Ich sehe es wie Follkao , es ist ein Geschäftsmodell. Fußballschulen, egal ob eigenständig oder an ein NLZ angelehnt verfolgen klar wirtschaftliche Interessen. Die Aufstellung von Trainero hinkt doch. Fußballschulen nehmen nicht am regulären Spielbetrieb teil, d.h. es entfallen Kosten für Mitgliedschaft LSB, Schiedsrichter, Verbandsgebühren und Strafen etc. Auch Kosten für die Nutzung der Sportplätze fallen oft nicht an. Gerade die NLZ-Fußballschulen werben natürlich mit ihrem Namen und verkaufen es den Vereinen als Auszeichnung, wenn sie auf ihren Sportplatz kommen. Aber selbst wenn Nutzungsgebühren gezahlt werden, sind diese überschaubar.
Die Ausattung kaufen die Fußballschulen oft in größeren Mengen, teilweise auch Auslaufmodelle, also auch verhältnismäßig günstig.
Das angebotene Training beläuft sich bei den mir bekannten Angeboten auf einmal 90 Min. pro Woche, zwei mal pro Woche + Spiel am WE kenne ich nicht. In den mir bekannten Fußballschulen laufen die Trainings über Zeiträume von 6-8 Wochen bis hin zu einem halben Jahr. In der Regel aber nur außerhalb der Ferien, weil die Fußballschulen sehr häufig in den Ferien Camps anbieten.
Wenn ich nun die 40 € zu Grunde lege und die von Trainero avisierten 10 € Nebenkosten abziehe, bleiben bei 10 Kindern (teilweise die Mindestgröße einer Gruppe) 300 € für 4,3 Trainings (1x pro Woche) im Durchschnitt pro Monat. Das sind dann also rd. 70 € für gut 2 Stunden Arbeit.
Die Camps sind das zweite Standbein. Die mir bekannten Kosten liegen zwischen 100 € (für 1,5-2 Tage) und 300 € (für 5 Tage) in der Regel ohne Übernachtung. Bleiben wir beim Bsp. 2 Tage für 100 €. Bei 10 Kindern = 1000 €. Für Ausstattung 250 €, Verpflegung 100 € (idR günstige "Kantinenversorgung"), Platzmiete anteilig 50 € .... Bleiben also 600 € für Pokale, sonstige Nebenkosten und eben den Gewinn.
Als drittes Standbein sehe ich die Vermittlung von Spielern. Wenn die Fußballschule an ein NLZ angliedert ist, dann ist dies natürlich eine Art Vorsichtung für Talente. So kommt das NLZ "günstig" an ein Talent. "Freie" Fußballschule können als "Honorarscouts" arbeiten. Da gibt es dann ein paar Euro für einen Tipp und die Kontaktdaten der Eltern.
Bei den NLZ-Fußballschulen kommt schließlich noch der Marketingaspekt dazu. Der lässt sich vielleicht nicht unmittelbar in Geld ausdrücken, aber es wird auf jeden Fall ein Positivimage transportiert und ein paar Trikots und Schals zusätzlich lassen sich auch verkaufen.