Beiträge von CoachM123

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    Mit einer B-Jugend mit 2x Training pro Woche würde ich nicht regelmäßig 11gg11 im Training spielen.

    In der Klasse, in der die beschriebene Mannschaft unterwegs ist, muss man ja davon ausgehen, dass die beiden Trainings den kompletten Wochensport der Spieler darstellen.

    Da wäre mit 5gg5 auf 2 große Tore mit Torhütern z.B. im 16er auch wichtiger als regelmäßig 11gg11 zu spielen. Irgendwie müssen die Jungs ja Intensität spüren und lernen um diese auch am Wochenende auf den Platz zu bringen.

    Was nutzt es, wenn man weiß wo man zu stehen hat, weil man viel auf dem ganzen Platz trainiert, aber nach dem ersten Zweikampf Seitenstechen hat.

    Außerdem: was machen die anderen 4-6 Jungs, wenn der Rest den Platz fürs 11 gegen 11 benötigt.

    Danke für die kompetente Einwendung. Wer sich ein wenig mit der Marterie beschäftigt so wie der Kollege hier und über etwas Erfahrung in dieser Alterklasse verfügt, weiß dass es sinnfrei ist 22 Spielern nur einen Ball zu geben. Hier kann sich jeder verstecken und ausruhen=keinerlei Entwicklung.

    Natürlich machen wir am Ende meistens ein Spiel um die Inhalte auf den großen zu transferieren, aber der Hauptteil des Trainings sollte sich mMn auf die Entwicklung neuer Techniken/Taktiken/Fähigkeiten liegen, was nun mal nur im kleinen funktioniert.


    Auf mich wirkt es, als ob du ziemlich viel Gründe kennst, warum etwas bei euch nicht funktioniert.


    Insofern kann man wahrscheinlich einfach nichts an eurer Situation verbessern.

    Natürlich weiß ich woran es liegt, ich lebe ja nicht hinter dem Mond. Hier soll es ja darum gehen Lösungsvorschläge zu sammeln.

    Natürlich abgesehen von dem "sucht euch noch einen Trainer" oder "mach einfach 2 Gruppen". Das funktioniert bis zur E Jugend ganz gut danach wirds dünn. Natürlich ist mir auch bewusst, dass nicht so viele die Erfahrung haben in der B Jugend mit 40 Spielern in einem so großen Leistungsgefälle.


    Ich hatte die Hoffnung dass hier jemand etwas kreatives/unorthodoxes beitragen kann, was ja auch zum Teil gelungen ist.


    Die stärksten Spieler bilden jedes Training mit 16 bis 18 (von ca.22, bis jetzt alle bei über 80 % Trainingsbeteiligung) Mann den Großteil. Dazu gesellen sich noch 4-6 (zwischen 70 und 85 % Trainingsbeteiligung) Spieler die eigentlich Potenzial haben, aber aufgrund von Fitness, Einstellung oder körperliche Nachteile kaum zum Zug kommen und mit den Besten nicht mithalten können, sowie 3-4 absolute Vollkatastrophen (maximal 60 % Trainingsbeteiligung, fußballerisch keine Fähigkeiten vorhanden und nicht fit). Die Torhüter sind hier nicht mit eingerechnet (im Schnitt 2).


    Das Problem bei der Gruppenbildung stellt sich dann wie folgt dar:

    1. Gruppe bilden die starken, hier kann man anspruchsvolle Spielformen, sowie Mannschafts- und Gruppentaktische Elemente trainieren. Das funktioniert auch in der Regelhervorragend.


