Beiträge von BigMacWilli

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    Also meine Erfahrungen mit dem Stützpunkt Torwart-Training sind alles andere als gut. Die Techniken, die den Jugendlichen dort vermittelt wurden waren uralt und inzwischen komplett wiederholt. Nachdem ich mich mal mit den Stützpunkt-Trainern unterhalten hatte, und sie auf die Fehler, die sie teilweise den torhütern antrainierten hinwies, sind wir so überein gekommen, daß die Stützpunkt TW-Trainer teilweise bei mir im Vereinstraining hospitieren kommen. Leider darf ich ja die Nachwuchs Torhüter nicht selbst trainieren, da ich ja "noch" keine Mannschaftstrainer-Lizenz vorweisen kann. Das wird sich aber hoffentlich (bei Bestehen der Prüfung im Juni nächsten Jahres) dann ändern...
    Traurig finde ich nur die Verbissenheit der DFB-Verantwortlichen gegenüber den Torwart-Trainern ohne Mannchafts-Lizenz. Anstatt eine eigene Torwart-Trainerlizenz einzuführen (wie ja beim WFV bereits geschehen), halten die Herren Funktionäre und Verantwortlichen wieder mal an den (teilweise) total überholten Strukturen fest. Die Konsequenz daraus, kann man jetzt schon ansatzweise in der Bundesliga beobachten ---> die deutschen Torhüter in der Bundesliga werden weniger, die ausländische Quote nimmt auf dieser Position zu...


    LG BMW

    Hallo zusammen,


    gestern saßen wir im Sportheim zusammen und haben nach unserem AH Training auf Sky die Bundesliga Konferenz geschaut. Und uns ist gemeinsam aufgefallen - in jedem Stadion, beinahe bei jedem Pfiff, signalisiert mindestens ein Spieler, dass die Schiedsrichter Entscheidung nach seinem Empfinden nicht korrekt war - obwohl die Entscheidung zu 100% passte.
    Wir diskutierten, warum sie das machen, denn kaum ein Schiedsrichter nimmt eine getroffene Entscheidung zurück, nur weil ein Spieler protestiert.

    Diese Frage ist recht leicht zu beantworten. In den meisten Fällen passiert das um von den eigenen Fehlern abzulenken. Ich denke recht häufig, daß sich die Schiris in meinen Augen viel zu viel gefallen lassen. So manches Auftreten würde ich schneller mit der gelben Karte ahnden. Aber das Groteske ist ja an solchen Dingen, daß die Schiris dann dafür auch wieder angeprangert werden. Das ist leider so in Deutschland. Deshalb ist es für mich auch nicht erstaunlich, daß es immer weniger Nachwuchs-Schiris gibt. Wer lässt sich denn schon gerne das ganze Wochenende beleidigen oder hört sich bösartige Unterstellungen wie z.B. "...du bist gekauft" oder "... du hast wohl zu Hause nichts zu sagen..." usw an. Aber ist ja auch nicht weiter erstaunlich, weil die Amateure/Jugendlichen/Kinder kriegen es ja an jedem Wochenende in der Bundesliga vorgelebt.
    Ich fordere da schon lange viel härtere Bestrafungen, aber da passiert ja leider nichts. Wirklich schade!
    LG BMW

