Beiträge von coachW

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    Das widerspricht sich nicht: Begleitendes Coaching von freien Spielformen fernab von Ergebnis- und Leistungsdruck kann sich doch mit Werten, Regeln und Frustrationstoleranz beschäftigen. Demotivierend ist schlechtes Übungsformtraining mit vielen Vorgaben, langweiliges Einschleifen von spielfernen Techniken, abwechslungsloses Training... Aber vor allem extreme Fremdbestimmung der Kinder. Ich denke Fremdbestimmung ist die entscheidende und größte Quelle für Demotivierung! Das Problem besteht darin, dass die meisten Trainer vor allem genau deswegen (wegen der Fremdbestimmung) Trainer sind.

    Da sprichst du einen wahren Punkt an.


    Ich habe schon zu oft erlebt, dass sich Trainer als Mittelpunkt des Geschehens aufspielen, obwohl es doch ganz klar um die Kids und ihren Spaß und das Erlebnis im Team und im Sport geht. Dabei sollte nie das Endergebnis oder der Trainer im Mittelpunkt stehen.


    Ich denke wir sind uns einig, dass es Regeln braucht, die auch zu befolgen sind. Das ist wichtig, dass das Kinder früh lernen, damit sie das später auch in andere Bereiche übertragen können. Klar, man muss die Regeln nicht immer zu 100% durchsetzen wollen, sondern kann auch mal ein Auge zu drücken. Denn am wichtigsten ist die eigene Erfahrung am Spiel und an der eigenen sportlichen und körperlichen Betätigung der Kids. Wenn das dann mal in einem scheinbar chaotischen umherspringen und spielen der Kids endet, dann ist das eben so. Und dann muss man sich als Trainer auch entscheidend zurücknehmen und sich hinterfragen, wofür man das ganze eigentlich macht.

    Nämlich für die Kids und ihren Spaß an der Bewegung!

    Ja dieses Problem mit den Jahrgänge kenne ich. Wir haben dieses Jahr ebenfalls einen sehr starken Jahrgang, wobei der jüngere Jahrgang sich noch relativ schwer tut. Ich schaue dann bewusst darauf, dass sich im Training keine zwei Lager bilden, sondern dass immer gemischte Gruppen und Teams gebildet werden. Dies hilft sowohl den Jüngeren, als auch den Älteren.

    Deine Idee der alternativen Erfolgsmessung gefällt mir sehr gut. Der Gedanke entspricht ja eigentlich vielen Rahmenkonzeptionen die in vielen Sportarten für das Jugendtraining ausgegeben werden.

    Das springende Punkt dabei ist eben meistens, dass nicht der Individualerfolg im Fokus steht, sondern die gemeinschaftliche Entwicklung und Ausfaltung eines jeden einzelnen Kindes. Unabhängig von dessen spielerischen Können oder dessen körperlichen Voraussetzungen.

    Wie du selbst sagst, ist es wichtig die Eltern und Fans von vornerein mit ins Boot zu nehmen. Denn es bringt nichts wenn ich als Trainer diese Werte vermittle. Die Eltern meinen Spieler zuhause aber auf den Erfolg und das Endergebnis trimmen.

    Eine offene, gemeinsame Kommunikation und Festlegung der Ziele und Werte ist hierbei demnach von zentraler Bedeutung.


    Der Bringer ist nicht die Optik sondern in der Tat die mundgerechten Stücke. Geht mir übrigens auch so: ich esse lieber Trauben oder Kirschen als einen Apfel.

    Ja, da hast du Recht. Schnell und unkompliziert muss es gehen.

    Thema Trauben:

    Trauben eignen sich hervorragend als vielseitiger Nährstofflieferant. Viel Zucker für die schnelle Energiegewinnung und gleichzeitig enthalten sie viel Kalium, was für die Reizweiterleitung und die Muskulatur von Vorteil ist. Ebenso enthalten sie Kalzium was besonders bei Kindern wichtig für die Knochen und Zähne ist.


    Empfehlung von mir:

    Nach dem Sport Trauben oder Traubensaft und Salzstangen zur Verfügung stellen.

    Dadurch können die Kids ihre Energiespeicher wieder auffüllen, wichtige Nährstoffe aufnehmen und durch die Salzstangen den Natriumhaushalt des Körpers nach dem schweißtreibenden Sport wieder auffüllen.

    Was mir aktuell in der C-Jugend hilft ist, dass ich schon früh den Grundstein für alternative Bewertungen gelegt habe. Die Jungs wollen natürlich schon gewinnen, aber bewerten nicht einen Sieg als gut und eine Niederlage als schlecht. Stattdessen haben sie ein Gefühl dafür, ob sie gut/schlecht spielen oder dem Gegner über- oder unterlegen sind. Wenn man die letzten beiden Dinge mit in die Bewertung nimmt, kann man auch 0:3 verlieren und mit einem positiven Gefühl rausgehen. Das verhindert Kinder, die Samstag nachmittags unzufrieden über Spiele sind und über ein Karriereende nachdenken.

    Das ist ein sehr guter Ansatz der die Selbstreflexion und das die Fähigkeit zum Leistungsfeedback nachhaltig fördert.

    Wie wird das von dir angeleitet? Oder bedarf es überhaupt einer Anleitung? Wie hast du den Gedankengang der alternativen Bewertung in deiner Gruppe eingeführt?


    Ich sehe eventuell die Gefahr, dass sich einzelne Kids überschätzen und die Schuld für eine schlechte Leistung bei Anderen suchen und auf diese schieben. Wie begegnest du solchen Fällen?

