So, nun will ich mich als Neuling auch mal im Ananas-Forum
zu Wort melden. Andre missioniert ja ziemlich intensiv, wie ich in den verschiedenen Fäden hier feststellen konnte. Sicher im Interesse der Kinder keine Frage, da es vielerorten doch noch Mißstände bei der Umsetzung des Kinderfußballs gibt.
Eins vornweg, auch wir haben die Grundzüge des Kinderfußballs verstanden und versuchen sie umzusetzen. Wir sind dazu bei den DFB-Info-Abenden zugange und hatten auch schon das DFB Mobil zu Gast. Dennoch stelle ich fest, dass Theorie und Praxis doch zwei verschiedene paar Schuhe sind. Wir sind mit einer E-Jugend in der Bezirksklasse zur Zeit ziemlich erfolgreich und das als kleiner Verein, durch eine Spielgemeinschaft (wegen Spielermangel in der E) sind wir stärker geworden. Den Aufstieg haben wir nur geschafft, weil wir voriges Jahr als junger Jahrgang überraschend Kreismeister geworden sind. Keiner hatte damit gerechnet, aber wir hatten in zwei entscheidenden Spielen 2 Spieler des älteren E-Jahrganges (die schon in der D spielten) mit in unsere Mannschaft genommen und so Spiele für uns entscheiden können. Ich muss dazu sagen, dass wir als kleiner Verein nicht über den Luxus mancher Vereine hier verfügen, E1 oder E2 Mannschaften aufstellen zu können. Wir sind froh, überhaupt eine Altersklasse besetzen zu können. Soviel vorab.
Mit unserem Verhalten haben wir sicher gegen die "Ananas-Prinzipien" verstoßen, dennoch war es im Nachhinein aus meiner Sicht die richtige Entscheidung, so zu handeln, denn dieses Jahr in der Bezirksklasse werden unsere Spieler viel mehr gefordert und entwickeln sich dadurch viel weiter, als das mit einem Verbleib in der Kreisklasse der Fall gewesen wäre. Wie gesagt, letztlich wurde von uns der Aufstieg nur geschafft, weil wir eben in entscheidenden Spielen nicht alle Kinder zu gleichen Teilen haben spielen lassen, um das plötzlich machbare Ziel Aufstieg in den Bezirk zu schaffen.
Das mal zu unserer Ausgangssituation. Nun habe ich zwei Fragen an Andre:
Zitat Andre:
"Man stellt zudem heraus, dass jeder Spieler einer Mannschaft zeitlich zu gleichen Teilen spielt. Hierbei sind keine Ungleichbehandlungen vorzunehmen. Einzelne sollen nicht in den Vordergrund gestellt werden, ...z.B. dadurch, dass man sie länger spielen läßt, weil sie leistungsstärker sind (nachzulesen in der Trainerleitlinie des DFB.)"
1. Könnest du bitte mal den Link zu der von dir angesprochenen Trainerleitlinie des DFB hier reinsetzen?
Ich konnte ihn leider nicht finden. Ich hätte das gerne nochmal nachgelesen. Auf der DFB-Seite die Hinweise unter den verschiedenen Altersklassen lesen sich jedenfalls allgemeiner. Gibt`s da noch extra "Leitlinien" für Nachwuchstrainer?
Feststellung
Ich kenne in meinem Umfeld nur einen Trainer einer E Jugend, der das wirklich und zu 100 Prozent umsetzt. Hier im Forum sind mir maximal zwei bekannt, ....ich gehöre nicht dazu, weil ich mich hier und da auch erwische, gewisse Gedankengänge zu hegen!
2. Wenn du selbst nicht zu der Personengruppe gehörst, die das von dir propagierte 100 Prozent umsetzt, wäre ich mal sehr interessiert daran zu erfahren, warum und welche "gewisse Gedankengänge" du in dieser Hinsicht hegst?
Morgen fahren wir übrigens zur Hallen-Kreis-Ananas-Meisterschaft
mit dem Ziel, eine Runde weiterzukommen und alle Kinder spielen zu lassen. Zu gleichen Teilen halte ich jedoch für die blanke Theorie. Aber da gibt es während der Hallensaison noch mehr Möglichkeiten durch Turniere, die Spielanteile auszugleichen. Ein Ausscheiden in der Vorrunde würde jedenfalls zwei Turniere für die Kinder weniger bedeuten, Zwischen- und Endrunde wären dann passè.
Glück Auf in die Runde und schönen 2. Advent !