Beiträge von Soni10

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    Biete doch dem anderen Team an, einen Spieler dazu zu nehmen, anstatt einen von Euch runter zu nehmen. Meiner Erfahrung nach wird das Angebot gerne angenommen.

    Das mit dem weiteren Kind ist super, find ich. Ich mache das sogar schon, wenn sie mit 3 Toren führen und es führ mich so aussieht, dass die das gar nicht mehr aufholen können. Wenn es dann immer noch so weiter geht, dann können es auch mal 2 zusätzliche Spieler sein.

    Beim NLZ wurde mir erklärt, dass das Profil stark vom Alter abhängt. Bei den Jüngeren ging es viel um Bewegungstalente. Technik kann man den Jungs immer noch beibringen, aber die Bereitschaft zu laufen, wie man sich bewegt, der Wille und welche Grundlagen man mitbringt, kann man nur schwer beschulen.

    Dann stellt sich die Frage wann damit gestartet wird?



    Unterscheidet sich das Training in europäischen Ländern?


    Hierin steht, dass sie wohl mehr Zeit in Spielformen, also Spielintelligenz, 1x1, 1x2, 2x1, 2x2 usw. investieren und dafür weniger in Fitness, Athletik und Koordination usw.

    Ich gehe sogar soweit das es die Teams im NLZ heftiger trifft als die Amateurvereine und ja jetzt geb ich dir ne Vorlage😉

    Nein, wir lassen das jetzt so stehen. Ich schreib nichts mehr dazu :)


    So kenn ich es gar nicht wenn man aber hier auf Amateurvereine trifft sind es meistens welche mit 3-4 Manschaften pro Jahrgang und da fällt es nicht so auf

    Es gibt aber halt auch noch viele ländlichere Regionen mit Dörfern (und es gibt viele Dörfer :-)), da ist das nicht so einfach, wenn man nur 1 Team für die komplette Altersklasse hat. Aber da sind wir auch schon beim Problem, so pauschal ist das alles schwierig.

    Wir haben sogar in der Regel nur 1 Team für zwei Jahrgänge. Wir melden dann den älteren Jahrgang für den Spielbetrieb an, aber die Hälfte der Mannschaft ist dann jünger. Das ist bei uns die Regel, nicht die Ausnahme.

    Das ist dann ein 2 gegen 1, dann kommt wieder einer zum 2:2 und zum 3:2 usw. Bis zum 3:3 oder 4:3 oder 4:4, je nachdem was Sinn macht, dann Neustart, wobei die andere Farbe diesmal beginnt. Jede Mannschaft zählt ihre Tore, ggf. kann man die Kontertore in Unterzahl doppelt werten.

    Danke. Eine supertolle Übung. Ich habe sie ausprobiert. Bei uns war dann aber das Problem, dass jedes Kind immer der erste der Mannschaft sein wollte, der rein kommt, weil er dann länger dran ist, und nicht nur so kurz wie der letzte. Das mussten wir dann auch innerhalb der Mannschaften rotieren, so dass jedes Kind mal das erste Kind ist und jedes Kind mal das 4. Kind, damit die Kinder alle zufrieden waren. Dann hat es besser funktioniert.

    Ich würde auf jeden Fall schon auch einen Wechsel in Betracht ziehen, oder zumindest mal Probetrainings bei anderen Vereinen.


    Manchmal ist es gut, wenn man mal eine neue Umgebung hat, andere Trainer, andere Mitspieler, man muss sich neu beweisen und durchsetzen.


    Einer von meinen ist nun auch gerade kurz vor der C-Jugend. Den neuen Trainer mag er nicht. Und es ist das erste Mal, dass er überhaupt einen Trainer nicht gut findet. Nun hat er gesagt, dass er vielleicht wechseln möchte.