    Hallo Andy,


    also um ganz ehrlich zu sein, sehe ich da die Verantwortung eher beim Vorstand. Der darf sowas normalerweise nicht mal ansatzweise dulden, da durch solche Geschichten häufig Vereins-Existenzen bedroht sein können, wenn der Erfolg ausbleibt. Die Spieler der 2. Mannschaft sind ja auch nicht doof und erkennen recht schnell, welchen Stellenwert sie noch innerhalb des Vereins haben. Daraus resultierend, hören solche Spieler dann häufig auf zu kicken oder wechseln den Verein. Sollte das Projekt "Aufstieg" der 1. Mannschaft jetzt scheitern, dann hat dies häufig einen Wechsel-Boom der Spieler der ersten Mannschaft zur Folge. Dummerweise hat man dann aber nicht mehr die Spieler der 2. Mannschaft in der Hinterhand. Deshalb sollte euer Vorstand schleunigst bestrebt sein, den momentanen 1. Mannschafts-Trainer etwas zu bremsen, natürlich ohne ihn vor der Mannschaft zu demontieren. Sonst kann das unter gewissen Umständen übel enden...
    Übrigens find ich die Trainer der 2. Mannschaft wirklich bewundernswert. Ich denke mal, du wirst auch jedes Wochenende damit beschäftigt sein, dir eine Mannschaft zusammen zu telefonieren, oder? Von dem her "Hut ab" vor dir, daß du das überhaupt machst, weil das ist sicherlich nicht der dankbarste bzw. einfachste Job innerhalb eines Vereins. Ein Vorteil hat man jedoch als Trainer der 2. Mannschaft, man lernt meistens wirklich im Laufe der Saison fast alle aktiven Spieler eines Vereins kennen (inklusive AH und U19-Junioren...)... ;)
    Also ich an deiner Stelle würde mir wirklich Gedanken machen, ob ich unter diesem Headcoach überhaupt noch die 2. Mannschaft weiter trainieren/betreuen würde. Ich würde die Probleme in Anwesenheit der Vorstandschaft und seiner Wenigkeit nochmals deutlich ansprechen, würde aber auch klar machen, was passiert, wenn sich nichts ändert!
    Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen...


    LG aus Südbaden
    BMW

    Hallo zusammen,
    also ich würde die Basic-Übungen am Anfang aus dem Kniestand durchführen. Wichtig dabei, dass der Ball vor dem Körper gefangen wird und der untere Arm gestreckt ist. Die Hände sollten im Kontakt-Moment im rechten Winkel stehen (natürlich mit einer kleinen Lücke, nicht aneinander), so dass die untere Hand dem Ball den Weg abschneidet und die obere Hand den Ball nach unten drückt. Ich rede hier gerne vom "offenen Karton-System". Wenn das funktioniert würde ich das Fallen und Fangen aus dem stehen üben. Wichtig ist dabei, daß das Absprungbein nicht allzu entfernt vom Standbein ist und die Fusspitze in einer leichten Schräge nach vorne (Sprungrichtung zeigt). Dann das ganze Aus der leichten Bewegung heraus. Achte darauf, daß das obere Bein im Flug gestreckt ist und nicht nach vorne überschlägt. Sollte das passieren, war das Absprungbein zu weit entfernt vom Standbein. ..
    Wie TW-Trainer schon bereits geschrieben hatte, solltest du auch die räumliche Orientierung nicht vernachlässigen. Es ist für den Torspieler enorm wichtig, daß er weiß, wo er steht. Orientierungshilfen sind der 5Meterraum, Elfmeterpunkt usw.
    I h würde auch sehr viel koordiniertes Laufen mit ins Aufwärm Programm nehmen, damit der Torspieler lernt auf dem Vorderfuss zu stehen und nicht auf dem kompletten Fuss steht.
    Ich hoffe,ich konnte dir etwas weiterhelfen.
    Lg BMW

