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    Das Mindset unterscheidet sich nicht allzu groß von jenem in Deutschland, allerdings hat unser Verband Funino im U7/U8-Bereich bereits verpflichtend eingeführt und es hat sich etabliert.

    Große Hürden sind natürlich die Infrastruktur und das Personal. In Deutschland haben Regionalligisten wesentlich bessere Voraussetzungen als ein Großteil unserer Bundesligavereine.

    Die Erfolgsorientierung ist, wie bereits beschrieben, ebenfalls sehr stark ausgeprägt.


    Kann sein, dass ich mich unverständlich ausgedrückt habe, es geht mir in erster Linie darum, dass sich auch Vereine des Leistungssports darauf besinnen, wissenschaftlich zu handeln und Spieler zu Profis entwickeln und nicht nur Spiele gewinnen zu wollen (siehe Videos).


    Wie könnte das aussehen?

    Gewisse Vorgaben bei Leistungsvergleichen (z.B. Über-/Unterzahl [in gewissen Räumen]), um Spielsituationen zu provozieren (z.B. 1gg1 am Flügel um mehr Dribblings und Strafraumsituationen zu kreieren), wenn man merkt, dass man ein Sturm- und Flügelspielerproblem hat.


    Das ist das Niveau der ÖFB-Jugendligen:


    U15:

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    (Ab Min. 20)


    U18::

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    (Ab Min. 16)


    Mich wundert es nicht, dass bei dieser erfolgsorientierten Herangehensweise das technisch-taktische Niveau niedriger als die physischen Voraussetzungen sind und wir in unseren Akademien kaum Spieler auf Profi-Niveau für das letzte Drittel ausbilden.


    Offensive ÖFB-Teamspieler, die nicht in einer Akademie waren oder aus der Akadamie aussortiert worden sind und den Umweg über den ambitionierten Breitensport genommen haben:


    Arnautovic (über den FAC - damals Regionalliga - nach Enschede), Kara, Kalajdzic, Onisiwo, Grüll


    Das sind in meinen Augen einfach zu viele, sodass sich dringend etwas ändern müsste, auch im Leistungssport.

    Vielleicht interessiert es hier jemanden:


    In Österreich steht man vor einer großen Veränderung im Nachwuchsbereich (U6-U14), die schon im Herbst nächsten Jahres umgesetzt werden soll. Grund dafür ist in erster Linie der Drop-Out, dem entgegengewirkt werden soll, indem mehr Ballaktionen pro Spieler ermöglicht werden sollen.

    Hier ein paar Eckpunkte der vorläufigen Empfehlungen, die ich mitbekommen habe (U13 und U14 Bereich wird wohl nicht in der Form umgesetzt werden):


    Spieleranzahl:


    - U6: 2vs2 Funino

    - bis inkl. U8: 3gg3 Funino

    - bis U10: 5gg5

    - bis U12: 7gg7

    - bis U14: 9gg9, wobei der „Spitzensport“ bereits ab der U13 auf das Großfeld 11 gg 11 spielen soll/darf


    Sonstige Regelungen:


    - Einwürfe erst ab der U11, bis dahin eindribbeln

    - Ausschüsse über die Mittellinie werden hingegen wieder gestattet (, was ich aufgrund der „Kopfball-Studie“ aus England seltsam finde. Mit dieser wurde die Abschaffung des Einwurfs argumentiert, was ich durchaus sinnvoll finde)

    - Bis zur U10 soll in Turnierform gespielt werden. Im U9/10 soll in Vierteln gespielt werden.

    - Schiedsrichter erst ab der U11

    - Mindestwechsel bis zur 10. Minute werden bis zur U12 vorgeschrieben

    - Bis zur U12 in Dritteln

    - neue Torgrößen für mehr Tore bis zur U9

    - Tabellen erst ab U13

    - laut Skizze wären für das vorgeschlagene U13 Spielfeld zwei tragbare Erwachsenentore notwendig(, was wohl sowieso an der Umsetzbarkeit scheitern wird)



    Dem Verbandsverantwortlichen für den Kinderfußball ist bei den bisherigen Funino-Turnieren aufgefallen, dass viele Vereine weniger Mannschaften melden, als Kinder verfügbar sein müssten - durch Hospitationen sind viele Kader bekannt.

    Außerdem teilen die meisten Vereine ihren Erfolg bei Turnieren und Meisterschaften ohne Wertung über die sozialen Medien mit.


    Meine Meinung:

    Die notwendige Entwicklungsorientierung wird, so fürchte ich, aufgrund des Mangels an geeigneten TrainerInnen scheitern. Die einzige Chance sehe ich, wenn die Entwicklung im Leistungssport als Vorbild agieren würde. Das könnte gerade auf die erfolgsorientierten Familien, die nach einem Akademieplatz streben, abfärben und dadurch im Breitensport ankommen.

    Ähhh 80 Millione Volk - wir haben im vergleich zu Österreich oder Schweiz eine elende Statistik.

