Beiträge von Zw3rG

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    Die Idee ist sicher klasse, aber 100€ find ich auch recht viel. Da find ich z.B. die 30€ für einen react-Ball fürs Torwarttraining ein passenderes Preis/Leistungsverhältnis. Aber die Herstellkosten bzw. generell die Entwicklung ist sicher nicht ganz ohne, wohl aber eher was für gut situierte Fußballabteilungen.

    Duzen ist bei uns in der Region (Westfalen) auch normal, auch zwischen unbekannten Trainern. Einzig die Schiedsrichter bleiben immer beim Sie und wollen auch gesiezt werden, fällt mir dann manchmal schon etwas schwer, wenn ich nen 14jährigen Jungschiedsrichter vor mir habe, der grad mal so alt ist wie meine Spieler, den zu siezen.

    Diese Übung sollte zum Standardrepertoire eines jeden Trainers für die Dribbel/Technickschulung gehören. Gestern wieder erfolgreich eingesetzt und die Technik optimiert und alle in Bewegung gehabt und die Jungs haben auch ihren Spaß dran. Und wie TuB92 richtig sagt, man sieht sehr schnell wo es noch Schwächen gibt.

    Das dfbnet bietet ALLES was man braucht, vom Staffelleiter bis Vereinsverantwortlichen oder Schiedsrichter. Wenn ein Verband damit noch nicht arbeitet, dann befindet er sich leider noch in der Steinzeit.

    Sorry, Andre, aber das sehe ich ein wenig anders.
    Ein freier Spieler hinter einer Abwehrkette untergräbt das Konzept der Kette, den abseitsfreien Raum möglichst klein zu halten. Ein gut eingestelltes Stürmerpaar wird dieses Konzept sofort ausnutzen. Der Aufbau der Kette selbst zielt darauf ab, wie Chris sagt, sich gegenseitig abzusichern, sei es durch Dreiecksbildung oder eine sichelförmige Anordnung. Stellt man da wieder einen dahinter als zusätzliche Absicherung, bekämpft man die Ursache für Gegentore mMn. mit falschen Mitteln. Man behebt dadurch nicht die möglicherweise vorhandenen Ausbildungsmängel im individual- oder gruppentaktischen Verhalten der Spieler einer Kette. Das macht ja gerade den guten IV aus, dass er zweikampf- und kopfballstark ist, pass-sicher im Spielaufbau und eine hohe Spielintelligenz besitzt, die es ihm erlaubt Spielsituationen richtig einzuschätzen und dementsprechend zu handeln. Damit man dahin kommt, müssen auch Fehler gemacht werden. Meist passieren die ja nicht mal im Abwehrbereich, sondern davor im Mittelfeld und alles was folgt ist nur ein Resultat des Fehlers im Mittelfeld. Unser Job ist es, diese Korrekturen vorzunehmen, aber nicht das Spielsystem dahingehend zu ändern, damit diese Mängel vertuscht werden.


    Habe mich da auch neulich mal wieder mit unserm D-Jugend Stützpunkttrainer unterhalten. Er erzählte mir, dass sie ne Vorgabe vom Verband hätten in der D-Jugend 3-4-3 zu spielen, um eben so viele wie mögliche 1:1-Situationen zu provozieren sowohl offensiv als auch defensiv. Außerdem besteht durch das gleiche System bei beiden Mannschaften nicht irgendwoe eine automatische Überzahl wie z.B. bei 2 Verteidigern + Libero und das hilft den Jungs ungemein.

    Zu deiner Einlassung bezüglich dritte Mannschaften / Kreisliga C: Gerade die sollte man auch ausbilden. Erfahrungsgemäß ist es nämlich so, dass die sozial gestrickten Jungs aus den zweiten und dritten Teams später mal die eigenen Kinder in den Fußballverein bringen und sich dann als Trainer engagieren, während die Superstars der 1. Mannschaft für sowas keine Zeit haben. Als auf Ausbildung fokussierte jetzige Trainer haben wir die Aufgabe, auch an künftige Generationen zu denken.

    Ganz wichtiges Argument, ist mir noch gar nicht so persönlich bewusst geworden. Aber wenn ich mich bei uns umsehe, dann trifft genau das zu und die Notwendigkeit ist da!