    Ich denke aber gar nicht, dass der neue Trainer das Hauptproblem ist. Er mag zwar gewöhnungsbedürftig sein, aber ich denke, dass es noch andere Gründe gibt. Z.B. der alte Mannschaftskapitän kam (nach einem Jahr bei einem anderen Verein) wieder zurück. Er stand mit ihm schon früher etwas auf Kriegsfuß. Und zweitens: alle anderen Schul-Freunde von meinem Sohn haben inzwischen auch schon mal den Verein gewechselt und fanden den Wechsel immer gut, kamen in gute Teams. Nur er (von seiner Klicke mit 8 Jungs) ist noch nicht gewechselt. Ich glaub, er will das jetzt auch einfach mal machen.

    Das mit den Kontakten mache ich auch viel. Außerdem spielen wir auch sehr viel 2x2. Die Spiele gehen immer bis 10, entweder auf 2 Mini-Tore oder sie erhalten Punkte, wenn sie über eine Ziellinie dribbeln und den Ball im Zielbereich ablegen. Die Regel, welche der Mannschaft angreifen darf mache ich so wie beim Beachvolleyball. Also wie der Aufschlag-Wechsel. Bei Balleroberung wechselt die Möglichkeit, welche Mannschaft angreifen und damit punkten darf. Die angreifende Mannschaft darf dann Punkte erzielen. Aber ich variiere das auch. Manchmal darf die verteidigende Mannschaft nach der Balleroberung auch punkten, sogar doppelt, weil es schwerer ist. Manchmal zählen die Punkte doppelt, wenn beim Angriff der Gegner getunnelt wurde, oder eine vorgegebene Finte (oder eine von zwei) gespielt wurde. Solche kleinen Sachen, habe ich festgestellt, machen dann den Spielern besonders viel Spaß. Und ich sehe es inzwischen dann auch vermehrt in den Spielen. Ich will, dass sie viel passen, sich viel freilaufen und auch einiges ausprobieren. Ich bin selber immer ein Spieler gewesen, der sehr abwechslungsreich und tricky gespielt hat, deswegen baue ich auch gerne mal so etwas in Übungen mit ein. Aber nicht immer. Nur ab und zu. Aber die Kinder lieben das.

    Wenn ich meine Jungs anschaue, wüsste ich nicht, was ich in den vielen Stunden Fahrzeit im Auto jede Woche mit den Kindern besprechen sollte. Wie überbrückt ihr die Fahrzeit zur Fußballschule und zurück?

    Das mit dem Überbrücken ist schon lustig. Unserer hält nie die Klappe. Manchmal wäre es mir lieber, wenn ich ehrlich bin. Ich bin nicht so der Typ, der ständig quatschen muss.


    Aber ansonsten hast Du schon Recht. Ich hatte mir das mit der Fussballschule auch überlegt. Nun bin ich aber ja selber Fussball-Trainer und habe mal geschaut, was die in so Fussballschulen machen. Sie machen viel Koordinatives und Technik bei uns in der Fussballschule. Nun hatte ich aber gedacht, die Stunde, die ich ihn immer hin - und zurückfahre, die coach ich ihn lieber selber. Sei dem machen wir zusammen jeden Tag 1 Stunde nach meinem Arbeiten zusammen im Garten (also alle 3 Kinder gemeinsam), anstatt dass sie Abends Fernsehen schauen. Außer an den Tagen, an denen ich Training im Verein gebe, da klappt das dann nicht auch noch zusätzlich.

    Ja genau. Wenn Kinder immer ins Training gehen und gut mitmachen, dann sollten sie auch Spielzeit bekommen. Im ersten Teil im letzten Jahr war alles transparent und fair. Aber Am Ende, als dann einige Kinder wieder in der ersten und zusätzlich in der zweiten Mannschaft kickten, da waren dann die Kinder aus der zweiten Reihe (denen die Spielzeit genommen wurde) und deren Eltern (weil die Kinder traurig waren) unzufrieden. Wenn es zwei Mannschaften gibt, dann sollte die zweite Mannschaft schon vorrangig für die schlechteren Spieler da sein. Nur, wenn man nicht genug Spieler aus der zweiten Mannschaft findet, sollte man es mit denen aus der ersten Mannschaft auffüllen. Aber nicht standardmäßig immer 2-6 Kinder aus der ersten Mannschaft auch noch in der zweiten Mannschaft zusätzlich kicken lassen, damit sich diese Selbstvertrauen oder was auch immer holen. Dafür könnte man Testspiele machen.