    Zu den Erfolgen:

    Welche gute Statistik kann Österreich denn aufweisen?

    Den 4. Platz in der Quali hinter den Großmächten Israel und Schottland?

    Zwei erfolgreiche Qualifikationen - einmal zusätzlich als Ausrichter - für große Turniere seit 2000?


    Zur Ausbildung:

    Wir sind genau auf einer Position wirklich gut besetzt, nämlich im ZM - vorzugsweise „Pressing- und Halbraumspieler“ - und unser Nationaltrainer will zuerst hinten kompakt stehen…


    Unsere erfolgreichen Strafraumstürmer der letzten Jahre waren nicht in der Talentförderung/Akademie (Kalajdzic) oder mussten in die Niederlande wechseln, um gefördert zu werden (Arnautovic).


    Wenn wir jetzt noch einen guten Torspieler hätten, wäre die Ausbildungsbilanz jener Deutschlands mit Bezug auf die über neunfach geringere Einwohnerzahl sehr ähnlich.

    Wenn die Situation wirklich derart extrem ausgeprägt ist, wie sie hier geschildert wird:


    Im Hintergrund während der Herbstsaison nach einem geeigneten Verein sowie Trainer Ausschau halten, Probetrainings vereinbaren, Gespräche führen und sich in der nächsten Wechselperiode verabschieden.

    Stammt dein Beispiel vielleicht aus einem Nachbarland, und ist eher mit einem Vereinswechsel als mit einer Auswahlberufung zu vergleichen?

    Ja, ich bin in Österreich beheimatet und in unserem Bundesland ist es eher die Ausnahme, dass ein Auswahlspieler bei seinem Heimatverein spielen darf, auch wenn er in der Auswahl aufgrund eines 20-30 Mann Kaders kaum spielt.

    Die Strukturen im Verband sind mehr mit einem ambitionierten Breitensportverein zu vergleichen als mit einem NLZ.

    Wenn er es aber unbedingt machen will, würde ich es ihm ermöglichen. Er lebt nur einmal. Es gibt kein nächstes mal. Es ist eine Lebenserfahrung.

    Vorteil bei unseren Auswahltrainings ist, dass der Fahrtweg überschaubar ist und auch mit dem Fahrrad bewältigt werden kann.

    Fahrtwege werden erst in der U15 zu einem Argument, wenn man jedes zweite Wochenende für 5min Spielzeit zwischen 8 und 16h im Zug sitzt.


    Die „gesuchten“ Spieler sind in unserem Bundesland derart begrenzt, dass er meiner Einschätzung nach jedes Halbjahr mit mindestens einer Anfrage zum festen Wechsel rechnen kann.

    Er wird diese Saison als jüngerer und nächstes Jahr als älterer Jahrgang zu den Topscorern in der Liga gehören, was den Verbandsverantwortlichen reichen wird.

    Hallo zusammen,


    ich bin auf euren Rat angewiesen und der Sachverhalt stellt sich folgendermaßen dar:


    Der Spieler durfte bisher ein Mal in der Woche in der „Entwicklungsgruppe“ der U13-Auswahl trainieren und er konnte alle drei Vereinstrainings bei mir besuchen. Am Montag bekam die Mutter einen Anruf und ihr wurde mitgeteilt, dass der Sohn ab nächster Woche 3x in der „richtigen“ Auswahlmannschaft trainieren darf. Beim Abschlusstraining und bei den Spielen wäre er im Herbst noch bei mir.


    Die Mutter steht dem skeptisch gegenüber und ihr wäre lieber, wenn der Junge nur bei mir wäre, da sie sehr viel von meiner Person hält und von negativen Abläufen in unserer Auswahl weiß.

    Daher hat sie mich um Rat gebeten, was ich davon halte, wobei ich unvorbereitet war und Angst hatte, mir mit einer Kurzschlusshandlung die Finger zu verbrennen.

    Deshalb habe ich ihr verständlich gemacht, dass ich in einem Gewissenskonflikt stehe und nur dann etwas dazu sagen möchte, wenn der Junge mich aktiv fragt, wie ich dazu stehe.


    Der Spieler will laut Mutter das Training dort mitmachen, wobei er nicht weiß, für wen er sich in einer endgültigen Entscheidung zwischen Verein und Auswahl entschließen würde, wenn es nach der Herbstsaison dazu kommen sollte.


    Er besitzt gute fußballerische Anlagen und ist schnell, obwohl er nicht groß ist. Durchschlagskraft ist vorhanden, allerdings muss er an der Ruhe vor dem Tor noch arbeiten. Taktisch besteht noch viel Luft nach oben und die Entscheidungsfindung ist stark ausbaufähig.

    Seine größte Schwäche liegt jedoch im mentalen Bereich. Er ist Perfektionist und setzt sich selbst stark unter Druck. Nach misslungenen Aktionen wird er schnell emotional und zweifelt seine Fähigkeiten an. Er neigt zu Frustfouls und muss ab und zu vor sich selbst geschützt werden.


