Beiträge von Bayernmuch

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    Hi


    Ich welchen Regionen wohnt ihr, dass man 120 Kilometer zum Auswahltraining fahren muss. Bei uns sind die DFB-Stützpunkte regional gut verteilt und mehr als 50-60 KM zwischen einem Standtort gibts da nicht. Also mehr als 30 KM Anfahrt hat hier in Bayern eigentlich keiner.


    Nun aber zu den Jungs die noch einen Schritt weiter gehen. Bei uns im Verein sind jährlich ca. 4-5 Spieler die zu einem der großen Münchner Vereine gehen.
    TSV 1860: Geht dabei folgendermaßen vor: Sie haben keine F-Jugend sondern ein Förderkader. Hier werden die Spieler im Abstand von vier Wochen immer zu einem Training eingeladen. Wer hier über max. zwei Jahre immer wieder eingeladen wird und wäre dann ein E-Jugendspieler, wird ihm ein Wechsel nahegelegt.
    Der große FC Bayern hat einmal gesagt keine Spieler bevor sie nicht 15 sind. Stimmt so allerdings auch nicht. Da unsere D1-Jugend in er gleichen Liga wie Unterhaching, Bayern und eben 1860 ist, sind die Jungs oft nach der D1 weg. Wenige gehen nach der C1.
    Ich verfolge deren Weg oft noch auf der jeweiligen Homepage des Verein. Wenige kommen bis zur A-Jugend und noch weniger bis zur zweiten Mannschaft des jeweiligen Teams. Aktuell ist jeweils ein Spieler von unserem Verein im Kader Bayern II und 1860II.
    Die Jungs die es bei Bayern nicht schaffen, kommen aber nicht alle zu uns zurück. Sie probieren es in der Regel bei Haching oder woanders.
    Die Gefahr von Stützpunktraining und schneller Sprung zum Proficlub sehe ich darin, dass die Jungs auch ganz mit dem Fußball aufhören können.
    Bei Bayern ist ein brutaler Aussiebungsprozess, die holen sich jedes Jahr einige neue Spieler pro Jahrgang. Bei 1860 versuchen sie den Stamm zu halten, aber auch hier fliegen einige raus.
    Unterhaching, hat sehr viele Teams somit auch ein "Auffangbecken" für jene die den Leistungssport doch nicht gewachsen sind.
    Bei allen drei Vereinen gibt es jeweils eine Kooperation mit Schulen. So haben die Jungs auch in der Schule entsprechend Training von den Clubtrainern.
    Ob das alles gut ist? Keine Ahnung, aber da die Kinder bei uns bis zur U13 gleiche Liga spielen, verstehe ich sowieso niemanden der sein Kind vorher in die Mühlen des Proficlubs wirft.
    Gruß
    Michi

    Servus


    Du hast doch sicher einen Jugendleiter. Dem würde ich es genauso erzählen. Des Weiteren würde ich dem guten Herren, wenn er 14 Runde laufen lässt die Frage stellen ob er schon eine Ahnung hat was eine E-Jugend trainieren soll.
    Prinzipiell sollen alle Kinder spielen egal ob gut oder schlecht. Wie soll der "schlechterer" Spieler besser werden wenn er nur draussen ist????
    Also sag ihm das Ganze selbst und vor allem auch der Jugendleitung. Ansonsten würde ich meine Konsequenzen ziehen und ihm die Arbeit machen lassen. Im schlimmsten Fall auch das Team verlassen. Ich gehe aber davon aus, dass auch ein Jugendleiter ein Auge auf seine Trainer hat und entsprechend reagiert, wenn du sagst dann hörst du auf.
    Gruß
    Michi

    Vielen Dank Bayernmuch, das macht mir Mut es zu versuchen.


    Allerdings finde ich es bemerkenswert, dass Du schreibst "Da wir ein leistungsorientierter Verein sind, macht es auch Sinn, die Jungs so zusammen zu lassen", während TRPietro meinst, dass die Entwickling der Spielerfähigkeiten besser in zusammengewürfelten "Gut und weniger Gut"-Mannschaften wäre. Für mich sind das zwei absolut unterschiedliche Meinungen.


