Beiträge von Sir Alex

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    Darf er nach erfolgter Anmeldung im neuen Verein direkt Turniere und Freundschaftsspiele spielen?


    Gibt es eine Stelle wo man Einspruch erheben kann?

    Ohne jetzt nachzugucken:
    Ja er darf im neuen Verein Turniere und Freundschaftsspiele quasi ab sofort spielen. Die Sperre gilt nur für den Pflichtspielbetrieb.


    Da er diese Saison schon im Einsatz war, gilt eine 3 monatige Verbandssperre (bzw. bis zur nächsten Wechselfrist; kommt gerade auf das gleiche raus). Ab dem älteren D-Jugendalter kann der abgebene Verein dazu die Freigabe verweigern, was zu weiteren drei Monaten Sperre führt. Meist wollen sie eine Ablöse vom neuen Verein.


    Einspruch erheben kann man nicht, aber der neue Verein kann sich mit dem abgebenen in Verbindung setzten. Da lassen sich oft viele Sachen klären. Einfach einen neuen Verein suchen und dann mit den dortigen Leuten sprechen.

    Das entscheidene an jeder Finte sind die Täuschung und der Tempowechsel/die Tempoverschärfung.


    Um den Gegner wirklich zu täuschen muss man dabei selbst mit dem ganzen Körper täuschen (also auch dem Oberkörper und den Armen), nur so bringt man den Gegenspieler "auf den falschen Fuß".
    Nur die Beine richtig zu bewegen, bewirkt beim Gegenspieler gar nichts.


    Deshlab bin ich der Auffassung, dass diese ganzen Finten (Revelinho, Zidane, etc.) eine völlig untergeordnete Stellung besitzten.
    Wichtig sind die Körperfinte und die Schuß-/Passfinte.
    Ich behaupte, Basis jeder anderen Finte ist eine der beiden. Deshlab muss man diese wirklich richtig können, bevor man andere Finten ins Auge fassen kann. Es ist verschenkte Trainingszeit, Finten zu üben, wenn das grundsätzliche jeder Täuschung/Finte nicht beherrscht wird.
    Kann man diese beiden wirklich gut und richtig, reicht das erstens aus, umd jeden Gegenspieler ausspielen zu können (siehe Messi oder Iniesta, die nahezu ausschließlich mit diesen beiden arbeiten) und zweitens ist es in der D-Jugend dann auch leicht die anderen Finten in kurzer Zeit anzutrainieren, so denn die allgemeinen koordinativen Fähigkeiten vernünftig ausgeprägt sind.


    Ich kann es wirklich nicht verstehen, wie man in F- oder E-Jugend Wochen und Monate damit beschäftigt ist, den Übersteiger o.ä. zu erlernen, dabei aber einen Bewegungsablauf trainiert, der das wichtigste, die Täuschung des Gegners gar nicht beinhaltet. Im "Optimalfall" verliert der Angreifer sogar Tempo kommt dabei sogar zum Stehen.
    Dann gibt es Lob oder sogar Beifall, dabei war diese "Finte" völlig ineffektiv, reiner Selbstzweck!
    Man sollte nie vergessen, fintiert wird, um den Gegner zu täuschen/auszuspielen, nicht für die B-Note.


    Und, wenn man ohne Finte den Gegner umkurven kann, oder eh 3-4 Meter vom Gegner entfernt ist, dann ist die Finte mehr als überflüssig, denn sie verlangsamt die Aktion.




    C.Ronaldo als Gegenthese zu Messi benutzt ein großes Repertoir an Finten, aber das entscheidene bei ihm ist auch, das er den Gegner täuscht und das hohe Tempo mit dem er den Bewegungsvorsprung dann effektiv ausnutzt.


    Nochmal mein Fazit:
    Die Körperfinte und die Schuß-/Passfinte RICHTIG können, ist weit mehr wert, als irgendwelche anderen Finten halbherzig.

    Also, ja ich würde dem Vater deutlich vermitteln, dass er sich zurückhalten soll.


    1) Grundsätzlich erwarte ich von den Eltern, dass sie es respektieren, dass ich der Trainer bin. Während eines Spiels /Turniers dürfen meine Eltern die Kinder anfeuern (sehr gerne sogar, vor allem, wenn es nicht so toll läuft) taktische Anweisungen oder Kritik sind nicht erwünscht.
    Das kommuniiziere ich ganz klar. (Manchmal muss ich allerdings bei einem Turnier ein Elternteil nochmal kurz daran erinnern.)



    2) Ich handhabe es bei Spielen und Turnieren so, dass die Eltern die Kinder für die Dauer des Events in meine Obhut geben. (Das ist ja bei Kindern, deren Eltern nicht bei dem Turnier vor Ort sind, auch notwendig.)
    D.h. auch in den Pausen beaufsichtige ich (bzw. das Trainer-/Betreuerteam) die Kinder. Dazu gehört auch die Verpflegung, etc.
    Wir sind eine Mannschaft und treten während des Turniers auch als solche auf.


    Diese Regeln gebe ich vor (bei dem Elternabend vor der Saison).


    Meist verbringen wir die Pausen als Mannschaft geschlossen irgendwo, also eher nicht auf dem Schoß von Mami. So können Mami oder Papi ihren Sohn auch schwer "rundmachen", zumindest nicht abseits des Geschehens. (Vor versammelter Mannschaft und vor allem in Anwesenheit des Trainerteams sind die Eltern da deutlich zurückhaltender, kennen ja die Regeln).
    Als Argument ziehe ich auch heran, dass es unfair ist, wenn manche Kinder auf Mamis Schoß sitzen, während andere keine Eltern vor Ort haben.
    Das heißt nicht, dass es eine Kontaktsperre zwischen Eltern und Kind gibt - wir sitzen als Mannschafft auch häufig bei den Eltern, aber eben die Spieler nebeneinander.



