wir sind zum Sommer mit unserer C-Jugend in die Verbandsliga aufgestiegen. Der Verein hat dieses zwar befürwortet, hat aber nie richtig hinter diem Aufstieg gestanden, da es sich um einen kleinen Verein handelt, dessen erste Mannschaft nur Kreisklasse A spielt.
Der Trainer der den Aufstieg geschafft hat ist in die B-Jugend hoch gegegangen und macht da weiter gute Arbeit. Der Vorstand hat uns einen jungen Mann gesucht, der gerade mit dem Fussball aufgehört hat, aber keinerlei Trainererfahrungen hat.
Jetzt nach drei Monaten kommen die Probleme, da in der Vergangenheit auch Fehler gemacht wurden. Die Gegner sind in der Liga sehr stark, so dass nur noch Niederlagen mit vielen Toren hagelt. Anstatt die Spieler aufzubauen brüllt der Trainer in der Halbzeitpause nur rum, in einem anderen Spiel hadert er 70 Minuten nur mit dem Schiedsrichter anstatt Anweisungen zu geben. Es werden auch taktische Fehler im Spiel gemacht. Da es bei der Viererkette zuviele Gegentore gab wird auf 5er? Kette in der Abwehr umgestellt.Beim Training gibt es keine Einzelkritik, sondern nur Massenschelte. Anstatt die Spieler aufzubauen wird ein Spielergesuch nach neuen Spielern auf die Homepage gestellt, so dass die bestehenden Spieler keinerlei Selbstvertrauen mehr haben. Es bringt kein Spieler nur annähernd Normalform. Aus dem Umwelt des Vereins kommen nur so Kommentare, wie Söldnertruppe oder Legonäre da die meisten Spieler nicht aus dem Dorf kommen.
Zum Problem: ich bin Betreuer der Mannschaft, Dh. ich mache Organisation, Trikots, Pässe, Fahrdienst und Fotos, aber kein Training. Ich habe auch nicht die Fähigkeiten dieses Niveau zu trainieren. Mein eigener Sohn spielt auch in dieser Truppe. Ich fühle mich aber auch in der Verantwortung, zumal ich geholfen habe die Truppe aufzubauen.
Was würdet Ihr machen:
1. Mit dem Trainer sprechen und Ihn auf die Fehler aufmerksam machen. Aber er ist sehr von sich überzeugt und sieht in erster Linie die Fehler am mangelnden Spielermaterial.
2. Mit dem Vorstand sprechen, denen ist aber die Entwicklung relativ egal
3. Sich mit den Eltern zusammensetzen und Lösungen suchen
4. den Sohn packen und den Verein wechseln, zumal Angebote vorliegen (Aber die Mitspieler sind wirklich in Ordnung und es wäre die letzte Möglichkeit.)
5. Alles so weiterlaufen lassen.
Beziehung-Betreuer-Trainer-Mannschaft-Eltern
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Hallo, scheiß Situation, hier einen guten Rat zu geben fällt schwer.
Bei dem Versuch, sich da einzudenken kommen mir so einige Gedanken.
Zunächst stelle ich fest, dass der Verein nicht dahinter steht. Ist das wirklich so? Schließlich hat der Verein doch a gesagt und wo bleibt dann das b?
Ich gehe davon aus, dass dem so ist, den geht wahrscheinlich die Düse, weil die nun kalte Füße bekommen oder die Sache zu teuer wird oder man mit der gesamten Situation gar nicht klar kommt. Allein die Tatsache, dass ein so junger Trainer die Mannschaft übernahm, finde ich völlig schwach. Ich kenne es nur so, dass der alte Trainer weitermacht, oder ein erfahrener Trainer angeheuert und bezahlt wird und dieser Trainer bereits entsprechende Erfahrungen in diesen Höhen gesammelt hat. Das muß ja nicht die C Jugend gewesen sein.
Du schreibst, dass Du die Mannschaft nicht übernehmen kannst, da Dir das Wissen und die Erfahrung fehlt. Finde ich gut, sich selbst kritisch zu sehen.
