Bambinis Fussball spielen lernen

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  • für mich persönlich ist das schon zuviel Training.
    meine Erfahrung zu Beginn der Bambinis:
    viele Kinder können nicht Rückwärtslaufen, nicht auf einem Bein stehen, keinen Ball einfach nur fangen, nicht richtig hinfallen,
    keine Rolle vorwärts, über Koordination wurde des öfteren ja schon ausführlich diskutiert, ich könnte fortfahren.


    deshalb hat es bei mir zu Beginn eher nach einer allgemeinen Turnstunde als Training ausgeschaut.
    aus dem Grunde bin auch auch im 1. Jahr (waren aber hauptsächlich 4 und 5 Jährige) überwiegend in der Halle geblieben.


    natürlich war der Ball immer bei entsprechenden Übungen dabei (im 1. Jahr fast immer Schaumstoffbälle)


    gg

  • Auch wenn es hier schon erwähnt wurde, meine Empfehlungen zur Minimierung der Knäuelbildung:


    Wozu überhaupt das Knäuel entzerren?...im Hinblick auf das spätere ballorientierte Spiel.... ;););););););)8) (Achtung weitsichtig denken)


    Wenn Kifu an den Straßenfußball angelehnt sein soll (nicht Kifu soll Straßenfußball sein!), wieso dann schon bei den Minis entzerren?...möglicherweise noch hin zur Manndeckung (keine Unterstellung an Schimanski, sondern einfach zum Überlegen eingestreut).


    Was würden sie denn zu Hause machen....richtig.....das Gleiche.
    Was würden sie zwei Jahre später unbeeinflußt von Erwachsenen über ihre Entwicklung gesteuert...bis....durch entwickelte -statt unterdrückte- Spielintelligenz tun.....????......immer noch im Knäuel oder würden einige/die meisten/alle....automatisch durch benannte Komponenten....das Knäuel selbständig entzerren?


    Warum also immer Elemente des Erwachsenenfußballs einbringen?


    Wen störrt denn das Knäuel...die Kinder oder die Erwachsenen?


    Leiden die Kinder darunter oder wer leidet?


    Rennt irgendwas weg, wenn man sie läßt....oder nimmt jemand Schaden, wenn man sie läßt....?


    Steht irgendwo in guten Konzepten und Philosophien geschrieben, dass man "entzerren" soll? Empfehlen das die Fachleute?


    Gr. Andre

  • guenter: Meiner Meinung nach sind die Fußballvereine da auch altertümlich. IMHO sollten sie Bewegungs- und Turnstunden für Kinder ab zwei Jahren anbieten, die Kinder so binden und dann erst mir vier, fünf oder gar sechs Jahren abhängig vom Entwicklungs- und Interessenstand auf Empfehlung oder Nicht-Empfehlung des jeweiligen Trainers gegen andere Vereine im Wettkampf spielen lassen.


    Die Realität sieht doch so aus, dass die Kinder schon viel zu früh ins kalte Wasser geworfen werden und dann auch entsprechend auf diesen Wettkampf vorbereitet werden. Ich kann die Trainer da aber auch verstehen. Wer will sich schon zwei Jahre Bambini "antun" und nach der Saison sagen: Meine Kinder sind koordinativ und athletisch top ausgebildet, verlieren aber jedes Spiel, weil sie den Ball nur einmal die Woche im Spiel zu sehen bekommen (überspitzt formuliert).


    Für mich gehört Koordination im Kinder- wie im Erwachsenenfußball dazu, sollte aber nicht das Spiel verdrängen. IMHO ist das vor allem Aufgabe der Eltern und Kindergärten. Wir haben als Kindertrainer da zwar eine Verantwortung, können zweimal die Woche aber auch keine Wunder vollbringen. Dafür ist die Zeit zu knapp.


    @Andrè: Versuche die Argumentation doch mal anders herum: Schadet es den Kindern, wenn man schon früh den Knäuel entzerrt bekommt? Klaut man ihnen durch die von mir genannten Dinge (kleine Mannschaften, vier Tore) Entwicklungsspielraum? Ich denke, das Gegenteil ist der Fall und das wirst gerade du wissen.


    Für mich macht es keinen Sinn 9:9 zu spielen, nur um die Kinder auf das ballorientierte Spiel vorzubereiten ;)
    Für mich macht es keinen Sinn, die Schwächen des Straßenfußballs zu übernehmen (die stärksten im Knäuel behaupten sich, die schwachen fallen durch).


    Gruß, Christoph

    C 1 Viktoria Buchholz


    Auf jede Mannschaft, die in Schönheit stirbt, kommen hundert, die in Hässlichkeit sterben – kein Grund also, sich auf Hässlichkeit zu fokussieren.
    Martin Rafelt

    2 Mal editiert, zuletzt von Schimanski ()

  • Schimanski


    1. Das Kleinfeldspiel im z.B. 4:4...finde ich förderlich...soweit du Minis hast, die einen ähnlichen Entwicklungsstand hast.


    2. Der Anteil des koordinativen Trainings ist wohl kaum auf 100 Prozent ausgelegt. Ich finde hier eine effektive Trainingszeit von einer Stunde sowas von ausreichend...und würde hier eher zwei Trainings anbieten, statt einmal wöchendlich....wie so oft bei den Minis. Der Spieleanteil würde bei mir ungefähr bei 50 Prozent liegen....


    3. Die Fehler der Trainer, die Fehler der Eltern....das Ego beider Gruppen (Verhalten, Gewinndenken, fußballerische Unkenntnis, Egoismus, Instruierglaube sorgt bei mir für das Bauchgefühl, dass es besser wäre, sie davor solange zu schützen, wie es irgend geht. Mehr Förderung würden sie wohl nie mehr erfahren...so sehe ich es...und das ist gekoppelt an endloser Erfahrung.


    4. Straßenfußball.....ich hatte es extra in Klammern gesetzt..siehe es mal nach....kann man auch so gestalten, dass die Schwachen gefördert werden....ebend alle...hängt halt vom Trainer und dem Umfeld ab. Es heisst ja....angelehnt an den STraßenfußball....angelehnt!!!


    5. Wettkämpfe....warum Wettkämpfe bei den Koten....wer hats neulich hier noch gepostet...


    -da traf man sich zum Freundschaftsspiel und teilte die riesen Truppe so auf, dass man auf mehreren Kleinfeldern in kleinen Teams spielte. Ein bischen Blabla mit dem anderen Trainer und man weiss, welches z.B. Viererteam stark und welches durchschnittlich oder schwach ist....und schon wird ein an den Straßenfußball angelehntes Spielchen der Kleinsten zum feinsten Ausbidlungsevent...besser gehts doch nicht. DAS ist angelehnt an den Straßenfußball, wenn die Erwachsenen sich dazu parallel noch fair am Rand verhalten würden!. Und darin ist auch deine Idee mit dem 4:4 enthalten.


    Dazu am Abschluß noch ein 7 Meterschießen und jeder geht als Gewinner vom Platz...garantiert.