein weiterer wichtiger Unterschied betseht zwischen Breitensportmannschaften und leistungsorientierten Teams darin, dass Du bei letzteren ganz andere disziplinarische Möglichkeite hast und es somit deutlich einfacher hast, Trainingsmoral einzufordern, gegen das weibliche Ratsch-Gen anzukommen und dass Du vor allem immer eine gute Trainingsbeteiligung haben wirst (Es sei denn, Du landest wirklich beim FCR, da ist die Hälfte der Mannschaft ständig auf Lehrgängen und Turnieren der Auswahlmannschaften). Die Mädls wollen nämlich alle was erreichen und spielen nicht nur "weil die Freundinnen auch da sind".


    Nach meiner Erfahrung beim FCR war "Zickenkrieg" hier nie so ein Problem, wie in Breitensportteams. Auch hier wohl deshalb, weil alles wissen, worum es geht. Du musst halt wie überall gleich zu Beginn mit Sonderaktionen für einen Teamzusammenhalt sorgen.


    Die von ladyaikido erwähnte Annahme mit der Brust ist schon ein sehr spezieller Unterschied, aus gesundheitlichen Gründen (ein heftiger Schlag auf die Brust kann Bruskrebs auslösen) aber wichtig. Sie müssen den Oberkörper halt wirklich weit nach hinten lehnen und den Ball zwischen Kinn und Brust annehmen.

    Grippe. Pah. Interessiert mich nicht. ;)


    Ich füge einfach mal die PM ein, dann wisst Ihr auch wo ich herkomme ;)
    FCP-Mädchen gewinnen Jungsturnier
    Die E-Mädchen des 1. FC Passau haben bei den Hallenlandkreismeisterschaften der E-Sonderrunde einen großartigen Erfolg erzielt.
    In der Gruppe 2 setzen sie sich verdient gegen die Jungs von TSV Wegscheid, DJK Sonnen, SV Schalding-Heining, SV Hutthurm und DJK-SV Kirchberg v.W. durch.
    Nur im ersten Spiel gegen Wegscheid klebte das Pech an den Stiefeln. Obwohl das Spiel sich 10 Minuten in der Wegscheider Hälfte abspielte, fand der Ball nicht den Weg ins Tor, sondern nur mehrfach gegen den Pfosten. Doch die vier folgenden Spiele konnten allesamt gewonnen werden, so dass die Mädchen als verdienter Sieger des Turniers in das Landkreis-Finale am 6. Januar einzogen.
    Für die Jugendleitung ist dieser Erfolg der Mädchen über die Jungs ein klares Zeichen dafür, dass die durchgehende Jugendarbeit des 1. FC Passau im Mädchenfußball von der F-Jugend an der richtige Weg zur Förderung talentierter Fußballerinnen ist.


    Im Klartext: Wir waren trotz der Ausfälle eindeutig die beste Mannschaft. Im letzen Spiel (wir standen schon als Sieger fest) habe ich auch die F-Mädls mitspielen lassen und trotzdem gewonnen. *G*
    Natürlich war es nur ein E2-Turnier und gegen E1-Mannschaften sähe es anders aus, dennoch denke ich, dass wir bewiesen haben, dass mit konsequenter Jugendarbeit ab der F, auch der "reine Mädchenweg" erfolgreich ist. Und der SV Schalding-Heining ist immerhin ein Bayernligist!

    Der Passus, den Marc zitierte ist richtig, ABER:
    Er gilt nur dann, wenn es unterhalb der C-Juniorinnen auch noch eine D-Juniorinnen oder E-Juniorinnen Mannschaft gibt. Wenn keine solche Mannschaft im Verein vorhanden ist, dann sind die Altersgrenzen nach unten aufgehoben.


    Nachdem wie Du dieses Mädchen beschrieben hast wird sie das auch locker packen. Körperlich und sportlich.
    Und nachdem wie Du dieses Mädchen beschrieben hast, biete ich ihren Eltern mal Jobs in unserer Stadt an. :)

    Deine Frage nach dem Vergleich kann ich Dir bald beantworten:
    Alle unsere E-Mädels spielen seit mindestens zwei Jahren Fußball. In einigen Wochen stellen sie sich bei der Hallenlandkreismeisterschaft der männlichen Konkurrenz.