    2. Gruppe wäre deiner Auffassung nach dann der Rest. und das funktioniert nicht. Ein Teil der Gruppe fällt nur aufgrund von Fitness/körperlicher Nachteile o-ä. aus Gruppe 1 raus. Die schwächsten bekommen nicht mal ein 3-Farben-Spiel hin. Also hätten wir hier die stärksten zufrieden gestellt, die 2. Gruppe wäre aber vollkommen verloren, da hier vollkommen unterschiedliche Trainingsinhalte vermittelt werden müsste. Die einen sollten auf Ihrem Niveau Spielformen u.ä. bekommen, während man mit den anderen im Training die simpelsten Grundlagen trainieren müsste, wobei hier sogar ein 3 Meter Pass in die Hose geht. Steckt man also alle zusammen werden die einen unterfordert und verlieren die Lust oder die anderen werden überfordert/machen die Übung kaputt und wieder verlieren welche die Lust.


    Dazu müssen wir uns auch noch um unsere Torhüter kümmern, wenn der TW Trainer mal keine Zeit hat.


    Und nein es macht keinen Sinn die körperlich Schwächeren zu der starken Gruppe hinzuzufügen, haben wir probiert es macht nur die Übungen kaputt.


    Dazu sind 18 Spieler in Gruppe 1 schon zu viel mMn. Klar am Anfang beim warm machen und den Basics (wird auch hier jedes Training gemacht, allerdings kann man das schon nicht mehr mit den schwächeren zusammen machen) ist das kein Problem, allerdings sobald wir ins spielnahe Training gehen ist die Gruppe zu groß. Ich trainiere maximal mit 10 Spielern in Spielformen, da es sonst zu unübersichtlich wird (du musst ja auch die Spieler abseits des Balles beachten und coachen) und die Spieler zu viel Standzeit und zu wenige Ballaktionen haben.


    Du siehst es ist nicht ganz so einfach.

    Also nach euren ganzen Anmerkungen und den Rücksprachen mit meinen Trainerkollegen hab ich mich für folgendes entschieden:


    1. Teamsitzung mit allen Spielern wo Probleme angesprochen werden und klar kommuniziert wird, dass derlei Entgleisungen wie derzeit vorkommen nicht mehr toleriert werden


    2. Ein Co Trainer ist bereits in Arbeit, allerdings hat sich unser Kandidat einen KBR zugezogen, kurzfristig werden wir wohl keinen bekommen, aber natürlich bleibe ich dran


    3. Startelf nur mit 2 mal Training (im Umkehrschluss stellt 2 mal pro Woche kein Anspruch auf die S11 dar), die restlichen Plätze im Kader sind auch so mit 1 mal Training pro Woche verfügbar(Ich kann meinen besten Mann und Kapitän, der sich nie Fehltritte leistet, nicht zuhause lassen, wenn er einmal pro Halbjahr wegen lernen absagt). Wer nicht auf die Bank will soll das sagen und daheim bleiben


    4. Bei persönlichem Fehlverhalten werden Spieler zunächst 1 Woche suspendiert, sollte ein erneutes Fehlverhalten folgen 2 Wochen, beim dritten Fehlverhalten ist Feierabend (wie bereits erwähnt sind die Jungs mitten in der Pubertät und wenn man einmal ne schlechte Phase hat sagt dass für mich noch nichts über den Mensch an sich aus). Die Parameter hierzu werden noch festgelegt.


    Von dem Konzept Gleiche Spielzeit für alle halte ich immer noch nichts in einer B Jugend, die zwar "nur" Kreisliga spielt, aber dennoch Ambitionen hat. Nur weil es Kreisliga ist heißt es nicht, dass da kein Fußball gespielt wird. Wir betreiben den gleichen Sport wie die ambitionierteren Vereine auch und ich finde es wird sich immer sehr leicht gemacht zu sagen, dass bei den schwächeren Vereinen diese dabei sein ist alles Kultur herrschen muss. Ich glaube mit dem zwei mal pro Woche Training für die S11 fahren wir ganz gut, das können sich alle anderen Vereine in unserer Liga nicht erlauben, da kommen die Spieler wirklich wie sie Lust und Laune haben.


