Bin nun entgültig an meine Grenze gekommen

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  • Ich wende mich heute mal wieder an euch, ich bin wirklich am verzweifeln, das roblem das ich euch in meinem letzten Beitrag geschildert habe bezgl. des Vaters eines Spielers kann ich nur berichten das er sich seit zwei Wochen total zurückhält. Es ist nicht mehr zum aushalten die Kids verlieren doch wirklich jedes Spiel, dabei sind es echt gute oder sogar sehr gute Kicker. Ich weiß nicht weiter, zur neuen Situation ich habe in der Mannschaft leider nur 10 Spieler davon 3 die eigentlich nicht wirklich kicken können, und für die Kreisliga eigtl. nicht eingesetzt werden können aber dennoch spielt bei mir jedes Kind. So nun zu den restlichen 7 diese Spieler sind in der tat richtig gute Kicker uns spielen schon seit der G-Jugend zusammen. Jetzt auf einmal fängt es an das einer Spieler schon vor dem Spiel sagt ich hab kein Bock wir verlieren sowieso obwohl sich die Mannschaft kurz vorher in der Kabine motiviert hat, der Spieler stellt sich vor die Kabine in den Flur läuft auf und ab nach der Frage was machst du hier ??? Die Antwort ich laufe Patrolie ich bin ein Zinnsoldat ?( ?( ?(
    Was soll man dazu noch sagen, genau dieser Junge kommst seit ca. 2 Wochen zu spät zum TRaining stört das Training durch Blödsinn machen, Hände in den Taschen werder der Übungen einfach nur Provuzierent.
    Daraufhin habe ich den Vater angerufen und ihn gebeteb mit dem Jungen zu reden, gestern das Spiel das gleiche wieder.
    Der Nächste Spieler unser Egospieler schreit auf dem Spielfeld ich hab kein Bock mehr, die anderen sagen zu ihm dann geh vom Platz usw. DIe anderen die sich auf dem Paltz den Allerwertesten aufreissen (sorry)
    sind natürlich total gefrustet und nur noch am weinen nach den Spielen. Ich weiß nicht mehr weiter die beiden Blockieren die ganze Mannschaft, Sie wissen ganz genau das ich sie spielen lassen muss ich habe ja keine alternative. Weitere Gespräche mit den Eltern kann ich mir sparen da kommt nichts bei rum leider. Das ganze bereitet mir doch wirklich schlaflose Nächte.

  • Sie wissen ganz genau das ich sie spielen lassen muss ich habe ja keine alternative


    Lieber Kollege, ...


    wenn man selber nervös ist projeziert man das auf die Kinder...ungewünscht und ungewollt. Steht der Andre vor einem "schweren" Spiel mit seinem damaligen D Team und er bemerkt selbst, wie sein scheiss Gewinndenken in die ansonsten ziemlich leere Birne hochsteigt, dann verursacht diese Nervosität ein gewisses Durchfallgefühl...kennst du das?


    Das ist dann der Moment, wo meine schauspielerischen Qualitäten durchbrechen und ich mit aller Selbstdisziplin verhindern versuche, dass die Jungs das bemerken.


    Wie kann ich das aber von vornherein direkt unterbinden, so dass ich nicht schauspielern muß? Genau, ich verändere meine Ziele! Du mußt deine innerste Einstellung verändern. Ich gehe nicht davon aus, dass du einer von den üblen Jugendtrainern bist -ganz im Gegenteil-. Vielmehr gehe ich davon aus, dass du dich von den Erwartungen anderer Fremdsteuern läßt, zumindest innerlich und ich gehe ferner davon aus, dass ich das grundsätzlich mindestens versteckt auf die Kinder überträgt. Dafür haben die ganz feine Antennen. Das kann ein Zucken am Auge sein...eine veränderte Stimme. Scheiss Vergleich wenn ich dir sage, dass mein Hund das sofort bemerkt wie ich drauf bin.


    Das wäre der Baustein eins...selbstkritisches Hinterfragen des eigenen Tuns...nämlich in Sachen Einstellung, Auftreten und Trainingseffektivität. In letzter Sache gehe ich davon aus, dass das alles ok ist, mit Höhen und Tiefen...so das das nicht ausschlaggebend ist.


