Hallo zusammen,
habe vor in meiner E-Jugend einen Fragebogen durch die Spieler bearbeiten zu lassen zum Thema wie einzelne Mannschaftsmitglieder miteinander auskommen (oder eben nicht). Habe die Idee eigentlich aus der Schule, wo mit Hilfe eines sog. Soziogramms die Beziehungen, Sympathien bzw. Antipathien, versteckte Feindeseeligkeiten zwischen den einzelnen Klassenmitgliedern abgeklopft werden. In der Schule werden dann v.a. Fragen gestellt wie "Neben wem möchtest Du im Unterricht sitzen?", "Mit wem möchtest Du deinen Urlaub verbringen?", "Wer sollte Klassensprecher sein?" usw.
Möchte das Ganze jetzt auf die Mannschaft übertragen und werde dazu natürlich die Fragen auf den Mannschaftsbetrieb abstimmen.
Habt Ihr bereits Erfahrungen mit solchen oder ähnlichen Fragebögen gesammelt?
Hattet Ihr Ergebnisse, mit denen man etwas anfangen konnte?
Würdet Ihr bei erneuter Durchführung etwas anders machen?
Hab 'n bißchen die Sorge, dass anschließend im Team evtl. auch unter den Eltern zu sehr über diesen Fragebogen und die Antworten, die jeder Einzelne gegeben hat diskutiert wird.
Beiträge von Markus
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Hab in meiner Mannschaft momentan ein kleines Problem:
Seit einiger Zeit geht's bei unseren Trainingsspielen "richtig zur Sache", d.h. die Spieler geben sich gegenseitig ganz schön was auf die Socken: voller Körpereinsatz. In vielen Zweikämpfen werden dann auch die Schienbeinschohner dringend gebraucht... usw. Die Trainingsspiele werden zum teil richtig hitzig und ich kann es mir als Trainer überhaupt nicht erlauben mal für 'n Moment wegzuschauen, weil das Ganze sonst eskalieren würde.
Natürlich pfeife ich all das konsequent ab, ermahne die Kinder und gebe Ihnen, wenn's gar nicht anders geht auch mal eine kleine "Auszeit".
Einerseits bin ich zwar froh, dass es im Training zur Sache geht, weil nichts ist schlimmer als ein langweiliges Trainingsspielchen bei dem nur der Ball quergelegt wird und das eigentlich niemandem was bringt. Schließlich gilt ja auch: So wie man trainiert, so spielt man auch. (3€ ins Phrasenschwein...) Also muss man so trainieren wie man spielen will.
Aber irgendwie geht es mir in letzter Zeit etwas zu sehr zur Sache.
Ist das vielleicht ein altersspezifisches Problem im E-Jugendalter?
Kennt Ihr das Problem auch?
Hat sich das mit der Zeit wieder gegeben?
Wie seid Ihr damit umgegangen? -
Im Spiel ergibt es sich natürlich, dass bei einem schwächeren Gegner die Defensivspieler mehr aufrücken als sonst und bei einem stärkeren Gegner die Offensivspieler mehr in der Verteidigung gefordert werden als sonst. Die Grundordnung auf dem Platz würde ich aber nie dem Gegner anpassen. Da behalte ich das 3-3 bei unabhängig von der Stärke des Gegners. Die eben beschriebenen Verschiebungen in Richtung Offensive bzw. Defensive sollten sich aus dem Spiel heraus ergeben. Die Spieler werden mit der Zeit ganz sicher von selbst merken, dass man als Stürmer bei gewissen Gegnern mehr nach hinten machen muss, als man das sonst gewohnt ist, oder, dass es sich als Verteidiger bei einem schwachen Gegner lohnt die vorhandenen Freiräume nach vorne zu nutzen. Wenn das von den Spielern selbst kommt, ohne dass es vom Trainer durch die Aufstellung vorgegeben wird, ist diese selbst erarbeitete Erkenntnis für die taktische Entwicklung eines Spielers tausend Mal besser. Natürlich braucht man dafür viiiiiiiiel Geduld und muss auch einige Rückschläge einstecken.
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In meiner E-Jugend-Mannschaft gibt's, was die Aufstellung angeht nur vorne, hinten, links, Mitte und rechts. Alles was über diese 5 Bezeichnungen hinausgeht, halte ich bis einschließlich E-Jugend für unnötig. Ein G- oder F-Spieler kann doch gar nicht verstehen, was ein Mittelfeldspieler für Aufgaben hat. Außerdem zählt doch sowieso nur, wie man das Ganze auf dem Platz umsetzt. Bei mir gilt die Grundregel: Alle greifen an, alle verteidigen. Wenn man nach diesem Grundsatz spielt, kommt es überhaupt nicht vor, dass bei eigenen Angriffen drei Abwehrspieler an der Mittellinie rumstehen, egal wieviele Abwehrspieler man nominell aufgestellt hat.
flipson: Wenn deine Mannschaft von viele Eltern gelobt wird, hat das sicherlich nichts mit dem System zu tun, sondern einfach damit, dass Du einige gute Spieler hast, die eben spielerisch für ihr Alter schon sehr weit sind. Die spielerischen Mittel einer F-Jugend haben doch nichts mit irgendeinem System zu tun. -
Ok, ich glaube wir reden etwas aneinander vorbei.
