Stress im Kindes/Jugendalter (RTL Doku)

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  • CokeFreak


    Ich glaube schon, dass Kinder Impulse wünschen. Aber leider gleichen unsere Trainingseinheiten allzuhäufig schulischen Lehrstunden! Wenn es ums Hobby geht, dann kann ein zu sehr am Schulstress genäheres Verhalten des Trainers zu Blockaden bei den Spielern führen.


    Je nach Altersstufe sollte der Anteil von Übungen und Spielformen gewählt werden. Allerdings sollte im Breitensportbereich der Anteil der Übungen die 50 % nicht überschreiten.


    Wichtig ist ferner sensible Antennen dafür zu entwickeln, was Kinder wollen. Wenn aus Neugierde ein großer Spaß für alle wird, dann habt ihr mit eurem Training die goldene Mitte gefunden. Wenn jedoch Verzweiflung in den Kinderstillen " ... können wir nicht mal ein Spiel machen ..." klingt, dann seit ihr deutlich über den Zeitraum, in der euch Kinder zuhoren (können) hinweg.


    Die Kinder dadurch zu bespaßen, dass man den Ball aufs Spielfeld wirft, das kann es auch nicht sein. Denn das können die Kids ja auch auf dem Bolzplatz haben! Es kommt jedoch immer darauf an, wie man sein Wissen vermittelt und wann und wie man korrigierend eingreift! Geschehen diese Korrekturen aus dem Motiv heraus, dass nächste Spiel unbedingt gewinnen zu wollen, dann ist die Gefahr groß, dass der Trainer die Rechnung ohne die Kinder gemacht hat. Denn der hierbei gesetzte Leistungslevel entspricht vermutlich nicht den der meisten Mitglieder seiner Trainingsgruppe. Greift der Trainer jedoch nicht ein, obwohl die meisten Kinder unterfordert sind, dann wird wichtige Zeit für neue Impulse vertan.


    Von besonderer Bedeutung ist die Reihenfolge des Trainingsaufbaus. Übungen, die eine besondere Konzentrationsfähigkeit bedürfen, sollten nicht am Ende des Trainings, sondern gleich nach der Warmmachphase gewählt werden. Hierbei ist ein feines Gespür den Eingangsschwierigkeitsgrad, die logische Folge vom "einfachen zum schwierigen" und vom "bekannten zum unbekannten" wichtig.


    Je mehr neue Erfolgserlebnisse das Kind bekommt, je größer ist der Lernerfolg! Kinder wollen Lernen mit Spaß, genau wie wir Erwachsenen! Wenn sie Spaß haben, dann haben wir ihn auch! Genau das ist häufig der Grund, warum Kinder beim Spiel ihren Spaß auch bei einem Unentschieden oder einer Niederlage erleben können, wir Trainer jedoch Spaß fast immer nur mit Spielergebnissen verbinden!

  • @ TW-Trainer,sehr gelungener Beitrag :thumbup:
    Bin fest bei dir,dass es kaum Übungsformen bei den Kids geben sollte außer Technik alla Coerver

    Denn das können die Kids ja auch auf dem Bolzplatz haben!

    Aber hier liegt doch das Problem- sie gehen nicht mehr bolzen bzw. sie können es nicht mehr!
    Daher ja auch das ganze hier,das Diskutieren von Trainingsmethoden etc.
    Vergleicht man die heutigen "Fußballstunden" mit den früheren so haben die Kinder heutzutage wesentlich weniger - wir wollen also Effektives Training (denn 3 Stunden die Woche auf die bekannte 10.000 Stundenregel bezogen,macht schon deutlich ,dass das schwer wird)