    Zur Auswahl: Der Trainer der Entwicklungsgruppe meint, dass er dem Spieler in seiner Trainingsumgebung nichts mehr beibringen könne - so hat es die Mutter aufgefasst und mir gegenüber geäußert. Ich hoffe, dass er das nicht wirklich so gesagt hat, da dies sehr inkompetent wäre.


    Die Auswahl scoutet nur wenig (jährliche Einladung zur Talentesichtung) und kommuniziert nicht mit den Vereinen, sondern schaut sich meist nur die Spielberichte an. Wer am Wochenende als U13 Spieler vier Treffer in der U14 erzielt, fällt so natürlich auf.

    Unsere Auswahl gehört zu den schwächeren im Land und als Offensivspieler hat man nur wenige Aktionen aus dem Spiel heraus, in denen man sich beweisen kann. Die Qualität der Einzelspieler im Training ist jedoch höher als in meiner U14-Mannschaft. Gefordert ist er bei mir dennoch.


    Ich glaube, dass er insbesondere im mentalen Bereich noch nicht weit genug ist, um sich dort weiterentwickeln zu können.


    Ich habe als Trainer schon mehrere Wechsel in die Auswahl begleitet und es überwiegt der negative Eindruck.

    Er hat gestern einen Fragebogen von mir erhalten, den er mit seinen Eltern besprechen soll.

    Wenn sich mein Bild durch seine Antworten bestätigt, bin ich kurz davor ihm aktiv von diesem Schritt abzuraten. Daher mein Gewissenskonflikt:/


    Hat jemand von euch Ratschläge, wie ihr euch verhalten würdet?


    Vielen Dank im Voraus!


    PS: Falls der Beitrag im falschen Themenbereich ist, bitte verschieben…

    Mein bester Spieler, der ohne Probleme 8 Gegner ausdribbelt und sein Tor macht versteht das mittlerweile auch. Spätestens nach 3 Toren nehme ich in raus, er spielt in der Verteidigung oder muss ins Tor. Es bringt ihm, seinem Team und dem Gegner nichts. Und wenn man mehr Spielzeit braucht kann man ohne Probleme Testspiele abmachen. Ich mache 2-3 Mal pro Halbjahr einen Test auf Grossfeld mit meiner D. Da kommt jeder auf genügend Spielzeit.

    A) Kommt das regelmäßig vor und ist der Spieler allgemein unterfordert, auch im Training?


    B) Wenn ja, wäre es nicht besser einen solchen Spieler in einer älteren Jahrgangsstufe zu fördern, zumindest teilweise?



    Wenn ich zu einem schwächeren Gegner - passiert trotz Meldeliga - fahre, dann versuche ich mich selbst zu schwächen, indem ich einige bessere Spieler in die zweite Mannschaft der U16 schicke und stärkere Jungs aus der U12 in meine gemischte U13/U14 aufnehme. Die U16B hat so auch motivierte sowie ambitionierte Spieler zur Verfügung und wird verstärkt. Gleichzeitig haben die U12-Spieler ein besonderes Erlebnis in der U14 spielen zu dürfen.


    Glücklicherweise haben wir innerhalb des Vereins Strukturen, die mir ein solches Vorgehen ermöglichen.

    Ich habe ähnliches bei zwei Spielern erlebt:


    Einer ist Jahrgang 2005 und gehörte bis zur U11 zu den schnellsten Spielern seiner Altersklasse in unserem Bundesland. In der U12 bekam er mehrere Wachstumsschübe und er war rund 9 Monate unter den langsamsten Jungs in der Mannschaft.

    Danach war er wieder der „Alte“ und gehört bereits jetzt in der Kampfmannschaft wieder zu den Schnellsten.


    Der Zweite ist Jahrgang 2007 und war schon immer überdurchschnittlich groß (U14: 187 cm) und hatte in dieser Zeit immer wieder große Schwächen in Koordination und Geschwindigkeit.

    Das hat sich erst in diesem Frühling in der U14 zum Positiven entwickelt.

    11 Schüsse (einmal im Fünfer, 6 mal im Strafraum und dreimal von außerhalb), 23 Flanken, (Goosens meist von der Grundlinie, von links auch aus dem Halbfeld), und 8 Dribblings rund um den Strafraum. Um den Strafraum herum mit Sicherheit an die 150 Pässe, im Strafraum selbst aber nur 7. (von whoscored)


    Der Spielverlauf wird auch von folgender Statistik nochmal unterstützt: Frankreich mit 24 Klärungen um den Strafraum, Deutschland nur mit 4. Der Strafraum war dicht und voller Franzosen, egal was man versucht hat.

    Die Statistik bestätigt in meinen Augen, dass


    A) der Aufbau zu langsam war

    B) das Zentrum als 1.Lösung gesucht worden ist

    C) die Flügel in den „Händen“ der AVs waren

    D) keine Distanzschüsse versucht worden sind.