    Hallo zusammen,


    • also meiner Meinung nach hat sich der DFB da aber auch ein Stück weit selbst ein Grab geschaufelt. Er konstruiert eine Profiliga nach der anderen über den Amateurklassen und wundert sich im Endeffekt, warum in den unteren Klassen immer weniger Vereine selbständig überleben können. Die Kosten für die Vereine schnellen in die Höhe und das "Profitum" geht in den Ligen immer weiter nach unten. Spieler, die früher evtl. bei ihren Heimatvereinen geblieben wären, wechseln zum Nachbarverein, der zwar nur eine Klasse über dem Heimatverein spielt, aber monatlich 100 Euro Aufwandsentschädigung mehr zahlt...
    • Und das obwohl dem DFB eigentlich auch nicht entgangen sein dürfte, daß die Anzahl der Nachwuchsspieler auch zurückgegangen ist. Das wiederum liegt aber in meinen Augen nicht nur am DFB oder den Verbänden, sondern es gibt einfach heutzutage zuviele weitere Beschäftigungen, so daß die Jugendlichen und Kinder nicht mehr so zwangsläufig auf das Hobby Fussball zurückgreifen. Allerdings wirkliche Hilfestellungen bekommen die Vereine nicht vom Verband gestellt.
    • Werden die Amateurvereine in den Leistungsklassen bestenfalls noch geduldet. Ich trainiere selber Mannschaften bzw. deren Torhüter, die sich in den Leistungsklassen des DFB bewegen. Als Verein, der kein eigenes Leistungszentrum hat, wird man dort bestenfalls geduldet, ob man erwünscht ist, darüber kann man sich streiten.

    Ich muss immer wieder lachen, wenn ich die Amateur-Initiative des DFB höre "Unsere Amateure, echte Profis". Die Wirklichkeit sieht leider anders aus. In meinen Augen schert sich der DFB einen Dr..k um die Amateurvereine und versucht lediglich, die Wünsche der Profivereine gerecht zu werden. Das ist sogar (aufgrund der Erpressbarkeit Nachwuchsförderung und NAtionalmannschaft) verständlich...
    Die Verbände sollten sich in meinen Augen etwas mehr dem Amateursport nähern und nicht den Amateurvereinen durch immer neue Schikanen das Leben noch schwerer machen. Und da liegt in meinen Augen ein weiteres Problem, weshalb die Mannschaften immer weiter zurückgehen, weil inzwischen ist der Spielbetrieb mehr Verwaltung als Sport...


    LG BMW


    Nach meiner Meinung ist die Regeländerung im Grenzbereich der Körperverletzung anzusehen, da hier bewußt inkauf genommen wird, dass der Keeper durch die Neubewertung des Körperkontakts in den überwiegenden Fällen bei Anwendung fairer Mittel keine Chance hat, seine Gesundheit zu schützen.


    Ich hoffe, dass die meisten Trainer so klug sind, ihre Spieler nicht auf die neue Regel hin einzustimmen, da auch ihre Keeper sonst zu Opfern werden könnten!

    Auch da sind wir vollkommen einer Meinung. Ich sehe das ganze auch mit besorgten Blicken auf mich zukommen...


    LG BMW

    1. Szene (flacher Pass in den Strafraum)
    Deutscher Keeper kann Ball als Erster erreichen und sicher fangen. Spanischer Angreifer erkennt die Situation und sprintet mit höchsten Tempo zum Ball, drischt das Leder ins Aus und läßt sich teatralisch fallen. Schiedsrichter erkennt trotz guter Sicht auf diese Szene die Schwalbe nicht, gibt Elfmeter und dem Keeper die Gelbe Karte.

    Hallo TW-Trainer,


    ich glaube, das liegt an der Dynamik, die in solchen Situationen oftmals optisch täuscht. Das ist aber jetzt nur reine Spekulation.
    Dennoch sehe ich das genauso. Die Torhüter werden in solchen Situationen oftmals benachteiligt und auch anders bewertet als Feldspieler. Das liegt aber im Wesentlichen daran, daß sich die wenigsten Beteiligten in die Situation der Torhüter reinversetzen wollen/können. Da fehlt es dann an Erfahrungswerten, was aber meine Theorie, daß Torhüter immer noch Stiefkindlich behandelt werden, unterstützt...

