Beiträge von Oppa

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    Was meinst du konkret ? Was folgerst du daraus ? MICH würde das interessieren.

    Vielleicht das alles wirklich nur relativ ist und man die Monate nicht überbewerten sollte? Die Gegner fahren Moped, haben Vollbart und sind körperlich überlegen und gehören auch teilweise "Leistungsvereinen" an. Alter, Größe etc. ist also schon relativ


    Ansonsten fand ich es eine sehr interessante diskussion und habe mich auch eingelesen. Manchmal denke ich, dass es vielleicht der Frust / die Enttäuschung der Eltern / Großeltern ist, wenn das Kind nicht "entdeckt" wurde, obwohl es doch zweifelsfrei Talent hat.... Bei den Statistiken fällt mir ein schwerer logischer Fehler auf: Die relative Geburtenverteilung (die z.T. in den einzelnen Monaten massiv abweicht - leider nicht getrennt zwischen Jungen/Mädchen) wird nicht als Faktor berücksichtigt. Vielleicht werden ja die meisten Jungs auch in der 1. Jahreshälfte geboren?
    Auf der Seite zdwa.de kann man ein wenig spielen.

    Hallo alle zusammen,


    ich möchte kurz was loswerden, weil ich Halbwissen und Gerüchte gefährlich finde:

    Und Hoffenheim, will ich auch noch ansprechen, weil die hier ja als Vorbild genannt wurden, warum auch immer.
    Fakt ist, Hoffenheim hatte auch mal eine U11, wenn nicht sogar auch Mannschaften darunter. Eingestellt haben sie diese Mannschaften, weil ihr Einzugsgebiet so klein ist (ähnlich bei Wolfsburg, z.B.), dass aus den SPielern, die die U9-U12 Mannschaften bestücken, nahezu keiner gut genug ist, um in der U15 noch dabei zu sein, geschweige denn U19 oder gar Profis. Hoffenheim hat damals mit ihren U11 Teams bei Bundesligaturnieren dazu noch, von den anderen NLzs oft zweistellig kassiert und sogar gegen kleinste Dörfer verloren. Erfolg mag zwar nicht im Vordergrund stehen, gute Außendarstellung ist das aber nich, wenn man so dermaßen unterlegen ist.
    Hoffenheim hat die jüngsten Jahrgänge quasi abgeschaffen müssen. In NRW beispielsweise ist das etwas ganz anderes. Als einer von Köln/Leverkusen irgendwann anfing auch eine U8 aufzumachen, musste der andere nachziehen. Denn sonst sind die meisten Talente schon an den anderen Verein gebunden. Mal abgesehen davon, dass in NRW oder Berlin das Einzugsgebiet viel größer ist, um eine U10 oder U11 mit Spielern zu bestücken, die einen erträglichen Fahrtweg haben, aber trotzdem das Potential für die U15 oder mehr haben.

    Hoffenheim hat ein sehr gutes Konzept entwickelt mit seinem Perspektivteam, welches aus U8 - U11 Spielern besteht, die dort ein Fördertraining erhalten aber in ihrem Heimatverein bleiben. Bis zur Entscheidung, wer in die U12 wechselt, werden viele hundert Kinder gesichtet, so dass später, wenn es ernst wird, die Fluktuation nicht so hoch ist. Und ja, Hoffenheim hat sogar eine G-Jugend, denn Hoffenheim hat neben dem Förderzentrum (U12-U15) und dem NLZ ab U16 auch eine Breitensportabteilung: http://tsg-junior-kicker.de/


    Von daher wäre hier ein wenig Recherche vorher gut gewesen.


    Hoffenheim holt aber in der U12 und U13 wie kein anderer Verein aus dem Bundesgebiet und lockt die Spieler mit viel Geld (eben deutlich mehr, als es bei anderen NLZs in diesem Alter gibt). Vor allen anderen, die zumeist - wenn überhaupt - überregionale Talente, die Internatsplätze benötigen erst zur U14 oder U15 holen.
    Dieser Fall war hat doch vor 3 Jahren eine Diskussion in den Medien ausgelöst: http://www.bz-berlin.de/sport/fussball/d?cle1357209.html
    (Inzwischen spielt der wohl bei RB Leipzig.)
    Daneben hat Hoffenheim für die damalige U15 im 96er Jahrgang folgende Spieler geholt: Vincent Stenzel/BVB, Schröter/Stuttgart, Gandour und Öztürk von Hertha, dazu kam ein weiterer Berliner von TeBe, sowie noch ein paar Spieler aus österreich, dem KSC, etc. Ich glaube das waren über 10 Spieler, mindestens 8 Spieler aus anderen LZ, die Internatsplätze bekamen.
    Kann ja jeder mal nachgucken, wo die SPieler herkommen, die Hoffneheim für die U15 oder U17 rekrutiert.