    Bei uns hatten wir genau diesen Switch auch schon in der Spielgemeinschaft bei der D-Jugend. Also dort bin ich nicht (noch nicht) Trainer, da zurzeit in der E und F.


    Es gibt dort 1 Team (D1) in der Leistungsklasse und 1 (D2) Team in der Kreisklasse.


    Jahr 2023/2024: neues Trainerteam. Einteilung auch nach Leistung. Nur die guten spielen D1. D2 eigentlich die nicht so guten. Aber da er einigen guten (vor allem Mädchen vom NLZ) noch mehr Spielpraxis geben möchte, lässt er in der D2 regelmäßig auch bessere Spieler spielen, auch um Selbstvertrauen zu tanken. Andere nicht so gute Spieler spielen darum seltener oder ab und zu auch nur mal 5 Minuten. Eltern der schlechteren Kinder sind sehr unzufrieden. Richtig miese Stimmung im ganzen D-Jahrgang. Trainerteam geht wieder nach einem Jahr. Das Niveau der besseren Spieler ist besser geworden, die schlechteren Spieler stagnieren eher und manche sind frustriert. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft (bzw. der D-Jugend) ist gereizt und schlecht. Obwohl die D1 Meister in der Leistungsklasse wurde und die D2 (oft mit vielen Spielern der D1 bespickt) wurde immerhin Dritter. Einige Leistungsträger der D1 verlassen den Verein zu größeren Teams. Einige schlechtere und mittlere Spieler haben aufgehört.


    Jahr 2024/2025: neuer Trainer übernimmt. Es gibt keine feste Einteilung nach D1 und D2 mehr. Er lässt spielen nach Trainings-Einsatz. Alle Spieler, auch die schlechten spielen, wenn sie viel im Training sind und dort gut mitmachen. Wenn sie immer im Training sind und viel Einsatz zeigen, dürfen auch mal schlechtere in der D1 mitspielen. Und bessere, wenn sie nicht immer ins Training kommen, spielen dann auch ab und zu D2 anstatt D1. Mein Kind ist weniger talentiert (war auch bis in die E-Jugend Torwart) gehört zu den schlechteren Spielern und macht aber jetzt irgendwie sehr gute Schritte nach vorne. Geht voll motiviert ins Training, verbessert sich. Auch die besseren Kinder laden ihn jetzt ab und zu zum Kick am Bolzplatz ein. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft verbessert sich.

    Die D1 steht in der Leistungsklasse nur auf Platz 4. Die D2 ebenso in der Kreisklasse. Bis zu diesem Zeitpunkt hat kein einziges Kind den Verein verlassen. Aber es gibt auch hier wieder unzufriedene Eltern, die gegen den Trainer wettern. Also vor allem diejenigen, deren Kinder an sich zu den Besseren zählen, aber die halt manchmal nur für die D2 nominiert wurden oder sogar auch mal gar nicht, wenn nicht im Training. Sie kommen mit dem Argument, dass die D1 so nicht Meister werden kann und dass sie mehr mit festen Mannschaften spielen sollen, weil die Kinder sich dann besser aneinander gewöhnen können, Laufwege kennen. Am Ende der Saison geht der Trainer und zwei Interimstrainer teilen die Teams auf in besser (D1) und schlechter (D2) und auch bessere Kinder spielen wieder doppelt, also ab und zu auch bei der D2. Die schlechteren spielen eigentlich gar nicht mehr oder nur, wenn nicht genug Spieler. Motivation von unserem Kind ist wieder zerstört. Die D1-Mannschaft blieb am Ende nur vierter in der Leistungsklasse. Die D2-Mannschaft schaffte es noch auf den dritten Platz. 3 schlechtere bis mittlere Spieler überlegen, den Verein zu verlassen. Unser Kind will trotzdem bleiben. Wechselt aber in die C-Jugend.