    Hallo Kickerlars,


    ich finde es normal, daß man als Trainer auch Emotionen (Abschieds-Schmerz) zeigen darf. Ich finde das sogar wichtig, da man dadurch authentischer und menschlicher wirkt/ist. Ich selber arbeite mit Mannschaften, mit denen wir regelmäßig gegen NLZ spielen und kenne daher die Problematik, die sich bei dir ergibt auch aus eigenen Erfahrungen heraus. Dennoch solltest du aufpassen, daß du die Jungs nicht zu nah an dich herankommen lässt und dich als Person angreifbar machst. Du musst der Mannschaft den Eindruck vermitteln, alle gleich zu behandeln, sonst könnte dir das dein Mannschaftsgefüge durcheinanderbringen. Ich musste diesen Sommer 2 Torhüter in die Aktivität hergeben, die ich seit 4 Jahren ausgebildet habe. Mir fiel der Abschied auch extrem schwer, da ich die Jungs auch in mein Herz geschlossen hatte. Allerdings freue ich mich auch schon auf die Spiele bei den Aktiven (ich werde dort immer wieder mal zuschauen), bei denen sie (hoffentlich) sehr gute Leistungen bringen werden und möglichst viel von dem (mit viel Geduld und Schweiß) Erlernten anwenden werden/können. Und glaube mir, die Nachwuchsspieler werden dich immer in Erinnerung behalten. Mir kommen bis heute noch Spieler/Torhüter immer wieder freudig entgegen, wenn ich sie mal bei einem ihrer Spiele beobachte bzw. zuschaue. Vergessen werden sie dich sehr wahrscheinlich nicht. Nur werdet ihr euch halt nicht mehr in so großer Regelmäßigkeit sehen. Das ist leider der Weg der Dinge, wenn man im Nachwuchsbereich arbeitet...


    Bei mir ist die fussballfreie Zeit jetzt wieder vorbei. Und ich habe aber diese Zeit genossen, da nicht von Terminen usw meinen Tages-/Wochenablauf bestimmt haben, sondern ich einfach in den Tag leben konnte. Außerdem brauchte ich auch diese Pause unbedingt, da wir (wie ich bereits geschrieben hatte) sehr intensiv trainieren (4-5 mal in der Woche) und an den Wochenenden bei Auswärtsspielen häufig 12 Stunden unterwegs sind. Aufgrund dessen hab ich die Sommerpause wirklich genossen...


    Ich finde es okay, wenn du persönliche Verhältnisse zu den Spielern aufbaust. Aber (wie bereits oben geschrieben) lass sie nicht zu nah an dich heran. Das kann unter Umständen deine eigenen Entscheidungen zu sehr beeinflussen bzw auch Unruhe in die Mannschaft bringen. Dennoch solltest du als Trainer eine Vertrauensperson sein, der die Spieler auch mal ihren privaten Kummer anvertrauen können. Weil jede Art von Kummer, Sorge, Ärger... beeinflußt die Leistung und wenn du auch solche Dinge weißt, dann erklärt sich manche Leistungs-Schwankung von ganz alleine. Und gerade im Jugendalter spielen sehr viele Faktoren eine Rolle für Leistungs-Anstieg bzw. Leistungs-Abfall. Behalte ruhig den Weg bei, zu den Jungs ein persönliches Verhältnis zu haben, das kann sich nämlich auch sehr positiv auf die Mannschaftsleistung auswirken. Wichtig ist nur die Gleichbehandlung der einzelnen Spieler, so daß sich keiner vernachlässigt fühlt.


    Ich hoffe, ich konnte dir mit meiner Antwort etwas weiterhelfen.


    LG BMW


    Natürlich darf auch ein Keeper kein grobes Foul oder eine Tätlichkeit begehen. Aber dafür braucht man das bisherige Regelwerk und deren praktische Auslegung nicht verändern.

    Finde ich selbstredend. Aber das sollte andersherum genauso geahndet werden. Und da die die Toleranz der Gesundheitsgefährdung eines Gegen-/oder Mitspielers in jedem Fall als Foulspiel zu ahnden ist, wundere ich mich über viele Situationen die nicht geahndet werden. Da sollte man viel konsequenter werden. Finde ich persönlich hundert mal wichtiger als irgendwelche Torlinien oder Abseits-Technologien, da die Gesundheit der Wettkampfteilnehmer in meinen Augen über allem anderen steht. Da hab ich mich auch schon bei der WM 2014 in Brasilien aufgeregt, was da so alles toleriert wurde. Es ist in meinen Augen erstaunlich gewesen, wie wenige Verletzungen aufgrund der harten Spielweise entstanden sind...