    Siehe oben. Hoffenheim musste sich entwickeln und ist auf gutem Weg. Mittlerweile lassen Transfers unterhalb U16 aus weiter entfernten Regionen nach und trotzdem stehen die Mannschaften gut da. Sich zu bedienen versuchen derzeit dort wohl eher die "Traditionsvereine".


    Ach unerwähnt lassen will ich nicht, dass Hoffenheimtrainer (U12) bei einem Turnier, wo man sich die Kabine mit dem KSC teilte, diese Spieler in der Kabine (als die KSC Trainer nicht zugegen waren) gezielt angesprochen hat (hinter dem Rücken des KSCs) und abwerben wollte. Karlsruhe ist nicht so weit weg von Hoffenheim, zumindest hätten solche SPieler keinen weiteren Fahrtweg, als den SPieler, von dem Andre hier berichtet. (Der KSC hat daraufhin vorerst keine Turniere mehr gespielt, bei denen auch Hoffenheim mitspielte.

    Ja, ich glaub 2008 war das möglicherweise. Jedenfalls ist der KSC regelmäßig bei den Turnieren dabei, zuletzt am Wochenende U13: http://komninos-sportinfos.de/…-die-tsg-1899-hoffenheim/


    KSC wurde leider nur 14 auch wenn keiner der jetzigen U13 Spieler jemals vorher beim KSC war ...



    Aufgrund ihrer unseriösen Abwerbestrategie haben/hatten die Hoffenheimer Scouts und Trainer auch Hausverbot bei verschiedenen Bundesligisten, z.B. bei Hertha BSC.

    andere Scouts auch - so what?


    Un dem Jungen tat die Provinz gut, was ich so hörte

    Als Jurist kann ich hier nur mit dem altbekannten Satz dienen: "Es kommt darauf an...". Hier geht es wohl nicht um eine Ordnungswidrigkeit sondern um einen Abwehranspruch des Nachbarn, so dass wir uns auf dem Gebiet des Zivilrechts bewegen. Für ein Einschreiten der Polizei sehe ich keinen Grund.


    Bei dem "es kommt darauf an" ist zu berücksichtigen, in was für einer Gegend Du lebst, eher ländlich geprägt oder eng stehende Reihenhäuser mit kleinen Gärten etc. ... und dann noch darauf, wer der Richter ist, sollte es zu einer Unterlassungsklage kommen. Ist der ein Fußballfan - bekommst Du Recht, ist er genervt von dem Bolzplatz vor seiner eigenen Wohnungstür - dein Nachbar. Denn hinzukommt: "Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand".


    Meine Empfehlung in solchen Fällen an die Rechtssuchenden hat Andre schon wiedergegeben. Versuchen ein Tässchen Wein oder ein Fläschchen Bier auf der Terasse zu trinken...

    ... ich beobachte das ganze ja auch bei uns im NLZ. Es gibt einige große Spieler die talentiert sind, kleine, die talentiert sind und von großen und kleinen Spielern solche, die weniger talentiert sind. Kommt es da wirklich auf die Größe an? Ein dortiger Winzling ist dermaßen genial beim Spiel, dass der Größenunterschied egal ist. Er lässt sich nicht auf Zweikämpfe ein, sondern spielt einfach den Gegner aus. Ein echtes Talent eben. Und soll man den in die F-Jugend packen oder nicht doch bei der C-Jugend lassen?

    P.S.
    neben den kleinen Angreifern hatte Hoffenheim wohl auch die größten Abwehrspieler, gerade die schweizer Vereine haben da ungläubig nachgefragt

    ... da ist übrigens ein schönes Bild von Hoffenheim zusammen mit den Jungs von Bayern.
    http://www.achtzehn99.de/kpt-t…ntertuerkheim-und-leiwen/
    Und der Bub ganz links sieht wirklich für 2004 recht groß aus. :) So ist das eben. Allerdings sucht Hoffenheim nicht nach Größe aus, sondern nach Talent. wer sich über die Jahre im Perspektivteam gut entwickelt bekommt die Chance für die U12.

    Unseren Söhnen tat zum Wechsel in den BuLi-Club gut, dass die Trainer zwar einserseits traurig waren, sich aber andererseits aufrichtig freuten, dass sie ausgewählt wurden. Gut tut ihnen auch, dass sie jederzeit noch hier am Training teilnehmen können und auch mal bei einem Freundschaftsspiel mitmachen (falls mal Zeit ist). Sollten sie es also irgendwann einmal nicht schaffen, ist der Weg zurück für sie offen. Genau das solltest Du als Trainer deinem Spieler auch vermitteln.