    3) Das ein Vater mit seinem Kind das Turnier vor dem Ende verlässt, habe ich als Trainer noch nicht erlebt. Das ist für mich auch indiskutabel (ausgenommen, Verletzung oder vorher abgesprochene Verpflichtungen).
    Das kann man nicht tolerieren!!! (man muss diesen Gedanken nur mal zuende denken: Fussball ist ein Mannschaftssport, man hat Verplichtungen dieser Mannschaft gegenüber, sonst funktionier das nicht - wenn plötzlich mal mehrere Eltern gleichzeitig eher "gehen" wollen, ist die Mannschaft am Turnierende dannn nicht mehr spielfähig?!?!)



    Eine Frage: Ist er sogar verschwunden, ohne sich bei dir abzumelden? Das wäre ja noch die Kröhnung, ich habe Aufsicht über die Kinder - und plötzlich ist eines weg!


    Da du ja scheinbar im Vorfeld keine Richtlinien vorgegeben hast, würde
    ich dies erstens in der neuen Saison mal tun und zweitens diesem Vater
    eine klare Ansage machen. - das man nicht vor Turnierende geht, soltte auch ohne ausformulierte Regeln selbstverständlich sein.

    Also,


    1) Mir ist es auch unbekannt, dass man als Elternteil seinen Sohn zum Stützpunkt bzw. einer Stützpunktsichtung anmelden kann.
    Bei uns geht das nichtmal über den Verein, sondern die Stützpunkttrainer laden die Spieler ein. Unabhängig vom subjektiven Blick bezüglich des Talentseins kommt hier erschwerend hinzu, dass manch ein Stützpunkttrainer nicht ganz so akriebisch sichtet - vorsichtig formuliert.
    Aber, das Eltern ihr Kind zur SIchtung anmelden können, das klingt merkwürdig.



    2) Jeder Verein ist genau einem Stützpunkt zugeordnet, das muss nicht immer der naheliegenste sein, wenn der Verein sich zwischen zwei Stützpunkten befindet.
    (Für den unwahrscheinlichen Fall, das die Vereine eurer JSG nun verschiednen Stützpunkten zugeordnet sind, so denke ich trotzdem, dass dein Sohn klar einem Stützpunkt zugeordnet ist. Entweder über seinen Heimatverein, oder die ganze JSG gehört zu einem Stützpunkt.)
    In meiner Region kommt es regelmäßig vor, dass Spieler den Stützpunkt wechseln müssen, da sie den Verein wechseln und dieser zu einem anderen Stützpunkt gehört.



    3) Da du die Anmeldung ja schon persönlich vorgenommen hast, warum fragst du nicht an genau der Stelle nach? Oder bei dem Stützpunkttrainer?
    Auf der Einladung stehen doch bestimmt die mailadresse und/oder die Telefonnummern der Trainer und des Koodinators.

    Zodiak
    Einzelen Clubs (z.B. Werder Bremen) gehen sogar noch einen Schritt weiter und schaffen die U 18 ab, weil sie sich nur noch auf Talente konzentrieren möchten, die das Potenzial besitzen, um direkt den Schritt von der U 17 in die U 19 machen können.

    Einzelne Clubs?
    Seit vielen Jahren hat kaum ein Bundeliganachwuchs eine U18. - Ich hatte das vor einigen Jahren mal nachgeschaut und es war nur Energie Cottbus aus der BL - dazu Werder und der HSV.
    Aber bei Werder und dem HSV hat diese aber nichts mit dem NLZ zu tun. Werder und der HSV haben auch Breitensportmannschaften, anders als alle anderen Bundesligaklubs eine F4, eine D5 und eben auch eine A2=U18 ).
    Wer nicht den direkten Sprung von U17 zur U19 bewältigt, hat es auch vor 10 Jahren nie in die U19, geschweige denn U23 gebracht.


    Leverkusen z.B. hat sogar keine U16.



    Ich bin aber bei dir, dass man festhalten kann, dass die Talente mitlerweile deutlich früher in den Männerfussball gelangen. Lange Jahre über die U23, um dann doch noch in die Profimannschaft zu gelangen, werden immer seltener.
    Teilweise geht es ja mittlerweile von der U17 (bzw. U19 spielend aber U17-Jahrgang) direkt in die Profis z.B. Sahin, Götze, Draxler oder zuletzt Meyer und Gorezka, nächste Saison wahrscheinlich Werner und Brandt.
    Es wird ja schon darüber diskutiert, dass man auch U17-Spielern diese Möglichkeit gibt - bisher dürfen Spieler nur eine Alterklasse jöher spielen, also keine Spieler im B-Jugendalter in der Männer.


    Ein guter älterer A-Jugendspieler spielt nirgend regelmäßig U19, die spielen U23 oder sogar bei den Profis.

    Uwe:


    Willst du jetzt eine soziologische Diskussion entfachen?



    Denn eigentlich kann man körperliche Gewalt im oder am Spielfeldrand bzw. deren "Verursacher" soziologisch schon klassifizieren:


    Zu Agressionen neigen in fast allen Fällen, Menschen, die mit ihrem eigenen Ich, ihrer Identität, nicht zufrieden sind.
    Und wer wenig Geld und/oder sozialen Stellenwert hat, sich nicht integriert führt, der ist i.d.Regel mit sich selbst unzufrieden.
    (Natürlich gibt es auch andere Gründe (die auch gleichzeitig auftreten können), warum man mit seinem Ich unzufrieden ist, die häufigste ist aber wohl der soziale Status.


    Und daraus ergibt sich - völlig wertfrei - welche Menschen körperliche Eskalationen beim Fussball ausüben.




