1. B-Jugend
2. Bundesliga, Berliner Fußball Verband
3. JA
4. 30 Minuten
5. JA
6. JA
7. siehe 9
8. JA
9. 4 gegen 2 spielen nur die Reservespieler. Startaufstellung+ein Ersatzspieler spielen 6 vs 5
10. JA
Beiträge von Label
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Reduziere das Tempo.
Führe Spielformen durch mit reduziertem Tempo. Deine Spieler sind wohl noch zu unruhig und es mangelt an Spielübersicht, daher musst du die Sicherheit reinbringen und das räumliche Denken erhöhen.
Schau mal hier rein. Training von Liverpool.
http://de.youtube.com/watch?v=0wlqQ0GiCY8
Es geht um das Spiel, was die dort im Lauftempo machen, so dass man mehr Zeit hat und an Sicherheit gewinnt.
Mit der Zeit steigerst du das Tempo. Streu das ab und an mal ein und in der Regel steigern die Spieler mit der Zeit auch selbst das Tempo.
Ansonsten natürlich viele Passspiel-Situationen.
Mal eine Möglichkeit für die Stufe 1:
Abwehrreihe (4 Spieler) und DM/MF (2 Spieler)
1. Ball laufen lassen und Anbieten der DM - ohne Gegenspieler. Es geht darum, dass die Jungs im DM lernen, wie man den Ball fordert. (vor dem Strafraum bis zur Mittellinie, DM/MF müssen sich immer fallen lassen)
2. Dann mit Gegenspieler (zwei Stürmer und ein OM, die auf die Abwehrspieler gehen bzw. den Raum zustellen)- ohne Druck, dann leichter Druck und dann Pressing.
3. Dann mit Gegenspieler (zwei DM, die die angreifenden DM manndecken) - so erzwingst du die Laufarbeit und das Freilaufen - Druckaufbau wie oben.
4. Dann mit vollen Gegenspielern 6 (Viererkette+2DM/MF) vs. 5 (2 Stürmer, 1 OM, zwei DM/MF)
Druckaubau wie oben
zwischendrin immer die Spieler, die gerade nicht aktiv sind, schön sauberes Passspiel trainieren lassen -
Aber der Sinn der Viererkette liegt doch ua. auch darin, dass man eben körperliche Unterlegenheit ausgleichen kann, da man primär den Raum deckt.
Und dieses Argument, dass Kids nicht räumlich Denken könnten in der Altersklasse, das hört man wirklich nur im Fussball komischerweise, widerspricht nicht nur allen wissenschaftlichen Studien, sondern wird geradzu absurdum geführt, wenn man sich mal mit den Kids austauscht und schaut, was die daheim so für Compuerspiele problemlos beherrschen können.
Wenn gar heute schon 10-jährige in der Lage sind zu wissen, dass bei der 3D-Illustration auf dem Bildschirm, im zehnten Raum rechts, wenn man 7x nach links geht und 5x mal rechts, dann ein Schatz zu finden ist, dann haben die null Probleme zu lernen, wie man 4 Räume deckt.
und dann will man gar bei C-Jugendlichen dies in Frage stellen? Die wissen sogar, dass es einen kürzeren, direkteren Weg zum Schatz gibt.
Das können gar viele Erwachsene nicht. Kids sind heute eben dank der Computerspiel viel, viel besser im räumlichen Denken, als die Generation zuvor. -
Egal, was du machst, aber bitte, bitte, bitte, verzichte auf den Libero

Aber da denkst du zum Glück ja eh nicht dran. Der Libero bringt dir auch nicht viel, wenn du körperlich unterlegen bist.
Fördere die taktische Ausbildung und das technische und spielerische Niveau deiner Jungs. Nur weil sie kleiner sind, sind sie nicht schlechtere Fussballer. Fördere das Selbstvertrauen und mit der Zeit werden die Jungs es sehen, dass sie vor größeren Jungs nicht einschüchtern lassen müssen und ihre eigenen Stärken, die dann ganz klar im spielerischen Bereich liegen müssen, einzubringen haben. In der Rückrunde, wenn dann auch Wachstumsschübe kommen, kannst du schon ernten, was du jetzt gesäat hast.