Der Verein steht nicht dahinter und Du kannst nicht und der alte Trainer auch nicht. Wo sind da die Alternativen.
Das was bleibt ist, sich den Trainer zu schnappen, davon auszugehen, dass das Gespräch heftig und mit ungewissem Ausgang enden kann. Du kennst den Trainer am besten und kannst einschätzen, ob er so ist wie er ist oder ob er in der Lage ist, sich menschlich zu ändern. Ich denke, das sein persönliches Ziel viel zu hoch gesteckt ist. Von daher kann er nur unzufrieden sein!
Wenn er sich aus deiner Sicht nicht ändern kann, dann brauchst Du auch nicht mit ihm reden. Dann bleiben dir zwei Dinge,
a)das Jahr vollenden und die Augen verschließen
b)zu gehen, eventuell mit Sohn
oder C)anzubieten, das Jahr als Trainer zu absolvieren. Schließlich hast Du nichts zu verlieren, oder? Wenn Dir der Verein am Herzen liegt und die Jungs auch, dann würde ich es in Erwägung ziehen. Das was du fußballerisch noch nicht auf der Pfanne hast, kann ja noch kommen und was du menschlich einbringst, kompensiert das auf der anderen Seite fehlende. Der alte Trainer könnte da doch Tipps geben.
Wie es jedoch auf sauberem Wege zu einem Trainerwechsel kommen sollte, kann ich mir auch nicht so richtig vorstellen -so mitten im Jahr-. Ich denke das müßte von den Jungs kommen. Die jetzt aufzustacheln wäre mit Sicherheit der falsche Weg.
Da schließt sich dann der Kreis. Wenn C nicht möglich ist, bleibt nur .......viel Glück, Gruß Andre -
der alte Trainer hat ja seine Mithilfe angeboten. Der junge ist aber so von sich überzeugt, dass er abgelehnt hat. Der Verein ist nur bereit kleines Geld zu bezahlen. Für einen qualifizierter Trainer ist kein Geld da. Ich habe auch schon überlegt bei den Eltern zu sammeln, aber da hört die Bereitschaft bei den Meisten auf (denke ich) . Vielleicht spende ich dem Verein den Betrag bis zur Sommerpause, damit man sieht ob es was bringt.
Unsere Gegner sind teilweise die Jugendmannschaften von Regionalligateams, da arbeiten semiprofessionelle Trainer, das bekommen wir jede Woche eindrucksvoll zu spüren. Ich hänge an dem Verein und habe viel Arbeit reingesteckt, deshalb mache ich mir die Gedanken.
Der Trainer hat keinen Rückhalt bei den Spielern, aber es wird sich keiner trauen den Mund aufzumachen.
Ist es überhaupt die Aufgabe von einem Betreuer sich um solche Angelegenheiten zu kümmern? z.B auf den Vorstand zugehen oder mit den Eltern zu sprechen.
Wird sich so eine Sache von alleine lösen, wenn wir dann demnächst letzter sind und der Trainer das Handtuch hinwirft oder ist es dann zu spät?
Kommt der Trainer nicht in eine Abhängigkeit, wenn die Eltern sein Gehalt bezahlen?
Um in dieser Liga zu bestehen, das geht nur über eine geschlossenen Mannschaftsleistung und der richtigen kämpferischen Einstellung aber dass ist das was im Moment fehlt. Wir haben zu Beginn einige Punkte eingefahren, aber das war am Anfang. Die letzten Leistungen waren erschreckend. -
Also, auch wenn`s hart klingt, hört sich so an, als wenn das Kind schon im Brunnen liegt, halt so, als wenn man den Abstieg schon jetzt einplanen sollte. Sollte dem bei realistischer Betrachtung so sein, dann lernt alle daraus.
Du sagst, dass der Verein dir am Herz liegt und Du engagierst dich offensichtlich.
Im Prinzip ist bei Euch offensichtlich "Basisarbeit" gefragt. Ich denke, dass Themen wie der Einsatz eines KOORDINATORS als Bindeglied zwischen Mannschaften, Trainer und Jugendvorstand und Vorstand ein Thema werden sollten/könnten.