    Eben diese unterschiedliche Lerngeschwindigkeit und Auffassungsgabe der Kids macht es eben manchmal einfacher Prinzipien des BOS zu vermitteln oder eben nicht. Es gibt D-Jugend Stützpunktspieler, denen erklär ich einmal das Verhalten bei Ball am Flügel und einmal bei Ball im Zentrum, bei entgegenkommendem Angreifer und die können das sofort umsetzen und anwenden (Sichwort Sichel und Dreieck). Die stellen sich intuitiv schon besser auf und da gehts dann um Detailarbeit. Was passiert wenn der Gegner hinterläuft, oder in die Nahtstellen einer Kette kreuzt? Ob das jetzt 3 oder 4 sind, ist völlig unerheblich. Das Verhalten ist ja das Gleiche. Und selbst da finden die Jungs oft intuitiv Lösungen, wo seltener Korrekturen notwendig sind.
    Es gibt aber auch den C-Jugendspieler, der mir dann immer noch von außen durch die Mitte kreuzt und den Angreifer anläuft, obwohl er nicht der ballnahe Spieler ist oder bei Ballbesitz am anderen Flügel mit seinem Stürmer über den halben Platz läuft anstatt ihn zu übergeben.
    Wenn du halt 10-12 Spieler hast, die eben das 1:1 beherrschen, eine gute Spielintelligenz besitzen und ein Spiel antizipieren zu können, dann ist die Einführung in die Kette schnell gemacht.
    Also Lerngeschwindigkeit ist ein ganz wichtiger Faktor. Wenn die Jungs so ein System erlernen wollen und heiß drauf sind ein System zu spielen, dass die Profis auch spielen, dann ist der Libero völlig out-of-date.


    Ob mit oder ohne Libero mehr Erfolg möglich ist, kann ich nicht sagen. Ich bin letztes Jahr mit einer C-Jugend aufgestiegen, bei der ich in der Winterpause die 4er-Kette eingeführt habe. Wir haben danach sehr wenig Gegentore bekommen, zwar insgesamt etwas defensiver gespielt, aber vorne eben die entscheidenden Tore gemacht. Ich habe diese Jahr gleich zu Beginn in der höheren Klasse die Kette eingeführt, allerdings ist die auch jetzt nach einem dreiviertel Jahr noch nicht auf dem Niveau der Kette des Vorjahres nach 3 Monaten, natürlich auch weil die Gegner ein Stückweit schwieriger sind, aber auch weil das Spielermaterial letztes Jahr etwas besser war.
    Das Argument: "Ich habe nicht die Leute für die Kette" lasse ich aber nicht gelten. Sie ist einführbar, der Aufwand ist zwar unterschiedlich, aber mMn immer machbar. Beim einen dauerts halt länger, aber man brauch keinen überdurchschnittlichen IQ um so ein Spielsystem zu erlernen. Ein wichtiger Faktor, wie ich festgestellt habe, ist ob im F- und E-Jugend-Bereich schon ballorientiert gespielt wurde. Wenn da den Jungs eingebläut wird den Gegner hinterherzurennen und nur dazwischen zu gehen, wenn die zum Ball gehen, dann dauert es wesentlich länger das wieder abzugewöhnen.

    Das war weder als Patentrezept gemeint noch als direkten nächsten Schritt, sondern als eine von vielen Möglichkeiten das Ganze auch im Training aufzugreifen. Natürlich müssen da erstmal 4- und 6-Augengespräche geführt werden und dabei kann auch herauskommen, das es womöglich nichts wird mit den beiden und ne andere Lösung gefunden werden muss. Die Frage ist auch geht die Abneigung von beiden aus oder nur von einem? Ich hatte mit solchen Spielen schon kleinere Erfolge. Zwar sind manche danach mit Sicherheit nicht die besten Kumpels, aber sie haben begriffen, dass es in erster Linie ums Team geht und es auch dazugehört die eigenen Egoismen mal hintenanzustellen und auch mit jemandem auszukommen, dessen Nase einem mal grade nicht so passt, man aber auf ihn gerade mal angewiesen ist.

    Wie Andre sagt: Versuch die Gründe zu ergründen.
    Ein Tip fürs Training: Vertrauensspiele einbauen und "ganz züfällig" die beiden zusammenstecken. Eine Übung ist z.B. das blinde Dribbling, in dem ein Spieler mit geschlossenen Augen in einem Feld mit anderen "Blinden" dribbelt und von seinem Partner geführt wird. Ein anderes typisches Vertrauensspiel ist das "Fallen lassen", bei dem ein Spieler sich unter maximaler Körperspannung nach hinten lehnt/fallen lässt und von seinem Partner rechtzeitig aufgefangen wird.