    Ohoh... von meinen 11 nominierten sind 5 krank! Jetzt habe ich morgen nur noch 6 Mädls (also keine Auswechsel), oder kann Anfängerinnen oder F-Mädls mitnehmen.
    Da heißt es Augen zu und durch. Werde morgen hier von den Ergebnissen berichten.

    Was die altersgemischten Mannschaften angeht, so kann ich Remko nur recht geben. Die Jüngeren sind einfach total überfordert. Außerdem wird aus solchen Mannschaften (fast) nie ein Team, weil die Lebenswelten viel zu unterschiedlich sind. Worüber sollten die 11-jährige und die 16-jährige auch reden?
    Neulich spielte unsere B gegen eine Mannschaft mit genau einer (!) B-Jugendlichen. Die Torhüterin. Der Rest war C und D. Wir spielten mit angezogener Handbremse, weil sie wirklich Angst hatten, den Kleinen wen zu tun....
    Sucht alternative Lösungen: ZB Nur freundschaftsspiele gegen C, wobei der gegenerische Trainer über Eure Altersstruktur natürlich informeirt ist. Oder Spielgemeinschaften mit einem nahegelegenen Verein, der die selbe Situation hat. Wir haben auch so angefangen. Statt dass wir beide so ne gemsichte hatten, hatten wir dann eine richtige C und eine richtige B.


    Mari1907
    Das Wesentliche ist in der Antwort von cawi enthalten: Basics üben, Geduld haben und - und hierauf würde ich den besonderen Schwerpunkt legen - SPIELEN SPIELEN SPIELEN! Oder wie cawi sagte: "Verständnis fürs Spiel bekommen die Mädls in den Spielen selbst".
    D.h. Viele Freundschaftsspiele machen und vor allem im Training sehr viel spielen. Dabei in kleinen Gruppen 3 gegen 3, 4 gegen 4, 2 gegen 2. Dabei viele verschiedene Spielformen wählen (verschiedenartige Tore, auch mal keine Tore, sondern Ball halten oder so und so oft passen, Überzahl gegen Unterzahl und und und...)
    Für das Deckungsverhalten empfiehlt sich, mit simplen Fangspielen anzufangen. Dabei haben sie auch immer sehr viel Spaß- Danach feste Vorgaben, wer wen fangen muss. Dann die Füße weglassen und den Ball per Hand zuwerfen. Jede hat ihre fest Gegnerin und folgt ihr bis auf's Klo. Provozierende Regeln einbauen wie "die war ungedeckt 1 Punkt für die anderen".


    Danach kannst Du mal eine Halbzeit auf Video aufnehmen, einige markante Szenen aussuchen und im Training zeigen. Wenn sie das von außen sehen ist es immer sehr hilfreich. Àpropos von außen sehen. Wer gerade zum Auswechseln draußen ist, sollte nicht Blümchen pflücken, sondern aktiv das Spiel beobachten! Was machen die unseren und die anderen gut/schlecht?


    Hoffe, ich konnte Dir helfen. Keep cool & have fun!

    Man kann das nicht generalisieren. Genauso wenig wie man sagen kann, der FC Tollesteam gewinnt immer gegen den SV Schwachestadt.
    Es gibt bessere und schlechtere Teams bei den Jungs wie bei den Mädchen. Mädchenmannschaften haben halt oft zwei Nachteile:


    1.) Sie sind nicht auf allen Positionen gleich stark besetzt. Dein Tabellenführer hat wahrscheinlich 2 oder 3 richtig gute, die in der Mädchenliga alles aufmischen. Spielen sie gegen Jungs, ist das alleine nicht ausreichend.
    2.) Absolut entscheidend: Sie haben in 99% der Fälle keine wirklich gute Torhüterin, die sich der Schussgewalt der Jungs entgegenstemmen kann.


    Wenn beim Mädchenspiel die Gegnerin frei vorm Tor steht, schießt sie in 50% der Fälle eh daneben und in 25% der Fälle die Torhüterin an. Steht ein Junge frei vorm Tor, scheppert's. Sind dann nach 25 Minuten aus 7 Chancen 6 Tore gefallen, sinkt die Moral und das Spiel endet entsprechend.


    Die Frage nach dem Sinn solcher Spiele kann nur beantwortet werden, wenn man die Spielstärken beider Teams realistisch einschätzen kann!
    Also sollte sich der ambitionierte Mädchentrainer die möglichen gegnerischen Mannschaften unbedingt vorher anschauen.