Dein Problem haben alle Trainer von Teams in Leistungsmannschaften. Wir spielen auch mit dem jüngeren Jahrgang stets in der Alterklasse. Am Anfang sind die Jungs immer geschockt, dass sie gegen so große Jungs spielen müssen, aber ziemlich schnell begreifen sie, dass sie letztlich den Ball für sich arbeiten lassen müssen und dann auch gegen größere Kids keine Probleme haben. -
Ich finde ja, dass der beste Universal-Schuh immer noch der Copa Mundial ist. Da kannst du überall spielen, außer natürlich in der Halle.
Weiß nur leider nicht, ob es den inzwischen auch für Kinder gibt. Gab es früher leider nicht, allerdings weiß ich, dass die Größen nach unten hinten erweitert wurden für Frauen.
Ansonsten ist wohl der Beckenbauer, der heuer Kaiser 5 heisst, eine gute Variante des Copa Mundial. Den muss es für Kinder geben, da dies mein erster Schuh war. -
Wie kommst du denn auf die E-Jugend? Hier geht es doch um Spielsysteme für Junioren(11er-Fussball). Das umfasst doch mehrere Jahrgänge.
Der Threadersteller ist doch auch Trainer einer C-Jugend. -
Umsetzung ist eigentlich ziemlich einfach. Man begrenzt es auf 2 Systeme. Ein 4-4-2 ist Pflicht, das muss ein jeder können, der Fussball spielen möchte und nicht nur ein bisschen kicken. Das 4-4-2 ist auch am einfachsten, um den Kindern das Gefühl für den Raum zu geben. Darauf aufbauend kann man eine Variation machen, sei es in der Abwehrkette oder in der Offensive.
Aber das ist ja auch nicht der Punkt. Es sollte halt nicht so sein, dass man als Trainer bemerkt, dass die Kids keine Ahnung haben von der Raumdeckung und dann mal schön weiter Manndeckung und gar mit Libero spielt.
Ist natürlich undankbar, aber für die Entwicklung ist es zwingend notwendig, dass dann endlich mal ein Trainer den Kids den Raum erklärt. Dann muss man halt Vorstand und Eltern erklären, dass so etwas jetzt einfach mal notwendig ist, dies seine Zeit braucht und auch Rückschläge zu befürchten sind. Aber einer muss ja dann die Versäumnisse anderer Trainer ausbügeln.
Da ja auch immer die Eltern am lautesten tönen, die ihre Kids schnell in der höchsten Spielklasse sehen wollen, werden gerade diese es verstehen und nachvollziehen.
Ohne diese Fähigkeiten werden es die Kids nicht weit bringen. -
Gibt es bei euch keine 3.,4. oder 5. Herrenmannschaft? Da spielen doch auch die Leute nur aus Spaß und er kann wenigstens mittrainieren und wenn's reicht auch am Wochenende spielen. Ansonsten gibt es genug Uni-Mannschaften und Freizeitteams, die doch immer Spieler suchen. Da ist dann zumeist wichtiger, dass jemand regelmäßig kommt, als die Spielstärke.
Bolzplätze gibt es auch.
Wer Fussball spielen will, der kann das auch problemlos machen
Dann lernt er halt eher durch das Spiel und individuell an sich arbeiten kann er ja zudem.
Ein Edeltechniker und Profi wird er wohl nicht mehr.... -
Also diese Sprüche würde ich ja im Herren-Fussball unterstreichen, aber auch nur zu 75%.
Aber Kinder sollen doch nicht nur lernen, wie man einen Ball stoppt und passt, sondern eben auch, wie man Fussball spielt. Dh. mehrere Systeme und taktische Fähigkeiten nicht nur ausbauen, sondern überhaupt erst einmal entwickeln.
Wenn jeder Trainer seine Kinder immer nur das spielen lässt, was sie können, wie sollen sie denn dann besser werden? Gerade im Kinderfutte geht das doch nicht.
Wenn die Jungs und Mädels keine Ahnung haben, wie man eine Viererkette spielt, dann liegt es doch einfach nur am Trainer.
Die meisten 6-jährigen wissen auch nicht, was 12x3 ist, aber irgendwann ist es dann schon problematisch, wenn ein Kind so etwas nicht weiß.