    Klar, kann man sagen, dass es variabel gewesen ist, da mehrere Lösungswege gesucht worden sind. Allerdings verstehe ich unter Variabilität auch verschiedene personelle und gruppentaktische Varianten in den einzelnen Lösungswegen auszuprobieren.

    Außerdem hätte ein Spielaufbau über außen dafür sorgen können, dass im Zentrum kurzfristig mehr Platz entsteht.


    Zum Spielverlauf sind wir uns eh einig, nur zu den Lösungsansätzen haben wir unterschiedliche Ansichten.


    Wenn der Gegner merkt, dass man es nie aus der Distanz versucht, kann er es sich problemlos leisten, nur gemächlich herauszurücken.

    Wenn ich keine 1gg1 Spezialisten auf den Außenpositionen habe und nicht hinterlaufe, brauche ich nicht zu doppeln, was einen Verteidiger aus dem Strafraum herauslocken würde.


    Ein Spieler mehr oder weniger im Strafraum macht aus meiner Sicht einen großen Unterschied aus.

    Zur Ausgangsfrage: Die Aufstellung ist meiner Meinung nach verständlich gewesen, da Goretzka nicht fit ist. Allerdings muss man sich bewusst sein, dass man so im Zentrum und bei Standardsituationen physisch unterlegen ist, was auch die Zweikampfquote belegt.

    Da fehlten mir die entsprechenden Adaptionen:


    - schnellere Verlagerung auf die Flügel + Überzahl dort

    - Schiebeverhalten der Franzosen provozieren, um im ballfernen Halbraum Überzahl und Raum zu generieren -> siehe Di Maria-Treffer 2018 (Platz für Distanzschüsse und Doppelpässe durch das Zentrum)

    - personelle und taktische Variabilität auf den Flügeln: Wie viele Aktionen hatten Havertz und Gnabry, die wohl besten Spieler der Startelf im offensiven 1gg1, auf den Flügeln?

    Wie oft wurde mit Tempo hinterlaufen und so Über- oder zumindest Gleichzahl hergestellt?

    - Im Gegenzug Kimmich öfters im Zentrum im Spielaufbau und zur Absicherung beteiligen, während Gosens auf der linken Seite mit Tempo hinterläuft und Gündogan weiter nach vor schiebt.

    - Kreativität bei offensiven Standardsituationen


    Zur Spielanlage selbst: Frankreich spielt unter Deschamps immer mit Fokus auf mannschaftliche Geschlossenheit und schnelles Umschalten bei Ballgewinn, solange sie nicht in Rückstand geraten. Bei Vorsprung ziehen sie sich noch weiter zurück und Kombinationsspiel durch ihr Zentrum ist kaum möglich.

    Keine Ahnung, warum sich immer noch so viele ein furioses Frankreich erwarten.


    Löw hat immer gerne Ballbesitz und mit Kroos und Gündogan auch die Spieler dafür.

    Aus meiner Sicht war der Führungstreffer verdient, da in dieser Phase (10-20 min) die Franzosen gefährlicher waren und sich Deutschland in den entscheidenden Offensivaktionen zu viele Unzulänglichkeiten erlaubt hatte (ungenaue Zuspiele in die Tiefe, verpasste Spielverlagerungen, schlechter erster Kontakt).


    Danach standen die Franzosen noch tiefer und das Zentrum war dicht. Aus meiner Sicht hätte dann eine Änderung der Philosophie gut getan -> Havertz und Gnabry vermehrt auf die Flügel statt in den Halbräumen oder der Spitze.


    Ordentlich war die Phase nach dem Stangenschuss von Rabiot bis zum ersten Wechsel. Allerdings hätte ich nach Pavards K.O. - glücklicherweise ist nicht mehr passiert - vermehrt seine Seite bespielt.


    Negativer Höhepunkt war aus meiner Sicht der positionsgetreue Wechsel Volland für Gosens in der Schlussphase.


    Charles De Goal: Wie unterschiedlich man ein Spiel sehen kann😅 Ich habe kaum Distanzschüsse - ausgenommen Freistöße - wahrgenommen und mir war das Offensivspiel nach dem Rückstand zu eindimensional (Aufbau durchs Zentrum -> Zuspiel in die Offensivreihe klappt nicht -> kurze Zirkulationsphase -> Verlagerung auf Kimmich/Gosens -> Versuch des 1gg1).


    Problem ist aus meiner Sicht weniger, dass die Spieler nicht vorhanden wären, sondern nicht auf die tieferstehende Abwehr reagiert wurde, um Gnabry/Havertz/Sane in Situationen zu bringen, die ein sinnvolles 1gg1 ermöglichen.


    Mittlerweile haben wir 5 Partien absolviert und bis auf einen Kantersieg waren alle Spiele sehr ausgeglichen.

    2 S

    2 U

    1 N


    Positiv:

    - Moral (mehrere Aufholjagden: 4:4 nach 0:4 und 4:2 nach 0:2)

    - Trainingsbeteiligung samt -niveau steigt

    - Spielerische Entwicklung sichtbar:


    Gebt euren Mannschaften Zeit sich zu finden. In der ersten HZ in Spiel 1 nach der langen Pause war die Nervosität deutlich zu spüren und die Partie sehr hektisch. Das legt sich mit zunehmender Spieldauer und mittlerweile spielen wir wesentlich attraktiver als im Herbst.


