Beiträge von La Krizz

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    Ich persönlich bin kein Fan von "Laufen" als Erwärmung für Sprints.
    Ich weiß ja nicht was du da genau vorhast, aber ich würde eher eine paar Koordinationsübungen oder auch ein kurzes Lauf-ABC vorschlagen. "Laufen" klingt für mich nach gleichmäßigem Tempo und langen Distanzen ;)


    Ansonsten lese ich tatsächlich immer noch mit, finde das Tagebuch also auch sehr interessant.

    Ich hatte damals auch "Robert H." als Lehrgangsleiter, sowohl in der Ausbildung, als auch in der Prüfung.
    Ich war beim Lehrgang gerade 17 Jahre alt, habe in den untersten Juniorenligen Fußball gespielt - ganz weit weg von Regionalliga - und bin mit einer Gesamtpunktzahl von 10 Punkten nach Hause gefahren. Dazu meinte er, dass ich "das Zeug zu einem echt guten Trainer" hätte.


    Kann also wohl nicht (nur) daran liegen ;)

    Gerade den BFV (sofern du den Bayerischen Fußball Verband meinst und nicht zufällig den Berliner) habe ich da eigentlich immer als sehr neutral erlebt. Hatte auch einen ehemaligen Drittligaspieler im Lehrgang C-Leistungsfußball und der wurde keinesfalls bevorzugt. Hatte natürlich seine 13 Punkte beim Eigenkönnen, aber sonst wurde auch er sehr fair bewertet. Nach einem quasi-Blackout in der mündlichen Prüfung hat er da auch nur 5 oder 6 Punkte bekommen, damit er eben nicht durchfällt. Die bekommt aber meiner Erfahrung nach auch der "Normalo", sofern die anderen Leistungen stimmen.


    Wieviele Leute, die früher auf dem Niveau gespielt hattest du denn überhaupt im Lehrgang, dass das so auffällig war? Und wer war Lehrgangsleiter?

    Das sehe ich anders. Für mich hat der BVB ein klassisches 4-4-2 gespielt. Kagawa ist so ziemlich immer auf die Höhe von Lewandowski gerückt.... oder nicht?


    Sie standen oft nur minimal versetzt, wenn es um die Grundposition bei gegnerischem Ballbesitz geht, da hast du Recht. Wenn es dann allerdings um's "Anlaufen" der Abwehrspieler ging, hat das immer nur einer von beiden übernommen, während der andere "abgekippt", sprich versetzt hinter dem Partner geblieben ist. Dabei haben sich die beiden in der Regel abgewechselt, ist halt ökonomischer, als wenn Lewandowski da vorne 90 Minuten wie ein Bekloppter herumrennt.
    Im Angriff war es dann meiner Meinung nach sowieso ein echtes 4-2-3-1, aber die Systemdiskussion ist ja nicht wirklich wesentlich.


    Aviciii
    Genau das ist der Grund, ich würde es genauso machen wollen. Wenn du das Pressing aus dem Beispiel (was ich nur überflogen habe) spielst und in die eigene Hälfte zurückgedrängt worden bist, bzw. der Gegner in deiner Hälfte im Ballbesitz ist, werden in der Regel der 10er und der Stürmer ja schon überspielt worden sein, sprich du hast nur noch deine Viererabwehrkette, deine zwei 6er und die zwei Außen. Wenn die Außen dann immer noch deutlich höher stehen als die Sechser bleibt halt gerade zwischen AM und AV viel Platz, in den man dann (durch die Schnittstelle AM/6er) auch recht einfach hineinspielen kann.
    Daher die Außen im Mittelfeld lieber zu einer zweiten Viererkette zurückziehen und leicht eingerückt stehen haben, um so möglichst kompakt zustehen. Idealerweise ist der 10er oder der Stürmer dann noch in der Lage, falls es gelungen ist, den Angriff des Gegners etwas zu verzögern, erneut einzugreifen, um dem Angreifer von hinten Druck zu geben.
    Aber so super das in der Theorie immer alles klingt, außer beim BVB sieht's in der Realität selten auch nur halb so gut aus :P

