Alles anzeigenHier einmal die die 5 fundamentalsten koordinative Fähigkeiten nach Hirtz u. nach Martin
Rhytmusfähigkeit
Gleichgewichtsfähigkeit
Kinästhetische Differenzierungsfähigkeit
Räumliche Orientierungsfähigkeit
Komplexe Reaktionsfähigkeit
Da handelt es sich bei vielen nach neusten sportwissenschaftlichen Untersuchungen nicht um Fähigkeiten - die anderen (wie z.B. Orientierungsfähigkeit werden z.b. durch Spielformen automatisch trainiert)
Beispiel: Gleichgewicht -> Keine Fähigkeit, sondern eine Fertigkeit. Mag zwar für den Laien kleinlich klingen, ist aber trainingsmethodisch von großer Bedeutung. Gleichgewicht ist keine sportartübergreifende allgemeine Fähigkeit. Wer gut auf dem Balanceboard ist, ist nicht automatisch gut auf dem Schwebebalken. Wer gut auf dem Schwebebalken ist, ist nicht automatisch gut im abfedern und ausbalancieren von Bewegungen (Zweikampf).
Das größte Probleme bei manchen Kindern ist Bewegungsmangel - da geh ich mit. Die Konsequenz sollte daraus aber nicht sein isolierte Drills anzubieten, die den meisten keinen Spaß machen, in der Hoffnung, dass sie irgendwelche Defizite ausmerzen. Die meisten haben 3h Training in der Woche zur Verfügung und da sollten wir das Maximum rausholen, dazu gehört auch Intensität (Die WHO empfiehlt für Kinder und Jugendliche (5–17 Jahre) täglich mindestens 60 Minuten körperliche Aktivität mit mittlerer bis hoher Intensität.)!
Meine Konsequenz: Fangspiele & 1-gegen-1 in jedem Kinderfußballtraining! Die koordinative Anforderung von Fangspielen ist auch deutlich näher am Fußballspiel (Gegnerbewegung erkennen, Ausweichen, etc.), zudem werden sie nebenbei fit & müssen Lauftechnik selbständig weiterentwickeln, wenn sie nicht gefangen werden, wollen.