Man muss es ihnen halt beibringen und nicht einfach nur stehenbleiben bei der Addition und Subtraktion der Zahlen 1-10.
Ein C-Jugendlicher, der keine Viererkette spielen kann bzw. nicht weiß, dass es Räume auf dem Spielfeld gibt, ist heute doch nicht mehr normal. Ihm selbst trifft da ja keine Schuld und er kann es noch lernen, aber das wird schon erwartet und muss daher gefördert werden. -
Andre
Nur als kleiner, aber wichtiger Einwurf, warum die Italiener sich "gezwungen sahen" einzugreifen.
Die FIFA hat ja ermittelt und zunächst wurden alle deutschen Spieler, also auch Frings freigesprochen und zwar mit der Begründung, dass man kein Videomaterial gesichtet habe oder nichts vorliege, was die Situation klar wiedergeben würde. Deshalb könne man nicht gegen einzelne Spieler vorgehen.
Man höre und staune...und objektiv betrachtet, kann dies ja nur eine Verarsche gewesen sein. Da wollte man wohl eher seitens FIFA nichts tun.
Und deshalb hat ein italienischer Sender sich genötigt gefühlt, aus den Tiefen des Archivs das Bildmaterial herauszuholen, was ganz klar und deutlich eben alles zeigt.
Letztlich hat sich die FIFA ja auch entschuldigt für ihr Vorgehen und dass die Sperre erst so spät ausgesprochen wurde. Blatter räumte dann ein, dass Videomaterial früher hätte angefordert werden müssen.
Aber der Freispruch in erster Instanz war doch, und das musst du wohl auch zugeben, mehr als nur merkwürdig.
Die können zwar heute jeden einzelnen Zuschauer filmen, aber man hat angeblich kein sauberes Bild gehabt mit Frings.
Aber ist ja auch egal..Das ist zwei Jahre her
und selbtverständlich schlachteten die Italiener das aus. Das ist halt so. Glaubst du etwa, dass zB. unsere geliebte BILD nicht eingreifen würde in solchen Fällen?
Die Spieler selbst würden doch immer antreten und ggen den stärksten Gegner spielen. Medien sehen das gerne ein wenig anders. Da begrüßt man zB auch den verletzungsbedingten Ausfall von Villa vor einem EM-Finale. -
http://youtube.com/watch?v=N3WL1cavwMs&feature=related
Ich mag mich irren, kann aber nicht sehen, dass Frings weggeschubst wird.
Er bekommt einen Hieb und schlägt dann zurück.
Aber wo fangen wir denn dann an beim Sport. Für jede unfaire Aktion gegen einen eurer Spieler, fordert ihr ihn natürlich auf, dass er ebenso auskeilt. Jawohl!
Lass dich nicht foulen,Junge, foule einfach zurück.
Übrigens, wenn meine Spieler ins Krankenhaus getreten werden, dann lasse ich das Spiel abbrechen.
Wenn gegnerische Eltern oder Trainer unsportlich agieren, dann unterhalte ich mich mal diesen werten Menschen, hilft es nichts, mache ich den Schiri darauf aufmerksam. Reagiert auch der Schiri nicht, dann lasse ich das Spiel abbrechen und gebe den Grund zu Protokoll.
Vor dem Sportgericht werden wir dann ja mal weitersehen. Alles schon erlebt, immer gut ausgegangen.
Aber ganz sicher nicht, haue ich eine Person oder lasse solch eine "Antwort" einem meiner Spieler durchgehen.
Es kann immer mal mit jemanden durchgehen, keine Frage. Aber die Konsequenzen hat man zu tragen. So wie Frings sich das Spiel anschauen durfte und bis an sein Lebensende sich die Frage stellen wird, ob Deutschland mit ihm nicht das HF hätte gewinnen können.
Und meine Jungs feiern Frings auch nicht als Helden, sondern sehen in ihn den Idioten, der sich durch eine dumme Aktion um das Halbfinale gebracht hat.
Befand sich ja auch in lebensbedrohender Situation da auf dem Spielfeld. Kann man absolut vergleichen mit dem "normalen Leben"...lol
Wohin hätte er denn auch gehen können, um sich der Situation zu befreien?