    Was das Thema mit dem derzeitigen Co Trainer angeht, so habe ich den erst mal nicht informiert (ja, Schande über mich, kann man ja nicht machen), da ich noch mal versuchen will da meine Bindung (nein, nicht das kumpelhafte, wir haben in den letzten 4 Jahren schon andere Dinge klären können) zu nutzen, um den Jungs das klar zu machen. Sollte das nicht funktionieren, kann ich ihm das immer noch sagen und dann kann er dagegen vorgehen. Er ist auch kein ganz einfacher Mensch und macht es den Jungs leider Gottes extrem leicht ihn nicht ganz ernst zu nehmen. Hätte ich die Wahl gehabt hätte ich ihn auch nicht dazu genommen, leider können wir dem anderen Verein nicht vorschreiben welche Art Trainer die schicken sollen, man ist ja froh wenn überhaupt einer da ist. Wir werden das Jahr schon irgendwie rumbekommen, wenn sich alle ein bisschen zusammenreißen.


    Gerne bin ich weiter offen für Anregungen und Meinungen zu dem Thema, ich glaube, dass es noch mehr Leute gibt die mit ähnlichen Problemen kämpfen und auch bei mir wird das ganze noch nicht durch sein.

    Bist du reflektiert genug um das wirklich korrekt einzuschätzen? Meinem Cheftrainer fiel und fällt das nämlich seeeehr schwer. Kleines Beispiel: Wer bei uns (entschuldigt) nicht trainiert, steht auch nicht in der Startelf, wäre ja vor allem denen gegenüber unfair, die bei jedem Training anwesend sind. Nun haben wir einen Jungen bei uns der auch nur deswegen noch bei uns spielt und nicht im NLZ eines Bundesligisten weil er einfach stinkefaul ist. Wenn der morgens aufsteht und sagt "Ich hab heute Bock!" dann gewinnt der Spiele für uns im Alleingang. Wenn er keine Lust hat ist er ein Totalausfall. Nun konnte er letztens nicht zum Training kommen (Vater musste arbeiten), die Mutter eines Mitspielers konnte ihn nicht mitnehmen weil selber mit Kind im Urlaub, also hatte er das Training abgesagt. So weit, so gut. Meine Frage warum er trotzdem in der Startelf ist wurde mit einem "War ja abgesprochen, dass er nicht zum Training kommt" quittiert. Mit sowas fängts dann halt an, bei jedem anderen hätte der Cheftrainer gesagt "Nö, du warst nicht beim Training, also sitzt du auf der Bank". Mein Protest lief da nicht komplett ins Leere, aber der "Kumpeltyp" hat sich da halt durchgesetzt und den Lieblingsspieler eben doch aufgestellt.

    Ich halte mich zwar für sehr reflektiert, glaube aber in dem Punkt habe ich eventuell noch etwas Nachbesserungsbedarf. Gerade bei den Jungs die ich jetzt schon seit 4 Jahren trainiere kann ich eher mal ein Auge zudrücken, weil ich ihre Stärken und Schwächen In und Auswendig kenne und eben dann dort auch einen Vertrauensbonus gebe bei engen Entscheidungen.

    Ich habe es bis jetzt so gehandhabt, dass ich die "gesetzten" Spieler Minimum ein mal pro Woche sehen möchte für einen Startelfplatz, da gerade in der Vergangenheit, als wir noch nicht die Luxusprobleme hatten die Spieler eben noch unverzichtbarer waren. Ich denke ich werde es mal versuchen, dass für die Startelf 2 Trainingseinheiten erforderlich sind, da wir es uns mittlerweile eigentlich erlauben können. Frage an der Stelle: Du kennst doch sicher auch die Spieler die einen Bankplatz nicht akzeptieren, allerdings das Spiel entscheiden können, wenn du sie einwechseln würdest. Wie verfährst du mit denen die dann ständig auf der Bank nörgeln? Zuhause lassen? Rauswerfen?