    Wir sind DFB-Stützpunkt und unsere 1 Mannschaften spielen alle fast höchste Liga. Die 2. Mannschaft sprich der jüngere Jahrgang in der Regel nur eine Liga selten zwei Ligen drunter. Da macht es schon Sinn, dass die Jungs zusammen bleiben.
    Es würde bei diesem Konzept keinen Sinn machen in gut und schlecht aufzuteilen, weil was machst du ein Jahr später. Natürlich rede ich mich jetzt leicht, da wir ab der D/C-Jugend keine schlechten sondern nur noch gute und sehr gute Fußballer haben.
    Im unteren Bereich gibt es für die weniger guten daher ein Team wie F3 oder E3. Da kann es dann schon sein, dass in der E3 2000 Kinder sind und in der E2 nur 2001. Die 2001 sind aber dann auch mit Sicherheit besser als die 2000 aus der E3.
    Wie gesagt in einem Dorfverein sieht die Sache anders aus. Hier musst du nehmen was kommt.


    @2003 im Team der 2002:
    Tja, da ist schon ein Problem vorhanden. Wie gesagt er ist bei den 2002 nur einer von den 10 Kindern aber sicher kein Starspieler. Bei den 2003 wäre einer der Besten aber seine Freunde und Klassenkamaraden sind blöderweise 2002. Ich bin mir in meinem Fall sicher, würde ich ihn aus dem Team rausnehmen hätte er keine Lust mehr zu spielen......


    Ich habe aber auch schon Fälle bei uns geshen, da musste ein junger Jahrgang weil Ausnahemtalent hoch zum anderen Jahrgang und er hatte da oben keine Lust mehr.
    Gruß

    Servus


    Bei uns wird in der Regel mit Jahrgangsmannschaften gespielt. Es gibt zwar immer wieder dein ein oder anderen Spieler der aus unterschiedlichen Gründen in einem anderen Team spielt aber wie gesagt prinzipiell spielt das Team nach Jahrgang. Einzige echte Ausnahme ist bei uns die A-Jugend. Aus unterschiedlichen Gründen wurde in diesem Jahr die A2 abgemeldet.
    Da wir ein leistungsorientierter Verein sind, macht es auch Sinn, die Jungs so zusammen zu lassen und das Team entsprechend punktuell zu verstärken. Es gibt auch immer wieder einen Spieler der ins Nachwuchszentrum eines Bundesligisten wechselt, hier wird dann nach einen Spieler im gleichen Jahrgang als Ersatz gesucht.
    Die Teambildung und vorallem das die Spieler Freundschaften schließen finde ich sehr wichtig.
    Bei Dorfteams ist es allerdings oft die Regel, dass unterschiedliche Jahrgänge in einem Team sind.
    Wenn du 8 Spieler Jg. 2002 und 11 Spieler 2001 hast, würde ich die Teams genauso spielen lassen. Evtl. gibt es einen 2001 von den 11 der zu den 2002 will,.aber prinzipiell hast du in einem Jahr das gleiche Problem. Der eine 2001 muss dann raus vom 2002 Team. Daher schaue ob du einen 9 Spieler findest oder du spielst die Runde mit 8 und leihst dir bei Krankheit usw. beim Spiel einen 2001 aus.
    Es gäbe auch noch den Fall, dass du dir einen sehr guten 2003 zu den 2002 holst. Der kann dann zumindestens immer bei den 2002 bleiben.
    Er spielt halt dann immer gegen ältere Kinder, aber wenn er rein passt würde ich diese Variante bevorzugen. Aber Vorsicht bei einem jüngeren Spieler. Ich habe das Problem derzeit selbst und der Kleine ( auch noch mein Sohn) muss für die Leistung schon heftig kämpfen, aber er ist voll im Team integriert. Nachteil ist für den Kleinen evtl. auch den Schritt irgendwann in seinen eigenen Jahrgang zu machen und so ist er raus aus dem Team....
    Fazit: Spiele bei deiner Konstellation mit einem Jahrgangsteam und schau ob du nicht noch irgendwo einen 2002 findest. Mit 11 Spielern kann man auch super in der E-Jugend spielen. Ich persönlich finde 10 Spieler genau richtig, wobei beim Spiel 9 reichen damit auch jeder genügend Spielzeit bekommt.
    Gruß



