Hallo zusammen,
Ich überlege auch es in der F-Jugend öfter einzustreuen.
Es heißt dann Schweinchen in der Mitte und hat den Kindern bisher immer großen Spaß gemacht.
Ich sehe da schon einige Vorteile:
- jeder Pass den der Verteidiger nicht bekam war ein Erfolgserlebnis über das sich sehr gefreut wurde
- desto früher die Grundform sitzt desto früher kann man in späteren Jahren die vielen Abwandlungen einführen. Rondo ist mMn nach immer noch die wichtigste Übung im Fussball (für Ältere)
- die Passtechnik wird ohne Anstehzeit variabel trainiert (am besten mit 2 Pflichtkontakten)
- solange Funino nicht flächendeckend eingeführt wurde und 7 gg 7 gespielt wird, ist es mMn absolut sinnvoll eine Alternative zum 1 GG 1 zu schulen
- es fördert den flachen Spielaufbau
- einige Kinder haben in der Übung ihre Stärken, die sonst im 1 GG 1 oder freiem Spiel etwas untergehen, oft weil sie Angst haben und den Ball im Zweifel wie eine heiße Kartoffel behandeln
Der letzte Punkt ist leider auch ein Nachteil der mir am meisten Sorgen bereitet. Manche Kinder könnten unter Umständen auf das 1 GG 1 komplett verzichten wenn sie eine Alternative haben. Das ist auch der Grund warum ich es bisher selten benutzt habe, um die Ausbildungsziele nicht zu gefährden.
Ich merke aber mittlerweile das ich die Kinder (im Spiel) auch nicht zum Dribbling zwingen kann. Selbst wenn das 1 GG 1 im Training klappt, ist es halt was anderes wenn auf einmal bis zu 6 Gegner auf einen zurennen.
Korrigiert mich gerne, aber ich halte es für falsch, eine Trainingsform die essenziell für die gesamte Fußballkarriere ist und von F-Jugendlichen leicht verstanden und beherrscht wird nicht/kaum zu benutzen. Ausbildungsziele hin oder her.
MfG Marthi