    Wir reden hier immer noch über Kreisliga, richtig? Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage: eure Erfolge sind ohnehin nicht von Dauer. Das Erreichte muss von folgenden Jahrgängen gehalten und bestätigt werden. Was aber von Dauer ist ist euer Ruf, der Ruf eures Vereins, und das Sozialverhalten der Beteiligten. Mir persönlich würde die Wahl da relativ leicht fallen wenn es um die Frage geht was mir lieber ist: kurzfristiger Erfolg, oder nachhaltiger Zusammenhalt in der Mannschaft. Nach deinen Schilderungen ist das was ihr da habt nämlich alles, aber garantiert kein "Team". Wenn es sportlich mal nicht mehr so gut läuft, dann wird es krachen. Spätestens.

    Das ist tatsächlich nicht ganz so einfach. Wir haben bei uns eventuell eine echte Chance nachhaltig etwas aufzubauen. Wir haben in der D Jugend ebenfalls Spieler (Jahrgang 11) von höherklassigen Vereinen akquirieren können, die sich sehr wohl fühlen und definitiv bleiben werden. Das einzige Problem sind die Jahrgänge dazwischen, 09 und 10. Auch hier hatten im Sommer ein paar echt talentierte Kicker Interesse bekundet, allerdings zu wenige für eine Mannschaft. Die werden alle im nächsten Jahr kommen wahrscheinlich und dann könnte der Erfolg nachhaltig sein. Ich weiß, dass es viele "Wenns" und Mutmaßungen sind, aber so lange die Chance besteht möchte ich sie auch wahren. Natürlich ist die Frage welchen Preis man dafür zahlen möchte. Ich muss das nicht auf Biegen und Brechen hinbekommen allerdings auch nicht sofort aufgeben, es ist für mich ein sehr schmaler Grat im Moment.

    Auch ein Trainer mit 24 Jahren sollte eine gewisse Distanz zur Mannschaft haben. Die Trainerkollegen sollten immer geschützt werden und ganz wichtig als Einheit auf dem Platz stehen. Jegliche Form der Ausgrenzung oder Sprüche gegen Trainer oder Spieler muss von dir "Chefcoach" unterbunden werden.


    Wie ich das verstehe habt ihr jeden im Team aufgenommen erst durch die JSG und dann die höherklassigen Vereinslosen.
    Training mit 30 Spielern ist i.d.R nicht förderlich auch mit 2 Trainern oder 3 Trainern und ganzer Platz.
    Ich würde eine gesunde Kadergröße von 24 aber max. 26 Spielern empfehlen. Hier würde ich aber darauf achten, daß du nicht nur nach dem Leistungsprinzip vorgehst, sondern nach der Chemie im Team. Das geht wohl nur entweder, daß ihr Euch strikt von 15 Spielern trennt oder sich der Verein etwas einfallen lassen muss, damit man die restlichen halten kann. Du bist ja selber unzufrieden wie es gerade so läuft. Nimm den Vorstand zur Seite, wenn dich das überfodert.

    Sehe ich genauso wie und versuche auch die Sprüche zu unterbinden, aber wenn die im Chat stehen, stehen die da, da bist du einfach machtlos.


    Natürlich werde ich jetzt versuchen wieder eine gewisse Distanz zu gewinnen, was aber nicht ganz einfach ist, da ich von einigen Spielern mit älteren Geschwistern befreundet bin und man sich dann zwangsweise im privaten Umfeld häufiger sieht, wo das Über-/Unterordnungsverhältnis einfach nicht mehr greift.


    Ich werde definitiv auch überlegen dem ein oder anderen Spieler einen Vereinswechsel nahezulegen, auch wenn das nicht im Sinne des Vereins ist und das nicht der Weg ist den ich persönlich gehen möchte. Als Trainer ist es in meinen Auge ein Stück weit meine Aufgabe die Jungs gerade auch in schwierigen Zeiten bei der Stange zu halten und sie nicht wegzustoßen. Man weiß ja auch nie welche Rolle private Probleme spielen. Klar ist das nicht meine Aufgabe diese zu lösen, sollte aber nicht außer Acht gelassen werden.


