Beiträge von dido

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    Also etwas überspitzt formuliert hört es sich hier ja teilweise fast so an, als ob jeder Trainer, der am Rand steht und nicht sitzt zu viel rumbölkt.


    Ich stehe immer am Rand und das wird sich auch nicht ändern. Trotzdem würde ich mich eher als ruhig charakterisieren. Dass ich Spieler oder Schiri im falschen Tonfall angehe, wird mir nicht passieren.

    Hannover, bei deinem Beitrag stellen sich mir 2 Fragen:


    1: Bedenkst du bei deinen Tests, dass ein Spieler auch mal nen schlechten Tag haben kann? Vielleicht die Wche vorher krank / verletzt war, oder in der Schule bereits 2 Sportstunden gehabt hat?


    2: Wie kommst du auf den Gedanken, dass Kondition nur in der Vorbereitung trainiert werden sollte?

    Wenn ich das Eingangszitat von Gambler lese, kann ich nur den Kopf schütteln. Auf einem solchen Niveau ist das absolut Fehl am Platz (welche Jugend würde mich dabei noch interessieren). Der Trainer wird über kurz oder lang große Probleme bekommen.


    Was kann man von seinen Spielern erwarten und was eben nicht?


    Ich denke, man muss hier natürlich ein bisschen unterscheiden, es kommt auch darauf an, um welche Jugend es sich handelt und wie hoch man spielt. Je höher/älter, desto mehr kann ich auch erwarten. Wenn ein E-Junior mal nicht zum Training kommt, weil er auf einen Geburtstag möchte, dann sollte man ihn dahin gehen lassen. Es ist aber meiner Meinung nach wichtig, dass man als Trainer dann konsequent handelt. Sprich: Wer häufiger mal nicht beim Training ist, der spielt auch weniger als diejenigen, die immer da sind. Irgendeiner meiner Vorredner schrieb, dass man die Jungs und Eltern auch ein bisschen erziehen muss. Da stimme ich absolut zu! Eben in der Hinsicht, dass es sich um eine Mannschaftssportart handelt, in der viele spielen wollen, aber nicht alle können. Also werden die belohnt, die sich am meisten anstrengen.


    Ich glaube schon, dass man durch eine gewisse Konsequenz dann auch verhindern kann, dass man später im B oder A Bereich dann - wie es hier formuliert wurde - Lullitruppen hat, wo jeder macht was er will. Ich trainiere jetzt einige Zeit in diesem Bereich und habe schon Mannschaften gesehen, da fällt mir gar nichts mehr zu ein. Da hat der Trainer dann aber meistens auch gar nicht gehandelt und sich mit angeguckt, wie seine Spieler sich ein Ding nach dem anderen gefangen haben und sich darüber auch noch kaputtgelacht haben. Am Ende stehts dann 9:0 und keinem hat es Spaß gemacht, nichtmal uns...


    Wir spielen selber nicht besonders hoch, ich denke, dass ich schon recht hohe Erwartungen habe. Und auch ich ärgere mich häufig, wenn mal einer mit ner Lachseinstellung dabei ist oder wenn ich merke, dass einer am Vortag des Spiels bis in die Puppen gesoffen hat. Ich kann es aber eh nicht ändern, v.a. nicht, wenn ich es ihnen aufdiktiere, wie sie sich verhalten sollen.


    Ich versuche aber immer wieder daran zu erinnern, dass Fußball Mannschaftssport ist und dass jeder eine Verantwortung für die ganze Truppe hat. Wenn er das nicht will, kann er zum Tennis gehen, da ist jeder für sich selbst verantwortlich. Trotzdem sind alle gerne dabei, weil alle, wenn sie da sind auch gewinnen wollen und das beste aus sich herausholen wollen. Man darf nur nicht vergessen, dass es für viele halt nicht so eine große Bedeutung hat, wie für einen selbst. Ich gebe zu, dass fällt mir nicht immer leicht. Aber spätestens wenn nach dem nächsten guten Spiel unter der Dusche wieder unser Lied angestimmt wird, weiß man, wofür man es macht ;)

    Pfui, wisst ihr eigentlich, was für eine schlechte Übersicht man auf einem Stuhl sitzend hat? ;) Ich stehe immer, man kann sich auch so beherrschen :)

    Also, dass diese Tests im unteren Jugendbereich nichts zu suchen haben, steht für mich außer Frage.


    Gut, Andre, dass du es nochmal erwähnst. Für mich ist es so abwegig, dass ich es als selbstverständlich erachte. Aber vermutlich tun das (noch) nicht alle. Aber aus Chris´ Beiträgen geht doch ähnliches hervor.

    Habe da schonmal in nem anderen Thread was zu geschrieben, weiß nicht mehr wo...


    Sonst wurde auch bei unseren Kleinen immer auf Handballtore gespielt, man hat das jetzt geändert.