    Und nun zu meinen konkreten Erfahrungen:
    - Unsere D hat letztes Jahr auf Großfeld bei den Jungs gespielt. 0 Punkte (wobei es zweimal am Schiri lag.)
    Problemlagen: a) nur 6 erfahrene und der Rest erst im ersten oder zweiten Fußballjahr. b) Torhüterin 1.40m. Die Jungs mussten nur hoch schießen...
    In der Halle, gegen andere Mädls, zählten zu den besten Teams im Bezirk, wären draußen wahrscheinlich Meister geworden.


    - Meine aktuelle E spielt öfter gegen Jungs und hat bisher alles gewonnen. Meist zweistellig.
    Grund: a) sie spielen durch die Bank seit sie ca. 6-7 waren Fußball. b) wir haben eine Torhüterin, von der ich mir sicher bin, dass sie 2014 bei Bayern München sein wird, wenn sie dem Sport treu bleibt.



    Ideal ist es meistens, wenn man die körperlichen Unterschiede dadurch ausgleicht, dass sie gegen Jüngere spielen. Nur bietet nicht jeder Fußballverband die Möglichkeit, ältere Mädchenteams in jüngeren Jungsligen zu integrieren.


    Tom Bombadil: mit der U13 gegen U11 ist richtig, nur sollte man sich eine U11 aussuchen, die in der Tabelle nicht ganz vorne steht... Auf meine E bezogen heißt das: Ich spiele nicht gegen die besten E1-Mannschaften der Stadt, sondern gegen E2 Teams und schwächere E1.


    Hans und Bondcoach.
    Klar solche Mädls gibt's überall. Das hilft aber bei der Frage, ob komplette Mädchenteams gegen komplette Jungsteams spielen sollen nicht weiter...

    Die Regelung besteht aus gutem Grund, denn es besteht wirklich die Gefahr, dass Kinder vom Verein verheizt werden.
    Die "kleinen Stars" des Vereins spielen dann an einem Tag zweimal und am WE gleich drei-viermal. Und das jede Woche!
    DAS entspringt dem Ergebnisdenken, und nicht die Regel, dass sie nur einmal spielen dürfen.
    Es geht also tatsächlich um den Schutz der Kinder, wobei das Problem wohl häufiger bei den D und C-Jugendlichen besteht, als bei den F.


    Die Frage ist halt situativ, ob man bei einem E2-Spiel, bei dem das gegnerische Team wirkliche Probleme hatte, eine volle Mannschaft zu stellen, nicht ausnahmsweise darüber hinwegsehen kann. Denn von einem einzigen anstrengenden Tag, wird da Kind ja nicht verheizt. Es gibt wahrscheinlich ja auch Tage, in denen es 4 Stunden auf der Wiese bolzt.


    Der salomonische Weg, wenn man das vorher weiß: Sprich den Trainer unter vier Augen. Er wird Dir sicher auch seine Notlage erklären. Vereinbart dann zB, das der Junge vielleicht zu gut für's Tor ist und ob man es nicht so machen könnte, dass er auf dem Feld spielt und ein anderer ins Tor geht. Oder dass er nur eine Halbzeit spielt.

    Und es gibt die ganz gewitzten Gegner, die lauern immer auf diesen 50cm-Pass, gehen dazwischen und schiessen ihr Tor. Der Torwart und sein Mitspieler wissen oft gar nicht, was los ist.

    Die müssen doch 5m Abstand halten beim Abstoß. So wie bei jeder indirekten Spielfortführung, z.B. bei einer Ecke.

    Ich versuche die Mädels zum Rausspielen zu animieren. Wenn der Gegner aber sehr gut zustellt, bleibt manchmal nichts anderes möglich, als das dumme 50cm-Spiel.
    Manchmal bleibt einfach nichts anderes übrig, wenn man z.B. niemanden hat, der Bodenabstöße weit vom Tor wegbringt. Kommt zum Glück nur selten vor. In 95% der Fälle spielen sie den Ball raus.