    Ich versuche mal auf alle Punkte einzugehen.


    1. Die Spieler von höherklassigen Vereinen sind tatsächlich bei uns im Training aufgeschlagen, da sie aus dem Ort kommen und einfach keine Lust mehr auf die Fahrerei hatten


    2. Natürlich hat jeder Interesse zu spielen. Manche Spieler bringen allerdings nicht mal das Niveau für die Kreisklasse mit, einer hat eine geistige Behinderung (nicht abwertend gemeint, der Junge ist tatsächlich eingeschränkt) und wieder andere bringen die Fitness für maximal 5 Minuten unserer Spielweise mit (wg Asthma, Allergien usw.)

    Wie willst du den talentierteren Spielern, die gut trainieren erklären, dass Sie wegen einem vorher aufgestellten Plan nicht spielen, obwohl Sie bis jetzt die Siege nach Hause gebracht haben? In dem Alter definieren sich die Jungs halt auch in der Schule und im Freundeskreis über Ergebnisse und Leistungen auf dem Platz.


    Versteh mich bei dem Punkt bitte nicht falsch, ich bin ja dankbar über den Vorschlag, habe aber schon genug Mannschaften gesehen, die mit dem Konzept baden gegangen sind , gerade in den höheren Jugenden. Ich bin seit ich Trainer bin auf sämtlichen Sportplätzen in der Umgebung unterwegs quer durch alle Altersklassen und das funktioniert auf Dauer nicht.


    3. Ehrgeiz habe ich seit ich angefangen habe. Ich bekomme dafür keinen Cent, sondern stecke noch Unsummen in die Mannschaft und Ausrüstung rein (könnte dir bekannt vorkommen) und somit ist die einzige Entlohnung die ich bekomme die Entwicklung der Spieler sowie der damit einhergehende sportliche Erfolg.

    Ziel war es den Spielern von beiden Vereinen die Möglichkeit zu geben zu spielen, die Spieler zu entwickeln (was auch sehr gut gelingt, die schwächeren haben schon gute Fortschritte gemacht) und natürlich eine möglichst gute Platzierung zu erreichen. Wie in der Ausgangssituation beschrieben hat unser neuer JSG Partner nicht genug Spieler gehabt, es wären also alle Spieler zu verschiedenen Vereinen gewechselt und die kommen eh nie zurück. So besteht die Möglichkeit, dass sie nächstes Jahr wieder eigenständig spielen können.


    Es war auch von Anfang an kommuniziert, dass wir anständigen Fußball spielen wollen, der so erfolgreich wie möglich erfolgreich sein soll (das eine geht mMn Hand in Hand mit dem anderen auf diesem Niveau).


    Dem JSG Partner war auch von Anfang an klar, dass wir deutlich stärker sind (letztes Jahr 9:0 gewonnen).

    Ich will ja 2 Mannschaften machen, aber wie bereits erwähnt fehlt dafür ein zuverlässiger Trainer.


    Zudem sind ja nicht immer alle 40 im Training. Im Schnitt sind 25 bis 30 da.


    Natürlich stelle ich nicht nach Sympathie auf sondern nach Leistung im Spiel, Trainingsbeteiligung und Trainingsleistung. Problematisch ist die Selbstreflexion mancher Spieler. Es wird zwar gut trainiert aber im Spiel tauchen manche Spieler einfach ab, das grenzt schon fast an Arbeitsverweigerung. Die Jungs sehen, dass Sie nicht gut gespielt haben (ich fordere in vielen Einzelgesprächen durchaus eine Einschätzung zur Leistung regelmäßig ein), aber gutes Training qualifiziert ja für einen Startelfplatz...(ist die Denkweise, sollte den meisten Trainern bekannt vorkommen)

    Natürlich bekommen Sie ihn nicht und meckern dann rum.