    Ich will damit sagen: Egal, wie man es macht, es gibt immer Vor- und Nachteile. Es kommt wahrscheinlich erstens darauf an, wen Du fördern und entwickeln willst. Alle Kinder oder nur die Besseren. Zweitens, wie wichtig Dir und den anderen Erfolg (also Titel) sind. Und dann kommt es bei der Umsetzung halt darauf an, ob dann wirklich die schlechteren oder mittleren auch genug Einsatzzeiten zur Entwicklung bekommen, damit diese auch gefördert werden und dann der Frieden in der Gruppe gewahrt bleibt.

    Das liest sich jetzt für mich so, als wenn die schwächeren Spieler bei schlechtem Ergebnisstand keine Einsatzzeit bekommen würden. Das wäre schlimm, wenn das so wäre, weil man ja alle Spieler, also die komplette Mannschaft fördern möchte. Bei uns spielen 'immer' alle. Es gab 1 mal einen Trainer, der einen Spieler mitgenommen und dann aber nicht eingesetzt hat. Das Kind war hinDer ist nicht mehr bei uns. Das geht gar nicht.

    Mir ging es eher um die Reihenfolge der Einsätze, als um die Dauer der Einsatzzeit. Es gibt auch Spiele, da bekommen die schwächeren Spieler sogar mehr Einsatzminuten als die stärkeren Spieler. Es ist bei uns aber fast immer so, dass die besseren am Anfang eine komfortable Führung heraus spielen.


    Wir hatten auch schon mal zuerst die schwächeren gebracht und dann die stärkeren Spieler. Aber wenn die andere Mannschaft es anders herum macht, dann bringt es meiner Meinung nach den Spielern weniger, als anders herum. Und weil die anderen Trainer fast immer erst die besseren Spieler einsetzten, sollte man es meiner Meinung nach auch tun. Ich bin der Meinung, es bringt den Spielern mehr, wenn sie gegen gleichstarke spielen. Ansonsten kann so ein Spiel auch ziemlich einseitig sein. Bessere gegen bessere und schlechtere gegen schlechtere bringt den Kindern in der Entwicklung mehr. Vor allem auch den schlechteren, weil sie dann mehr Ballkontakte bekommen. Das siehst Du vielleicht anders. Aber so sehe ich das halt.


    In Leistungstests oder Trainingsspielen mit anderen Teams, die wir ab und zu machen, da machen wir Trainer es genau so. Wir lassen dann auch absichtlich manchmal nur die schwächeren Spieler gegeneinander spielen. Oder nur die jüngeren oder älteren, soweit es geht.

    Das bestätigt mich eigentlich in meiner Tendenz zum 2-3-1. Ich finde es auch wichtig, dass die Kinder früh lernen, über das Mittelfeld zu spielen und nicht ständig nur lange Bälle nach vorne zu schlagen. Gerade wenn man eine ballsichere Mannschaft hat, kann man so viel besser kombinieren.

    Dass das System stark von den Außen abhängt, habe ich mir schon gedacht. Da werde ich wohl genau schauen müssen, welche Kinder diese Rolle gut ausfüllen können. Es ist interessant zu hören, dass ihr im 3-3 so stark von einem einzelnen defensiven Spieler profitiert habt. Das zeigt ja auch, wie sehr die Aufstellung immer von den eigenen Spielertypen abhängt.

    Ich werde es auf jeden Fall ausprobieren und schauen, wie die Kids damit zurechtkommen. Vielen Dank nochmal für deine Erfahrungen :)

    Wir sind eine Dorfmannschaft. Und je nach Jahrgang, ist das Gefälle manchmal schon Recht groß, deswegen gibt es manchmal so starke Abhängigkeiten von einzelnen Spielern. Das hat aber an sich nichts mit dem System zu tun. Und manchmal hat man richtig gute dabei, die dann irgendwann in der Regel zu den größeren Stadt-Vereinen wechseln. Wir hatten auch schon Jahrgänge, wo wir viele sehr gute Spieler hatten, wo man Spielerausfälle viel besser kompensieren konnte. Aber die spielen jetzt alle nicht mehr bei uns.

    Ja, da hast Du Recht. In einem Dorfklub ist das Leistungsgefälle ziemlich groß. Andererseits ist man um jeden Spieler froh. Auch um die Schwächeren, weil man sonst manchmal gar keine Mannschaft zusammen bekommt.


