Er muss den Kindern nicht das Fußballspielen beibringen. Er muss sie lernen sich zu bewegen. Er muss mit ihnen spielen, egal was, Hauptsache sie strengen sich an und haben Spaß am "Wettkampf". Wenn ein Kindertrainer den Kindern auch noch beibringen kann, wie man mit dem Ball umgeht, ist es ein "Superkindertrainer".
Ich habe das schon häufiger geschrieben, hier kommen immer wieder Mails rein von Trainer-Neulingen. Sie fragen nach Technik, Taktik und welche Übungen geeignet sind. Die Antwort ist immer: Wenn du verstanden hast, dass du erstmal kein Fußballtrainer bist, dann bist du auf dem richtigen Weg ... und dann folgt die Erklärung, die so ähnlich aussieht wie deine. Vielen fällt wirklich ein Stein vom Herzen, dass sie sich nicht in der Kürze der Zeit fußballspezifisch umfangreich informieren müssen, die Anderen melden sich nicht mehr.
Hier ist der größte Fehler überhaupt, die meisten Newbies denken an Passen, Torschuss und Dribbling, dazu dann noch Taktik, insbesondere Spielsysteme und setzen sich so massiv unter Druck. Hinzu kommen dann noch die klugen Ratschläge aus dem Umfeld. Leider schadet dieser Irrtum den Kindern und wenn dann noch eine Niederlage die nächste jagd. dann beginnt schon das Ende des Kinderfußballs, dabei hat er noch gar nicht anfangen.
Ralf, du erinnerst dich: Wer sagt den Trainern der kleinen Stars, dass sie eigentlich keine Fußballtrainer sind? Zwischenzeitlich viele, aber es sind noch nicht genug.
Ich finde es wäre eine gute Idee, dass jeder Trainer der eine Kindermannschaft übernimmt eine ein- zweistündige Einweisung in die Materie absolvieren muss. Nicht mehr, sonst ist vielleicht der Aufwand schon zu groß. Dann erhält er einen "Kindertrainer-Führerschein" und die Verpflichtung sich an den kindgerechten Sport zu halten.So hätte jeder wenigstens mal was davon gehört....