    Ich tue mich schwer mich von Spielern zu trennen, wir sind immer noch ein Breitensportverein und sind logischerweise dazu angehalten niemanden zu verlieren auf unserem Weg. Zudem haben die Spieler eine hohe Akzeptanz in der Mannschaft, auch von den schwächeren Spielern. In meinen Augen besteht die Möglichkeit einer Kettenreaktion und dann stehst du am Ende vor dem Nichts, obwohl die Mannschaft mit Abstand die stärkste seit vielen Jahren ist und der Verein in 3 Jahren auf die Spieler im Seniorenbereich angewiesen ist.

    Danke erst mal für die Rückmeldungen. Ich konnte gestern noch mal mit dem Vater eines Spielers sprechen, der ein erfahrener Trainer (seit über 20 Jahren in allen Altersklassen und auch höherklassige Mannschaften, NLZs) ist und der meinte er beobachtet auch einen extremen Werteverfall in der heutigen Generation der Jugendspieler. Er hat mir dazu geraten mal eine Spielersitzung zu machen und gnadenlos alles anzusprechen und den den Jungs praktisch mal einen Einlauf zu verpassen.


    Mein Ansatz war den Jungs etwas mehr Freiraum einzuräumen und eben auch extrem nah an der Mannschaft zu sein, sodass ich eben genau solche Probleme mitbekomme und gegensteuern kann. In meiner Jugendzeit war der Trainer sehr weit entfernt von der Mannschaft und rückblickend hätten wir damals jemanden gebraucht der die Probleme mitbekommt, denn daran ist eine extrem talentierte Mannschaft am Ende kaputt gegangen.


    Dazu konnte ich gestern nach dem Training auch mit meinem Bruder über die Situation sprechen und auch er ist der Meinung, dass wir wieder eine klarere Linie finden müssen (ist mir nichts Neues, deswegen bin ich ja auch hier). Wir sind übereingekommen, dass erst mal alle Annehmlichkeiten gestrichen werden. Dazu werden wir eine Spielersitzung machen (leider erst nach den Ferien) in der alle Punkte gnadenlos angesprochen werden. Der Effekt davon wird aber vermutlich überschaubar sein, viele sagen "ja juckt mich doch nicht ob ich nicht spiele oder rausfliege" und das ist nicht mein verdienst durch den den lockeren Führungsstil, die Einstellung ist bei manchen schon länger da (Werteverfall, mangelnder Ehrgeiz), aber bis jetzt gab es keinen Anlass jemanden zu bestrafen.


    Ich sehe nur noch ein Problem darin, dass wir tatsächlich mehrere gute Spieler verlieren und dann weitere Spieler die Lust verlieren, da weniger Leute auf Ihrem Niveau vorhanden sind, so dass alles was wir aufgebaut haben am Ende weg ist und wir nächstes Jahr wieder in der untersten Liga im Mittelfeld spielen, als eine Liga höher um den Aufstieg.


    Im Verein nach Unterstützung suchen. In der B 40 Spieler zu haben ist nicht alltäglich und da sollte eigentlich der Vorstand sehr interessiert sein.

    Der Vorstand ist extrem interessiert. Wir bekommen jede Unterstützung die wir brauchen, aber einen Trainer zu finden ist sehr schwer, wie du wissen solltest.

    Punkt 3 ist die Kadergröße. Die ist natürlich extrem undankbar, ein Training mit so einer großen Gruppe würde ich gar nicht erst anfangen, schon gar nicht in der Altersklasse. Da hat schlichtweg niemand etwas davon, weder ihr Trainer, noch die Spieler. Sicher will niemand irgendeinen Spieler wegschicken, aber da eine kurzfristige Lösung zu finden scheint eher unwahrscheinlich. Auf jeden Fall muss sich der Vorstand an der Stelle etwas überlegen, und nicht ihr als Trainer.