    Die E-Jugend (F bin ich mir gerade nicht sicher...) spielt jetzt in der Halle auf Großtore, man möchte, dass mehr Tore fallen.


    In der Tat gingen sehr viele Spiele auf die Handballtore mit Ergebnissen wie 0:0 oder 1:0 aus.


    Mehr Tore ist schön und gut, aber wird dadurch nicht auch das Gebolze gefördert. Ich bin mir sicher, es wird Trainer geben, die wittern die Chance, ihre "kräftigen" Jungens alle Freistöße aus jeder Position aufs Tor zu bringen...

    Äußerst interessant die Diskussion, in die wir hier abschweifen.


    Auch wenn man mit Wikipedia vorsichtig sein sollte, kann man die Definitionen sicherlich grob akzeptieren.


    Demnach würde ich meine "Arbeit" irgendwo zwischen Breiten- und Leistungssport einordnen.


    Ja, wir wollen mit der A-Jugend in jedem Spiel die bestmögliche Leistung abrufen.


    Aber nein, ich will es nicht um jeden Preis. Die Entwicklung geht mir immer noch vor dem Ergebnis.



    Was die Tests angeht: Für den Fußball würde ich niemals den Cooper-Test nehmen, den Shuttle-Run dagegen schon eher.


    Allerdings nur im A-+B- Jugendbereich.


    Ich glaube, Andre, in diesen Bereichen hast du noch nicht trainiert, oder?


    Vielleicht würdest du ja anders denken, wenn du schon mehrere Saisons in diesem Bereich trainiert hättest.


    Die Fitness hat einen anderen Stellenwert als im Kinderfußball.


    Und wie Chris es beschrieb, kann dieser Test zur Messung der aktuellen Leistungsfähigkeit dienen, außerdem beansprucht er wirklich kaum Zeit und wenig Organisation.

    Woher sie dann die Schiris hernehmen würden?


    Kann ich dir sagen: Genau daher, wo sie in der Schule auch die Handball-, Basketball- oder Hockeytrainer hernehmen:


    Das müssen die Lehrer selber machen und wenn sie die Regeln nicht kennen, müssten sie sich diese aneignen ;)

    Man muss hier aus meiner Sicht ganz klar von Verein zu Verein differenzieren. Ich würde es absolut begrüßen, gäbe es in meinem Verein so eine "Philosophie", nach der die Jugendarbeit ausgerichtet ist.


    Wir haben aber wie viele Breitensportvereine akkuten Trainermangel, viele Väter die aushelfen etc. Viele machen ihre Arbeit engagiert und für ihre Verhältnisse gut, bei anderen frage ich mich, warum sie überhaupt noch ihre Zeit opfern, hat man doch eher das Gefühl, sie hätten eigentlich gar keinen Bock dazu. Niemand bekommt dafür auch nur einen Cent.


    Würde man ihnen jetzt eine Philosophie vor die Nase setzen, bin ich der festen Überzeugung, dass sich einige damit gar nicht beschäftigen würden und weiter ihr Süppchen kochen, andere würden vielleicht sogar hinschmeißen und wir hätten große Mühe Ersatz zu finden.


    Ohne mich in irgendeiner Weise überhöhen zu wollen, es gibt eigentlich in unserem Verein außer mir kaum einen Jugendtrainer, der über Kenntnisse modernen Jugendtrainings verfügt. Das war bei mir anfangs nicht anders, aber ich habe mich mehr und mehr mit dem Thema beschäftigt, an Lehrgängen teilgenommen etc. Dieses Engagement kann ich von berufstätigen Familienvätern aber nicht erwarten, es wäre zwar schön, aber nun...


    Auch unser Verantwortlicher für die Jugendfußball-Abteilung hat wenig Einblicke, dazu ist er beruflich sehr viel unterwegs. Nun habe ich mir schon häufiger überlegt, dass ich eigentlich Verantwortung übernehmen müsste und den Karren hier mal auf den richtigen Weg bringen müsste. Aber wenn ich mich mit den Kollegen mal als Beispiel über Viererkette unterhalte, kriege ich die Antwort "Abseits, Schiri, Spielermateriel,..." ihr kennt das. Trainerlehrgänge haben die meisten zwar Interesse dran, wenn sie dann aber hören, dass sie mal mehrere Wochen am Stück samstagsmorgens um 9Uhr ran müssen, vergeht ihnen der Spaß. Ne Woche Sportschule klappt natürlich berufsbedingt nicht.


    Kurz gesagt: da vergeht mir manchmal die Lust und ich koche weiter mein eigenes Süppchen, wie alle anderen auch. Und das finde ich leider schade...

