Beiträge von saramoon

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    @ Andre


    Doch, wir kommen vom Thema ab, weil ich hier nach Variationsmöglichkeiten für das Abschlussspiel suche, welches ich zumindest immer am Anfang der 20 Minuten Schlusspielzeit auch in der F-Jugend weiterhin zu variieren gedenke.


    Bisher hat sich die "hoffnungslose Überforderung" meiner Achtjährigen darin geäußert, dass immer alle gerne zum Training kommen, dass sie auch ohne Torhüter zwei Mal hintereinder Staffelsieger wurden (bereits letztes Jahr als jüngerer Jahrgang!), dass in der lokalen Zeitung nach einem Turnier wörtlich stand, es sei eine "tolle Mannschaft", dass andere Trainer mit Lizenz zu unserem Training zum Zuschauen kommen, dass sie für die Ausbildung neuer Lizenz-Trainer als Prüfungsmannschaft schon mehrfach genommen wurden, dass man gleich drei der Spieler sofort für die 2001ner E-Jugend-Kreisauswahl haben wollte (Der Trainer zog das dümmste Gesicht, das ich je gesehen habe, als ich sagte, dass sei nicht möglich, sie seien zu jung.)., dass dem ganzen Team gerade gestern von einer großen Versicherung drei Tage Fußballschule im Wert von über 1.200 Euro für sein Fair-Play gegenüber schwächeren Gegnern und dem sympatischen Auftreten der Spielereltern als Annerkennungspreis geschenkt wurden.


    10 von 12 sind schon fast beidfüßig (nur links Schießen erlaubt Variante) und alle kämpfen auf dem Platz, bis nichts mehr aus den kleinen Körpern rauszuholen ist, wobei ich der Trainertyp bin, der im Spiel gerade zwei Sätze sagt, meistens rufe ich nach einem Angriff "Zurrrrrrrrrrrrrrrrrrrüüüüüüüüüüüüücl!" oder bei Einwürfen erinnere ich gegen größere Gegner daran, dass die weit werfen können, mit "Hinter die Leute!".


    Kurz gesagt: Ich könnte auch gar nicht dabei sein, alle Zwölf würden so ZUSAMMEN Fußball spielen.



    Gleich zu Anfang schriebst du, 90% der Varianten sind quasi mit einer F-Jugend nicht möglich. Woche für Woche treten die zwölf normale Dorfkinder den Beweis an, dass es nicht nur möglich ist, sondern dass es viel Spaß macht und die Mannschaft ein ganz großes Stück weiter bringt.



    Sollte es keine Varianten mehr für mein Abschlussspiel geben, dann kann der Thread ja hier gerne geschlossen werden.



    Mein Tipp an dich: Nimm einfach mal eure F-Jugend und teste 3-5 Minuten lang LAUFEN MIT BALL VERBOTEN, dann normales Spiel ........................ und dann schreibst du mir mal deine Erfahrungen auf.

    Ältere Jahrgänge: Trainingstipps für Spieler (<-- das schreibe ich hier, damit nicht gleich wieder ein Sturm los bricht ^^)


    1.) Regelmäßig am Trainings- und Spielbetrieb der jeweiligen Jugendmannschaft teilnehmen (wenn man darf, zusätzlich auch am Training andere Jugendmannschaften.) Dabei möglichst auf allen Positionen spielen, unbedingt altersgemäß trainieren sowie immer mit beiden Füßen üben.


    2.) Kleine Trainingshausaufgaben immer sorgfältig erledigen.



    3.) Oft „Straßenfußball“ oder „Gartenfußball“ mit anderen spielen, die dafür möglichst ein ganz gemischtes Alter haben und verschiedene Bälle verwenden sollten.


    4.) Möglichst oft ein bisschen COERVER-Training zur besseren Ballbeherrschung und Beweglichkeit machen. Das bedeutet, sich den Ball auf unterschiedlichste Weise zwischen den Beinen hin und her zu spielen. Bei youtube.de findet man da leicht immer neue Übungen. Als Steigerung kann man das später durch Jonglierübungen (Ballhochhalten) und das Einüben von berühmten Finten bzw. Tricks ergänzen. Mache das, was du kannst!