Im weiteren würde ich an Deiner Stelle auch darüber nachdenken, mittelfristig vielleicht auch mal Jugendvorstandsarbeit zu leisten. Dann kannst Du Dinge direkt beeinflussen (Aufstieg ja oder nein und wenn ja, wie etc.). Vielleicht gibt es ja auch Leute in deinem Umfeld, die aus anderen Vereinen kommen, in denen diese Dinge gut laufen. Da würde ich mir deren Strukturen und Denkweisen mal im Rahmen der Möglichkeiten genauer anschauen und Positives im Verein vorschlagen. Wichtige Dinge würde ich immer über einen schriftlichen Antrag einreichen und auf der nächsten Mitgliederversammlung via "REDE" vortragen und abstimmen lassen. Dann bekommt der Vorstand im Falle eines angenommenen Antrags den Auftrag der Mitglieder Dinge umzusetzen. Das ist natürlich ein sehr aufwendiger, vielleicht zeitintensiver und nervenaufreibender Weg. Den solltest Du nur begehen, wenn Du den Eindruck gewinnst, auf keinerlei Gehör zu treffen und nur dann, wenn Dir die Sache das auch wert ist.
So, und abschließend gesagt gewinne ich folgenden Eindruck, .....schnapp dir vorherigen Trainer und geht zum Jugendvorstand und macht richtig Druck. Um fair zu sein, würde ich zuvor dem Trainer meine Meinung -in welcher Form auch immer-sagen!! Solltets Du/Ihr damit nicht durchkommen, würde ich die Mannschaft verlassen. Das wäre konsequent. Hiermit würde ich jedoch nicht drohen, das macht man dann. Jeder der denken kann, wüßte dann warum. Gruß Andre und viel Glück so oder so. -
ok Danke
so werde ich es mit dem alten Trainer machen. Das betrachte ich für einen sauberen Weg, ohne etwas hintenrum zu drehen. wir werden das Gespräch mit dem Trainer und danach mit dem Vorstand suchen oder alle gemeinsam. Mit etwas Unterstützung schaffe ich das, ohne selber herausgeworfen zu werden.
du hast Recht , dann sollte ich selber einige Arbeiten im Verein auf mich nehmen. Da ich aber erst seit einem Jahr dort bin , habe ich mir da noch keine Gedanken drüber gemacht. In meinem alten Verein war ich auch schon mal davor Vorstandsaufgaben zu übernehmen, aber ich bin beruflich sehr eingebunden. Damit es in Zukunft nicht wieder so weit kommt, ist die Idee mit dem Koordinator gut und so etwas fehlt wirklich. Den Antrag werde ich bei der nächsten Versammlung stellen.
nochmals Danke für den schnellen Beistand -
Hallo Betreuer, das finde ich gut, wie du dir Gedanken machst. Dein Versuch etwas zu ändern ist eine undankbare Aufgabe, aber für jemanden, der Verantwortung übernimmt, die einzige Möglichkeit. Ich kann auch nur empfehlen, direkt mit dem Trainer zu sprechen, auch wenn man die Folgen nicht absehen kann. Leider gehen viele in einer solchen Situation den bequemen Weg, sagen "ich bin nur der Betreuer" und regen sich hintenrum auf.
Viel Erfolg! -
Ich hatte mich nach den Problemen mit dem Vorstand zusammen gesetzt und nach einer Lösung gesucht. Wir haben einen erfahrenen Co-Trainer gefunden und die Situation in der Mannschaft wurde besser und in der Meisterschaft haben wir auch ein paar Punkte eingefahren, da der Trainer sich nach dem Gespräch auch bemühte seine Fehler abzustellen. Jetzt drei Monate später kam es aber wieder zum Eklat. Da der Trainer mit der Trainingsleistung nicht zufrieden war, fragte er die Jungs ob Sie noch mit Ihm zusammenarbeiten wollen und das erschreckende war, dass fast die komplette Mannschaft das abgelehnt hat. Es war eine sehr turbulente Woche mit vielen Diskussionen in der Mannschaft. Am Ende der Woche gab es aber ein klärendes Gespräch zwischen Trainer, Co-Trainer und auch Spielern und es wurde nochmal alles angesprochen und man einigte sich nochmal von null anzufangen. Dann bekam der Trainer aber am Abend einen Anruf von einem Spieler, der alles plauderte, was die Spieler sich unter der Dusche intern Erzählten.