    In den Abschnitten 2 und 3 erzählt Rangnick nichts Neues. Es geht hier um eine "Heranführung an Taktik und Systeme" - wie er sagt.
    Damit ist nichts Anderes gemeint, als das, was etwa Chris beschrieben hat.
    Das ist im Endeffekt doch genau das, was der DFB in seiner Ausbildungskonzeption vermittelt. Das Problem ist nur, dass es nicht alle an der Basis erreicht.


    Der erste Absatz in Rangnicks Statement hat mich allerdings doch stutzig gemacht. E-Jugend und zweimal am Tag Training und dann auch noch Standardsituationen???
    Da bin ich definitiv anderer Meinung, aber ich glaube, das würde er heute auch anders machen.

    Muss dazu sagen, dass ich den Test zur Ermittlung der maximalen Pulsfrequenz gemacht habe. Selbstverständlich ist es mit Signalen von CD genauer etc. Das bestreite ich ja gar nicht ;) Wenn du sogar ne mp3-Datei hast, umso besser.


    Aber zur Not ginge es halt auch so, schließlich muss man "nur" zum Zeitpunkt des Signals am Hütchen sein. Und ob jmd davon drei Meter entfernt ist oder nicht und ausscheiden muss, wird auch entschieden, ohne genau nachzumessen, von daher kann ein abweichen von wenigen Zehntelsekunden nicht wirklich tragisch sein...

    Schon sehr merkwürdig...
    Unser erstes Pflichtspiel steigt Mitte März und wir spielen dann bis Mitte Juni. Auch höherklassige Mannschaften fangen maximal drei Wochen früher an und das ist auch gut so...

    Natürlich wäre es mit so einer CD einfacher, aber man braucht sie nicht. Habe den Test vor einiger Zeit selbst gemacht, und zwar ohne CD ;)


    Wenn du in der bestimmten Zeit von einer Linie zur anderen läufst, hast du automatisch die richtige Geschwindigkeit.

    Wenn du den einen oder anderen Helfer hast, kannst du die Signale auch selber per Reinrufen oder sonstwie geben. Dafür braucht man nicht unbedingt so eine CD (kann zu so einer CD allerdings nichts sagen).


    Ah, Andre. Nicht wieder die Endlosdiskussion (kleiner Spaß ;) )


    Ansonsten ist es doch wie in anderen Bereichen auch:
    Sind Mutter oder Vater Musiker, spielt das Kind wahrscheinlich auch bald ein Instrument. Und zwar wahrscheinlich besser als viele andere.
    So ist es auch beim Fußball. Und ich finde es nicht schlimm, zumindest nicht, solange man es als Elternteil nicht übertreibt und das Kind Spaß daran hat (und nicht nur die Eltern glauben, dass das der Fall ist).

    Natürlich, wenn die Kette alles richtig erkennt, richtig handelt und schnell genug ist, wird nichts passieren, das ist schon klar ;) Leider gibt es immer auch einen Gegner, der manchmal auch gute Leute hat ;)


    Aber es ist doch klar: Je weiter man aufrückt, desto größer die Gefahr eines Konters. In oberen Altersklassen würde ich es daher evtl. auch etwas abhängig machen von Spielstand, Spielstärke, Gegner etc.


    In so einer Situation, wo viele Gegner nah an der Mittellinie sind und sich schnell in einen Angriff mit einbringen können würde ich daher dazu tendieren, etwas tiefer zu stehen, langsam zurückzuweichen und dem Mittelfeld die Chance geben sich mit nach hinten zu orientieren.

    Ich glaube, dass das in dem Alter normal ist. Wir hatten dieses Thema hier auch schon öfters. Deshalb kann man wohl nur vorschlagen, Geduld zu haben. Wie es sich für mich anhört, gehst du gut mit den Kids um und machst ordentliches Training. Sprich immer wieder an, dass sie sich auch gegen fremde Kinder reinhängen dürfen.
    Der Rest wird irgendwann kommen, bei dem einen mehr, beim anderen weniger...

    Ich finde zuerst einmal, dass dein Kollege allerhöchsten Respekt verdient, dass er sich üerhaupt für so eine Aufgabe zur Verfügung stellt. Trainer mit so einer Vorgeschichte findet man doch nun wirklich nicht gerade oft. Und ich bin mir sicher, dass er dabei eine ganze Menge lernen wird und/oder schon gelernt hat.


    Fakt scheint sicherlich zu sein, dass er nicht so trainiert, wie es wahrscheinlich für die Jungs das beste wäre. Aber ich denke, dass er das nicht absichtlich macht, sondern weil er es nicht besser weiß.


    Also muss ihm geholfen werden. Andre hat da einige gute Vorschläge gemacht. Vielleicht wäre es gut, wenn man ihm jemanden zur Seite stellen könnte. Ansonsten wäre es klasse, wenn er mal an einer Trainerfortbildung o.ä. teilnehmen könnte.