Beiträge von saschakummer

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    ich will auf wiederholungen verzichten, aber unterstütze klar meine vorschreiber. fordere und fördere deine jungs mit kleinen spielformen im training. da kannst du wunderbar alles automatisch üben lassen, ohne dass du den jungs vorgaben machst. auch ic beobachte bei meinen jungs, dass sie lieber mal schnell den ball passen, weil sie sich nicht in in die 1-1 situation begeben wollen. ich wäre an deiner stelle eher froh, wen die jungs versuchen mit dem ball zum tor zu dribbeln. da soll die murmel hin. die klassische situation hatteich wieder am wochenende.



    unsere gegnerische mannschaft ist im ballbesitz. der spieler dribbelt los und sein mitspieler läuft auch schön mit. er hat natürlich nicht gepaßt und meine jungs haben nachher den ball kurz vorm tor erorbert. der gegnerische trainer war sofort mit allen kommentaren dabei. "warum hast du nicht gepaßt?" "da mußt du passen!" ich verspreche dir eins, dieses kind wird so schnell keinen durchmarsch mehr versuchen, sondern lieber sofort den ball irgendwie irgendwo hin passen. ergebnis vom ganzen, sind verlorene bälle und das kind macht es nur, weil es ja der trainer verlangt hat. ein tor wird her selten so zu stande kommen. ich glaube nicht, dass dies dein ziel ist.



    spiele einfach mal 4-4 auf je zwei dribbletore. hier muss der ball durch's tor gedribbelt werden. läuft der spieler auf ein tor und die gegner rücken auf zur verteidigung und versperren das tor1 muss der spieler sofort die situation erkennen und sich entweder zum 2. tor durcharbeiten oder eben zum mitspieler passen, der hoffentlich in einer besseren position zum 2. tor steht.



    steter tropfen hölt den stein. ich kenne es von meinen jungs und habe auch am wochenende mich innerlich über zuviele unschöne pässe geärgert. ich ermutige meine jungs, dass sie lieber mal öfters das 1-1 suchen sollen, bevor sie den ball einfach nur wegschießen. mehr ist es nämlich nicht.

    hallo,


    beim 3:1 óder 4:2 würde ich bei einer einfachen übungsform ohne tore ein viereck makieren. 3 jungs in die ecken und in die mitte 1 gegenspieler. einfach aufgabe: die 3 spieler sollen sich zupassen und der spieler in der mitte soll versuchen den ball zu bekommen. sobald dieser einen ball erwischt hat, wird der spieler ausgewechselt. nunmehr wir sich relativ schnell zeigen, ob die jungs das dreiecksspiel beherrschen. wahrscheinlich nicht. somit wäre erklärung 1) das die drei zuspieler immer im dreieck stehen sollen. arme beispielhaft ausbreiten und erklären, dass auf diesen linien anspielpartner stehen müssen. 2) käme mit sicherheit die offene spielstellung hinzu. hierbei auch darauf achten, dass das korrekte spielbein vom paßpartner angespielt wird. 3) wäre dann auch noch das entgegenlaufen zum ball. 4) sollte der ball dann mit jeweils 2 kontakte pro spieler immer rollen.


    wenn all diese punkte sauber funktionieren, dann müßte der spieler in der mitte wie ein duracell häschen laufen, ohne jemals den ball zu erwischen.


    das selbe prinzip läßt sich mit 4:2 spielen. vier ecken mit spieler und 2 in der mitte. auch hier wieder auf offene spielstellung. entgegenlaufen zum ball und der versuch mit 2 kontakten zu arbeiten.

    Hallo Trainerkollegen,



    ich werde in 3 Wochen meine Lehrprobe zur C-Lizenz Breitenfussball absolvieren. Ich wäre Euch für Tipps und Ideen super dankbar, da ich die Mannschaft auch selbst nicht kenne.



    Thema: Wettspielnahe Verbesserung der Ballan- und mitnahme flacher Zuspiele


    Mannschaft: E-Jugend in der Halle



    Für Eure Hilfe besten Dank! :rolleyes:

    Hallo,


    für meine 2.F bin ich auf der Suche nach Tipps, Tricks und Trainingsideen, wie ich ein bisschen Orientierung im Spiel beibringen kann. Diese kleinen ständigen Hinweise "ran an den Ball", "Mitspieler helfen, wenn in Bedrängnis", "dem Ball nachsetzen", "den Ball schützen" und "Freilaufen" wiederhole ich nun schon eine kleine Ewigkeit. Aber im Spiel selbst, fallen meine Jungs immer zurück in alte Muster. Sie schauen dem Gegner hinter her, wenn dieser den Ball hat, teilweise erlebe ich immer wieder die berühmte Kneulbildung um den Ball oder wenn sie abgeschossen haben, staunen sie im stehen, was der Ball so macht. Ich habe vier, fünf Starke, die dann auch wie die "Bekloppten" rennen, um die schwächeren Jungs aufzufangen (das erkennen meine Starken von alleine).


    Es ist natürlich alles irgendwie auch witzig zu beobachten, aber mich bringt es manchmal an den kleinen Rand der Verzweiflung. Ich will ungern immer in die Spiele reinrufen, aber ich muss es immer wieder verstärkt machen, damit meine Jungs eine Idee bekommen, was sie machen sollen bzw. auch den Starken helfen, den irgendwann auch die Puste ausgeht. Klar ist, dass Geduld her muss und kein Meister vom Himmel gefallen ist. Aber gibt es nicht irgendwie ein paar Tricks oder auch vor dem Spiel eine Idee zur Bewußtmachung, dieser kleinen wichtigen Dinge?


