Beiträge von Matthias_DU

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    Ich finde, bei einer "frühzeitig" in die D hochgezogener Manschaft ist ein Mittelfeldplatz sehr sehr ordentlich. DIe Kombination aus starken und schlagbaren Teams ist doch ein toller Zustand.


    Das Leistungsgefälle wie beschrieben ist schlichtweg der Normalzustand (5-6 Bessere, ein breites Mittelfeld und ein paar Ergänzungsspieler) für einen Breitensportverein.


    Ansonsten wüsste ich nicht, wo das Problem ist. Ich würde Kontakt zu entsprechenden Vereinen aufnehmen und mir von meinem Verein eine Erlaubnis zum Probetraining ausstellen lassen. Dann kann man sich Vereine anschauen und DANACH weiss man doch eine ganze Menge mehr. Dann kann man mit ganz anderem Wissensschatz an die Entscheidungsfindung gehen.

    Mein Co-Trainer hat kürzlich das Handtuch geworfen. Seine Vorwürfe an mich haben wir eigentlich erst vor ein paar Monaten durchbesprochen und wir waren uns auch einig.

    Ich würd solche "Kündigungen mit Vorwürfen" niemals versuchen, streng rational zu lösen.

    Du bist hier in einem Rechtfertigungsverhalten. Brauchst du nicht.

    Lass ihn ziehen und gut ist.


    Dass es immer irgendwo Möglichkeiten gibt, an seinem Konzept zu feilen ist gut und schön. Aber nicht als Folge einer Kündigung eines Co-Trainers. Sondern alleine aus dem Bestreben heraus, besser zu werden.

    Ich sehe Fussball aber immernoch als König aller Angebote. Was spielen denn Jungs auf dem Pausenhof? Im Kindergarten? Was braucht man? Ein paar Quadratmeter Boden. Ich habe nie gesehen, dass sich Handballer im Park mit 2 Jacken ein Tor markiert haben. Das funktioniert nicht. Irgendein Ball und ein paar Meter Platz und man kann kicken. Fussball kann man immer und Überall spielen.

    Sind wir auf dem Bolzplatz, dauert es keine 2 Minuten und ein "Kann ich mitmachen" ertönt.


    Schwimmen und Turnen? Ja, das gibts. Ist aber keine Konkurrenz zum Fussball. Das "Spielelement" fehlt. Ich kann ein paar absolute Anfänger mit 2 Toren sofort ein Match austragen lassen. Bevor Kinder ständig vor der Playstation hängen sind sie schon lange im Fussballverein.


    Fussball ist ein absolutes Topangebot und für ganz ganz viele gibt es hier nichts vergleichbares.

    Das ist wirklich eine verstörende Antwort. Vielleicht verstehe ich es falsch aber es liest sich für mich als ob es dir nur ums Gewinnen und Kontrollieren des Spiels als Trainer geht? (Gegenspieler wird sonst auf Spieler aufmerksam, wunderbare Anweisung von außen). Der Sinn von Kommunikation ist ja der Austausch untereinander, d.h. es spielt nicht jeder für sich sondern man wird und macht sich für den anderen aufmerksam. Das Fordern oder einfache Namen nennen ist da der Einstieg bevor sich Spieler später auch komplexere Kommandos geben. Und selbst spielbezogen, die Vorteile überwiegen hier doch klar. Wenn ein Spieler ruft oder fordert dann hat er diesen vorher schon mal angeschaut und orientiert sich am Mitspieler (und ggf. Raum, Gegner, Ball). Außerdem sollte das Ganze ja in der Dynamik und Bewegung passieren, d.h. wenn deine Spieler rufen und dabei nur auf einem Fleck stehen und auf den Ball warten und der Mitspieler auch noch ne gefühlte Ewigkeit braucht um das zu realisieren und den Pass auszuführen, dann ja ist die Chance hoch das er den Ball verliert. Aber dann ist dein Problem nicht die Kommunikation sondern die Spielfähigkeit deiner Spieler.