    P.S.: Weil hier einige subtil türkische oder arabische Mitbürger ansprechen.
    Habt ihr schon mal erlebt, dass solch eine Eskalation von einem akademisch gebildeteten (und auch in deisem Beruf arbeitend) Türken ausgeübt wurde.
    Nur die Bildung (und damit auch die Berufsaussicht) bei Türken ist deutlich unter dem Duchschnitt; so machen z.B. nur 10-15% der Türken in Deutschland Abitur.


    Aber auch bildungsferne Schichten der deutschen Bevölkerung sind Auslöser von Gewalt.


    Schimanski:
    Ich gehe noch weiter.
    Das ballorientierte Verteidigen beinhaltet doch auch, dass man einem Mann eng deckt oder attakiert. Situativ halt den, der in der Nähe ist. Deshalb ist der Begriff ballorientiertes Verteidigen auch viel treffender als Raumdeckung.


    Es wird ja wohl keiner auf die Idee kommen, den gegnerischen Stürmer, der genau zwischen den beiden IV steht (also ca. 5 Meter entfehrnt von beiden) so frei da stehen zu lassen, wenn die Möglichkeit besteht das er angespielt werden kann. Dann MUSS einer der beiden IV an den Gegennspieler heranschieben.

    Andre, dass dies nicht das allerhöchste Niveau ist, ergibt sich schon aus der Tatsache, dass es sich um eine U14 handelt, inklusive U13 Spielern.


    Selbst gute Vereine (nicht sehr gute) haben hier vor allem im ersten Jahr C-jugend doch erhebliche Probleme, und das SPiel sieht völlig zerfahren aus. Das ändert sich dann im Laufe der RR, spätestens zur U15.
    Da kann man das von einem ,sicherlich nicht in der höchsten Liga spielendem U14-Team sicherlich nicht erwarten.




    @ godofsheep:


    ergänzend zu meinem ersten Post, würde ich noch anfügen, dass ihr lernen müsst, Pässe über längere Distanzen zu spielen - also richtigs Passpiel. Ich sehe - abgesehen von eurer Nr.6 - nur SPieler, die entweder einen sehr kurzen "Pass" hinschaufeln (auch die müssen schäfer gespielt werden) oder den Ball nach vorne hauen.
    Das ist aber typisch nach dem Wechsel vom Kleinfeld auf das große Spielfeld, da kaum ein Trainer bereits auf dem Kleinfeld diesen Fokus legt.

    zu Punkt 8:
    Das kann ich so nicht stehen lassen. Zum Beispiel der BVB spielt häufig ähnlich. Und das nicht nur in den Schlußminuten.
    Klar Lewandowski ist bei solchen Bällen überragend, aber auch ohne ihn kann das Ziel ja sein, mit 3-5 Spielern, die sich hinter der Sturmspitze positionieren, den "zweiten Ball" zu attakieren.


    Ob das jetzt die geeignte Spielweise für eine U14 ist - darüber kann man diskutieren - diese Spielweise beinhaltet aber mehr, als das von dir beschriebene "holy-mary" der Schlußminute.


    Allgemein bin ich aber eh ein Freund des Spiels durch die Mitte - wenngleich nicht mit unkonrollierten hohen Bällen.
    Das Spiel über außen ist für mich nur die zweite Option, dann wenn der Gegner die Mitte gut verteidigt.
    Man sollte aber nie vergessen, dass das Tor in der Mitte steht. Und der direkte Weg - so möglich - ist immer der beste.


    zu 9 Grundsätzlich finde ich - logischerweise - die kurze Spieleröffnung auch besser.
    Allerdings fand ich, dass Team gelb das als einzige Option hatte, was ich wiederum suboptimal finde.
    In einer Szene wird nämlich der linke AV kurz angespielt, obwohl der Gegner - ausnahmsweise - mal weit aufgerückt war, und so schnell Druck auf den Ball ausüben konnte.
    Da kann - und sollte - der TW den Ball gleich lang spielen. Denn er ist im Gegensatz zum AV unbedrängt und der Gegner ist so weit aufgerückt, dass wanders ja "Lücken" entstanden sein müssen (sieht man im Bildausschnitt nicht wo).


    Ich vermute, der Torwart kommt mit dem Bodenabschlag nicht weiter als max. 25 m, deshalb stellt sich hier gar nicht die Frage nach der Philosophie. (Das muss der Torhüter lernen, den Ball weit abschlagen zu können - dann schiebt der Gegner auch nicht mehr so extrem vor und der kurze Spielaufbau wird einfacher.)



    Und reine Manndeckung habe ich ja überhaupt nicht erkannt. Ich fand sogar, dass die gelben gerade im Mittelfeld recht ordentlich zum Ball verschoben haben.

    So, habe mir die 16min mal angeschaut.


    Zunächst mal fällt auf, dass deine Mannschaft individuell deutlich besser ist, als der Gegner, ihr deshalb vermutlich auch zurecht gewonnen habt. Allein die Nr.6 und 7, so einen hat der Gegner nicht.


    Jetzt zu den Dingen, die ich schwerpunktmäßig als nächstes verbessern würde:


    1) Individualtaktisch sehe ich enormes Verbesserungspotential. Offensiv, aber vor allem defensiv. Deine Sieler rennen, laufen und kämpfen um jeden Ball, kommen auch oft mit der Fußspitze vor dem Gegner an den Ball (defensiv), aber alles in allem ist der Fussball körperlos. Das Ziel im defensiven 1gg1 sollte es nicht sein den Ball "wegzuspitzeln" (den dann kann er im Aus oder wieder beim Gegner landen, also auch kein Ballgewinn), sondern den Ball zu erobern. Und zwar, indem man den Körper zwischen den Ball und den Gegner bringt.
    Dazu daft (und muss!) der Oberkörper aktiv gegen den Gegner eingesetzt werden.