    4er-Kette, 3er-Kette, ...
    Es geht doch darum, dass ballorientiert gespielt wird. Bei einem echten Libero ist das eben nicht der Fall. Da hat jeder der beiden Verteidiger seinen Stürmer und folgt ihm auf Schritt und Tritt und das ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Wenn da mal zwei schnelle und intelligente Stürmer kommen, die ständig kreuzen und Löcher reißen, ist diese Art der Verteidigung auch überholt. Das ist sie so oder so, wenn der Libero 20m dahinter steht und den abseitsfreien Raum unnötig vergrößert.
    Ein Libero aber, der auf Höhe der anderen beiden Verteidiger agiert, sich genau wie diese ins Offensivspiel einschaltet, sich bei Ballverlust entsprechend verschiebt und auch einen Stürmer übernimmt, wenn er sich in seinem Deckungsraum befindet, ist für mich kein Libero, sondern der zentrale Verteidiger in einer 3er-Kette.


    Wichtig ist doch, dass die Jungs das Spiel beobachten, die Position ihrer Mit- und Gegenspieler, sich dementsprechend verhalten und auch miteinander kommunizieren. Ob da jetzt 3 oder 4 hinten drin stehen, ist da nicht der springende Punkt. Denn das BOS funktioniert eh nur, wenn die gesamte Mannschaft danach handelt und nicht nur die letzten 3 oder 4.
    Ich trainiere auch in einem sogenannten Dorfverein, in dem jetzt C- und B- Jugend mit 4er Kette spielen, nächstes Jahr vielleicht auch die A-Jugend und der neue Trainer der 1. Senioren, ist dem wohl auch nicht abgeneigt. Nur haben sich alle seine Vorgänger bisher nicht getraut in einer ersten Mannschaft das System umzustellen, auch aus gutem Grund. Denn im Seniorenbereich geht es um Leistung und Erfolge und nicht um Ausbildung. Wenn jetzt demnächst aber nur Jahrgänge hochkommen, die das System seit der C-Jugend erlernt und angewendet haben, wird auch diese Angst irgendwann schwinden.

    A-Jugend Niedersachsenliga trainiert mit Sicherheit 3x die Woche 2h.
    Wenn du noch ein separates TW-Training einplanst kommen da schnell noch 1-1,5h mit drauf.
    Und dann natürlich noch das Spiel am Samstag inkl. Anreise.
    Also da kommt schon ein bissel was zusammen.


    Vom Arbeitsaufwand gehe ich beim A-Jugendtraining davon aus, dass der Chef-Trainer sein Training plant und dir dann entsprechende Anweisung geben wird, d.h. da wirst du wohl eher weniger vorbereiten müssen.
    Wenn du dein eigenes TW-Training machst, solltest du das auch auf jeden Fall vorbereiten. Ich bin zwar selbst kein ausgebildeter TW aber helfe auch meinem TW-Trainer hin- und wieder beim TW-Training. Die Planung eines solchen Trainings, nimmt genauso viel Zeit in Anspruch wie die Planung eines Trainings für Feldspieler. Auch da sollten die Übungen einen Bezug zueinander und zu einem gewissen Schwerpunkt haben. Wenn du dir die Spiele deiner Schnapper hin- und wieder anschaust, wirst du Stärken und Schwächen besser kennen und bist nicht alleine auf die Aussage der Schnapper/Trainer angewiesen, sondern kannst selbst gezielter drauf eingehen.

    Die Jungs einer E-Jugend dürfen ruhig hinterlaufen. Wenn sie das im Rahmen von Anbieten und Freilaufen selbstständig hinbekommen, ist das doch schön.
    Aber das gezielt und systematisch in einer E-Jugend trainieren würde ich noch nicht, außer du hast nen Knaller-Jahrgang, die vom fußballerischen Können schon in der D-Jugend mithalten könne. Oder trainierst du dann auch systematisch das Kreuzen, das Spiel über den dirtten Mann oder das Freiziehen von Räumen bei einer E-Jugend?

    Jop das Argument mit dem Spielerpotential hab ich auch schon öfters hören müssen nicht zuletzt auch bei unserer A-Jugend. Meine C-Jugend spielt sie, die B-Jugend spielt sie, die A-Jugend auf Grund des "Spielerpotentials" nicht.
    Es ist nicht unbedingt Erfolgsgeilheit der Trainer, sondern oft auch Unsicherheit mit diesem mannschaftstaktischen Konzept. Da müsste man sich mit dem Thema ja intensiv auseinander gesetzt haben um es vermitteln zu können, da setzt mancher lieber auf Bewährtes.

    Zitat

    nächstes jahr möchte der d-jugend trainier bei uns mit vierreckette spielen. aber nicht so viel mit tacktik arbeiten, sondern die spieler sich einfach daran gewöhnen lassen zu 4 zu spielen.