    Das mit den Ergebnissen ist so eine Sache. Immer verlieren wollen auch die Schwächeren nicht. Ich mache das eher so, dass die Besseren vorlegen. Und da wir dann schon Recht gut sind, dann klappt das mit einer 2-3 Tore-Führung meistens. Dann dürfen (idealerweise nach der halben Spielzeit (bzw. in der ersten Hälfte nach der halben Spielzeit, in der zweiten Hälfte dann nochmal nach der halben Spielzeit, also 2 mal) dann die etwas Schwächeren ran, damit diese auch Verantwortung übernehmen und spielen dürfen. Immer öfter können sie dann zumindest das Ergebnis einigermaßen halten. Manchmal auch deswegen, weil ja die anderen Trainer dann auch häufig ihre schwächeren Spieler einsetzen. Aber es gibt Mannschaften (aus großen Kreisstädten), da sind wir ohne 2 Unterschiedsspieler verloren. Dazu kommt auch noch, dass wir meistens mit über 50% Spieler vom jüngeren Jahrgang spielen. Viele der anderen Mannschaften setzen gegen uns aber fast nur den älteren Jahrgang ein (ich frage da auch manchmal nach).


    Es ist aber nicht so, dass bei uns eine komplette Mannschaft zum Einwechseln auf der Bank sitzt, sondern es sind in der Regel nur 2-4 Einwechselspieler. Ich kann also sowieso nicht komplett rotieren. Manche müssen erst mal drin bleiben. Wir haben deshalb so wenige Einwechselspieler, weil die Kinder von den Eltern oft nicht zu den Spielen angemeldet werden. Dann hat man halt nicht so viele zur Verfügung. Das ist bei Dorfmannschaften auch oft ein Problem, je nach Jahrgang allerdings. Manchmal hat man auch Jahrgänge, wo die Kinder fast immer von den meisten Eltern zu den Spielen angemeldet werden.

    Meiner Meinung nach hat es mit der Anzahl der Trainer nichts zu tun, ob das Training usw. gut ist und vor allem, ob die anderen Kinder sich dann in der Mannschaft wohl fühlen.


    Bei uns sind wir in der E-Jugend 5 Trainer. Wobei 2 aufgrund Schicht nur ab und zu dabei sein können. Es kann gut funktionieren oder auch nicht. Aber das ist genauso bei 1 Trainer, bzw. mit 1-Trainer-Sohn-Gespann. Ich versuche immer alle Kinder gleich zu behandeln, alle bekommen nach Möglichkeit auch gleich viel Einsatzzeiten, da dies für die Entwicklung der Kinder wichtig ist. Wir hatten im Team auch schon Trainer, die meiner Meinung nach ihre Kinder bevorzugen wollten, da habe ich ihnen aber gesagt, dass ich das nicht gut finde. Und dann sind sie wohl in sich gegangen und jetzt ist es aber nicht mehr so. Also kann man sagen, dass es auch besser sein kann, wenn mehrere Trainer-Sohn-Gespanne dabei sind, weil dann die Chance größer ist, dass einer dabei ist, der mit der Bevorzugung der Trainer-Kinder nicht einverstanden ist.


    Ich habe zu sehr vielen Kindern ein sehr gutes Verhältnis und bekomme deshalb viel Feedback; nicht nur von den Kindern, sondern auch von deren Eltern. Daher bin ich mir sicher, dass wir bei uns so eine Ausgrenzungsthematik nicht haben.

    Aber es gibt schon auch 1 Trainer bei uns, der schon ab und zu mal etwas ausgetickt ist. Den mögen die meisten Kinder nicht so, und zwei sind u.a. wegen ihm schon ausgetreten. Aber ansonsten macht er im Training sehr gut mit. Und ich denke, dass diese beiden Kinder mit einer relativ großen Wahrscheinlichkeit vermutlich auch so früher oder später ausgetreten wären. Denn es waren beides Kinder, bei denen eher die Eltern wollten, dass sie kicken. Man hat sie nie auf dem Bolzi im Dorf gesehen und sie waren auch beide ab und zu kaum motiviert, zu trainieren oder auch zu spielen; das hatten sie mir auch schon öfter gesagt. Der eine hatte auch schon nach 3 Minuten gefragt, wie lange das Training noch geht. Und diesen einen Trainer hat genau dieses Desinteresse extrem gestört. Nicht aufmerksam, machen nicht richtig mit, stören oft den Trainingsablauf usw.