Vor dem Meisterschaftsspiel am Samstag wurden die Verpetzten Redelsführer zur Rede gestellt und allen wurde mit Rausschmiß gedroht und alle Spieler wurden für das Spiel auf die Bank gesetzt.
Das Spiel wurde ohne diese Stammspieler ganz klar verloren.Da der Co und ich als Betreuer von der Abmahnung am Samstag nicht wußten haben wir beide unser Amt niedergelegt und der Trainer spielt jetzt Einzelkämpfer. Bei der Abmahnung war ein Vertreter des Vereins anwesend und der Trainer hat den Rückhalt des Vereins, obwohl der Klassenerhalt kaum noch zu schaffen ist und eigentlich alle Spieler mit der Situation unzufrieden sind. Mein Sohn möchte die Mannschaft aber nicht verlassen und hofft auf einen neuen Trainer im Sommer, und will noch die letzten drei Monate ausharren. -
Ich habe mir Deine Berichte genau durchgelesen und stelle fest:
-Du ist seit einem Jahr im Verein.
Frage: Warum hast Du gewechselt
-Du wolltest in dem alten Verein evtl. Vorstandsarbeit übernehmen.
Frage: Warum kam es nicht dazu? Konntest du Dich nicht durchsetzen?
-Du fühlt dich in der Verantwortung ( Hilfe beim Mannschaftsaufbau )
Frage: Hast Du vor einem Jahr Spieler von anderen Vereinen zusammen geführt und so durch anbieten einer Schlagkräftige Truppe Druck auf einen kleinen Verein ausgeübt? So könnte ich mir Kommentare, wie Söldnertruppe oder Legionäre erklären.
Wenn Du mir alle Fragen selbstkritisch positiv und im Sinne des Jugendfußballs beantworten kannst, wäre Folgendes für mich richtig.
Zur Mannschaft:
Das Problem begann meiner Meinung nach schon zu dem Zeitpunkt als der Vorstand der Mannschaft einen jungen Mann gesucht hat, der keinerlei Trainererfahrung hat und bei Problemen hinter dem billigen Trainer steht.
Erklärung: Wo kein Geld ist, hat der Kaiser sein Recht verloren. Wurde er indirekt
genötigt?
Wer in der Verbandsliga spielen darf, muss schon stark spielen. Eine derartige Mannschaft darf nicht von einem „Motztrainer“, der sich im Vordergrund sieht und zur Disziplinierug von Spielern Kollektivstrafen gegen den Mannschaftserfolg benutzt, um sich durchzusetzen, trainiert werden. Du schreibst, es wurde ein erfahrener Co-Trainer gefunden. Das ist sehr gut für alle Beteiligten. Die kurzweilige Leistungssteigerung spricht für die Mannschaft und Deine Anstrengungen aber auch für den Trainer, der die Veränderung mitgetragen hat. Du und Dein Co dürfen aber bei einer offensichtlichen Minderleistung des Trainers nicht aus Protest abtreten. Was sind das für Signale für Eure Mannschaft? Ihr habt gewusst, auf was Ihr euch einlasst.
Die Saison ist unter zugegeben schlechten Voraussetzungen begonnen worden und muss zu Ende gespielt werden. Ihr solltet in Zusammenarbeit mit der Mannschaft und dem vorherigen Trainer, der ja Hilfe angeboten hat, die Saison ohne den jetzigen Trainer zu Ende spielen. Die Mannschaft hat ihm ja sowieso schon innerlich gekündigt.
Du schreibst: Mein Sohn möchte die Mannschaft aber nicht verlassen und hofft auf einen neuen Trainer im Sommer, und will noch die letzten drei Monate ausharren. Ich finde für sein Alter eine super Entscheidung, der Ihr Erwachsenen Euch unterordnen MÜSST und aus der Ihr Eure Lehre ziehen solltet.