    Erstmal Danke! Klar ich versuche das ganze durchzuhalten bis zum Ende der Vorbereitung - vielleicht darüber hinaus, je nachdem wie die Rückmeldungen sind ... :)


    Die Betrachtungsweise größtmöglicher Ballbesitz heißt für mich, gerade bei tief stehenden Gegner geduldig zu spielen, eben aktiv den Rhytmus wechseln, den Gegner locken und mit schnellen Vorstößen dann zu überspielen, dabei mit Mut zum Risiko spielen, aber keine einfachen Bälle abschenken.
    Schnelles Umschaltspiel brauchen wir einerseits bei Ballverlust um möglichst schnell 11 Spieler gegen den Ball agierend zu haben - zum anderen möchte ich das der erste Gedanken und bestenfalls der erste Pass sofort Tief gespielt wird um die noch ungeordnete Abwehr der Gegner möglichst schnell zu überspielen und zum Abschluss zu kommen. Dabei ist aber auch die Fähigkeit wichtig, abzuwägen wann der erste Ball Tief sinnvoll ist und wann nicht.


    Aus meiner Sicht müssen sich diese Themen dabei aber nicht beissen.


    So formuliert beißt es sich auch meines Erachtens nicht, da bin ich völlig bei dir :)

    Erstmal herzlichen Glückwunsch zu den geilen Voraussetzungen, die du da vorgesetzt bekommen (oder mitgeschaffen) hast. Solange es in der Liga nicht allzu einseitig wird, dürfte das eine Saison werden, in der du als Trainer richtig Spaß hast und noch dazu dein Team massiv weiterbringen kannst. Dafür auf jeden Fall schonmal viel Erfolg.


    Noch bin ich zwar etwas jung, um eine Vollmannschaft zu trainieren, aber auf Sicht reizen mich auf jeden Fall A-Junioren oder eben eine junge Herrenmannschaft, von daher finde ich es sehr interessant, deine Gedankengänge hier mitverfolgen zu können und vor allem auch direkt nach den Einheiten zu hören, ob und wie gut das Ganze geklappt hat. Hoffe du hältst das bis zum Ende der Vorbereitung durch, bisher klingt das auf jeden Fall alles echt gut.


    Eine Frage habe ich aber noch. Du schreibst eingangs von "größtmöglichem Ballbesitz" und "schnellem Umschaltspiel" als Ziele, bzw. Schlagwörter deiner Philosophie.
    Was verstehst du denn unter "schnellem Umschaltspiel"? Direkt nach der Ballbesitzt zu versuchen schnellstmöglich zum Torabschluss zu kommen (Konter) oder lediglich in eine "angriffsbereite" Spielposition zu kommen (Breite und Tiefe schaffen, ohne unbedingt direkt den Torabschluss zu versuchen)?
    Willst du damit nämlich auf Konter hinaus beißt sich das meines Erachtens mit dem Ziel "Ballbesitz".

    Soll es denn tatsächlich eine Spielform sein oder eine (spielnahe) Übungsform? Wenn es nur eine Übungsform sein soll, dazu nicht zwingend spielnah, passt die von Germancoach gepostete Übung natürlich gut. Wenn es eine Spielform sein soll, wüsste ich ehrlich gesagt auch nicht, was passend wäre, außer einer Provokationsregel, dass z.B. Tore nach Flanken doppelt oder dreifach zählen.