Der Begriff "Schwache" hört sich nicht gut an, ich bleib aber mal dabei, weil mir gerade nichts besseres einfällt.
Wenn ich in den letzten Beiträgen gesagt hab, dass es für die schwächeren Spieler/Mannschaften nicht gut wäre, solche Zusatzregeln einzuführen, beziehe ich das nicht auf meine Mannschaft oder mein Training. Selbstverständlich wende ich auch im Training solche Zusatzregeln an (TW darf nur flache Bälle rausspielen etc.). Und ICH bzw. meien Mannschaft würde mit dieser Regel auch keine Probleme haben. Im Gegenteil: ICH würde sie nur auf mein Team bezogen sogar begrüßen.
ABER: Ein Beispiel: Letzte Woche haben wir (E1-Mannschaft) gegen einen bemittleidenswerten Gegner gespielt. Endergebnis: 17:0. Die Kinder der gegnerischen Mannschaft haben mir richtig Leid getan. Obwohl ich meine stärkeren Spieler schon ziemlich lange außen hatte und nur kurze Zeit eingesetzt hab, ist unser Gegner im ganzen Spiel vielleicht fünf Mal über die Mittellinie gekommen. Mir geht es in meinen Beiträgen um die Mannschaften, die eben KEINE ein oder zwei Überflieger haben, die JEDE Woche hoch verlieren, die oft dann auch einen Trainer haben, der den Job eigentlich nur macht, weil ihn sonst keiner will und eigentlich schon total frustriert und demotiviert ist. Es ist leider so, dass es viele, viele Mannschaften gibt, die keinen qualifizierten und engagierten Trainer haben, der weniger begabte Spieler fördert könnte.
Für Teams, die gut betreut und trainiert werden, wäre diese Zusatzregel sicher sehr förderlich, für die Teams, deren Trainer mit dem hier besprochenen Thema nichts anfangen können, wäre es sicher nicht sehr gut. Statt 17:0 wär's dann nochmal 7 oder 8 Tore höher ausgegangen. -
@ Fortuna Köln: Ja, Ausnahmen gibt's natürlich. Aber der beschriebene Fall ist doch auf gar keinen Fall die Regel. Ein Spiel, wie von Dir beschrieben (2:3 nach 3 TW-Abschlägen) erlebst Du als Fußballer ein Mal in deinem Leben. Ich trainiere mittlerweile seit 10 Jahren F- und E-Jugend-Teams. Ein Abschlagtor hab ich in all den Jahren bisher weder von meiner noch von der gegnerischen Mannschaft erlebt.
Ich bleib dabei: In 99 von 100 Fällen würde man mit dieser Regel vor allem den schwachen Teams einen Bärendienst erweisen. Man sieht doch Woche für Woche so viele E- und F-Spiele, bei denen eine Mannschaft haushoch überlegen ist. Verbietet man jetzt lange Abschläge, kriegen die schwachen Teams doch überhaupt keine Luft mehr. Und statt 15:0 geht's dann 25:0 aus.
Big Bopper: Natürlich bin ich für ein konstruktives Spiel von hinten raus. Natürlich weise ich auch meinen TW an, den Ball nicht sinnlos hinten rauszukloppen, sondern einen Verteidiger anzuspielen, der dann das Spiel aufbaut. Natürlich bin ich auch für schnelles, direktes Spiel auf engem Raum. Und natürlich bin ich auch für technisch gut ausgebildete Defensivspieler. Aber jeder Jugendtrainer weiß doch ganz genau, dass es einfach Spieler gibt, die eben fußballerisch nicht so begabt sind, die aber Spaß am Fußball haben. Zwar kann man mit einem guten Training sehr viel erreichen, dennoch wird es immer so sein, dass man den schwächeren Kindern mit dieser Zusatzregel keinen Gefallen tut. -
Bei uns wird mit 6+1 gespielt und ich hatte in der letzten Saison ein ähnliches Problem. Ich hatte insgesamt 14 Spieler, wobei bei einem Punktspiel bis zu 11 Spieler eingesetzt werden dürfen. Alle 14, oder wie in deinem Fall, alle 18 Spieler mitzunehmen würde ich - ob's nun erlaubt ist, soviele Spieler bei einem Punktspiel spielen zu lassen oder nicht - nicht machen. Man kann gar nicht so viel auswechseln, um Allen akzeptable Spielzeiten zu ermöglichen. Letztendlich habe ich festgestellt, dass es schon bei 4 Wechselspielern schwierig wird, allen gerecht zu werden. Spiele machen für jeden - im Sinne einer guten fußballerischen Ausbildung - ja nur Sinn, wenn jeder Spieler möglichst lange zum Einsatz kommt. Mit den vielen Auswechslungen tut man den Kindern nichts Gutes und das Spiel ansich macht man damit auch kaputt.