    Die meisten Kinder sind so lange motiviert, bis Trainer/Eltern/Erwachsene ihnen durch Ergebnisorientierung, Leistungsdruck und schlechtes Training den Spaß und damit die Motivation nehmen. Die meisten Kinder wollen nicht trainieren, sondern frei spielen.

    Klar! Ich bin auch ein Vertreter der Meinung, dass Leistung- und Ergebnisorientierung im Jugendbreitensport nichts verloren haben. Hier geht es um die Bewegungserfahrung, um den Spaß und um das Kollektivgefühl.

    Dennoch ist die bloße Aussage "Ich lasse meine Kids im Training frei spielen!" auch keine Lösung. Denn Training ist auch da, um den Kindern Werte, Regeln und Frusttoleranzen beizubringen und erste Erfahrungspunkte damit zu knüpfen.

    Ein angeleitetes Training, in dem die Kids Input und Ideen für die aktive Mitgestaltung geben können, sollte daher das Ziel eines Trainers sein, der seine Kids weiterentwickeln und Spaß, sowie den Teamgedanken vermitteln will.

    Mir würden da folgende Spielchen einfallen:

    - Tic Tac Toe als Teamwettbewerb

    - Schwänzchen fangen

    - 3 Teams/3 Felder -> die Bälle aus den gegnerischen Feldern klauen und zum eigenen bringen. Dabei wahlweise nur hüpfend, rückwärts oder im Krebsgang fortbewegen

    Ja das klassische Tic-Tac-Toe Spiel mit Reifen und Hemdchen kenne ich schon. Mit der Wiederholung wird aber dass auch bald uninteressant..

    Schwänzchen fangen ist mir zu altmodisch. Da ist keine methodische Reihe bzw. Steigerung der Aufgabe drin.

    Deinen dritten Vorschlag finde ich gut. Spielnahe Übungen die einen Wettkampfcharakter durch Zeitbegrenzungen aufweisen, sind bei meinen Kids immer sehr beliebt. Hier hat man wie du sagst auch sehr gute und einfache Variationsmöglichkeiten um die Aufgaben und die Schwierigkeiten zu variieren.


    Danke für deine Ideen.

    Hi Leute,


    ich hab folgendes Problem:

    Ich trainiere eine F-Jugend. Da in letzter Zeit das Wetter relativ schlecht ist und die Runde auch nicht wirklich läuft, danke Corona, sind meine Kids gerade oft sehr lustlos und ohne Elan fürs Training.

    Kennt ihr das Problem?

    Ich hab zwar ein paar Aktivierungsspielchen eingebracht, aber irgendwie fruchten diese nicht.


    Habt ihr Erfahrung mit dieser Problematik? Wie habt ihr das gelöst bekommen? Kennt ihr ein paar coole Motivationsspielchen die man zu Beginn des Trainings einbauen kann?


    Über ein paar Ideen wäre ich euch echt dankbar!:)

    Sehr gute Anmerkung!

    Besonders bei Kindern, isst es eben das Auge mit! Da muss man schauen, dass man die gesunden Snacks ansprechend und in Formen präsentiert, die den Kindern vertraut sind.


    Was ich auch gesehen habe , ist, dass die Mischung es ausmacht. Obst und Riegel beispielsweise immer gemeinsam, verzehrbereit anbieten.


    Das muss gerade im Sport kein großer Aufwand sein. Mundgerechte Stücke von Beidem in Schüsseln oder auf Tellern reichen dabei völlig aus!

    Eigentlich hast du da eine riesen Auswahl an verschiedenen Riegeln und Geschmäckern.

    Generell solltest aber darauf achten, dass sie einen hohe Energiewährt, relativ hohen Kohlenhydratwert und eher weniger Fett (wenn dann gesättigte Fettsäuren) vorweisen. Das kannst du jeweils ganz einfach immer auf der Nährwertetabelle auf der Rückseite der Verpackung nachlesen. Ist also kein Hexenwerk ;)


    Welchen Riegel du letzten Endes nimmst, hängt von deiner Budget und den Vorlieben deiner Kids ab.

    Um auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen:

    Gegen Müsliriegel spricht in erster Linie erstmal nichts. Wenn es den Kindern besser schmeckt und sie dadurch besser gelaunt ins Spiel gehen, hat das auch schon eine positive Wirkung.

    Aber Achtung:

    Du solltest wie bereits öfters erwähnt immer darauf achten Riegel zu kaufen, die vorwiegend aus natürlichen Inhaltsstoffen bestehen und eine gesunde Nährstoffbilanz aufweisen.

    Gerade im Ausdauersport ist es besonders wichtig im Voraus kohlenhydratreichere Nahrung zu sich zu nehmen, da so der Energielevel deiner Jungs länger auf einem anständigen Level gehalten werden kann.

    Zuckerhaltige Riegel oder auch Obst wie Bananen, verschaffen den Jungs zwar kurzfristig einen enormen Energieschub, allerdings lässt dieser auch schnell wieder nach und die Jungs können danach in ein Energieloch fallen (Energielevel unter dem Ausgangslevel sogar möglich!).

    Deshalb mein Tipp an alle Trainer:

    Sollten eure Spieler die Möglichkeit haben während dem Wettkampf eine Regenerationspause einzulegen, z.B. in der Halbzeit oder zwischen zwei Läufen, stellt unbedingt zuckerhaltige und leichte Nahrung und Trinken zur Verfügung. Trauben, Äpfel, Isodrinks oder auch Schokoriegel sind hier zu nennen. Denn dadurch können die Kids einem Absacken ihres Energielevels in der Pause entgegen wirken und mit reichlich Energie wieder in den Wettkampf starten und diesen überstehen.