    Negativ:

    - Spieler mit Kreuzbandriss (erste Minute im zweiten Spiel ohne Fremdeinwirkung auf dem Ball weggerutscht)

    - Kinder, die in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen, zeigen dort nur mäßige Leistungen. Einer hat sich dort auch noch eine rote Karte abgeholt und „darf“ jetzt in die Sommerpause.



    Wir haben im Verein nur wenige Kinder und Jugendliche „verloren“ und durch Neuzugänge blieb die Zahl der Nachwuchsspieler konstant.

    Allerdings sieht es auf dem „Trainermarkt“ wesentlich schwieriger aus. Nur die Hälfte der aktuellen Cheftrainer ist bereit auch nächste Saison eine Mannschaft zu übernehmen. Nach aktuellem Stand werden mein Co-Trainer und ich im Herbst beide Mannschaften des Jahrgangs betreuen.

    Bei den anderen Vereinen in der Umgebung ist die Tendenz ebenfalls zu erkennen. Bin gespannt, ob sich das wirklich zum Trend entwickelt🤔

    SchülerInnen werden 3x Woche in der Schule getestet und jeder Test gilt für 48h. Sie bekommen ein sogenanntes Covid-Ninja-Album, welches als Nachweis gilt. Für Sonntagsspiele muss man sich extra testen.


    Jedem Erwachsenen stehen pro Monat 5 Gratis-Selbsttests für zu Hause zu und sonst kann man sich in den zahlreichen Teststationen testen lassen.

    Allerdings laufen gerade Verhandlungen zwischen Verein und Gemeinde, um zusätzliche Tests zu organisieren.


    Für die Überprüfung bei den Spielen ist der Heimverein zuständig.


    Kosten tragen die Steuerzahler;)

    Neue Lage: 7 - Licht am Ende des Tunnels in Sicht:)


    Nächsten Sonntag startet bei uns der Meisterschaftsbetrieb für den Nachwuchs und damit auch für meine U14.


    Ausgangslage:

    - Zwei Monate kontaktloses Training mit bis zu 20 Spielern (32 Einheiten)

    - Eine Einheit „Vollkontakttraining“

    - Trainingsbeteiligung mäßig (Durchschnitt 12/20) - war bei den vorherigen Trainern ähnlich


    Auflagen:

    - 3Gs (getestet, genesen oder geimpft) und Registrierungspflicht für alle, die sich länger als 15 Minuten auf dem Platz aufhalten

    - Maskenpflicht + 2m Abstand für alle, außer bei der Sportausübung



    Erwartungshaltung:

    In erster Linie bin ich einfach nur froh, dass der Ball wieder „vernünftig“ rollen kann. Ich hoffe, dass wir in unserer Meldeliga einige ausgeglichene Spiele abliefern können und sich mit der Aussicht auf „normalen Fußball“ die Trainingsbeteiligung verbessert.

    Ich habe mal einen damals 11-Jährigen zu einem U14-Hallenturnier mitgenommen, da er in seiner Altersklasse überlegen war und körperlich mithalten konnte. Seinen Eltern war ich bis auf das Einladungsgespräch unbekannt.


    Im dritten Spiel vergab der Junge Sekunden vor Schluss die Entscheidung, war am Boden zerstört und lief weinend in Richtung Umkleide.

    Die Eltern auf der Tribüne haben nur gesehen, wie ich ihm nachgerannt bin.

    Ich habe unbemerkt ein Vieraugengespräch mit ihm geführt und ihn wieder aufgebaut, was mir auch gelungen ist.

    Nach dem folgenden Gespräch mit der ganzen Mannschaft gingen die Jungs zu ihren Eltern.


    Während ich noch in der Umkleide ein Einzelgespräch mit einem anderen enttäuschten Spieler führte, ereignete sich auf der Tribüne folgendes:


    Der 11-Jährige hatte noch nicht alle Tränen weggewischt, lief hastig zu seiner Mutter und sagte zu ihr: „Mama, der Trainer muss ein ausgebildeter Psychopath sein!“


    Sie und die anderen Eltern, die das mitbekommen hatten, schauten verdutzt und wussten zuerst nicht, was sie sagen sollten.

    Ein Moment verging, bis sich ein Vater eines anderen Spielers einschaltete und den 11-Jährigen fragte, ob er nicht das Wort verwechselt und Psychologe gemeint hat. Nachdem er das bestätigt hatte, mussten alle Beteiligten lachen.