    Dies gilt auch bei eigenen Ballbesitz. Auch da gilt, der Gegner hat es sehr schwer an den Ball zu kommen, wenn der eigene Korper zwischen Ball und Gegner ist. Dann muss man den Ball auch nicht "wegspielen". (Wegspielen im Gegensatz zu einem gezielten Anspiel, bei dem ich einen bestimmten Mitspieler bewußt anspielen will - egal ob kurz oder lang, und ob das Anspiel ankommt oder nicht.)


    Dadurch würden deine Spieler auch ein wenig mehr Ruhe am Ball bekommen. Das wird vor allem entscheidend, wenn die Gegner in Zukunft mehr Druck auf den Ballführenden ausübern werden.


    Außerdem ist Individualtaktik die Grundlage der Mannschaftstaktik.



    2) Technisch-taktische Bereich:
    Hier wäre mein Hauptaugenmerk der "erste Kontakt", also die Ballan- und mitnahme. Hier haben auch deine besten noch großes Steigerungspotential. Ziel ist es, den Ball so zu verarbeiten (mit dem ersten Kontakt), dass man danach alle Optionen hat und keinen zweiten Kontakt "verschwenden" muss, um den Ball zu sichern oder unter Kontrolle zu bringen.
    Wichtig ist hierbei auch, dass der Spieler bereits vor der Ballannahme, seinen Körper in eine offene Spielstellung gebracht hat.


    Bezüglich Ballan- und mitnahme muss man viel coachen, weil der SPieler auch oftmals in Ballbesitz bleibt, wenn er den Ball schlecht verarbeitet. Gerade deine guten Spieler.
    Aber mit steigendem Zeit- und Gegnerdruck wird das weniger erfolgreich, mal abgesehen davon, das eine weniger optimaler Ballannahme, das Spiel verlangsamt und die Handlungsoptionen einschränkt.


    3) Zur Mannschaftstaktik kann ich nicht viel sagen, dazu fehlt die Totale und 10 min sind auch zu wenig. Davon abgesehen, ist auch die Individualtaktik erstmal wichtiger.

    @Kinder: Das ist der eigentlich Gau, aber wie soll man verhindern, das solche Eltern und Verwandte dann nicht mehr zu einem Spiel oder Training erscheinen.
    Wer übernimmt für diese Kinder dann dauerhaft die Verantwortung bei einem Turnier oder Spiel.

    Will mich sonst erstaml gar nicht zu dem besagten Vorfal äußern, die von gg gestellten Fragen sind allerdings interessant.


    Aber die Verantwortung für die Kinder Bei Training/Spiel/Turnier kann dann doch sehr wohl der Trainer/Betreuer übernehmen. Das ist ja nun wahrlich kein Problem und gang und gäbe.


    Ich in meinen Mannschaften übernehme mit meinem Team sogar gewollt die Aufsicht der Kinder auch bei einem Turnier, wenn deren Eltern dabei sind. D.h. auch zwischen den Spielen stehen sie unter unserer Aufsicht und wir kümmern uns ausschließlich um sie, z.B. bezüglich Essen, Trinken oder wie sie die Pausenzeit verbringen.

    Andre, ein wenig off-topic, dennoch stelllt sich mir gerade folgende Frage. (Das Thema Duschen scheint ja eh durch zu sein).


    Ich finde deine Anmerkung, dass man nur Konsequenzen androhen sollte, die man dann im "Ernstfall" auch durchziehen kann, für absolut richtig. Man sollte also nicht fahrlässig "Drohungen" aussprechen.


    Du wurdest jetzt ein paar Mal darauf angesprochen, wie du in bestimmten Fällen handeln würdest, wenn sich ein Verhalten, das du als nicht diskutierbar ansiehst, nicht eingehalten wird.
    Du hast dich aber aus allen Fragen herausgewunden, indem du diese Problemstellungen in der Praxis "umschiffst".


    Mich würde aber wirklich mal interessieren, wie du in einem "Extremfall" agierst?


    Beispiel:
    Ein Vater ruft in jedem Spiel viel herein, auch taktische Anweisungen oder Schiedsrichterkritik. Auch viele Gespräche mit ihm - inklusive aller Argumente - bringen kaum Besserung. Was machst du?




    Eins noch zum Thema Duschen:


    Es gibt immer Mittel und Wege, auch mit den Spielern einen Konsens zu finden, die wirklich ein besonderes Schamgefühl haben.
    Ich hatte zum Beispiel einen Spieler, der wohl extrem früh in die Pubertät kam. Duschen war/ist bei uns von den kleinsten an Regel und kein Problem, also kam dieser Spieler auch nicht, mit der Bitte nicht Duschen zu müssen.
    Dabei hatte er ganz offensichtlich Scham beim Duschen, denn er war plötzlich nach jedem Training/Spiel stets der erste in der Dusche und war angezogen bevor der nächste in die Dusche kam.


    Guter Punkt - habe mir das so noch nicht überlegt ab welchem Punkt genau das Training anfängt und aufhört.

    Bei mir fängt das Training mit dem Umziehen an und endet wenn sie nach dem Duschen wieder umgezogen sind.


    Ich möchte deshalb auch nicht, dass meine Spieler schon umgezogen zum Training/Spiel erscheinen, am besten direkt aufs Feld.


    Beim/vor dem Umziehen können sie sich über alles austauschen - da werden gruppendynamische Prozesse gefördert. Dies finde ich wichtig, verlagere das aber VOR die Trainingseinheit bzw. auch danach beim Duschen und Anziehen.
    Die "wichtigsten" Erlebnisse des Tages müssen die Kinder dann auch nicht mehr in der Trainingseinheit auf dem Platz austauschen.