    Für mich als Eltern-Trainer ist es sogar so, dass ich meinen beiden Kindern schon ab und zu mal von einem Spiel abgemeldet habe (meistens war es ein Heimspiel), wenn wir zu viele angemeldete Kinder hatten, obwohl beide am Öftersten von allen Kindern im Training waren. Und anders herum, wenn sich zu wenige Kinder (wegen Schwimmbadwetter oder Kälte) anmelden, dann 'müssen' meine Kinder immer ran. Also meine Kinder werden glaub von mir eher benachteiligt als bevorzugt. Vielleicht auch weil ich Vater bin, und von ihnen daher wohl etwas mehr einfordere, weil ich bei ihnen besser einschätzen kann, wie weit ich gehen kann. Aber auch das ist bei jedem Trainer natürlich unterschiedlich.


    In kleinen Vereinen ist es so, dass man oft froh ist, überhaupt Trainer zu finden, die das ehrenamtlich machen. Ich hätte auch nichts dagegen, wenn ich mal Pause machen könnte, denn dieser Job ist manchmal sehr zeitaufwendig. Aber die einen beiden Trainer wollen nicht Cheftrainer sein und vor allem auch nicht alles organisieren. Und die beiden anderen Trainer können es schlecht machen, da sie ja Schicht arbeiten (manchmal auch an Wochenenden) und nur alle 2-3 Wochen am Training teilnehmen.

    Wir spielen auch ein 2-3-1 und haben damit bisher gute Erfahrungen gemacht. Außen setzen wir läuferisch sehr starke Spieler ein. Und das ist vielleicht das einzige Problem. Denn wir haben nicht so viele läuferisch wirklich starke Spieler. Wenn die beiden außen mal ausfallen oder später auf die Bank rotiert werden. Die Spieler außen helfen auch in der Defensive und in der Offensive.

    Wir gewinnen durch dieses System meiner Meinung nach an Gewicht im Mittelfeld, was uns als ballsichere Mannschaft entgegen kommt. Deshalb und auch wegen der Aufteilung bzw. leichteren Zuordnung in der Innenverteidigung machen wir das. Im Vorjahr hatten wir noch 3:3 gespielt. Aber da hatten wir andere Spielertypen. Einen sehr starken Defensivspieler (hat in der Mitte gespielt), der praktisch alles fast im Alleingang abgeräumt hat. Er konnte die beiden Außenverteidiger im 3:3 immer gut unterstützen. Und vorne hatten wir auch mittig einen super Stürmer, der auch Torschützenkönig in der Liga wurde. Die Kinder haben dann aber oft nach einer Zeit im verlaufe des Spiels immer mehr mit langen Bällen operiert, was meiner Spielphilosophie etwas widerspricht. Ich bevorzuge mehr das Passspiel von hinten bis vorne mit einem starken Mittelfeld und nicht mit langen Bällen das Mittelfeld überspringen.

    Viel Spielzeit ist für die Entwicklung unbezahlbar. Daher ganz klar wechseln. Außer Dein Kind will es anders. Dann sollte man dem Wunsch des Kindes nachgeben.


    Und es ist auch so, dass Kinder erfahrungsgemäß irgendwann eher dazu tendieren, aufzuhören, wenn sie wenig Spielzeit bekommen, als wenn sie immer gut dabei sind und sich dadurch als wichtig für die Mannschaft erachten.

    Mir ist es auch wichtig, dass meine Kinder sich daran gewöhnen, Sport zu treiben, um dann hoffentlich das im Alter beibehalten, und damit gesünder leben, also ohne Sport. Deswegen würde ich das mit der Spielzeit ganz klar bevorzugen. Aber man kann sicher auch mal mit dem Trainer reden, Problem nennen, und fragen, wie sein Plan mit ihm ist, wie er ihn sieht.