    Erst danach kam auch ich auf die Tribüne und hörte die Eltern untereinander flüstern und kichern. Der erwähnte Vater erklärte vor allen: „Ihr müsst nicht flüstern. Sagt ihm doch direkt ins Gesicht, dass wir jetzt wissen, dass er ein ausgebildeter Psychopath ist!“


    Jetzt war auch ich verdutzt und zur Abwechslung kurz sprachlos, bis ich über den Sachverhalt aufgeklärt worden bin:D


    Das wurde im Verein zum Running Gag und ich darf mich selbst heute noch als „ausgebildeter Psychopath“ bezeichnen lassen. Was eine simple Wortverwechslung eines 11-Jährigen auslösen kann;)

    Fakten zu Müller: 40 Scorerpunkte in 50 Spielen als offensiver Mittelfeldspieler, wobei er bis zum Trainerwechsel eine Nebenrolle gespielt hat


    Seine Bedeutung für das Münchner Pressing und seine raumschaffenden Läufe lassen sich leider nicht in Zahlen fassen.



    Für IV Fakten zu finden, halte ich für wesentlich schwieriger, da Passquote und Zweikampfwerte nicht erfassen, zu welchen Folgesituationen, die Aktionen führten.

    Das wird wohl eine rein subjektive Ansicht bleiben.


    Ich kann auch deinen Punkt verstehen, dass du gerne einen längeren Betrachtungszeitraum berücksichtigst und andere Ansichten hast.



    Wie in den vorherigen Beiträgen geschrieben, sind für mich die falschen Schlüsse gezogen worden.

    Es gehört auch zu den Stärken eines Trainers Entscheidungen, die nicht den gewünschten Effekt hatten, rückgängig zu machen.


    Wie meine Mannschaft aussehen würde, kannst du eh nachlesen.

    Garantiert sie den Erfolg?

    Sicherlich nicht...

    Aber sie bietet die Chance den Schwachpunkt bei Standardsituationen loszuwerden und taktisch flexibel zu bleiben.

    Ja, wir haben unterschiedliche Ansichten.


    Aus meiner Sicht sind maximal 2 IVs (Ramos, Van Dijk) über Hummels aktuelles Leistungsniveau anzusiedeln und einer davon ist langzeitverletzt.


    Selbiges gilt für die ZOMs (de Bruyne, Bruno Fernandes) und Müller.

    Für Flick und Favre sind sie in großen Spielen sicherlich unumstrittene Stammspieler und Führungspersönlichkeiten.


    Ja, der FC Bayern ist ohne Lewandowski schwächer, allerdings hat die sogenannte B-Elf vor nicht einmal zwei Wochen ein 1:1 gegen Atletico erreicht.


    Was ohne Angelino passiert wäre, kann ich dir nicht beantworten. Beim 0:5 im Hinspiel war er ebenfalls auf dem Platz. „Schienenspieler“ spielen unter Nagelsmann meist hervorragend (siehe Schulz, Kaderabek), wobei diese Torgefährlichkeit natürlich außergewöhnlich ist. Dennoch hat Angelino defensiv durchaus Verbesserungspotential.


    Die Plea-Frage ist vergleichsweise einfach zu beantworten, da dieser seine Tore beim 6:0 gegen Donezk und der 2:3 Niederlage gegen Inter erzielt hat. Dennoch spielt Plea eine wichtige Rolle, welche sich nicht nur durch Scorerpunkte zeigt.


    Die Haaland-Frage ist schwer zu beantworten. Ich kann dir nur sagen, dass es definitiv schwieriger geworden wäre und seine Fähigkeiten unbestritten sind. Verbesserungswürdig halte ich noch sein Spiel mit dem Rücken zum Tor. Außerdem muss er erkennen, wann sein Körper eine Pause benötigt. Verletzungen können Karrieren schnell beeinflussen.



    Wir brauchen nicht darüber zu diskutieren, dass der Vereins- dem Nationalmannschaftsfußball überlegen ist. Neben der „freien“ Kaderzusammenstellung spielt vor allem die unterschiedliche gemeinsame Trainings- und Vorbereitungszeit eine Rolle.


    Ich habe nicht behauptet, dass Löw erfolgreich sein muss, nur weil der FC Bayern und die anderen deutschen Vereinsmannschaften es sind.

    Ich habe behauptet, dass es Kleinigkeiten sind, die den Unterschied ausmachen und die falschen Schlüsse aus dem schlechten Abschneiden bei der WM und der NL gezogen worden sind.



    Als Bayernfan habe ich eine andere Ansicht, was Thiago angeht. Konstant ist in meinen Augen kein gutes Wort, um seine Leistungen zu beschreiben.

    Ich bin da eher bei „zwischen Genie und Wahnsinn“, wobei der Genieanteil definitiv größer war und seine außergewöhnlichen Fähigkeiten nicht zu bestreiten sind.

    Ob Thiago oder Goretzka neben Kimmich im CL-Finale gespielt hätte, wenn Pavard fit gewesen wäre, kann ich dir nicht beantworten. Deshalb kam von mir der Goretzka-Vergleich.

    Die Ausschnitte, die ich von Thiago und Sancho bei der Nationalmannschaft gesehen habe, waren jetzt nicht so berauschend.