    Das drei bis viermal Training die Woche und Spiele am WE und vielleicht noch unter der Woche hart sind ist klar - aber wenn er es will und seine Eltern es unterstützen?

    Hallo Kicker, ich weiß nicht, ob ich auf alle Deine angeführten Punkte eingehen kann. Für mich aber klingt das alles sehr traurig und enttäsucht, was Du schreibst.
    Offensichtlich hatten meine Jungs mit ihrem Dorfverein wohl echt das große Los gezogen. Bei den Bambinis sind es so fünf bis zehn Kinder, bei der F zehn, der E acht, der D zehn usw.
    Alles in Allem also kaum genug Kinder, um eine Mannschaft zu stellen und Ausfälle zu kompensieren. Von daher spielen immer auch freiwillig Kinder der F bei der E, der E bei der D etc. Selbstverständlich ist auch das Training da offen. Wer Lust auf ein Zusatztraining hat, geht also zum Training der E, D, C etc. Das klappt wohl aber nur, weil wir wirklich ein Dorfverein sind und Trainer und Eltern wunderbar harmonieren. Ich glaube, dass so die meisten Kinder Sozialkompetenz und Teamgeist von selbst gelernt haben. Da wird die Mannschaft nicht hängen gelassen, weder von Eltern noch von Kindern


    Von daher gebe ich dir Recht wenn Du schreibst: "(frei) spielen, spielen, spielen!".



    Bei den "Stammspielern" der BuLi U12, bald U13 ist mir aber folgendes - insbesondere bei Gesprächen mit den anderen Eltern - aufgefallen:


    • alle Kinder haben meist zwei Jugenden F/E; E/D gespielt
    • jede Minute der Freizeit wurde zum Bolzen verwandt
    • meist aus kleinen Dorfvereinen
    • sozial kompetent und teamorientiert - keine "Großkotze"
    • Eltern sehr zurückhaltend, nicht fordernd aber fördernd
    • die freuen sich intensiv zu trainieren und haben Spaß dabei
    • Niederlagen werden akzeptiert und sind Ansporn


    Ob es fair ist, dass die Kinder da im NLZ "verwöhnt" werden? Manchmal bin ich da auch irritiert, wieviel Geld da der Club in die Jugendarbeit pumpt. Aber es ist nunmal sein Geld, was er ausgibt. Das der DFB da weniger macht ist schade aber wohl nicht zu ändern.
    Die Trainer der Jungs haben meist die A-Lizenz, was auch immer das heißt. Wichtiger finde ich aber, dass diese alle ein Pädagogik- / Psychologiestudium absolviert haben (oder dabei sind) und so wirklich gut mit den "Kleinen" umgehen können. Ist wahrscheinlich auch so Vereinsphilosophie.


    Im übrigen - weil ich immer wieder gefragt werde - für uns Eltern ist das ein Zuschussgeschäft. Wir bekommen keine geldwerten Vorteile (abgesehen von Freikarten wenn die Jungs als Balljungen eingesetzt sind) vom Verein und (zumindest U12/U13) auch kein Fahrgeld.

    Zitat von »Oppa«




    Sollten die Jungs es allerdings irgendwann einmal nicht schaffen da mitzuhalten und aussortiert werden - was ich für mehr als möglich halte - werden und können sie jederzeit zurück in unseren Dorfverein. Zu einem LZ werden sie dann jedenfalls nicht wechseln. Wozu auch. Um später statt Kreisklasse B einmal Kreis- oder Landesliga zu spielen?


    Hallo Oppa,
    danke dafür, dass Du Deine Erfahrungen teilst. Den oben zitierten Satz kann ich aber gar nicht verstehen. Wieso hat es aus Deiner Sicht keinen Sinn, Landesliga, statt Kreisklasse zu spielen? Hat für Dich sportlich nur die absolute Leistungsspitze eine Exitenzberechtigung? Weil's da Geld zu verdienen gibt? Oder warum?

    Es tut mir leid. Der Satz den ich schrieb, klingt wirklich sehr arrogant. Ich freue mich für jeden, der höherklassig spielen kann und gefordert wird. Das habe ich jedenfalls nach dem Wechsel meiner Söhne gelernt. Beide wollen Fußball auf hohem Niveau spielen und sind mit Freude dabei.


    Das Wichtigste -und hier bin ich bei meinem eigentlichen Thema- ist nämlich die Freude, der Spaß im Kinderfußball. Wenn es den nicht mehr gibt, sondern nur Leistungsdruck, dann hört für mich das Verständnis auf. Und nur weil meine Kinder mit Spaß und Freude dort in dem neuen Verein Fußball spielen, sind sie auch da.