    Schön, dass Du meine urspüngliche Intention nun doch noch nachvollziehen kannst.
    Tja, von den niederrheinischen Winterverhältnissen träume ich seit vielen Jahren. Sind halt doch anders als in Bayern, wo teilweise bis in den April rein der Schnee auf den Plätzen liegt. Klar reichen den Kleinen auch wenige Meter. Die F-Jungs trainieren derzeit alle gleichzeitig (mit 5 Trainern), was ein sehr süßes Gewusel ist aber für echte Parkplatzprobleme sorgt. :D
    Mit den 20 Kindern bin ich schon noch zurecht gekommen, auch wenn ich mir Unterstützung gewünscht hätte. Aber es waren ja nie alle im Training. Nur so 14-16 jede Woche. Natürlich immer noch zuviel, um auf den einzelnen einzugehen, aber sie haben es alle überlebt und einige spielen jetzt in der D1.
    In der F Kinder abzuweisen ist schwer, wir nehmen da noch alle mit und empfehlen erst ab der D auch mal einen Vereinswechsel.

    Meine Erfahrung: Das ist das grundlegende Übel des Kleinfeldfußballs. (Aber wieso Gästeschiri? Bei uns pfeift immer wer vom Heimverein.)
    Da kannst Du auch gar nichts gegen machen, außer bei Deinen eigenen Spielen, in denen Du den Schiri stellst, besonders gute und korrekte Schiris aufbieten und so mit gutem Beispiel voran gehen.


    Verbinde das dann noch mit konsequent befolgten internen Regeln à la "Wer sich darauf einlässt und zurück foult, bekommt eine interne Strafe" und Du bist endgültig ein so leuchtendes Beispiel, dass Dir viele Vereine folgen werden. Wenngleich leider nicht alle...


    Wenn man in der D auf Großfeld angelangt ist, bekommt man dann oft die 12-jährigen Anfänger, die nicht wissen was Abseits ist. Da bist Du dann endgültig machtlos...
    Aber sieh's so: Die Kinder lernen, dass es im Fußballk und im Leben nicht immer gerecht zugeht und sie lernen damit zu leben, es wegzustecken und weiter zu spielen.

    Ach mei, so eine Seuche haben wir zur Zeit auch. Letzten Freitag haben meine Mädls bei einem Chanchenverhältnis von 36:3 (mitgezählt!) 2:2 gespielt. (Und alle Eltern draußen haben darüber gelacht!) In der Woche davor haben wir in einem Spiel 8 mal Alu getroffen usw usw. So what?
    Die Kinder sind in der Entwicklung und in der Entwicklung machen sie nun einmal Phasen durch. In der aktuellen Phase sind sie (und Deine wohl auch) halt spielerisch schon sehr weit, dafür im Abschluss noch keine Weltmeister. So what?
    Meine Mädls zielen sehr genau auf die Ecken - das habe ich ihnen von der F an beigebracht. Und dann geht halt beim genauen Zielen der Ball mal an den Pfosten. Immer noch besser als dem Torwart in die Arme. Und das genau Zielen ist ein Übungssache. Im Moment läuft es da nicht perfekt. So what?


    Ansonsten kann ich mir nur der Empfehlung "spielnah Torschuss üben" anschließen. Das ist bei uns in den letzten Wochen etwas zu kurz gekommen gegenüber dem Spiel an sich (wir haben auch noch fast jeden Mittwoch Freundschaftsspiele gemacht). Na dann übe ich es eben wieder ein bißchen ein und zeige ihnen Übungen für "daheim". Denn Schießen können sie auch alleine üben Doppelpässe und Laufwege nicht. Geduld ist angesagt!

    Am gewinnen wollen ist nichts verkehrt. Nur am gewinnen müssen!
    "Weit bringen" werden es in jedem Sport und auch im "echten Leben" nur diejenigen, die Erfolg haben wollen. Und da wir alle sowohl die Breite als auch die Spitze fördern wollen, ist es auch in Ordnung, wenn Kinder gewinnen wollen und wir dürfen es ihnen nicht ausreden. Es macht ja auch viel mehr Spaß!
    Wenn z.B. meine E-Mädels (spielen in einer D-Liga) mit 6:1 gewinnen (vor 2 Wochen) haben sie sich mehr gefreut als nach dem 0:15 letzte Woche.


    Und dennoch wissen, die meisten von ihnen nicht, wievielter sie in der Tabelle sind. Denn wie es einem Beitrag oben so schön hieß: Sie leben im Hier und Jetzt und wollen hier und jetzt Erfolg haben. Tabellen sind Statistiken mit sehr beschränktem Haltbarkeitsdatum. Und welches Kind interessiert sich für Statistiken?
    Von daher quält sie nicht mit gewinnen müssen. Das erzeugt nur Druck und der geht garantiert früher oder später nach hinten los.