    5.) Öfters gegen sich selbst spielen, indem man den Ball immer wieder verschieden (innen, außen, links, rechts, hoch, tief, vor, zurück usw.) gegen eine Wand spielt oder sich den „Fußball-an-der-Elastikschnur“ (SALLER BUNGEE BALL, DERBYSTAR MULTI-KICKBALL etc.) für ca. 25.- Euro kauft. Wer einen großen Garten hat, der kann sich sogar für ca. 80.- Euro auch eine eigene Rebounder-Wand (z.B.: bei Ebay erhältlich) und eigene Tore zulegen. Stichwort: Freestyle-Soccer


    6.) Bei Fußballschulen oder Fußball-Camps anmelden, wenn diese in der Gegend ein Trainingslager anbieten.



    7.) Für besonders talentierte Spieler ist auch die Teilnahme an Sichtungsmaßnahmen, das gelegentliche Spielen in älteren Jahrgängen sowie in Auswahlmannschaften wichtig.



    8.) Ärgerliche Anfängerfehler kennen und diese möglichst vermeiden, hier besonders: Fummeln als letzter Mann, Querpass vor dem eigenen Tor, Abstoß in die Mitte, nicht rechtzeitig abspielen, den Ball blind oder zu schwach hinten wegschießen, hinter dem Gegner verstecken, zu langsam oder zu zaghaft agieren, mit eigenen Leuten streiten, eigensinnig in der gegnerischen Verteidigung festrennen, nur auf den Ball schauen, nicht mitspielen, Traineranweisungen nicht befolgen usw.





    Fußball durch Nachahmung (Imitation) lernen


    1.) Regelmäßig Fußballspiele der eigenen 1. Herren oder von Bundesliga-Clubs anschauen.



    2.) Fußballspiele im Fernsehen anschauen sowie Kinofilme zum Thema (z.B.: „Wilde Kerle“, „Ein Sommermärchen“).



    3.) FiFa 2011 oder Pro Evolution-Soccer 2011 (ab 35.- Euro) auf dem PC oder der Spielkonsole spielen (beide Games haben mittlerweile fast die gleiche Qualität).



    4.) Finten und Tricks sowie andere schöne Spielzüge bei youtube.de anschauen.



    5.) Eine Lern-DVD kaufen, zum Beispiel sind die FUSSBALL-TRICKS-FÜR-KIDS DVDs der Münchner Fußballschule (ab 17.- Euro) empfehlenswert.




    Die allgemeine Sportlichkeit verbessern


    1.) Jeden Tag zumindest etwas Sport treiben bzw. an die frische Luft gehen, um sich dabei auch „wetterfest“ zu machen (Radfahren oder Inlineskaten, Basketball auf der Einfahrt etc.)


    2.) Zusätzlich zum Fußball mindestens noch eine andere Sportart betreiben, welche möglichst die Beinarbeit fördert. Hier sehen die Trainer Tanzen, Leichtathletik oder Schwimmen als besonders geeignet an. Merksatz: Jünger Spieler brauchen ein möglichst universales Koordinationstraining.


    3.) Fußball ist ein Laufsport, sodass Lauf- und besonders Sprinttraining immer gut ist.


    4.) Seilspringen, Seilspringen und noch einmal Seilspringen! Gute jugendliche Kicker gehen sogar ins Fitnessstudio, um ihre Beinmuskulatur zu stärken (Schweinsteiger-Oberschenkel!).


    5.) Auf genug Schlaf, Hygiene sowie eine ausgewogene, gesunde Ernährung achten! Fitness ist sehr wichtig, man benötigt als Fußballer neben der Technik, Reaktionsvermögen und Beweglichkeit zusätzlich später auch noch gute Werte in den Bereichen Ausdauer, Sprungkraft, Antrittsschnelligkeit und Stärke.



    Selbstvertrauen gewinnen


    1.) Ruhig mit anderen etwas ringen, raufen oder rangeln; alles ist nützlich, was die Scheu vor Körper- und Ballkontakten abbaut.


    2.) Den Kletterpark besuchen, Berge besteigen sowie andere Herausforderungen annehmen, welche vorhandene Ängste überwinden und das Selbstwertgefühl stärken. Das kann bei den Jüngsten schon eine Übernachtung alleine bei der Oma sein. Erfolgserlebnisse sind dabei wichtig.


