Hallo,
ich habe in meiner Mannschaft 16 Kinder - davon sind zwei Torwarte.
Unser zweiter Torwart ist relativ klein und kommt kaum an die obere Hälfte des Tores dran, des Weiteren springt er auch nicht in die Ecken. Im Tor wirkt er zu nervös und alle seine Abschläge kommen zurück - TOR!!!
Er selber sagt: "Ich bin zu klein, habe kein Bock mehr im Tor zu stehen". Nächstes Jahr spielen wir D-Jugend und da meinte die Mutter zu mir, dann steht mein Sohn nicht mehr im Tor - auch nicht als zweiter.
Nun meine Frage, wir wollen nun unseren zweiten Torwart mitteilen - das er ab sofort nicht mehr im Tor steht - auch nicht als zweiter Torwart, sondern wenn dann nur noch im Sturm spielt - hier hat er schon öfters gespielt und hier macht er auch seine Dinger und wirkt irgendwie glücklicher.
Nun meine Frage an euch: Lohnt es sich bei 16 Kindern noch einen dazu zunehmen? Wie denkt Ihr darüber?
3 Torwarte im Team?
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Also, als erstes verwirrt mich Deine Überschrift vom Thema.
Ansonsten würde ich mit dem Kind selber sprechen, was er will. Wenn er selber schon die Aussage macht, dass er unglücklich im Tor ist, dann lass ihn draußen spielen.
Ansonsten: So wie ich es herauslese, spielt ihr in der E-Jugend, ich denke an Kleinfeld. Von daher sind 16 Spieler aus meiner Sicht schon zu viel.
Aber klär uns doch besser auf, denn Deine Ausführungen sind im Zusammenhang gelesen etwas verwirrend. -
Von D sind wir auch "nur" noch 31 Monate ...
... weg, aber!
Wir haben es in der bisherigen Zeit geschafft, 80% unserer Spieler unfallfrei im Tor einzusetzen! Gerade kleinere Spieler sind bei flachen Bällen wesentlich stärker, aber dennoch geben wir bei starken Gegnern den größeren Kindern (mit besseren Abschlag, weniger Ballangst, fangsicher, reaktionsschnell und hellwach) den Vorzug.
Zum Thema:
Im 7er-Tor (D-Jugend) mußt du auf jeden Fall einen der größeren Spieler nehmen ... die gleiche Problematik hatte mein "großer" Sohn (98er, ältester Spieler, 3 Jahre lang Spitzentorwart, aber für das 5er Tor zu klein) bis zur E-Jugend auch, im 5er-Tor kam er dann an die hohen plazierten (Fern)Schüsse kaum noch ran und hatte pro Spiel shnell 3-4 Gegentore (in der F war es maximal nur einer - meistens durch Eigentor der Verteidiger
).
Zum Glück ist er laufstark, technisch gut drauf und bereitet gerne und oft vor - aber die drei Jahre "Feld" fehlten ihm zum Anfang dann spürbar ("Was will denn der Torwart draußen?"...
).
Nämlich:
Der Paradigmenwechsel E zu D - die Laufwege verdoppeln und verdreifachen sich nun (Kleinfeld/Großfeld). Die Frage ist, ob alle deiner Spieler läuferisch UND auch mental fit sind für diese Umstellung, möglicherweise ist dein derzeitiger Stammtorwart draußen wertvoller als einer der bisherig guten Feldspieler (der aber nur 15 Minuten aktiv spielen kann).
Nutze einfach das verbleibende (halbe?) Jahr, um deine 16 Spieler (optimaler Stamm) diesbezüglich auf den Zahn zu fühlen. -
Mal grundsätzlich:
Ich finde, es wird sich oft zu früh kontinuierlich auf eine Person als Torwart festgelegt.
Da wird sich oft -und ich betone, bei mir war das auch so- schon bei den Minis oder in der F auf einen TW festgelegt. Oftmals ist es ein durchschnittlicher Spieler der im Bereich einer F 1/E 1 usw. spielerisch vielleicht nichts zu suchen hat. Das ist dann genau der Grund dafür, dass er -egal wie er sich weiter entwickelt- dann eben immer der Torwart ist.
Heute würde ich die Mannschaft so wählen, dass der Torwart mindestens so gut Fußball spielen kann, wie die "schwächsten" in der Mannschaft. Da würde ich sogar auf den kleinen "dicken" der spielerisch eher in die zweite oder dritte Mannschaft gehört verzichten, obwohl er derzeit vielleicht sogar der bessere Torwart wäre.
Dann würde ich mir zwei Spieler ausschauen, die spielerisch/leistungsmäßig in die Mannschaft passen und die sich dann wechseln im Tor ablösen. Sei es nun, von Halbzeit zu Halbzeit oder von Spiel zu Spiel. So hast Du zwei Torwarte (eventuell sogar drei) die als Spieler einsetzbar sind, sich als Torwart aber auch in die Spieler hineindenken,- und als Spieler in den Torwart denken können. Zudem haben sie jederzeit die Möglichkeit sagen zu können, dass sie keine Lust mehr auf dieses oder jenes haben. Sie hätten bei dieser Verfahrensweise keinerlei Nachteile gegenüber der Verfahrensweise, immer nur als Torwart eingesetz worden zu sein.
Zum Thema: Gartenzwerg, ich finde dass Du hier einen Fehler in der Vergangenheit gemacht hast. Du schreibst, dass er immer Torwart war und nun immer in den Sturm soll. In der F und E soll aber jeder auf jeder Position spielen -soweit du Fan der DFB-Philosophie bist-. Ich würde das auch abseits der F und E weiter so machen. D.h., dass Dein TW auch Spieler auf jeder Position sein sollte (nicht nur im Sturm) und das würde am besten klappen, wenn Du so umstellen würdest, wie ich es anfangs beschrieben habe, sprich er bleibt pro Spiel eine Halbzeit oder von Spiel zu Spiel mal im Tor und wechselt dann wieder auf den Platz als Spieler. Versuchs doch mal, Gruß Andre -
Danke für eure Antworten!