Ich hab's dann so gelöst, dass ich zu jedem Spiel 11 Spieler mitgenommen habe und somit 3 Spieler nicht spielen konnten. Diesen 3 hab ich das auch beim letzten Training vor dem Spiel mitgeteilt. Beim nächsten Spiel mussten dann drei andere Kinder aussetzen, beim übernächsten wieder drei andere. Damit kam reihum JEDER mit einem Spiel aussetzten dran, unabhängig vom aktuellen fußballerischen Können. Natürlich war für einen Spieleinsatz immer Voraussetzung, dass der jeweilige Spieler regelmäßig im Training war, was aber ausnahmslos auf Alle zutraf.
Mit den Eltern gab's diesbezüglich nie Probleme. Es hat sich nie jemand über diese handhabung beschwert.
Um allen Kindern genügend Spiele zu ermöglichen hab ich unter der Woche immer wieder noch zusätzlich Freundschaftsspiele ausgemacht.
Der Nachteil dieser Saison war zwar, dass man eigentlich immer eine neu zusammengebastelte Mannschaft auf dem Platz hatte und sich dadurch das Team auch kaum einspielen konnte. Trotzdem haben die Kinder in dieser Saison gelernt, was es heißt, Teil einer Gemeinschaft/Mannschaft zu sein. Alle Kinder haben verstanden, dass ALLE spielen wollen und, dass man dann eben auch mal zu Gunsten eines Anderen kürzer treten muss. Kinder in der E-Jugend sind auf jeden Fall in der Lage solche Situationen zu verstehen und auch zu begreifen, dass selbst die besten Spieler in der Mannschaft nur wegen ihrem Können keine Sonderbehandlung bekommen. -
Ich hab mir mal über die Mittellinienregel Gedanken gemacht und bin zu den Schluss gekommen, dass das ja auch viele negative Folgen hätte. Beim Abstoß/Abschlag könnte die gegnerische Mannschaft mit allen Feldspielern aufrücken und damit die gesamte Spielhälfte, in die der TW den Ball spielen darf zustellen. Folge wäre (wie zum Teil ja auch in der Halle), dass der TW notgedrungen über die Mittellinie spielen muss oder den Ball gleich ins Seitenaus schlägt, um nicht den gegnerischen Spielern den Ball vor die Füße zu legen. Ein Abstoß wird damit ja fast schon zur Bestrafung, oder?
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Da ich auch aus Bayern (besser gesagt aus Franken ;-)) komme, meine Meinung dazu: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es tatsächlich jeder so macht, wie's ihm passt. Beschweren tut sich da niemand (gilt z.B. auch für das Thema Spielballgröße und -gewicht). Ich habe allerdings in letzter Zeit bei uns die Erfahrung gemacht, dass zum Teil auf zu kleinen (!) Feldern gespielt wird. Vor einigen Wochen haben wir auf einem Platz gespielt, der besten Falls 20 Meter breit war. Das Spiel war 'ne Zumutung für alle Beteiligten!!! Oft haben Verein bei uns in der Umgebung auch Kleinfelder, die v.a. für E-Jugend-Teams viel zu kurz sind. Die Torhüter schießen sich (selbst wenn sie keinen besonders guten Abschlag haben) gegenseitig die Bälle zu und die Feldspieler stehen sich gegenseitig im Weg. Frustrierend für alle Kinder!!!!
Deswegen finde ich es sehr positiv, dass der DFB für unterschiedliche Alterklassen auch unterschiedliche Spielfeldgrößen empfielt und die Spielfeldlänge von Jugend zu Jugend erhöht. Müsste sich nur noch jemand daran halten...
Das verpflichtende bundesweite Kleinfeldspiel bis zu D-Jugend würde ich auch sher begrüßen. Allerdings bin ich unbedingt der Meinung, dass man dann weiterhin 7 gegen 7 und nicht 4 gegen 4 oder 5 gegen 5 spielen sollte. Natürlich würde eine Herabsetzung der Spielerzahlen die Anzahl der Ballkontakte und Spielanteile pro Spieler erhöhen, würde aber dazu führen, dass die herausragenden Spieler noch spielentscheidender werden, als das sowieso schon der Fall ist. Selbst beim Spiel 7 gegen 7 reicht es ja schon aus, einen oder zwei sehr gute Spieler zu haben, um ein Spiel deutlich zu dominieren. Beim 4 gegen 4 würden viele E- und F-Jugend-Ergebnisse noch viel, viel dramatischer ausfallen. Für die Kinder, die dann 20 oder 25 Gegentore kassieren sicher nicht sehr toll!!! -
Hallo zusammen,
wollte mal Eure Meinung dazu hören, ob Ihr mit einer E-Jugend (älterer Jahrgang) als Ausflug in ein großes Erlebnisbad fahren würdet. Mir geht es hauptsächlich um das Thema Sicherheit und das Thema Aufsichtsplicht. Auch wenn natürlich einige Eltern als Betreuer noch mitfahren werden, ist es nicht möglich permanent alle im Blick zu haben. Alle Spieler können ganz ordentlich schwimmen.
Wie ist Eure Meinung??? Habt Ihr selber schon Erfahrungen damit gesammelt?