    Komme ich zu dem Punkt, den man nicht selbst beeinflussen kann. Z.B., dass man mit seinem Team z.B. nach einer guten Hinrunde in der Rückrunde in eine Spielstaffel eingestuft wird, wo man nun ein halbes Jahr absolut überfordert ist. Das ist zu prüfen und ggf. den Leuten, die dem in sich ruhigen Trainer angiften oder auf Grund ihres persönlichen Denkens über den Kifu damit nicht umgehen können, zu erklären. Das kann auch sein, dass ihr -je nach Verfahrensweise in Eurem Fußballkreis- in eine Gruppe eingestuft wurdet, die ein stärkeres Team im Vorjahr "gebucht" hat und und und. Das wäre für mich Baustein zwei.


    Komme ich zum Baustein drei.


    Hierbei denke ich daran, was ich -gemessen an den Zielen des Kifu- fußballerisch als Trainer hier tun könnte.


    1. könnte ich mir vorstellen, in die Trainingszeit schwächere Freundschaftsspielpartner einzuladen. Wie du die erkennst, liegt wieder am System bei Euch. Frage wäre z.B., ob du die Tabellen einsehen kannst. Wenn ja, schaue halt mal nach, wer wo hinten platziert ist und rufe den Trainer doch mal an. Ein Spielchen in der Trainingszeit dürfte doch kein Problem sein.


    2. gleiches könnte man auch als Turnier für die Halle gestalten. Sei es, dass dieser Gegner mit zwei Teams zum Hallentraining kommt oder der bei euch verantwortliche Mann das für ein Turnier so plant (also nur gleichstarke oder schwächere Mannschaften einladen).


    3. ich habe einige Male erlebt, dass Mannschaften plötzlich ein ganz anderes Bild von sich zeigten, sich restlos anders präsentierten, weil


    -die vermeidlich guten Spieler mal nicht auf dem Platz standen (was nicht Kifuziel sein sollte)


    oder


    -diese auf Positionen spielten, wo sie sonst nicht spielten.


    Das benötigt Zeit, damit sich alle darauf einstellen können.


    Das bedingt Argumente die da aus der Kiste des Rotationsgedanken stammen. Sie sollen schließlich alles Positionen lernen und sich so in den anzuspielenden Mitspieler eindenken können und sich auch unbewußt in den Gegenspieler eindenken können...was ein riesen Plus in Sachen Ausbildung bedeutet. Das wäre die Hauptargumentation gegenüber freundlich nachfragenden Leuten/Eltern....denen ich Fragen immer gern beantwortet habe, statt den Napoleon oder über allem erhabenen Magath herauszukehren (das ist nicht gegen dich gemünzt, aber ich weiss ja, wie manch anderer denkt!).


    So wie du es geschrieben hast, verlassen sich alle bei dieser "Misere" (die eigentlich keine ist!!!) auf den "Topspieler". Dieser -ausgestattet mit feinen Antennen- fühlt bei der elektrisierenden Luft seitens Eltern, Trainer, Team, Verein.....das er die große Lösung sein soll. Das ist alles unausgesprochen, steht für mich aber deutlich im Raum. Hierbei vergisst man schnell, dass dieser kleine Mensch ein Kind ist und zu der Lösung -ob guter oder schlechter Fußballer- vielleicht von seinem Naturell schon nicht in der Lage ist, die versteckten Erwartungen zu erfüllen. Er ist zu schützen und ihm und diesen Spielern ist der Druck zu nehmen, damit sie letztlich unbeschwert Fußball spielen können.


    Dazu würde ich nochmals mit denen sprechen und ihnen klar machen, dass das gleich kein Länderspiel ist, sondern IHNEN Spass machen soll. Sie sollten trainerseits mental dazu gebracht werden, vom Gefühl her gleich mit den Freunden auf die Heimwiese zum kicken zu gehen. Das tun sie schließlich auch ohne Bauchdruck.


    -Vielleicht wäre es auch eine Option, hier mal einen Elternabend einzurichten, um genau das alles den Eltern frei und offen zu erklären. Man kann denen doch sagen, dass man sich -ob berechtigt oder unberechtigt- unter Druck gesetzt fühlt....das man die Dinge so sieht und was man verändern will, was verändert werden muß. Das ganze aber nicht auf Diskussionsbasis, sondern als von Dir vorgegebenen Weg der nur mal erklärt wird (sonst bekommen bestimmte Leute Oberwasser...so wie dieser Vater den du beschrieben hast.). ;)


    Fazit in Sachen Baustein 3....die Spieler mal runter lassen, auswechseln oder/und auf einer anderen wichtigen Position in der Mitte des Systems aufstellen und andere auf die Positionen lassen. Dazu ggf. die neue innere Einstellung deinerseits...ggf. hierzu passend und hoffentlich stärkend den Elternabend im Nacken und das konsequente herausnehmen der "Topspieler" (Auswechselungen) bis hin dazu, dass sie auf anderen Positionen spielen....und das nach einem "Männergespräch" mit Ihnen allein und auch mit dem Team.