    Die Kadergröße an sich ist kein Problem für mich. Ich habe in jedem Training den kompletten Platz alleine für 1,5 Stunden, kann die Jungs also sehr gut aufteilen. Wir arbeiten viel in Spielformen auf kleinem Raum und wenn ich taktische Elemente trainieren will kann ich 2 Gruppen machen und es wird auf je einer Hälfte trainiert. Es ist wirklich nur schwierig den schwächeren Spielern Spielzeit zu verschaffen. Ich kann ja nicht noch einmal unter der Woche spielen, dann fällt ja ein Training weg (Training ist Mo und Mi, Spiel Fr). Wir haben einmal Mittwochs trainiert und danach noch ein Spiel gehabt, allerdings habe ich da schon gemerkt, dass das was einmaliges war, ich gehe ja zwischendurch aus Spaß auch noch arbeiten. und am WE machen dann alle die Spielpraxis bräuchten Familienausflüge, da würden dann auch wieder die spielen die Freitags spielen.


    Ich muss auch dazu sagen, dass die Spieler die vermeintlich die Probleme mach halt immer im Training sind, super trainieren und auch im Spiel die sind, die Leistung bringen, also für mich eigentlich keine Argumente sie nicht zu stellen...

    Hallo zusammen,


    ich trainiere meine derzeitige Mannschaft (U17) mittlerweile im 4. Jahr und langsam treten vermehrt Probleme im Bezug auf Respekt auf.


    Zunächst zur Ausgangssituation:


    Ich bin zu der Mannschaft im 2. Jahr D Jugend dazugestoßen nachdem die Truppe unter meinem Bruder 2 Jahre fast alles verloren hatte. Ich habe direkt das Training umgestellt und konnte mit den Jungs im ersten Jahr C Jugend (fast ausschließlich jüngerer Jahrgang) den Aufstieg in die Kreisliga verbuchen, welche im Jahr darauf vollkommen ungefährdet mit einem Mittelfeldplatz beendet wurde. Logischerweise ist in den 2 Jahren voller "Erfolg" (im Vergleich zu der Zeit davor) eine Bombenstimmung bei uns gewesen. Wir hatten immer unsere 6-8 Stammspieler und mehrere Rotationsspieler, so dass alle auf genug Einsatzzeit gekommen sind.


    Vor der aktuellen Saison haben allerdings einige Spieler aufgehört (in dem Alter ja normal) oder wie in den 2 Jahren davor zu den nahegelegenen ambitionierten Vereinen abgewandert, sodass unser Kader aus nur noch 16-17 Spielern bestand inklusive 2 Spielern Jahrgang 09 (C Jugend). Wer Ahnung hat weiß, dass das in einer B Jugend niemals ausreicht. Also haben wir uns einen JSG Partner gesucht, der ca. 10 Spieler einbringen konnte, wovon 3- 4 auf unserem Niveau waren sowie einen Co Trainer. Die Mannschaft bestand also aus ca. 25 Spieler, von denen man 13-16 ohne Probleme in der Kreisliga einsetzen konnte, sowie mehreren schwächeren Spielern, denen man ab und zu mal hätte Einsatzzeit geben können. Eine meiner Meinung nach optimale Kadergröße, wenn man bedenkt, dass immer 3-5 nicht verfügbar sind.


    Der Start verlief super, die Jungs haben sich alle verstanden und super trainiert.


    Kurz nach Ende der Meldefrist ging dann alles mehr oder weniger den Bach runter: Wir konnten einige Spieler von höherkassigen Mannschaften dazugewinnen, die noch vereinslos waren. Dazu kamen mit der Zeit noch ein paar Karteileichen wieder dazu, sodass wir mittlerweile fast einen 40 Mann Kader haben...viel zu viel für eine Mannschaft aber Meldefrist war halt vorbei und ohnehin hätten wir keinen Trainer dafür gehabt.


    In den Ferien waren entsprechend viele Testspiele geplant, auch schwächere Gegner damit jeder mal Spielzeit bekommt. Natürlich haben dann 2 von 3 schwächeren Gegner kurzfristig abgesagt, sodass Nummer 20-40 nicht wirklich viel gespielt haben...