    Gruß

    Hi


    Ich hatte auch so einen Fall. Ich möchte aber dazu sagen, dass wir eigentlich sehr gutes Kinder haben. Wir sind DFB-Stützpunkt und hier kommen die Kinder bzw. die Eltern schon sehr früh zu uns. Der Junge geht mit meinem Sohn und zwei anderen Jungs sogar in die gleiche Klasse. Die spielten sogar Mittags zusammen Fußball. Training alles super, aber beim Spiel ging es dann los.
    Aufwärmen war er auch noch dabei und kaum machte ich meine Ansage, fing er an sein Knie tut weh ihm ist schlecht usw.
    Ich denke der Druck war für den Kerle enorm. Ich habe dann den Vater gebeten mitzukommen und sich zu mir am Rand zu stellen. Ich stelle den Jungen dann ins Mittelfeld damit er keinen Druck eines Fehlers hinten bzw. vorne hat. Es wurde dann langsam besser. Im Winter war er definitiv ein Kandidat den ich nicht in die F1 mitgenommen hätte. Ich habe es mit dem Vater noch mehrmals gemacht und siehe da, der Jungs bekam immer mehr Selbstbewusstsein und nun ist er ein guter Spieler meiner F1. Der Vater muss auch nicht immer dabei sein.
    Wichtig waren auch die Mitspieler, die ihn ermuntert haben doch zu spielen. Des Weiteren habe ich dann einfach vier Jungs in meinem Auto zum Spiel mitgenommen. Da war die Sache dann schnell erledigt. Also mein Tipp hole den Jungen inklusive Eltern ab und stell ihn einfach auf. Suche dir zwei Mitspieler die ihn mit "Gewalt" aufs Spielfeld ziehen. Lobe den Jungen bei jedem Wechsel usw.
    Gruß
    Michi

    Klarer Fall: Immer reinschreiben!


    Die willst doch zeigen, was du machst und gerade ein Trainer im Nachwuchs zeigt, dass er auch der Gesellschaft etwas zurück gibt. Im Gegensatz dazu würde ich jetzt z.B.: ein Hobby Basejumpen nicht reinschreiben. :D
    Gruß
    Michi

    Polokid


    Darum sage ich ja, er wird um eine OP nicht rum kommen. Soll er jetzt mit dem Fußball aufhören? Wie gesagt ich habe dies selbst erlebt und denke, wenn er genügend Stabilisierungsübungen und Kräftigungsübungen für den Oberschenkel macht, kann er die Zeit ohne große Schäden überbrücken. Ein aktiver Sportler wird immer eine Bandplastik brauchen.
    Grundsätzlich würde ich auch bei einem 14-jährigen eine weitere Meinung einholen bzw. zu einem Spezialisten gehen. Evtl. sieht so ein Profi in Sachen Kreuzband es ja anders und sagt kein Problem sofort operieren.
    Also bei einem Jungen in diesem Alter nicht ganz so einfach eine Entscheidung zu treffen.
    Gruß
    Michi

    Hi


    Wenn die Stürmer schnell und gut sind, dann sollten die beiden Aussen kreuzen. Der linke Stürmer zieht nach rechts in Strafraum nach Aussen, der rechte Stürmer zieht durch den Strafraum nach links. Somit hängt es davon ab, ob die Verteidiger mit dem Gegenspieler mitgehen oder die Angreifer übergeben.
    Der Ballführende hat nun die Entscheidung 1:1 zu gehen oder wenn einer der Aussenspieler frei ist, einen Pass zu spielen. Entscheidend ist der Zeitpunkt wann der Ballführende antritt. Dies sollte kurz bevor die beiden Mitspieler vor ihm kreuzen sein. So hat er eine kurze Zeit, in der sich die Verteidiger orientieren müssen. Des Weiteren hat er die Möglichkeit bei einem Kreuzen, dass der Kreuende ihn den Ball tropfen lässt und er so mit viel Speed auf den Verteidiger 1:1 geht.
    Also ich bleibe dabei, Kreuzen vor dem mittleren Verteidiger heist das Zauberwort!
    Gruß
    Michi