    3.) Die Eltern sollten immer wieder sagen: „Du bist für dein Alter schon wirklich gut! Du schaffst das, wenn du fleißig trainierst! Nächstes Jahr bist du vielleicht sogar auch so gut oder gar besser als die, die jetzt so alt sind. Wenn ihr klug zusammenspielt und gemeinsam kämpft, dann könnt ihr an einem guten Tag jeden in eurer Staffel schlagen.“


    4.) Die Eltern sollen nie Geld für Tore versprechen, sondern höchstens für schöne Vorlagen und Pässe. Eigensinnige Spieler kann ein Team nicht gebrauchen!




    Teamgeist stärken


    Fußball ist ein Mannschaftssport, bei dem gemeinsam gewonnen oder verloren wird. Daher sollte eine Fußballmannschaft auch außerhalb des Fußballplatzes möglichst viele Dinge als Team zusammen unternehmen. Die Kinder selbst sollten daher möglichst vollzählig teilnehmen an:



    - Lehrgängen, Training, Turnieren, Spielen, Besuchen von Soccer-Hallen
    - gemeinsamen Ausflügen in Freizeitparks, Spielcenter, Bundesliga-Stadien
    - anderen Sportarten, z.B. Bowling
    - gemeinsamen Feiern (Weihnachtsfeier, Zeltlager mit Lagerfeuer etc.)




    Jedes Kind ist anders und entwickelt sich auch unterschiedlich schnell:
    Sich bewusst machen, was man schon gut kann und was man noch nicht so gut kann, hilft (und das Fehlende natürlich im Training und zuhause besonders oft üben!)


    -> Einfach einmal selbst Schulnoten verteilen für folgende Punkte:
    ü genau, rechtzeitig und mit der richtigen Geschwindigkeit einen Pass zu spielen (samt Hochschauen!)
    ü Schießen mit verschiedenen Techniken (unterschiedliche Fußhaltungen und beiden Füßen!)
    ü Ballführung, Dribblings und Finten (Tricks)
    ü Ballmitnahme, Ballannahme, Kopfball mit Ballgefühl (samt Entgegengehen, Anbieten und Freilaufen)
    ü Zweikampf samt Ballabschirmung, Fernhalten des Gegners und Tackling (ggf. Manndeckung)
    ü richtiges und zügiges Ausführen bei Standardsituationen wie Freistößen, Einwürfen, Anpfiff, Abschlägen und Ecken


    ü der richtige Platz auf dem Feld: Spielübersicht, Raumdeckung, Positionsspiel und Taktik
    ü das richtige Verhalten gegenüber seinen Mitspielern, dem Gegner, dem Trainer und Schiedsrichter
    ü Reaktions-, Handlungs- und Antrittsschnelligkeit samt Zweikampfstärke und Bissigkeit
    ü Disziplin, das Einhalten von Teamabsprachen
    ü Körperpflege und Hygiene



    Wichtig: Man sollte aus der obigen Auswahl günstige und auch realisierbare Lösungen für die ganze Familie finden. Kinder und Jugendliche können sich viel, viel schneller verbessern, wenn sie dabei von ihren Eltern tatkräftig unterstützt werden … und viel, viel Freude am Fußball haben.

    Wir hatten einen Mannschaftswettbewerb und gewonnen hat für den Mannschaftskreis vor dem Spiel.:


    "Uh, ah, ............... cha, cha, cha ........... wir ist zum Siegen da! Go FCK ......... goooooooooooo! . Go!"


    Dann ein in die Händeklatschen.



    Viele Nachbarteams haben aus den "Wilden Kerlen":


    Einer: Alles ist gut ..................
    Alle: Solange du wild bist!"

    @ Andre


    In der Lehrerausbildung lernt man bereits an der Universität die goldene Weisheit, dass es pädagogische Grundsätze gibt, einem Kind generell etwas beizubringen.


    Die einleuchtenste Regel für mich dabei ist, dass man immer versuchen soll, ein ganz kleines Stück mehr zu fordern, als derjenige schon gerade kann. Nicht zu viel fordern, sonst reißt das Gummiband zwischen Lehrer und Schüler! Oder anders: Erreicht der Spieler eine Stufe, dann bietet man ihm in dem Bereich die nächst höhere Stufe an.

    Ich empfehle auch unbedingt die leichtere Version des Balles, da die Dinger sich irgendwie noch schwerer anfühlen bzw. das reduzierte Sprungverhalten (mit einem tollen Verhalten des Balles in der Halle als wäre man draußen!!!) führt leider auch dazu, dass man beim Schuss einen Tick stärker zutreten muss. Und wer will mit jüngeren Kindern denn mit einer Bleikugel spielen?