    LG BMW

    Aber der Eishockeytorwart darf auch nicht außerhalb seines Torraumes den Angreifer wegflexen, ohne den Puck zu spielen...zumindest nicht mehr, als es im Eishockey eh erlaubt ist für alle Spieler.( zB ein Crosscheck oder Stockschlag)

    Und wo ist der Unterschied zum Fussball??? Nicht vorhanden, oder!!??


    Im Zweifelsfall wird nämlich immer noch für den Stürmer gepfiffen. Wie auch oben von TW-Trainer ausgelegt, ist die Anzahl der Stürmer-Fouls viel höher als die der Torhüter-Foulspiele. Und dieses Beispiel Guardiola und Müller zeigt doch wie im Fussball gedacht wird. Und wenn sowas auf dieser Ebene gelehrt wird, dann wundert mich im Endeffekt die Auswirkung auf den Amateurfussball auch nicht mehr. Aber im Gegenzug wird von den Nachwuchsspielern das Fair-Play verlangt. Ich werde auch meine Spieler und Torhüter weiterhin zum Fair-Play erziehen (ich halte das auch für eine gesellschaftliche Erziehung, aber das ist ein anderes Thema), allerdings fehlen mir im TV dafür die Vorbilder. Und wenn sogar Trainer ihre Spieler aktiv zur Vernachlässigung dieses Grundsatzes auffordern bzw. so etwas in Fussball-Deutschland toleriert wird, dann gute Nacht. Allerdings kenne ich diese Behauptung nur aus der Presse und weiß nicht wieviel Wahrheitsgehalt daran ist...

    Selbst im Einhockey, wo der Schnapper heilig ist, darf dieser nicht alles, schon gar nicht außerhalb seines winzigen Torwartraumes.
    Und im Eishockey finde ich die Position des Torwarts schon zu dominant, wo die Qualität des Torhüters fast wichtiger ist, als die Summe der Qualität aller Feldspieler.

    Dann schau aber auch mal, was im Eishockey mit einem Stürmer passiert, der den Torhüter auch nur leicht angreift. Der Spieler hat dann erstmal alle "Hände" voll zu tun, sich der gegnerischen Fäuste zu erwehren...

    Für mich hat dieser ganze Strang irgendwie das "Ziel", dass der Fänger alles darf. alles dürfen sollte.

    Hallo zusammen,
    man kann das aber auch anders herum sehen. Jetzt fangen die Torhüter an, sich mal aktiv zu wehren und die Stürmer genauso anzugehen, wie diese das jahrelang umgekehrt gemacht haben. Und jetzt auf einmal geht das Geschrei und Gejammer über die aggressiven Torhüter los.


    Ich bin in dieser Hinsicht ein kleiner Hardliner. Wie oft habe ich die Kickschuhe von Stürmern in Gesicht, Brust, Nierengegend und zum Ende im Kniegelenk gehabt, was am Ende zu meiner Sportinvalidität geführt hat. Die herzzerreißende und aufrichtige Entschuldigung des Stürmer für seinen Luftflug mit anschließender Grätsche war, daß er ja noch eine geringe Chance hatte, vor mir an den Ball zu kommen. Von seinem Trainer bekam er sogar noch ein Lob für seinen "vorbildlichen Einsatz". Und das war damals im Leistungsfussball (sprich Oberliga)... Aber das ist ja natürlich etwas total anderes, Stürmer dürfen ja mit den gestreckten Beinen in die Torhüter reingrätschen, weil sie könnten ja evtl. ein Tor erzielen. Und das passiert bis heute noch regelmäßig in der Bundesliga. Sagt da irgendjemand etwas gegen das hohe Risiko, das der Stürmer eingeht den Torhüter zu verletzen??? Nein, da wird großzügig drüber weggesehen. Und diese Situationen (Stürmer attackiert Torhüter rücksichtslos) sind 4 bis 5 mal so häufig zu sehen, wie anders herum (Torhüter attackiert Stürmer rücksichtslos)...


