Beiträge von impuLse

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    Andre: Ich stimme dir zu, dass die Sportversicherung für Leute, die sich selbst privat abgesichert haben, kein Thema ist, über das es zu diskutieren lohnt. Dennoch sind Sätze wie "Du musst Mitglied sein, sonst bist du nicht versichert" seitens des Vereins kein Unsinn. Die private Absicherung von Personen mit den absoluten Basic-Versicherungen (Private Haftpflichtversicherung, private Unfallversicherung und teils auch noch BU-Versicherung) ist mehr als mangelhaft. Private Krankenversicherung steht sowieso nicht zur Debatte, da nur für begrenzen Personenkreis überhaupt realisierbar (außer Kranken-Zusatz). Kein Verein kann sich auf private Absicherung der Mitglieder verlassen.


    Du schreibst: Jeder, der keine private Haftpflichtvers. hat, hat entweder keine Kohle oder ist dämlich. Vollkommen richtig, seh ich auch so. Selbst wer keine Kohle hat, sollte lieber ein Päckchen Zigaretten weniger rauchen und eine abschließen. Die Realität sieht aber so aus, dass jeder 3 Deutsche keine hat. Daher kannst du dir in etwa vorstellen, wie es bei den privaten Unfallversicherungen aussieht. Und ja...ich bin aus der Branche :)
    Daher Ärger und Wut über den Bürokratiedschungel (und meinetwegen auch die Beiträge), aber ohne Sportversicherung seitens des Vereins wäre genauso fahrlässig, als wenn du keine Haftpflicht hättest ;)



    (Und da du ja eine private Unfallversicherung hast, brauchste nicht mal im Krankenhaus die Story von der Treppe zu erzählen, sondern kannst dich gerne mit dem Trikot auf die Liege legen ;))

    Nicht zwingend. Dominanz heißt ja nicht, dass ich mit versammelter Mannschaft vor des Gegners Strafraum parke.
    Lassen sich deine Spieler etwas fallen, ziehen sie den Gegner mit raus und es ergeben sich wieder mehr Räume, in die deine Offensivspieler stoßen können. Das ändert nichts an der Dominanz deiner Truppe - ganz im Gegenteil. Neben der optischen Dominanz mit viel Ballbesitz - die du ja nach wie vor haben kannst - kommt jetzt auch noch die taktische Dominanz dazu.


    Wie Stefan schon geschrieben hast: Es ist viel einfacher zu klaren Torabschlüssen zu kommen, wenn man nicht 8 Gegner und 7 Mitspieler im und um den Strafraum um sich versammelt hat.


    Der Druck deiner Mannschaft geht auch nicht flöten, er verlagert sich nur. 90 Minuten Angriffspressing ist sowieso nicht umzusetzen - außer gegen schwache Gegner.

    Hallo Stefan,


    hast Du mal einen Link oder eine kurze Beschreibung - ich kenne diese Übungen nicht. Für welche Altersklassen sind die?


    Vielen Dank, Michael


    Kannst du in allen Altersklassen, die mit Viererkette spielen, anwenden. Ein große Beschreibung brauchts eigentlich auch nicht.
    Eine Übung zur Schulung der Viererkette gegen eine massive Überzahl an Gegenspielern. Es sollte mit Abseits gespielt werden und die Kette sollte den sicheren Abstand von 23 Metern verteidigen. Angreifer, die in die Tiefe starten, werden nicht verfolgt. Von der Anzahl an Gegenspielern kannst du variieren. Gegen 6, 7, ...etc. Geht alles. Angreifer sollten auf sauberes Positionsspiel achten. Nach Ballgewinn der Kette beginnt der Angriff an der Mittellinie neu. Auf sauberes Verschieben (Sichel, Abwehrdreieck) achten. Bei deutlicher Überzahl - wie z. B. gegen 9 Angreifer - kann man der Viererkette auch noch einen oder zwei 6er beistellen. Fertig :)


    BTT: Denke die Vorteile einer Viererkette bzw. eines ballorientieren Spiels liegen auf der Hand. Auch in unteren Klassen - und gerade gegen Mannschaften mit Libero und zwei richtig schönen klassischen Manndeckern - ergeben sich dadurch viele taktische Gestaltungsmöglichkeiten, die man nicht ungenutzt lassen sollte. Auch von der Zeit her sollte das kein Problem sein. 3 Trainingseinheiten reichen aus um einer Mannschaft die Grundzüge zu vermitteln. Finetuning ist natürlich eine andere Geschichte.