    TW-Trainer:


    In meinen Augen denkst du zu eindimensional, wenn du nur den Trainer für das Selbstvertrauen der Spieler verantwortlich machst. Wenn also der Trainer einen Spieler nur genug lobt, dann bekommt er viel Selbstvertrauen.
    So einfach ist es leider nicht.


    Klar, die Anerkennung des Trainers gehört auch dazu, schon alleine die Tatsache wann und wieviel Spielanteile man bekommt, aber es gehört in besonderem Maße auch die Anerkennung der Mitspieler, des Gegners, etc. dazu.


    Es bringt einem Spieler gar nichts (also nicht wirklich Selbstvertrauen), wenn er zwar vom Trainer überpoportional gelobt wird, auch immer in der Startelf spielt, aber seine Teamkameraden ihn deutlich schlechter sehen, ihn stets spät wählen, etc.
    Das kann sogar den nagativen Effekt bringen, dass die Mitspieler der Meinung sind, das der Spieler von Trainer bevorzugt wird, wodurch dessen Akzeptanz bei den Mitspielern noch weiter sinkt.
    Wer kennt das nicht, dass Mitspieler und/oder Eltern nicht nachvollziehen können, warum Spieler x solch einen Stellenwert beim Trainer hat und stets in der Anfangsformation steht. - ob der Trainer objektiv gesehen sogar Recht hat ist dabei völlig irrelevant.
    Die Akzeptanz/Wertschätzung der Mitspieler ist meiner Meinung nach noch viel entscheidener, als die des Trainers - und ganz sicher nicht zu vernachlässigen.

    Ist man wirklich mental stark, wenn man es immer einfach gehabt hat?

    Also erstmal habe ich das als Möglichkeit aufgezeichnet, nicht als absolute Wahrheit.


    Und außerdem, verdrehst du meine Aussage oder ich habe mich unklar ausgedrückt.



    Durch die Tatsache, dass man immer zu den besten im Team gehört, also Anerkennung von Trainer und viel wichtiger von Mitspielern und Gegnern bekommt, wird in meinen Augen das Selbstvertrauen erheblich gestärkt. Ganz klar.


    Und bezüglich mentaler Stärke: Wenn man immer der Spieler war - also eben kein Mitläufer - auf den es in engen Spielen ankam, der den Unterschied ausmachte, ausmachen musste hat man enorme Erfahrung im Umgang mit schwierigen, knappen Situationen. Man ist es gewohnt, dass man sich nicht verstecken kann. Und diese Spieler verstecken sich auch weniger - sie haben weniger Angst vor (spielentscheidenen) Fehlern. (Überspitz gesagt: Sie waren ja auch ohne eigenen Fehler "schuld", wenn die Mannschaft nicht gewonnen hat, weil die spielentscheidene Aktion vermisst wurde. - Von einem "Mitläufer - wird so etwaseh nicht erwartet, der kann sich auch problemlos "verstecken" ohne das es irgendjemand bemerkt. Und dabei meine ich auch Mitspieler, Elternschaft, Fans, etc., der Trainer ist hier nur ein kleines Rädchen.





    Zu deinem Sohn:
    Dazu kann und will ich mir kein Urteil erlauben, da ich mich nur aus deinen Schilderungen - logischerweise subjektiv - dazu nicht in der Lage sehe.


    Bezüglich der mentaler Stärke kann ich aber schon sagen bzw. frage ich sich: Hat sein Selbstvertrauen surch 2 Jahre dauerhaften Bankplatz nicht gelitten? Hat er das Selbstvertrauen das die besten der Mannschaft haben?



    Mein Rat wäre. Dein Sohn sollte sofort wechseln (ein Jahr Bank kann ma ja eventuell mal durchstehen, aber ein zweites hätte ich nie mitgemacht). Am besten sogar zwei Schritte abwärts, dahin wo er der Hero ist. In einem Jahr, wenn er wieder Selbstvertrauen gesammelt hat, kann er ja wieder eine Stufe höher wechseln.
    Ich meine damit nicht zwingend Spielklassen eher "Art des Vereins".
    (Beispiel: Er war bei Schalke, sollte nun nicht zu Duisburg oder Bochum wechseln, sondern zu Essen o.ö., um dann evebtuell nächstes Jahr zu Bochum etc. zu wechseln. Für Schalke oder BVB reicht das Talent nicht (auch wenn du das anders sehen magst), aber jetzt mit wenig Selbstvertrauen direkt zu Bochum zu gehen, birgt die Gefahr dort auch ganz schnell nur einer unter vielen zu sein oder gar auf der Bank zu landen. Und das wäre für das Selbstvertrauen ganz schlecht.)
    Ist aber nur meine bescheidene Meinung.

    TW-Trainer:


    Du hast nicht genau verstanden, was ich meinte bezüglich "nicht auffallen der Spieler".


    1) In den Jugenden U7-mind. U11 spielt die körperliche Komponente ( also die Größe) wirklich kaum eine Rolle, da sind die Größenunterschiede maginal. Da sichtet kaum ein NLZ nach Größe. KLar Beweglichkeit, koordinative Fähigkeiten und Schnelligkeit spielen eine Rolle.
    In der pubertären Phase, werden sicherlich oft pro NLZ 2-3 große und schnelle SPieler geholt, weil sie eben auffällig sind. Natürlich setzt sich nicht jeder von denen dauerhaft durch; mag sogar sein, dass die "Profi-Quote" bei diesem Typus unterdurchschnittlich ist. Aber wir reden hier von einem Zeitraum U13-U15, also "nur" drei Jahren.