    Gruß BMW


    P.S. Es tut mir leid, aber das Gejammer der Feldspieler über die angeblichen "Rambo"-Torhüter geht mir echt auf die Nerven und verärgert mich jedes mal aufs neue!!!


    Ein TW-Training, bei dem der Keeper anschließend "völlig platt" ist, wenn sein TW-Trainer lediglich durch das Abfeuern von Ball-Batterien die Ermüdung im Sinn hat, hat rein gar nichts mit modernen TW-Übungen zu tun! Denn hier ist der Lerneffekt gleich Null, da keinerlei Wert auf das Erlernen des TW-Spiels gelegt wird und sich auf diese Weise fehlerbehaftete Techniken automatisieren werden. Für spätere TW-Trainer wird es dann schwierig, diese Fehler nachträglich zu korrigieren.

    Genau das ist aber so eine Geschichte, die für Außenstehende ganz schwer zu begreifen ist. Die meisten haben im Bereich Torwart-Training immer noch diese Schußbatterien, möglichst viele Hürden etc im Kopf und in ihrer Vorstellungskraft. Es zählt nur das physische Torwart-Training. Die Ausbildung vom Torhüter zum Torspieler wird komplett wegignoriert.


    Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich bei einem Bezirksliga-Verein das erste Torwart-Training gemacht habe. Die sind fast vom Glauben abgefallen, als ich ihnen erklärt hatte, daß ich nur 5 Halbschalen für das erste TW-Training benötige und daß die Hürden ruhig in der Geräte-Garage bleiben können. Als ich dann sogar noch den Medizinball ablehnte, fragte mich deren Trainer ernsthaft, ob denn das Training überhaupt anstrengend genug sei. Daraufhin hab ich ihn einfach nur angelächelt und hatte ihn gefragt, wieso er denn unbedingt ausgepumpte Torhüter nach einem TW-Training sehen wolle? Ob seine Feldspieler in jedem Training ausgepumpt den Platz verlassen würden? Das Lustige war, daß ich in dem Bezirksligaverein noch lange die Torhüter trainiert hatte (es waren sogar für die Zuschauer deutliche Fortschritte zu sehen), der Mannschafts-Trainer war aber im Herbst entlassen worden, weil der Mannschaft außer langen Bällen und sehr viel Laufen (aber dummerweise komplett unnötige Wege) nichts mehr eingefallen ist.


    Back to Topic: Ein gutes Torwart-Training bildet aus, behebt Fehler, hält die Konzentration und die Wahrnehmung des Torhüters weit oben und fördert dennoch die Physis. Gerade im unteren Jugendbereich (E, D Jugend) finde ich aber die Fang-, Fall-, Abdruck und Lauftechniken gepaart mit Koordination die wichtigsten Inhalte. In der C-Jugend wird dann auch das taktische Verständnis des Torhüters immer wichtiger und in der B-, A-Jugend wird das taktische Verhaltensweisen vertieft bzw ab da kommen dann auch konditionelle Elemente mit ins Training. Allerdings sollten diese sehr spielnah sein, und da in keinem Spiel 10 Schüsse nacheinander kommen, sollte man das dann auch nicht im Training machen. Für mich gilt die Faustregel, maximal 3 direkt nachfolgende Schüsse innerhalb einer Übung...


    LG BMW


    Ich aber auch noch einen für euch:


    "5 Leute in die Mauer" sagt der Trainer zu seiner neuen Mädchemannschaft. Daraufhin ein Mädchen: "Trainer, wo sollen wir so schnell eine Mauer herkriegen?"

    Hahahahaha, wie cool ist das denn!!!!!