Da war die Notwehr einfach zwingend notwendig. Übrigens schreibt die deutsche Rechtsprechung auch vor, dass vor einer gerchtfertigten Notwehrhandlung ein Prüfung vorausgeht, ob sich die PErson nicht anders hätte helfen können. Als erstes und simpelste greift da, dass man einfach weggeht.
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hmm...
Also diese Sicht der Dinge im Fall Frings, kenne ich so eigentlich nur von Fans.
Als Trainer und Verantwortlicher für junge Spieler bin ich mehr als dankbar, dass Frings gesperrt wurde. Er hat einen Gegenspieler geschlagen und sich unsportlich verhalten. Eal, ob Provokation oder nicht. Ich bringe meinen Jungs bei, dass sich so etwas nicht gehört und man für so etwas bestraft wird und werden muss.
Wenn Frings für dich in diesem Fall der Engel ist, dann ist das deine Ansicht.
Als Fussballfan und Trainer, bin ich froh, dass ein Frings damit nicht durchgekommen ist. Und wenn es Berlusconi persönlich gewesen wäre, der dies der FIFA meldet.
Unsportlichkeiten gehören bestraft und als Fan der deutschen NM, sollte man den Vorwurf machen, warum er sich da nicht beherrschen konnte und gar den Wischer verpasste, als doch die Lage sich bereits enspannte und nicht die bösen italienischen Medien anklagen, die dies eben schön ausschlachteten, ABER 100% RICHTIG HANDELTEN!
Wer halt den Dicken machen muss, schadet seiner Mannschaft und Frings dient da eigentlich als perfektes Beispiel.
Gelernt hat er daraus ja nichts. Er heult auch heute noch in jedem Interview rum, dass er so gesperrt wurde, statt sich nur ein einziges Mal für seine Dummheit öffentlich zu entschuldigen. -
Das rundet es perfekt ab.
Denn wir wissen wohl alle, dass in einem Turnier immer mal eine Mannschaft unglücklich auf der Strecke bleibt, wo wir uns dachten, dass wir gegen die keine Chance haben oder dass man bereits vor dem Finale den stärksten Gegner aus dem Turnier kickt und es danach nur noch leichter wird. -
Und die ach so schlechten Italiener sind amtierender Weltmeister und haben Deutschland besiegt und besiegen Deutschland eigentlich immer, wenn es ernst ist und auch meistens, wenn es nicht so ernst ist.
Was sagt der zweite Platz denn groß aus? die Italiener scheiterten erst im Elferschießen, obwohl ihnen Pirlo und Gattuso fehlten, an den Spaniern, die für Deutschland auch schon in 90 Minuten eine Nummer zu groß waren. Ist Deutschland jetzt automatisch besser, weil sie erst im Finale gegen die Spanier spielen mussten und nebst einer leichten Gruppe und nur einem schweren Gegner mit Portugal, sich zB. gegen eine C-Elf der Türken durchsetzen mussten im Halbfinale? Die Türken, die offenbar nicht so einen guten Draht zur UEFA haben wie der reichste Verband der Welt und deren Keeper für zwei Spiele gesperrt wird mit seltsamsten Begründungen. Das Fehlen des Keepers war mit der größte Grund für den deutschen Sieg.
Brasilien scheitere bei der WM an Frankreich, die widerum an Italien im Elferschiessen scheiterten, obwohl die bessere Mannschaft. Die gleichen Italiener erteilten Deutschland eine kleine taktische Lektion im Halbfinale. Wer ist also schlechter und wer ist besser? Wie kann man so etwas denn wirklich sagen ohne direkten Vergleich?
Und viele heulen heute noch rum, dass Italien angeblich unverdient Weltmeister geworden wäre. Wird man unverdient Weltmeister?