    Du solltest mal etwas vorsichtiger formulieren. "verstörend" empfinde ich als massive Formulierung. Mir Kontrollzwang und Gewinnfussball zu unterstellen aus diesen Sätzen ist schon recht hart, da habe ich wenig Verständnis zu.


    Es ist so, dass bei Ballbesitz nahezu alle Spieler gleichzeitig lautstark den Ball fordern. (JUNGE E) Dabei ist nur noch ein lautes, flehendes Bettelgeschrei aus allen Richtungen zu hören. Dabei ist es komplett unabhängig, ob sie wirklich frei stehen, sondern auch gut abgedeckte Spieler tun dies . Dies führte zu hanebüchenen Entscheidungen.


    Es ist richtiger , dass der Spieler in Ballbesitz seine Entscheidungen selber trifft aufgrund seiner Wahrnehmung und seines Spielverständnisses. Nur eigene Entscheidungen kann auch zu einer eigenen Entwicklung führen. Eigene Erfahrungen sammelt der Spieler, wenn er einen aus seiner Wahrnehmung anspielbaren Mitspieler auch anspielt und nicht einen lautstarken Krakeeler (Wenn er so laut ruft muss er ja in guter Position sein, obwohl ich es nicht erkenne). Auch erkennt er so einen Fehler in seiner Wahrnehmung, wenn er eine Deckung übersieht. Oder er lernt, dass er einen PAss z.B. schärfer anbringen muss, damit kein Gegner dazwischenlaufen kann.


    Wenn ich dem Torwart mal zurufe, nimm Spieler X mit, wenn er den frei stehenden Mann übersieht - das ist nicht die Spielkontrolle, die du da ansprichst. Ich hab noch nie einen Gegner gespielt, bei dem nicht irgendwann im Spiel ein Satz wie "guck mal der X" vorkam.

    Alles Kontrollfreaks.

    Das "akkustische Fordern" gewöhne ich meine jungen E gerade ab. Ich habe es als "Bambinifussball" verkauft. Nichts ist in den Alter uncooler, als Bambinifussball zu spielen. Mittlerweile ist es um 90% reduziert.


    Was mich störte ist, dass selbst der gedankenlangsamste Gegenspieler auf einen freien Mann aufmerksam wurde.

    Und weiter, dass jeder Mitspieler mit besonderem Einfluss hat, sei es der Schulfreund oder die Anführertypen. Da wurde oft der Ball nicht sinnvoll weitergegeben sondern an entsprechende Leute.

    Weiter, dass der Ball gefordert wurde, wenn garkeine "Abspielsituation" vorliegt.


    Als Trainer kann man dann manchmal wunderbar Anweisungen geben wie "Spiel dem Paul" - der
    Gegenspieler kennt ja Paul nicht, oder nicht gut genug um sofort zu decken.

    Heute kommt eine Mutti auf den Fussballplatz, bückt sich zum Schuh ihres Filius, zieht eine Pistole, legt sie neben den Fuss ihres Sohnes, macht ihm die Schleife und steckt die Pistole wieder ein.

    Ja,war eine Spielzeugpistole, aber mein Herz hat erstmal 3 Schläge ausgesetzt.

    Ach, ich kenne das auch. Es gibt Tage, da sind die Kids schon von der Schule und Familienleben durch. Das merkt man schnell. Dann schütte ich erstmal alle Bälle auf dem Platz aus und lasse sie (junge E) erstmal toben, d.h. einfach rumspielen.

    Wir sind ein Breitensportverein, kein Leistungszentrum. An solchen Tagen ist an fordernde Übungen nicht zu denken. Dann kann man ganz schnell auf kleine Tore umschwenken und 2/2, 3/3, 4/4 spielen lassen. Meist folgt auf ein soein Training ein anderes, tolles Training mit hoher Aufmerksamkeit.