    Meine Jungs sind alle (auch nach einer Niederlage) immer noch gut drauf und freuen sich wie Königstiger. Manchmal kommt mir so die Idee, dass ich es auch zu verbissen sehe, aber ich habe auch ein wenig die Angst, dass meine kleinen Ehrgeizigen in der Mannschaft irgendwann die Lust auch verlieren, wenn sie überiwegend auch nur einstecken müssen.

    hallo,



    kurze info für euch zum wohl vorläufigen endstand. der spieler war am montag bei meinem training. die eltern hatten sich noch sonntagnacht (ohne mein zutun) bei mir per mail gemeldet und mir von sich aus mitgeteilt, dass sie keine weiteren spieleinsätze für ihren jungen in der 1.f wünschen.



    da war ich schon leicht baff und hoch erfreut. ich hatte mir schon alle möglichen gesprächsstrategien für den montagnachmittag zurecht gelegt und dann kommt eine solche erfreuliche mail, ohne dassich mit den eltern vorher gesprochen/geschrieben haben.



    was ich ebenso für mich sehr interessant empfand, ist ein gespräch am rande meines momentanen grundlehrganges für die trainer c-lizenz. unser dozent (ehemaliger fußballprofi und profitrainer) hat mich in der situation bestärkt. er hat auch deutlich gemacht, so lange nicht klar ist, wie sich der trainer der 1.f seine zukünftigen planungen vorstellt und das risiko besteht, dass mein spieler nur mal hier und da zum einsatz kommt und ansonsten auch eher bank droht, würde er nie einem wechsel zustimmen. ebenso betonte er auch noch, dass vereine überlegen sollten, ob sie bis einschl. e-jugend nicht eh auf diesen wechsel hin und her verzichten sollten. er machte aber auch deutlich, dass das vor- und nachteile haben kann, die aber im verein auch besprochen werden sollen.

    hallo zusammen,



    vielen dank für eure postings. habe mittlerweile auch ne schlaflose nacht hinter mir, da mich die ganze sache doch sehr ärgert und mir irgendwie ziemlich an die nieren geht.


    zur erklärung muss ich sagen, dass mein kapitän jhg. 2002 ist. ich habe in meiner mannschaft nur einen 2001er ansonsten 2002 und 2003.



    ich will mich jetzt erstmal überraschen lassen, ob mich mein spieler oder seine eltern beim morgigen training ansprechen. zu den eltern habe ich ein gutes verhältnis, somal ich den jungen auch in unsere mannschaft geholt habe. ihr müßt dazu wissen, dass er erst fünf wochen später nach saisonbeginn bei uns im verein aufgeschlagen ist. völlig fremd, da sich die mehrzahl meiner spieler aus der schule und direkter nachbarschaft alle kennen. er ist der einzige der in einer anderen ecke wohnt und zum saisonbeginn 2009/2010 erst ein probetraining in einem anderen verein absolviert hatte, der wesentlich mehr auf disziplin und absoluten leistungsdruck aus ist. dort hat die familie nach vier wochen die segel gestrichen, weil sie sich atmosphärisch überhaupt nicht wohl fühlten und kamen mit entsprechenden bauchschmerzen zu mir. sie hatten selber angst, ob überhaupt eine integration in die mannschaft noch mögich und wie die stimmung bei uns so ist.



    all die ängste habe ich ihnen genommen. der spieler ist bestens integriert und akzeptiert in der mannschaft und hat auch schon nen freund nachgezogen, weil es so viel spaß macht bei mir. eigentlich erstmal alles zeichen für mich, dass das glück auf meiner seite stehen sollte. natürlich ist meine f2 spielschwächer als die f1. ich kann verstehen, wenn da ein leistungsstärkerer spieler sich auch mal nach sportlicher höherleistung sehnt. aber er ist auch eben ein zugpferd in meiner mannschaft, der meine übrigen spieler auch tw. anspornt und mitzieht mehr aus sich rauszuholen.



    ich bin der "blödmann" im f-jugendbereich der es für notwendig erachtet, dass wir auch in der hallenzeit 2x die woche trainieren. unsere 1f trifft sich nur einmal die woche im moment. ich bin der "idiot" der auch in den ferien für die daheimgebliebenen training anbietet. unsere 1f macht ferien. ich versuche jedes wochenende zu spielen zu fahren und auch regelmäßig freundschaftsspiele ran zu holen, damit sich meine jungs weiter entwickeln und ausprobieren können. die f1 nimmt lediglich am regulären spielbetrieb teil. und dann auch nur die leistungsstarken.


    ich habe einfach die befürchtung, dass sich mein spieler auch einfach nur "blendend" läßt, da er mit der f1 am wochenende mal super abgeschnitten hat. wenn's dann schief geht oder er nen tief hat, dann sitzt er auf der bank. ich sage aber auch ehrlich, dass die entwicklung des spielers im letzten halbjahr mit mein verdienst ist. den will ich mir jetzt nicht kaputt machen lassen. ich will aber auch nicht die glucke sein, aber bin ebenso der festen überzeugung, dass mir eine planungssicherheit für diese saison zusteht.



    boah mir kocht echt das blut. vielleicht reagiere ich aber im moment auch einfach nur über.

    Hallo,


    Internet hin oder her. Auch Eltern sind sehr bequem und wir Trainer sind ein Stückweit auch Sozialpädagogen und müssen Eltern erziehen 8) und immer wieder deutlich machen, dass unser Trainerleben ein EHRENAMT ist und wir auf Unterstützung im Sinne der Kinder angewiesen sind. Das mach ich meinen Eltern immer wieder deutlich wenn es knirscht.