Ich mache Deutschland nicht schlecht, nur relativiere ich Turnierplatzierungen und Quervergleiche. Titel sind wirklich eine Hausnummer. Aber zu sagen, dass man besser sei als x,y,z, weil x,y,z eben in der Runde schon rausgeflogen ist und man selbst eben leichtere Gegner hat und daher erst später scheiterte, kann es ja nicht sein. -
Du hast da aber auch NM wie die Elfenbeinküste. Die meisten Spieler sind entweder in jungen Jahren nach Europa gekommen und wurden dort ausgebildet oder sind gar "Produkte" der Fussballschulen aus Frankreich , Italien oder Holland. Diese Spieler müssen dann erst einmal entdeckt werden von den nationalen Verbänden.
Bei Länderspielen, so darf man oft lesen, müssen die Spieler ihre Tickets selbst bezahlen und demnach auch selbst sehen, wie sie zum Treffpunkt kommen. Die Spieler kommen dann aus aller Welt zusammen und von Organisation ist zumeist nichts zu sehen. Dann sollen sie mal schnell spielen, wo sich dann ja immer noch neue Probleme auftun.
Jetzt sagt einer, dass dies doch erwachsene Männer sind. Sind die Deutschen doch auch. Doch warum macht so eine Organisation denn? So dass Spieler die absolute Konzentration auf das Spiel haben. Ist bei afrikanischen Teams nicht gegeben.
Dann fliegen die Spieler wieder zurück in alle Länder. Letztlich sind mittlerweile viele afrikanischen Nationen gezwungen gar ihre Testspiele in Europa auszutragen, was bei der Organisation wohl noch königlicher sein dürfte, zudem spielen sie wesentlich weniger Testspiele als die meisten europäischen Teams. Die Spieler protestierten da, was ja logisch ist, denn ihr Gehalt bekommen sie vom Arbeitgeber und dieser begrüsst diese Reise-Belastung nicht so sehr.
(mal am Rand:Der FCB hat ja gar vor der Vertragsunterzeichnung von Ze Roberto damals "begrüsst", dass dieser nicht mehr für Brasilien spielt. Ob man so etwas auch bei den deutschen Spielern "begrüssen" würde, sei mal dahingestellt.)
Ist für viele halt nicht nachvollziehbar, aber Organisation ist nicht zu unterschätzen, um die Leistung zu optimieren.
Und dennoch haben es afrikanische NM geschafft innerhalb von 20 Jahren so den Abstand zu verkürzen, dass sie bei Turnieren nicht mehr zweistellig aus dem Stadion geschossen werden. Das gilt es auch anzuerkennen. Talent setzt sich doch durch. Nur haben sie auch noch nicht die Masse an Spielern. Deutschland hat einen Superstar und viele international mindestens auf durchschnittlichen Niveau agierende Spieler, wobei hingegen zB. die Elfenbeinkünste mit Drogba einen Weltklassemann hat, paar international gute mit dem Touré-Brüdern und dann aber auch einige Spieler in der Startelf aus unteren Ligen in Europa. Was willst du da auch erwarten? In paar Jahrzehnten müssen sie dann eben nicht mehr diese Amateure nominieren und dann werden wir sehen, was bei rumkommt.
Im internationalen Jugendfussball, wo es wirklich nur um Talent geht, da sind einige afrikanische Nationen schon jetzt viel erfolgreicher als Deutschland. Im Herrenbereich kommen aber viele andere Dinge hinzu, die man noch nicht bieten kann.
So viele Worte, aber ich kann dieses Assoziation Nationalmannschaft gleich Beleg für tolle Ausbildung nicht ab. Da gibt es eben genauso wenig einen fairen Wettbewerb, auch wenn das viele immer denken wollen, wie im Vereinsfussball. Der Faktor Geld ist da enbenso von Belang.
Als echten Beleg für tolle Ausbildung dient da eher die Begehrtheit der heimischen Spieler und wie sie auf dem internationalen Markt bestehen.
Verstehe immer nicht, warum das viele nicht sehen wollen bei Fussballern. Das ist ein Beruf und der kleine Junge im Verein wird ja nicht ausgebildet, nur um später mal ein Spieler in der NM zu sein, sondern um als Fussballer im Beruf zu bestehen.
Die deutschen Fussballer funktionieren in der NM auf den niedrigen NM-Level sehr gut, aber auf dem hohen Niveau des internationalen Vereinsfussball umso schlechter. Bis auf Ballack fällt da kein Aktiver mehr positiv auf.