    Nun zu den Turnieren:
    Wenn die F mal ein Turnier gewinnt, dann werden sich alle freuen, auch diejenigen, die evtl. weniger Minuten gespielt haben (sofern sie überhaupt gespielt haben!). Die entscheidende Frage ist wieder die des gewinnen müssens. Muss das Team gewinnen? Sicher nicht. Will es gewinnen? Sicher ja. Wenn sie gewinnen wollen, darf ich es ihnen dann durch mein Prinzipien verderben? Ja, wenn sie die Prinzipien teilen!
    Jetzt ist es wichtig, welche Linie ich die Saison über gefahren habe. Habe ich immer konsequent durchgewechselt und alle genau gleich viel spielen lassen? Und vor allem: Habe ich ihnen vermittelt warum das wichtig ist? Wenn ich das getan habe, dann stellen sie das Durchwechseln gar nicht in Frage und dann ist das gemeinsame Gewinnen und Verlieren eine solche Selbstverständlichkeit, dass sie mit jedem Ergebnis zufrieden sind.


    Wenn ich ihnen aber unbedingt die Erfahrung eines Turniersieges geben möchte (der ist übrigens auch um so schöner, wenn er etwas besonderes und einmaliges ist), dann kann ich das viel subtiler steuern. Z.B. durch die Auswahl des Turniers. Fahr doch mal zu einem schwach besetzten. Vielleicht als Stadtmannschaft mal etwas weiter weg auf's Land, wo das Niveau meist niedriger ist. Oder fahr zu zwei Turnieren und sage: "Damit alle richtig viel spielen können, nehmen wir nicht zu beiden Turnieren alle mit, sondern zum einen Turnier a,b, und c, und zum anderen x, y, und z." (Ich hatte z.B. mal eine F2 mit 20 Kindern. Die ganze Saison über waren mal die 10 dran, mal die 10 - gleich stark. Zum Abschluss habe ich die Gewichtung etwas verändert und bei zwei Turnieren binnen drei Tagen zu dem leichteren Turnier eine etwas stärkere Truppe mitgenommen. Hat geklappt. Da konnte sogar der 4-jährige mitmachen.) Oder aber Du richtest selber ein Turnier aus und lädst nur Teams ein, die schwächer sind.Die Kinder werden das nicht durchschauen. Du hast also kleine Steuerungsmöglichkeiten, ihnen Erfolgserlebnisse zu geben, ohne enttäuschen zu müssen.

    @ Beitrag 5-7
    Richtig so, Remko Technik, Technik, Technik im Alter G- F- E!
    "Jungs teilweise übertrieben hart geführt da Angst vor Blamage" siehe oben *g*


    10-15 pro Jahrgang sind super. Haben wir im Moment bis 96-2000 auch, 2001er suchen wir in der Winterpause neue. 2002er sind 7.
    Vor Problemen in den älteren Jahrgängen schützt das leider nicht, da das Problem (bei den Jungs genauso) in der B die Freizeitalternativen sind... (Fortgehen, Lover...)


    @letzter Beitrag
    Lieber Remko,
    Verrate mir bitte, wie man über "Prävention" an Gelder rankommt...
    Außerdem würde mich interessieren, aus welcher Stadt Du kommst...
    Weiterer Erfahrungsaustausch erwünscht!



    Zusammenfassend:
    Ja, es gibt Mädchen, für die ist es besser, bei den Jungs zu spielen. Diese Mädchen haben Ellbogen und Durchsetzungsfähigkeit. Sie sind meist etwas wilder und behaupten sich. Da für eine optimale Entwicklung neben Förderung auch Forderung notwendig ist, sollen sie dort spielen, wo sie beides am Besten erhalten. (Was bedeutet, dass die Jungsmannschaft auch einen gescheiten Trainer und nicht nur einen "na gut, ich betreue sie-Papa" haben muss!)
    Was aber ist mit all den vielen Mädchen, die aus verschiedenen Gründen nicht mit den Jungs spielen wollen? Hier verschenken wir reihenweise Talente! Abgesehen davon, dass ich froh bin um jedes Kind, das den Weg zum Fußball findet.