    Es gibt bei mir auch Kinder, die öfter auf der Bank sind, als andere (manchmal sind diese Spieler auch alleine für sich genommen in Ewas gleich gut, wie der, der zuerst oder mehr spielt). Ich probiere es einigermaßen ausgewogen zu machen (da bei uns Breitensport), aber es gibt Kinder, wo es im Spiel untereinander besser zueinander passt. Und es gibt Kinder, die sind Unterschiedsspieler. Wenn ich den einen defensiven und den einen offensiven Unterschiedsspieler (zusammen mit noch einem weiteren Spieler, der ebenfalls öfter passt) bei uns zusammen spielen lasse, dann verläuft das Spiel immer positiv für uns. Dann können wir als Dorfverein auch gegen die stärkeren städtischen Teams bestehen. Also die beiden Spieler plus den Torwart muss ich fast durchspielen lassen, wenn wir bestehen wollen. Jetzt schau ich auch noch, dass wir am besten erst mal eine Führung heraus spielen, was meistens gelingt. Dann tausche ich in der Regel lieber in der Offensive, wenn die Defensive gut steht. Und das ist das Problem. Wenn die Defensive gut ist, dann habe ich nur noch die vorderen Plätze zum Tauschen, wo aber der eine Unterschiedsspieler meistens auch dabei sein muss, weil er das Spiel einfach lesen kann und auch praktisch alle guten Angriffe einleitet. Wenn ich dagegen in der Defensive tausche, und dann die gegnerische Mannschaft aufholt oder sogar ausgleicht oder in Führung geht, dann geht das Spiel oft nicht in unsere Richtung. Es ist dann schwieriger, das Spiel wieder in den Griff zu bekommen, weil dann bereits der Wurm drin ist und der ein oder andere Sachen macht oder nicht macht, die er sonst eigentlich im Griff hat. Manche Kinder sind dann total von der Rolle. Und bis wir das im Griff haben, dass die Defensive auch mit Rückständen umgehen kann, bis dahin tausche ich in der Defensive weniger. Und manche Spieler spielen dann auch weniger, weil manche auch lieber nur hinten spielen wollen.

    Nur mal so als Update: Der eine Zwilling, von dem ich geschrieben hatte, der macht sich langsam. Seit er einen festeren Schuss (habe an ein paar Wochenenden mit ihm viel Schießspiele an einer hohen großen Mauer, wo wir extra hinfahren, gemacht) hat und ich mit ihm täglich nach der Arbeit Sondertraining für die Ballbehandlung und das 1x1 mache, ist er etwas selbstbewusster geworden. Er hat jetzt im Training mal die beiden besten (also seinen Zwillingsbruder und noch jemand, der sehr gut ist) hintereinander ausgespielt und dann ein super Tor geschossen und etwas Ähnliches hatte er wohl auch in der Schule auf dem Bolzi gemacht. Seit dem geht er jetzt auch besser und öfter zum Ball und durch den höheren Ballbesitz wird sein Spiel wieder noch selbstbewusster und besser. Passen konnte er ja schon vorher Recht gut. Jetzt nennen sie ihn am Schulhof 'Cristiano Ronaldo' und im Verein hatten sie ihn nach seine tolle Aktion 'Messi'-Tor getauft. Er weiß immer noch, dass er kein Topspieler ist, aber er traut sich endlich mehr und wird besser. Wenn wir die Spieler wählen lassen, dann gehört er inzwischen auch nicht mehr zu den 2-3 letzten Kindern, die gewählt werden, sondern ist jetzt eigentlich immer im unteren Mittelfeld (also noch 4-8 Kinder von 18-25 werden nach ihm gewählt). Er hat mich auch gefragt, ob wir das Sondertraining mit ihm noch bis nach den Sommerferien weiter machen können. Er hat das Gefühl, dass ihn das besser gemacht hat.