    In den Niederlande erwarb ich für 6.90.- Euro einen Streetsockerball in den Farben der Kaufhauskette V&D. Er hat die Größe 5, springt etwa wie ein Futsal, tritt sich aber etwas leichter. Die Kinder spielen gerne damit und ich werde noch ein paar davon nachkaufen, weil ich dabei wirklich keinerlei Nachteile erkennen kann. Für mich ist das der TOP-Hallenball.

    Zu den einzelnen Punkten:


    - ein Konditionstraining ist in den jüngeren Jahren dann sinnlos, wenn du länger trainierst als deine Spielzeit beträgt. Dann haben die Kleinen immer die Luft für die paar Spielminuten, zumal noch 4 Leute am Rand an dir rumziehen, um umbedingt eingewechselt zu werden


    - das Spiel "Laufen mit Ball verboten" hat sofort dazu geführt, dass das Festrennen in der gegnerischen Verteidigung stark nachgelassen hat. Wenn man das dem normalen freien Spiel auch nur drei Minuten lang voranstellt, dann sieht das danach viel eher nach Fußball aus, weil die Kinder hochschauen .... zumindest gelegentlich. Es ist für eine F-Jugend (älterer Jahrgang) eine TOP-Übung, die man natürlich möglichst bald durch 3-Kontakte-Regel oder anderes ersetzen sollte. Laufen die Kinder eh nicht mehr blind in vier Verteidiger hinein, dann brauchst du die Übungen natürlich nicht mehr und kannst sie aus der Liste streichen.


    - mit 10 Kontakte-Regel ab der Mitte ist sicherlich das Maximum gemeint, wer nur 5 Kontakte zum Tor braucht, um so besser. Da ist dann schnell. Diese Variante kann ich aber erst am Donnerstag ausprobieren.

    @ all


    Ah ............ ich finde es sehr erfreulich, dass endlich mal wieder zum Thema formuliert wird und dass es hier noch mehrere gibt, die zumindest auf der Suche danach sind, wie man auch die Vorgaben des DFB noch etwas verbessern kann. Ich werde ich heue abend den nächsten Thread ggf. aufmachen und dafür vermutlich gesteiningt werden, aber trotzdem ^^


    Zunächst einmal kann man alle diese Variationen für kurze Zeit prima im Abschlussspiel einsetzen, vorzugsweise diejenigen, die zum THEMA der vorangegangenen Trainingseinheit passen. Trainierte man Dribblings, dann zählen halt nur solche Tore, übte man Kopfball, dann halt nur solche Treffer usw.


    Natürlich ist das freie Spielen toll, aber ........... zumindest die Kinder bei uns spielen frei und ohne Trainer am Vormmittag in der Hofpause, am Nachmittag auf dem Bolzplatz und am Spätnachmittag im Garten.


    Pauschale Empfehlungen kann es ja gar nicht geben, da jede Lerngruppe anders ist und sogar an manchen Tagen anders drauf ist. Der Trainer selbst muss für sich überprüfen, was das Beste in dem Moment ist. Hier mal ein Beispiel, dass den Andre zwar in Ohnmacht versetzen wird, aber da muss er durch ^^:


    Mein F-Jugendtteam hat streng nach DFB trainiert und die Finger von jedem Kopfballtraining gelassen. Das Finale von 14 Teams verloren wir 1:2 durch zwei Kopfballtore des Gegners nach Ecken. Da lässt ein Trainer mit etwas Gespür mal den DFB eben kurz links liegen und übt zwei Mal im Training, wie man den Kopf hinhält, ohne sich dabei weh zu tun, mehr nicht.


    Die Spieler haben jetzt weniger Angst vor dem hohen Ball und haben sogar schon selbst einen Kopfballtreffer erzielt. Das soll ihrer ganzheitlichen und koordinativen Ausbildungen oder anderen Dingen, wie Selbstvertrauen, geschadet haben .......................... ich mag das nicht glauben.



    Aber hier mal etwas zur Ehrenrettung des DFB:


    Der DFB hat seine Richtlinien so formuliert, weil es zu viele Trainer gab und gibt, die falsch und nur auf kurzfristige Erfolge aus waren. Bei uns schrie ein Trainer der G-Jugend mehrfach mit 80 Dezibel: "WO BLEIBT DIE VIERERKETTE, IHR STÜMPER!!!!!!