    Ich habe im vergangenen Jahr sehr viele U-Mannschaften der Bundesligisten (1.-3.) aber auch LZ'en spielen sehen. Mir ist da aufgefallen, dass der Druck, den die Kinder im LZ bekommen wesentlich höher ist als bei den meisten BuLi-Mannschaften. Ebenso ist der Ton der Eltern am Rand entsprechend rauer.


    Meine Frage also: Warum ein Kind in ein LZ schicken, wo es keinen Spaß hat, nur damit es später einmal höherklassiger spielen kann? Sollten nicht die Kinder beim KiFu im Mittelpunkt stehen?

    Als meine Söhne vor einem Jahr die Einladung bekamen zur U12 eines Bundesligisten (1.) zu wechseln, kam ich über google auf diese website und bin seitdem ein stiller, wenn auch dauerhafter Leser des Forums.


    Als "kleinen Dank" für die vielen Informationen die ich hier erhalten habe, gebe ich einmal meine Erfahrungen wieder:


    Meine Söhne haben beide in einem wirklichen Dorfverein gespielt, wo es vollkommen egal war, wie die Tabelle am Ende der Saison aussah. Die Jungs und Mädchen hatten Spaß, Kinder durften zum Training mal dazukommen, auch wenn sie nicht im Verein waren, das Verhältnis zwischen Trainern und Eltern ist sehr harmonisch. Wenn mal ein Trainer nicht konnte, ist eben ein Papa eingesprungen. Am Wochenende kickt dann oft das halbe Dorf zusammen auf dem -immer offfenen- Sportplatz, wo es schon mal vorkommt, dass Ü60 auf U6 trifft.
    Kurzum: ein Dorfverein, wie es ihn wohl überall vor zwanzig Jahren noch gab.


    Meine Söhne haben immer zwei Jugenden gespielt, a) weil sie es wollten und b) weil gar nicht genug Kinder da waren, um überhaupt eine Mannschaft voll zu bekommen. Andere Kinder machten dies auch, zumal es bei uns im Landesverband keine "Festspielregeln" im KiFu gibt.


    Schon früh wurde ich immer wieder drauf angesprochen, dass die Kinder talentiert seien und ob ich sie nicht einmal vorspielen lassen wollte. Ich war immer vehement dagegen und habe den Standpunkt vertreten, dass ein Wechsel vor 14 für mich nicht in Frage kommt und schon gar nicht in ein LZ eines Oberligisten, wo die Kinder nur angeschrien werden und ein immenser Leistungsdruck, gepaart mit Arroganz, herrscht.


    Unser Trainer hatte aber -aus welchen Gründen auch immer- Kontakte zu dem BuLi-Verein und als ich auf einer längeren Dienstreise war, organisierte er einen Vorspieltermin. Für die Jungs war es eine große Sache zumal es ihnen auch nur als "Spaßtraining" und "Belohnung" angekündigt wurde.


    Nach diesem einem Vorspiel wollte der Verein die Jungs.
    Was mir gefallen hat, war, dass die wirklich sehr freundlich mit allen! Kindern umgingen, Rücksicht nahmen und nicht nur den Spieler sondern auch das Kind und damit den Menschen sahen. Sozialkompetenz eben, die ich bei vielen Leistungszentren vermisste.
    Zwischenzeitlich waren die beiden auch noch bei der Sichtung für den DFB-Stützpunkt, wo sie auch genommen wurden.


    Nach ein paar Monaten Bedenkzeit, in der die Kinder ab und zu mittrainierten und an Freundschaftsspielen teilnahmen, habe ich mich breit schlagen lassen und einem Wechsel zugestimmt, zumal ich feststellen musste, dass die Jungs da wirklich binnen kürzester Zeit enorm viel lernten und gut mit ihnen umgegangen wurde. Kein Wunder bei einem Trainerschlüssel von 1:3 im Vergleich zum Stützpunkt mit 1:20. Zwischenzeitlich sind sie "Stammspieler" und auch andere Bundesligisten haben sich die Namen schon notiert.


    Sollten die Jungs es allerdings irgendwann einmal nicht schaffen da mitzuhalten und aussortiert werden - was ich für mehr als möglich halte - werden und können sie jederzeit zurück in unseren Dorfverein. Zu einem LZ werden sie dann jedenfalls nicht wechseln. Wozu auch. Um später statt Kreisklasse B einmal Kreis- oder Landesliga zu spielen?



    Fazit: Wenn ein Kind talentiert ist, wird es entdeckt, selbst wenn es im finstersten Dorfverein kickt. Der Wechsel in ein LZ und die Hoffnung darüber einmal in die BuLi zu kommen, ist sinnlos. Aus Gesprächen mit den neuen Trainern meiner Söhne weiß ich, dass die Bundesligisten die meisten der Kinder die dort spielen schon einmal gesehen und eben nicht genommen haben. Warum also die Kinder quälen und nicht den Spaß in den Vordergrund stellen?