Das scheinen die aber zu wissen, sonst würden die nicht alle in der bequemen Bundesliga bleiben wollen. Im Ausland müssten die mal beissen und würden nicht hofiert werden und von den MEdien alles entschuldigt und völlig übertrieben eingestuft. In der Bundesliga kann so manch ein Nationalspieler monatelang grausam spielen und dann mal gegen Zypern glänzen und er wird als Star gefeiert. Da wird gar dann der Heimtrainer in Frage gestellt. Spielt dieser Spieler in Spanien, England oder Italien, dann wird das Spiel gegen Zypern realistisch gesehen, nämlich als Muster ohne Wert und er muss die Lesitung im Verein bringen, sonst verabschiedet er sich auf die Tribüne und die angeblich von der BILD-Zeitung vorhergesagte große Karriere, platzt wie eine Luftblase. Werbewirksamkeit gleich null. Verträge platzen, usw. Daher wäre ich mehr als glücklich, wenn sich die Herren Schweinsteiger und Podolski mal ins Ausland verabschieden würden. Einfach mal durchboxen und nicht mehr hofiert werden.
Natürlich riskieren das viele nicht. -
Zitat:
Andre schrieb am 16.07.2008 12:42
Mir fällt auf, dass die Mannschaften aus der dritten Welt und auch Brasilien ein großes Spielerpotenzial haben, aber unter dem Strich nicht messbar erfolgreich sind. Da stellt sich die Frage des WARUM NICHT?
Liegt es wohl am Budget, am Geld, der Kohle?
Ja, Ja, Ja....
Das ist doch eigentlich leicht nachzuvollziehen.
Wieso Brasilien übrigens nicht erfolgreich sein soll, frage ich mich da allerdings doch. Es ist gar umso bewunderswerter, trotz der fehlenden Strukturen so erfolgreich zu sein.
Der DFB ist doch der reichste nationale Sportverband der Welt. Das darf man nicht vergessen, allein was so etwas bedeutet für Nationalmannschaften. Was der DFB für die Sichtung ausgeben kann, dass können afrikanische Verbände schon mal überhaupt nicht und Brasilien auch nicht.
Man muss sich mal den Ablauf vergegenwärtigen. Du hast da zB. die deutsche NM mit Spielern, die seit dem 6.Lebensjahr erfasst werden und es wird bis nach ganz oben gesichtet, was ziemlich leicht ist, da ja auch jeder deutsche Spieler erfasst wird. Die meisten spielen eh im Inland. Bei Länderspielen werden den Spielern Flugtickets gebucht und sie über Termine informiert, so dass sie in Frankfurt eintreffen, da ist dann alles organisiert, es geht weiter ins 5-Sterne Hotel und morgens zum Training. Man fliegt dann weiter zum Länderspiel, wo die Spieler letztlich auch nur auf den Platz laufen müssen. Nach dem Spiel heisst es auf Wiedersehen und ab zum Flughafen und nach Hause, meist ja nur innerhalb Europas. -
Zu den Ländervergleichen:
So leicht ist es wohl nicht.
England hat traditionell eine schwache NM. Daher ist dies wohl ein absolutes Strukturproblem. Selbst in den Jahren als man den europäischen Fussball beherrschte und alles abräumte und sich zb. auch grds. gegen deutsche Teams durchsetzte, hatte man eine schwache NM. Und ich rede hier von den Zeiten als da nur 3 Ausländer erlaubt waren und zumeist waren diese 3 Ausländer dann auch noch Schotten, Iren oder Waliser.
Im CL-Finale stehen 10 Engländer in der Startelf auf dem Platz. Allesamt Leistungsträger in ihren Teams. 10 Engländer!
Wenn dann ein Trainer aus dem Reservoir keine starke Truppe basteln kann, dann liegt es wohl nicht unbedingt an den Ausländern in der Liga, sondern vor allem an einem fehlenden Konzept in der Entwicklung der NM.
USA? Kommt ganz, ganz stark. Mal darf nicht vergessen, dass der männliche Fussball so wirklich ernsthaft erst seit nicht einmal 15 Jahren nun gefördert wird und man da gegen andere große Sportarten ankämpft.