    Ich werde ehrlich gesagt aus deinem Geschriebenen noch nicht so ganz schlau. Das Thema ist mir klar, aber wie der Aufbau sein soll nicht wirklich. Du schreibst von einer "ordentlichen Spielform im Hauptteil" und einer "Erwärmung" - sind das auch die beiden Dinge die du herausarbeiten sollst (wenn ja, was ist eine "ordentliche" Spielform?) oder was sonst?
    Denke bevor das nicht geklärt ist, wird es mit Hilfe schwierig ;)

    Klante unterrichtet nicht selber, das ist korrekt.
    Was den körperlichen "Aufwand" angeht ist die Lizenz auf jeden Fall erträglich. Ich kam damals auch aus einer längeren Verletzungspause, war bei weitem nicht fit und es ging wirklich problemlos. Auch die paar älteren Teilnehmer die wir hatten, hatten eigentlich keine Probleme.


    Zodiak: Was ist denn an Heringlehner auszusetzen? Fand die drei Wochen bei ihm große Klasse.

    Toto:


    Das sind eben zwei konträre Gedankengänge die man da gegenüberstellen und sich dann für eine Variante entscheiden muss .
    Ich kann im Nachhinein das Feedback sehr gut akzeptieren und es macht auch Sinn, gerade auch in dem Kontext, den du ansprichst (viele Kontakte, ständig in Aktion,etc.). Den Gedanken das so zu machen hatte ich im Vorfeld durchaus auch und das sogar als erste Idee (ärgerlich im Nachhinein), allerdings empfand ich das eher als hinführende Form zum 6gg6 als komplexere Endform (und somit die Übungsform, welche im Hauptteil gespielt wird.)
    So wird während z.B. auch während der Ausbildung und auch im Prüfungsvorfeld nochmal explizit darauf hingewiesen, dass die Übung so spielnah wie irgendwie möglich sein soll. Dementsprechend war ich halt der Meinung, dass bei einem 3gg3 viele Varianten, welche im Spiel mit zwei Stürmern beherrscht werden sollten, einfach fehlen. So komme ich zum Beispiel beim 3gg3 im zentralen Ausschnitt nie in Situationen auf dem Flügel und kann demensprechend nie das Verhalten der beiden Stürmer bei einem Angriff über den Flügel coachen.


    Naja, zum Bestehen hat's auf jeden Fall trotzdem gereicht und das ist ja das Wichtigste :P

    Ich habe meine C-Lizenz ebenfalls in Oberhaching gemacht, allerdings 2009 und somit wohl vor der letzten Reform der C-Lizenz Ausbildung im Zuge derer das Niveau wohl nochmal ordentlich angezogen wurde. Auch was das Eigenkönnen / die Eignungsprüfung angeht, wie ich von einem Freund gehört habe.
    Mein Ausbilder seinerzeit war Robert Heringlehner. Was die Ausbildungsinhalte und die Vermittlung anbelangt empfand ich ihn als sehr kompetent. Er kritisiert alles was ihm bei Übungslehrproben nicht gefällt und das auch sehr direkt, was den einen oder anderen vielleicht abschrecken kann, sich jedoch im Hinblick auf die Prüfungen bei uns damals als sehr positiv erwiesen hat.
    Darüber hinaus empfand ich ihn als einen sehr angenehmen Typen, der auch eine gesunde Portion Humor mitbringt. Man kann es auf jeden Fall sehr gut bei und mit ihm aushalten.



    Was die Verpflegung anbelangt, kann ich mich ehrlich gesagt nicht mehr erinnern ;)

    Nur um das Thema noch abzuschließen.
    6gg6 wurde bei der Aufgabenstellung als "zu komplex" beurteilt und stellte sich auch in der Praxis bei der Umsetzung der Lehrprobe so dar, weil die Stürmer einfach zu wenig Ballkontakte und Aktionen hatten. Das lag meiner Meinung nach zum Teil auch an der Gruppe von Spielern, zum Teil aber sicher auch an der Konzeption der Übung.
    Ein 3gg3 im zentralen Ausschnitt (z.B. Fünferbreite oder etwas mehr) wäre als absolut ausreichend erachtet worden.