    Der Sancho-Gnabry-Vergleich ergibt sich für mich dadurch, dass Gnabry insbesondere in der CL mehr Spiele entschieden und in der Nationalmannschaft einen größeren Einfluss hat.

    Davies hätte ohne Verletzung, um seinen Stammplatz kämpfen müssen, da Hernandez über die Pause seine Form zurückgewonnen hat.


    Kurze Übersicht über meine Thesen:


    Ich glaube, dass ein Unterschied bei der Spielerbewertung zwischen uns ist, dass du dem Alter mehr Gewicht schenkst als ich, während bei mir die aktuelle Form (Selbstvertrauen + ideale körperliche Verfassung) eine größere Rolle spielt und ich einen kürzeren Zeitraum betrachte.


    Neuer, Hummels, Kimmich und Müller zählen mindestens seit der Coronapause zu den besten Spielern auf ihren Positionen.

    Zumindest Gnabry, Goretzka und Werner sind im erweiterten Kreis.

    Vereinsmannschaften haben natürlich den stärkeren Kader als Nationen.

    Löw holt nicht das Maximum aus dem Nationalteam heraus und hat in seiner Analyse falsche Schlüsse gezogen.


    Kleinigkeiten machen den Unterschied auf Topniveau aus und hohen Niederlagen in Topspielen passieren. Darauf kann man als Trainer oft keinen Einfluss nehmen.


    Einen großen Vorteil bei der Nachwuchsförderung haben 20er-Ligen durch den dichteren Spielplan, insbesondere wenn die finanzielle Situation der Klubs schlecht ist.


    Es gibt Nationen, die mehr Möglichkeiten in ihrem Kader haben.

    Nein, Löw muss nicht mit der aktuellen Nationalmannschaft eine ähnliche Stellung einnehmen, wie es aktuell beim FCB der Fall ist.

    Die Stellung des FCB kann im Übrigen schon im Achtelfinale der CL vorbei sein.

    Ich erinnere mich noch, wie die Stimmung vor dem Duell gegen Real Madrid im ersten Guardiola-Jahr war. Von Unbesiegbarkeit war die Rede - den Rest der Geschichte kennen wir.

    „Und sind diese Spieler tatsächlich die maßgeblichen Spielgestalter und Führungsspieler in ihren Vereinsmannschaften? Welcher deutsche Spieler aus der Auflistung ist denn in seiner Vereinsmannschaft DER unumstrittene Superstar oder Weltklassespieler, der diese Leistung auch in der Nationalelf abrufen müsste, es aber nicht tut?“


    Da du gerne Namen hören willst:


    Neuer, Kimmich, Hummels und Müller haben seit der Coronapause definitiv konstant auf dem höchsten Niveau performt und sind unumstrittene Stammspieler.


    Wenn du Thiago, Sancho, Davies und co. erwähnst, gesellen sich Gnabry, Werner und Goretzka dazu.


    Verfolgst du die genannten Spieler in ihren Nationalmannschaften?



    Sancho ist aktuell ein schlechtes Beispiel, da sein Einfluss auf das Dortmunder Angriffsspiel seit der Coronapause abgenommen hat und er alles andere als in Topform ist.

    Th. Hazard passt aus meiner Sicht generell nicht in die Auflistung.



    Bayerns Stärke seit dem Wiederbeginn ist, dass die Abhängigkeit von einzelnen Spielern stark abgenommen hat.

    Das lässt sich besonders gut am Finalturnier in der CL erkennen.

    Ähnliches sollte meiner Meinung nach im Nationalteam auch möglich sein, wobei es natürlich keine Garantie für Erfolg gibt.



    Zum Thema „kein Leistungsprinzip“:


    Jein - Als aktuelles Beispiel:

    Die Nominierung von Max kam aus meiner Sicht zweieinhalb Jahre zu spät. Vor der WM hatte er 15 Scorerpunkte als Außenverteidiger bei Augsburg.


    Älteres Beispiel:

    Stefan Kießling erhielt als selbst als Torschützenkönig keine richtige Chance, obwohl Mittelstürmer durchaus interessant gewesen wären.


    Seltsames Timing im Sinne des Leistungsprinzips:

    Müller und co. hätte man durchaus unter Ancelottis Amtszeit bereits eine Pause geben können.

    Aktuell auf Müller zu verzichten, wenn er eine Saison mit 40 Scorerpunkten in 50 Partien hinlegt, halte ich für verkehrt.


    Umbruch hin oder her - es interessiert doch keinen wie alt die Nationalspieler sind. Es zählt allein der Erfolg.


    Kurz noch zu diesem Teil:

    „[...] immerhin 4 Weltmeister [...]“

    -> Ich halte genau diesen Gedanken dafür mitverantwortlich, warum es Mannschaften nach dem WM-Titel so schwer fällt, bei der nächsten Weltmeisterschaft abzuliefern. Es vermittelt das Gefühl, dass man (immer noch) besser ist als andere.

