Hallo Matzel,
mein Sohn wechselte zur U9 zum Bundesligisten, Fahrstrecke einfach ca. 25 km , Training 3 x die Woche. Ohne Fahrgemeinschaft stösst man da recht schnell an Grenzen. Jedes Wochenende Spiel/Turnier, oft weiter entfernt, Sprit, alternativ Hotel, muss man sich leisten können.
Die Mannschaft ist eine Mannschaft auf Zeit, sieht jedes Jahr ein bisschen anders aus, sind Konkurrenten . So dann auch die Eltern, kann gut sein, muss aber nicht. Manch einer sieht dann nur, das sein eigenes Kind möglichst gut aussehen möge
.
Die Kinder verzichten auf vieles , lange Aufbleiben am Wochenende ... hm, was sagt der Kalender ????? Mal eben übernachten beim Freund, ja, klappt in 3 Wochen...
Lange Rede, mein Sohn ist nach 2 Jahren zum nächsten Jahr wieder draussen und wenn hier manch einer von "verletzter Kinderseele" sprach, ist das bei ihm jetzt glaub ich nicht so schlimm. Er wollte in der Mannschaft keine Freundschaften , sondern gut Fussball spielen, das hatte er nun 2 Jahre lang gehabt mit Freud und Leid (und das lag manchmal nah beisammen) . Wir haben ihm immer gesagt, das ist eine Sache auf Zeit und so war es jetzt auch. Die Bewertung , die ihn wieder rauskickte, ist definitiv nicht objektiv vorgenommen worden, da sind Gründe vorgeschoben worden, aber ich hab keine Lust zu diskutieren oder zu betteln, ich hätte mir aber mehr Ehrlichkeit gewünscht ...
Wir suchen jetzt nach einer Alternative, dies ist nicht sooo einfach, in den hiesigen Dorfverein zu wechseln steht nicht zur Debatte.
Mein Eindruck ist ( mein Sohn ist 10 ) , dass er zwar traurig ist , aber gleichzeitig auch erleichtert. Er darf jetzt wieder ein bisschen mehr Kind sein . Geburtstage wahrnehmen, mehr Zeit haben etc etc. .
Würden wir es nochmal machen ? Ja, schon. Meiner wollte einfach nur Fussball spielen, Freunde im Verein waren ihm nicht wichtig, so war das o.k. !
Er hat jetzt die Zeit dort gehabt , sich weiterentwickelt und viele Erfahrungen machen dürfen, jetzt kommt wieder "seine" Zeit. Wenn wir ihm damals den Wechsel ausgeredet hätten, wäre er vielleicht (und wir auch
) irgendwann einem Traum hinterhergejagt.
Alles Gute, letzten Ende entscheidet Euer Bauch und was gewesen wäre , werdet Ihr wohl nicht erfahren ...