    Es geht dem DFB darum, dieser Entwicklung entgegenzusteuern. Dafür hat er ein Trainingsprogramm entwickelt, das zu einem anderen Extrem neigt. Eigentlich ein ganz schlauer Schachzug ;)

    @ Andre


    Ich kenne diese Seite und auch alle englischsprachigen, für die man kein Geld bezahlen muss.


    Beim dfb finden man gleich einmal beim ersten KLICK eine Mustereineinheit, die den eigenen Richtlinie für die Jugend widerspricht. Schaust du da mal schön die Spielform an:


    http://www.training-wissen.dfb.de/index.php?id=519802&no_cache=1&sword_list[]=28.09.2010 hier als "Brasilinisches Turnier" gelobt.


    Da steht erst mal schön 50% des Teams 50% der Zeit einfach gepflegt herum und hat PAUSE, anstatt zum Beispiel leichter Coerver-Übungen zu machen, wie es die Holländer täten.


    Es fällt mir daher schwer, den DFB als die einzige und gültige "Religion" zu betrachten. SORRY! Und wenn du die einzelnen Trainingseinheit durchklicks, da gibt es eben nicht gerade viel Variation beim Abschlussspiel.

    Mit allergrößter Leidenschaft spielen unsere G-Junioren "Chinesische Mauer" und "Wir können alle Sportarten":


    Der Aufbau der "Mauer" ist denkbar einfach und am besonders hallengeeigent:


    Alle Kinder stehen mit ihrem Ball auf der linken Seite der Halle und warten auf das Zeichen des Trainers. Dieser steht in der Mitte und ist die "Mauer", er verschiebt sich auf der Mittellinie. Nun versuchen alle, ohne Ballverlust an ihm mit dem Ball am Fuß laufend vorbei zu kommen. Wer hängen bleibt, der unterstützt den Trainer beim nächsten Durchgang bei der "Mauerverteidigung", wenn es nun gilt, von rechts nach links die Halle zu durchqueren. Am Ende müssen ein bis zwei tapfere Recken oft schon laut lachend eine Mauer von 6-12 Menschen durchbrechen. Der Sieger wird der neue erste Mauerverteidiger.


    Da lernt man, auf die "Verteidiger" langsam zuzulaufen, um dann eine geeignete Lücke schnell zu durchdribbeln. Die Verteider lernen es, geduldig zu warten und dann im geeigneten Monent den Ball durch einen gezielten Tritt nicht an sich vorbei zu lassen. Ältere Kinder können das später auch nur mit dem schwachen Fuß versuchen.



    Ebenso witzig finden die Kinder, wenn wir andere Sportarten nachahmen. Dazu stehen wir im großen Kreis, ohne dass der eine dem anderen ins Gesicht schlagen kann. Nun fragt der Trainer rundum die Kinder nach einer Sportart und die wird dann von allen nachgemacht: Da wird auf dem Rasen Inliner gefahren, geboxt, Abfahrtsski, Brustgeschwommen ..... ja sogar manchmal ein Dartpfeil geworfen. Mein persönlicher Favourit ist dabei, die Fünfjährigen mal Kugelstoßen zu sehen, da spucken die Eltern manchmal den Kaffee aus. ^^
    Übrigens sage ich dann immer am Ende "Fußball" und wir machen den Fußball-Grundschritt: rechts, links, rechts ...kick!



    Das ist Top Koordinationstraining für die allerjüngsten Kicker mit Fun-Garantie, vergleichbar damit, wie bestimmte Tiere zu hüpfen oder zu laufen.

    Warum sollten die F-Jugendlichen im älteren Jahrgang denn nicht mit drei Kontakten spielen können? Also das kann bei uns auch das schwächste Kind ... und das ist kein Sonntagabendscherz.


    Oder liegt es bei unseren 2002ern daran, dass sie seit drei Jahren zusammen trainieren und spielen? Sind die so viel besser dadurch?


    Wir hier in der Region haben eine eigene Bambini-Liga mit eigenen Regeln. Dazu gehört zum Beispiel, dass Spiele mit mehr als 5 Toren Unterschied nicht weiter gewertet werden als eben das (Rest wird weggekürzt), die schwächere Mannschaft darf dann mehr Spieler aufwerfen, die stärkere hat sich entsprechend fair zu verhalten (z.B.: Top-Stürmer in die Verteidigung oder ganz raus) usw. Ansonsten wird man von der Bambini-Liga ausgeschlossen. Eine Tabelle gibt es nicht, aber sehr regelmäßige Spiele im Frühling, Herbst und in der Halle. Es gibt aber ein großes Finalturnier im Frühling und eines im Herbst, nach jedem Spiel ein 7-Meter-Schießen für alle Spieler usw.