    2) Mit auffällig sein, meinte ich folgendes:
    Damit ich einen Spieler weiter beobachte oder in ein SIchtungstraining einlade muss er irgendwie auffallen. D.h. er hat irgendeine überragende Fähigkeit (z.B. Torschuß oder 1gg1, etc.) und wirkt schnell (genau sagen kann man das erst sagen, wenn man die Schnelligkeit im Training getestet hat, da habe ich mich schon öfter geirrt - große SPieler wirken langsam, kleine schnell . das muss aber oft dann gar nicht so sein.)
    Aber eine besondere Stärke (und sei es "nur" die Schnelligkeit) muss er schon haben, alles ganz gut können (davon gibt es viele) ist nicht so gefragt, wie gewisse Mängel, dafür aber auch herausragende Stärken. Vor allem in jugnen Jahren.


    Und warum soll man eine Spätgeborenen einladen, wenn er nach obigen Kriterien nicht auffällt? Nur weil er Dezemberkind ist?
    Wenn einer auffällt, und man dann feststellt, der ist Dezemberkind, dann, aber erst dann bekommt er auch mehr Wertschätzung als ein Januarkind.


    Um das zu verdeutlichen ein Beispiel:


    Vor einigen Jahren ist bei einem einem gut besetzten U9-Hallenturnierurnier ist ein Spieler bei einem ziemlich kleinen Verein aufgefallen, obwohl seine Mannschaft fast jedes Spiel verlor. Der war NICHT groß, eher zierlich, aber schnell und fussballerisch sehr auffällig. Auch bei weiteren Beobachtungen fiel der Spieler auf, so dass ich den Trainer ansprach, weil ich ihn ins Probetraining einladen wollte. Und zu meiner großen Überraschung war der SPieler gar einen Jahrgang jünger.
    Er fiel also auf, obwohl er - gemessen an den Mitspielern und Gegnern - sogar jünger war als alle Spätgeborenen.


    Und das ist kein Einzelfall, gerade bei den ganz kleinen Vereinen spielen die guten zumeist in älteren Jahrgängen. Und denen steht ja auch nicht das Alter auf der Stirn, aber die richtig guten fallen auf.



    Von den aktuellen N11-SPielern unter 27 zumindest ist jeder - auch die Dezemberkinder, wie z.B. Hummels (mit 6) frühzeitig aufgefallen.
    Man mag darüber diskutieren, dass es noch mehr wären, bei denen es aber aufgrund fehlender Förderung nicht bis oben gereicht hat, ABER das würde ja gegen deine Studien sprechen, dass sich das
    alles ausgleicht, und im Profibereich jeder Geburtsmonat gelichermaßen vertreten ist.


    Wenn dann einer, zwar Dezemberkind, aber gegen seinen eigenen Jahrgang
    spielend nicht auffällt, warum sollte man ihn dann besonders fördern?
    Var allem warum gerade ihn? Davon gibt es hunderte in jedem Kreis, wen soll man da auswählen?



    P.S.: Das wäre ein anderes Thema, denn ich finde folgenden Gedanken nicht zu vernachlässigen:
    Es gibt viele ähnlich gute Fussballer, bezüglich Technik,Physis und Kognition. Vile Spieler erreichen in deisen Bereichen Profiniveau erreichen aber nicht annähern den Profifussball.
    Denn unterscheiden tun sie sich vor allem im Selbstvertrauen in der mentalen Stärke, die dafür sorgt das Leistungspotential auch stetig abrufen zu können.


    Und da stelle ich mir die Frage: Spieler, die immer schon gut waren - meinestwegen auch überwiegend Frühgeborene - sammeln die nicht in all den Jahren, als Leistungsträger so viel Selbstvertrauen, dass sie eben bezüglich des mentalen Faktor zumeist viel bessere Voraussetzungen mitbringen als Spätgeborene, die eben nie "der beste" in einer guten Mannschft waren?
    Aber das würde gegen deine Studien sprechen.

    Noch nicht gebracht wurde folgenes Argument, das in meinen Augen wichtigste, das für die Hygiene spricht.


    Die Gefahr der Erkältung (oder anderer Krankheiten) ist mal deutlich höher, wenn ich - vor allem bei weniger sommerlichen Temperaturen - verschwitzt und in den verschwitzten Sachen nach Hause gehe.


    Es ist also nicht nur eine frage der Hygiene - ja ich sehe mich als Trainer auch als Pädagoge - sondern auch der Folgen aus mangelnder Hygiene, die Gesundheit. Und bei dem Elternteil, wo das Argument Erhalt der Gesundheit nicht zählt...

    TW-Trainer:


    Für die NLZ-Vereine gibt es sogar solche Kaderbegrenzungen. Der DFB (oder die DFL) gibt wirklich welche vor.


    Sie liegen zwar ein wenig höher, als dein Vorschlag, (ich glaube für eine U15 und U14) dürfen jeweils maximal 20 Spieler (Torhüter müssen inkklusive sein) in einem NLZ im Kader. Etc.


    Das Problem ist aber gar nicht mal die größere Zahl, die Missbrauch verhindert, sondern vielmehr die Tatsache, das "Papier geduldig" ist.