    Das Problem Fahrgemeinschaft gibt es bei uns Gott sei Dank nicht. Wir treffen uns bei Auswärtsspielen immer 60 bis 45 Minuten vor Anstoß am Spielort. Alle Eltern haben von mir eine Kontaktliste, um sich bei Bedarf selber zu organisieren. Darüber hinaus gibt es von mir im Voraus (min. vier Wochen vorher) Spielereinteilungen per Zettel an die Eltern, damit sie sich die Spieltermine entsprechend einplanen können. Da verlasse ich mich ungern auf die Junioren, dass müssen die Erwachsenen schon in die Hand nehmen.


    Wenn es mal nicht klappt oder auch Spieler wesentlich zu spät erscheinen, führe ich regelmäßig Gespräche mit den Eltern und erkläre Ihnen auch nocheinmal die gesamte Situation.


    Nicht Erscheinen ohne Meldung = Mannschaft im Stich lassen; Keine Planungsmöglichkeiten für den Trainer; ggf. Risiko das angereitse Spieler ohne Spiel wieder abreisen müssen, da zu wenig (versetzt Euch in die Situation)


    Zu spät = es fehlt Zeit zur Erwärmung; Kind verpaßt Mannschaftsbesprechung; es ist Streß für den Spieler, der ohnehin schon aufgeregt ist


    Mittlerweile klappt es bei uns ohne Probleme und ich kann mich auf meine Spielereltern super verlassen. Aber es war halt Erziehung notwendig und immer wieder das Ermahnen, dass es kein fairer Umgang miteinander ist. Ich habe einmal ziemlich hart angedroht, dass ich mir zu den nächsten Terminen auch mal spontan überlegen werde, ob ich komme oder nicht, scheint ja eh allen egal zu sein. Was denkst Du, wie da meine Eltern aus der Wäsche geguckt haben. Gemacht habe ich es nicht.

    Liebe Forumsgemeinde,


    ich bin heute mit einem Problem konfrontiert worden, was gewiß in der nächsten Woche bei uns im Verein noch etwas Aufregung auslösen könnte.


    Zum Beginn der diesjährigen Saison bin ich etwas ins kalte Wasser gesprungen und habe in unserem Verein die 2.F übernommen. Es war alles sehr chaotisch, da der bisherige Trainer Hals über Kopf den Verein verlassen hatte. Unterlagen, Spielerpässe fehlten und auch sonst war unserer Jugendleitung ziemlich unbekannt, wieviele Spieler tatsächlich zum Saisonbeginn erscheinen. Mit viel Mühe, Kraft und Geduld habe ich mir in den letzten sieben Monaten eine flotte Mannschaft von 20 Spielern aufgebaut, die auch alle begeistert dabei sind und bisher keine Abwanderungs- oder Ermüdungserscheinungen aufzeigt. Der rege Spielerzulauf sorgte auch dafür, dass ich eine Aufnahmestopp verhängen mußte. Obwohl ich öfters mit unserem 1.F Trainer sprach, ob er nicht noch einige Spieler aufnehmen wolle (er hatte 15), stieß ich eher auf Granit, da er nicht so richtig die Lust verspürte und lieber mit seiner Stammtruppe unter sich sein wollte.


    Nunmehr haben wir uns wacker durch die Hinrunde geschlagen. Haben auch neben dem Training ein kleines Mannschaftsleben aufgebaut. Zur Verwunderung meiner Jugendleitung habe ich für diese Saison auch zwei gute Sponsoren für unsere Mannschaft gewonnen, die uns mit Spielerkleidung und Bustransfers unterstützen. Es steckt bis hierin wirklich nen Arsch voll Mühe drin. Auch spielerisch hat sich ein Großteil meiner Jungs positiv entwickelt u.a. auch unser Kapitän, der wirklich ein enorm gutes Ballgefühl hat und spielerisch mit zu den Leistungsträgern gehört.


    Dieses Wochenende hatten wir ausnahmsweise mal spielfrei und gestern Abend erhielt ich einen Notruf der 1.F, die zum Turnier fuhren, aber plötzlich Spieler absagten. Also versuchte ich Ersatzspieler aus meinem Kader zu organisieren und konnte meinen Kapitän zum Spontaneinsatz überreden. Nach dem heutigen Spiel rief mich unser 1.F-Trainer an und teilte mir mit, dass er ab sofort diesen Spieler in seiner Mannschaft haben möchte und er am Montag nicht zu meinem Training, sondern zum 1.F Training kommt.


    Ich war ziemlich fassungslos am Telefon und auch leicht sauer. Die 1.F blickt mittlerweile nur noch auf einen Kader von 11 Spielern zurück. Die Abwanderung in der Mannschaft ist m.E. hauptsächlich vom Trainer verursacht. Neben dem Training finden keine Aktivitäten statt. Spieltermine werden vom Trainer immer erst vier Tage im Voraus bekannt gegeben (welche Familie kann da noch definitiv zusagen?) und er nimmt auch nur seine Leistungsträger mit zum Spiel. Für mich kein Wunder, dass dadurch Spieler auch "abwandern" . Der Trainer unserer 1.F steht daher verstärkt vor dem Problem immer wieder nur mit wenigen Spielern überhaupt Spiele bestreiten zu können. Es wird jetzt also verstärkt der Moment eintreten, dass er auf Ersatz angewiesen ist und nun krampfhaft nach Stammspielern sucht und wohl der festen Überzeugung ist, sich aus meinem Kader bedienen zu können, wie im Selbstbedienungsladen.