    Fenertiker:
    Ich habe das gleiche Thema in meiner B-Lizenz Prüfungslehrprobe übernächste Woche, daher schätze ich, dass du gerade auch in der B-Lizenz Ausbildung steckst.
    Habe ebenfalls lange hin und her überlegt, ob man einen Teil des Feldes ausschneidet, habe dabei genauso an ein 3gg3 gedacht, mit zwei Stürmern und einem 6er gegen einen Gegner mit einem 6er und zwei Innenverteidigern. Eine andere Möglichkeit war für mich, die Spielfeldmitte + einen Flügel auszuschneiden.


    Allerdings bin ich der Meinung, dass das der Realität nicht so ganz gerecht wird, da z.B. der Außenverteiger der Defensivmannschaft ja in der Defensive mit einrücken würde um zu verteidigen, in diesem Ausschnitt aber gar nicht vorkommen würde. 3gg3 halte ich nach wie vor für eine Möglichkeit, allerdings sind mir da ein paar gruppentaktische Varianten zu wenig drin (Ablegen auf 6er, Verhalten bei Flanken, Ausweichen auf den Flügel, etc.).
    Daher werde ich mich Stand jetzt für ein 5 (Angriffs- bzw. Coachingmannschaft) gg 6+TW (Defensiv- bzw. Sparringmannschaft). Dabei spielt die Offensive dann mit einem 6er, zwei offensiven Außen und zwei Stürmern, die Defensive mit Torwart, kompletter Viererkette und zwei Sechsern.


    Bin daher auch sehr daran interessiert, für was du dich entschieden hast und wie die Rückmeldung darauf ausgefallen ist. Ebenso interessieren mich natürlich andere Meinungen zu meinem Gedankengang, v.a. natürlich von Leuten, welche die B-Lizenz Ausbildung kennen ;)

    Nach dem was ich mitkriege, würde ich sagen, dass du in der Sportartikelindustrie mit BWL und Sportmanagement größtenteils gleich gute Chancen haben dürftest. Natürlich gibt es auch in diesen Unternehmen Bereiche, die wirklich ausschließlich mit BWL zu tun haben und rein gar nichts mit Sport (das Prüfungswesen oder die Lohnbuchhaltung z.B. sind immer gleich), da bietet sich BWL sowieso besonders an. Dann gibt es aber auch Bereiche, in denen dir ein Sportmanagementstudium kleine Vorteile verschaffen könnte, z.B. Produktmanagement, Marketing oder Sponsoring.


    Besonders lohnt sich das Sportmanagementstudium, wenn du halt auf eine Anstellung bei einem Sportverband abzielst, weil da einfach eine gewisse Kenntnis der Strukturen erforderlich ist, die du im reinen BWL-Studium nicht mitbekommst.


    Trainerscheine sind sicherlich auch immer ein gutes Zubrot, ich werde selbst auch im Februar meine DFB B-Lizenz beginnen.

    Ich studiere im Moment Sportmanagement am RheinAhrCampus in Remagen.
    Was die späteren Berufsfelder angeht liegst du weitestgehend richtig mit Sportartikel"herstellern" und Lizenzvereinen, dazu kommen Verbände, Vermarktungsagenturen und Sportsponsoringabteilungen. Wenn du in diese Richtung gehen willst, solltest du auf jeden Fall darauf achten, auch eine solide BWL-Ausbildung im Studium zu bekommen, um im "Notfall" auch außerhalb des Sportbereichs arbeiten zu können.
    Solltest du Fragen haben, kannst du dich jederzeit gerne an mich wenden.

    Nicht nur ihr ;)
    Wirklich gute Trainer gibt es in dieser Gegend halt nicht wirklich für lau, außer du hast Leute aus dem eigenen Verein, die sich intensiv selbst (weiter-)bilden und evtl. auch eine Lizenz machen. So gut wie jeder externe Trainer wird eine Aufwandsentschädigung in gewisser Höhe verlangen. Könnt und wollt ihr da was zahlen, ist die Trainerbörse des BFV durchaus nicht unnütz, auch im Jugendbereich.