    Wir sind dann sehr gut in die Runde gestartet und im Pokal bis ins Finale gekommen, was bedeutet, dass wir den kompletten September nur englische Wochen hatten und keine Freundschaftsspiele einschieben konnten. Jetzt ist es Mitte Oktober und wir haben es bis jetzt gerade so geschafft ein Freundschaftsspiel zu machen was natürlich zur Unzufriedenheit bei vielen führt. Die meisten der Schwächeren trainieren gut und sind nicht untalentiert, die anderen sind aber einfach besser und körperlich weiter.


    Nun zu dem eigentlichen Problem: Wir hatten uns erhofft, dass der Co Trainer von unserem neuen Partner sich mehr einbringt, was aber nicht der Fall ist. er hat Schichtarbeit und ist nicht oft da ( ja ich weiß, er kann nichts dafür). Dazu kommen von ihm immer nur Vorschläge und Anregungen für Testspiele, die dann mein Bruder und ich wieder ausmachen und betreuen müssten, weil er sowieso nie da ist. Im Training versucht er sich einzubringen aber er hat leider sehr wenig Ahnung und ist auch deshalb mit den Jungs nicht auf einer Wellenlänge. Er bevorzugt eher einen autoritären Führungsstil, ich bin die letzten Jahre mit einem kooperativen Führungsstil sehr viel besser gefahren. Meiner Erfahrung nach bekommt man die Spieler so eher dazu einem zuzuhören und mitzuziehen. Sogar die Spieler seines Vereins, die ihn schon jahrelang kennen haben keinen Bock auf ihn...Ich verstehe mich mit meinen Spielern sehr gut (bin auch erst 24) und unternehme Sachen mit den Jungs wenn die Zeit passt, daher bin ich auch in diversen WhatsApp/Snapchat Gruppen und auf dem Discord Server manchmal beim zocken dabei und bekomme das Meiste mit: Es wird praktisch nur über den Co Trainer abgelästert. Des Weiteren bekommt man natürlich dort auch mit wie die Jungs untereinander miteinander reden und umgehen. Spieler, die schon von Anfang an dabei sind (also seit der D Jugend) und jetzt eine Reservistenrolle haben werden permanent damit aufgezogen und geärgert, Spieler, die nicht so gut sind natürlich auch, hier geht es aber soweit, dass sie teilweise von den anderen bewusst ausgeschlossen werden in Ballbesitz- und Spielformenformen, weil Sie logischerweise die Entwicklung ausbremsen.


    Es ist mehr und mehr ein Riss im Mannschaftsgefüge erkennbar trotz des sportlichen Erfolgs (bisher nur 1 von 5 Ligaspielen und Pokalfinale verloren) und zunehmenden gemeinsamen Freizeitaktivitäten (die Jungs treffen sich regelmäßig mit 15-20 Mann zu saufen oder zocken). Es bilden sich zunehmend Grüppchen und auch im Training wächst zunehmend die Aggressivität bei Sprüchen über das Können oder die Einsatzzeit.


    Wie bereits erwähnt sind wir eigentlich nur zu zweit, da der Co Trainer selten bis nie anwesend ist, eine Aufteilung in 2 Mannschaften (nach Spielstärke) ist wenig sinnvoll, da wir dann beide jeweils 15-20 Spieler alleine betreuen müssten, da können wir das Ganze auch gleich zusammenlassen. Natürlich versuchen wir im Training zu trennen, allerdings sind es so wenige schwache Spieler, das zwangsweise immer mindestens 5 gute in der schwächeren Gruppe trainieren müssten, also auch wieder Angriffsfläche bieten würden.


    Zudem treibt mich das Thema mit unserem Co Trainer um, insbesondere wie die Jungs zu ihm stehen und über ihn reden, da sehe ich mittelfristig ein ganz großes Eskalationspotenzial.


    Ich brauche wirklich dringend ein paar Tipps, gerne von Leuten die Erfahrung mit ähnlichen Situationen haben und wie sie die gelöst bekommen haben.