    Man macht sich zu wenig Gedanken darüber, was für Schwierigkeiten man für den Titel bewältigen musste und wie dieser zu Stande kam.

    Überspitzt formuliert:

    Es spielt mit Turnierbeginn keine Rolle mehr, ob man vier Jahre zuvor Müllmann oder bereits Weltmeister war.



    PS: Ich habe leider beim Zitat versagt...

    Bei aller berechtigter Kritik an der Förderung von Nachwuchstalenten auf dem Sprung in den professionellen Bereich gibt es mMn dennoch genügend Qualität, um bei der EM ein gewichtiges Wort mitreden zu können.


    In welchem Land gibt es einen Meister oder Tabellenführer mit acht Nationalspielern, die auch alle gleichzeitig auf dem Platz stehen könnten, da sie sich ergänzen?


    Hier mal ein kleiner Überblick möglicher EM-Teilnehmer:


    Deutsche Nationalspieler in der CL:


    Bayern (8): Neuer, Süle, Boateng, Kimmich, Goretzka, Müller, Gnabry, Sane


    Dortmund (6): Hummels, Can, Schulz, Dahoud, Brandt, Reus


    Leipzig (3): Klostermann, Halstenberg, Henrichs


    Gladbach (6): Ginter, Kramer, Neuhaus, Hofmann, Herrmann, Stindl


    Chelsea (3): Havertz, Werner, Rüdiger


    PSG (2): Kehrer, Draxler


    Real (1): Kroos


    Barca (1): Ter Stegen


    City (1): Gündogan


    Atalanta (1): Gosens


    Eine Überlegung wert:

    Salzburg (1): Berisha (4 T und 2 V in CL)



    Weitere Kandidaten BuLi (Auswahl):


    Leverkusen (6): Tah, Amiri, Demirbay, Wirtz, 2x Bender


    Wolfsburg (2): Arnold, Baku


    Union (1): Kruse


    Frankfurt (1): Trapp


    Weitere Kandidaten international (mit ansprechender Form) - (6):


    Volland (5 T/3 V), Waldschmidt (5/1), Max (2/5), Götze (5/3), Koch, Leno



    Aus meiner Sicht sind aufgrund der aktuellen Form ca. 30 Kandidaten aus dieser Liste interessant.


    Das kann sich bis zum nächsten Frühjahr natürlich verschieben.

    Grundsätzlich stimme ich zu, was die taktische Ausrichtung angeht. Ich glaube die Qualität von Havertz kann keiner leugnen. Ich zweifle jedoch an den Qualitäten von ihm im Sturmzentrum-direkt als Stoßstürmer. Ich finde er braucht ähnlich wie Müller die tiefe des Raumes. Deshalb vielleicht doch eher als 10er?! Oder man versucht es mit ihm als "Falsche 9". Also ist nur meine Meinung.


    Miro D´Italia - Miroslav Klose, Deutschlands bester… – 11FREUNDE


    Hier ein interessanter Artikel über den Karriereverlauf von Miro Klose.



    Ich finde, dass Havertz genügend Eigenschaften mitbringt, um den Versuch zu wagen:


    - Abschlussqualität (beidbeinig + Kopfball)

    - „Wandspielerqualität“ um Angriffe einzuleiten und Bälle zu sichern -> Robustheit?

    - Kombinationsspiel

    - Geschwindigkeit für Umschaltsituationen

    - Gefühl für den Raum

    - Pressingverhalten und aktive Zweikampfführung

    - Ehrgeiz sich weiterentwickeln zu wollen



    Neben den sportlichen Gründen wäre es aus meiner Sicht auch die Chance für Löw, um die Gunst der Fans zum Teil zurückzugewinnen.


    Aktuell wollen über 80% der deutschen Fußballfans einen neuen Bundestrainer. Löw hat also kaum mehr was zu verlieren.

    Gleichzeitig sehnt sich Fußballdeutschland nach einem neuen Mittelstürmer.


    Folgende Szenarien:


    1. Experiment klappt nicht: Deutschland scheidet kläglich aus, ohne dass Havertz in dieser Rolle überzeugen kann -> Löw muss sowieso gehen und Mittelstürmerproblematik bleibt, Havertz bleibt die Hoffnung für die Zukunft


    2. Experiment geht zum Teil auf: Havertz kann zwar überzeugen, allerdings scheidet Deutschland aus -> Immerhin haben wir eine junge Option auf einer „Krisenposition“ für die kommenden Turniere


    3. Experiment geht zum Teil auf: Havertz überzeugt nicht, allerdings spielt die Nationalelf ein gutes Turnier -> Mittelstürmerproblematik bleibt, Havertz‘ Qualitäten bleiben unbestritten und Löw hat ihn falsch eingesetzt


    4. Experiment geht auf: Deutschland spielt eine gutes Turnier und Havertz überzeugt -> Löw wird zumindest für das Experiment gelobt, kann sich aussuchen, ob er mit einem positiven Gefühl abtritt und Deutschland hat eine junge Mittelstürmeroption für die Zukunft