    Die Trainer der entsprechenden Teams bzw. Jahrgängen aus den unterschiedlichen Orten sind untereinander befreundet ........ man spielt halt sehr, sehr oft, was ja das beste Training ist.


    Übrigens: Nur, weil in meinem Profil steht, dass ich gerade F-Jugend-Trainer bin, meinen alle, dass die Spielformen ausschließlich für die F-Jugend sein. Warum dass denn? Es ist eine allgemeine Sammlung, für die ich um Ergänzungsvorschläge bitte.


    Natürlich hoffe ich, dass ein neuer für meine F-Jugend (ÄLTERER JAHRGANG!) dabei ist, der nicht zu schwierig ist, aber allen viel Spaß macht ....


    bisher leider noch ohne viel Erfolg.



    Ach ja und eines noch, um zu beweisen, dass ich kein FAKE bin:


    Diese Liste habe ich persönlich erstellt, weil sie in den gesamten DFB-Lizenz-Unterlagen SAMT Lehrer-DVDs fehlt. Der DFB gibt dir gute Sachen mit, aber zu den Spielformen findet man dort nur vereinzelt etwas, wie beispielsweise 10 Möglichkeiten für ein 4 gegen 4 bei Musterstunden für die C-Jugend.

    Zunächst einmal vielen Dank für deine Antwort! Ich habe die C-Lizenz und bin mit 42 Jahren nicht ganz neu.


    Die obige Liste ist nicht nur für den F-Jugendbereich gedacht, auch wenn "F-Jugend" in meinem Profil steht, sie ist allgemein.


    90% der Übungen habe ich dennoch bereits mit meinen 2002ern ausprobiert und sie funktionieren auch mit der F-Jugend (älterer Jahrgang) mit kleineren Einschränkungen. Nicht praktikabel sind die Dinge mit SEKTOREN oder unterschiedlichen Regeln für zwei Teams.


    Die erfolgreichste Sache von allen war als jüngerer Jahrgang F-Jugend das "LAUFEN MIT BALL VERBOTEN!" Das hat sofort das einsame Laufen auf das gegenerische Tor aus der G-Jugend abgestellt und zu vielen Passversuchen geführt. Natürlich haben wir das immer nur 5 Minuten lang gemacht (genauso wie wie 5 Minuten nur mit dem schwachen Fuß), dann wieder normales Spiel mit der Bitte "Spielt trotzdem so wie gerade!"


    Sie lieben die Tschenrolle und fragen immer sofort danach.


    Die kleinen Spieler werden von anderen Spielereltern und Trainern immer wieder gelobt, wie gut sie denn schon versuchten, zusammen Fußball zu spielen. Hier irrt der DFB leider auch mal, wenn auch nur leicht. ^^

    Nach meinen Erfahrungen ist es fast egal, ob man 3:3 2:2:2 oder 2:1:3 spielen lässt.


    Gerade in der F-Jugend gibt es wichtigere Dinge zu vermitteln, hier wären einfach taktische Dinge zu nennen wir der Merkspruch:


    "Geschwindigkeit ist der beste Freund des Angriffs, Langsamkeit der beste Freund der Verteidigung!"



    Die Kinder spielen eh noch auf jeder Position im Wechsel und müssen zumindest lernen, dass:- wenn sie den Ball haben, kollektiv die Post nach vorne abgeht (samt Passpiel und Überraschungsmomenten)
    - wenn der Gegner den Ball hat, alle daran mitarbeiten, dass der Gegner so langsam wie möglich und so wenig weit wie möglich in ihre Hälfte kommt. Folglich das gemeinschaftliches Ausbremsen des Gegners.


    Ich denke, wer dazu die passenden Übungen im Training macht, der wird auch im Spiel der F- und E-Jugend erfolgreicher sein.





    Woche für Woche verlangen die Spieler am Ende des Trainings nach einem Abschlussspiel und aus Trainer- und DFB-Sicht ist das ja auch unbedingt zu empfehlen. Aber ......... es ist auch nach all den Jahren etwas langweilig. Daher habe ich mir die Mühe gemacht, Variationen dafür zusammenzusuchen.


