Beiträge von raptorroger

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    Hallo. Ich trainiere aktuell eine U15 in der KL.
    Aktuell haben meine Spieler*innen bei mir feste Positionen auf denen ich sie spielen lasse. Die Positionen habe ich anhand ihrer Fähigkeiten gewählt bzw. anhand der fehlenden Fähigkeiten.
    z.B. stelle ich Spieler, die ein besseres Verhalten beim verteidigen brauchen, in die letzte Kette. Damit sie gezwungen sind das gelernte aus dem Training anzuwenden und sich ggf. so verbessern.
    So rotieren Spieler mal für 1-2 Spiele auf eine "ungewohnte" Position damit sie auch dort lernen sich zurecht zu finden.
    Das klappt bisher auch alles ziemlich gut. Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung der einzelnen Spieler*innen und auch der Mannschaft im Allgemeinen.

    Trotzdem mache ich mir Gedanken ob ich richtig entschieden habe beim festlegen der Spieler*innen zu dem Positionen. Habe ich den Spielertyp richtig erkannt und beurteilt. :/

    Beispiel: Spieler A - körperlich sehr stark, technisch oberes Mittelfeld, eher langsam, Ausdauer gering
    Stelle ich Spieler A in die IV damit er dort mit seiner körperlichen Überlegenheit alle rausputzt oder doch lieber in der Spitze wo er den Ball fest macht bis die anderen nachrücken. Beide Positionen hat er schon gezeigt das er spielen kann.

    Diese Fragen kommen mir immer wieder auf.

    Wie beurteilt ihr welcher Spielertyp vor euch steht? gibt es hierzu Material zum nachlesen? Links o.ä.? oder entscheidet ihr immer individuell?

    melde eine Mannschaft "o.W.".
    Dann darfst du so viele Spieler einsetzen/hin-her schieben wie du willst. Da gibt es nichts mehr zu beachten.

    Machen wir seit Jahren so.
    Ein Team KL und das zweite Team Gruppe o.W.
    Solange die Spiele nicht am gleichen Tag sind, kannst du machen was du willst.
    Wird leider auch oft missbraucht. Dann kommt die volle erste Mannschaft zum Gruppenspiel der zweiten und gewinnt >10:0. Das sollte aber der Sportsgeist von selbst verbieten.

    Das 9:9 ist natürlich auch eine Option. Allerdings finde ich das in diesen Jahrgängen eher hinderlich in Sachen Spielentwicklung. Dafür sind die Jungs einfach schon zu alt. und später wollen sie ja mal im 11:11 durchstarten ;) nicht im 9:9.

    Wir trainieren auch Mo bei A und Do bei B. So hat jedes Dorf einmal den Fahrtweg für sich.
    Einige Eltern haben sich da super abgesprochen und wechseln durch. Bei anderen Eltern kommt das Kind einfach nie zu Training B. Das sieht man dann nur bei Training A. Aber so ist das einfach. Dann Spielt das Kind auch nicht wenn andere Kinder immer da sind.
    Bei allem über 15 grad fahren viele Kids auch alleine mit dem Fahrrad zum Training. Das sollte auf dem Dorf auch kein Problem sein. Gehört natürlich auch zur Entwicklung der Selbstständigkeit der Kids. Da müssen aber die Eltern mitziehen.

    Als Beispiel hab ich in unserer U19 sechs Vereine als eine SG. und selbst das ist kritisch mit den Spielerzahlen. Alter/Ausbildung usw...
    Das Training findet einfach auf einem zentralen Platz statt, sodass alle ungefähr den gleichen Weg haben.

    Auch das Thema mit den Trainern sehe ich da klar als Vereinsarbeit an. Wenn man das ordentlich erklärt und rüber bringt, sollte das jeder normale Mensch verstehen. Schließlich entscheidet ihr sowas nicht aus Willkür sondern es gibt ja klare Fakten dafür.

    Hi.
    Sowas gibt es noch? :O Vereine ohne SG? *verwundert*
    Scherz beiseite.

    Wir sind auch ein Dorfverein. Sehr kleines Dorf sogar.
    In unserer gesamten Region gibt es kein Verein mehr der ohne SG ist.

    Wenn du sagst das ihr auch auf die Zukunft gesehen weiter eigenständig bleiben könnt, dann kannst du das alleine weiter machen und in diesem Fall die Spieler in die U19 ziehen.
    Wenn es sich aber andeutet das ihr auch in den nächsten Jahren Probleme bekommen könntet, wäre das jetzt ein möglicher Schritt damit anzufangen.
    Wobei ich persönlich finde das im Bereich der "kleinen" (U7/U9/U11) es einfacher ist damit zu starten. Hier sind die Kids noch ohne Vorurteile und ohne dieses verbissene Vereinsdenken.
    Wenn die Kids sich daran mal gewöhnt haben kommen auch die Eltern damit klar.
    Dazu gehört aber viel Vereinsarbeit!!!

    Beispiel:
    Wir sind in einigen Jahrgängen gut besetzt und eigenständig. Trotzdem trainiert unsere Mannschaft 1-2x pro Monat mit der Mannschaft aus dem Nachbardorf. In dem Training gibt es nur Spielformen und "gute Laune".
    So lernen sich die Jungs/Mädels kennen und können sich beschnuppern. Einige gehen auch in die gleiche Klasse usw.

    Früher oder Später wird es darauf hinaus laufen, das sie alle zusammen in einer SG spielen. Weil einfach jedes Jahr Kids abspringen und die Kadergröße immer kleiner wird.

    Wenn du sagst das in deinem Beispiel die Eltern die eigenen Spieler in der SG angehen. Dann haben hier die Vereine der SG klar versagt ein ordentliches Konstrukt zu erbauen. Das ist die Arbeit der JL der beteiligten Vereine. m.M.n.

    Gruß Max