Erlebnisfußball trifft auf Ergebnisfußball

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  • kleincampino
    Berichte doch bitte mal, ob das dann gefruchtet hat. Interessiert mich sehr.
    Ich hatte zwei Spieler ( die anderen hatten das Verhalten überhaupt nicht ) bei denen dies völlig unterschiedlich war. Bei einem reichte eine Motivationsspritze und der hat den Rest des Spiels Gas gegeben. Auch bei einem missglückten Dribbling o.ä. Beim zweiten Jungen aber bin ich auch an meine Grenzen gestoßen. Den habe ich ab der jüngeren D übernommen. Wenn der zwei missglückte Aktionen hatte oder wir haben ein Gegentor gefangen, war es bei ihm vorbei. Auch ein kurzes Aufbauen hat bei ihm nur 5 Minuten gefruchtet. Ich hätte ihm gern geholfen, war mit meinem Latein dann aber am Ende.


    Tja, wir können halt auch nicht zaubern.


    @FB
    Finde ich gar nicht so schlecht die Idee ohne Rückrunde. Allerdings wären bei uns die Fahrtwege dann doch sehr lang. Zudem spielt man ohnehin doch immer gegen die selben Truppen. Das ändert sich erst ab D. Da kommt Abseits in Verbindung mit vergrößertem Feld hinzu und die Mannschaften mit der in der F - E praktizierten "Taktik" hinten der mit dem stärksten Schuss pölt nach vorn und der schnelle Stürmer macht ihn rein verschwinden schnell in der Versenkung. Zwei gute Spieler reichen da nicht mehr. Diese Tendenz zeigt sich aber schon in der älteren E. Ohne Rückrunde wäre es so attraktiver, da man gegen verschiedene Teams spielt.

  • kleincampino


    Berichte doch bitte mal, ob das dann gefruchtet hat. Interessiert mich sehr.


    Werde ich machen!

    Ein Fußballspieler wird nicht geboren, sondern erst die Art und Weise, wie
    er in seinen jungen Jahren von seinen Eltern, Freunden, Trainern und
    Mitspielern kind- und spielgemäß motiviert und angeregt wird, macht ihn
    dazu.

  • Hannes2004, kleincampino & Micha71: vielen Dank für die Blumen.


    Aber nicht, dass mein Beitrag falsch verstanden wird: ich möchte Trainer A nicht als das Böse im Fussball darstellen. Ich wollte lediglich aufzeigen, dass ein guter Trainer nicht an der Tabelle zu erkennen ist. Und das nicht nur im Jugendfussball.


    Es steht und fällt, wie so oft, mit der Ausbildung der Trainer, Und der Fähigkeit, sich auch ständig selbst zu hinterfragen. Wie kann man jemandem etwas vorwerfen, von dem er keine Ahnung hat? Trainer A sah keine Notwendigkeit sich selbst zu hinterfragen, da es kein negatives Feedback gab. Das ist eben, wenn der Tabellenplatz stimmt, oft der Fall. Das bedeutet eben aber nicht, dass alles richtig läuft. Sobald der "Erfolg" ausbleibt fällt das Kartenhaus ganz schnell in sich zusammen.


    Solche Situationen erkennt man im Kinder- und Jugendfussball schnell auf dem Spielfeld, wenn vom Verteidiger weit und planlos rausgeschlagene Bälle Lob vom Trainer und umstehenden Eltern erhält. Beide meinen es gar nicht böse. Ganz im Gegenteil. Und wenn das Team oft und auch hoch gewinnt sind alle begeistert. Auch das kann man niemandem vorwerfen. Aber das ist, und das erkennen Trainer und Eltern manchmal nicht, wieder mal nur kurzfristig gedacht.

    Wenn sie begriffen haben, daß zum Fußball auch Arbeit gehört, ist es zu spät. Dann werden sie Trainer. (Luis Aragonés)

  • Ich habe bzw. hatte mit meinem Team eine junge F-Jugend ähnliche Probleme. Wir haben bisher jedes Spiel verloren unter anderem gegen Teams von Trainer A =) . Zweistellig ist es aber noch nicht geworden. Ein paar spieler fingen schon im Spiel an zu weinen, weil wir wieder verlieren werden. Sie haben einfach nicht an sich geglaubt. Wie auch wenn wir jedes Spiel verlieren. Ich haben den Kindern erklärt, dass wir auf andere Dinge Wert legen. Die Eltern haben es verstanden, die Kinder logischer Weise nicht.


    Ich versuche die Motivation der Kinder hochzuhalten, in dem ich für uns realistische Ziele für das Spiel ausgebe, z.B keine fünf Tore zu kassieren oder ein Tor zu schießen. Das klappt gut und hilft den Kindern zumindest im Spiel. Klar sind sie nach wie vor enttäuscht, wenn Sie verlieren. Aber eine kurze Ansprache mit den positiven Dingen sowie ein anschließender Elferkönig, bei netten Mannschaften auch mit Gegner, vertreiben die letzten negativen Gedanken.


    Probiere es erst mit Teamzielen, die kannst du bei den "Problemspielern" auch um individuelle Ziele für das Spiel ergänzen. Letztendlich brauchen die Kinder ganz viel positive Verstärkung und wenn dies nicht durch die gewünschten Ergebnisse zu Stande kommt, musst du dafür sorgen.

  • Probiere es erst mit Teamzielen, die kannst du bei den "Problemspielern" auch um individuelle Ziele für das Spiel ergänzen. Letztendlich brauchen die Kinder ganz viel positive Verstärkung und wenn dies nicht durch die gewünschten Ergebnisse zu Stande kommt, musst du dafür sorgen.


    Dessen bin ich mir bewusst und wird auch so gehandhabt. Die letzte Niederlage wurde wie ein Sieg gefeiert, weil es viel knapper als im Hinspiel war. Außerdem haben wir sogar 2 Tore geschossen.


    Es geht nur um das Köpfe hängenlassen bei 1-2 Spielern. Witzigerweise war das im letzen Spielt trotz des 2:9 überhaupt nicht der Fall. Man muss nur was ins Forum einstellen, und schon hat sich das Problem erledigt. =)


    Nein, ich vermute eher, dass wir als Trainerteam mit unserer Philosophie vom Erlebnisfussball auch so langsam bei den letzten ergebnisorientierten Spielern ankommen. Zu hoffen wäre es ja. :D

    Ein Fußballspieler wird nicht geboren, sondern erst die Art und Weise, wie
    er in seinen jungen Jahren von seinen Eltern, Freunden, Trainern und
    Mitspielern kind- und spielgemäß motiviert und angeregt wird, macht ihn
    dazu.