    Ich habe dem Trainer heute hierzu meine Meinung gesagt und das er meinen Spieler nicht einfach so "abziehen" kann. Im Gespräch habe ich ihm deutlich gemacht, dass er es immer war, der mich für meine Methoden und mein Engagement belächelt hat, aber er nun derjenige ist, der in die Röhre guckt. Ich möchte mir ungern schon nach einem halben Jahr die bisherige Arbeit einfach kaputt machen lassen. Mein Angebot war, dass ich ihn gern mit Spielern aushelfe. Aber hierzu gehört für mich eine bessere Organisation in seinen Abläufe, da ich meine Spieltermine und -einsätze nach Möglichkeit mittelfristig durchplane. Auch habe ich ihm deutlich gemacht, dass für mich Mannschaftsprobleme in die regelmäßige Runde unserer Jugendtrainer gehört, um gemeinsam über Lösungen zu sprechen. Ebenso habe ich ihm auch gesagt, dass ich erstmal gern mit den Spielereltern sprechen möchte, bevor hier Nägel mit Köpfen gemacht werden und ich nur noch über Ergebnisse informiert werde.


    Unser 1.F-Trainer war nicht wirklich amüsiert darüber und meinte nur lapidar, dass er das schon alles richten wird und es dem Jungen schon schmackhaft macht, zu ihm zu kommen. Da ich sowohl den Trainer, die Mannschaft und auch meinen Spieler und seine Eltern kenne, bin ich fest davon überzeugt, dass das nicht gut gehen wird und eher die Gefahr läuft, dass der Junge am Ende ganz gehen wird.


    Was würdet Ihr in so ner Situation tun? Ich gehe im Moment fest davon aus, dass dieses Thema nächste Woche große Gespräche auslöst und ich mir auch nen bisschen ausgeliefert vorkomme. Nach dem Motto, wenn's läuft, dann kann die 2.F mal schön alles Gute hergeben und zusehen, was am Ende übrig bleibt.

    hallo zusammen,


    nur um den sachverhalt abzurunden. die spielleiter haben gestern entschieden, dass das spiel 0:6 gegen uns gewertet wird. ich habe diese entscheidung mit viel wut im bauch geschluckt und werde für die zukunft daraus meine lehren ziehen.


    eine anmerkung zu den einträgen möchte ich schon nochmal machen: das besagte spiel fand bei uns zu hause zur regulären trainingszeit statt. da ist es wohl selbstverständlich, dass alle kinder die können, auch kommen. das erwarte ich sogar als trainer von meinen jungs. das die spiele zur regulären trainingszeit stattfinden sollen, war auch eine bewußte entscheidung aller teilnehmenden vereine.


    mir ist doch selber klar, dass ich zu einem auswärtsspiel nie meine ganze mannschaft mitnehmen würde. aber bei freundschaftsspielen zu hause sehe ich das etwas entspannter.



    logisch ist auch, dass regeln dazu da sind um eingehalten zu werden. mein gott... ich wollte nur ggf. mehr kinder zum ein/auswechseln heranziehen. ansonsten sollte das gesamte spiel doch völlig regelkonform stattfinden. weder an der spielfeldgröße, noch an der ballgröße geschweige denn an den grundregeln des fußballs sollte etwas geändert werden. ich bin nach wie vor der meinung, dass ich bei 6/7jährigen kids auch mal die kirche im dorf lassen muss.

    Hallo zusammen,


    erstmal vielen Dank für Eure Rückmeldungen. Nach Rücksprache mit meiner Jugendleitung habe ich jetzt einen kurzen Bericht verfaßt, der an den anderen Verein geht. Vielleicht rührt man sich dort, bzw. sucht das Gespräch mit dem Trainer und vielleicht auch nochmal mit mir/uns.


    Bei uns in Berlin gibt es in Ergänzung der DFB-Spielregeln Zusatzbestimmungen für Spiele auf Kleinfeld. Demnach gilt bei uns die Regelung 6+1 und max. 5 Auswechselspieler. Hierbei ist jedoch wiederholtes Ein- und Auswechseln möglich.


    Grundsätzlich kann ich ja mit der Regel leben. Nur bin ich der Meinung, dass diese Regelung für unsere klassischen Spielrunden, die vom Dachverband (BFV) organisiert werden, beachtet werden sollten. Alles was die Vereine daneben eigenständig organisieren, sollte ohne starres Regelkorsett erfolgen.


    Unser Bezirkspokal ist ein freiwilliges Spielangebot und trägt den Charakter "Freundschaftsspiele". Der Spielbericht erfüllt hierbei auch nur versicherungstechnischen Zweck und geht auch keinem Dachverband zu. Hier geht es eher darum, dass Erwachsene ihre Sicht der Dinge vom Profifussball einfach mal ausblenden und sich selber erden und akzeptieren, dass es für die Kinder organisiert ist, die Spaß am Fußball haben.


    Für mich gilt hier nach wie vor das Prinzip... Ausprobieren, Kinder erleben, besser einschätzen können und einfach auch mal machen lassen, ohne dass der Trainer ständig Anweisungen gibt. Und siehe da, die Jungs organisieren sich von ganz allein auf dem Feld.


    Gruß


    Sascha

    Liebe Trainer, liebe Forumsleser,


    ich möchte hier heute gern von meinem gestrigen Spiel berichten, da ich nach wie vor fassungslos bin, was ich in einer Partie der 2.F-Jugend (Jhg. 2001/2002) erleben mußte. Ich hoffe nur sehr, dass dies ein rühmlicher Ausnahmefall bleibt und vielleicht den einen oder anderen Trainer da draußen (vielleicht liest es ja auch der Betroffene selbst) zum Nachdenken anregt, warum wir im Kinderfußball tätig sind.