    Ich habe gerade ein Buch zum Thema Konditionstraining im Fußball gelesen, da heißt es, der Körper benötigt 48 Stunden, um sich von den kleinen Verletzungen, die bei Belastung in der Muskulatur entstehen, zu erholen. Das gilt meiner Meinung nach aber eher für Erwachsene, Kinder erholen sich erfahrungsgemäß deutlich schneller. Ich konnte als Kind und Jugendlicher auch problemlos jeden tag stundenlang bolzen, man muss sie im Training ja nicht bis zum äußersten belasten. Das Problem mit den schlechten Leistungen bei Wochentagsspielen kenne ich nicht, dafür sehen meine Mannschaften vormittags grundsätzlich schlecht aus.


    So siehts aus. Ein Training einen Tag vorm Spieltag ist für Kids überhaupt kein Problem. Auch ich trainiere immer Freitags und somit einen Tag vor dem Spiel. Natürlich muss die Belastung dann nicht gerade am Maximum sein. Gerade Spielformen und Torschuss eignen sich gut dafür.


    Probleme mit "unter der Woche"-Spielen kenne ich ebenfalls nicht. Genauso wenig mit Spielen am Vormittag. Ich denke, dass sind Zufälle und kann man nicht verallgemeinern. Schließlich spielt man ja gegen ne andere Mannschaft, die dann ja zwangsläufig auch mies sein müsste ;)

    Pubertät is immer ein Faktor, den man nicht vergessen darf.


    Aber so wie du deine/eure Situation beschreibst, ist dein Kapitänsproblem nur ein weiteres kleines Puzzlestück.
    Ihr scheint schwer vom Pech verfolgt. Kapitän verletzt, 2 der besten MF-Spieler verletzt, wechselnde Formation und keine Bank. Daher finde ich, dass die Überschrift "Mein Käpt'n ist kein Käpt'n" die aktuelle Situation nicht ganz auf den Kopf trifft.
    Manchmal ist einfach die Seuche in einer Mannschaft, da steckste nicht drin. Aber gerade da würde ich an deiner Stelle mit Teambuilding-Maßnahmen ansetzen. Gerade wenn viele Stammspieler fehlen, ist es wichtig, dass der Rest deiner Spieler noch enger zusammenrückt und weiß, dass du ihnen vertraust.


    Aber in Sachen Kapitän - ich hatte fast eine ähnliche Situation gegen Ende des letzten Jahres - würde ich handeln. Er ist nunmal der verlängerte Arm des Trainers auf dem Platz. Das ist in der C-Jugend vielleicht noch keine SO gewichtige Aufgabe, wie in späteren Jahren, allerdings muss er sich im Minimum seiner Verantwortung bewusst sein und seine Mitspieler erreichen und motivieren können - ein gewisses Maß "Klarheit im Kopf" eben. Ich habe meinen Kapitän auch gewechselt, da er einfach zu still war und wenn er was sagte eher am meckern war. Natürlich muss das in einem Einzelgespräch erfolgen. Ich hatte ihm ganz klar erklärt, warum ich mich jetzt für einen anderen Spieler entschieden habe, aber es immer die Chance gibt, sich die Binde wieder zu erarbeiten und man auch ohne ein Stück Stoff am Arm Verantwortung übernehmen kann. Seither opfert er sich viel mehr für die Mannschaft auf und den neuen Kapitän belohnte ich im gleichen Zug für sein gutes Verhalten auf und während dem Platz sowie seinen Leistungen. Also eine Win-Win-Situation :)


    Nimm ihn beiseite und red mit ihm. Zumal er in der IV spielt und es da - Kapitän hin oder her - sowieso einfach unerlässlich ist, dass die Kommunikation stimmt.