    Servus


    Wie siebner schon sagt, ist der Junge erst 14 und hier eine Bandplastik sprich Sehne aus dem gleichen oder anderen Knie ist wegen dem Wachstum schon heikel. Weiteres Problem ist sicher, dass in der Regel oft der Miniskus einen Schaden nimmt. Folgeschäden wie Knorpel usw. können auch noch folgen, weil das Knie insich nicht stabil ist. Daher bleibe ich dabei früher oder später wird er um eine OP nicht rum kommen.
    Ich habe auch noch weiter Fußball gespielt beim ersten Kreuzbandris. Es war dann nur so, dass mir das Knie immer nach hinten druch "geschnackelt" ist.
    Die Annahme, dass es bei den Profis schneller geht möchte ich so nicht stehen lassen. Es hängt sehr viel vom Operateur ab. Wie von mir schon gesagt Prof. Dr. Strobl ist hier ein Topmann. Hier kommen auch die Bundesligaprofis. Problem ist bei ihm nur einen Termin zu bekommen.
    Ich war nach beiden OP's schnell wieder fit. Sicherlich habe ich als Sportlehrer und aktiver Sportler auch genügend Muskeln um schnell wieder auf die Beine zu kommen, aber ein Bundesliga Profi oder Leistungssportler bin ich nicht.
    Daher ist es wie gesagt wichtig einen guten und vo rallem erfahrenen Doc zu nehmen. Bei dem das neue Kreuzband nicht richtig fixiert und vor allem nicht richtig spannt ist wird immer Probleme haben. Eine gute Reha gehört dazu und man ist nach 6 Monaten wieder der "Alte". Das hat wie gesagt nix damit zu tun ob du Profi bis oder nicht, sondern daran ob du zum Wald und Wiesen Doc gehst oder dahin wo auch die Profis gehen.
    Gruß
    Michi

    Servus


    Ich bin neu hier aber wie viele andere lese ich die Beiträge sehr interessiert.
    Zu deinem Fall greife ich mal auf meine eigenen Erfahrungen und auf mein Sportstudium zurück.


    Ich hatte selbst zwei Kreuzbandrisse. Der erste wurde nur mit Laser wieder "festgeklebt", der zweite am gleichen Knie war dann mit neuer Kreuzbandplastik.
    Im ersten Fall war es bei mir auch so, dass ich nach 3 Monaten schon wieder so weit fit war, dass ich im wesentlichen die Muskulatur aufgebaut habe.
    Wichtige in deinem Fall sind die kurzer Muskelfasern. Sie stabilisieren das Knie für die schnellen Bewegungen. Die Oberschenkelmuskulatur gibt dem Knie die richtige Kraft damit es nicht verrutscht.
    Somit sind super Übungen, wo er vorallem auf diesem Fuß schnell stabilisieren muss. Perfekt dafür sind Kreisel auf denen er auf diesem Bein in die Hocke geht und wieder hoch. Du kannst es selbst probieren, dein Knie fängt schnell an zu zittern wenn es Schwierigkeiten hat dies auszugleichen. Ich habe mich selbst mit Hürden dich ich seitlich durchlaufen habe und immer kurz auf einem Bein verharrt habe trainiert. Vermeide am Anfang vorallem die Drehbewegungen bei dem Spieler. Sprich keine Übungen in denen er aus der Drehung schießen muss. Alles was gerade nach vorne ist ist kein Problem. Bei vielen ist das Kreuzband auf dem Standbein. Da du darüber nichts schreibst vermute ich es einfach mal. Lass ihn mit dem "verletzten" Bein viele einfache Pässe machen, damit er wieder Vertrauen bekommt. Wenn es das Standbein ist, dann trainiert er eben sein Standbein etwas mehr.
    Lass ihn dann im Laufe der Zeit immer mehr kurz Sprinten, damit sich das Knie wieder an die Belastungsänderung gewöhnt. Mache Ballgewöhnung usw. . Wenn das Knie stabil ist, dies siehst du bei den Koordinationsübungen, dann braucht er wie gesagt den Kopf frei und dies geht am besten mit einfachen Übungen wie in der F/E Jugend. Vermeide wie gesagt schnelle Drehbewegungen.
    Nun noch meine Vermutung zum Schluss:
    Ich glaube er wird früher oder später nicht um eine OP rum kommen. Solange die Oberschenkelmuskel sehr gut sind mag es sein, aber so stabil wie eine Kreuzbandplastik ist es sicher nicht. Das Problem ist wie schon gesagt, sein Wachstum.
    Einer der besten Operateure ist Prof. Dr. Strobl in Straubing. Er operiert aber auch in München.
    Viele Grüße
    Michi