    Zur Vorgeschichte:


    Bei uns im Berliner Bezirk Pankow wird seit diesem Jahr erstmalig der Bezirkspokal der Jugend ausgetragen. Es war eine Idee der Fußball AG Pankow gewesen.
    Der Fußball AG Pankow gehören alle Pankower Fußballvereine an. Auch wenn es in der Entscheidung der Fußball AG Pankow heißt, dass die Spiele unter
    „Wettkampfbedingung“ durchgeführt werden sollen, so bin ich der Meinung, dass hierbei die Kirche im Dorf gelassen werden muss. Es war eine bewusste Entscheidung der Fußball AG, die Spiele zu den Trainingszeiten der jeweiligen Mannschaften anzusetzen, damit so viele Kinder wie möglich daran teilnehmen können. Nach wie vor gilt für mich das Prinzip, allen Kindern den Spaß am Fußball und ihnen so viele Spieleinsätze wie möglich zu ermöglichen. Mir geht es weniger um das Gewinnen oder Verlieren. Ob wir am Ende dabei einen Pokal gewinnen oder nicht, ist für mich Nebensache. Vorrangig zählt für mich, dass alle Jungs der Mannschaft spielen können, da sie sich so nur weiterentwickeln und ihre Fähigkeiten verbessern können.


    Unser Bezirkspokal ist ein freiwilliges Projekt und kein offizielles Verbandsturnier. Die Spiele zählen als Freundschaftsspiele. Ob die Info ausschlaggebend ist, weiß ich nicht. Der Spielmodus ist relativ einfach. Zwei Gruppen (A/B) je Altersklasse mit Vorrunde. Dann Halbfinale und am Ende Finale. In unserer Gruppe spielen nur vier Mannschaften, eine ohne Wertung. Somit müssen wir zwei Spiele absolvieren. Unser Spielgegner hatte bereits eine Partie verloren und sein zweites Spiel war gegen uns. Für uns war es die erste Partie.



    Bericht:


    Für mich war es erklärtes Ziel, zum letzten offiziellen Spieltag auf unserem Platz in diesem Jahr, allen Jungs einen Spieleinsatz möglich zu machen. Immerhin waren wir heute auch mal wieder vollzählig anwesend (19 Spieler in meiner Mannschaft). Leider wurde diese Philosophie vom Trainer des SV P. so nicht geteilt und er beharrte bis zum Schluss auf die Einhaltung aller offiziellen Regeln des BFV.


    Als erstes mußte ich ihm alle meine Spielerpässe zeigen. Sowas hatte ich bisher noch nicht erlebt. Aber ich habe sie ihm gern gezeigt. Danach monierte er meinen Ansatz, dass ich gern (soweit möglich) alle meine Jungs gern spielen lassen möchte. Er beharrt stur auf das Prinzip - 7 Feldspieler + max. 5 Auswechsler. Als ich ihm darlegte, wie albern sein Verhalten gerade ist und das er sich selber nicht an die Regeln hält (3 Spielerpässe waren unvollständig) wollte er von dieser Regel (kein ordnungsgemäßer Spielerpaß - kein Spieleinsatz) nichts wissen. Vielmehr drohte er mit sofortiger Abreise und Nichtantritt. Vor den Augen seiner kompletten Mannschaft. Das war nicht mein Ansinnen. Vielmehr wollte ich ihm deutlich machen, dass es doch gerade ein sehr übertriebens Verhalten des Trainers sei. Somal ich auch nicht recht nachvollziehen konnte, worin sein Problem lag, wenn so viele Jungs wie möglich meiner Mannschaft spielen würden. Wie eingangs betont, wir sind 2.F-Jugend, spielen aus Spaß an der Freude und ob wir am Ende einen Pokal gewinnen oder nicht, ist mir herzlich egal. Meine Jungs sollen/wollen Fußball spielen.


    Von Seiten des Trainers des SV P. wurde moniert, dass ich mehr Spieler zum Einsatz bringen wollte, als nach offiziellem Regelwerk zulässig. Hierbei bleibt aber zu berücksichtigen, dass auf dem Feld nur max. 7 Spieler gestanden hätten. Es gab also lediglich Aufregung um die Anzahl der möglichen Auswechselspieler. Darüber hinaus wurde von SV P. moniert, dass ich einen Spieler eingesetzt habe der Jhg. 2001 ist. Er dürfte nach Auffassung des Trainers nicht bei uns spielen. Eine solche Regelung ist mir für dier F-Jugend generell nicht bekannt. Somal der Junge von Anfang an in unserer Mannschaft spielt. Das darüber hinaus auch drei Spieler dem Jhg. 2003 angehörten, war für den Trainer kein Argument.


    Permanent wurde das von ihm hochgepriesene Regelwerk nur zu seinen Gunsten ausgelegt. Anderen Argumenten war er nicht zugänglich.


    Der gesamte Ärger dauerte geschlagene 45 Minuten. Die Kinder beider Mannschaften waren am Ende reichlich gestreßt und genervt. Die Eltern beider Mannschaften auch und ich habe die Welt nicht mehr verstanden, wie ein Trainer solch eine Sturheit an den Tag legen kann und die gesamte Situation so aufbauscht, als hätten wir um Leben oder Tod gespielt.