    Wobei mir auch noch was einfällt. Ich rief mal einem Außenverteidiger "Diago" zu (stellvertretend für die diagonale Spieleröffnung). Dieser Verteidiger kam in der Halbzeit zu mir und fragte mich, wer denn in unserem Team "Diago" heißen würde. Er kennt diesen Spieler nicht...

    Also ich würde ein Spiel Eltern vs Kinder machen. Anschließend noch solche Spielchen wie Königsschießen, Elfmeterkönig, einen Geschicklichkeits-Parcour in dem die Eltern gegen die Kinder antreten etc.


    Evtl. würde ich noch ein kleines Quiz mit Fragen zu eurer abgelaufenen Saison bzw. mit allgemeinen Fussball- und Scherzfragen machen.


    LG BMW

    @TW-Trainer

    Aus dem Blickwinkel hab ich das noch gar nicht betrachtet. Klar ist, daß ich den Federweg prinzipiell in meiner Ausbildung mit drin habe und auch von Anfang an (ob aus dem Kniestand, später bei leichten Bällen und später bei härteren Schüssen) immer darauf achte, daß dieser auch eingehalten wird. Aber auf die Idee, daß dadurch auch der Schmerz in der Händen beim Fangen geringer werden können, bin ich ehrlich gesagt noch nicht gekommen. Danke für die Anregung, werd ich bei Gelegenheit natürlich ausprobieren. Wobei ich das am Besten bei den U19-Junioren mal ausprobiere...




    Ich stimme mit dir überein, dass es genau wie bei den Feldspielerpositionen beim TW zunächst um die Sicherheit und erst dann um Schnelligkeit geht. D.h. zunächst den Ball werfen oder mit schwachem Druck präzise schießen. Wenn dann die Bewegungsabläufe funktionieren, dann kann der Balldruck erhöht werden. Im Nachwuchsbereich sollte man altersbedingt jedoch Grenzen im Balldruck setzen. Denn nur dann, wenn der Keeper in jeder Situation eine realistische Erfolgschance besitzt, wird er richtig gefordert und gefördert.


    Einem TW-Training, bei dem ein Dutzend Bälle an der Strafraumgrenze liegend als Batterie aufs Tor geballert wird, erteile ich deshalb ausdrücklich eine Absage. Das hat mit modernem TW-Training nichts zu tun. (Ja, ich weiß, sowas ähnliches findet man noch in vergilbten DFB-Unterlagen zur TW-Kondition!)

    Das ist ja sowieso klar. Also der Weg vom einfachen zum Schweren ist ja quasi die Grundlage jeglicher Ausbildungsformen, nicht nur im Fussball, sondern auch in der Mathematik usw. Ich lege gerade bei den 12-15-jährigen extremen Wert auf technische Ausbildung, weil Torhüter in diesem Alter in meinen Augen am aufnahmefähigsten für techische Abläufe sind. Erst ab den A-Junioren nehme ich die konditionellen Elemente vermehrt ins TW-Training ein, wobei ich dabei die Schussbatterien noch nie benötigt habe. Das macht in meinen Augen auch wenig Sinn. Dann simuliere ich lieber Spielsituationen und setze dabei die Reizpunkte höher.


    LG BMW

    Ich habe mir Torwarthandschuhe Uhlsport, Eliminator, Soft RF gekauft. Nach dem gebrauch wundere ich mich, dass die Bälle sehr rutschig sind und die Handschuhe keinen ordentlichen Gripp haben.


    Nun eine dumme Anfängerfrage:
    Muss ich die Handschuhinnenfläche irgendwie behandeln, damit die Grip entwickeln oder sind die Handschuhe einfach Mist? (Immerhin waren die Handschuhe mit 40 € nicht gerade günstig)

    Die meisten uhlsport Handschuhe haben beim Erwerb noch einen Schutzfilm auf der Innenseiten. Dieser kann durch Waschen des Handschuhs (bitte nicht in der Waschmaschine und die Handschuhe auch nicht in der Sonne trocknen) entfernt werden. Erst dann entwickelt der Handschuh seine vollen Gripp-Fähigkeit!!!