Dennoch mitlerweile im Jugendbereich eine mittelstarke bis starke Nation im weltweiten Vergleich geworden. Was den Amis abgeht, trotz bester Schulung ist der Esprit. Das kann man halt nicht einfach lehren. Straßenfussball haben die ja nun wirklich überhaupt nicht und dieser Witz geht dem US-Fussball noch komplett ab. Allerdings sind die Jugendteams physisch und von der Grundtechnik bestens geschult. Wenn die noch den Esprit bekommen, sprich Fussball populärer wird und auch auf den Straßen gekickt wird, dann entsteht da was ganz großes.
Brasilien? Gottes eigenes Fussballland. Wie kann man diese Nation nur abschreiben? Haben jetzt halt ein paar übersatte Spieler gehabt, aber dieses Reservoir ist unerschöpflich. Muss da immer lachen, wenn Journalisten da gar eine Katastrophe herbeireden wollen, da die in der WM-Quali nur auf Platz 5 liegen.
Frankreich hat ein Bombenspiel gegen die gemacht bei der WM und dennoch war es offensichtlich verdammt schwer eine brasilianische Mannschaft zu schlagen, die nur so vor Arroganz platzt und völlig faul agiert. -
Bin da mit dir völlig auf einer Linie, Big Bopper. Gerade diese Fragen, was denn die anderen Länder erreichen und wir sind doch viel erfolgreicher, führten auch zum Absturz des deutschen Fussballs.
Während mal sich selbst an den deutschen Tugenden berieselte und jeder kleine Trainer sich dadurch bestätigt fühlte und man immer noch die Kids durch den Wald jagte, haben andere Länder sich halt gefragt, was macht den deutschen Fussball stark, was können wir davon übernehmen und vor allem wie lässt sich das vereinbaren mit unseren Stärken.
Das Klinsmann-Konzept will nicht nur die Stärken eines Spielers fördern, sondern dafür sorgen, dass er seine Stärken bestmöglich ins Spiel übertragen kann. In der Trainingsarbeit wird da selbstverständlich ebenso an den Schwächen gearbeitet.
Anders geht es ja nicht.
Wenn man mal Holland und Deutschland vergleicht, dann werden leider die meisten deutschen Trainer wieder abwinken und sich sagen, dass man von den Holländern nichts übernehmen kann. Wir haben Titel und die gewinnen eh nie etwas.
Gespräche über technische Defizite im deutschen Fussball enden immer mit so grandiosen Sätzen wie,"wir sind keine Brasilianer" oder "der Deutsche hat andere Qualitäten". Schön und gut, nur wundere ich mich da immer, wenn es bei der holländischen Nationalhymne doch heisst, "wir sind vom deutschen Blut".
Also am Genmaterial kann es wohl doch nicht liegen. Offenbar kann man eine überdurchschnittliche Technik komplett schulen.
Ob Sneijder, van der Vaart, Robben, van Persie...alles technisch perfekte Spieler und so etwas soll also mit deutschen Kids nicht möglich sein?
Daher kann man aus deutscher Sicht von den Holländern lernen, wie man jeden jungen Fussballer einfach ein 100% technisches Grundgerüst mitgibt.
Wenn man also die "deutsche" Trainingsarbeit um dieses "holländische Werkzeug" erweitern, hat man letztlich einen noch besseren deutschen Fussball.
Daher nicht immer nur alles ablehnen, weil die letzlich weniger WM-Titel aufzuweisen haben. Trotzem haben sie aber mehr Einzelspieler von internationaler Spitzenklasse entwickelt. Da herrscht eine andere Ideologie.
Trainer in Holland verstehen sich wirklich als Lehrer. Man hat ein Kind, das man so ausbilden muss, dass es den Beruf des Fussballers später bestmöglich ausüben kann, da es perfekt vorbereitet wurde durch die Ausbildung.
Der Leistungsbereich ist da knallhart. Während in Deutschland so manch ein Kind noch just for fun mitkickt zur Freizeitbeschäftigung, wird in Holland schon knallhart ausgesiebt und in Spaßfussball und Leistungsfussball unterteilt. Leistungsfussball im Sinne von Berufsausbildung.