    Fazit:


    Für mich ist ein solches Verhalten nach wie vor nicht nachvollziehbar und höchst unverständlich. Weder in unseren bisherigen „Punktspielen“, noch bei unseren
    Freundschaftsspielen hat ein Verein ein ähnliches Verhalten zu Tage befördert. Noch dazu, da alle unsere Spiele ohne Wertung laufen, ist mir die heutige Sturheit des SV P. ein schweres Ärgernis.


    An dieser Stelle kämpfe ich nicht für Prinzipen oder Regeln, sondern für die Kinder, denen diese Regeln wohl etwas egal sind, wenn sie auf einem Fußballplatz stehen.
    Als mir dann auch noch damit gedroht wurde, dass SV P. zum Spiel nicht antreten wird, war für mich die Welt nicht mehr verständlich. Gerade Kindern in einem Alter von 6 bis 8 Jahren, die sich auf eine solche Begegnung absolut freuen, möchte ich eine solche Entscheidung nie antun und würde sie nur im äußersten Notfall umsetzen, wenn das Wohl und die Gesundheit der Jungs gefährdet scheint. Das alles war heute nicht der Fall. Spaß am Fußball und eine Weiterentwicklung werden so nicht erzeugt, geschweige denn gefördert. Für mich zählen nach wie vor alle unsere Partien als Freundschaftsspiele. Deswegen werden sie auch offiziell nicht vom BFV gewertet. Obwohl es sich heute um offizielle Trainingszeit handelte, durften acht Jungs meiner Mannschaft nicht zum Einsatz kommen. Sie mußten zusehen, was ich enorm toll fand.



    Klar ist, dass Regeln dazu da sind, um eingehalten zu werden. Hierbei lege ich aber eher ein Augenmerk auf Fairplay auf dem Feld und nicht auf ein stures Einhalten aller offiziellen Verwaltungsregularien. Das wird m.E. dem Kinderfussball nicht gerecht und geht gänzlich an den Interessen aller Kinder vorbei. Ich werde also auch weiterhin alles dafür tun, dass so viele Jungs wie möglich in meiner Mannschaft spielen können und werde dies auch ggü. anderen Vereinen im Notfall so vertreten.


    Ich möchte so einen Tag, wie gestern, nie wieder im Kinderfussball erleben. Ich appelliere an alle Trainer da draußen, dass Ihr noch einmal in Ruhe überlegt, warum Ihr Euch im Kinderfußball engagiert - schraubt eigene Erwartungshaltungen und eigenen Ehrgeiz zurück - es geht um die Kinder und nicht um uns Erwachsene. Bleiben wir als Fussballer bodenständig und freuen uns auf jedes Spiel, an dem unsere Mannschaften schönen Fußball zaubern und sich am Ende (egal ob Sieg oder Niederlage) glücklich in den Armen liegen. ODER????

    Hallo zusammen,


    ich trainiere eine 2. F-Jugend (Jhg. 2002/2003). Meine Jungs bestehen in dieser Konstellation seit einem halben Jahr und sammeln nun allmählich ihre ersten Spielerfahrungen. Leider wurde es durch meinen vorhergehenden Trainerkollegen versäumt, bereits als Minis zu Turnieren und Freundschaftsspielen zu fahren. Somit ist die Erfahrung auf dem Platz noch sehr gering, aber es ist eine positive Entwicklung erkennbar.


    Was mir jedoch immer wieder auffällt, ist die Angst vor dem Zweikampf. Im Training stellt sich dieses Problem eher überhaupt nicht. Da muss ich teilweise noch einen Gang aus unseren Spielen rausnehmen, damit sich keine ernsthaften Verletzungen einstellen. Jeder Ball wird im Training hart erkämpft und auch nicht locker gelassen.


    Sobald wir aber gegen eine andere Mannschaft spielen, ist von dem "Biß" kaum noch etwas zu sehen. Sobald der Gegner den Ball hat, hören meine Jungs auf mit laufen. Lassen sich zurückfallen und bewegen sich immer nur mit Abstand zum Gegner, so dass dieser natürlich immer sehr entspannt in unsere Hälfte einläuft und auch sein Spiel aufbauen kann. Ein wirklicher Zweikampf findet nur selten statt.


    Ich ermuntere meine Jungs immer wieder vor dem Spiel, dass sie keine Angst vor dem Ball haben müssen. Im Training haben sie diese auch nicht. Während des Spiels ermuntere ich sie auch immer wieder, sich den Ball zurück zu erobern. Aber irgendwie wollen sie nicht so recht und warten immer auf den Moment, dass der Ball vor ihre Füße gespielt wird.


    Habt ihr eine Idee, wie man zumindest den scheinbaren Schalter im Kopf ein wenig umlegen kann? Unsere Gegner sind alle gleichalt und auch von der Statue her gleich groß. Daran kann es m.E. nicht liegen. Klar ist mir auch, dass sich bei geringer Spielerfahrung auch das Verständnis für ein Zweikampfverhalten langsam entwickelt. Stutzig macht mich halt nur der Unterschied zwischen Training und Spiel. Auch appelliere ich immer wieder an das Fair-play, aber dennoch bin ich etwas ratlos, wie ich meinen Jungs die scheinbare Angst vorm Gegner ein wenig nehmen kann.


    Für Eure Hinweise / Ideen / Vorschläge / Tipps besten Dank im Voraus.