    Wer kennt dazu noch Ergänzungen? Im Voraus vielen Dank!


    Variationen für das Abschlussspiel im Training

    Besondere Schussregeln:
    - Laufen mit Ball ganz verboten, wer den Ball hat, muss auf der Stelle dribbeln und passen
    - nur ein, zwei oder drei Ballkontakte sind erlaubt
    - nur Pässe und Schüsse mit dem schwächeren Fuß sind erlaubt, Dribbeln mit beiden
    - nur Pässe nach vorne sind erlaubt
    - nur Pässe sind erlaubt, wenn der Name des Empfängers vorher laut gerufen wurde
    - nur Schüsse mit dem Außenrist (oder Innenseite) sind gestattet usw.



    Besondere Spielregeln:
    - es gilt als Foul, wenn bei Einwürfen, Ecken, Abstößen oder Freistößen zu viel Zeit vergeudet wird, dann bekommt der Gegner den Ball
    - man spielt mit der Regel, dass bei mehr als zwei (drei) Toren Vorsprung das Ergebnis gedreht wird (so muss ein Team auch mal den Ball halten können)
    - man spielt, dass pro geschossenem Tor die Mannschaft selbst das Tor vergrößert bekommt (bzw. ein Hütchentor dazu bekommt)
    - man zählt Kopfballtore oder die Tore, die toll vorbereitet wurden, doppelt
    - man zählt die Tore doppelt, die aus dem vorher geübten Techniktraining resultieren
    - nur Distanztore zählen, nur Kopfballtore zählen etc.
    - der Trainer hat mehrere Bälle in der Mitte, die er immer wieder ins Spiel bringt, wenn ein Ball im Aus ist
    - erzielt ein Team ein Tor, gibt es einen sofortigen Seitenwechsel
    - drei Ecken = ein Elfmeter
    - ein Tor zählt nur dann, wenn dabei alle eigenen Spieler über der Mittellinie sind
    - man spielt mit anderen Bällen: American Football klein, American Football groß, Medizinball, leichter Plastikball etc.
    - man spielt mit bestimmten Sektoren, die von den Spielern nicht verlassen werden dürfen bzw. mit Positions-Markierungen, die nach jedem Pfiff wieder zu besetzen sind
    - in bestimmten Sektoren des Feldes gibt es unterschiedliche Regeln (z.B.: vorne nur Direktspiel etc.)
    - für die Mannschaften gibt es für eine bestimmte Zeit unterschiedliche Regeln, dann wird getauscht

    Variationen bei den Spielern:
    - man spielt mit ein bis zwei neutralen Spielern, die jeweils von der Mannschaft in Ballbesitz angespielt werden können (oder diese beiden spielen nur an der Außenlinie als Läufer)
    - man spielt mit drei Teams im Prinzip der „Tschenenrolle“ (ein Team greif an, eines verteidigt, dann greifen die Verteidiger die andere Seite an, wo das dritte Team warten usw.)
    - man spielt mit Spielern, die warten und andere ersetzen, sobald ein Tor gefallen ist, zum Beispiel muss immer der Torschütze aussetzen (oder jeder 2 Minuten)
    - erzielt ein Spieler ein Tor, wird er zum Torhüter seiner Mannschaft
    - man spielt eine bestimmte Zeit mit Über- gegen Unterzahl, dann wechselt man, um zu sehen, wer sich insgesamt dabei am besten schlägt
    - nur ein vorher bestimmter Spieler darf für ein Team Tore erzielen (öfter wechseln)
    - um zu gewinnen, muss jeder einzelne Spieler eines Teams ein Tor erzielt haben


    Variationen bei den Toren:
    - man spielt auf mehrere Hütchentore (ohne Torhüter)
    - man spielt auf Linientore, ein Tor gilt nur dann, wenn der Ball in der Torzone von einem Mitspieler gestoppt und kontrolliert wird („Touch-Down“)
    - man spielt auf Linientore, die durchdribbelt werden müssen oder der Ball darf nur eingeschoben werden
    - man spielt nur auf ein Tor
    - man spielt auf vier Tore, je zwei in den jeweiligen Ecken des Spielfeldes
    - man spielt auf zwei Tore, die 180 Grad umgedreht wurde, also muss man um das Tor herum laufen
    - man spielt auf „offene“ Tore von beiden Seiten oder gar auf „bewegliche Tore“ (zwei Spieler tragen eine Latte)