    Man kann diese Regelung ganz leicht umscgiffen, indem man viele U19 Spieler schon vor der Saison als U23 Spieler meldet (über das Maß derer hinaus, die in einem NLZ tatsächlich früher hochgezogen werden), U17-Spieler in den so freien U19-Plots meldet, etc. So kann man in der U14 dann auch problemlos 23-24 Spieler haben.
    Denn ein Spieler darf auch außerhalb der Mannschaft spielen, für die er (am Saisonanfang) gemeldet ist - logischerweise - denn wer will schon, dass z.B. ein U17 Spieler, der im Herbst oder zur Rückrunde einen Sprung macht, dann nicht in der U19 agieren lassen, um ihn besser fördern zu können.
    Ich hatte mal Spieler in meinem Kader gelistet (nur in dem Schreiben für die Zertifizierung), die nie in meinem Team gespielt haben, und das auch nie sollten. Aber die beiden Jahrgänge über bzw. unter mir, waren extrem groß geraten. (Ich weiß nicht mal welche Spieler das konkret waren, die waren nicht auf dem Mannschaftsfoto drauf, auf keiner internen Liste o.ä., lediglich durch die Bermerkung unseres Jugendchefes, dass mein kleiner Kader, ganz gut passt, da der Verein so nicht ganz so "kreativ" sein muss, bei den Meldelisten, weiß ich davon.)


    Und bezüglich des RAE-Effekts kann ich aus meiner Erfahrung sagen, dass bei der Sichtung sehr wohl auf das Alter geguckt wird. Ein Dezember-Kind wird bei ähnlicher Leistungsfähigkeit ganz sicher eher genommen, als ein Januar-Kind. Gerade weil es deutlich weniger Spätgeborene gibt, die in den NLZs im KAder sind, bzw. die bei anderen Vereinen auffallen, wird das auch immer betont und als Bonus berücksichtigt.


    Aber - und deshalb ist die Zahl dann eben so gering - haben es Dezemberkinder definitiv schwerer aufzufallen.


    In der Praxis ist es aber eben nicht so einfach, einfach zu sagen, die Anzahl der Spätgeborenen muss gleich hoch sein. Es hilft keinem Spätgeborenen, wenn er einen Kaderplatz bekommt, weil eben noch 2-3 Spätgeborene in den Kader müssen. Talentauswahl ist in jungen Jahren schon so schwer genug, wem hilft es dann, wenn er ein glückliches Freilos in Form eines Kaderplatzes bekommt? Da werden dann aus einer Hunderschaft ähnlichguter (aber trotzdem nicht überzeugender Spieler) 2-3 ausgwählt. Das ist dann, wie im trüben Wasser fischen.



    Deine Ideen erscheinen erstmal sinnvoll und nicht verkekrt, aber ich hoffe ich konnte darlegen, warum es dennoch eben nicht sinnvoll ist, also eigentlich keinen Nutzen hat.


    War letztes WE an einem U9 Turnier in Stuttgart mit u.a. Mannschaften der Bundesligisten welche diesen "Input" so wohl noch nicht so ganz mitbekommen haben :-).
    Respektive fanden sich die einzigen "Deutschen", die diese "neue" Philosophie auch umsetzen - Bayern München nämlich - vor allem auch deswegen (eher schmächtige Spieler, schönes Zusammenspiel) dann auch "nur" auf dem 6. Platz wieder.

    Das will ich mal kommentieren, weil auch ich fast ein komplettes Jahrzehnt als Trainer im U9-U13 Bereich auf solchen Turnieren unterwegs war und glaube einen ganz guten Einblick in den Nachwuchsfussball der NLZ zu haben.


    Richtig ist, dass Bayern in den unteren U-Jugendmannschaften oft sehr klein aufgestellt ist. Wichtig ist, dass die Spieler elegant wirken und man für die Spielweise Anerkennung erntet. (Im Gegensatz zu 1860 spielen die Münchner auch in der heimischen Liga mit ihrer U13 bzw. U11 gegen gleichaltrige und nicht gegen jahrgangshöhere Gegner. Das heißt 1860 U12 spielt in der Liga mit Bayerns U13. Kann sein, das Bayern das letztes Jahr geändert hat, k.a. )
    Natürlich hauen die Bayern dann alles weg, aber gegen die anderen NLZ auf den Turnieren sehen sie meist schlecht aus. (Man darf bie vergessen, dass "schönes Zusammenspiel" gegen schlechtere Mannschaften toll aussieht und leichter umzusetzten ist. Gegen gute Gegner sieht man dann von dem schönen Zusammenspiel auch sehr wenig, weil der Gegner das einfach nicht zuläßt. Mal ganz abgesehen davon, on "schönes Zusammenspiel" in einer U) wirklich erstrebenswertes Ausbildungsziel sein sollte.)


    Ich bewerte das aber anders, denn Bayern hat in den junegn Jahrgängen eigentlich nur 1-2 richtig gute, die anderen sind eben nicht so gut. Jahr für Jahr holt sich Bayern Spieler von 1860 u.a. (in Bayerns Jugend spielen über 20 Spieler mit 1860-Vergangenheit), ab der U15 wird dann ordentlich "eingekauft".
    Das will ich nicht verurteilen, alle NLZ verändern sukzessive ihre Kader, aber diese kleinen Dribbler holen auch bei Bayern den Rückstand eben nicht auf (von 1-2 Ausnahmen abgesehen).


    Lange Rede kurzer Sinn:
    Ja Bayern geht häufig in jungen Jahrgängen den Weg sehr kleine Spieler im Kader zu haben, ABER die kommen trotz der Förderung eben i.d.R. auch nicht oben an. Weil von den kleinen eben auch nur 2-3 wirklich talentiert sind.
    Ich bestreite nicht den RAE, den gibt es, aber dieses alle großen bzw. alle alten brechen langfristig weg und alle kleinen bzw. jungen werden die Raketen ist mir zu pauschal und schlicht falsch.


    Wie in einem anderen Thread schon angemerkt:
    Diese Pauschalisierung ala die kleinen haben das größere Potential, werden langfristig DIE Spieler, und der Umkehrschluß sind an der Realität vorbei. Es gibt talentierte und weniger talentierte Spieler und die sind groß und klein.
    Bei dieser Logik müssten ja kleine Spieler, die es erstmal ins NLZ geschafft haben auf ewig hier bleiben, da die körperlichen Unterschiede bzw. der RAE-Effekt von Jahr zu Jahr zu deren Gunsten wirken.