    Sascha

    ich glaube, dass wir gegen gewisse einstellungen mancher trainerkollegen einfach machtlos sind und uns von ihnen nicht beirren lassen sollten. was mich regelmäßig ärgert, ist zu sehen, dass viele vereine auf ihren internetseiten mit lizensierten dfb-trainer werben. was ich dann auf dem platz erlebe ist für mich der blanke hohn und spott. für solche kollegen habe ich wenig übrig. ich kann über sie nur laut lachen. 8o


    auch wir haben unsere ersten zwei "punktspielen" 0:15 und 0:14 verloren. ich bin mir durchaus bewußt, dass eine mannschaft, die bereits seit zwei oder drei jahren zusammenspielt, durchaus spielerisch stärker ist, als wir es sind. wir bestehen seit einem halben jahr und unsere spielerfahrung ist noch relativ gering. wenn ich aber dann erlebe, dass bei der 2.f bereits mit viererkette gearbeitet wird. trainerkollegen vor dem spiel zu mir kommen und erklären, dass das spielfeld viel zu schmal ist und sie so das spiel nicht in die breite bekommen, kocht mir regelmäßig das blut. ich hatte sogar bei unserem ersten spiel die situation, dass wir bereits 10:0 zurücklagen und meine jungs zwei klare handspiele ablieferten. der schiri ließ das spiel dennoch weiterlaufen. der gegnerische trainer bekam fast einen herzkasper und beleidigte den schiri auf's übelste. der schiri erklärte im nachgang in aller ruhe, dass er keine veranlassung sah einen 9-meter zu geben, da das spiel aus seiner sicht schon ein eindeutiges torverhältnis auswies. er erinnerte an den spielspaß der kinder. ich glaube der gegnerische trainer hätte am liebsten zum schlag gegen den schiri ausgeholt.


    ich kann nur immer wieder betonen - wenn manche trainerkollegen ihre verlorene fußballjugend jetzt nachholen müssen, sollten sie es nicht auf kosten der kinder machen. wieso erwirbt man eine trainerlizens und hält sich an die schulungsvorgaben nicht? warum müssen wir uns im kinderfußball eigentlich das leben gegenseitig so schwer machen? sollte es nicht im interesse aller sein, dass wir fußballbegeisterten kindern die chance bieten sich auf dem platz auszutesten und auszuprobieren?


    bei mir gibt es keine taktischen aufstellungsregeln. ich erwarte von meinen jungs, dass sie verstehen, sich auf dem feld zu verteilen. vorne und hinten und nicht alle auf einem haufen. sie sollen lernen auf allen positionen zu spielen. ich möchte meine jungs im alter von 6 und 7 jahren nicht schon auf positionen festlegen. im übrigen will das auch nicht das dfb-ausbildungskonzept. hallo c-lizens!!!


    es ist meine verdammte pflicht als jugendtrainer, ruhe und gelassenheit mitzubringen. wenn ich nicht die geduld habe, kinder bei ihrer spielerischen entwicklung zu beobachten, habe ich die falsche aufgabe übernommen. mit sicherheit gehört auch nach einer gewissen zeit die ehrlichkeit dazu, dass es talentierte und weniger talentierte kinder gibt. aber auch das muss ich in einem ruhigen gespräch mit den eltern klären und nicht kinder auf dem platz demotivieren und vor aller öffentlichkeit zur schau stellen.


    sicher ist auch, dass dauerhafte niederlagen keine motivation sind. aber sind denn alle bereits fußballgötter auf dem platz? können kinder binnen einer woche nach einschulung grass-romane schreiben und lesen und wie einstein rechnen? ich glaube dazu gehört viel zeit, ruhe, geduld und vor allem unterstützung. es ist unsere verdammte pflicht, als erwachsene, die sich für kinder-fußball entschieden haben, die förderung und den spaß am spiel nie aus den augen zu verlieren. daran sollten sich auch alle wilden "trainer-brüll-affen" vom sportplatz in einer ruhigen minute mal erinnern.


    ich rede mit solchen kollegen nicht mehr. ich sehe es aber auch nicht ein, die staffelklasse zu wechseln. bei uns wird die rückrunde eh neu zugeteilt. ich erkläre meinen jungs immer wieder, dass jedes spiel eine erfahrung ist. es gehört immer dazu, dass es stärkere und schwächere gibt. aber unsere einstellung zum fair-play erwartet es, dass wir unser bestes geben und uns nicht aufgeben. dazu gehört es auch, als trainer meine jungs nach dem spiel zu motivieren, aber insbesondere auch für ihre "kampfeslust" zu loben. ich staune immer wieder darüber, das konzentriert bis zum ende gespielt wird. bei einem halbzeitstand von 8:0 könnte auch leicht der gedanke aufkommen, warum gehen wir noch auf den platz? wir haben eh schon verloren. aber nein... meine jungs fordern ihr spiel bis zur letzten minute. und das ist es, was ich möchte. hierfür zolle ich ihnen anerkennung und meinen respekt. auch gehört es für mich dazu, dass mannschaftsleben so interessant wie möglich zu gestalten. sie sollen als mannschaft zusammen wachsen. da muss auch mal die träne nach einem spiel getrocknet werden, aber wenn ich als trainer weiterhin zufriedenheit und ruhe ausstrahle, erlebe ich eher zuspruch von meinen jungs und freude im training.


    mein wunsch wäre es einfach mal, zu einem spiel zu gehen. den kindern den ball hinzulegen und sich dann min. 20m vom spielfeld zu entfernen. überlassen wir doch mal den kindern den platz, anstatt von der seite mit verwirrenden ansagen dauernd dazwischen zu brüllen. leute ich wette eins, wir würde alle unser wunder erleben.


    im übrigen haben wir gestern 6:4 verloren. auch meine jungs haben erkannt, dass es aufwärts geht und haben sich gefreut wie schneekönige. ich bleibe der festen überzeugung, dass eine ruhige hand und ein begeisterter trainer tausend mal mehr wert sind und sich erfolge von ganz allein einstellen. als wie ein angestochener über den rasen zu hüpfen.