Nationalmannschaft ist wirklich ein komplett anderes Thema. Der DFB tut hier wirklich schon in jüngsten Jahren verdammt viel, so dass am Ende im Herrenbereich die Früchte geerntet werden können. Wobei hingegen in vielen anderen Ländern der Fokus da komplett auf den Vereinsfussball liegt.
Während man sich dann in Deutschland damit schmückt, dass die NM Titel holt, schmückt man sich in Holland damit, dass man viele Jungs ausgebildet hat, die in den Topligen absolute Leistungsträger sind. Und ehrlich gesagt, finde ich letzteres besser, denn es ist ja der berufliche Alltag, der dominieren sollte. -
Alle Achtung, Alice. Vor dir muss man wirklich den Hut ziehen und es es gibt ja noch weitere Personen, denen es so wie dir geht.
Es ist eigentlich eine absolute Unverschämtheit, dass du bei deinem Verein Migliedsbeitrag zahlen musst, dich dann auch noch selbst finanziell beteiligst an den Kosten für die Mannschaft und zudem keine Aufwandsentschädigung bekommst.
Du bist eigentlich auch ein Sponsor deines eigenen Vereins - gar noch aktiv. -
Ah, endlich....wollte auch schon mal diesen Thread eröffnen.
Man muss da eigentlich immer wieder dran erinnern, dass das kein Klinsmannkonzept ist und er hat auch nie etwas ganz neues erfunden und entwickelt. Er bringt einfach bzw. hat er bei der NM damals, die Trainingsmethoden, die in anderen Ländern wie England, Spanien und Italien absolut gängig sind, endlich mal nach Deutschland gebracht.
Dies war einfach längst überfällig. Jetzt setzt er dies endlich mal in einem Verein um und wenn du heute wieder lesen darfst, dass es Magath doch glatt geschafft hat, dass ein Leistungssportler im Training kollabiert, dann ist Klinsmann wirklich als Messias zu anzusehen.
Der Schmidtlein, der der Kopf des Fitnessteams von Klinsmann ist, hat ja damals auch beim FCB unter Magath gekündigt, weil er diese Methoden nicht verantworten konnte und wollte, nur mal so nebenbei.
Grundsätzlich spricht nichts gegen dieses Konzept und ist auch für den Breitensport bestens geeignet und gar für die Bambinis. Problem ist einfach nur, dass es bei den meisten Clubs wohl qualitativ und quantitativ am Personal fehlen dürfte.
Tipp:
Einblick in die tägliche Trainingsarbeit des FCB gibt es hier zu sehen -----> EYEP.TV
Einteilen in Gruppen sollte eh immer praktiziert werden. Nur geht es beim FCB gar so weit, dass da mal die gesamte Trainingsgruppe in Dreier-Gruppen eingeteilt wird un jede Gruppe einen Trainer hat. Das ist natürlich im Breitensport nicht möglich.
Absolut positiv und herauszuheben ist aber die Grundlagenausdauer immer mit Ball und nahezu jede Einheit irgendwie mit dem Ball.
Was mich bei den bisherigen Einheiten absolut fasziniert hat und ich übernehmen werde, ist die Arbeit mit den Physios und verstärkte Gleichgewichts- und Stabilitätsübungen.
Trainer in kleineren Clubs, würde ich ja mal den Tipp geben, dass sie bei den örtlichen Physiotherapieschulen mal einen Zettel aushängen, ob da nicht Schüler im letzten Jahr gewillt sind, ein wenig im Bereich Sporttherapie zu schnuppern und euch beratend zur Hand gehen.
Des Weiteren werde ich die Ausflüge in andere Sportarten übernehmen. Hab das immer überlegt, aber nie wirklich umgesetzt. Freunde von mir spielten Football und faszinierenderweise haben Football-Spieler einen viel besseren Antritt als Fussball-Spieler. Da wird das auc komplett anders trainiert. Klinsmann hat da typischen Übungen aus dem Football-Bereich jetzt übernommen, bzw. er arbeitet mit Trainern aus dem Football zusammen, die das nun bei Fussballern schulen.
Da gibt es also einiges, was man sich abschauen kann. Also nicht nur im Leistungsbereich, sondern wenn möglich gleich von der Pieke auf.