    Logisch gibt es das, viele große Spieler scheitern irgendwann bis A-Jugend, ABER eben auch genauso viele kleine Spieler.




    Davon abgesehen habe ich nicht die Erfahrung gemacht, dass in der U9-U12 Jugend der NLZ die Spieler überdurchschnittlich groß sind, ganz und gar nicht.
    In U13-U15 werden allerdings wirklich ein paar "Brocken" geholt, die mitunter ab der U17 wieder verschwinden.



    P.S.: Luzern ist ja auch häufiger Gast bei Turnieren in D. Und die haben häufig alles andere als kleine Spieler. Die 99er waren in der U9-U11 das körperlich robusteste Team auf jedem Turnier. Da konnte physisch keine deutsche Mannschaft mithalten.

    Zum Thema Manndeckung:


    Mal unabhangig davon, dass im Profifussball mittlerweile auch die (situative) Manndeckung zurückgekehrt ist, muss man bezüglich dieses Themas ja die Ausbildungsmöglichkeit betrachten.


    So kann es bezüglich der Ausbildung der jungen Kicker durchaus Sinn machen z.B. komplette Manndeckung zu spielen. So schult man halt, wie gg aufzeigte, vor allem das 1gg1, auf Kosten des Verschiebens. Man muss immer überlegen, was will ich trainieren, welches Ausbildungsziel verfolge ich.


    Wenn ich eine Mannschaft übernehme, so ist für mich das 1gg1 erstmal das allerwichtigste. Bezüglich dieser Komponente bin ich mit den Vorgängertrainern auch immer unzufrieden, die Spieler die ich übernehme (oder die von anderen Vereinen kommen) haben hier i.d.R. enormen Nachholbedarf. Und das 1gg1 ist halt die Grundlage für so vieles, nicht zuletzt der ballorientierten Verteidigungsarbeit.


    Feyenoord Rotterdam z.B. spielt in den ganz jungen Jahrgängen ganz extrem Manndeckung. Auch offensiv machen sie das Spielfeld groß und breit, alles geht über das isolierte 1gg1.



    Außerdem finde ich es, in jeder Hinsicht wertvoll, die Spieler nie einseitig oder eindimensional auszubilden. Auf matschigem Rasen oder Schnee spielt man ja auch anders (auch mal Kick and Rush, zweite Bälle), als auf Wimledonteppich oder Kunstrasen. Große Plätze erfordern andere Spielweise, als schmale und kleine. Der rustikale und nur bolzende Gegner muss anders bespielt werden, als eine kleine, stets dribbelnde Mannschaft.
    Es gibt so viele Trainer (oder Eltern), die sich häufig nach Spielen hinstellen und darüber philosophieren, "der Gegner spielt ja keinen Fussball" oder "der Platz war schuld".
    Sicherlich begünstigen bestimmte Umstände die eigene Leistungsfähigkeit, ich lasse auch zu, dass bestimmte Bedingungen oder Gegner es meiner Mannschaft schwer machen, aber am Ende muss man als guter, möglichst kompletter und vor allem kompetenter Spieler das Spiel den Bedingungen anpassen können.
    Man kann ja kaum erwarten, dass der Gener so agiert, dass die Stärken meines Teams voll zum Tragen kommen. Unfassbar, wie oft Trainer/Eltern in diese Richtung argumentieren...
    Deshalb finde ich es aus Ausbildungssicht gar nicht schlimm, wenn man gelegentlich mal ungewohnte Bedingungen oder Aufgaben (z.B. durch einen körperlich überragenden Gegenspieler) gestellt bekommt.




    Zur Einteilung der Alterklassen allgemein habe ich ja folgende Meinung:


    Durch die Verschiebung des Stichtages vom 1.8. zum 1.1. Ende der 90iger, sind die Spieler mittlerweile ja 8 Monate älter. Dazu kommt, dass die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen mittlerweile schneller erfolgt als früher, vor allem in Ballungsgebieten wirken Kinder/Jugentliche reifer, als ich das von vor 20-30 Jahren kenne.
    Ich bin der Meinung, die sich auch in meinen Erfahrungswerten als Trainer wiederspiegelt, dass folgende Einteilung von Vorteil wäre:
    bis U6=G-Jugend
    U7+U8=F-Jugend
    U9+U10= E-Jugend
    U11+U12= D-Jugend
    U13+U14= C-Jugend
    U15+U16=B-Jugend
    U17+U18= A-Jugend
    ab U19 Männer.
    Ich glaube in Österreich wird das so gehandhabt, jedenfalls ist bei Rapid und co die U18 die älteste Jugendmannschaft.


    Meiner Erfahrung nach haben U7 und U8 Spieler wesentlich mehr gemein (kognitiv und physisch) als ein U8 und ein U9 Spieler. Und das ist mit U9/U10 und U11/U12 genauso.
    Ich kann allerdings nur für das Ballungsgebiet sprechen, nicht für das Land. Da mag es eventuell anders sein. Jedenfalls sind meine Spieler bei Turnieren z.B. schon bei Gastkindern gewesen, die noch mit Playmobil gespielt haben, während meine diese Phase schon längst verlassen hatten und Mädchen zumindest nicht mehr doof fanden.


    Egal ob Dorf oder NLZ, dass U19-Spieler schon bei den Männern spielen kommt heutzutage sehr häufig vor, zu meiner Jugendzeit (als quasi 8 Monate fehlten) war das sehr selten. Sogar seltener, als das U18 Spieler heutzutage bereits bei den Männer aufdribbeln.