Mir geht es einmal um die Relativierung und zum anderen um zuviel Verallgemeinerung.
Unterschreibt jeder
, darum geht es mir auch.
Jeden Monat werden im Rheinland Spieler oder auch Trainer mit einem Fair-Play-Preis geehrt.
Schon mal was darüber gelesen?
Na klar, aber dies ist genau wie bei den Roten Karten "... Erstens fehlt da die Bezugsgrösse ...". Warum ist das jetzt wichtig, was willst du mir damit sagen?
Soll ich nun die eine Mannschaft als Sinnbild für den Fussball nehmen, oder mir die anderen 9 als Vorbild nehmen?
Wir sind doch einer Meinung, Fußball ist geil und der Trainerjob macht Spaß. Wir müssen uns aber um die eine Mannschaft kümmern, wo es nicht funktioniert. Was kann ich denn konkret aus den andern 9 Teams übernehmen?
Ist dir bekannt, dass der Bayerische Fussballverband eine Besonderheit hat, die anderweitig nicht so gegeben ist.?
Ja, auch das ist mir bekannt
. Es gibt überall verschiedene Kriterien, im Saarland, in Bayern, in Schleswig-Holstein, Berlin, deshalb dürfen wir nicht über einen Kamm scheren. Es scheint nicht überall die Sonne und Statistiken kann jeder für sich interpretieren. Warum wir das machen hatte ich schon beschrieben.
unsere Gesellschaft hat sich in bestimmten Bereichen verändert, und mach nun halt mal auch nicht vor dem Fussball halt.
Das stimmt, deshalb sollte man mit "früher" und "heute" immer vorsichtig sein.
Ich habe aufgefordert von postiven Spielen zu berichten, mit evtl. Begründungen, warum dies aus betreffender Sicht wohl gewesen
ist, und man da was übernehmen kann.
Ob du dazu aufgefordert hast, lasse ich mal so stehen, ist nicht wichtig. Ich kann nur sinngemäß lesen "alles nicht so schlimm" oder/und "früher war es besser". Die Aussagen sind legitim und diskussionsfähig, aber was soll ich davon übernehmen?
Geht jedoch eine Berichterstattung nur in eine Richtung, hat das für mich einen manipulativen Beisgeschmack.
Unterschriebt jeder
, sehe ich auch so und jeder in seinem Kontext. Ich könnte dir vorwerfen in "alles halb so schlimm" zu manipulieren, du mir in "alles furchtbar". Manipulation ist immer die Meinung des Anderen 
es ist nämlich nicht alles und überall schlecht. Es liesse sich garantier mehr über Positves berichten
als umgekehrt.
Stimme ich zu, auch über Positives zu berichten ist wichtig. Es ist aber auch wichtig, das Negative nicht zu vergessen. Du siehst die Entwicklung im Fußball positiv, ich auch. Viele Probleme die wir heute haben, gab es schon vor vielen Jahrzehnten und teilweise noch viel extremer als heute. Ich möcht die Zeit nicht zurück haben. Heute gibt es aber auch andere Probleme, die wir vor Jahren noch nicht hatten.
Was wollen wir dem Trainer in einem Brennpunkt-Bezirk denn sagen, wie kann er zum Beispiel mit Gewaltprävention umgehen? Wollen wir ihm sagen "Alles halb so schlimm" oder "früher war alles besser"? Wahrscheinlich hat er einfach nur Pech in der falschen Ecke als Trainer tätig zu sein und die Trainer die alles "halb so schlimm" finden haben das Glück, am richtigen Ort zu sein. Es gibt keinen Grund das Eine wie das Andere auszublenden. Die heile Welt des Fußballs gibt es so nicht und wer dort wo er ist zufrieden ist, der soll darüber froh sein.