Ich blicke auf sieben Jahre als Jugendtrainer zurück – von der F-Jugend bis zur B-Jugend. In dieser Zeit habe ich viel investiert: Energie, Freizeit und Leidenschaft. Am Ende stand aber immer häufiger das Gefühl im Raum, dass Einsatz und Engagement kaum geschätzt wurden.
Undankbarkeit, aufgesetzte Freundlichkeit und geringe Trainings- und Spielbereitschaft haben mir den Spaß genommen. Entscheidend war für mich, dass sogar Spieler in entscheidenden Saisonphasen lieber auf Familienfeiern oder Feste gegangen sind, statt das Team zu unterstützen. Das passte nicht zu meinem Verständnis von Verantwortung und Zusammenhalt.
Seit sechs Monaten bin ich raus aus dem Fußball – und ich vermisse es aktuell nicht. Das ist schade, aber zeigt mir auch, wie sehr sich das Umfeld verändert hat. Bevor ich wieder als Trainer einsteige, müsste sich gesellschaftlich einiges bewegen: mehr Verlässlichkeit, mehr Wertschätzung, mehr echtes Miteinander.