    Ich möchte keine Fussballroboter haben, die das Training runterspulen. Auch für die Kids ist das Leben fordernd und anstrengend. NAch Coronajahren, Kriegsberichten und wasweissich möchte ich auf jeden fall, dass "Fussball" zur "guten Zeit" wird. Ein Schonraum, wo Spass und Freude herrscht, Verständnis und Akzeptanz auch für solche Tage.

    Ich glaube nicht, dass man im Spiel durch massives Coachen jetzt Dinge rausholt, die schlichtweg nicht automatisiert vorhanden sind.

    Daher beschränke ich mich auf wenige Wichtigkeiten. Dazu die guten Dinge loben und betonen.

    Manchmal kann man auch mal das Spiel ein paar Minuten "einfach laufenlassen".


    Wie es nach einem Spiel geht? GROSSARTIG. Ich liebe es zu, Trainer zu sein. Ich liebe es, Spiele zu haben. Ich liebe es, das Team anzuführen. Ich liebe es, den Kindern eine gute Zeit zu verschaffen. Ausserdem liebe ich Fussball.


    Es gibt eine "angenehme Erschöpfung". Aber nichts, was sich nicht mit einem Nickerchen auf der Couch beheben lässt.

    :sleeping::sleeping::sleeping::D:D:D

    Sir Alex


    Das empfinde ich jetzt als recht hart.

    Man kennt nie die exakten Zwischentöne soeines Konfliktes, da man hier EINE Seite hört.


    Mir wäre es wurscht, solange die Farbe der Stutzen stimmen. Soeine Diskussion halte ich für hanebüchen.

    Mein Torwart darf auch seine eigenen Torwartsachen tragen - ausser beim üblichen offiziellen Fototermin.

    Das mag beim Bundesligisten anders aussehen.


    Aber Stutzen in passender Farbe wegen der Marke ablehnen? Da möchte ich nicht Gehirnschmalz für verschwenden.

    Spieler-Papa, dein Vorgehen, einen nicht aktiven Spieler wieder ins Boot zu holen, um ihn als Ergänzungsspieler dabei zu haben halte ich für vollkommen legitim. Das hat nichts mit irgendeiner Moral zu tun, sondern ist schlichtweg die Schaffung von Optionen für den Fall der Fälle. Damit untergräbst du auch NICHT IM GERINGSTEN deine Spieler.

    Die moaralische Zwickmühle ist wohl: Ich bin Trainer der fiktiven "B2" und hole mir mir bei Bedarf Ergänzungsspieler aus der B3. Für dieses alles entscheidende Spiel frage ich dann gezielt bei der B1 nach und hole mir dafür gezielt Leistungsträger X und Y.


    Nein, das würde ich meinen Jungs nicht antun. Das würde ihr Selbstbewusstsein angreifen.

    Die Message ist doch: "Ihr schafft das nicht, ich lass das die besseren das rocken, danach dürft ihr wieder probieren".


    Hängt mein fiktiver Arbeitsplatz als Trainer im NLZ davon ab, denke ich womöglich ganz anders.

    Ich lese hier oft "seinen alten Verein im Stich lassen". Der alte "abgebende" Verein ist ein klassischer Breitensportverein, dessen Team in der untersten Kreisklasse spielt. Wenn sich ein Spieler sportlich daraus abhebt und nach Wegen der Weiterentwicklung sucht, dann sehe ich es als absolute Normalität an, diesen Spieler in jeder Hinsicht wohlwollend zu unterstützen. Bei der Entscheidung, ob und wie er noch mitttrainiert und aufläuft unterstütze ich den Konsens, den die Eltern, der Spieler und der aufnehmende Verein trifft. Es ist keine Entscheidung gegen den alten Verein.

    "Meine Spieler" bekommen von mir Support in jeder Lebenslage. Bei sportlichen Chancen und Möglichkeiten ganz besonders.