    Dieses "gewöhnen lassen" hört sich für mich nicht wirklich nach nem guten Heranführen zur 4er Kette hin. Das hab ich schon miterleben müssen. Es geht eben nicht darum mit 4 Jungs auf einer Linie zu stehen. Ein Teil meines jüngeren Jahrgangs hat in der D-Jugend auch mal so etwas wie ne 4er Kette gespielt, aber mehr als auf einer Linie rumstehen war das eben nicht. Als ich dann anfing, das dann im Rahmen der C-Jugend mal zu erklären wie denn eigentlich der AV einrückt, wie die Kette beim Spielaufbau steht etc. gabs nur große Augen.
    Eine D-Jugend wird bei mir daher nie 4er-Kette spielen. Die sollen das 1:1 beherrschen. Da geht mir jetzt in der C-Jugend Training noch ständig der Hut hoch, wenn der Gegenspieler mal wieder breitbeinig frontal angelaufen wurde. Man kann den Jungs nicht alles in der D-Jugend beibringen wofür in, B- und C-Jugend noch genug Zeit ist. Da wird eher unnötig Zeit mit solchen Themen verschwendet.

    Ich hätte in der C-Jugend auch gerne ein unbeschränktes Wechselkontingent. Oft erschwerend, aber leider regelkonform, kommt hinzu, dass ich meine 4 Ersatzspieler, die ich dann zwar beliebig ein- und auswechseln kann, vorher in den Spielbericht eintragen muss. Bei einem etwas größeren Kader, isb. bei Heimspielen im Frühling/Sommer hab ich auch mal 17-18 Jungs da, sich da dann vorm Spiel festzulegen ist ne Qual und wenn man dann situationsbezogen wechseln möchte und der Spieler dann ausgerechnet nicht eingetragen ist, dann fragt man sich was die Regel eigentlich soll.


    Entsteht irgendwem ein Nachteil, wenn ich unbeschränkt wechseln dürfte?

    Also ich liege mit meiner C-Jugend bei 78%. Kein überragender Wert aber bei einem Kader von 19 Mann, hab ich immer eine sehr gute Größe (diese Saison nicht weniger als 10 Leute) und bin eigentlich damit zufrieden.
    Um die 90% im KiFu? Top-Wert, da brauch man sich eigentlich nicht den Kopf drüber zerbrechen und ob jetzt 88,13% oder 91,59% ist ziemlich egal ;)

    Im Aufwärmbereich bietet sich das 10x10m Quadrat an, da kann man vielfältige Übungen fürs Dribbling machen.
    Im Hauptteil würde ich eine motivierende Übungsform mit Wettspielcharakter nehmen z.B. zwei Teams bilden, jeweils ein Spieler dribbelt im Zickzack oder Slalom auf eine gedachte Linie zu (durch Hütchen entsprechend einen Parcour für beide). Wer die Linie zuerst erreicht, darf aufs Tor abschließen (1 Punkt, bei Torerfolg 2 Punkte).
    Als Spielform mit viel Dribbelcharakter eignet sich ein Feld mit 4 Toren im Feld (2 auf jeder Seite). Punkte können nur durch überdribbeln eines der 4 Tore erzielt. werden. Nach jedem Tore muss ein anderes aufgesucht werden. Eine Mannschaft erzielt Punkte, die andere verteidigt (nach 5min Aufgabenwechsel). Wenn die Jungs zu viel Passen, dann eine Mindestanzahl von Ballkontakten festlegen.

    Sehe ich genauso wie Andre, habe ne C-Jugend, die ja vom Alter her generell in einer eher schwierigen Phase sind. Da sind Erfahrung, soziale Kompetenz, Erziehung und Psychologie wichtiger, als die fußballerischen Fähigkeiten des Trainers. Denn nur wenn auf der Ebene, einigermaßen alles glatt läuft, kann man mit fußballerischen Inhalten arbeiten und das ist bei mir z.B. ganz aktuell eher weniger der Fall. Da ist man mehr mit den Jungs und ihren Problemen unter- und miteinander beschäftigt, als mit dem Gedanken, ob das Kopfball- oder das Flügelspiel im nächsten Training Schwerpunkt ist.

    Danke für den tollen Erfahrungsbericht. Er zeigt, dass es ohne Schiedsrichter und Eltern wunderbar funktioniert und sogar vermeintliche Fehlentscheidungen durch die Ehrlichkeit der Spieler selbst korrigiert wird siehe das Beispiel mit der Ecke. Das ist Fairplay! Mich würde nur interessieren, ob die Trainer überhaupt mal ins Spiel eingegriffen haben als spielleitende Stelle?

    Ob ihm das jetzt wirklich hilft wage ich zu bezweifeln.
    Du brauchst auf jeden Fall einen Co-Trainer, mit dem du dich gut verstehst und gut absprechen kannst.
    Ich persönlich könnte das nicht, weil ich die Jungs gerne in möglichst jedem Training sehen möchte und das nicht nur in 50% aller Trainings.