    Meine Torleute ziehen deshalb bei der Vermittlung von Fangtechniken ihre Handschuhe aus, damit sie über ihre Hände den Balldruck besonders gut spüren. Dabei sollte am besten kein Stückchen Stoff stören. Wenn sie es denn können, dann dürfen sie auch ihre TW-Handschuhe anziehen. Sie schützen im Wettkampf vor bestimmten Verletzungen bzw. reduzieren die Auswirkung. Sie wärmen bei kaltem Wetter und sie haben gewiss auch ein psychologische Wirkung. Denn ein mit TW-Handschuhen bewaffneter Keeper glaubt aufgrund der noch zu geringen Erfahrung, die Handschuhe würden ihm schon helfen (Plazebo-Effekt). Auf den Schulhöfen und Bolzplätzen kommen die Keeper aber sehr wohl auch ohne TW-Handschuhe klar.

    Das sind wir wieder mal weitesgehend einer Meinung. Zur Vermittlung von Fangtechniken, lasse ich dir Torhüter auch gerne die Handschuhe ausziehen. Sowie die zu fangenden Bälle jedoch härter auf den Torhüter zugespielt bzw geschossen werden, lasse ich die Torhüter ihre Handschuhe sofort anziehen, da die neuen Balloberflächen fast immer plastifiziert sind und das Fangen/Abwehren eines Schusses unter Umständen sehr schmerzhaft sein kann. Bei geworfenen Bällen lasse ich die Torhüter selber entscheiden.
    Diese Theorie mit den Bolzplätzen bzw. Schulhöfen teile ich "nur" teilweise. Auch hier ist das Ballmaterial entscheidend. Sollten die Torhüter nämlich (durch die Kunststoff-Oberfläche des Balles) Schmerzen bei der Abwehr des Balles empfinden, so werden sie sicherlich kaum noch den Versuch starten einen Ball überhaupt noch zu fangen, sondern ihn bestenfalls nur noch zur Seite abwehren.
    Und zu beachten gebe ich auch, daß die Gewöhnung an die Handschuhe genauso viel Aufmerksamkeit benötigt wie an die Ballgewöhnung ohne Handschuhe. Ich rate jedoch den meisten jungen torhütern von "schützenden" Technologien wie Fingersave usw. ab. Zum einen finde ich es fatal, wenn den Kindern und Jugendlichen angewöhnt wird, sich nur noch auf die Technologie selber zu verlassen, zum anderen passieren genau durch dieses "Verlassen" die meisten leichtsinnigen Verletzungen bei Torhütern (das gleiche gilt natürlich auch für Erwachsene Torhüter). Ich selber trage im Normalfall recht einfache Handschuhe ohne spezielle Technologie, sondern lege mehr Wert auf den Haftschaum bzw die Bequemlichkeit des Handschuhs...


    LG BMW

    Hallo zusammen,


    tja, das mit der Sprungkraft ist so eine Sache. Sie ist in meinen Augen immer noch wichtig, aber bei weitem nicht mehr das wichtigste. Viele Situationen werden vorher antizipiert und dadurch schon früher entschärft. Dennoch ist die Sprungkraft wichtig, weil der Torhüter im Zweifelsfall sein Fehlverhalten dadurch noch ausbügeln kann. Sie hat in meinem Training nur die Wertigkeit gewechselt, sprich die Sprungkraft steht in meiner Trainingslehre mit Ballkoordnination, Schnellkraft, Reaktion usw auf einer Stufe und nicht mehr über diesen Dingen.


    Jedoch sollten die konditionellen Elemente im TW-Training immer noch regelmässig trainiert werden. Es sollte jedoch nicht mehr sein, daß aussschließlich konditionelle Elemente das TW-Training bestimmen...


    LG BMW