    Einmal editiert, zuletzt von Andre ()

  • Was wirst du tun ?

    bezgl. des Vaters eines Spielers kann ich nur berichten das er sich seit zwei Wochen total zurückhält. Es ist nicht mehr zum aushalten

    ich habe den Eindruck deine Wahrnehmung läßt momentan eher die negativen Dinge durch und unterdrückt die positiven.
    Obiger Satz mal aus dem Zusammenhang herausgelöst zeigt das Ungleichgewicht. Dein ehemaliges Hauptproblem ist vom Tisch, aber anstatt Freude der Satz" es ist nicht mehr auszuhalten..."
    oder

    dabei sind es echt gute oder sogar sehr gute Kicker. Ich weiß nicht weiter, zur neuen Situation ich habe in der Mannschaft leider nur 10 Spieler davon 3 die eigentlich nicht wirklich kicken können,

    wieder ein Wiederspruch. Wunschdenken und Realität in einem Satz.

    etzt auf einmal fängt es an das einer Spieler schon vor dem Spiel sagt ich hab kein Bock wir verlieren sowieso obwohl sich die Mannschaft kurz vorher in der Kabine motiviert hat

    nicht überbewerten, sind halt Kinder. Mit dem Jungen sprechen. Er ist sich seiner Signalwirkung auf die anderen Spieler nicht bewußt. Sag ihm, daß er als wichtiger Spieler die anderen motivieren soll.

    der Spieler stellt sich vor die Kabine in den Flur läuft auf und ab nach der Frage was machst du hier ??? Die Antwort ich laufe Patrolie ich bin ein Zinnsoldat ?( ?( ?(

    ist evtl. einfach mal Kinderquatsch, und muß mit der Spielsituation nicht das geringste zu tun haben.


    Wie Andre schon schrieb, würde ein Elternabend den Druck von dir nehmen.
    Der Erfolg mit dem Vater hat gezeigt, daß du nicht alles bei dir "ablagern" kannst, weil sonst der Druck "grenzwertig" wird.
    Also laß Druck ab und verteil ihn. ;)


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • @team412


    Du solltest dir darüber im Klaren sein, dass du im unteren Jugendbereich mit Spielern zu tun hast, von denen nur ein paar ihr Hobby bereits gefunden haben. Der große Rest wurde von den Eltern aus unterschiedlichen Motiven zu dir geschickt oder kickt nur, weil er mit seinen Freunden zusammen sein will!


    Deshalb ist der Wunsch, mal etwas anderes zu sein als ein Fussballspieler, doch gar nicht so schlimm! Kann mich an einen Jungen erinnern, der in der Halbzeitpause aufgrund eines deutlichen Rückstands meinte, das er entweder nicht mehr mitmachen will oder jetzt Schiedsrichter sein möchte!


    Kinder in diesem Alter können sich schnell begeistern, aber genauso schnell kann diese Begeisterung abklingen. Nicht alles was gesagt wird, ist auch so gemeint!


    Natürlich kommen diese Kommentare häufig zu unpassenden Momenten! Aber mit der Zeit gewöhnst du dich daran, schenkt ihnen in dieser Situation ein freundliches Lächeln und fragst hinterher, ob der Wunsch etwas zu ändern weiterhin besteht.


    Wenn ich dir einen Rat geben darf: sei einfach gelassener! Diese Besonnenheit schützt dich davor, Dinge zu tun, die du hinterher bereußt!

  • ja ich frage mich jeden tag bin ich er richtige für diese aufgabe, kann ich es vielleicht nicht ?( ?( ?( ?( ?( dann sehe ich die trainingsbeteiligung die nahezu bei 100% liegt und denke mir
    daran kann es wohl nicht liegen.
    ich werde heute abend ein team sowie einzelgespräche führen, ich werde euch darüber berichten


    bis dahin vielen dank

  • Dabei solltest du AUCH ergründen, ob es ihnen Spass macht und ob sie zu bestimmten Zeitpunkten Angst haben und warum. Das könnten interessante Antworten sein, die du bei einem möglicherweise stattfindenden Elternabend anbringen könntest, ohne Namen dabei zu nennen (würde ich so empfehlen).