    Das Falsche ist auch wieder ein Punkt. Es gibt aber halt auch wenige, die die Übersicht haben und dann die entsprechende Anweisung geben können. Das ist bei uns jedenfalls so. Es gibt nur 4 Spieler, bei denen ich den Eindruck habe, dass sie in dieser Hinsicht sehr reif sind. Bei den meisten bin ich froh, wenn sie überhaupt mal passen und nicht immer alles alleine machen wollen. Oft sehen es diese Spieler gar nicht, dass ein anderer Besser postiert war. Und im Defensivspiel das Selbe. Wirklich Übersicht, so dass sie für andere auch mitdenken, davon habe ich maximal 3-4 Spieler pro Jahrgang (von ca. 12-13 Kindern).


    Welche Jugend? Also wenn es zu wenig ist. Bei uns war es bisher so, je höher die Jugend, um so mehr wird dann miteinander auf dem Platz geredet. Ab E-Jugend geht es schon halbwegs gut. Halt nicht immer die richtigen Sachen (weil sie es halt nicht können), aber sie reden miteinander immer mehr.

    Habt ihr solche Trainings gehabt? Kann das gelegentlich vorkommen in einer U9 Breitensport oder muss ich mir Gedanken machen, dass etwas nachhaltig nicht stimmt

    Breitensport, Dorfmannschaft?


    Meistens liegt es zum größten Teil an den Kindern, und nicht an den Übungseinheiten oder am Trainer. Das kann natürlich auch mal sein. Aber Kinder sind halt unterschiedlich. Und bei unserem Verein nehmen wir auch alle Kinder, vom Mobeligen, der Laufprobleme hat bis zu Kindern, die schon in der ersten Klasse zwei mal sitzen geblieben sind, und ADHMS-Kindern oder wie das Zeug heißt.


    Und jetzt ist es natürlich so, dass die Kinder auch nicht immer einen guten Tag haben. Oder manche haben auch bis zum Trainingsbeginn einen schweren, stressigen Schultag gehabt, mit Mittagschule usw. Da fällt es ihnen manchmal schwer, sich noch voll zu konzentrieren. Und auch bei uns Trainern kann das so sein, dass man mal einen stressigen Tag hatte.


    Ich versuche das immer im Hinterkopf zu behalten, wenn ich mich aufregen 'muss'. Ich probiere dann immer, wenn es nicht so läuft, die Übungen einfach zu halten und den Schwierigkeitsgrad zu reduzieren. Und außerdem aus allen Sachen einen Wettbewerb zu machen, sogar beim Trinken gehen. In der Regel dann Mannschaftswettbewerbe, nicht einzeln. Denn Kinder lieben Wettbewerbe, wenn sie eine Chance haben, diesen zu gewinnen. Und in der Mannschaft ist die Chance für manche größer, den Wettbewerb zu gewinnen.


    Weiter versuche ich diejenigen Kinder, die immer zusammen hängen wollen, besonders an solchen Tagen zu trennen. Aber das geht bei mir gut, weil wir inzwischen dazu übergegangen sind, die Übungen mit 2 oder 3 Trainern parallel zu machen (bis auf das Warmmachen und ggf. ein Abschlussspiel) wie so Stationen und dann tauschen wir die Gruppen immer bei den Übungen aus. So sind die Gruppen kleiner und die Kinder sind so mehr beschäftigt. Die beiden Mädchen zum Beispiel kommen grundsätzlich in unterschiedliche Gruppen, weil sie nur dann konzentriert mitmachen, ansonsten tratschen sie bei den Übungen die ganze Zeit. Bei mir sind fast immer zwischen 18 und 24 Kinder im E-Jugend-Training. Oft kommen alle Kinder ins Training, auch diejenigen, die schon vor 5 Jahren angeblich aufhören wollten.


    Was ich noch sagen muss: Bei uns geht das von der Spielzeit am Ende ab, wenn sie bei den Übungen nicht gut mitmachen und die Übungen deswegen länger dauern. Und alle Kinder wissen das auch und wir sagen es auch ggf. nochmal, wenn es mal soweit ist, dass manche nicht zuhören. Allerdings ob das wirklich wirkt, da bin ich mir nicht ganz so sicher.