Zum Thema:
das Kind wurde nicht am Arm gezogen, es wurde so angepackt, dass es einen Bluterguss davontrug. Deshalb kann ich einige Meinungen, die dies als ok empfinden nicht verstehen, denn das ist Körperverletzung.
Aus dem Internet - Zum Thema Respekt:
„Erwachsene versuchen oft, Kindern Respekt beizubringen, indem sie sie respektlos behandelt“
Viel zu lesen:
Hier ein Link zu einem Flyer der Aktion „Mehr Respekt vor Kindern“, gefördert von Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Neue Erziehung e.V.
http://www.bmfsfj.de/Redaktion…j,sprache=de,rwb=true.pdf
Ich fasse und interpretiere den Inhalt kurz und versuche dies auf die Möglichkeiten eines Kindertrainers zu reduzieren:
Vorweg:
§ 1631, Abs. 2 BGB
„Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“
Dies gilt in Deutschland seit dem Jahr 2000 und wurde eingeführt, nachdem in Schweden, wo bereits seit 1979 ein Züchtigungsverbot besteht, ein entsprechender Erfolg nachgewiesen werden konnte.
Provokation
Was würdest du machen, wenn dein Arbeitgeber dich am Arm packt und du einen Bluterguss davonträgst? Angenommen ihm sind die Sicherungen durchgebrannt, warum auch immer!
Regeln müssen sein, Kinder brauchen Grenzen
Kinder können Regeln nur dann umsetzen, wenn sie sie verstehen. Bedeutet, vor jeder Regel, die ein Erwachsener aufstellt, sollte er sich die Frage stellen: Warum? Regeln müssen altersgerecht sein und sollen im Laufe der Entwicklung angepasst werden. Regeln einzuführen, nur weil der Erwachsene es will, erreichen nicht ihr Ziel. Noch besser: stelle die Regeln gemeinsam mit den Kindern auf.
-Warum müssen die Fußballschuhe geputzt werden?
-Warum soll das Trikot in die Hose?
-Warum soll die Kabine beim Verlassen sauber sein?
-Warum gehört es sich nicht Andere anzuschreien?
-Warum spielet der "dicke Paule" weniger als seine Freunde?
Erst, wenn die Kinder und der Erwachsene den Sinn der Regeln verstehen, werden sie sie nicht nur anwenden können, sie werden sie umsetzen. Also muss der Trainer diese Regeln erklären.
Zitat: „Wer Weizen ernten will, muss Weizen sähen“
Außerdem muss der Trainer diese Regeln vorleben, sonst werden sie von Kindern nicht mehr akzeptiert. Schiedsrichterbeleidigungen, das Anschreien von Kindern und viele andere Regeln werden aufgeweicht, weil die Kinder sehen: so verschafft man sich also Respekt, man bricht die Regeln, wenn es gerade passt.
Ich höre jetzt besser auf, aber zwei Zitate möchte ich dann doch noch loswerden:
© Copyright Pam Leo, USA
„ Wir konfrontieren unsere Freunde nicht mit: „Was sagt man?“ oder „Wie heißt das Zauberwort?“, aber unsere Kinder bekommen es die ganze Zeit zu hören. Wenn wir von Kindern erwarten, dass sie immer „Bitte“ und „Danke“ sagen, dann müssen wir es auch immer zu ihnen und zueinander sagen, ansonsten leben wir ihnen vor, dass man es manchmal sagt und manchmal nicht. Kinder ahmen nach, was wir tun. Wenn wir erwarten, dass Kinder gute Manieren haben, dass sie teilen, sich entschuldigen, ehrlich, freundlich und voller Respekt und Liebe sind, müssen wir ihnen dies vorleben, damit sie ein Vorbild haben, das sie nachahmen können.“
und
das Thema hatten wir schon
:
„Warum meinen Erwachsene den Kinder bei ihrer „Arbeit“ dem Spielen sagen zu müssen, wie sie spielen sollen. Die Kinder können das alleine viel besser und die Erwachsenen machen das kindliche Spiel nur kaputt“