TW-Trainer:
Du hast nicht genau verstanden, was ich meinte bezüglich "nicht auffallen der Spieler".
1) In den Jugenden U7-mind. U11 spielt die körperliche Komponente ( also die Größe) wirklich kaum eine Rolle, da sind die Größenunterschiede maginal. Da sichtet kaum ein NLZ nach Größe. KLar Beweglichkeit, koordinative Fähigkeiten und Schnelligkeit spielen eine Rolle.
In der pubertären Phase, werden sicherlich oft pro NLZ 2-3 große und schnelle SPieler geholt, weil sie eben auffällig sind. Natürlich setzt sich nicht jeder von denen dauerhaft durch; mag sogar sein, dass die "Profi-Quote" bei diesem Typus unterdurchschnittlich ist. Aber wir reden hier von einem Zeitraum U13-U15, also "nur" drei Jahren.
2) Mit auffällig sein, meinte ich folgendes:
Damit ich einen Spieler weiter beobachte oder in ein SIchtungstraining einlade muss er irgendwie auffallen. D.h. er hat irgendeine überragende Fähigkeit (z.B. Torschuß oder 1gg1, etc.) und wirkt schnell (genau sagen kann man das erst sagen, wenn man die Schnelligkeit im Training getestet hat, da habe ich mich schon öfter geirrt - große SPieler wirken langsam, kleine schnell . das muss aber oft dann gar nicht so sein.)
Aber eine besondere Stärke (und sei es "nur" die Schnelligkeit) muss er schon haben, alles ganz gut können (davon gibt es viele) ist nicht so gefragt, wie gewisse Mängel, dafür aber auch herausragende Stärken. Vor allem in jugnen Jahren.
Und warum soll man eine Spätgeborenen einladen, wenn er nach obigen Kriterien nicht auffällt? Nur weil er Dezemberkind ist?
Wenn einer auffällt, und man dann feststellt, der ist Dezemberkind, dann, aber erst dann bekommt er auch mehr Wertschätzung als ein Januarkind.
Um das zu verdeutlichen ein Beispiel:
Vor einigen Jahren ist bei einem einem gut besetzten U9-Hallenturnierurnier ist ein Spieler bei einem ziemlich kleinen Verein aufgefallen, obwohl seine Mannschaft fast jedes Spiel verlor. Der war NICHT groß, eher zierlich, aber schnell und fussballerisch sehr auffällig. Auch bei weiteren Beobachtungen fiel der Spieler auf, so dass ich den Trainer ansprach, weil ich ihn ins Probetraining einladen wollte. Und zu meiner großen Überraschung war der SPieler gar einen Jahrgang jünger.
Er fiel also auf, obwohl er - gemessen an den Mitspielern und Gegnern - sogar jünger war als alle Spätgeborenen.
Und das ist kein Einzelfall, gerade bei den ganz kleinen Vereinen spielen die guten zumeist in älteren Jahrgängen. Und denen steht ja auch nicht das Alter auf der Stirn, aber die richtig guten fallen auf.
Von den aktuellen N11-SPielern unter 27 zumindest ist jeder - auch die Dezemberkinder, wie z.B. Hummels (mit 6) frühzeitig aufgefallen.
Man mag darüber diskutieren, dass es noch mehr wären, bei denen es aber aufgrund fehlender Förderung nicht bis oben gereicht hat, ABER das würde ja gegen deine Studien sprechen, dass sich das
alles ausgleicht, und im Profibereich jeder Geburtsmonat gelichermaßen vertreten ist.
Wenn dann einer, zwar Dezemberkind, aber gegen seinen eigenen Jahrgang
spielend nicht auffällt, warum sollte man ihn dann besonders fördern?
Var allem warum gerade ihn? Davon gibt es hunderte in jedem Kreis, wen soll man da auswählen?
P.S.: Das wäre ein anderes Thema, denn ich finde folgenden Gedanken nicht zu vernachlässigen:
Es gibt viele ähnlich gute Fussballer, bezüglich Technik,Physis und Kognition. Vile Spieler erreichen in deisen Bereichen Profiniveau erreichen aber nicht annähern den Profifussball.
Denn unterscheiden tun sie sich vor allem im Selbstvertrauen in der mentalen Stärke, die dafür sorgt das Leistungspotential auch stetig abrufen zu können.
Und da stelle ich mir die Frage: Spieler, die immer schon gut waren - meinestwegen auch überwiegend Frühgeborene - sammeln die nicht in all den Jahren, als Leistungsträger so viel Selbstvertrauen, dass sie eben bezüglich des mentalen Faktor zumeist viel bessere Voraussetzungen mitbringen als Spätgeborene, die eben nie "der beste" in einer guten Mannschft waren?
Aber das würde gegen deine Studien sprechen.