    Zur Wahl des Kapitäns: Ich lasse die Mannschaft 2-3 Kandidaten vorschlagen, aber daraus wähle ich aus. So ist es sicher, dass ich den aus meiner Sicht idealen Führungsspieler raussuche und er zeitgleich auch von der Mannschaft akzeptiert und gewollt ist. Das muss einfach passen. Meistens haben die Jungs, wie du selbst schreibst, da wirklich ein gutes Gespür und ihr Favorit deckt sich mit meinem.

    Hab sie heute auch mal eingebaut, da es zufällig in den aktuellen Schwerpunkt gepasst hat.
    Nach anfänglichem Übersteigergemetzel war relativ schnell Zug in den Zweikämpfen. :)
    Zeitbegrenzung oder zusätzliches Quadrat waren nicht notwendig.


    Ne schöne Übung - hat mir gefallen. :thumbup:

    Viele der Spieler in der D/E-Jugend versuchen einfach mit einem rebellischen Verhalten ihre Grenzen auszuloten, was ganz normal ist. Das machen sie zuhause und natürlich auch auf dem Sportplatz. Von daher finde ich es auch völlig richtig, dass du ihnen sagst: "Entweder ordentlich trainieren, oder weniger spielen". Vor Sanktionen für Fehlverhalten sollte man nicht zurückschrecken - natürlich dem Alter der Spieler angepasst.


    Was mir persönlich über die Jahre aufgefallen ist: Wenn Spieler vor versammelter Mannschaft "sanktioniert" (hört sich böse an :)) werden, steigert es den von den Kids gewünschten Coolnessfaktor innerhalb der Mannschaft.


    Kleines Beispiel vor kurzem: Ein Trainerkollege von mir trainierte mit seiner D-Jugend. Ich war zufällig am Platz anwesend und schaute etwas zu. Einen seiner Spieler schickte er nach mehreren Verwarnungen vom Platz zum duschen (was ich jetzt persönlich nicht für eine optimale Strafe halte, aber wie auch immer). Die Reaktion einiger seiner Mitspieler, die ein paar Meter von mir entfernt standen: "Haha geil, Domme musste duschen gehn. Hammer!"


    Sprich: Der Rebell wurde auch als Rebell gefeiert ;) Und dieses Verhalten ist mir schon öfters aufgefallen. Daher die vermeidlichen Störer nicht "medienwirksam" (:)) verurteilen, sondern auf die Seite nehmen und ganz unspekatulär darauf hinweisen.

    Ja wir müssen Passnummern eintragen. Und wenn wir das doch noch mal per Hand machen müssen, dann ist das ganz schön viel Arbeit. Es wird Zeit, dass der Online-Spielbericht eingeführt wird.



    Gott sei Dank gibt es den bei uns schon ;)


    BTT: Wirkliche Standardübungen gibt es bei mir nicht. Wiederholungen sind wichtig um gelerntes zu vertiefen, allerdings am liebsten so verpackt, dass die Spieler nicht merken, dass sie "schon wieder die gleiche Übung" machen. Natürlich werden einige Übungen immer wieder (auch in Variation) trainiert, was bei mir aber eher auf den immer wiederkehrenden Schwerpunkt des Kurzpassspiels zurückzuführen ist :)


    Rituale auf der anderen Seite finde ich mehr als wichtig, da sie Zusammenhalt und Teamgeist fördern. Sei es was beiläufiges wie der Materialdienst im Training oder bis zum hören eines von der Mannschaft ausgesuchten Liedes vor einem Spiel in der Kabine.



    Achja: Hallo in die Runde ;)