    liebe trainerkollegen,


    mit Interesse habe ich diesen Forumthread gelesen, da auch ich mit meiner 2.F-Jugend derzeit ähnliche Erfahrungen mache. Mit Sicherheit befinde ich mich noch in einer anderen Situation, als einige von Euch. Aktuell habe ich 20 Zwerge und bin als Trainer allein. Einen Co habe ich nicht und bei den Eltern bin ich im Moment am Werben nach Unterstützung. Zu meiner Freude, stehen aktuell vor jeder Trainingseinheit immer bis zu 3 neue Gesichter vor der Kabinentür. Zu meinem Bedauern, muss ich diese jedoch aktuell immer wieder vertrösten, da es mit 20 Kids auf dem Platz schon eine echte Herausforderung ist. Hier stehen für mich aktuell meine 20 Jungs im Vordergrund und im Interesse der Kinder macht es auch keinen Sinn, mehr in die Mannschaft aufzunehmen. Es bleibt einfach die Gefahr, dass mir Ende einige hinten runter fallen. Klar sehe ich auch die Gefahr, dass ich evtl. Talentierte nicht aufnehme. Aber leider habe ich nur zwei Arme, Beine und Augen.


    Auch bei uns ist die Stimmung montags eher geprägt von einem großen Durcheinander. Bei Trainingsbeginn habe ich selten Ruhe und schon meist die ersten Streitereien zu schlichten. Unsere zweite Einheit freitags verläuft da wesentlich ruhiger und konzentrierter.


    Sobald ich merke, dass die Konzentration nachläßt, hole ich meistens Ball-/Fangspiele raus und unterbreche das klassische Training. Wenn es doch mal zu bunt wird, muss auch mal eine klare Ansprache herhalten. Aber immer nur unter Vier-Augen. Ansonsten gilt bei mir das Prinzip, es sind K I N D E R. Es hilft auch manchmal als ERWACHSENER sich daran zu erinnern. Mit Sicherheit ist es hart für die Nerven. Mit Sicherheit habe ich mir den Kopf vor dem Training zerbrochen und bin enttäuscht, wenn das Geplante nicht trainiert werden kann. Aber der Notfallplan ist bei mir immer in der Tasche.


    Gute Erfahrungen habe ich damit gemacht, dass ich zumindest den Kindern in der Schlussrunde in einem ruhigen und ehrlichen Ton sage, dass ich traurig und enttäuscht bin. Ich erkläre Ihnen, dass ich gern mit Ihnen zusammen Spaß habe, aber auch viel Mühe in meiner Arbeit steckt. Es reicht auch einfach mal aus, im Kreis zu sitzen und nichts zu sagen. Die Kids sind schlau genug um zu merken, das etwas nicht stimmt. Aber viel wichtiger ist mir während des Trainings oft Lob zu verteilen und soweit möglich individuelle Hilfestellungen zu leisten.


    Auch habe ich tlw. gute Erfahrungen gemacht, mir einige "Vernüftige" ranzuziehen, die eigenständig in das Team agieren und so versuchen untereinander für eine einigermaßen konzentrierte Stimmung zu sorgen. Mein Devise bleibt daher, die Kinder in eine eigene Verantwortung zu nehmen.


    Selbstverständlich ist, dass sie sich alle austesten und ausprobieren wollen, wie weit sie gehen können. Von daher gilt es Nerven behalten und Ruhe bewahren. Aber auch Grenzen aufzeigen. Die Gesamtsituation dürfte sich dann bald etwas beruhigen.


    Auch wir haben in unseren ersten zwei Punktspiele aktuell nicht geglänzt. Klar bin ich darüber als Trainer nicht erfreut. Ich merke auch tlw. die Enttäuschung bei meinen Jungs. Aber nach dem Training hilft keine Manöverkritik sondern nur Motivation. Beim nächsten Training lasse ich die Jungs durch eigene Einschätzungen zum Spiel sprechen und versuche sie so für das Training zu motivieren und zu konzentrieren. Denn sie habe ihre eigenen Schwächen erkannt und ich erkläre ihnen, dass ich ihnen hierzu Übungen anbieten kann, dass uns diese Fehler nicht mehr passieren. Ich sage ihnen aber auch, dass es nicht von einem Spiel zum anderen alles besser wird, sondern nur "hartes" Training ihnen hilft. Danach läßt sich gut erkennen, wer weiterhin bei der Sache ist und wer lieber der Kasper bleibt. Aber da muss ich dann wohl auch irgendwann mit den Eltern reden, wie wir weiter machen.


    Ob mein Weg der goldene ist, weiß ich nicht. Mit Sicherheit werde ich auch einige hier geäußerte Tipps gern mal ausprobieren. Aber zustimmen möchte ich an einem Punkt Andre. Bei einigen Spiele ist mir immer wieder aufgefallen, dass manche Trainer scheinbar eine verlorene Jugend nachholen müssen, als auf die Bedürfnisse der Kids einzugehen. Das erleichtert nicht unbedingt die Arbeit. Da meine Jungs im Spiel schon schwer irritiert reagieren, wenn der gegnerische Trainer wie ein angestochener seine Mannschaft zusammen brüllt und ich eher ruhig und mit kurzen Anweisungen auf meine Mannschaft eingehen. Zumindest haben meine Jungs noch nicht gefordert, dass ich auch so werden soll, sondern eher mit Abneigung reagiert.


    Gruß, Sascha